Wolfgang Mazal (Hrsg.): Familie und Religion
Wolfgang Mazal (Hrsg.): Familie und Religion. Aktuelle Beiträge aus der interdisziplinären Familienforschung. Budrich UniPress (Farmington Hills) 2010. 336 Seiten. ISBN 978-3-940755-72-8. 36,00 EUR.
Thema
Im öffentlichen Bewusstsein ist die Vorstellung von der Auflösung der Familie, der Entkirchlichung, dem Werte- und Glaubensverlust weit verbreitet. Diesem undifferenzierten Klischee begegnet das Forschungsprojekt am Österreichischen Institut für Familienforschung (ÖIF) an der Universität Wien. Dieses führt anwendungsorientierte Studien und Grundlagenforschung zur Struktur und Dynamik von Familien, Generationen, Geschlechtern und Partnerschaften durch. Anliegen des Projekts zu Religion und Familie war, die Familienorientierungen in christlichen, jüdischen und muslimischen Familien und die Vermittlung von Werten, Glauben und Religion über die Generationen hinweg detailliert zu untersuchen, eine bisher wenig verfolgte Fragestellung der Familienforschung.
Herausgeber, Autorinnen und Autoren
Die Leitung des Projekts hatte Frau Dr. Mariam Irene Tazi-Preve, die bereits zahlreiche Publikationen zur Bevölkerungs- und Familienpolitik geschrieben hat. Ferner wurden einige Forscher gebeten, eigene Beiträge zum Thema Familie und Religion zu diesem Sammelband zur Verfügung zu stellen. Herausgeber des vorliegenden Bandes ist Wolfgang Mazal, Professor für Arbeits- und Sozialrecht und Leiter des Instituts für Familienforschung an der Universität Wien.
Aufbau und Inhalt
Das Projekt ist in acht Teilprojekte mit jeweils eigenen Verfassern gegliedert. Den Teilprojekten entsprechen acht Kapitel dieses Bandes.
Im ersten Kapitel von Caroline Berghof und Julia Schuster mit dem Titel „Alles hat seine Stunde? Religiosität und die Zeitpunkte von Ereignissen im Familienverlauf“ (S. 11-35) werden Ergebnisse aus verschiedenen familien- und religionssoziologischen Erhebungen, u.a. dem European Social Survey 2006/07 und dem Generations and Gender Survey 2008/09 zusammengetragen. Außer den bekannten Daten über häufigere Scheidung und Zuwachs an Kohabitation in verschiedenen Ländern Europas werden auch weniger bekannte Daten referiert wie z.B. dass religiöse Personen früher heiraten als nicht-religiöse und auch früher Vater oder Mutter werden. Die Autoren gelangen zu dem Ergebnis, dass sich religiöse und nicht-religiöse Personen in der zeitlichen Strukturierung ihres Familienlebensweges unterscheiden. Ihr Fazit: „Trotz tief greifender und jahrzehntelanger Säkularisierung stellt Religiosität auch in heutigen europäischen Gesellschaften eine wichtige Handlungsmotivation im Bereich der Familie dar.“ (S.33)
Der zweite Beitrag „Amische, Hutterer, Haredim – Wie religiöse Traditionen Kinder-reichtum erreichen“ (S. 39-55) stammt von dem baden-württembergischen Religions- und Politikwissenschaftler Michael Blume. Sein Augenmerk gilt der historischen Demografie. Unter dieser Perspektive findet er heraus, dass Säkularisierung vor allem unter wohlhabenden und gebildeten Schichten stattfinden würde, dies aber die betroffene Bevölkerungsgruppe in die „demografische Sackgasse“ führe. Am Beispiel mehrerer orthodoxer Gruppen wie den Amischen, Hutterern und Haredim zeigt er das reproduktive Potential religiöser Gemeinschaften auf. Zur gegenseitigen Förderung schaffen diese eigene Gemeinschaftsnetzwerke, die als Ergänzung oder Ersatz für staatliche Angebote gelten können. Dem Modell des egoistisch kalkulierenden Homo oeconomicus stellt er den „wachsenden Erfolg des Homo religiosus“ gegenüber (S. 53).
Den
dritten
Artikel
verfassten die Autoren Sabine
Buchebner-Ferstl
und Rudolf
Karl Schipfer.
Dieser Beitrag trägt den Titel „´… gehen wir gemeinsam diesen
Weg.´ Die Weitergabe von Glauben und Werten in christlichen
Familien“ (S. 57-111). Die Darlegungen beruhen auf einer
qualitativen Studie mit einer sehr kleinen Fallgruppe von fünf
Interviews. Gemeinsam ist allen Befragten der hohe Stellenwert der
Familie und der eigenen Kinder, der meist auch in der
Herkunftsfamilie von zentraler Bedeutung war. Auffallend ist auch der
hohe Stellenwert der Religion im Leben der Befragten.
Die Weitergabe von Werten vollzieht sich nach der Studie in vier
Bereichen: 1. Zusammenhalt der Familie, 2. die Kommunikation, 3.
Offenheit und Toleranz für den Lebensweg der Kinder, 4. Glaube an
Gott bzw. die Religion. Das liebevolle Familienklima erweist sich als
wesentlicher Indikator für die Tradierung von Werten,
Handlungsmustern und Ritualen. Religiöse Rituale sind integrativer
Bestandteil von Gemeinschaftlichkeit. In allen fünf Interviews
werden außer der Familie weitere Personen aus dem kirchlichen
Bereich als wichtig angeführt, die ihnen in der Jugend entscheidende
Impulse für ihre religiöse Entwicklung gegeben haben. Das Fazit
hier lautet: „Der Grundstein für eine spätere Verbundenheit mit
der Kirche wird durch religiöse Erziehung im Elternhaus gelegt.“
(S. 109). Aus den soziologischen Erkenntnissen werden pädagogische
Folgerungen gezogen, z.B. dass für die Weitergabe von Werten,
Einstellungen und Handlungsmustern die emotionale Komponente der
Tradition bedeutender ist als die normative Komponente.
Das vierte Kapitel „´Damit sie Halt im Leben haben´. Über die alltägliche Vermittlung von Religion in Familien“ (S. 113-133) von Silvia Arzt, einer Assistenzprofessorin für Religionspädagogik, beruht auf einer Pilotstudie von 72 ausgefüllten Fragebögen, in denen sich 28 % der Befragten als sehr religiös und 43 % als eher religiös bezeichnen, 29 % als „eher nicht“ oder „gar nicht“. Religion spielt nach dieser Studie im Alltag der Familien tatsächlich eine Rolle, denn 70 % sprechen ein Abendgebet und 31 % ein tägliches Tischgebet. Eltern, denen die eigene Religiosität wichtig ist und sich durch ihren Glauben im Leben getragen fühlen, wollen diese Erfahrung auch an ihre Kinder weitergeben. Zusätzlich wird erkannt, dass Großeltern als religiöse Erzieher mitwirken. Silvia Arzt zieht die Schlussfolgerung, dass die Familie als Ort elementarer christlicher Erfahrungen und religionspädagogischer Bildungsort wahrgenommen werden soll. Diese Erkenntnis sollte im Rahmen einer „systemischen Religionspädagogik“ stärkere Berücksichtigung finden.
Theologin
und Religionspädagogin Annegret
Reese-Schnitzler
behandelt im fünften
Kapitel
Religion und Religiosität bei Singlefrauen (S. 135-172). Diese
qualitativ-empirische Studie stützt sich auf Interviews mit acht
Frauen. Die Fragestellung dieser Studie lautet: Welche Aspekte der
Religiosität finden sich bei kinderlosen Singlefrauen und wie leben
und gestalten Singlefrauen ihre Religiosität. Diese Frauen, die ein
außerordentlich reflektiertes und selbstbewusstes Leben führen,
eignen sich religiöse Traditionen überwiegend selektiv, pragmatisch
und funktional an, zeigen eine allgemeine religiöse Ansprechbarkeit
und Offenheit gegenüber religiösen Fragen und Praxisformen, zeigen
auch das Bedürfnis, ihre religiösen Fragen in eine Gemeinschaft
einzubringen, aber dieses Bedürfnis bleibt nach dem Urteil der
Autorin überwiegend unbefriedigt. Da ihre religiöse Praxis
vorwiegend im Alleinsein gelebt würde, sieht sie die „Gefahr der
Verinwendung von Religion“ (S. 146). Es fehlten Gemeinschaftsbezug
und Anregung von anderen. Die Autorin zieht daraus die Konsequenz,
dass zielgruppenspezifische Angebote von den Kirchen erfolgen
sollten. Die säkularisierte Religiosität von heute würde die
pastorale Arbeit und die Religionspädagogik vor neue
Herausforderungen stellen.
Die
religionssoziologischen und religionspädagogischen Erkenntnisse
werden in den größeren Zusammenhang einer Analyse des
Singlephänomens und der geschlechtsspezifischen Lebensgestaltung und
Lebensbewältigung gestellt. Die Autorin ermittelt folgende vier
Eigenarten der Singlefrauen: berufliche Arbeit als fundamentale
Lebensressource, eine „Fürsorgemoral“, starke Sensibilität für
den eigenen Körper als Seismograf der eigenen Befindlichkeit,
geschlechtsspezifische Formen der Religiosität. Religiosität müsse
für diese Frauen erlebbar, greifbar und verstehbar und auf die
Lebenswirklichkeit der Menschen ausgerichtet sein. Dabei würden
Singlefrauen vor allem die Natur als Ort der Selbst-, Welt- und
Gottesbegegnung erfahren. Dem entspreche eine geringe institutionelle
Kirchenbindung. Die Autorin befürchtet eine Auswanderung
emanzipierter Frauen aus der männlich dominierten Kirche.
Das
umfangreiche sechste
Kapitel
widmet sich jüdischen Familien. Die Autorin Christine
Geserick,
Jugend- und Familiensoziologin, gibt ihm den Aufmerksamkeit weckenden
Titel „Warum feiern wir Weihnachten, wir sind Juden?! Kontinuitäten
und Brüche familialer Traditionen in jüdischen Familien (S.
173-238). Die Autorin geht der Frage nach, inwieweit jüdische
religiöse Gesetze in der Gegenwartsgesellschaft praktiziert werden.
In einer qualitativen Forschung werden acht Personen, drei Frauen
und fünf Männer aus der mittleren Generation nach der nicht
standardisierten Methode interviewt. Das Forschungsdesign folgt wie
bei den anderen qualitativen Studien der Verstehenden Soziologie Max
Webers
und den Prämissen des Symbolischen Interaktionismus. Die erzählten
Familiengeschichten handeln von emotional sehr belastenden
biographischen Erlebnissen, fünf der acht interviewten Personen
schildern Emigrationsschicksale. Die Interviews konzentrieren sich
auf vier Themenbereiche: 1. Shoa und Emigration, 2. Alltagsrituale,
3. religiösen Alltag und religiöse Feste, 4.
Gruppenzugehörigkeiten. Die Familienerfahrungen stehen weiterhin
unter dem Eindruck der Shoa und haben Einfluss auf die nachfolgende
Generation: Von insgesamt 20 Kindern der interviewten acht Personen
sind 14 emigriert, davon acht nach Israel, letztere in enger
Verbundenheit mit ihrer tiefen Zuneigung zum jüdischen Glauben. Die
Interviewten feiern mit ihren Familien die religiösen Feste, wenn
auch mit recht unterschiedlichen Traditionselementen, insbesondere
das Passach-Fest, mehrere feiern zudem das christliche
Weihnachtsfest. Bei einem Elternpaar wurde das von den eigenen
Kindern kritisch hinterfragt, woraufhin auch die Eltern Abstand vom
Weihnachtsfest nahmen. Es ist wohl eine bisher religionssoziologisch
kaum bedachte Erkenntnis, dass Kinder Eltern in ihre stärkere
Religiosität mitnehmen. In der Studie findet sich aufgrund mehrerer
Interviews der beachtenswerte Satz: „Die Orientierungsphase der
Kinder wird zu einer Orientierungsphase der Eltern.“ (S. 219)
Wichtig ist allen Befragten die Auseinandersetzung mit der
jüdischen Identität, alle fühlen sich dem jüdischen Volk
zugehörig, wenn auch in unterschiedlicher Weise. Insofern sind die
Wege der Weitergabe von Traditionen vielfältig, sie reichen von
modern-orthodox bis agnostizistisch. Bei der Tradierung des
religiösen Alltags und der religiösen Feste lassen sich
Weiterführung, Brüche, Wiederbelebung, Verstärkung und
Neueinführung konstatieren.
Der
siebte,
ebenfalls sehr ausführliche Teil
widmet sich muslimischen Migrantinnen und Migranten. Dieser
Forschungsteil von Mariam
Irene Tazi-Preve
trägt den Titel „´Religion heißt, was für ein Mensch bist Du´.
Das Verständnis muslimischer MigrantInnen von Familie, Religion und
Geschlechterverhältnis“ (S. 239-307). Diese Studie von 2008 folgt
ebenfalls einem qualitativ orientierten Forschungsdesign und stützt
sich auf Befragung von fünf Personen, drei Frauen und zwei Männern,
die mit Matura und Universitätsabschluss eine
überdurchschnittliche Qualifikation aufweisen. Sie stammen aus dem
Iran, Ägypten und der Türkei. In den Interviews wird ein zweifaches
Familienverständnis bekundet: die Herkunftsfamilie als Großfamilie
und die Gründungsfamilie als Kleinfamilie. Aber auch im jetzigen
Gastland Österreich wirkt die großfamiliäre Tradition nach. Die
Interviewpartner berichten von strengen Vorschriften in ihrer
Kindheit und Jugend und dem starken Einfluss der Familie auf die
Ehepartnerwahl. Dies ist für die heutige mitteleuropäische
Gesellschaft ohne Zweifel außergewöhnlich, trotzdem bleibt
unverständlich, dass die Autorin mit keinem Wort erwähnt, das auch
bei uns bis vor etwa 150 Jahren die Partnerwahl nicht die Privatsache
eines Paars war. Der Rezensent hätte sich gewünscht, dass die
durchaus interessanten familiensoziologischen Ergebnisse in den
sozial- und geistesgeschichtlichen Prozess hineingestellt worden
wären. Auch die heutige vorherrschende Familiensituation in
Mitteleuropa ist ein Ergebnis von Aufklärung und Industrialisierung.
Die Erfahrungen der Migranten beruhen nicht allein auf einem
Kulturunterschied, sondern auf einem time-lag orientalischer
Kultur.
Die neue Kulturbegegnung der Migranten führt
nach den Ergebnissen der Forschung bei der Erziehung der Kinder zu
Herausforderungen, teilweise zu Brüchen. Die interviewten Migranten
wollen nach Möglichkeit von beiden Kulturen ihren Kindern etwas
mitgeben. Es wird nicht überprüft, ob und welchem Ausmaß
diese Erziehungsstrategie repräsentativ für Migrantenfamilien ist.
Alle Interviewpartner distanzieren sich von fundamentalistischen
Strömungen, wichtig ist ihnen die ethische Komponente von Religion.
Sie wird von der Mehrheit der Befragten verstanden als Basis für das
Zusammenleben mit anderen, als Grundlage der Erziehung der Kinder.
Große Schwierigkeiten in der Religionsvermittlung ergeben sich bei
religionsverschiedenen Paaren, die zu tragischen Lebenserfahrungen
führen können. Während der religiösen Erziehung der Kinder wird
den Eltern die religiöse Differenz bewusst. Eine Interviewpartnerin
spricht von der „interkulturellen Zerreißprobe“ (S. 295).
Der
letzte achte
Teil
stammt von dem Religionswissenschaftler Wolfram
Reiss
und trägt den Titel: „Die eigene Tochter wegen der Schande töten.
´Ehrenmorde´ in der islamischen Welt.“ Im Unterschied zu den
vorangegangenen Arbeiten stützt sich dieser Artikel nicht auf
empirische Forschungen, sondern auf rechtliche, religions- und
kultursoziologische und politologische Literatur. Nach Klärung des
Begriffs „Ehrenmord“, für den auch der Begriff „Femizid“
vorgeschlagen wird, weil sich diese Mordform fast ausschließlich
gegen Frauen richtet, erfolgt der wichtige Hinweis, dass solche
„Ehrenmorde“ nach klassischem islamischen Recht nicht zulässig,
sondern eindeutig verboten sind. Trotzdem ist die gegenwärtige
Rechtslage in vielen islamischen Ländern so, dass die Täter mit
sehr geringen Strafen oder straffrei ausgehen.
Die
Stammesführer handeln nach der Devise, dass der Stamm die Aufgabe
habe, die Ehre aller zu schützen und zu verteidigen und mit massiven
Strafen alle zu belegen, die die Ehre des Stammes verletzen. Insofern
handeln die Täter auch meist nicht allein, sondern in Abstimmung
oder im Auftrag der Großfamilie oder gar des ganzen Stammes. Die
Ehre gilt selbst dann als verletzt, wenn die Frau vergewaltigt wurde,
weil in der vom Mann dominierten Gesellschaft davon ausgegangen wird,
dass die Verführung auch in diesem Fall von der Frau ausgegangen
sei. Der Femizid würde in der Stammesgesellschaft nicht als
kriminelle Handlung angesehen, der Täter wird gar zum Helden
stilisiert. Das Opfer könnte kaum mit Hilfe noch mit Solidarität
rechnen. Reiss gelangt zu dem Ergebnis: „Obwohl eindeutig tribale
Ehrenvorstellungen im Vordergrund stehen, gehen sie mit
gesellschaftlich akzeptierten religiösen Werten des Islams oft eine
enge Verbindung ein, da der Koran und die Sunna für das sittsame
Verhalten der Frau zahlreiche Vorschriften enthalten.“ (S. 320)
Diese seien in der Gesellschaft so sehr verankert, dass selbst
modernere sozialistische Regierungen diese Regeln nicht verändern.
Der Verfasser verzichtet dennoch nicht am Schluss auf einige
Vorschläge zur Überwindung des „Ehrenmordes“, wozu zählt, die
Gleichstellung der Frau nicht als ein westliches Importgut
vorzustellen.
Fazit
Der Forschungsband „Familie und Religion“ bietet insgesamt ein vielfältiges, pluralistisches Bild von Familiensituationen, Familienstrukturen und Familientraditionen. Sehr differenziert zeichnet er die Vermittlung von Werten, Glauben und Religion über drei Generationen. Es gibt nicht allein Verluste und Brüche, sondern auch Kontinuität, Wiederbelebung und Erneuerung. Die zahlreichen Zitate aus den Interviews der qualitativen Studien zeichnen lebendig und anschaulich das oft bewegte Leben der Interviewpartnerinnen und -partner, belasten aber, weil viel zu klein gedruckt, Augen und Konzentration des Lesers. Eine Kürzung des umfangreichen Bandes wäre vorteilhaft gewesen und hätte eher eine breitere Leserschaft versprochen. So jedoch wird der verdienstvolle Band weithin nur andere Experten der Familien- und Religionsforschung erreichen. Aber er kann hier die wissenschaftliche Diskussion bereichern. Da einige Teile des Bandes auch wertvolle religionspädagogische Anregungen geben, wäre zu empfehlen, dass auch Institutionen der Erwachsenenbildung und der Gemeindekatechese sich mit den Erkenntnissen dieser Forschung auseinandersetzen.
Rezensent
Prof. Dr. Manfred Hermanns
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Zitiervorschlag
Manfred Hermanns. Rezension vom 02.12.2011 zu: Wolfgang Mazal (Hrsg.): Familie und Religion. Budrich UniPress (Farmington Hills) 2010. 336 Seiten. ISBN 978-3-940755-72-8. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, http://www.socialnet.de/rezensionen/10918.php, Datum des Zugriffs 23.02.2012.
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