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Fabian Kessl, Christian Reutlinger: Schlüsselwerke der Sozialraumforschung

Cover Fabian Kessl, Christian Reutlinger: Schlüsselwerke der Sozialraumforschung. Traditionslinien in Texten und Kontexten. VS Verlag für Sozialwissenschaften (Wiesbaden) 2008. 239 Seiten. ISBN 978-3-531-15152-6. 19,90 EUR.
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Thema

Kann Sozialraum "unendlich" gedacht und parallel dazu "endlich" in der Realität auch sozial gelebt werden? Oder formieren Begrenzungen seine und unsere Spielräume? Wie weit geht unser sozialräumlicher Gestaltungshorizont? Wie können wir die Lichtbrücken, die Fäden, die Gedanken und Gefühle, aber auch und gerade die ökonomischen, kulturellen und sozialen Verhältnisse denken oder fassen, die einen oder mehrere Sozialräume sichtbar oder verborgen aufspannen? Was sind die bisherigen, politisch erkämpften geografischen und soziokulturell geformten Räume, in denen die Lebenslagen und Verwirklichungschancen der Menschen von höchster Unterschiedlichkeit sind? Ist es nicht längst (wieder) an der Zeit, diese soziokulturelle Unterschiedlichkeit im gesellschaftlichen Raum, z.B. von Arm und Reich, sowie die unsichtbaren und daher schwierig zu (be-)greifenden, gerade in sich zusammenstürzenden Finanzströme in unserer kosmopolitisch bestrebten Welt, kritisch zu reflektieren?

Wenn man zur Beantwortung dieser und vieler weiterer Fragen nicht nur bunte Seifenblasen produzieren will, muss man selbst ein solches professionelles Sozialraumwerk schaffen. Sonst zerplatzt der dünne Film Seifenwasser, der eine hohle Kugel mit schillernder Oberfläche formt, entweder allein oder durch die Berührung mit anderen, in sich konsistenten Sozialraumwerken. Vorliegendes Werk wird nicht wie ein Traum oder wie eine Seifenblase platzen, dafür sorgen die Unvergänglichkeit tragender historischer Bezüge und die interdisziplinäre Morphologie der ins Feld geführten Ansätze. Die beiden Herausgeber wissen, was sie tun. Sie überholen mit gelassener Souveränität schnell formulierte, korsettartig verkürzte sozialräumliche Schemata und setzen erst einmal ein solides theoretisches Fundament. Fabian Kessl und Christian Reutlinger konzentrieren sich dabei auf 11 Schlüsselwerke. Sie bringen mit der Zahl 11 als relativ kleiner, natürlicher Primzahl – gewollt oder ungewollt – etwas zum Ausdruck, das sowohl auf eine überschaubare Anzahl von Traditionsansätzen hinweist, als auch die Einzigartigkeit dieser historischen Traditionslinien unterstreicht. Es gelingt ihnen fachlich fundiert, diese Traditionslinien zunächst in einem ersten Band (Sozialraumforschung; Raum als Rede und Ordnung von Raum) in Erinnerung zu rufen, bevor sie den weiteren Weg – auf den man sehr gespannt sein darf – in einem weiteren Band (Sozialraumarbeit; Raum als Verhandlungsressource) beschreiten werden.   

Herausgeber und ihre Intention

  • Fabian Kessl, Erziehungs- und Politikwissenschaftler, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Bielefeld.
  • Christian Reutlinger, Erziehungswissenschaftler und Sozialgeograf, ist Dozent am Institut für Soziale Arbeit (IFSA) der FHS Hochschule für Angewandte Wissenschaften St. Gallen/Rohrschach.

Fabian Kessl und Christian Reutlinger haben sich mit der Herausgabe der "Schlüsselwerke der Sozialraumforschung" zum Ziel gesetzt, verschüttete Erkenntnisse und damit Erkenntnispotenziale für aktuelle sozialräumliche Fragestellungen hervorzubringen. Sie gehen davon aus, dass gesellschaftlich relevante soziale Tatsachen auf räumlichen Praktiken basieren, die durch menschliches und politisches Tun sowohl konstruieren als auch de-konstruieren. Sowohl die wissenschaftlichen, politischen und ganz praktischen Diskurse ("Reden vom Raum") als auch die disziplinären Kulturen ("Raumordnungen") sollen zur Erhebung dieser Erkenntnispotenziale in Form einer empirisch wechselseitigen, heuristischen Verwebung aufeinander bezogen werden. Sozialräume verstehen sie nicht als gegebene absolute Einheiten, sondern als ständig reproduzierte Gewebe sozialer Praktiken, in die politische, kulturelle und historische Prägungen eingebunden sind. Eingelagert ist damit auch der bereits von Pierre Bourdieu ("Die feinen Unterschiede") analysierte soziale Raum als Kräfte- und Spielfeld, den es – bezogen auf neue und noch zu erschließende Kontexte – noch feiner zu analysieren und zu deuten gilt. Kessl und Reutlinger plädieren für mehr Transdisziplinarität und Evaluation bisheriger Vorgehensweisen in der Sozialraumforschung, um ein Mehr an Diskursgeschichte und damit ein Mehr an einem neu zu konturierenden Arbeitsprogramm aufstellen zu können. Dieses sozialwissenschaftliche Pensum wird sich u.a. mit Gestaltungsherrschaft, -macht und -möglichkeit sowie mit entsprechenden Kämpfen und Handlungspraktiken im Raum der sozialen Positionen und Hierarchien befassen müssen.

In einer Explikation zum "roten Faden" des Werkes verweist Peter Degen eingangs auf das künstlerische Schaffen von Sabina Kaeser und Thomas Hauck, die dazu auffordern, das unsichtbare Eigenleben des bisherigen (Nutz-)Raumes in durch dynamische Fäden oder Wolken gesponnenen Zwischenräumen sichtbar zu machen. Neues unter Bezugnahme auf das Fundament der Traditionen zu entdecken – dazu fordern Fabian Kessl, Christian Reutlinger und Peter Degen auf.

Inhalt

Die 11 Werke wurden mit Bezug auf ihre jeweils spezifische historisch-konzeptionelle Relevanz, die sie für die Analyse sozialräumlicher Verhältnisse bieten, ausgewählt. 

1. Michael May führt in die materialistisch orientierten Sozialraumarbeiten Friedrich Engels ein, der materialistisch orientiertes sozialräumliches Handeln zur Analyse gesellschaftlicher Produktion als Naturaneignung vornahm und sich damit explizit gegen eine allzu abstrakte Sozialraumanalyse aussprach. Das Werk von Engels bezieht sich empirisch auf z.B. Quartiere, Grundstücke, Wohnungen, alltägliches Leben, Nahrung und Lebensgewohnheiten von Menschen. Engels nahm das Modell der "konzentrischen Kreise" der Chicagoer Schule durch die Wertung der Verstädterung und der sozialräumlichen Konzentration als Bedingungen der Möglichkeit politischer Lernprozesse bereits vorweg. May kritisiert daher die mangelnde handlungstheoretische Rezeption des Werkes von Friedrich Engels in der Sozialen Arbeit und damit einhergehend auch die dortige Anpassung an wirtschafts- und machtzentrierte Strömungen der Gegenwart.

2. Michael Bayer spannt den Sozialraum zwischen den Polen "Handlung" und "Struktur" auf und nimmt damit auf das herrschaftssoziologische Werk von Max Weber Bezug. Von da aus analysiert er in einem ersten Schritt Sozialräume als "Bedeutungsräume" auf einer subjektiven und intersubjektiven Dimension unter Bezugnahme auf Werte, Sinn und Kultur. Selbstverständlich dürfen die vier Idealtypen des Handelns, Vergesellschaftung und Vergemeinschaftung, Kampf und Konflikt sowie die als Herrschaftsbeziehungen durchschauten sozialen Beziehungen im Sozialraum nicht fehlen. Denn – und dies führt zum zweiten Schritt – Sozialräume sind auch "Herrschaftsräume".  Als solche kommen Interessen und Ideen als damit zusammenhängenden Weichenstellern ins Spiel, die das Handeln von Menschen in den organisierten Kontexten der modernen Sozialräume beherrschen.

3. Bernd Dollinger und Astrid Mittmann führen wissenschaftliche Arbeiten ein, die bislang eher selten bis gar nicht in Sozialraumkontexten rezipiert wurden. Es handelt sich um die "Großstadtpädagogik" von Johannes Tews. Dieser nimmt eine grundlegende Perspektivität von Raumordnung vor und verweist darauf, dass sozialer Raum hergestellt wird, wo er objektiv zu bestehen scheint. Meist am Beispiel Berlin geht er der Frage nach, wie die neuen Ordnungsstrukturen während der Urbanisierung wahrgenommen und umgesetzt werden. Großstadt als Lebensraum erhält bei ihm eine neue Qualität. Er tritt damit einer damals sehr vorurteilsbeladenen Kritik des Städtischen entgegen und eröffnet alternative Zugänge zu einer realistischeren Einschätzung städtischen Lebens sowie zu Visionen von Volksbildung und Einheitsschule, die von allzu plakativen Verführungen ablenken sollten.

4. Daniela Ahrens stellt die Essays der sozialräumlichen Wechselwirkungen von Georg Simmel als Grundlegung für ein relationales Raumverständnis vor. Insbesondere die Hervorhebung des Raumes als soziales Phänomen, das Relevanz durch wechselseitig sich aufeinander beziehende soziale Beziehungen gewinnt, sei der Schlüssel zu neuem raumsoziologischem Denken. Die von Georg Simmel formulierten fünf Grundqualitäten der Raumform – Ausschließlichkeit, Zerlegbarkeit und Begrenzung, Fixierung, Nähe und Distanz sowie Bewegung im Raum – genießen auch gegenwärtig eine sehr hohe Anerkennung im Kontext von Sozialraumanalysen. Simmel wendet sich gegen das euklidische Raumverständnis, welches Raum als dreidimensionalen Punktraum versteht, der unabhängig von dem in ihm stattfindenden Vorgängen existiert. Erfahrungen und Wahrnehmungen sind hingegen konstituierend für den Sozialraum in einem von Georg Simmel zugrunde gelegten phänomenologischen Zugriff.

5. Stephan Günzel verweist auf den Feldbegriff von Kurt Lewin, der diesen zunächst aus der Physik übernahm. Aus diesem Zugang resultiert die Figur der sozialräumlichen Felder. Zum einen geht es um die physikalische Bewegungsbeschreibung und zum anderen um die Analyse psychologischen Verhaltens. Raum ist dabei ein Mittel der Beschreibung. Mittels mathematischer Topologie kommen die entscheidungslogischen Punkte ins Spiel, wonach der Mensch entlang von Knoten und Graphen (Vektoren) Wege beschreitet, die den Raum bestimmen. Eine phänomenologische Topologie beschreibt einen Möglichkeitsspielraum mit relationalen Interdependenzen in Interaktion und Bewegung. Mittels einer "Jordankurve" kann dieser Raum auch zeichnerisch als Resultat dieser Handlungen gefasst werden.

6. Karl-Heinz Braun beruft sich zunächst auf das Verdienst von Ulrich Deinet (z.B. die Aneignung von Räumen durch Jugendliche), bevor er die tätigkeitstheoretischen und subjektwissenschaftlichen Sozialraumansätze von Alexejew Nikolajew Leontjew weiter rezitiert. Leontjew nimmt darauf Bezug, dass das menschliche Bewusstsein sich u.a. dadurch auszeichnet, dass es die Möglichkeit und Notwendigkeit der Verobjektivierung der menschlichen Erfahrungen und Notwendigkeiten in materielle und symbolische Produkte beinhaltet. Daraus resultiert umgekehrt, dass der Mensch sich dieses "Erbe" aneignen will, um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Der Mensch entfremdet sich jedoch von sich selbst, weil er Widersprüche und Ängste abwendet, um sich Handlungs-, Reflexions- und Genussfähigkeit zu erhalten. Braun erinnert daran, dass die daraus resultierenden Aufgabenstellungen – wie z.B. gesellschaftliche und emanzipatorische Gerechtigkeit – durch Sozialraumforschung weiterentwickelt werden sollten.

7. Karin S. Amos setzt die kulturtheoretischen Arbeiten von Paul Willis in den Kontext der Schlüsselwerke. Paul Willis gilt als Vordenker eines interdisziplinären Ansatzes, der soziale Gegenräume an gleichen physischen Orten, z.B. Schulen, erkennt. Das Verhältnis zwischen sozialer Praxis, Kultur und Macht sowie das Bemühen um eine Aufwertung der Alltagskultur und des Lebensstils stehen im Zentrum seiner Untersuchungen. Seine akteurzentrierten Annahmen spitzen den Spaß am Widerstand und die sozialen Interaktionen als sozialräumliche Gestaltungskräfte zu. Eine Veränderung gesellschaftlicher Verhältnisse könne jedoch so lange nicht gelingen, wie die Aktionen in einer Verwebung mit staatlichen Institutionen, z.B. Schulen, stattfinden. Willis plädiert für die Stärkung einer kulturellen Kompetenz, die in ein differenziertes sozialräumliches Setting eingebunden ist.

8. Katharina Manderscheid würdigt die ungleichheitssoziologische Richtungsanzeige des theoretischen und empirischen Werkes von Pierre Bourdieu als entscheidenden Beitrag zur Sozialraumforschung, falls diese zu kritischen und politischen Reflexionen führen will. Sozialraumforschung bleibt auf diese Art und Weise bei dem Anspruch von Pierre Bourdieu, bislang verschleierte Macht- und Ressourcenstrukturen aufzudecken. Bourdieu übt mittels der Zusammenführung von "objektiven Strukturen" und "subjektiven Wahrnehmungen und Lebensführungen" deutliche Kritik an der Marginalisierung von Bevölkerungsgruppen in den unteren Milieus durch finanzmarktdominierte Strategien. Denn durch Individualisierung und Lebensstilprozesse lösen sich Klassenunterschiede nicht auf, sondern sie werden durch ungleiche ökonomische, kulturelle und soziale Kapitalressourcen reproduktiv herausgebildet. Ungleiche Ressourcenverteilungen formen ungleiche Lebensstile. Diese Unterschiede werden als "Distinktionen" wirksam und sind in einer Kampfdynamik spürbar, in der u.a. gegenkulturelle Raumbesetzungen und Raumgestaltungen möglich sind.

9. Matthias Grundmann und Iris Kunze fokussieren das Modell der Ökologie menschlicher Entwicklung von Urie Bronfenbrenner als ein geeignetes Modell zur Modellierung mikrosozialer Raumgestaltung. Im Vordergrund steht in diesem Modell der Ökologie menschlicher Entwicklung die individuelle Entwicklung. Diese befindet sich im Kontext mit den sozialen Umwelten und Lebensbereichen – sozialer Raum ist dabei Lebens- und Entwicklungsraum. Das Erleben und die Wahrnehmung von Menschen ermöglichen es, in ihren sozialen Handlungszusammenhängen eine "organische", dynamische Beziehungs- und Raumökologie zu konzipieren, die sich im Laufe der Zeit verändert ("Person-Process-Context-Time-Modell"). Im Falle von sozialen Problemen erschließen sich die Lösungswege aus diesen Lebenslagen heraus. Vom Zentrum des Mikrosozialen ausgehend erlebt der Mensch in vier weiteren Perspektiven seine Sozialisation: mesostrukturell, exostrukturell, makrostrukturell und chronosystemisch. Partizipative Lösungen sind davon abgeleitet zukunftsfähige Gestaltungsmöglichkeiten sozialer Ordnungsstrukturen.

10. Ellen Bareis reflektiert den staats- und regulationstheoretischen Ansatz von Bob Jessop und bringt damit eine weitere Schlüsselperspektive in den sozialraumorientierten Forschungskontext. Die Raumdefinition von Bob Jessop enthält "space", "place" und – das ist bemerkenswert und außergewöhnlich – "scale" als temporäre, ökonomisch-politische Lösung von Konflikten und Widersprüchen. "Scale" wird verstanden als gesellschaftliche "Reichweite" von politischen und ökonomischen Strategien. "Scale" wird hervorgebracht durch hegemoniale Steuerungsweisen. Diese Dimension dient vor allem dazu, das strategische Feld und die mögliche Dynamik der durch den Kapitalismus in Zeiten einer ökonomischen Globalisierung in Kauf genommenen Diskontinuitäten und Brüche zu analysieren. Die Garantie- und Planungslosigkeit, die Fokussierung auf Wettbewerb und Ökonomie, die Angriffe auf Lohnniveau und soziale Sicherung werden im Theoriekonzept von Jessop kritisch betrachtet und sollten – trotz oder gerade wegen der Defizite in der Mehrebenenanalyse – für die Sozialraumforschung wichtige neue Impulse liefern.

11. Elisabeth Tuider kontextuiert die Theorie sozialer Bewegungen und Widerstandspraktiken von Michael Hardt und Antonio Negri in die weltsozialräumlichen Zusammenhänge. Sie wirft Fragen auf, die sich auf den Raumcharakter sozialer Bewegungen beziehen und nimmt Bezug auf den Netzwerkcharakter sowie auf die Konstitutionsformen einer neu zu begreifenden "Multitude". Hardt und Negri verstehen "Multitude" als Menge derer, die sich als tatkräftige Aktionsgruppen herausbilden, die das hypersozialräumliche Medium Kommunikation nutzen und durchdringen. Sie sind diejenigen, die neue weltweite Forderungen nach sozialer Gerechtigkeit und Demokratie gegen das "Empire" am weitesten nach vorne treiben können. Diese "Gestalten gesellschaftlicher Arbeit" bilden sich höchst differenziert aus – z.B. Minijobber, Arbeitslose, Hartz-IV-Empfänger, Studierende, Marginalisierte – und agieren unsystematisch und "entortet", weil sie im Zuge der Globalisierung "entbettet" von gemeinsamen Kontexten sind. Die Chancen der Globalisierung liegen in dieser Konsequenz gerade darin, dass jeder Ort und jede Position zur Gegenwehr geeignet sein werden.

Fazit

Alles in allem ein seriöses und sehr wissenschaftliches Werk, das aufschlussreiche historische und aktuelle Basiswerke von unterschiedlicher theoretischer Reichweite differenziert darlegt. So sind zwar hohe Strukturanalogien in Bezug auf die Kritik am Behältermodell zu erkennen sowie eine ausdrückliche Präferenz für die Heterogenität des Sozialraumes. Aber gerade die Besonderheiten der einzelnen Ansätze charakterisieren das vorliegende Buch als eine Innovation und als eine Fundgrube von Raumzugängen, die keine Eintagsfliegen sind. Diese Fundgrube kann für künftige Sozialraumforschung dazu dienen, fundierter als bisher auf jeweils einschlägige Theorietraditionen zurückgreifen zu können. Dadurch entfaltet sich die Chance, dass Sozialraumforschung ein höheres Maß an theoretischer Fundierung sowie an empirischer Validität und Aussagekraft gewinnt.      


Rezensentin
Prof. Dr. Veronika Hammer
Hochschule Coburg, University of Applied Sciences and Arts
Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit
Lehrgebiete: Sozialarbeitswissenschaft, Empirische Sozialforschung, Gesellschaftswissenschaftliche Grundlagen
Homepage www.hs-coburg.de/hammer


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Zitiervorschlag
Veronika Hammer. Rezension vom 16.12.2008 zu: Fabian Kessl, Christian Reutlinger: Schlüsselwerke der Sozialraumforschung. Traditionslinien in Texten und Kontexten. VS Verlag für Sozialwissenschaften (Wiesbaden) 2008. ISBN 978-3-531-15152-6. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, http://www.socialnet.de/rezensionen/5238.php, Datum des Zugriffs 27.09.2016.


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