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Petra Flieger, Sascha Plangger (Hrsg.): Aus der Nähe

Cover Petra Flieger, Sascha Plangger (Hrsg.): Aus der Nähe. Zum wissenschaftlichen und behindertenpolitischen Wirken von Volker Schönwiese. AG SPAK Bücher (Neu Ulm) 2013. 182 Seiten. ISBN 978-3-940865-56-4. 19,00 EUR.
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Thema

Die zu besprechende Publikation ist eine Hommage an Volker Schönwiese. Der Geehrte war bis Herbst 2013 Professor am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Innsbruck. Dort beschäftigte er sich – als selbst Behinderter - v. a. mit der Integration/Inklusion behinderter Menschen.

Entstehungshintergrund

Die Publikation entstand aufgrund der Pensionierung Volker Schönwieses im Herbst 2013.

Aufbau

Einleitung

  1. Petra Flieger/Sascha Plangger: Vorwort der HerausgeberInnen
  2. Erwin Riess: Der Dammwächter als organischer Intellektueller

Universität Innsbruck und Institut für Erziehungswissenschaft

  1. Peter Gstettner: Wie wir begannen, übers Kuckucksnest zu fliegen
  2. Helmwart Hierdeis: Die leise Stimme des Intellekts
  3. Bernhard Rathmayr: Volker Schönwiese – Kein Ende
  4. Reinhard Burtscher: Dazwischen und subversiv. Zwischen Barrieren und umstürzlerischen Ideen

Initiativen und Behindertenpolitik in Tirol

  1. Hubert Stockner: „Bus und Bahn für Alle!“
  2. Elisabeth Hasenauer: „Behinderung ist eine soziale Kategorie …“
  3. Dietmar Raffeiner: Volker Schönwiese – Wegbereiter von Georg Paulmichls Texten
  4. Marlies Pötzl: „“Wir brauchen etwas außerhalb.“
  5. Monika Rauchberger: Wie hast du das nur geschafft?
  6. Christine Baur: Unaufgeregt und Haltung bewahrend – was ich neben Piss on pity noch alles lernen durfte

Behindertenbewegung und Behindertenpolitik in Österreich

  1. Klaudia Karoliny: Wehe, wenn sie Los-gelassen
  2. Franz Josef Huaingg: Volker Schönwiese, der vieles in der Behindertenbewegung ins Rollen brachte.
  3. Martin Ladstätter: Ideengeber mit Tatenkraft und Beharrlichkeit
  4. Bernadette Feuerstein: Von Abtsdorf bis Genf
  5. Walter Guggenberger: Begegnungen mit Volker Schönwiese
  6. Rajmund Kosovic: Beim Vorwärtsbewegen mitfahrend zurückblicken
  7. Marianne Schulze: Ein ausführliches Mittagessen

Schulische Integration von Kindern mit Behinderungen

  1. Christine Schnaiter: Volker als Meilenstein auf Jakobs Weg
  2. Ewald Feyerer: Drei bewegte Jahrzehnte schulischer Integration / Inklusion in Österreich
  3. Monika Haider/Barbara Oberndorfer: Das Schmieröl im Integrationsgetriebe
  4. Jutta Schöler: Träume vom Fliegen

Wissenschaft und Forschung

  1. Rudolf Forster: Vom Bohren harter Bretter
  2. Hans von Lüpke: „Ich versteh dich.“ – „Nein danke!“
  3. Christian Mürner: Geheimnis und Geschichte unseres Mannes
  4. Claus Melter: Beharrliches wissenschaftliches und politisches Engagement
  5. Ursula Naue: Ein konstruktiver Kritiker
  6. Tobias Buchner/Oliver Koenig: Von einem, der Wege geebnet hat …

Zum Schluss

Inhalt

Nach der Einleitung der Herausgeberin und des Herausgebers lesen wir ein Prosastück des Herrn Groll aus der Feder Erwin Riess´, in welchem Volker Schönwiese der organische Intellektuelle ist, der - „viel zu oft – der einsame Rufer in der Wüste einer aussondernden und paternalistischen Behindertenpolitik alter Schule, wie sie im Licht ins Dunkel-Terror und im Jahrmarkt der Eitelkeiten im offiziösen Behindertenwesen Sumpfblüten treibt“ (S. 17).

Wir lesen bei Peter Gstettner:

  • etwas über die Kritische Theorie der 68er-Studenten;
  • etwas über die gesellschaftsrelevante Forschung durch Aktionismus, wofür der Kontakt zu Ernst Klee und Gusti Steiner nicht unerheblich ist und woraus die Initiativgruppe von Behinderten und Nichtbehinderten entstand;
  • etwas über die schicksalbehaftete Isolation, woraus „ein unvollständiger Bericht über erste Erfahrungen auf dem langen Weg der gemeinsamen Veränderung unseres Bewusstseins hinsichtlich der Wahrnehmung jener individuellen und gesellschaftlichen Mechanismen, die uns alle täglich zu Behinderten machen“ (S. 24) hervorging;
  • etwas über den Verein zur Förderung integrativer Vorschulerziehung.

Wir lesen bei Helmwart Hierdeis:

  • einen Brief an Volker Schönwiese, dem Professor der Selbergeschichte.

Wir lesen bei Bernhard Rathmeyr:

  • eine Anekdote zu einem Lift-, oder für deutsche Leserinnen und Leser, Aufzugserlebnis mit dem Herrn Bauleiter und seinem Prokuristen;
  • etwas über die Verhinderung des Utilitaristen Peter Singer;
  • etwas über die Interpretation des Bildes eines behinderten Mannes
  • etwas über Schönwieses Dienste, hinsichtlich der Psychoanalyse, der feministischen Wissenschaft und der Behindertenpädagogik.

Wir lesen bei Reinhard Burtscher:

  • etwas über den Aufbau von bidok;
  • etwas über den Gastreferenten Volker Schönwiese, der einen Vortrag zu den aktuellen Forschungsarbeiten in den Disability Studies halten soll;
  • etwas über eine problematische S-Bahnfahrt in Berlin;
  • etwas über die Anfänge von bidok;
  • etwas über den außerordentlichen Universitäts-Professor und Doktor Volker Schönwiese, „der ein emanzipierter Behinderter (ist – CR), der es bis in die Universität geschafft hat“ (S.44).

Wir lesen bei Hubert Stockner:

  • etwas über den so genannten Freedom-Rides, der „die Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel ohne Segregation für sich reklamierte“ (S. 47);
  • etwas über ADA – Americans with Disabilities Act 1990;
  • etwas über den Kampf gegen die nursing home industry und Deinstitutionalisierung;
  • etwas über den Mobilen Hilfsadienst Innsbruck (MOHI);
  • etwas über die Selbstbestimmt-Leben-Initiative Innsbruck;
  • etwas über die Forderung nach Bussen und Bahnen für Alle;
  • etwas über die „unselige Euthanasiedebatte“ (S. 50);
  • etwas über die Einführung des Pflegegelds.

Wir lesen bei Elisabeth Hasenauer:

  • etwas über einen Anschlag am schwarzen Brett, der die Bildung von zwei Projektgruppen zur Folge hatte:
  1. eine Gruppe, die zum Thema behinderte Kinder arbeitet;
  2. eine Initiativgruppe Behinderte-Nichtbehinderte;
  • etwas über die Alternativen zum Leben im Heim;
  • etwas über den Mobilen Hilfsdienst;
  • etwas über den Auf- und Ausbau gemeindenaher, ambulanter Dienste und dezentraler Wohngruppenpflege, die den Abbau stationärer Großeinrichtungen voraussetzt;
  • etwas über die Forderung nach einem Pflegegesetz

Wir lesen bei Dietmar Raffeiner:

  • etwas über die Behindertenwerkstätte in Tschengels und deren inhaltliche Ausrichtung durch Roman Moser;
  • etwas von dem Film „Einer“;
  • etwas von einem besonderen Wegkreuz;
  • etwas über Lesungen in Vinschgau;
  • etwas von den Texten Georg Paulmichels.

Wir lesen bei Marlies Pötzl:

  • etwas über ihr Interesse an Schönwieses Lehre;
  • etwas über das Unterbringungsgesetz und den Arbeitskreis „Unterbringungsgesetz – Menschen mit geistiger Behinderung“;
  • etwas über den Verein zur Integration geistig behinderter Menschen;
  • etwas über den Tiroler Arbeitskreis für integrative Erziehung Innsbruck Land;
  • etwas über den Verein Wohn- und Beschäftigungsangebote für behinderte Menschen.

Wir lesen bei Monika Rauchberger:

  • etwas über Wibs – wir informieren, beraten und bestimmen selbst.

Wir lesen bei Christine Baur:

  • etwas über die Bekanntschaft mit Petra Flieger;
  • etwas über Menschen, die behindert werden.

Wir lesen bei Klaudia Karoliny:

  • etwas über die Zeitung „Los“;
  • etwas über den Arbeitskreis Bewältigung der Umwelt;
  • etwas über das Wohnheim des Beruflichen Bildungs- und Rehabilitationszentrums (BBRZ) Linz;
  • etwas über die Bewusstseinsarbeit in Schulen, Jugend- und Seniorenzentren zum Thema Behinderung und Barrieren aller Art;
  • etwas über eine Studienreise nach Florenz im Dezember 1982;
  • etwas über die Selbstbestimmt Leben Initiative Linz;
  • etwas über die Peer-Beratung;
  • etwas über das Forum der Behinderten- und Krüppelinitiativen Österreichs – „So öffnete beispielsweise das Beratungszentrum Bizeps 1994 seine Pforten und auch die Selbstbestimmt Leben Initiative Linz startete in diesem Jahr durch“ (S. 79);
  • etwas über den Mobilen Hilfsdienst in Innsbruck;
  • etwas über den Wunsch nach Persönlicher Assistenz;
  • etwas über bidok – „Was ich bis heute dort vermisse, ist die Digitalisierung unserer Zeitung Los“ (S. 80);
  • etwas über eine behinderungsbedingte unzulängliche Schulausbildung und daraus folgend geschmälerten Karrierechancen;
  • etwas über „Nachhilfe für einen Sektionschef zum Thema Schulinklusion auf Bizeps online“ (S. 81);
  • etwas zum aussichtslosen Berufungsverfahren des Volker Schönwiese: „Obwohl er in zwei Berufungsverfahren Erstgereihter war, bekam er die Stelle eines ordentlichen Professors nicht“ (S. 81);
  • etwas über die geschichtliche Aufarbeitung der NS-Zeit;
  • etwas über den Traum von Inklusion.

Wir lesen bei Franz Josef Huainigg:

  • etwas über das Studium des Verfassers an der Universität Klagenfurt;
  • etwas über zwei Bücher des Verfassers;
  • etwas über den Kampf für die schulische Integration;
  • etwas über die Elterninitiative Integration Österreich;
  • etwas über Volker Schönwieses chronische Polyarthritis;
  • etwas über Schönwieses Studium und Dissertation;
  • etwas über eine Reise nach New York;
  • etwas über einen Besuch beim Bürgermeister in Innsbruck im Jahre 1978/79;
  • etwas über das Zentrum der österreichischen Behindertenbewegung in Abtsdorf.

Wir lesen bei Martin Ladstätter;

  • etwas über die Laudatio anlässlich der Übergabe des Dr. Elisabeth Wundsam-Hartig Preises für außergewöhnlichen persönlichen Einsatz zur Förderung der Selbstbestimmung behinderter Menschen;
  • etwas über den MOHI, die Selbstbestimmt Leben Initiative Tirol und bidok;
  • etwas über die Bürgerinitiative Bus und Bahn für alle! - Resolution für ein Gleichstellungsgesetz
  • etwas über die halbjährlichen Treffen in Abtsdorf
  • etwas über eine Petition für ein Gleistellungsgesetz;
  • etwas über das entscheidende Hearing vom 17.10.1996;
  • etwas über eine Antidiskriminierungsbestimmung in der Bundesverfassung.

Wir lesen bei Bernadette Feuerstein:

  • etwas über ein Treffen der Behinderten- und Krüppelinitiativen;
  • etwas über das Finden eines Auswegs aus der fremdbestimmten Betreuungssituation;
  • etwas über die MOHIs;
  • etwas über Wartung und Betreuung;
  • etwas über die Petition Bus und Bahn für alle;
  • etwas über Selbstbestimmt Leben Österreich (SLIÖ);
  • etwas über das Bundesgesetz über die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen von 2005;
  • etwas über die Zeitschrift Los und den Film BlickBestimmung;
  • etwas über das Paar Petra Flieger und Volker Schönwiese;
  • etwas über gemeinsame Urlaube;
  • etwas über die Stellungnahme von SLIÖ zur Erfüllung der UN-Konvention in Österreich.

Wir lesen bei Walter Guggenberger:

  • etwas über das 1981 ausgerufene Internationale Jahr der Behinderten;
  • etwas über Demonstrationen, die von Behinderten ausgingen;
  • etwas über die paternalistische Haltung, „nämlich selbst am besten zu wissen, was für die betroffenen Menschen gut ist“ (S. 98 f.);
  • etwas über das Pflegegeld;
  • etwas über eine Petition des Österreichischen Zivlinvalidenverbandes;
  • etwas über die Initiative Behinderte-Nichtbehinderte;
  • etwas über selbstbewusster und politischer gewordene Selbsthilfegruppen;
  • etwas über den Gleichheitsartikel der Bundesverfassung;
  • etwas über bidok;
  • etwas über den Tiroler Integrationspreis für Volker Schönwiese.

Wir lesen bei Rajmund Kosovic:

  • etwas über Veränderungen aus den Jahren 1980 und 1981;
  • etwas über das Internationale Jahr der Behinderten;
  • etwas über den Forderungskatalog der Alternativgruppen von Behinderten und Nichtbehinderten Österreichs;
  • etwas über Schönwieses berufliche Situation 1981 am Institut für Erziehungswissenschaften in Innsbruck;
  • etwas über die Diplomarbeit des Verfassers von 1982;
  • etwas über bidok.

Wir lesen bei Marianne Schulze:

  • etwas über ein Treffen im Mai 2009 im Salzburger Hauptbahnhof;
  • etwas über die Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen;
  • etwas über Disability Studies;
  • etwas über das europäische Netzwerk von ExpertInnen zum Thema Behinderung;
  • etwas über bidok;
  • etwas über die Integrations- und InklusionsforscherInnentagung 2010 in Innsbruck.

Wir lesen bei Christine Schnaiter:

  • etwas über den Tiroler Arbeitskreis für integrative Entwicklung;
  • etwas über den ersten Kontakt mit dem Computer;
  • etwas über die Diplomarbeit der Autorin.

Wir lesen bei Ewald Feyerer:

  • etwas über den blinden Fleck und die rosa rote Brille;
  • überblicksartig die Meilensteine der Integrations- und Inklusionsentwicklung;
  • etwas über eine strukturelle Neuordnung der Sonderpädagogik;
  • etwas über das Paradigma der Segregation;
  • etwas über die angestiegene Segregationsquote;
  • etwas über die Auflösung bzw. Umwandlung der Sonderschulen bis 2020;
  • etwas über den Nationalen Aktionsplan;
  • etwas über die inklusive Region.

Wir lesen bei Monika Haider und Barbara Oberndorfer:

  • etwas über das, wie die Autorinnen Schönwiese kennengelernt haben;
  • etwas über die rechtliche Durchsetzung des gemeinsamen Unterrichts von Kindern mit und ohne Behinderungen in Regelschulen
  • etwas über den Psychotherapeuten Volker Schönwiese;
  • etwas über den Schulterschluss von der Elterninitative zur Selbstbestimmt Leben Bewegung;
  • etwas über die Tagung gleich.beRechtigt;
  • etwas über die Vision von der Auflösung der Sonderschulen in Österreich;
  • etwas über Integration:Östterreich;
  • etwas über das EU-Projekt Eltern beraten Eltern.

Wir lesen bei Jutta Schöler:

  • etwas über das Verhältnis vom Fliegen zur Integration;
  • etwas über eine italienische Seuche und einem Integrationstourismus;
  • etwas über Vorträge in Bad Tatzmannsdorf in den Jahren 1985 und 1987;
  • etwas über eine Fortbildungsveranstaltung des Tiroler Arbeitskreises für Integrative Erziehung für LehrerInnen in Innsbruck;
  • etwas über erste erfolgreiche Flugversuche;
  • etwas über die Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention und neuen Flugplätzen;
  • die Forderung: „In Zukunft sollte es für alle Professionellen ein Auftrag sein, Texte so zu schreiben, Vorträge oder Beratungen so zu formulieren, dass die Menschen, die es betrifft, auch verstehen. Die Zeit der Fürsorgemacht sollte beendet sein“ (S. 133).

Wir lesen bei Rudolf Forster:

  • etwas über das Buch Behindertenalltag – wie man behindert wird;
  • etwas über die Arena-Besetzung in Wien und die Anti-Zentendorf-Bewegung;
  • etwas über die NS-Vergangenheit in Österreich;
  • etwas über ein Forschungsprojekt über ehemalige SonderschülerInnen;
  • etwas über biographische Parallelen;
  • etwas über eine andere Perspektive;
  • etwas über Absonderung und Isolation in speziellen Einrichtungen;
  • etwas über eine gegenkulturelle Buchvorstellung;
  • etwas über die Zeitschrift Los – und hier: „Es freut mich […], dass Volker dabei ist Los-Texte in bidok zu erfassen“ (S. 141).

Wir lesen bei Hans von Lüpke:

  • etwas über das Dilemma des Verstehens;
  • etwas über „Bilder, die Menschen mit Behinderungen […] zu monströsen, fremden Wesen machen“ (S. 144);
  • etwas über Angstabwehr;
  • etwas über Fallstricke der Kommunikation;
  • etwas über Milanis Konzept vom Dialog
  • etwas über verborgene Lügen;
  • etwas über Schnee-Therapie, „ein zur Therapie pervertiertes Skifahren“ (S. 145);
  • etwas über das im Dialog nicht mitgeteilte;
  • etwas über unbewusste, aber lebenslang bedeutungsvolle Kommunikation;
  • etwas über den Vorschlag des Anderen, der mir so viel bedeuten muss, „dass ich bereit bin, meine eigene Vorstellung durch ihn verändern, variieren, modifizieren zu lassen, einen Teil des Eigenen dafür aufzugeben – in der Hoffnung, durch diese Aufgabe bereichert zu werden“ (S. 146);
  • etwas über die Beziehung zwischen PartnerInnen;
  • etwas über „disruption and repair, interactional repair, match and mismatch“ (S. 147);
  • etwas über reparierbare Brüche in der Interaktion;
  • etwas über die Angst vor den eigenen Vernichtungswünschen;
  • etwas über distanziert-nichtbeachtendes oder distanziert-mitleidigendes Verhalten.

Wir lesen bei Christian Mürner:

  • etwas über das Bildnis eines behinderten Mannes;
  • etwas über Georg Schurff;
  • etwas über die Komposition des Bildnisses eines behinderten Mannes.

Wir lesen bei Claus Melter:

  • etwas über Diplomprüfungen an der Universität Innsbruck;
  • etwas über die Situation in einem italienischen Dorf;
  • etwas über Schönwieses Wissenschafts- und Politikverständnis
  • etwas über Voker Schönwieses Ambition von mehr Gerechtigkeit und weniger Grausamkeit;
  • etwas über das Forschungsprojekt Bildnis des behinderten Mannes
  • etwas über bauliche Barrieren;
  • etwas über Angst vor dem projizierten Leid;
  • etwas über eine Schulklasse, die an der Universität Innsbruck beim Autor einen Vortrag über Migration, Diskriminierung und Bildung hören wollte;
  • etwas über Heimerziehung in Tirol
  • etwas über den Nationalsozialismus;
  • etwas über die UN-Behindertenrechtskonvention;
  • etwas über den „Unterschied zwischen einem Anpassen an Normvorstellungen und […] der Orientierung an individuellen Bedürfnissen“ (S. 163);
  • etwas über Empörung, die man sich leisten können muss;
  • etwas über strukturelle Gewalt darstellende Barrieren und zementierte Ausgrenzung;
  • etwas über das, was es für Veränderungen braucht.

Wir lesen bei Ursula Naue:

  • etwas über eine Tagung in Wien mit einer Sektion zu Disability Studies;
  • etwas über „die Verbindung von konkreter Erfahrung als Mensch mit Behinderung in Österreich mit der wissenschaftlichen Perspektive auf das Thema Behinderung“ (S. 169 f.);
  • etwas über Disability Studies;
  • etwas über Disability Studies Austria;
  • etwas über den konstruktiven Kritiker Volker Schönwiese.

Wir lesen bei Tobias Buchner und Oliver Koenig:

  • etwas über wunderbare gemeinsame Momnte;
  • etwas über Disablity Studies;
  • etwas über das Konzept der Barriere bzw. der Kritik der Diktatur der Normalität;
  • etwas über Inklusive Forschung;
  • etwas über das gewaltige „Unbehagen über die elitäre und von der Lebensrealität von Menschen mit Behinderungen häufig komplett distanzierte akademische Wissensproduktion zu Behinderung“ (S. 177);
  • etwas über partizipative Forschung;
  • etwas über die Vorbehalte: „Inklusive Forschung ist unwissenschaftlich, Menschen mit Lernschwierigkeiten haben nicht die kognitiven Kapazitäten geschweige denn die entsprechende Ausbildung um sich zu Forschung zu befähigen“ (S. 179).
  • etwas über das inklusive Format der Integrations- und InklusionsforscherInnentagung 2010 in Innsbruck;
  • etwas über die nicht inklusiv angelegten folgenden Tagungen;
  • etwas über akademische Forschung und politischen Aktivismus;
  • etwas über das Bildnis eines behinderten Mannes;
  • etwas über das Academic Network of Experts on Disability.

Diskussion

Die besprochene Publikation zeichnet sich durch ihre ganz verschiedenen Momente aus, die von Autoren verfasst wurden, die z. T. unterschiedliche Hintergründe haben. Der eine ist Professor für Inklusion, der andere ist Politiker und wieder ein anderer Autor ist ein Weggefährte Volker Schönwieses, der behinderungsbedingt ähnlichen Barrieren ausgesetzt ist, wie Schönwiese auch.

Fazit

Die Lektüre ist vor allem nichtbehinderten, die sich an Behinderten verdingen, und auch behinderten Menschen dringend und wärmstens zu empfehlen!


Rezensent
Dr. Carsten Rensinghoff
Dr. Carsten Rensinghoff Institut - Institut für Praxisforschung, Beratung und Training bei Hirnschädigung, Leitung: Dr. phil. Carsten Rensinghoff, Witten
Homepage www.rensinghoff.org
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Zitiervorschlag
Carsten Rensinghoff. Rezension vom 28.11.2013 zu: Petra Flieger, Sascha Plangger (Hrsg.): Aus der Nähe. Zum wissenschaftlichen und behindertenpolitischen Wirken von Volker Schönwiese. AG SPAK Bücher (Neu Ulm) 2013. ISBN 978-3-940865-56-4. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, http://www.socialnet.de/rezensionen/15862.php, Datum des Zugriffs 28.08.2016.


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