Kim-Patrick Sabla, Melanie Plößer (Hrsg.): Gendertheorien und Theorien Sozialer Arbeit

Cover Kim-Patrick Sabla, Melanie Plößer (Hrsg.): Gendertheorien und Theorien Sozialer Arbeit. Bezüge, Lücken und Herausforderungen. Verlag Barbara Budrich (Opladen, Berlin, Toronto) 2013. 253 Seiten. ISBN 978-3-8474-0025-7. D: 26,00 EUR, A: 23,60 EUR, CH: 30,90 sFr.

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Thema

Die Publikation stellt sich der komplexen Herausforderung Gendertheorien und Theorien Sozialer Arbeit in Verbindung zu bringen und dabei „Verbindungsnotwendigkeiten wie auch Verbindungsmöglichkeiten“ (S. 16) aufzuzeigen und gleichzeitig „bestehende Lücken hinsichtlich der Konzepte, Professions- und Professionalitätsverständnisse und Theorien Sozialer Arbeit nicht nur zu markieren, sondern auch zu füllen“ (S. 17). Die Feststellung dass die „Vielfalt der Thematiken, ihre Ungleichzeitigkeit und ihre unterschiedlichen historischen Entwicklungslinien […] keinen linearen Prozess, sondern […] ein Nebeneinander von Themen und Theorien“ (S. 17) darstellen, beschreibt den teilweise kontroversen und vielseitigen Weg dieser Publikation. Wie so oft bei der Gender Thematik, spiegeln sich hier etliche Emotionen innerhalb der Beiträge, die Lust aufs weiterlesen, reflektieren und diskutieren machen.

Herausgeber*innen und Autor*innen

Neben den Herausgeber*innen sind 16 Autor*innen an diesem Buch beteiligt.

Entstehungshintergrund

Ein Großteil der Beiträge ist in Folge der gleichnamigen Ringvorlesung im Wintersemester 2011/12 an der Universität Vechta, Deutschland entstanden.

Aufbau

Das Buch folgt einer Dreiteilung in die Abschnitte

  1. „Ebene der Adressat*innen Sozialer Arbeit“,
  2. „Ebene der Profession und Professionalität der Sozialen Arbeit“ und
  3. „Ebene der theoretischen Gegenstandsbestimmung Sozialer Arbeit als Arbeit mit Differenz und Differenzierungen“.

Die Buchteile enthalten jeweils 4-5 Beiträge diverser Autor*innen deren Arbeitsschwerpunkte im abschließenden Autor*innenverzeichnis angeführt werden.

Inhalt

Bereits in der Einleitung wird mit der Feststellung „Gender matters“ bzw. „Geschlecht ist von Bedeutung“ (S. 7) die schon längst in die Normalität übergegangene gendersensible Perspektive innerhalb der Theorie und Praxis Sozialer Arbeit gezeichnet und gleichzeitig auf Diskriminierungspotential und auch das Fristen als „Spezialthema“ bei Student*innen, Praktiker*innen und Forscher*innen hingewiesen. Anschließend wird die These dieser Publikation, dass „Geschlechtertheorien und Theorien Sozialer Arbeit grundsätzlich miteinander in Beziehung stehen – und dies auf mindestens drei Ebenen: auf der Ebene der Adressat*innen und des sozialarbeiterischen Bezugs auf deren Subjektivierungsweisen und -erfahrungen, auf der Ebene der Sozialen Arbeit als Profession sowie auf Ebene der theoretischen Gegenstandsbestimmung Sozialer Arbeit als Arbeit mit Differenz und Differenzierungen“ (S. 9) angeführt und näher beschrieben. Diese Dreiteilung wird dann auch mit den Aufsätzen der unterschiedlichen AutorInnen der Publikation eingehalten.

Teil I: Ebene der Adressat*innen Sozialer Arbeit:

Über die Gegenstandsbestimmung, weiter zum Doppelten Fokus in der Sozialen Arbeit, das Subjekt in den gegebenen gesellschaftlichen Verhältnissen wahrzunehmen, wird klar auf die Wesentlichkeit der Analyse bezüglich der Kategorie Geschlecht als auch bereits der Hinweis auf weitere Differenzkategorien wie bspw. Alter oder Migration zum Verstehen und Erklären von sozialen Problematiken hingewiesen. Die Herausgeber*innen fordern so, dass „die Versuche Sozialer Arbeit die Probleme in den Subjektivierungs- und Lebensführungsweisen ihrer Adressat*innen verstehen zu wollen, eine Rückbindung an Geschlechtertheorien“ (S. 11) bedürfen. Diese Forderung wird in Folge konkretisiert und entsprechend auf die Handlungsebene der Praxis Sozialer Arbeit mit Adressat*innen gebracht. Eine zentrale Frage hierbei lautet: „Wie können Umgangsweisen mit Adressatinn*en Sozialer Arbeit aber auch mit professionellen Mitarbeiter*innen gestaltet werden, so dass deren unterschiedlichen lebensweltlichen Dispositionen, Bedürfnissen und Problemlagen entsprochen wird?“ (S. 10) Der professionelle und reflexive Umgang mit Differenz als auch der enge Zusammenhang mit sozialen Bewegungen und die Orientierung an Sozialer Gerechtigkeit, die einhergeht mit der Thematisierung von Macht- und Ungleichheitsverhältnissen sowie deren Veränderung, stellen grobe Themenbereiche dieses ersten Buchteils dar.

Teil I enthält folgende Kapitel:

  • Lotte Rose: Genderqualität in der Sozialen Arbeit – Fachstandard mit sperrigem ‚Unterleben‘
  • Gerd Stecklina: Geschlecht als Kategorie sozialarbeiterischer Theorieentwicklung
  • Claudia Wallner: „Wie Gender in die Soziale Arbeit kam“ Ein Beitrag zur Bedeutung feministischer Mädchenarbeit für die Geschlechterperspektive und zum Verständnis moderner Genderansätze
  • Heike Fleßner: Arbeit und Fürsorglichkeit. Alltägliche Geschlechterverhältnisse und ihre Bedeutung für die Soziale Arbeit
  • Rudolph Leiprecht/Kaja Haeger: Diversitätsbewusste Ansätze in der Sozialen Arbeit: Zentrale theoriebezogene Konzepte am Beispiel einer Intersektionalitätsanalyse in der Verbindung von Heteronormativität, Männlichkeiten und ethnisch-kulturellen Zuschreibungen

Teil II: Ebene der Profession und Professionalität der Sozialen Arbeit:

Die Klärung der Kategorie Geschlecht wird wiederum unabdingbar für die Disziplin und Profession mit Verweis auf den Zusammenhang von Individuum und Gesellschaft versehen und wie bereits im Teil I beschrieben auch auf Konstruktionsprozesse insbesondere von Identitäten entlang mehreren miteinander verwobener Differenzlinien hingewiesen. Aus sehr diversen Perspektiven werden so aktuelle Theoriebezüge und empirische Studien eingebracht.

Teil II enthält folgende Kapitel:

  • Gudrun Ehlert: Profession und Geschlecht. Hierarchie und Differenz in der Sozialen Arbeit
  • Julia Rohde/Kim-Patrick Sabla: Professionell qua Geschlecht? (De)thematisierungen von Professionalität und Geschlecht in der aktuellen Fachdebatte
  • Susann Fegter: Mehr Männer in der Sozialen Arbeit? Neuordnungen von Profession und Geschlecht im aktuellen (fach-)öffentlichen Diskurs
  • Nina Oelkers/Julia Rohde: Gleichheit und Freiheit als Ansatzpunkte für Geschlechtergerechtigkeit

Teil III: Ebene der theoretischen Gegenstandsbestimmung Sozialer Arbeit als Arbeit mit Differenz und Differenzierungen:

In diesem Teil wird durch die Verknüpfung von Gendertheorien und Theorien Sozialer Arbeit detailreich auf den Gegenstand Sozialer Arbeit und in Folge auf die Erklärung sozialer Probleme und sozialer Ungleichheit eingegangen. Differenz und Differenzierungen stehen im Vordergrund dieser Analyse, die insbesondere „sozialkonstruktivistische, dekonstruktive oder diskursanalytische Ansätze“ thematisieren und mit Ansätzen der diversitätsbewussten oder intersektionalen Sozialen Arbeit verbinden.

Teil III enthält folgende Kapitel:

  • Christiane Micus-Loos: Herausforderungen genderbezogener Sozialer Arbeit
  • Melanie Plößer: Die Macht der (Geschlechter-)Norm. Überlegungen zur Bedeutung von Judith Butlers dekonstruktiver Gendertheorie für die Soziale Arbeit
  • Michael May: Systemtheorien Sozialer Arbeit: ein geschlechterpolitisch/HERRschaftskritischer Kommentar
  • Catrin Heite/Andrea J. Vorrink: Soziale Arbeit, Geschlecht und Ungleichheit – die Perspektive Intersektionalität

Diskussion

Exemplarisch wird nun im Diskussionsteil auf diverse Beiträge detaillierter eingegangen.

  • Lotte Rose thematisiert in ihrem Beitrag Kritik am vorherrschenden Denken in Dualismen. Sie schreibt: „Unschärfen, Uneindeudigkeiten, Irritationen werden immer wieder bereinigt, Geschlechterrealitäten immer wieder auf die zugrunde gelegten dualen Kategorien zurückgeführt. Dies bedeutet: sie werden permanent reduziert, vereinfacht und homogenisiert. Vielheiten, Widersprüchlichkeiten und Komplexitäten können nur schwer erfasst und konsequent gedacht werden.“ (S. 35) Als Herausforderung und auch Entwicklungslinie sieht sie Selbstreflexion und auch Selbstkritik – zwei komplexe und doch bitter benötigte professionelle Qualifikationsmerkmale. In ihrem Fazit stellt sie Aktualität und Zukunft miteinander in Verbindung indem sie wie folgt formuliert: „Es gibt noch keine sichere Diskurskultur, in der das ‚Sowohl-als-auch‘ von weiblichkeits- und männlichkeitsspezifischen Problemsachverhalten hergestellt und ruhig ausgehalten werden kann. Dies würde bedeuten: beide Geschlechtergruppen haben Anspruch auf Aufmerksamkeit; die Hinwendung zur einen Seite bedeutet nicht ihre Bevorzugung und muss nicht auf Kosten der anderen gehen – und umgekehrt.“ (S. 38)
  • Leiprecht und Haeger verweisen in ihrem Beitrag in Verbindung mit einer Intersektionalitätsanalyse auf Ausschnitte einer empirischen, qualitativen Studie, die dominierende Repräsentationen und problematische Diskursfiguren aufzeigt. Die Autor*innen fassen pointiert zusammen, dass die Konzepte Intersektionaltität und Diversitätsbewusstsein zusammengehören (vgl. S. 109). Diesem Ansatz schließen sich einige Autor*innen in diesem Sammelband an, indem oftmals Querverweise insbesondere zum theoretischen Ansatz von Rudolf Leiprecht einfügen wurden.
  • Bei all der ausführlich in dieser Publikation eingebrachten Kritik, der Skizzierung von Problemansätzen in der Umsetzung oder auch der noch immer vorhandenen Randständigkeit von Genderthematiken innerhalb der Sozialen Arbeit, gelingt es beispielswiese Claudia Wallner in ihrem Beitrag eine Vision zu formulieren. Sie beschreibt die geschichtliche Entwicklung angefangen bei den Wurzeln der feministischen Mädchenarbeit hin zur aktuellen Fragestellungen innerhalb homogenen und heterogenen Gruppen folgend einem Genderkonzept, welches als Querschnittsmaßnahme verstanden wird und wiederum Reflexivität aller Beteiligten in den Vordergrund stellt. Ihre abschließenden Worte beschreiben diesen Paradigmenwechsel wie folgt: „Gendergerecht zu arbeiten bedeutet einen Gewinn für Kinder und Jugendliche: Mädchen müssen nicht mehr „weiblich“, Jungen nicht mehr „männlich“ werden. Kinder und Jugendliche, die sich keinem dieser beiden Geschlechter zuordnen wollen oder können oder bei denen das biologische Geschlecht und die sexuelle Identität nicht übereinstimmen, müssen sich nicht länger zwangsverorten. Mädchen, Jungen und alle Kinder und Jugendlichen jeglichen Geschlechts und jeglicher sexueller Orientierung können sich vielfältiger entwickeln. Gleichberechtigung wird nachhaltig gefördert – für alle Ge-schlechter und Kinder und Jugendliche werden zufriedener – und die Sozialarbeiter_innen und Pädagog_innen auch“ (S. 77).
  • Gudrun Ehlert skizziert in ihrem Beitrag die klare Aufgabe der Sozialen Arbeit „geschlechtliche Zuschreibungen und Hierarchisierungsprozesse im Kontext der Profession zu untersuchen“ (S. 118) und fordert dabei, dass „gesellschaftstheoretisch und professionspolitisch […] die Ungleichheitsrelevanz von Geschlecht herausgearbeitet und betont werden [muss], um der gesellschaftlichen Abwertung und Prekarisierung der Sozialen Arbeit offensiv entgegenzuwirken“ (S. 127). In etlichen Beispielen aus der Positionierung Berufstätiger im Feld der Sozialen Arbeit dokumentiert sie die derzeitige Situation und geschlechtsspezifische Positionierung und geht dabei auch auf Themen wie den ‚Männermangel‘ an Ausbildungsstätten kritisch ein.
  • Christiane Micus-Loos greift die Paradigmen der Differenztheorie, des Konstruktivismus und des Poststrukturalismus auf und untersucht sie auf die Relevanz für die Soziale Arbeit. Besonders hervorzuheben sind hier die von der Autorin auch optisch hervorragend ausgearbeiteten Tabellen zu den einzelnen Analyse, in denen diese der Relevanz betreffend den Ebenen der Profession, der Diagnose bzw. Wahrnehmung und Intervention zugeordnet und differenziert ausgeführt werden (vgl. S. 182, 186, 192). Die einzelnen Theoriebezüge werden stringent nach der Relevanz für die Soziale Arbeit geprüft und detailliert sowohl auf Mikro-, Meso- und Makroebene angeführt. Die Autorin verbindet den Machtbegriff von Foucault mit den Forderungen von Staub-Bernasconi hinsichtlich dem Tripel-Mandat und der Mitwirkung am menschenrechtlichen Diskurs und plädiert abschließend für eine genderbezogene Soziale Arbeit. (vgl. S. 189)
  • Melanie Plößer geht in ihrem Beitrag der Bedeutung dekonstruktiver Gendertheorie nach, insbesondere dem Ansatz von Judith Butler folgend, in der „Subjekte als durch vorgängige Normen und Differenzordnungen hervorgebracht“ (S. 204) verstanden werden. Plößer stellt abschließend die möglichen Perspektive einer von der dekonstruktiven Gendertheorie informierten Sozialen Arbeit vor. Dabei stehen einerseits die Gegenstandsbestimmung Sozialer Arbeit und andererseits die „Verstrickungen der Sozialen Arbeit in Normalisierungsanfoderungen und -praxen“ (S. 205) zur Analyse und werden durchaus auch kritisch als problemverursachend beschrieben.
  • Catrin Heite und Andrea J. Vorrink gelingt es in dem letzten Beitrag dieses Sammelbandes unter dem theoretischen Horizont der Intersektionalität nochmals detailliert auf den Zusammenhang von Differenzkategorien auf die Soziale Arbeit einzugehen. Dabei gehen auch sie von dem Standpunkt aus, dass „Geschlecht so nicht als ‚wichtigste‘ Ungleichheitskategorie […] sondern als eine Kategorie unter, zwischen, neben, quer zu anderen, mit denen sich Macht- und Herrschaftsverhältnisse analysieren lassen […] gilt“ (S. 238). Sie heben ausdrücklich hervor, dass „aufgrund dieser Verschränkungen mit einer Reihe von anderen diskriminierungsrelevanten Kategorien […] Geschlecht als relativ verstanden“ wird und „weder analytisch noch empirisch an Relevanz“ verliert (S. 238). Positiv hervorzuheben erscheint der im Beitrag als wichtig erachtete – auch historisch ausdrücklich begründete und mittels fünf zentralen Zitaten abgeleitete – Referenzrahmen der politischen Intervention innerhalb der Intersektionaltität zu sein, abzielend „auf die Frage nach den Verwobenheiten von Herrschaftsverhältnissen“ (S. 240) und mit einer „explizit politischen Forschungs- und Theorieperspektive“ (S 242). Dieser Beitrag kann somit sehr gut als sowohl zusammenfassende Perspektive des Sammelbandes als auch als positive und hoffnungsvolle Positionierung zur Weiterentwicklung einer differenzsensiblen, kritisch reflexiven „Theorie-, Ziel- und Handlungsperspektive“ (S. 249) in der Sozialen Arbeit gelesen werden.

Diese Publikation liefert generell einen hohen Standard an sprachlichem Ausdruck und theoretischer Analyse, verfasst von einer diversen Autor*innenschaft. Somit wird m.E. der Anspruch das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven auch tiefergehend zu analysieren gut erreicht. Die recht kurz gehaltenen Beiträge im Ausmaß von durchschnittlich 10 Seiten eignen sich hervorragend als Literaturgrundlage zur Diskussion und Vertiefung im Rahmen der Lehre, wenn auch die inhaltliche und optische Darstellung weniger dazu anregt es als „klassisches“ Lehrbuch zu sehen. Es werden bspw. keine expliziten Übungen, Infoboxen oder weiterführende Literatur außerhalb der Quellenverweise eingefügt. Ein weiteres nicht selbstverständliches Qualitätsmerkmal ist der Aspekt, dass in dieser Publikation vielfach Ansätze und Studienergebnisse aus diversen europäischen Ländern wie bspw. Großbritannien, Skandinavien oder Holland (vgl. Sabla & Plößer S. 135) inkludiert sind. Eine kleine abschließende Randbemerkung sei mir erlaubt: Trotz dem Titelverweis auf den Begriff der Sozialen Arbeit werden in einigen Beiträgen die Fachkräfte als Pädagog*innen benannt und dadurch eventuell einen Fokus auf Sozialpädagogik angedeutet.

Fazit

Dieser neuen Publikation gelingt es durch zahlreiche Beiträge unterschiedlicher Autor*innen sowohl Gendertheorien als auch Theorien Sozialer Arbeit in Verbindung zu bringen und dabei politische, berufspraktische, theoretische, herrschaftskritische und etliche weitere Aspekte zu analysieren. Es werden aktuelle Diskurse aufgegriffen wie beispielsweise der im deutschsprachigen Kontext verbreitete „Ruf nach mehr Männern in der Sozialen Arbeit“ oder die historischen Entwicklungslinien der Intersektionalität im „Black Feminism“ der USA. Vielfach wird in der Publikation das politische Mandat der Sozialen Arbeit thematisiert. Ansätze wie die diversitätsbewusste Soziale Arbeit (vgl. Leiprecht) kommen in der Publikation genauso vor wie auch die dekonstruktive Gendertheorie (vgl. Butler). Wichtig erscheint Theorieentwicklung, Forschung und auch Kompetenzentwicklung bei den Akteur*innen innerhalb der Sozialen Arbeit zu sein. Dazu ist der vorliegende Sammelband ein weiterer, äußerst nützlicher und durchaus empfehlenswerter Bestandteil. Das angesprochene Publikum, Hochschullehrer*innen, Forscher*innen und natürlich auch Student*innen sollte gut erreicht werden.


Rezensentin
Prof. (FH) Doris Böhler
MA, Hochschullehrerin für Soziale Arbeit
Homepage www.fhv.at
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Zitiervorschlag
Doris Böhler. Rezension vom 05.11.2013 zu: Kim-Patrick Sabla, Melanie Plößer (Hrsg.): Gendertheorien und Theorien Sozialer Arbeit. Verlag Barbara Budrich (Opladen, Berlin, Toronto) 2013. 253 Seiten. ISBN 978-3-8474-0025-7. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, http://www.socialnet.de/rezensionen/15463.php, Datum des Zugriffs 30.10.2014.


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