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Willehad Lanwer (Hrsg.): Bildung für alle

Cover Willehad Lanwer (Hrsg.): Bildung für alle. Beiträge zu einem gesellschaftlichen Schlüsselproblem. Psychosozial-Verlag (Gießen) 2014. 305 Seiten. ISBN 978-3-8379-2376-6. 29,90 EUR.
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„Bildung erfolgt um ihrer selbst willen“

Bildung ist ein Menschenrecht. Sie basiert auf der Grundlage, dass alle Menschen frei und gleich an Würde und Rechten geboren und mit Vernunft und Gewissen begabt sind, wie dies in Artikel 1 der „globalen Ethik“, der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vom 10. Dezember 1948 zum Ausdruck kommt und in Artikel 26 postuliert und spezifiziert wird: „Jedermann hat das Recht auf Bildung… Die Bildung muss auf die volle Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit und auf die Stärkung und Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten gerichtet sein…“. Es ist also nur konsequent, dass sich daraus die Forderung nach „Bildung für alle“ entwickelt hat. Bildung in diesem Sinne ist deshalb Menschwerdung und Menschfindung zugleich! Weil Bildung weder vom Himmel fällt, noch in die Wiege gelegt wird, oder auf dubiose Vererbungstheorien oder gar auf Abstammungs-, Klassen- oder gar rassistische Verirrungslehren gründet, muss sie als gesellschaftliche Schlüsselaufgabe verstanden und veranlasst werden. Soweit die Position. Die Betonung ist in der sich immer interdependenter, entgrenzender, kapitalistisch und neoliberal sich gebärdenden und egozentrisch entwickelnden (Einen?) Welt heute notwendiger denn je.

Entstehungshintergrund und Herausgeber

Aus Anlass des 60. Geburtstages des Professors für Schulpädagogik/Allgemeine Didaktik mit dem Schwerpunkt Heterogenität und Differenzierung an der Universität Koblenz-Landau, Peter Rödler, legen Schülerinnen und Freunde ein Kompendium vor, bei dem sowohl die Arbeit des Geehrten, als auch die Pfadfindung eines Bildungsoptimismus und einer -herausforderung unter dem Motto diskutiert werden: „Die freie Entfaltung eines jeden ist die Bedingung der freien Entwicklung aller“. Dabei wird daran erinnert, dass Bildung nicht zuvorderst Voraussetzung für individuellen und gesellschaftliche, materiellen Erfolg, sondern „das Soziale in uns“ ist. Mit dieser eindeutig anthropologischen und gesellschaftspolitischen Überzeugung bringen die Autorinnen und Autoren zum Ausdruck, dass der Anspruch nach Bildung für alle ankern muss in der Überzeugung, „dass wir mit Hilfe unserer Vernunft zu einem anderen Verständnis unseres Selbst gelangen“ müssen (Stéphan Hessel+). Ausdrücklich wird damit darauf verwiesen, dass der Mensch ein wandelbares Lebewesen ist und Veränderungsbereitschaft und -fähigkeit durch Bildung erreichbar werden.

Willehad Lanwer von der Evangelischen Hochschule in Darmstadt gibt den Sammelband heraus.

Aufbau und Inhalt

Georg Feuser vom Institut für Erziehungswissenschaft / Sonderpädagogik der Universität Zürich leitet mit einem Essay über „Bildung und Förderung im Kontext von Integration und Inklusion“ ein. Er plädiert dafür, endlich die „Gespenster“ los zu werden, die sich durch die Trennung von Lernen und Wissen, von Bildung und Erziehung, Theorie und Praxis, Integration und Inklusion ergeben, sondern wirklich „Bildung vom Subjekt ausgehend“ zu verstehen. Dafür sieht er zwei grundlegende Voraussetzungen: Die eine muss von der Gesellschaft kommen, als „Rück- und Neubesinnung auf ihre humanen Grundwerte und ihre demokratische Verfasstheit im Sinne von annerkennungsbasierter Gleichheit und der Möglichkeit zur freien Entwicklung eines jeden als Bedingung für die freie Entwicklung aller“ die andere von der Erziehungswissenschaft und Pädagogik, „bezogen auf diese gesellschaftlichen Kontextfaktoren (durch) die Realisierung einer nicht mehr selektierenden und segregierenden Allgemeinen Pädagogik, die im Sinne dieser Vorgaben die erforderlichen Differenzierungen und Spezifizierungen mittels einer entwicklungslogischen Didaktik… realisiert“. Die vehemente (Basta-)Aussage: „Es gibt keinen Rest!“ denn „was ausschließt oder wer ausschließt, unterhält zum Ausgeschlossenen eine Beziehung und ist insofern durch sein eigenes Ausgeschlossensein eingeschlossen“ damit stellt sich „die Negation der freien Entwicklung des Einzelnen … (als) Bedingung der eigenen Versklavung“ dar.

Nach dieser, die weiteren Beiträge im Sammelband umrahmenden Analyse reflektiert Willehad Lanwer „philosophisch-anthropologische Perspektiven auf Bildung für alle“. Auf die Diskrepanz zwischen Sollen und Sein geht der Autor mit der erst einmal irritierenden Aussage ein, dass er die Bedeutung von Bildung nicht als lebensnotwendig, sondern als lebenswichtig beurteilt. Diese ohne Zweifel missverständliche (und eher unglückliche) Formulierung relativiert er im Verlauf seiner philosophisch-historischen Betrachtung insofern, als er den bildungstheoretischen Diskurs gewissermaßen „aufs Maul“ oder auf die „Feder schaut“. Damit aber holt er den Bildungsbegriff vom Potest des Allumfassenden und Allexistierenden herunter und macht ihn „handhabbar“ denn „Bildung an sich bewirkt nicht die Verwirklichung der Menschheit in unserer Person, sondern sie vermittelt sie“. Sein bedenkenswerter Hinweis: „Es reicht … nicht aus Bildung für alle, sondern Bildung zum Menschen, d. h. Bildung zum Menschen für alle zu fordern“.

Ursula Stinkes von der Abteilung Geistigbehindertenpädagogik der Fakultät für Sonderpädagogik an der PH Ludwigsburg bringt mit ihrem Beitrag „Antworten auf andere Fremde“ Skizzen zur Anerkennung des Menschen als einem Fremden ein. „Es ist normal, verschieden zu sein“, wie dies der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker bei einer Tagung der Bundesarbeitsgemeinschaft „Hilfe für Behinderte“ ausdrückte. Diese Prämisse hat zwar mittlerweile durch die Weltkommission „Kultur und Entwicklung“ (1995) zu dem Postulat geführt, dass Vielfalt kreativ für Menschlichkeit ist, und mit dem von der UNO-Generalversammlung in New York 2006 verabschiedeten und 2008 in Kraft getretenen Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen Völkerrechts- und globalen Ethik-Standard erhalten; doch die (negativ) Anderssein- und Fremdheitserfahrungen zeigen sich virulent in der Integrations- und Inklusionsdebatte. Diesen Diskurs greift die Autorin auf und stellt fest, dass die „notwendige Erinnerung bleibt, dass wir alle verschieden sind und darin gleich, aber dass dies nicht hinreicht“. Ihr Begriff von der „radikalen Fremdheit“ kann helfen, bei der tastenden Suche nach einem ethischen Standpunkt Halt(ung) zu finden!

Der Sonderpädagoge von der Hamburger Universität, André Frank Zimpel, thematisiert mit seinem Beitrag „Helfen – eine anthropologische Konstante“ den Widerspruch, dass einerseits das Verschieden- und Anderssein von behinderten Menschen in der Gesellschaft zwar gesehen und akzeptiert wird, dass es Menschen gibt, die „lebenslang auf Hilfe anderer angewiesen sind“ andererseits, und damit rekurriert er auf Arbeiten von Rödler, ist kaum im Bewusstsein, dass jeder Mensch, ob so genannt „normal“ oder so genannt „behindert“, hilfsbedürftig ist. Er weist darauf hin, dass insbesondere in den „helfenden Berufen“ Tendenzen vorhanden sind, beim Helfen einen Werkzeugkasten mit den unterschiedlichsten, gesellschaftlich und in der Praxis anerkannten Diagnosen zu benutzen: „Inklusion verlangt keine Diagnose, die ein Gesell liefert, um Kinder nach der Art ihrer Hilfsbedürftigkeit einzuordnen. Vielmehr sollte Diagnostik eine Art Gewebe aus wertschätzenden und Kompetenz zuschreibenden Beobachtungen zu bilden“. Er stellt Perspektiven für die Behindertenpädagogik vor.

Der Behindertenpädagoge und Rehabilitationswissenschaftler von der Universität Köln, Markus Dederich, will mit seinem Beitrag „Egalitäre Differenz, radikale Andersheit und Inklusion“ darauf aufmerksam machen, „dass es in Hinblick auf die Inklusion einen Unterschied macht, von egalitärer Differenz oder radikaler Andersheit zu reden“. Er diskutiert anhand des wissenschaftlichen Diskurses um „Gleichheit“ Grundlinien von Heterogenität und Vielfalt und verweist auf die in der Heil- und Sonderpädagogik wie in den Humanwissenschaften relevanten Auffassungen zum Verhältnis von Gleichheit und Verschiedenheit. Dabei zeigt er auf, dass „der Aspekt der Heterogenität als relative Andersheit in der neueren erziehungswissenschaftlichen Diskussion und vor allem in der Inklusiven Pädagogik ein zentraler Topos“ ist. Mit dem Begriff der „radikalen Andersheit“ wird der Perspektivenwechsel erkennbar, nämlich dass „der Andere mehr ist als das, was in sozialen Kontexten wahrgenommen… wird“ dass „der Andere nicht nur verschieden ist, sondern singulär“ dass „die sozialethischen Probleme der Anerkennung und Gerechtigkeit von der Verantwortung her zu begreifen sind“ dass „die … Tendenz zur Überbetonung von Autonomie bzw. Selbstbestimmung neu zu bedenken“ ist; dass es notwendig ist, „zentrale erziehungswissenschaftliche Topoi… zu reformieren“ dass „Behinderung in einem strikt relationalen Sinn als Fremdheit zu denken und pädagogisch fruchtbar zu machen“ gilt.

Der Bremer Sonderpädagoge (em.) Wolfgang Jantzen setzt sich auseinander mit „Kunst und Inklusion“. Die Erkenntnis, dass jedes kulturelle Ereignis inkludiert, indem es exkludiert, macht es notwendig, nach den Gründen dieser (scheinbaren) Ein- oder Ausschließlichkeiten Ausschau zu halten. Es sind die vielfältigen Monokulturen (oder Gewissheiten?), die die Eigenart(en) des Ästhetischen zum Ausdruck bringen. Mit der „Philosophie der Befreiung“, wie sie von Paulo Freire so nachhaltig gedacht und gemacht wurde, heißt das, dass „Inklusion als Wiederherstellung der Alterität des Anderen bedeutet… Weg also von Prozessen der Verdinglichung und hin zu Prozessen des gemeinsamen Schaffens von Zukunft, denn für den ‚echt humanistischen Erzieher…‘ ist die Wirklichkeit, die von ihnen verwandelt werden muss, Gegenstand des Handelns nicht aber der Mensch selbst“.

Der Sozialwissenschaftler von der Hochschule Zittau/Görlitz, Norbert Störmer, will mit seinem Beitrag „eine allgemeine basale Pädagogik entwerfen…“. Es ist der von Rödler angestoßene Versuch des Auffindens eines allgemeinen Humanums, der die erziehungswissenschaftliche Differenzierung überwinden will und damit das Basale als ganzheitliches Bildungs- und Erziehungsdenken propagiert.

Der Facharzt f. Psychiatrie und Neurologie und Univ.Dozent für Neurologie und Psychiatrie des Kindes- u. Jugendalters an der Medizinischen Universität Wien und Donau-Universität Krems, Ernst Berger, resümiert mit seinem Beitrag „Bildung für alle – Anspruch oder Wirklichkeit?“ die Entwicklung 25jährigen schulischen Integration in Wien. Dabei vertritt er nicht die Auffassung, dass etwa Österreich „Vorreiter der Integration“ sei, geschweige denn von Inklusion. Die 1986 in Wien mit einem Schulversuch begonnenen Bemühungen, „integrative Klassen“ einzurichten, beruhten auf allzu zaghaften Organisationsformen und Konzepten und erlauben nicht, allgemeinverbindliche Aussagen über Ge- oder Misslingen von Integration in Unterricht und Schule zu machen. Die vorgestellten Ergebnissen der wissenschaftlichen Begleitforschung zeigen auch aktuell, dass der Schritt von möglichen (zaghaften) Bemühungen zur Integration hin zur Inklusion auch nicht annähernd angegangen wird: Integration (nicht Inklusion) gilt in Österreich nach wie vor als ergänzendes Angebot, das neben den fortbestehenden segregativen Schulmodellen besteht; ja, „in Österreich hat die neokonservative Schulpolitik der Jahre seit 2000 die Dynamik der Integrationsbewegung gebrochen und die Entwicklung der schulischen Integration zurückgedrängt oder ausgehöhlt“.

Christian Mürner, Behindertenpädagoge und Publizist, Mitarbeiter beim Berliner Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft, setzt sich mit der Thematik „Behinderung im Sprachraum / Sprachraum mit Behinderung“ auseinander. Es geht um die Frage, ob und in welcher Weise sich Wortwahl, Sprache, Benennungen und Begrifflichkeiten „zwischen Regeln, Machtmitteln und Verständigungen“ verändern. Es geht um Prozesse, die durch die Zeitläufte gesteuert und beeinflusst werden, und nicht zuletzt um Ideologien und Macht-Wort-Haltungen, die sich insbesondere im Diskurs um Inklusion und Gerechtigkeit zeigen. „Political Correctness“ wird zwar gefordert, aber selten angewandt, weil Diskriminierungen durch Sprache oftmals nicht verstandes- sondern gewohnheitsgesteuert ablaufen. Der Begriff „Behinderte“ wird sowohl in der Alltagssprache wie im offiziellen, amtlichen und Verordnungs- und Gesetzgebungsweg gebraucht, und nicht der in der Sonder- oder Behindertenpädagogik gebräuchliche „Menschen mit Behinderung“. Die Forderung, „dass Behinderung in der Gesellschaft wahrnehmbarer werde, d. h. Bewusstsein und Wissen zu Behinderung gefördert wird“, erfordert einen Lernprozess, „dass die einzelnen Worte durchaus doppeldeutig und vieldeutig sein können“.

Heinrich Greving, Professor für Allgemeine und Spezielle Heilpädagogik an der Katholischen Hochschule NRW in Münster, vermittelt in seinem Beitrag „Sprachdimensionen“ Perspektiven zur Professionalisierung in der Heil- und Behindertenpädagogik. Er beschäftigt sich damit, „Sprache aus einem interdisziplinären Kontext heraus zu verstehen“ und entwickelt ein Konzept zur Handhabung von Sprache in der wissenschaftlich verorteten Praxis der Heil- und Behindertenpädagogik. Dabei führt er drei Dimensionsebenen ein, die Professionalität bedingen bzw. durch sie bedingt werden: Bedingungsdimensionen – fachliche Dimensionen – Handlungsdimensionen.

Der Sozialwissenschaftler Manfred Jödecke von der Hochschule Zittau/Görlitz referiert über das „Reich der Sprache als übergreifende Bedeutungs- und Sinnräume im Kontext der (Selbst-)Bildung für alle“. Weil Sprachregelungen im Reich der Sprache miteinander konkurrieren und Geltungsansprüche entwickeln, kommt es darauf an, „das Feld der Macht“ der Sprache zu verstehen. Der Autor stellt in fünf Szenen dar, wie es gelingen kann, „Nein zur Herrschaft“ zu sagen, sich zu empören, „damit Wir sein kann“ und Wege gefunden werden können hin zu einem inklusiven Bewusstsein und Wirklichkeit.

Eun Cheong, Professorin an der Yeungnam University of Department of Education in Korea, denkt nach über „Problematik der Übererziehung (hyperparenting) im Kontext von ‚Bildung für alle‘“. Sie diskutiert die traditionell überkommenen Auffassung von Bildungs- und Erziehungsrechten und thematisiert Formen von Entwicklungsauffassungen und -bedingungen, die zu egoistischem, ja sogar gemeinschaftsschädigenden Denk- und Verhaltensweisen führen. Sie kommt zu dem Ergebnis, „dass die Übererziehung als eine gesellschaftspolitische Gewalt im menschenwürdigen Zusammenleben zu verstehen ist“.

Die Frankfurter Sonderpädagogin Vera Affeln fragt in ihrem Beitrag „Schüler: frech und faul“, was tun mit den Störenfrieden? Sie setzt sich damit auseinander, wie eine angemessene Bildung und Erziehung bei Kindern und Jugendlichen möglich ist, die schwerwiegende Verhaltensauffälligkeiten und als Ergebnis davon Lernversagen zeigen. Dabei vermittelt sie Erfahrungen aus der Integrationsforschung und stellt Analyse- und didaktische Methoden vor: „SchülerInnen mit sozial und emotional problematischem Erleben brauchen stabile und empathische Umwelten, die Bindung und Sicherheit auch bei anhaltendem Widerstand anbieten“.

Angela Ehlers von der Hamburger Behörde für Schule und Berufsbildung beschließt den Sammelband mit dem Beitrag „Menschen – lebenslang auf Unterstützung anderer angewiesen – im Kontext einer Bildung für alle Menschen“. Sie thematisiert die durch die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung und diskutiert Möglichkeiten und Probleme der Umsetzung in schulische Praxis. „Junge Menschen benötigen für Lernen und Entwicklung keine rigiden Strukturen, sondern immer das sowohl als auch: sie brauchen sowohl heterogene als auch homogene Lerngruppen“.

Dem Sammelband ist das Gesamtverzeichnis der Publikationen von Peter Rödler beigefügt.

Fazit

Die Ehrungsschrift für Peter Rödler ist, das lässt sich ohne Einschränkung sagen, ein Sammelband geworden, in dem das gesellschaftliche Schlüsselproblem „Bildung für alle“ an deren schwächsten Stelle, beim Umgang mit Verschiedenheit, bei Menschen mit Behinderungen und den gesellschaftlichen Herausforderung zur Integration und Inklusion, angefasst werden. „Lass mich Ich sein, damit du Du sein kannst“ – dieser zutiefst humane Anspruch wird im alltäglichen, gesellschaftlichen und institutionellen Leben der Menschen allzu oft vergessen, als vernachlässigbar oder gar als gegeben hingenommen. Die Herausforderungen, wie sie sich in der globalen Ethik, der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung darstellen, fordern einen Perspektivenwechsel! Damit dieser gelingt, individuell und kollektiv, lokal und global, bedarf es der Aufklärung. Dafür leisten die Beiträge im Sammelband gute Dienste!


Rezensent
Dipl.-Päd. Dr. Jos Schnurer
Ehemaliger Lehrbeauftragter an der Universität Hildesheim
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Zitiervorschlag
Jos Schnurer. Rezension vom 08.07.2014 zu: Willehad Lanwer (Hrsg.): Bildung für alle. Beiträge zu einem gesellschaftlichen Schlüsselproblem. Psychosozial-Verlag (Gießen) 2014. ISBN 978-3-8379-2376-6. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, http://www.socialnet.de/rezensionen/16915.php, Datum des Zugriffs 28.07.2016.


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