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Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie u. Frauen (Hrsg.): Heimmitwirkung in der stationären Altenpflege

Cover Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie u. Frauen (Hrsg.): Heimmitwirkung in der stationären Altenpflege. Ein Leitfaden für Heimbeiräte, Heimfürsprecher und solche, die es werden wollen. Ernst Reinhardt Verlag (München) 2005. ISBN 978-3-497-01764-5.

Zahlreiche Musterformulare, mit 1 CD-ROM (Reinhardts Gerontologische Reihe, Band 35).

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Einführung

Zum Schutz der Rechte von Bewohnerinnen und Bewohnern in der stationären Altenpflege

Das Heimgesetz und die Heimmitwirkungsverordnung eröffnen Heimbeiräten, Heimfürsprechern und anderen Personen vielfältige Möglichkeiten, die Interessen von Bewohnerinnen und Bewohner eines Heimes stärker in den Mittelpunkt zu rücken und das Leben im Heim für alle zu optimieren. In der Praxis finden diese Möglichkeiten allerdings bislang leider wenig Beachtung. Durch Ratgeber und Handbücher könnte die Verwirklichung der gesetzlichen Möglichkeiten in die Praxis gefördert werden. Das bayerische Sozialministerium hat jetzt einen Leitfaden herausgegeben, der den Akteuren mit praktischen Ratschlägen zur Seite treten will.

Herausgeber und Autorin

Der Leitfaden wird vom Bayrischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen herausgegeben. Er wurde im Auftrag des Ministeriums von Annerose Knäpple, Geschäftsführerin der aku-Unternehmensberatung, erarbeitet, die durch eine ganze Reihe von wissenschaftlichen Untersuchungen im Bereich der Altenhilfe und deren Veröffentlichung gekannt ist.

Zielgruppe

Der Leitfaden wendet sich in erster Linie an Heimbewohnerinnen, Heimbewohner, deren Angehörige und interessierte Laien, die als Heimbeiräte oder Heimfürsprecher aktiv werden wollen. Aufgrund der Inhalte des Leitfadens sind darüber hinaus die Träger von Heimen und deren Verbände sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Heimaufsichten zum Leserkreis zu zählen.

Aufbau und Inhalt

In einem Geleitwort stellt Bundesministerin a. D. Prof. Dr. Ursula Lehr Intentionen des Leitfadens vor und geht allgemein auf den Aufbau ein. Eingerahmt werden diese einstimmenden Zeilen durch ein übersichtliches Inhaltsverzeichnis und eine Einleitung, in der als 1. Kapitel ergänzend zu Aufbau und Inhalt des Leitfadens eingegangen wird.

Das folgende Kapitel trägt den Titel "Die Heimmitwirkung". Hier werden die verschiedenen Formen der Mitwirkung vorgestellt und die Aufgaben der Akteure anhand vieler Beispiele erläutert. Das 3. Kapitel geht auf die Voraussetzungen für die Arbeit als externes Heimbeiratsmitglied und als Heimfürsprecher ein. Anschließend wird auf die Zusammenarbeit der Akteure mit der Heimleitung und dem Träger des Heims eingegangen. Mit den Ansprechpartnern der Heimbeiträge bzw. Heimfürsprechen setzt sich das 5. Kapitel auseinander. Hier werden die Strukturen von Pflegeheimen erläutert und die typischen Zuständigkeiten erklärt, um anschließend - im Kapitel 6 - die Möglichkeiten der weitergehenden Beratung und Information durch Dritte zu thematisieren.

Gesammelte Erfahrungen werden im Kapitel 7 weiter gegeben. Hier erhalten Praktiker das Wort und geben praktische Tipps. Es wird auf Formalitäten eingegangen, die z. B. im Zusammenhang mit Heimbeiratssitzungen zu beachten sind. Zusätzlich Hinweise werden zur Vor- und Nachbereitung von Sitzungen, zur formalen Aufnahme von Beanstandungen und z. B. für externe Mitglieder des Heimbeirats gegeben. Dem roten Faden folgend wird die Bedeutung der Zusammenarbeit hervorgehoben und eine klare Aufgabenverteilung gefordert. Das 9. Kapitel greift die Wahl des Heimbeirats auf. Das Spektrum reicht von der Wahlvorbereitung, über den Wahlausschuss und die Themen Neuwahlen und Ersatzmitglieder, bis zur Anfechtung des Wahlergebnisses. Auch die Aufgaben des Vorsitzenden des Heimbeirats werden hier ebenfalls behandelt.

Im Rahmen eines Exkurses wird im letzten Abschnitt auf die Finanzierung der stationären Altenhilfe eingegangen. Dem schließt sich ein dreißig Seiten umfassender Anhang an, in dem neben den wesentlichen rechtlichen Grundlagen und einer Reihe von Arbeitshilfen (von einer Mustergeschäftsordnung bis zu diversen Checklisten) ein Glossar zu finden ist. Es erläutert Rechtsbegriffe in alphabetischer Reihenfolge allgemein und verständlich. Dem Leitfaden liegt eine CD-Rom bei. Sie enthält die Arbeitshilfen im pdf-Format und als Word-Datei.

Fazit

Der preisgünstige Leitfaden ist leicht verständlich formuliert und trägt den wesentlichen Problemen des Alltages Rechnung. Er ist allen zu empfehlen, die sich für den Schutz der Interessen von Heimbewohnern einsetzen oder demnächst einsetzen und sich über die wichtigsten Fragestellungen informieren wollen. Die Praxistauglichkeit wird durch die beiliegende CD noch weiter verbessert, da die Musterformulare und Checklisten direkt genutzt werden können.


Rezensent
Georg Vogel
Rentenberater für die Bereiche SGB XI/SGB V
Herausgeber www.CareHelix.de
Homepage www.carehelix.de
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Zitiervorschlag
Georg Vogel. Rezension vom 06.09.2005 zu: Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie u. Frauen (Hrsg.): Heimmitwirkung in der stationären Altenpflege. Ernst Reinhardt Verlag (München) 2005. ISBN 978-3-497-01764-5. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, http://www.socialnet.de/rezensionen/2331.php, Datum des Zugriffs 08.02.2012.


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