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Stefan Hirschauer: Soziologie der Schwangerschaft

Cover Stefan Hirschauer: Soziologie der Schwangerschaft. Explorationen pränataler Sozialität. Lucius & Lucius (Stuttgart) 2014. 305 Seiten. ISBN 978-3-8282-0606-9. 19,80 EUR.
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Thema

Das Forschungs- und Autor_innenteam um Stefan Hirschauer betrachtet die sozialen Herstellungsprozesse von Schwangerschaft unter der Prämisse des Beziehungsgeflechtes von unterschiedlichen Akteur_innen, in dem sich Schwangerschaft verortet.

Herausgeber_innen

Stefan Hirschauer ist Professor an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz und dort Leiter des Arbeitsbereichs ‚Soziologische Theorie und Gender Studies‘.

Verfasst wurde das rezensierte Buch von ihm und seinen Mitarbeiter_innen, sowie von Birgit Heimerl, wissenschaftliche Referentin am Deutschen Institut für Jugendforschung.

Entstehungshintergrund

Das Buch ist das Ergebnis des DFG-geförderten Projekts „Pränatale Sozialität“, das von 2009 – 2013 an der Universität Mainz durchgeführt wurde. Hirschauer et al. haben in dieser Zeit 90 Interviews geführt, sowohl mit Einzelnen als auch mit Paaren, haben Schwangerschaftstagebücher führen lassen, und bedienten sich der Methode der teilnehmenden Beobachtung bei sogenannten „Ultraschallsprechstunden“. Ergänzend führten sie Interviews mit Hebammen und zogen zahlreiche Ratgeber (Zeitschriften, Bücher, Internetseiten) heran.

Aufbau

Das Buch gliedert sich in drei große Abschnitte mit jeweils zwei Kapiteln. Wesentlich für die Konstitution des Buches sind die in großer Ausführlichkeit wiedergegebenen Interviewpassagen.

Inhalt

Der Frage nach der sozialen Exisitenz(werdung) des Ungeborenen nähern sich die Autor_innen zunächst darüber an, wie eine Schwangerschaft existent wird. Sie stellen in Kapitel 2 fest, dass Erwartungen der tatsächlichen körperlich-leiblichen Präsenz voraus gehen: Erwartungen einer Gesellschaft an Mädchen ab deren Pubertät und individuelle Erwartungen, die verbunden sind mit der Frage, ob Elternschaft Teil der individuellen Lebensplanung ist (27 ff.). Erste körperliche Anzeichen, Schwangerschaftstests und Ultraschalluntersuchungen konkurrieren untereinander und vor allem mit dem ‚Wahrhaben-Wollen‘ der Schwangeren und Ko-Schwangeren. Die fluide Bedeutung der Begriffe ‚gewollt‘, ‚erwünscht‘ und ‚geplant‘ wird durch die Interviewaussagen sehr deutlich. Sie erfahren letztlich erst durch die retrospektive Bewertung durch die Austragenden und Ko-Schwangeren ihre Definition (41 ff.). Je nachdem, wie sehr eine Schwangerschaft herbeigesehnt wurde, werden Körperzeichen als Schwangerschaftszeichen gedeutet, die vielleicht gar keine sind oder umgekehrt (41). Schwangerschaftstests sind für die meisten der erste Schritt in der Beweisführung. Vertrauen in ihre Verlässlichkeit genießen sie jedoch kaum. Viele machen mehrere Testes oder brauchen weitere Bestätigungen, um das Testergebnis gelten zu lassen (45 f.). Die gynäkologische Feststellung der Schwangerschaft stellt eine Zäsur dar: mit der Bestätigung durch den/die Expert/e/i/n, gewinnt die Schwangerschaft an Faktizität und Unumkehrbarkeit. Eine Auswirkung auf die Beziehung zwischen Austragender, Ko-Schwangerer und Fötus muss damit aber noch nicht einhergehen (55). Selbstverständlich hat die Erwartung und der Umgang mit einem Schwangerschaftsverdacht weitreichende paardynamische Aspekte – dem wird im 2. Kapitel mit einem ausführlichen Fallporträt Raum gegeben (62 ff.).

In Kapitel 3 werden die Beziehungsdynamiken eingehend beleuchtet, die mit dem Coming Out der Schwangerschaft einhergehen: zwischen Austragender und Ko-Schwangeren (74 ff.), zwischen Austragender bzw. werdenden Eltern und dem erweiterten Schwangerschaftspublikum wie Freund_innen, Großeltern und anderen Verwandten. Es zeigt sich, dass es auch hier Konkurrenzen gibt: zwischen der Emotionalität der Schwangeren und anderen Adressaten der Nachricht; zwischen unterschiedlichen Adressaten (Wer darf wann was zuerst erfahren?) (83 ff.), zwischen dem Entwicklungsstatus des Fötus und der Realisation und Manifestation des Ungeborenen als neues Familien-/Gesellschaftsmitglied. Vor allem aber zeigt sich, dass die Kontrolle über diese Dynamiken und Konkurrenzen der Schwangeren weitgehend entzogen bleibt (88 ff.).

Im 4. Kapitel widmen sich Hirschauer et al. der Konstitution des Fötus, den sie als „inwändigen Anderen“ (94) bezeichnen. Wesentlich dafür ist die bildliche Darstellung des Fötus über den Ultraschall. Diese „apparativ vermittelten Sichtkontakte“ (95) bilden dann auch einen Abschnitt in diesem Kapitel. Die ausführliche Darstellung der unterschiedlichen Positionen (medizinisch-psychologisch und feministisch-sozialwissenschaftlich) im Ultraschalldiskurs, die den Einstieg in dieses Kapitel bildet, ordnet die Forschungsergebnisse von Hirschauer et al. in diesen Diskurs ein (96 ff.). Bei der Interpretation der Interviewaussagen zeigt sich zunächst, dass sich in der Interaktion mit Mediziner_innen fortsetzt, was bereits für die Schwangerschaftsphase davor galt: Erwartungsdruck von innen und außen, Unsicherheiten und Hoffnungen der werdenden Eltern. Schwangere müssen mit der Erwartung umgehen, dass sie beim ersten Anblick des Wesens auf dem Ultraschallmonitor von Freude überwältigt werden (102 ff.). Gleichzeitig richten sie Erwartungen an die Mediziner_innen. Welcher Art diese sind, hängt stark davon ab, wie die Schwangeren selbst zu ihrer Schwangerschaft positioniert sind. Das Erleben der Schwangeren variiert von Person zu Person und auch in Abhängigkeit vom Zeitpunkt der Untersuchung zwischen zurückhaltend-pragmatischer Skepsis und euphorischer Mystifizierung dessen, was abgebildet wird (ebd.). Das Kapitel schließt mit einem Fallporträt: ein schwangeres Paar in einer Ultraschalluntersuchung, die Interaktionen und Verhaltensweisen von austragender, ko-schwangerer Person und Gynäkologin wird auf Grundlage ethnografischer teilnehmender Beobachtung unter der besonderen Fragestellung, wie durch Bilder und deren sprachliche Vermittlung „Kinder gemacht werden“, exemplarisch analysiert (116 ff.).

In Kapitel 5 wenden sich die Autor_innen der leiblichen Dimension des Schwangerschaftserlebens zu. Sie fragen in diesem Kapitel, wie der Fötus erst sozial wahrnehmbar gemacht wird – Voraussetzung für die spezifische Form der Kommunikation mit ihm. Aus den Interviews werden Informationen darüber gewonnen, wie Schwangere in frühen Schwangerschaftsstadien auf die innere Suche nach dem Fötus gehen, ihn aufspüren (139 ff.). Wie darauf aufbauend eine Vertrautheit und eine Art von Beziehung zwischen Schwangerer und Ungeborenem entwickelt wird, folgt in der Darstellung der Ergebnisse (147 ff.). Beziehung konstituiert sich wesentlich über Kommunikation. Die spezifische Form der Kommunikation mit einem Wesen, das gleichzeitig unbekannt, fremd ist und sich im Körper der Austragenden einnistet und Raum nimmt erfährt ausführliche Betrachtung (ebd.). Schließlich fassen die Autor_innen zusammen, wie mit der auch durch die von außen deutlich sichtbar bestehende Schwangerschaft Dritte in diese Beziehung eingebunden werden (154 ff.).

Im dritten und letzten Abschnitt (Kapitel 6 und 7) geht es darum, mit welchen Praxen aus dem Unbekannten im Inneren des Körpers der Austragenden eine Person wird. Hirschauer et al. betrachten diesen Prozess anhand der Geschlechtszuschreibungen (169 ff.) an den Fötus und am Prozess von Namensfindung, -auswahl und -gebung (230 ff.). Sie heben auch hier die Wechselwirkungen zwischen dem Handeln der Schwangeren und Ko-Schwangeren und den Erwartungen des Schwangerschaftspublikums hervor. Das tun sie exemplarisch, wenn sie in einem dichten Fallporträt zeigen, welche Bedeutung das Geschlecht des zu erwartenden Kindes auf die Familientriade hat (214 ff.).

Im abschließenden 8. Kapitel unternimmt das Autor_innenteam den Versuch, den Begriff „sozialer Schwangerschaft“ anhand der vorangegangenen Analysen zu entwickeln. Dazu arbeiten sie die besonderen soziale Merkmale einer Schwangerschaft heraus: Schwangerschaft ist ein normabweichender Körperzustand, jedoch weder Behinderung noch Krankheit (257 ff.). Schwangerschaft ist vor allem ein kommunikativer Prozess, dessen Beteiligungskreis sich stetig vergrößert, ohne den eine Schwangerschaft nicht existent wäre (259 f.). Schwangerschaft spielt sich entlang eines Erwartungsbogens ab, in dem unterschiedliche Zeiten miteinander konkurrieren und entlang dessen die psychische Aneignung durch die Schwangere oder das Paar nicht linear verläuft (261 f.). In Konkurrenz mit den inneren Zeiten der Beteiligten steht zusätzlich noch die äußere zeitliche Rahmung: Eine Schwangerschaft ordnet sich in eine Biografie ein, stellt einen Lebensabschnitt dar. Die Autor_innen verdeutlichen an dieser Stelle, dass Schwangerschaft auf Frauen zentralisiert ist, u.a. deshalb, weil sie mit Beginn ihrer Pubertät für eine Gesellschaft potenziell schwanger sind (264). Mit dem Begriff der sozialen Schwängerung gelingt es den Autor_innen, Schwangerschaft aus der Zentrierung auf Frauen herauszulösen und die Relevanz und Beteiligung verschiedenster Akteur_innen zu verdeutlichen (266). Mit der Schwangerschaft wird die Austragende in mehrfacher Hinsicht in ihrem bisherigen So-Sein herausgefordert und eingeschränkt: Von außen werden sie mit dem Potenzial des Austragens der sozialen Gruppe der „Mütter“ zugeordnet; von innen wird ihnen die Präsenz im eigenen Körper streitig gemacht (277). Hirschauer et al. unternehmen den Versuch, diese paradoxe Situationen – das Fremde im Körper der Schwangeren – begrifflich zu fassen und schlagen den Neologismus „Inwärtiges“ vor (278).

Zum Schluss widmen die Autor_innen sich der Frage, wie das Ungeborene zu sozialer Existenz gelangt und entwerfen dafür zehn Stadien (279 ff.). In der Zusammenfassung zu den Aussagen zur Interaktion zwischen Austragender und Fötus diskutieren die Autor_innen unter dem Entwurf einer „soziologischen Embryonenforschung“ die Begriff „Embyro“ und „Ungeborenes“ (290). Sie unterstreichen, dass Letzteres als Begriff nur dort Relevanz haben kann, wo die Liebesbereitschaft von werdenden Eltern sich diesem Wesen widmet (291). Sie widersprechen außerdem der Sichtweise, dass mit der Geburt die Trennung der während der Schwangerschaft bestehenden Einheit stattfindet. Vielmehr plädieren Hirschauer et al. für eine Sichtweise, die erst die körperliche Trennung in Zwei als Voraussetzung für die soziale Bindung wahrnimmt (291).

Diskussion

Schwangerschaft wird im rezensierten Buch im Hinblick auf mindestens drei Dimensionen betrachtet: eine psychosoziale, eine kommunikative und eine leibliche. Zu den üblicherweise in Diskursen um Schwangerschaft vertretenen Akteur_innen – der Schwangeren und dem Embryo – wird das gesamte familiäre und medizinische Personal in die Analyse einbezogen, das zu unterschiedlichen Zeitpunkten einer Schwangerschaft einen Bezug zu dieser hat. Das erweitert den Blick und ermöglicht Hirschauer et al. die Dekonstruktion der Feminisierung von Schwangerschaft: Schwangerschaft ist nicht allein Frauensache, ebenso wenig wie das Schwanger-Werden. Was ist damit gewonnen? Während Modelle sozialer Elternschaft, außer in konservativsten Lagern, Anerkennung finden, scheint eine entsprechende Definition von Schwangerschaft überfällig. Kinder werden eben nicht nur in heterosexuelle Paarbeziehungen hineingeboren. Es werden eben nicht nur biologische Frauen schwanger. Es sind eben nicht nur die leiblichen Anforderungen während dieser Phase, die konstitutiv für eine Schwangerschaft sind. Die Rolle von Vätern und andern Ko-Schwangeren wird durch diese Betrachtung enorm aufgewertet. Schwangere können dadurch eine Entlastung erfahren. Begriffe spielen eine wichtige Rolle, um dort hinzukommen. So ist beispielweise viel von Austragenden die Rede, anstatt von Schwangeren oder Müttern; von Ungeborenen, anstatt von Föten oder Embryos; von Ko-Schwangeren anstatt von Vätern oder Partner_innen.

Mit dem Gewinn – der Öffnung von Schwangerschaft für ein weiteres Feld von Akteur_innen – geht hier aber auch ein Verlust einher. Wenn von ‚Austragenden‘ und ‚Ungeborenen‘ die Rede ist, wird Schwangerschaft reduziert auf erwünschte Schwangerschaft (‚erwünscht‘ muss nicht bedeuten, dass die Schwangerschaft vom Moment ihrer Entdeckung an erwünscht war). Eine Soziologie der Schwangerschaft wird nicht automatisch zur Soziologie der Abtreibung, wenn sie auch unerwünschte und willentlich beendete Schwangerschaften in ihre Betrachtung mit einbezieht. Die Neutralisierung des Geschlechts der Akteur_innen, die mit den gewählten Begriffen einhergeht, dürfte für alle Dekonstruktivist_innen und Queertheoretiker_innen und -aktivist_innen sehr erfreulich sein. Bei der Rezensentin, die diesen ‚linguistic turn‘ in der Betrachtung von Schwangerschaft auch begrüßt, bleibt aber ein Rest von Unbehagen: Die Interviewten sind zu einem ganz überwiegenden Teil heterosexuelle Paare – freilich mit ganz unterschiedlichen Beziehungsdynamiken und Rollenverteilungen.

Auch wichtige Vordenker_innen dekonstruktivistischer Ideen fanden keinen Eingang in die „Soziologie der Schwangerschaft“ von Hirschauer et al. In diesem Zusammenhang ist vielleicht auch der weitgehende Verzicht auf eine Einordnung der letztlich dekonstruierten Normierungen in die Diskurse um Schwangerschaft zu sehen. Es scheint, als wolle das Buch gänzlich unpolitisch daherkommen und bietet dabei aber geschlechterpolitisch hochgradig relevante Ansätze an. Aus der Sicht von wissenschaftlichem Aktivismus ist das gleichzeitig bedauerlich, weil man sich oft noch einen Schritt mehr wünscht, und erfreulich, weil man politisch gänzlich unverdächtige Argumente in die Hand bekommt.

Ähnliches lässt sich über die Nicht-Positionierung zum Status des Fötus sagen: Die sachliche Arbeit an der Rolle des Fötus bietet, vor allem in ihren finalen Ableitungen, auch eine Art der Entlastung: Nicht jeder Fötus ist ein Ungeborenes. Paternalistische Vereinnahmung von Föten, die per se geschützt werden müssen, entbehrt einer logischen Grundlage, wenn der Ausgangspunkt der Überlegungen ist, dass ein Fötus erst durch die Liebensbereitschaft werdender Eltern zum Ungeborenen wird, zu etwas, dessen Existenz sich in der Zukunft materialisieren wird.

Im Hinblick auf die kommunikativen und psychosozialen Aspekte von Schwangerschaft spielen paardynamische Aushandlungsprozesse in den Interviews und ihrer Interpretation durch Hirschauer et al. eine zentrale Rolle. Hier bietet das Buch umfangreiches Material für Berater_innen der Bereiche Familienplanung und Schwangerschaft. Langjährig in diesem Bereich Tätige finden sicherlich vielfache Bestätigung ihrer täglichen Erfahrungen. Etwas überraschend ist, dass insbesondere für diese Bereiche des Buches/Forschungsprojektes kein Bezug zu den Studien (frauen leben / männer leben – Studien zu Lebensläufen und Famiilienplanung) der Soziologin Cornelia Helfferich (EH Freiburg/Sozialwissenschaftliches FrauenForschungsInstitut) genommen wird, die im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung durchgeführt wurden.

Bemerkenswert sind die ausführlichen Interviewpassagen, die dichten Fallporträts und die ausgewerteten Schwangerschaftstagebücher aber auch in anderer Hinsicht: neben den Einblicken in die Beziehungsdynamiken zwischen Schwangerer und Partner_innen gewährt das Projekt Einblicke in die Beziehungsgestaltung der Schwangeren zu dem in ihnen heranwachsenden Wesen: die inneren Monologe, die als Dialoge imaginiert werden; die Charakterzuschreibungen an das noch nicht Eigenständige; das Bemühen um ein gegenseitiges Kennenlernen bereits vor der Geburt. Wie aus einer lebensfähigen Zellstruktur durch die ihr zugeschriebene Bedeutung eine Person wird – unabhängig vom biologischen Entwicklungsstadium, aber abhängig von der Anerkennung als zukünftiges Familienmitglied – das wird mit der Arbeit von Stefan Hirschauer, Birgit Heimerl und den anderen Autor_innen und Mitarbeiter_innen des Projekts „Pränatale Sozialität“ und des Buches „Soziologie der Schwangerschaft“ plastisch geschildert.

Fazit

Für Theoretiker_innen im Bereich Familienplanung, insbesondere aus der Geschlechterforschung / Gender Studies und den Queer Studies bietet das Buch viele Ansätze zur Neubetrachtung des Phänomens „Schwangerschaft“. Stefan Hirschauer et al. eröffnen mit ihrer Arbeit lohnenswerte mehrdimensionale Perspektiven auf ein sonst sehr eindimensional betrachtetes Thema. Sowohl für die theoretische als auch für die aktivistische Weiterentwicklung queerer Denkweisen von Schwangerschaft unterbreitet das Buch Argumentationsangebote.

Praktiker_innen aus dem Handlungsfeld Familienplanung finden in „Soziologie der Schwangerschaft“ vor allem für die Arbeit mit Paaren viele interessante Interpretationen paardynamischer Prozesse, aus denen sich Ableitungen für das eigene Herangehen ziehen lassen.


Rezensentin
Katja Krolzik-Matthei
Sexualwissenschaftlerin, M.A./Dipl.Sozialpädagogin Wissenschaftliche Mitarbeiterin Forschungsprofessur Sexualwissenschaft und sexuelle Bildung (gefördert im Rahmen der BMBF-Förderlinie Sexualisierte Gewalt in pädagogischen Kontexten
Homepage www.ifas-home.de
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Zitiervorschlag
Katja Krolzik-Matthei. Rezension vom 26.10.2015 zu: Stefan Hirschauer: Soziologie der Schwangerschaft. Explorationen pränataler Sozialität. Lucius & Lucius (Stuttgart) 2014. ISBN 978-3-8282-0606-9. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, http://www.socialnet.de/rezensionen/17498.php, Datum des Zugriffs 31.05.2016.


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