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Georges C.M. Evers (Hrsg.): Professionelle Selbstpflege. Einschätzen - messen - anwenden

Cover Georges C.M. Evers (Hrsg.): Professionelle Selbstpflege. Einschätzen - messen - anwenden. Verlag Hans Huber (Bern, Göttingen, Toronto, Seattle) 2002. 351 Seiten. ISBN 978-3-456-83302-6. 29,95 EUR, CH: 49,80 sFr.

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Hintergrund und Thema des Buches

Theoretischer Hintergrund dieses Buches ist Orems Theorie der Selbstpflege. Aus dem Leitgedanken "Messen ist Wissen" heraus, den Evers diesem Buch vorangestellt hat, sollen die Selbstpflegebegriffe, wie Orem sie definiert hat, messbar und anwendbar gemacht werden. Mit diesem Buch wird deutlich, was es heißt, abstrakte Pflegetheorien auf die Ebene der konkreten Umsetzung zu bringen und mit wissenschaftlich geprüften empirischen Befunden zu stützen. Das Buch stellt eine Sammlung von unterschiedlichen Instrumenten zur Verfügung mit dem Ziel, der Pflege in Wissenschaft und Praxis wichtige Impulse zu geben, mit denen der Selbstpflegegedanke konzeptualisiert, operationalisiert und weiterentwickelt werden kann.

Zum Autor

Georges C.M. Evers, der Herausgeber dieses Buches, hat sich bereits mit vielen Publikationen zum Selbstpflegekonzept nach Orem einen Namen als europäischer Experte dieser Theorie gemacht. In dem vorliegenden Werk hat er das Fachwissen einer beträchtlichen Zahl von niederländischen Autoren aus Pflegewissenschaft und Medizin, die den Gedanken der Selbstpflege in den Niederlanden voranbringen wollen, zusammengeführt. Evers arbeitet in Deutschland als Professor an der Universität in Witten Herdecke.

Aufbau und Inhalt des Buches

Das Buch ist in drei Teilen aufgebaut. Im ersten Teil des Buches werden Methoden aufgezeigt, mit denen Instrumente zur Messung von Selbstpflegeverhalten und Selbstpflegekompetenz entwickelt werden können. Die Methoden, mit denen die Reliabilität (Zuverlässigkeit) und Validität (Gültigkeit) der entwickelten Messinstrumente geprüft werden können, werden im zweiten Teil beschrieben. Im dritten Teil wird eine umfangreiche Palette von Messinstrumenten für die Selbstpflegekompetenz und das Selbstpflegehandeln auf der Grundlage von Orems Theorie vorgestellt. Diese Instrumente wurden im Rahmen von verschiedenen universitären Forschungsprojekten in den Niederlanden und in Flandern entwickelt und empirisch getestet. Die Entwicklung der vorgestellten Messinstrumente darf jedoch nicht als abgeschlossen betrachtet werden, vielmehr sollen sie als Resultat von wissenschaftlichen Entwicklungsprozessen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, um so Anstöße zur Weiterentwicklung zu geben. Hilfreich für eine weitere Arbeit und Vernetzung von Pflegewissenschaft und Pflegepraxis sind die Adressen der Kontaktpersonen für die jeweils beschriebenen Messinstrumente.

Zielgruppen

Das Werk richtet sich an alle Pflegenden aus Pflegepraxis und Pflegewissenschaft, die am Selbstpflegegedanken interessiert sind.

Fazit

Das Buch stellt eine sehr wertvolle und intensive Beschreibung, Reflektion und Operationalisierung des Selbstpflegegedankens dar. Es zeigt, dass die zunächst große und abstrakte Theorie (Grand Theorie) der Selbstpflege, wie Orem sie definiert, durch Forschungsarbeiten in eine klare Anwendung gebracht werden kann. Somit wird dieses Buch der Anforderung gerecht theoriegeleitetes Handeln mit klaren Konzepten zu ermöglichen.

Durch die vollständige Abbildung der einzelnen Messinstrumente und durch die Beschreibung des Entwicklungsprozesses sowie der wissenschaftlichen Auswertung der Instrumente ist das Buch gleichermaßen ein wichtiger Beitrag der Pflegewissenschaft als auch ein Impuls für die pflegerische Praxis.


Rezensent
Prof. Dr. Michael Isfort
Dipl. Pflegewiss.
Katholische Hochschule (KatHO) NRW, Köln
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Zitiervorschlag
Michael Isfort. Rezension vom 17.12.2002 zu: Georges C.M. Evers (Hrsg.): Professionelle Selbstpflege. Einschätzen - messen - anwenden. Verlag Hans Huber (Bern, Göttingen, Toronto, Seattle) 2002. 351 Seiten. ISBN 978-3-456-83302-6. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, http://www.socialnet.de/rezensionen/645.php, Datum des Zugriffs 23.05.2012.


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