socialnet - Das Netz für die Sozialwirtschaft

Jowita Zick: Kinder von Borderline-Eltern

Cover Jowita Zick: Kinder von Borderline-Eltern. Entwicklung, Risiko- und Schutzfaktoren. Tectum-Verlag (Marburg) 2013. 202 Seiten. ISBN 978-3-8288-3219-0. D: 29,95 EUR, A: 29,95 EUR, CH: 37,10 sFr.

[Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum-Verlag / Reihe Sozialwissenschaften] Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum-Verlag, Reihe Sozialwissenschaften - Band 57.
Recherche bei DNB KVK GVK.

Besprochenes Werk kaufen
über socialnet Buchversand


Thema und Entstehungshintergrund

Im vorliegenden Buch beschäftigt sich Jowita Zick mit einem hochrelevanten Thema, das bisher zumindest von wissenschaftlicher Seite eher vernachlässigt wurde. Es handelt vom Aufwachsen von Kindern, von denen zumindest ein Elternteil eine Borderline-Persönlichkeitsstörung aufweist. Dieses Störungsbild zeichnet sich durch Schwierigkeiten im Umgang mit Emotionen und einer unklaren, inkohärenten Identität aus. Auf Symptomebene imponieren u.a. häufig wechselnde Beziehungen, heftige emotionale Ausbrüche und impulsive Verhaltensweisen, die die betroffenen Personen nicht selten strafrechtlich auffällig werden lassen. Wiederkehrende Gedanken an den eigenen Tod, die mit Suizidabsichten und -versuchen einhergehen, kommen ebenfalls vor. Alleine aus dieser kurzen Übersicht drängt sich die Bedeutung der Thematik auf, da Eltern als wichtige Bezugspersonen direkt wie indirekt prägend (oder zumindest mit-verantwortlich) für die spätere Entwicklung der Kinder sind. Umso verwunderlicher ist das Schattendasein, das diese Thematik bis auf wenige Ausnahmen fristet. Zick nahm sich der Fragestellung an, auf welche Entwicklungsbedingungen Kinder von Borderline-Eltern treffen, welchen Risikofaktoren sie ausgesetzt sind und welche Schutzfaktoren einen positiven Einfluss haben können. Im Rahmen einer empirischen Arbeit, die in der Reihe Sozialwissenschaften der Wissenschaftlichen Beiträge aus dem Tectum Verlag erschienen ist, hat sie erwachsene, betroffene Kinder zu deren Erfahrungen befragt und die Ergebnisse im vorliegenden Buch veröffentlicht.

Autorin

Der Klappentext weist Jowita Zick ist als Diplom-Sozialarbeiterin/Diplom-Sozialpädagogin aus. Sie ist als systemische Beraterin in der Kinder- und Jugendhilfe tätig.

Aufbau und Inhalt

Das Buch beginnt mit einer Einleitung, in der die zugrundeliegende Fragestellung sowie die in der empirischen Arbeit eingesetzten Verfahren kurz vorgestellt werden. Im nächsten Abschnitt unternimmt Zick den Versuch, die Merkmale und Erklärungsmodelle der Borderline-Persönlichkeitsstörung darzustellen, bevor die Situation der Kinder von Borderline-Müttern beleuchtet wird. Im Hauptteil setzt sich die Autorin mit Risiko- und Schutzfaktoren von Kindern von Borderline-Eltern auseinander. Dieser Abschnitt ist zugleich der empirische Teil der Arbeit. Neben einem Schlusswort enthält das Buch ein Abbildungs- und Literaturverzeichnis sowie einen Anhang. Dieser enthält Kontaktadressen und die DSM-IV-Diagnosekriterien der Borderline-Störung.

Das Buch weist teils farbige, teils grau-schwarze Tabellen auf, ist ansonsten ganz dem Stil einer (sozial-)wissenschaftlichen Arbeit verpflichtet. Verweise auf weiterführende Literatur finden sich in Form von Fußnoten.

Mit einem Zitat beginnend, führt Zick in ihrer Einleitung zum Gegenstand der vorliegenden Arbeit hin. Im Rahmen eines Praktikums auf die Borderline-Problematik aufmerksam geworden, stellte sich die Autorin die Frage der Übertragung dieser Problematik von Eltern auf ihre Kinder. Folglich beschäftigte sich Jowita Zick in der vorliegenden Abschlussarbeit mit eben jener Transmission der elterlichen Borderline-Persönlichkeitsstörung auf die Entwicklungspotenziale von betroffenen Kindern, unter besonderer Berücksichtigung dafür relevanter Bedingungen und Risiko- und Schutzfaktoren. Als Methode wählte die Autorin eine quantitative Befragung.

Im theoretischen Teil unternimmt Zick den Versuch, den Leser in die Borderline-Problematik einzuführen. Dies geschieht anhand eines kurzen historischen Abrisses, welcher in ein erstes Verständnis der Symptomatik münden soll. Illustrierend werden Aussagen einer Betroffenen einbezogen. Nachfolgend wird die Diagnosestellung anhand der neun diagnostischen Kriterien des DSM-IV dargestellt, wobei jedem diagnostischen Kriterium eine kurze inhaltliche Beschreibung folgt. Als zentrales Merkmal wird das Verlassenheitsgefühl herausgegriffen und aufbauend auf den Arbeiten von James F. Masterson (der im Buch fälschlicherweise als Frau bezeichnet wird) näher beschrieben. Nach Masterson ist jenes Verlassenheitsgefühl Ausdruck grundlegender Gefühle (z.B. Depression, Wut, Schuld), die einzeln geschildert werden.

Der nächste Teilabschnitt behandelt die Ursachen der Borderline-Persönlichkeitsstörung, wobei kurz auf wichtige Faktoren, u.a. auf eine frühe Störung der Mutter-Kind-Beziehung eingegangen wird. Zur besseren Nachvollziehbarkeit des Entstehungsmodells macht Zick einen Exkurs zu fundamentalen Aspekten der Persönlichkeitsentwicklung. Sie definiert Persönlichkeit, referiert relevante Entwicklungskonzepte und gibt eine Übersicht über die kindlichen Entwicklungsabschnitte. Weiters führt sie in die Objektbeziehungstheorie ein und skizziert die einflussreichen Arbeiten von Melanie Klein, Margaret Mahler und Otto Kernberg. Der Schwerpunkt liegt in diesem Buchabschnitt auf den Störungen der frühen Eltern-Kind-Interaktion, die in der Folge zur Ausprägung einer Borderline-Pathologie führen können.

Mit dem Verweis auf den Beginn des Dramas eines Menschen mit dem Drama seiner Eltern eröffnet Zick den zweiten Hauptabschnitt zur Situation der Kinder von Borderline-Müttern. Zuerst werden Risikofaktoren abgehandelt, die sich durch die psychische Erkrankung eines Familienmitgliedes ergeben und auf das Familiensystem, hier besonders auf die Kinder auswirken können. Zum besseren Verständnis werden Daten aus der Risikoforschung herangezogen, die mit symptomatologischen Aspekten der Borderline-Störung ergänzt werden. So ist nicht nur die Wahrscheinlichkeit für betroffene Kinder höher, im späteren Leben z.B. Ängste und depressive Störungen auszubilden, sondern auch die Wahrscheinlichkeit, von der eigenen Mutter abgelehnt zu werden. Dies hängt dem Buch zufolge mit eigenen Erziehungserfahrungen zusammen, die es betroffenen Müttern erschweren, eine positive Identifikation mit dem eigenen Kind zu entwickeln. Der Kreis schließt sich dann, wenn bei den Kindern Entfremdungssymptome festgestellt werden können, die der Borderline-Symptomatik sehr nahe kommen. Zick stellt den erschwerenden Einfluss einer narzisstischen Persönlichkeitspathologie im Sinne des narzisstischen Missbrauchs des eigenen Kindes heraus. Trotz des Verweises auf vornehmlich psychoanalytische Theorien wird deutlich, dass damit verbundene Erfahrungen primär verantwortlich für das Ausbilden dysfunktionaler Emotionsregulationsstrategien sind, wie sie von verhaltenstherapeutischer Seite sensu Linehan angenommen werden. Zick kommt zu dem Schluss, dass eigene Erfahrungen von Borderline-Müttern auf die Ausbildung einer Borderline-Störung bei den Kindern anfällig machen, weitere Einflussfaktoren jedoch nicht missachtet werden dürfen. Dies gilt besonders für Schutzfaktoren, die nachfolgend diskutiert werden.

Nach einführender Definition des Resilienz-Begriffs erhält der Leser eine Zusammenschau von förderlichen Einflüssen und wichtigen Schutzfaktoren, wie z.B. einem positiven Erziehungsklima, bedeutsamen Rollenvorbildern, oder einem hohen Selbstwertgefühl. Da Resilienz jedoch nicht einstimmig als stabiles, unveränderliches Persönlichkeitsmerkmal gesehen wird, werden Auswirkungen der Verhaltensweisen von Borderline-Müttern auf die Entwicklung der Kinder gesondert beachtet. Die Autorin bedient sich hier der Klassifikation betroffener Kinder von Christine Ann Lawson, die sich in den USA mit Kindern von Borderline-Müttern beschäftigt und dazu publiziert. So werden im Folgenden das verwahrloste Kind, die Einsiedlerin, die Königin und die Hexe charakterisiert. Diese Charakterzüge können anhand ihrer Funktionalität und ihres Strukturniveaus voneinander unterschieden werden. Ausführlich werden die Typen vorgestellt, Kernschwierigkeiten herausgestellt und mit beispielhaften Zitaten illustriert. In einem Fazit werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten herausgearbeitet, Einschränkungen und Implikationen thematisiert.

Nach der ausführlichen theoretischen Darstellung geht es im zweiten Teil des Buches um die empirische Untersuchung, dem eigentlichen Hauptgegenstand der Arbeit.

Unter der Überschrift Risiko- und Schutzfaktoren von Kindern von Borderline-Eltern werden eingangs Untersuchungsdesign, methodisches Vorgehen sowie die Durchführung dargestellt. Bei der Arbeit handelt es sich um eine quantitative Untersuchung, zu der insgesamt sieben Personen per Fragebogen befragt wurden. Die generierten Hypothesen beinhalten z.B. die Frage nach der Fähigkeit der Befragten, intime Beziehungen führen zu können, einer Tendenz, eigene Bedürfnisse zurückzustellen und nach der Abwertung eigener Erfolge. Nach den soziodemographischen Daten werden die erfragten Bereiche einzeln betrachtet. Zu Beginn steht die Familiengeschichte der befragten Betroffenen im Mittelpunkt. Vornehmlich geht es in diesem Abschnitt um die subjektive Einschätzung der betroffenen Kinder bezüglich ihrer Wahrnehmung der Beziehungsqualität zur Hauptbezugsperson und weiteren, wichtigen Bezugspersonen, was u.a. Angaben zu körperlichem, emotionalem und sexuellem Missbrauch, aber z.B. auch den möglichen protektiven Einfluss von Geschwistern beinhaltet. Weitere erfasste Bereiche, die hier nur als Stichpunkte vorgestellt werden können, sind die Kindheits- und Jugendgeschichte und die Persönlichkeit der betroffenen, nunmehr erwachsenen Kinder. Selbst eingeschätzt wurden weiterhin Verhaltensmerkmale wie z.B. Geduld, Verantwortungsbewusstsein und Angst vor Kritik. Nach der jüngsten Vergangenheit und der aktuellen Situation wurde ebenfalls gefragt. So berichtet die Mehrheit der befragten Personen von z.B. psychopathologischen Auffälligkeiten in den letzten fünf Jahren. Mehr als die Hälfte war innerhalb dieses Zeitraums in psychotherapeutischer Behandlung. Neben den problematischen Bereichen wurden auch wahrgenommene aktuelle Stärken und ressourcenorientierte Faktoren eingeschätzt.

Im letzten Abschnitt werden die Ergebnisse von Zick eingeordnet und bewertet und mit den eingangs dargestellten theoretischen Erkenntnissen verknüpft. Im Schluss des Buchs resümiert die Autorin über die besondere Familiendynamik bei betroffenen Personen, stellt trotz widriger Umstände vorhandene Ressourcen in den Vordergrund, befürwortet eine stärkere (sozialarbeiterische) Beachtung der Bedingungen, in denen Borderline-Kinder aufwachsen und plädiert für die Arbeit mit Betroffenen.
Das Buch endet mit einem Literatur- und Abbildungsverzeichnis sowie dem bereits erwähnten Anhang.

Diskussion

Im vorliegenden Buch setzt sich die Autorin Jowita Zick im Rahmen einer empirischen Untersuchung mit den Bedingungen auseinander, unter denen Kinder von Borderline-Eltern aufwachsen. Mehr noch, es geht nicht alleine um Entwicklungsbedingungen, sondern auch um Risiko- und Schutzfaktoren, die in unterschiedliche Richtungen Einfluss nehmen. Damit beleuchtet Zick ein Gebiet, das in der psychosozialen Praxis zwar bekannt und von Bedeutung ist, trotz allem wenig wissenschaftliche Beachtung gefunden hat. Durch ihr Buch unterstreicht die Verfasserin dies teils unbeabsichtigt. Hervorzuheben ist der Aufwand, den die Autorin getrieben hat, indem sie über ein halbes Jahr hinweg insgesamt 80 Einrichtungen kontaktierte, um Kontaktdaten von betroffenen Personen zu erhalten, um diese für die Befragung gewinnen zu können. Hervorzuheben ist auch, dass das Interesse und diverse Widerstände scheinbar so groß waren, dass letztlich lediglich sieben (!) Personen teilnahmen. Dies limitiert die Aussagekraft der Ergebnisse natürlich immens, auch wenn deren Bedeutung dadurch nicht geschmälert werden soll. Leider – und man hätte es Zick sicherlich anders gewünscht – wirkt sich dieser Faktor gerade auf den letzten Teil des Buches, dem Ergebnisteil aus und lässt die gewonnenen Erkenntnisse in diffusem Licht erscheinen. Die Stichprobengröße und die Auswahl der befragten Personen ist notgedrungen selektiv, die Ergebnisse können keineswegs auf Kinder von Borderline-Eltern im Allgemeinen generalisiert werden. Schwer wiegt auch, dass die Betroffenen trotz der eigenen Einschätzung so wenig greifbar erscheinen. Fragen der Pathologie werden nur oberflächlich geklärt, indem z.B. nach Depression und Angst oder vergangener psychotherapeutischer Behandlungen gefragt wurde. Die Frage nach der Transmission der Borderline-Symptomatik auf die Kinder wird nur „hinterrücks“ über etliche andere Teilaspekte und Konstrukte vollzogen. Demgegenüber basiert die Diagnose der Borderline-Störung bei den Eltern auf der Einschätzung der Kinder. Diese Vorgehensweise ist ökonomisch und legitim, lässt aber subtile Zweifel aufkommen, ob die Erkenntnisse nicht lediglich Aussagen von Menschen wiedergeben, die unter widrigen Lebensumständen aufwachsen mussten, respektive diese im Nachhinein so bewerten. Diese Subjektivität der Aussagen, die auch nicht durch einen Abgleich mit einer z.B. gesunden Kontrollgruppe in eine Perspektive gestellt werden kann, hinterlässt einen Beigeschmack. Die überwiegende Mehrheit gab an, selbst in psychotherapeutischer Behandlung gewesen zu sein. Dies kann natürlich ein Anzeichen für Auswirkungen des Aufwachsens mit Borderline-Eltern sein, würde aber auch eine Verzerrung der Wahrnehmung möglich machen. Letztlich beißt sich hier die Katze in den Schwanz, da zu viele Variablen im Raum stehen, die nicht weiter überprüft werden können. Die Implikation daraus muss jeder Leser für sich selbst ziehen.

Fernab von den methodischen Kritikpunkten wirkt sich die geringe Teilnehmerzahl auf den Lesefluss aus. Es ist durchaus ermüdend, sich durch das Buch zu arbeiten, um immer wieder zu lesen, dass eine Person dies angegeben habe, während zwei andere jenes angekreuzt hätten. Was im Rahmen einer empirischen Arbeit gefordert wird und gültig ist, gerät für ein Fachbuch zum Nachteil. Wenn bei etlichen Fragen hauptsächlich mittlere Antwortkategorien gewählt wurden, wirkt sich das außerdem auf den Informationsgehalt aus. So wäre es wünschenswert gewesen, wenn Zick nicht nur diese Fragen zusammengefasst und im Kontext anschaulich diskutiert hätte. Passagen des Aufzählens wechseln sich mit Abschnitten ab, in denen Ergebnisse mit theoretischen Erkenntnissen verquickt werden. Letzteres kommt dem Leser zwar deutlich mehr entgegen, im Wechsel ist beides jedoch mühsam.

Neben den vorgenannten Kritikpunkten bleibt die Frage, was bleibt. Etwas das bleibt, ist die Hartnäckigkeit und Akribie, mit der Zick bei ihrer Arbeit zu Werke gegangen ist. Neben einem profunden Verständnis der Borderline-Symptomatik summiert die Autorin wesentliche Erkenntnisse zum Einfluss von v.a. Borderline-Müttern auf die Entwicklung der Kinder. Zick verbindet gekonnt psychodynamische Ätiologie mit empirischer Forschung und vermittelt so eine solide Grundlage für das, was es heißt, mit psychisch kranken Eltern aufzuwachsen. Besonders interessant ist hier der Kontrast zwischen der angegebenen psychotherapeutisch-psychiatrischen Behandlung der Betroffenen im Kindes- und Jugendalter und dem aktuell als hoch einzuschätzenden Funktionsniveau – respektive der breiten Palette an vorhandenen Verhaltensweisen und Gefühlen. Dies führt dem Leser deutlich vor Augen, wie wichtig das frühzeitige Bereitstellen von Hilfen und Angeboten ist, aber auch, wie hoch Resilienz und Ressourcen bei betroffenen Erwachsenen oft sind. Gleichzeitig drängt sich die vor allem systemische Frage des Kindes als Symptomträger auf. Trotz der Schwächen gelingt es Zick, den Blick auf die Schwierigkeiten und die Bedürfnisse der befragten Personen zu lenken. Der Leser erhält ein eindrückliches Bild davon, was es bedeutet in einem indifferenten bis invalidierenden Umfeld aufzuwachsen. Wenn auch weniger deutlich wird außerdem klar, dass auch unter solchen Entwicklungs- und Sozialisationsbedingungen Menschen groß werden, die über Schutzfaktoren verfügen. Das Buch als Plädoyer für Kinder von Borderline-Eltern vermag daher nicht nur zu alarmieren, sondern auch Hoffnung zu säen.

Fazit

Das vorliegende Buch ist das Ergebnis einer empirischen Arbeit, in der Jowita Zick der Frage nachgegangen ist, welchen Risikofaktoren heute erwachsene Kinder von Borderline-Eltern ausgesetzt waren und welche Schutzfaktoren protektive Wirkung entfalten konnten. Trotz der geringen Stichprobengröße und der eingeschränkten Aussagekraft erhält der Leser eine differenzierte Sichtweise auf die Situation der Betroffenen. Das Buch kann für psychosoziale Fachkräfte eine Grundlage für Beratungsgespräche liefern, fordert implizit aber auch zu einer stärkeren Beachtung dieses speziellen Problemfeldes auf.


Rezensent
Dipl.-Psych. Tobias Eisenmann
Dipl.-Soz.päd.
Ehem. Wissenschaftlicher Mitarbeiter - Lehrstuhl für Psychologische Diagnostik, Universität Erlangen-Nürnberg; in Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten in Verhaltenstherapie
E-Mail Mailformular


Alle 39 Rezensionen von Tobias Eisenmann anzeigen.

Besprochenes Werk kaufen
Sie fördern den Rezensionsdienst, wenn Sie diesen Titel – in Deutschland versandkostenfrei – über den socialnet Buchversand bestellen.


Zitiervorschlag
Tobias Eisenmann. Rezension vom 04.06.2014 zu: Jowita Zick: Kinder von Borderline-Eltern. Entwicklung, Risiko- und Schutzfaktoren. Tectum-Verlag (Marburg) 2013. ISBN 978-3-8288-3219-0. [Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum-Verlag / Reihe Sozialwissenschaften] Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum-Verlag, Reihe Sozialwissenschaften - Band 57. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, http://www.socialnet.de/rezensionen/16116.php, Datum des Zugriffs 28.06.2016.


Urheberrecht
Diese Rezension ist, wie alle anderen Inhalte bei socialnet, urheberrechtlich geschützt. Falls Sie Interesse an einer Nutzung haben, treffen Sie bitte vorher eine Vereinbarung mit uns. Gerne steht Ihnen die Redaktion der Rezensionen für weitere Fragen und Absprachen zur Verfügung.


socialnet Rezensionen durch Spenden unterstützen
Sie finden diese und andere Rezensionen für Ihre Arbeit hilfreich? Dann helfen Sie uns bitte mit einer Spende, die socialnet Rezensionen weiter auszubauen: Spenden Sie steuerlich absetzbar an unseren Partner Förderverein Fachinformation Sozialwesen e.V. mit dem Stichwort Rezensionen!

Zur Rezensionsübersicht

Hilfe & Kontakt Details
Hinweise für

Bitte lesen Sie die Hinweise, bevor Sie Kontakt zur Redaktion der Rezensionen aufnehmen.
rezensionen@socialnet.de

Newsletter bestellen

Immer über neue Rezensionen informiert.

Newsletter

Schon 12.000 Fach- und Führungskräfte informieren sich monatlich mit unserem kostenlosen Newsletter über Entwicklungen in der Sozialwirtschaft

Gehören Sie auch schon dazu?

Ansonsten jetzt für den Newsletter anmelden!