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Bernd Wischka, Willi Pecher u.a. (Hrsg.): Behandlung von Straftätern

Cover Bernd Wischka, Willi Pecher, Hilde van den Boogaart (Hrsg.): Behandlung von Straftätern. Sozialtherapie, Maßregelvollzug und Sicherungsverwahrung. Centaurus Verlag & Media KG (Freiburg) 2012. 630 Seiten. ISBN 978-3-86226-140-6. D: 38,80 EUR, A: 38,80 EUR, CH: 44,00 sFr.

Reihe: Studien und Materialien zum Straf- und Maßregelvollzug - Band 26.
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Herausgeberteam

  • Bernd Wischka (Dipl. Psychologe) ist Leiter der Sozialtherapeutischen Anstalt in der Justizvollzugsanstalt Lingen und publiziert zu den Themenbereichen: Sexualdelinquenz, Behandlung von Sexualstraftätern im Justizvollzug, Sozialtherapie im Justizvollzug.
  • Dr. Willi Pecher (Dipl. Psychologe) ist Leiter der Sozialtherapeutischen Abteilung/Gewaltdelikte in der Justizvollzugsanstalt München und publiziert zum Themenbereich: Justizvollzugspsychologie.
  • Dr. Hilde van den Boogaart (Dipl. Kriminologin) ist Leiterin der Sozialtherapeutischen Abteilung in der Justizvollzugsanstalt Lübeck und publiziert u.a. zu den Themenbereichen: Soziale Arbeit, Soziale Kontrolle, Radikale Kriminologie.

Thema und Entstehungshintergrund

In ihrem gemeinsamen Vorwort konstatieren die HerausgeberInnen Veränderungen (der ca. letzten 20 Jahre) in der Behandlung von Straftätern durch kriminalpolitische Entscheidungen und deren Folgen. Diese drückten sich aus in rechtlichen Rahmenbedingungen zur Behandlung von StraftäterInnen und dem Ausbau und der Ausstattung von Behandlungsplätzen. Darüber hinaus seien in den Handlungsfeldern der sozialtherapeutischen Praxis vielfältige diagnostische Methoden und therapeutische Vorgehensweisen entwickelt, erprobt und evaluiert worden. Den Herausgeberinnen erscheint es aus ihrer Perspektive durchaus berechtigt zu fragen, ob Investitionen in eine therapeutische Arbeit mit StraftäterInnen und die damit verbundenen Kosten mit dem Schutz der Allgemeinheit zu rechtfertigen sind. Ebenso – so die HerausgeberInnen – müsse aber auch eine Kriminalpolitik infrage gestellt werden, die stärker durch (eine die öffentliche Meinung bildende) mediale Berichterstattung über spektakuläre Einzelfälle beeinflusst wird, als durch die tatsächliche Entwicklung von Kriminalität oder die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse zur Wirksamkeit von Methoden der Rückfallreduzierung (vgl. Wischka/Pecher/v.d.Boogaart Vorwort V).

Vor dem Hintergrund einer solchen kritischen Bestandsaufnahme der Behandlung von StraftäterInnen, stellen sich die HerausgeberInnen eine doppelte Aufgabe:

  1. PraktikerInnen im Handlungsfeld Sozialtherapie, Maßregelvollzug, Justizvollzug über Erkenntnisse und neue Entwicklungen in Forschung und Praxis der Behandlung von StraftäterInnen umfangreich zu informieren
  2. Themen aufzugreifen, die eine besondere Herausforderung in der zukünftigen Behandlung von StraftäterInnen darstellen.

Aufbau

Der Herausgeberband versammelt 28 Beiträge, deren thematische Vielfalt sich hier an einer Auswahl von Beiträgen (die kurz inhaltlich besprochen werden) verdeutlichen soll.

Da der Band leider selbst nicht systematisch in Themenbereiche untergliedert ist, werden die ausgewählten Beiträge hier von der Rezensentin Diskussionsbereichen zugeordnet.

1. Kritische Bestandsaufnahme der Behandlung von Straftätern

Im Rahmen einer kritischen Bestandsaufnahme bietet der Band mehrere Aufsätze, die einen informativ-historischen Überblick zur Behandlung von StraftäterInnen liefern.

R.Egg/S.Niemz (S. 1-20) verdeutlichen (im Rückgriff auf empirisches Material) Entwicklungslinien rechtlicher Rahmenbedingungen, den Verlauf von Belegungszahlen, Erkenntnisse über Typiken sozialtherapeutisch behandelter Klientel. Im Blick auf Kernpunkte der aktuellen Diskussion im Handlungsfeld greifen sie die Notwendigkeit einer Erweiterung sozialtherapeutischer Angebote für Jugendliche und Frauen ebenso auf, wie Grenzen der Behandlung im Rahmen von Sicherungsverwahrung und Sozialtherapie. Im Verweis auf die aktuell sichtbare Vielfalt sozialtherapeutischer Konzepte und Herangehensweisen in den Bundesländern, regen mehrere Autorinnen eine länderübergreifende Diskussion zur Umsetzung von Mindesstandards für Sozialtherapie und Sicherungsverwahrung an (vgl. R. Egg/ S. Niemz S. : 1-20; H. v.d. Boogaart: S.81-101; Arbeitskreis Sozialtherapeutische Anstalten im Justizvollzug e.V: S. 20-32). Sie verdeutlichen damit, dass es dringend notwendig ist, verbindliche Mindestanforderungen an die Organisation (z.B. in Bezug auf die Ausstattung der Behandlungsbereiche und auf die Indikation der Verlegung) festzulegen.

G. Rehn ( S.32- 81) wirft in seinem Beitrag einen „subjektiv kritischen“ (Rehn S.33) Blick auf Entwicklungen der sozialtherapeutischen Behandlung von Straftätern seit der Diskussion zur Strafrechtsreform der 60iger/70iger Jahre und nimmt eine Standortbestimmung aktueller Sozialtherapie mit StraftäterInnen vor. Hier setzt er sich als „Zeitzeuge“ aus kriminologisch kritischer Position mit Reformbewegungen, Widerständen und ausgewählten kriminologischen Positionen zur Behandlung von Straftätern auseinander. Dabei entsteht eine beeindruckend lebendige Chronologie sozialtherapeutischer Anstalten, von der „Sonderanstalt für Störer und Psychopathen“, über eine „klinisch analytische Behandlungsstätte“ hin zu einer integrativen Sozialtherapie, deren Ziel es ist, die lebensweltlich-sozialen Besonderheiten der Gefangenen im therapeutischen Konzept zu berücksichtigen. Ob die rechtlichen Vorgaben (z.B. in Bezug auf Lockerungen) dies allerdings auch ermöglichen, wird von Rehn in Frage gestellt. In seinem Fazit weist er darauf hin, dass die Gefangenen in der letzten Phase ihrer Haft vor der Aufgabe stehen, sich für die Zeit nach der Entlassung einen „sozialen Empfangsraum“ (vgl. Rehn S.74) aufzubauen. Dies sei ohne entsprechende Lockerungen kaum zu realisieren. Grund zum Optimismus sieht Rehn in dieser Hinsicht allerdings “auf der vernachlässigten und ärmlichen Hinterbühne der ganzen Veranstaltung“ (Rehn S.75) aktuell nicht.

2. Diagnostische Verfahren und Evaluation der Behandlungsprozesse

Im Vordergrund der diagnostischen Auseinandersetzungen in diesem Band stehen Verfahren und Instrumente, die sich auf eine deliktspezifische Symptomatik des Täters ausrichten. Die Autoren J. Endress/ F. Schwanengel/ M. Behnke (S.101-123) beschreiben die Diagnostik von Straftätern z.B. in erster Linie als Instrument für eine kriminaltherapeutische Behandlungsplanung, die darauf zielt, die Gefährlichkeit des Täters zu reduzieren.

Dass neben einem Management von Risikoanteilen in der Behandlung von StraftäterInnen die Rückfall reduzierende Wirkung einer Aktivierung von protektiven Faktoren und Bewältigungsressourcen kaum beforscht wird, kritisiert Hahn (S.510-524) in seinem Beitrag zur therapeutischen Arbeit mit Sexualstraftätern. Damit verdeutlicht er auch, dass die im Rahmen der Therapie- und Devianzforschung verstärkte Thematisierung von protektiven Faktoren und Bewältigungsressourcen der Klientel, in der therapeutisch-pädagogischen Arbeit mit StraftäterInnen noch wenig Berücksichtigung findet.

R. Hare und C.S. Neumann (S.123-163) stehen mit ihrem kritisch-wissenschaftlichen Blick auf ein anerkanntes kategorial- diagnostisches Inventar (hier die Symptom Checkliste (PCL-R) zur Diagnose von „Psychopathie“) für die Ausrichtung des Sammelbandes, sich neben den in der Praxis bewährten diagnostischen Konzepten, insbesondere mit neuen (auch internationalen) Perspektiven in der Diagnostik und Behandlung von schwerer Dissozialität auseinander zu setzen.

So skizzieren L. Konicar/ R. Veit/ N. Birbaumer (S.331-351) die aktuelle Forschungslage zur Beteiligung neurobiologischer Vorgänge bei der Entstehung psychopathischer Strukturbildungsprozesse und die Zukunft neuer Behandlungsmöglichkeiten durch neuronale Stimulation (z.B. durch EEG Neurofeedbacksysteme).

N. Saimeh (S.351-365) verdeutlicht in ihrem Aufsatz die Zusammengehörigkeit von biologischen und psychodynamischen Erklärungsmodellen zur Dissozialität in einer interdisziplinär orientierten Forschungsperspektive.

In allen Aufsätzen des Bandes, die sich mit konkreten Behandlungsprozessen auseinander setzen, wird die Notwendigkeit systematischer Evaluation der Behandlungsprogramme von StraftäterInnen ausdrücklich betont. Die Auseinandersetzung mit den Standards der Evaluation bezieht sich insbesondere darauf, wie Ergebnis, Struktur und Prozessqualität unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Zielbestimmungen von Behandlungsmaßnahmen evaluiert werden können. S. Suhling (S. 162-233) verweist u.a. auf die Notwendigkeit einer (bisher eher weniger eingesetzten) Einführung von qualitativen Instrumenten zur Straftäterevaluation.

3. Behandlungsmotivation

In mehreren Aufsätzen wird auf die Problematik eines Umgangs mit geringer oder fehlender Behandlungsmotivation eingegangen.

S. Suhling/ M. Pucks/ G. Bielenberg(S.233-294) werten individuelle und kontextuelle Bedingungen der Behandlungsmotivation von Straftätern wissenschaftlich aus.

Döhla und F. Feulner (S. 294-312) stellen durchgeführte Gruppenkonzepte (einschließlich evaluativer Pilotstudie) zur Motivationsarbeit mit Sexualstraftätern vor.

C.M. Petelkau (S.312-331) bietet in seinem Aufsatz interessante Einblicke (unter Einbezug von Fallvignetten) in praktische Erfahrungen mit EMDR, Naikan und Jin Shin Jyutsu zur Förderung von Veränderungsbereitschaft in der Behandlung von Straftätern.

In verschiedenen Aufsätzen wird (insbesondere in Bezug auf die Praxis der Sicherungsverwahrung) auf die Notwendigkeit hingewiesen, Konzepte zur Steigerung der Therapiemotivation bereits im Rahmen des allgemeinen Strafvollzugs zu entwickeln.

4. Behandlungsansätze/Behandlungsprogramme

Die Vorstellung und Diskussion von Behandlungsansätzen im vorliegenden Band orientieren sich zum einen an Programmen, die vor dem Hintergrund langjähriger Erfahrung im Strafvollzug angewandt und evaluiert wurden und werden, wie z.B:

  • Dass kognitiv-behavioral orientierte Behandlungsprogramm für Sexualstraftäter (BPS) (U. Rehder/B. Wischka/E. Foppe: S. 418-454) und
  • dass im Strafvollzug durchgeführte Behandlungsprogramm für inhaftierte Gewalttäter (BIG) (R. Demmerling: S. 454-465).

Darüber hinaus wird neben der Darstellung insbesondere verhaltensbezogener Therapieansätze Bezug genommen auf Wirkfaktoren und interaktiv wirksame Haltungen im therapeutischen Behandlungsprozess von Straftätern im Strafvollzug.

W. Pecher/A. Stark (S. 377-398) thematisieren in diesem Zusammenhang die Frage, wie der im Rahmen allgemeiner Psychotherapieforschung als ausgesprochen effizient bewertete Wirkfaktor therapeutischer Beziehungsqualität, in der Behandlung von StraftäterInnen (unter Berücksichtigung von Störungsbildern der Klientel und den Dynamiken des Zwangskontextes) zum sozialtherapeutischen Wirkfaktor werden können.

R. Mann und A. Carter (S.398-418) verweisen in ihrem (aus dem englischen übersetzten) Aufsatz auf bio-psycho-sozial ausgerichtete Ordnungsprinzipien, die quasi als „Leitfaden“ in der therapeutischen Praxis zum gezielten, evidenzbasierten Vorgehen genutzt werden können.

U. Rauchfleisch(S.365-377) dokumentiert durch seinen Blick auf die Diagnose „Antisoziale Persönlichkeit“ eine therapeutische Haltung, die die Arbeit mit den Betroffenen als einerseits schwierige und gleichzeitig interaktiv lohnende Herausforderung in der therapeutischen Behandlung anerkennt.

5. Behandlungsrahmen/Behandlungskontext

Auf die Notwendigkeit der Berücksichtigung von Besonderheiten im Behandlungskontext Strafvollzug weisen mehrere AutorInnen aus unterschiedlichen Perspektiven hin:

So thematisiert B. Wischka in seinem Aufsatz (S.487-510) das Fehlen von Erprobungsräumen außerhalb der Mauern. Insbesondere zur Vorbereitung ihrer Entlassung müssten StraftäterInnen im Rahmen einer verantwortlichen Therapie prosoziales Verhalten mit neuen Beziehungserfahrungen einüben und verinnerlichen. Ebenso wie Rehn, verweist Wischka kritisch auf Tendenzen, solche Formen von Erprobungslernen durch nicht ausgewogene Sicherheitsbedenken (unter dem Druck öffentlicher Meinungen) grundsätzlich einzuschränken.

F. Pfäfflein/F. Lamott und C.Lindemann verdeutlichen in ihren jeweiligen Aufsätzen aus unterschiedlichen Perspektiven, Grenzen und Möglichkeiten gelingender interdisziplinärer Zusammenarbeit unter den Bedingungen des Strafvollzugs.

F. Pfäfflein und F. Lamott (S.608-617) plädieren im forensischen Kontext für eine externe Supervision, die den klinisch-psychologischen Blick auf die Klientel interdisziplinär um die gesellschaftliche, institutionelle und organisationsstrukturelle Perspektive, erweitert. Sie thematisieren damit zu Recht die notwendige Wahrnehmung handlungsleitender Rahmenbedingungen einer Sozialtherapie unter dem Zwangsrahmen des Strafvollzugs.

C. Lindemann (S.594-608) benennt in ihrem kritischen Aufsatz interaktiv-konflikthafte Problemlagen in der Zusammenarbeit unterschiedlicher Professionen im Strafvollzug. Auch sie verweist darauf, dass die Rahmenbedingungen der Organisation schwerwiegende, interaktiv wirksame Störfaktoren für die Sozialtherapie mit Straftätern hervorbringen können. Diese interaktiven Störungen könnten den Prozess einer integrativen Sozialtherapie erheblich behindern/oder sogar verhindern (vgl. Lindemann S. 596). Lindemann verdeutlicht den gezielten Aufbau von Organisationsstrukturen, die eine kooperative Zusammenarbeit der unterschiedlichen Professionen im Strafvollzug ermöglichen, an der Entwicklung einer sozialtherapeutischen Abteilung.

Diskussion

Mit ihrer Auswahl von Beiträgen dokumentieren die HerausgeberInnen Modelle langjährig bewährter „guter Praxis“ in Diagnostik, Behandlung und Prognostik von StraftäterInnen und stellen dieses Wissen PraktikerInnen aus den entsprechenden Handlungsfeldern zur Verfügung. Gleichzeitig ermöglichen die Beiträge Einblicke in die Wirklichkeit eines therapeutischen Alltags mit StraftäterInnen. Dieser findet statt auf der organisatorischen Bühne des Strafvollzugs und vor dem Hintergrund einer restriktiven Kriminalpolitik, die von einem skandalisierenden Medieninteresse flankiert wird. Deutlich wird den fachlich geschulten LeserInnen die kriminalpolitische Nachrangigkeit einer therapeutischen Versorgung von StraftäterInnen. Deutlich wird auch, wie ungemein schwierig es sich gestaltet, unter den Bedingungen des Strafvollzugs ein sozialtherapeutisches Milieu zu etablieren und welche Herausforderung es bedeutet, unter dem Druck der Öffentlichkeit und mit chronisch unzureichenden Personal- und Finanzmitteln, zutiefst sozial beeinträchtigte Menschen therapeutisch zu behandeln. Die AutorInnen (überwiegend PsychologInnen, einige SozialarbeiterInnen und KriminologInnen) sind alle langjährig an der Entwicklung, Durchführung und Evaluation integrativ-sozialtherapeutischer Behandlungsprogramme beteiligt. Ihr Engagement und die in den Aufsätzen sich dokumentierende Professionalität verdienen deshalb besondere Aufmerksamkeit und Anerkennung, weil sie sich keineswegs ausschließlich im Bereich einer pragmatisch-methodischen Praxis für den Kontext Strafvollzug bewegen. Empirisch abgesichert und unter Einbezug aktueller Therapieforschung setzen sich die VerfasserInnen mit den Behandlungsmöglichkeiten von Menschen mit schweren dissozialen Störungsbildern auseinander.

Zwei kritische Punkte möchte ich allerdings anmerken:

  1. Es hätte dem Sammelband gut getan – außer dem Verweis auf die fehlenden Plätze für Jugendliche und Frauen- auf das Thema Gender differenzierter einzugehen. Dazu gehört die Frage nach einer Gendergerechtigkeit in Forschung, Behandlungsmöglichkeiten und Prognostik von schwerer Dissozialität ebenso, wie die Auseinandersetzung mit den Bedingungen einer sozialtherapeutischen Behandlung von jugendlichen und erwachsenen Frauen.
  2. Die meisten Aufsätze setzen sich aus einer psychologischen Perspektive mit dem Thema der Behandlung von StraftäterInnen auseinander. Dabei nimmt gerade die Sozialtherapie doch in Anspruch, interdisziplinär verzahnt ein soziales Behandlungsmilieu zu schaffen. In dieser Hinsicht wäre es interessant gewesen, mehr über die interdisziplinäre Gestaltung und Wirkung des Sozialen (insbesondere auch über die gestaltende Rolle der SozialarbeiterInnen) im Rahmen der Sozialtherapie zu erfahren.

Fazit

Ich kann dieses Buch den Lesern und LeserInnen sehr empfehlen, die in der Behandlung von StraftäterInnen im Strafvollzug oder auch nach deren Entlassung tätig sind. Aber auch für die Ausbildungsbereiche von PsychologInnen und SozialarbeiterInnen eignet sich das Buch sehr gut, da die Aufsätze verständlich und anschaulich Theorie und Praxis einer Behandlung von StraftäterInnen zusammen bringen.


Rezensentin
Prof. Dr. Irmgard Jansen
Professorin für Soziale Arbeit, Schwerpunkt: Psycho-soziale Diagnostik, Resozialisierung, Fachbereich Sozialwesen der Fachhochschule Münster
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Zitiervorschlag
Irmgard Jansen. Rezension vom 27.02.2013 zu: Bernd Wischka, Willi Pecher, Hilde van den Boogaart (Hrsg.): Behandlung von Straftätern. Sozialtherapie, Maßregelvollzug und Sicherungsverwahrung. Centaurus Verlag & Media KG (Freiburg) 2012. ISBN 978-3-86226-140-6. Reihe: Studien und Materialien zum Straf- und Maßregelvollzug - Band 26. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, http://www.socialnet.de/rezensionen/13521.php, Datum des Zugriffs 25.07.2016.


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