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Maria Uhanyan: Konflikte in türkischstämmigen Familien mit Jugendlichen

Cover Maria Uhanyan: Konflikte in türkischstämmigen Familien mit Jugendlichen. Konsequenzen für eine kultursensible psychosoziale Praxis. ZIEL Verlag (Augsburg) 2012. 264 Seiten. ISBN 978-3-940562-72-2. D: 24,80 EUR, A: 25,50 EUR, CH: 45,00 sFr.

Reihe: Interkulturelle Praxis und Diversity-Management.
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Thema

Eine Folge von Einwanderungsprozessen kann (nicht muss) sein, dass es – bedingt durch unterschiedliche Migrationserfahrungen zwischen Eltern und Kindern, vor allem, wenn letztere über keine direkten Erinnerungen an das Leben in der Heimat ihrer Eltern verfügen oder im Einreiseland geboren wurden – zu vermehrten und strukturell anderen Generationenkonflikten in den Familien der Einwanderer kommt. Während Generationenkonflikte nach Erkenntnissen der Jugendforschung in einheimischen Familien tendenziell abgenommen haben, scheinen die voneinander inhaltlich abweichenden Sozialisationserfahrungen und divergenten wechselseitigen Erwartungen der Eltern und ihrer jugendlichen Kinder in eingewanderten Familien, hier: der „türkischstämmigen“, mehr oder weniger „gesetzmäßig“ zu Spannungen, Missverständnissen und Konflikten zu führen. Damit entstand in der Migrations- und Integrationsforschung, aber auch in der psycho-sozialen Praxis, ein neues und sensibles Thema.

Autorin

Maria Uhanyan „arbeitet als systemische Beraterin in eigener Praxis sowie in einer Erziehungsberatungsstelle. Zudem ist sie Lehrbeauftragte der Ludwig-Maximilians-Universität München und freiberufliche Trainerin mit den Schwerpunkten Konfliktmanagement und Interkulturelle Kompetenz“ (S. 264).

Entstehungshintergrund

„Die vorliegende Arbeit wurde 2011 unter dem Titel ‚Türkischstämmige Familien in Deutschland – Eine qualitativ-multiperspektivische Untersuchung von Konflikten zwischen Eltern und Jugendlichen und deren Implikationen für die Praxis? als Dissertationsschrift von der Ludwig-Maximilian-Universität München angenommen“ (S. 2). Die Publikation erscheint in der Reihe „Interkulturelle Praxis und Diversity Management“ des ZIEL = Zentrum für interdisziplinäres erfahrungsorientiertes Lernen GmbH in Augsburg.

Aufbau

Im „Vorwort“ (S. 9-10) wiederholt Sabine Walper, eine der GutachterInnen der Dissertation, die wichtigsten Ergebnisse nahezu wortwörtlich entsprechend der folgenden „Zusammenfassung“ (S. 11) der Autorin. Dann folgt (S. 12), das sei auch erwähnt, die Wiedergabe des ausdrucksstarken Gedichtes „Dazwischen“.

Kapitel 1 befasst sich mit dem „Beitrag der Wissenschaft zur Förderung von Integration“ und soll die Studie wohl legitimieren und an aktuelle Diskurse wie PISA oder Sarrazin anschlussfähig machen sowie den Forschungsgegenstand näher beschreiben und das eigene Vorgehen verständlich machen.

Es folgen drei („Pflicht“-)Theoriekapitel zu „2. Familie und Jugendalter: Eine kultursensible Reflexion grundlegender Theorien“, „3. Familie und Migration: Ein migrationssensibler Blick auf Konflikte zwischen Eltern und Jugendlichen“. und „4. Familien mit türkischem Migrationshintergrund in Deutschland: Ein kultursensibler Blick auf Konflikte zwischen Eltern und Jugendlichen“. Ein „Zwischenfazit“ bilanziert jeweils recht leserfreundlich den Erkenntnisstand.

Kapitel 5 betrifft die erste qualitative Erhebung zu „Konflikten zwischen Eltern und Jugendlichen“, erläutert das methodische Vorgehen („Familieninterviews“ mit Vater, Mutter und jugendlichen Kindern) und beschreibt, dokumentiert und diskutiert die Ergebnisse in Form einer „Konflikttypologie“.

Nach dieser ersten „Kür“ erfolgt die zweite (Theorie-)„Pflicht“, ein „kultur- und migrationssensibler Blick auf die psychosoziale Praxis mit türkischstämmigen Familien in Deutschland“, in der etliche Praxisansätze im Überblick dargestellt werden (Kap. 6). In der zweiten „Kür“ (Kap. 7) werden dann die Ergebnisse und Erkenntnisse aus den „Experten-Interviews“ beschrieben und diskutiert. Den Abschluss (Kap. 8) bildet eine „Zusammenführende Diskussion und Ausblick“, gefolgt von einem sehr umfangreichen Literaturverzeichnis (26 Seiten). Ferner wird die Publikation im Text von insgesamt 14 Tabellen und 30 Abbildungen recht anschaulich aufgelockert.

Leider ist der Name der Kollegin Schoenpflug in drei verschiedenen Versionen zu lesen (Schonpflug – S. 255, Schoenpflug, S. 257 und Schönpflug, S. 263) und Thilo Sarrazin wird nicht eigens aufgeführt, obwohl im Text erwähnt. Auch ist die Angabe der „Festschrift“ zu meinem 65. Geburtstag falsch (S. 243) – ich bin nicht Mit-Herausgeber! Ferner sollten m. E. die AutorInnen zur besseren Information der Leser jeweils mit Vornamen genannt werden.

Inhalte

Alle Kapitel sind stark psychologisch orientiert (z.B. ist jeweils die Rede von „Jugendalter“ oder „Adoleszenz“ und nicht von „Jugend“ oder „peer group“ – was durchaus divergente Perspektiven im Themenzusammenhang sind!) und widmen sich „türkischstämmigen Familien“ ohne engeren Gesellschafts-, Region- oder Milieubezug (wer die Türkei als pluralistische Gesellschaft kennt, spricht in der Regel von etwa sieben unterschiedlichen Regionen und damit auch Mentalitäten der Bewohner). Die „Jugendlichen“ der Studie haben zumeist kein Geschlecht, sind quasi asexuell, und wir erfahren auch nichts über Geschwister oder Großeltern (es geht um familiäre Konflikte!), d.h. sie entsprechen dem, was man „Normversuchsperson“ nennt, was aber keine Wiedergabe der Realität ist. Klaus Holzkamp (1973, S. 259) meinte schon vor 40 Jahren erkenntniskritisch dazu: „Das Konzept der Normversuchsperson gewinnt damit anthropologische Dignität“. Konkret: Insgesamt fehlt bei der Erhebung und Interpretation der Ergebnisse ein differenziertes Eingehen auf die beiden forschungs- und erkenntnisrelevanten Merkmale von „Jugend“, nämlich „Bildung“ (Stellung im Bildungssystem) sowie „Geschlecht“ (die Gender-Perspektive). Dies betrifft alle Inhalte und Themen, die behandelt werden (z. B. „Entwicklungsaufgaben im Jugendalter“). Auch scheinen (neue) Medien – gerade bei Jugendlichen (!) – keinen Einfluss auf familiäre Konflikte zu haben. Weiter fällt auf, dass für den sinnvollen und Erkenntnis bringenden theoretischen sowie methodischen Ansatz der „kultursensiblen“ sowie der „migrationssensiblen“ Perspektive zwar der Terminus „Migration“ ausführlich diskutiert wird (S. 41ff, z.B. „Grundlegende Migrationskonzepe“ auf S. 48ff), dass aber der Begriff „Kultur“ nicht in gleicher Weise, was m. E. äußerst wichtig wäre, debattiert wird. So durchzieht ein unkritischer pauschaler und Homogenität assoziierender Kulturbegriff die gesamte Arbeit (z.B. ist die Rede von „Unterschieden zwischen östlichen und westlichen Kulturen“ auf S. 35, aber nicht von Unterschieden innerhalb (!) von östlichen und westlichen Kulturen, also von soziokulturellen Milieus, Szenen, Lebensstilen oder Subkulturen usw. – gerade bei Jugendlichen!). So schleicht sich unbemerkt, aber wirksam, eine „Kulturalisierung“ der familiären Konflikte in die Analyse ein. Auch fehlt eine theoretische Auseinandersetzung mit dem die Studie strukturierenden Konzept der „Perspektive“ (zuerst bei Mead 1927).

Erwähnt werden muss noch, dass die Erhebung zehn türkeistämmige Familien erfasst, worunter allerdings keine Angehörigen von ethnisch-religiösen Minderheiten wie Aleviten oder Kurden sind.

Man muss positiv konstatieren, dass in der Arbeit etliche Konzepte/ Konstrukte der psychologischen Migrations- und Integrations-Forschung, der Familien-, Konflikt- und Entwicklungspsychologie (z.B. Bronfenbrenner, Berry, Sluzki usw.) kompetent, ausführlich und präzise dargestellt und damit gut nachlesbar werden (Pflichtteile).

Das methodische Vorgehen bei den Familieninterviews wird jeweils sehr präzise und nachvollziehbar dargestellt, ebenso die Wiedergabe der Ergebnisse sowie die Konflikttypologie (die Konstrukte „Autoritäre Emotionalisierer“, „Erklärer und Sanktionierer“, „Konfliktvermeider“ und „Auszeitnehmer“). Eine solche Typologie auf der Basis von zehn Familieninterviews (und zwölf befragten Jugendlichen) zeigt, dass „Familien mit türkischem Migrationshintergrund“ eben nicht Angehörige ein und derselben „Kultur“ sind, sondern z. B. über verschiedene Kapitalhaushalte und auch Umgangsweisen mit Konflikten verfügen – wie in anderen Familien auch. Und die entwickelten Konflikttypen dürften sich bei einheimischen Familien auch finden lassen – wozu also die Kulturalisierung bzw. Kulturfixierung in der Forschung? Andererseits wird zu Recht zwischen „Vater und Mutter“ (die interviewt wurden) unterschieden, nicht aber zwischen Tochter und Sohn – warum, wird nicht begründet. Ein Satz (S. 149) belegt dann selbst diese durchgehende fehlende „Perspektive“, nämlich: „Abschließend konnten bei einigen Familien geschlechtsspezifische (besser: geschlechtstypische, H.G.) Unterschiede bei den Sozialisationszielen ermittelt werden, da bei Mädchen Ehrvorstellungen eine besonderes wichtige Rolle spielen“. Jugendliche als geschlechtslose Wesen und ohne Sexualitätsaspekt, d.h. als quasi körperlose Neutra zu beschreiben, ist ein irreales Jugendbild nicht nur in der konfliktorientierten Jugendforschung (vgl. dazu Griese, o. J.).

Sinnvoll und adäquat, gerade mit Blick auf Familien mit Migrationshintergrund (ein Terminus, der inzwischen mehr und mehr in die Kritik gerät; vgl. dazu Griese/ Sievers 2010) und deren Alltagspraxis, wäre m. E. das Konzept des Kapitalhaushaltes nach Bourdieu, der bekanntlich zwischen ökonomischem (Finanzlage), sozialem (Kontakte und Netzwerke) sowie kulturellem Kapital (Bildung) unterscheidet (Bourdieu 1983).

Die mit Blick auf die psychosoziale Praxis postulierten Ziele im Umgang zwischen Eltern und jugendlichen Kindern wie „Respekt“, „Anerkennung“ und „Verstehen“ (S. 154f) oder „Selbstreflexion“ der Professionellen (S. 182) entsprechen traditionellen reformpädagogischen Forderungen und lassen sich nicht logisch aus den Erkenntnissen der Studie ableiten und begründen – sie sind wohl quasi „kulturell universal“?

Das Kapitel zur „psychosozialen Praxis“ mit den Experteninterviews, eine Diskussion der „systemischen Ansätze“ (S. 158ff) und des Konzeptes der „interkulturellen Kompetenz“ (S. 174ff) ist dann vor allem für Praktiker von Interesse, auch die Ergebnisse der Experteninterviews in Kapitel 7. Gegen Ende erkennt die Autorin dann auch an, dass „die kultur- und migrationssensible Perspektive in der Arbeit mit türkischstämmigen Familien in einen generell ‚menschensensibleren? (! H.G.) Umgang mit Eltern und Jugendlichen münden“ sollte (S. 182) – wozu also der ganze Aufwand mit Fokus „türkischstämmig“? Es geht immer um Menschen, Angehörige der Gattung „homo sapiens“ (vgl. dazu auch das Konzept der „gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“ von Wilhelm Heitmeyer, das genau diesen generellen Aspekt betont).

Bei den zehn Experteninterviews (davon sieben Frauen!) wird leider nicht nach deren eigenen Migrationserfahrungen gefragt oder diese Variable zur Erklärung und Interpretation der Aussagen herangezogen – es geht doch um „Sensibilität“ und „interkulturelle Kompetenz“! Als „Konfliktthemen“ ergeben sich: „Mangelnde schulische Leistungen der Jugendlichen“, „Ehrvorstellungen bei Mädchen“, „Delinquentes Verhalten der Jugendlichen“ und „Mangelnde Religiosität der Jugendlichen“ (S. 194) sowie sechs „Lösungsstrategien“ (S. 202), die alle nicht migrations- oder türkeispezifisch sind. Dass eine „Skepsis gegenüber deutschen Institutionen und Hilfsmaßnahmen“ vorliegt sowie ein „Vorzug von Fachkräften mit eigenem Migrationshintergrund“ (S. 208) ist nicht überraschend. Über einen eventuellen Migrationshintergrund der ExpertInnen oder deren Forderung danach erfahren wir allerdings nichts!

Gegen Ende kommt plötzlich dem Genderaspekt vermehrt Bedeutung zu, wenn vom „Mangel an männlichen Fachkräften“ gesprochen wird (S. 212) und „geschlechtsspezifische Angebote“ (S. 213) postuliert werden – geht doch. Ein Sonderproblem stellen sicher die Mütter dar, die „durch die Eheschließung nach Deutschland kommen“, die sog. „Yeni Geldiler“ (S. 216ff) und ihre „vulnerable Lebenslage“, worüber aber wenig Erkenntnisse vorliegen – auch nicht in der Studie von Uhanyan.

In der Schlussdiskussion kommt die Autorin auch zu „allgemeinen Ergebnissen zur psychosozialen Praxis“ und betont zu Recht (was aber nicht neu ist) die Relevanz der „Reflexion eigener kultureller Werte“ (was sonst impliziert „interkulturelle Kompetenz“?) sowie das „Wissen um die Besonderheiten des kulturellen (besser: regionalen, milieu- und lebensweltspezifischen, H.G.) Hintergrundes der Familie“ (S. 221).

Im Schlusskapitel „Zusammenführende Diskussion und Ausblick“ referiert und diskutiert die Autorin sehr präzise noch mal die Ergebnisse und Erkenntnisse ihrer Studie und die „Implikationen für die Praxis“ (S. 223ff) und – besonders erwähnenswert, da Pflicht einer Dissertation, und überzeugend – sie liefert eine (selbst-)„kritische Reflexion der Methodik und Perspektiven für zukünftige Forschungsvorhaben“. Sie reflektiert u.a. ihren „eigenen Migrationshintergrund“ und ihren Status als „unverheiratete Frau“ sowie die sich daraus ergebenden eventuellen Vor- und Nachteile hinsichtlich qualitativer Sozialforschung. Diesen gelungenen methodologischen Ausblick sollte jeder Doktorand vor Abgabe seiner Diss. als Vorbild für wissenschaftliches Qualifizierungsarbeiten lesen.

Diskussion

Der Inhalt und die thematisch-theoretischen Schwerpunkte der Studie können m. E. als nicht unproblematisch bezeichnet werden und entsprechen kaum einem innovativen Zugang zum Thema, was Terminologie (z.B. die Fixierung auf „Kultur“ sowie die „interkulturellen Aspekte“) und Theorie (psychologielastig mit Blindheit gegenüber gesellschaftlichen und strukturellen Aspekten wie Milieu, Geschlecht, Bildung oder Differenzierungen innerhalb der „türkischen Kultur“) betrifft. Der sog. „Intersektionalitätsansatz“, der aus der reflexiven Frauenforschung kommt und in die Migrationsforschung Einzug gehalten hat, wird nicht erwähnt oder zur Differenzierung herangezogen (ich meine damit die „Trias von class-race-gender“ mit eventuellen Erweiterungen wie Region, Religion, Generation usw. – vgl. dazu Degele/ Winkler 2007).

Gegen Ende werden einige Probleme der Arbeit selbstkritisch (aber unbewusst?) angesprochen: Die Bedeutung von Geschlecht im Themenkontext, die Betonung der Relevanz eines „menschensensiblen“ (!) Umgangs mit Mitmenschen (!) sowie die notwendige Selbstreflexion der Therapeuten in Bezug auf eigene Werte und Normen – alles allgemeine Kriterien für eine, wie ich es nennen würde, familiensensible Praxis, denn jede Familie entwickelt eine eigene „Kultur“, was das Alltagsleben, den Lebensstil, Sitten, Gewohnheiten und Verhaltensregeln im Familienkontext betrifft – und darüber sollte auch das adäquate differenzierte Wissen beim jeweiligen (Familien-)Therapeuten vorliegen. Eine implizite Fixierung auf „Kultur“ (Kulturalisierung) sowie national-kulturelle Vorstellungen (Homogenisierung) verhindern aber einen differenzierten und damit alltagsrealen Zugang zum Thema – mit m. E. fatalen Folgen für die Praxis. Die neuere (migrations- und gender-)soziologische Ungleichheitsforschung scheint die Allgemeine Psychologie noch nicht tangiert zu haben. Ich würde mich freuen, wenn ich mich täuschen würde.

Fazit

Die Studie ist eine typische Dissertation, die auch alle Kriterien, die man an eine wissenschaftliche Qualifikationsarbeit dieser Art stellt, bestens erfüllt. Der Forschungsgegenstand ist aktuell und wird mit praxisrelevanten Fragestellungen garniert. Das empirisch-methodische Vorgehen (Triangulation) wird klar und präzise begründet und durchgeführt, die einzelnen Theoriekapitel schließen jeweils mit einer Zusammenfassung, so dass der Argumentationsgang sehr gut nachvollziehbar ist. Die Arbeit ist ein Musterbeispiel für eine formal und handwerklich gelungene Dissertation hinsichtlich einer gelungener Kombination von Theorieaspekten, empirischem Vorgehen und (Konsequenzen für eine) pädagogisch-therapeutischer Praxis. Die Studie kann allen, die eine Doktorarbeit schreiben oder verfassen wollen, als Vorbild für adäquates wissenschaftliches Forschen und Arbeiten empfohlen werden.

Mit Blick auf die Theoriediskussion zu Fragen und Problemen der Migration und Integration sowie in Bezug auf die terminologische Aktualität und einen kritischen sozialwissenschaftlichen Zugang zum Thema will ich dies allerdings nicht behaupten.

Literatur

  • Bourdieu, Pierre (1083): Ökonomisches Kapitel, Kulturelles Kapital, Soziales Kapital. In: Kreckel, Reinhard (Hrsg.): Soziale Ungleichheiten. Göttingen.
  • Degele, Nina und Winkler, Gabriele (2009): Intersektionalität. Zur Analyse sozialöer Ungleichheit. Bielefeld
  • Griese, Hartmut M. (o.J.): The neglected Body in the sociological theory of youth. Vortrag anlässlich einer deutsch-türkischen Fachkonferenz an der Universität Antalya (erscheint demnächst)
  • Griese, Hartmut M. und Sievers, Isabel (2010): Bildungs- und Berufsbiographien erfolgreicher Transmigranten. In: APuZ 46-47/ 2010
  • Holzkamp, Klaus (1973): Verborgene anthropologische Prämissen der allgemeinen Psychologie. In: Gadamer/ Vogler (Hrsg.): Neue Anthropologe. Band 5: Psychologische Anthropologie. Stuttgart
  • Mead, George H. (1927): Die objektive Realität von Perspektiven. In: Ders.: Philosophie der Sozialität. Frankfurt (1969).

Rezensent
Prof. Dr. Hartmut M. Griese
Leibniz Universität Hannover, Philosophische Fakultät, Institut für Soziologie und Sozialpsychologie. ISEF-Institut (Institut für sozial- und erziehungswissenschaftliche Fortbildung
Homepage www.Isef-Institut.de


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Zitiervorschlag
Hartmut M. Griese. Rezension vom 08.05.2013 zu: Maria Uhanyan: Konflikte in türkischstämmigen Familien mit Jugendlichen. Konsequenzen für eine kultursensible psychosoziale Praxis. ZIEL Verlag (Augsburg) 2012. ISBN 978-3-940562-72-2. Reihe: Interkulturelle Praxis und Diversity-Management. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, http://www.socialnet.de/rezensionen/14085.php, Datum des Zugriffs 30.06.2016.


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