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Anastasia Kharitonova-Akhvlediani: Russischsprachige Printmedien und Integration

Cover Anastasia Kharitonova-Akhvlediani: Russischsprachige Printmedien und Integration. Universitätsverlag der TU Berlin (Berlin) 2011. 154 Seiten. ISBN 978-3-7983-2306-3. 11,90 EUR.

Reihe: Berliner Schriften zur Medienwissenschaft - Band Nr. 14.

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Thema und Entstehungshintergrund

Die Aktualität des vorliegenden Buches liegt darin, dass russischsprachige Printmedien zwar seit über 20 Jahren auf dem deutschen Pressemarkt vertreten sind, aber ein bislang wenig untersuchtes Forschungsgebiet und ein sehr unübersichtliches Feld darstellen. Das Buch stellt die Ergebnisse eines Projektes dar, das sich mit der Untersuchung der russischsprachigen Printmedienlandschaft sowie deren Rolle im Alltag von Migranten und deren Integrationspotential beschäftigt. Es entstand im Rahmen des Masterstudiums von Anastasia Kharitonova-Akhvlediani. Die Arbeit zeigt die Rolle der Medien bei der Förderung von Interessen und Bedürfnissen russischsprachiger Migranten auf. Der Stellenwert russischsprachiger Printmedien wird anhand der Ergebnisse einer hierzu durchgeführten Umfrage analysiert und das Integrationspotential der Medien wird ermittelt. Die von der Autorin durchgeführte Umfrage bezog sich auf alle in Deutschland lebenden russischsprachigen Zuwanderer unabhängig von deren Staatszugehörigkeit (vgl.S.58).

Autorin

Anastasia Kharitonova-Akhvlediani wurde in Kasachstan geboren. Nach ihrem Studium in Germanistik (Kurganer Staatliche Universität, Russische Föderation) schloß sie 2011 ihr Masterstudium der Medienwissenschaft an der TU Berlin erfolgreich ab.

Aufbau und Inhalte

Die vorliegende Studie greift zentrale Aspekte auf, die für eine qualifizierte Betrachtung der Rolle von russischsprachigen Printmedien im Alltag von Migranten in Deutschland sowie bei deren Integration in die bundesrepublikanische Gesellschaft von Bedeutung sind. Das Buch gliedert sich in die folgenden neun Abschnitte:

  1. „Einleitung“
  2. „Charakteristik der Rezipienten von russischsprachigen Printmedien“;
  3. „Die russischsprachige Printmedienkultur in Deutschland“;
  4. „Theoretische Grundlagen zur gesellschaftlichen Integration durch Medien“;
  5. „Umfrage zur Erkundung des Stellenwertes russischsprachiger Printmedien im Alltag russischsprachiger Zuwanderer in Deutschland und deren Integrationspotential für Migranten“;
  6. „Integrationsleistungen russischsprachiger Printmedien“;
  7. „Resümee“;
  8. „Quellenverzeichnis“;
  9. „Anhang“

In der Einleitung gibtKharitonova-Akhvlediani eine Einführung in die Thematik und einen Ausblick auf Inhalte und Aufbau seiner Arbeit. Sie formuliert die zentralen Fragestellungen sowie die zentralen Forschungsthesen ihrer Arbeit. Die Letzteren sollen im Laufe der Arbeit bestätigt oder widerlegt werden.

Im zweiten Teil („Charakteristik der Rezipienten von russischsprachigen Printmedien“) werden die Rezipienten von russischsprachigen Printmedien in Deutschland dargestellt. Die Autorin gibt einen kurzen Überblick über die Migrationsbewegungen russischsprachiger Migranten. Es geht um das Leben in den Herkunftsländern sowie um die Auswanderung nach Deutschland. In diesem Teil werden die zentralen Begriffe der Studie geklärt und statistische Daten zu den Migrationsbewegungen aufgeführt. Im zweiten Abschnitt des Kapitels setzt sich die Autorin mit der Frage auseinander, inwieweit die russischsprachigen Migranten als Gemeinschaft betrachtet werden können.

Im dritten Teil („Die russischsprachige Printmedienkultur in Deutschland“) stellt Kharitonova-Akhvlediani die Entwicklung der russischsprachigen Printmedienkultur in Deutschland seit der Nachkriegszeit dar. In diesem Teil erläutert die Autorin die Bedeutung der sowjetischen Massenkultur für das Konzept russischsprachiger Printmedien.

Im vierten Teil („Theoretische Grundlagen zur gesellschaftlichen Integration durch Medien“) werden die theoretischen Grundlagen aufgezeigt, die bei der Durchführung der Studie herangezogen werden und den Forschungsstand darstellen. Die Autorin stellt Integrationskonzepte, Theorien der Medienwirkung sowie Ansätze der Integration durch Ethnomedien vor.

Im fünften Teil („Umfrage zur Erkundung des Stellenwertes russischsprachiger Printmedien im Alltag russischsprachiger Zuwanderer in Deutschland und deren Integrationspotential für Migranten“) werden das methodische Design der Arbeit und die durchgeführte Umfrage dargestellt. In diesem Teil werden die Zielgruppe, die Methoden der Datenerhebung und Datenauswertung vorgestellt. Bei der Umfrage geht es um eine Stichprobe aus der russischsprachigen Printmediennutzergruppe, da eine repräsentative Umfrage nicht durchgeführt werden konnte (vgl.S.57).

Im sechsten Teil („Integrationsleistungen russischsprachiger Printmedien“) präsentiert die Autorin Integrationsleistungen russischsprachiger Printmedien. Das Thema wird anhand der inhaltlichen Analyse von einigen russischsprachigen Printmedien unter dem Gesichtspunkt der Integration erläutert.

Kapitel 7 („Resümee“) beschließt die Studie, fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Forschungsausblick für die Migrationsthematik.

Zielgruppe

Dieses Buch richtet sich an alle Leser und Leserinnen, die sich für das Thema „Mediennutzung und Integration“ interessieren. Sie können durch das Buch interessante, wertvolle Einblicke und Erkenntnisse gewinnen. Darüber hinaus kann das Werk Fachkräften der Migrationsdienste Anregungen für ihre praktische Arbeit vermitteln.

Fazit

Mein Eindruck nach Lektüre des Buches ist ein sehr positiver. Ich finde den Aufbau des Buches sehr übersichtlich, was einen angenehmen Eindruck beim Lesen vermittelt.

Schwerpunkt des Buches sind russischsprachige Printmedien in Deutschland hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Integration russischsprachiger Gruppen in die bundesrepublikanische Gesellschaft. Die vorliegende Arbeit stellt die entsprechende Medienlandschaft vor, erklärt deren Struktur, Orientierungen, ihre Zielgruppen und deren kulturellen Hintergrund. Das Buch leistet einen wichtigen Beitrag zum Thema „Mediennutzung und Integration“ am Beispiel von russischsprachigen Migranten und Migrantinnen.




Rezensentin
Dr. Olga Frik
Institut für Wirtschaft Omsk, Russische Föderation. Ehemalige Lehrbeauftragte und Gastwissenschaftlerin an der Universität Hannover
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Zitiervorschlag
Olga Frik. Rezension vom 27.01.2012 zu: Anastasia Kharitonova-Akhvlediani: Russischsprachige Printmedien und Integration. Universitätsverlag der TU Berlin (Berlin) 2011. 154 Seiten. ISBN 978-3-7983-2306-3. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, http://www.socialnet.de/rezensionen/12866.php, Datum des Zugriffs 21.05.2012.


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