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Ute Ingrid Haas (Hrsg.): Tertiäre Kriminalprävention durch Sport?

Cover Ute Ingrid Haas (Hrsg.): Tertiäre Kriminalprävention durch Sport? Die Polizei als Akteur kommunaler Kriminalprävention. Verlag für Polizeiwissenschaft (Frankfurt am Main) 2008. 201 Seiten. ISBN 978-3-86676-040-0. 18,90 EUR.

Reihe: Polizei & Wissenschaft.
Siehe auch Replik oder Kommentar am Ende der Rezension.

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Thema

Straftaten vorbeugen, statt begangene Straftaten zu verfolgen oder Straftaten abzuwehren – die polizeiliche Präventionsarbeit hat sich als dritte Säule im Aufgabenspektrum vieler Polizeibehörden etabliert, auch wenn ihr noch nicht immer die notwendige Aufmerksamkeit geschenkt wird. In vielfältigen Projekten zur Kriminalprävention werden eine ganze Reihe von Instrumentarien eingesetzt, deren Erfolg nur selten einer genauen Prüfung unterzogen wird. Daher verdient eine Publikation mit dem Titel "Tertiäre Kriminalprävention durch Sport?" Beachtung, weil der Leser Antworten auf die Frage erwartet, ob Sport als Instrument der Kriminalprävention, speziell bei bereits strafrechtlich in Erscheinung getretenen Personen (tertiäre Kriminalprävention) zur Vermeidung von (weiteren) Straftaten geeignet ist.

Aufbau und Inhalt

Die von der Kriminologin und Rechtswissenschaftlerin Ute Ingrid Haas herausgegebene Publikation umfasst vier Beiträge.

Zunächst stellen Andrea Haase und Ute Ingrid Haas das Projekt "Alternative Sport" als Bestandteil der kommunalen Kriminalprävention in der Region Braunschweig vor. Dabei werden das Zustandekommen, die beteiligten Institutionen, die Projektziele, die Projektfinanzierung und die einzelnen Projektbestandteile beschrieben. Der konzeptionelle Rahmen des Projektes wird dabei nur schemenhaft deutlich, eine inhaltliche Ausrichtung der Projektbestandteile an einer pädagogischen, soziologischen oder anderweitig gegründeten Leitidee scheint nicht gegeben gewesen zu sein, was die Autorinnen aber auch nicht vermerken.

Bei den nachfolgenden Beiträgen von Daniela Schütte und Ira Lippelt handelt es sich um Diplomarbeiten, die als Evaluation eines der innerhalb des Projekts "Alternative Sport" durchgeführten Sportprojekte angekündigt werden. Beide Diplomarbeiten scheinen komprimiert und beschäftigen sich einerseits mit der Eignung von Sport als Mittel der tertiären Kriminalprävention (Daniela Schütte), andererseits mit der Polizei als Akteur kommunaler Kriminalprävention (Ira Lippelt). Daniela Schütte führt zunächst in die Grundlagen der Kriminalprävention ein, beleuchtet die Deliquenzentwicklung im Jugendalter und nähert sich dann dem Handlungsfeld Sport durch die Rezeption einschlägiger sportwissenschaftlicher Studien, wobei die den empirischen Daten zugrunde liegenden Rahmenbedingungen mitunter ausgeblendet werden. Methodisch und inhaltlich überfordert ist die Autorin beim Versuch der Evaluation eines im Rahmen der "Alternative Sport" durchgeführten Projektes an der Bodenstedt-Wilhelmschule in Peine. Das Instrument der schriftlichen Befragung der Betroffenen sowie der einmaligen Beobachtung der Übungsstunde ist den aufgeworfenen Forschungsfragen inadäquat.
Auch der Beitrag von Ira Lippelt enthält neben einer informativen Beschreibung kommunaler Kriminalprävention eine Reihe inhaltlicher und methodischer Probleme, die es verhindern, valide Aussagen zur Rolle der Polizei als Akteur kommunaler Kriminalprävention zu machen. Die Autorin stützt sich z.B. auf empirische Daten aus einer Schülerbefragung und interpretiert Unterschiede zwischen verschiedenen Schülergruppen ohne Signifikanzprüfungen vorgenommen zu haben und deutet unter der Überschrift "Korrelation mit vorheriger Delinquenz" prozentuale Verteilungen ohne Bestimmung statistischer Korrelationswerte als Zusammenhänge.

Im Abschlussbeitrag, der wiederum von Andrea Haase und Ute Ingrid Haas verantwortet wird, werden die Erkenntnisse zum Projekt "Alternative Sport", die ganz überwiegend aus den Arbeiten von Daniela Schütte und Ira Lippelt stammen, zusammengefasst, in ihrer Aussagekraft aber eher noch verstärkt als relativiert. Ein Resümee schließt den Beitrag und das Buch ab.

Diskussion und Fazit

Das Buch kann nicht halten, was es im Titel verspricht. Es kann keine neuen Erkenntnisse zur Frage beitragen, ob Sport als Mittel tertiärer Kriminalprävention geeignet ist. Auch finden sich kaum neue Aspekte oder valide empirische Belege zur Beschreibung der Polizei als Akteur kommunaler Kriminalprävention. Geeignete theoretische Grundlagen, seien es nun beispielsweise pädagogische oder soziologische werden kaum rezipiert, methodische Standards mitunter missachtet. Weniger wäre deutlich mehr gewesen: Die Stärken des Buches liegen in der Beschreibung eines konkreten kriminalpräventiven Projektes und im Versuch, ein Teil dieses Projektes mit überschaubarem Aufwand empirisch zu durchdringen. Hier leistet die vorliegende Publikation Pionierarbeit und kann als praktische Orientierung für ähnlich gelagerte Projekte wichtige Anhaltspunkte liefern – nicht mehr, aber auch nicht weniger.


Rezensent
Prof. Dr. Lutz Thieme
Homepage www.rheinahrcampus.de/thieme
E-Mail Mailformular


Kommentare

Anmerkung der Redaktion: Die Rezension wurde am 14.10.2008 veröffentlicht. Am 09.12.2008 wurde folgende Stellungnahme der Autorin, Frau Prof. Dr. Ute Ingrid Haas, der Rezension angefügt. Darunter ist eine Replik des Verfassers der Rezension ab dem 18.12.2008 ergänzt.

Kommentar von Ute Ingrid Haas zur Rezension

Die Rezension von Lutz Thieme bietet einige interessante Überlegungen. Thieme weist zu Recht auf die fehlende theoretische Absicherung des Projektes hin. Dieser Umstand allerdings – und das sollten die Leser der Rezension auch erfahren - ist nicht ein Mangel der rezensierten wissenschaftlichen Arbeit, sondern ein Mangel an der Konzeption des Projektes. Damit ist ein besonders spannender Punkt im Rahmen kriminalpräventiver Arbeit angesprochen: nämlich die Konzeption von kriminalpräventiven Projekten von Polizei und Sozialer Arbeit überhaupt. Da es dort erhebliche Nachbesserungsbedarfe gibt, wurden 2003 im Rahmen einer europäischen Arbeitsgruppe die sogenannten „Beccaria-Standards“ zur Konzeption guter kriminalpräventiver Projekte entwickelt. Die vorliegende Arbeit zeigt eindrücklich auf, welche Schwächen Projekte aufweisen können, wenn sie sich nicht an die erforderlichen Vorgaben halten und wie nützlich und grundlegend deren Anwendung ist.

Dass kriminalpräventive Projekte nicht nur Erfolgsmeldungen aufzuweisen haben, sondern gerade auch eine kritische Analyse sehr aufschlussreich sein kann, dazu berichtet die Rezension nicht. Diese und weitere inhaltlichen Schwerpunkte der Arbeit werden in der vorliegenden Rezension nur lückenhaft behandelt und so der ausgewogene Inhalt der Arbeit zu den Themen Polizei, tertiäre Kriminalprävention und Sport nicht hinreichend dargestellt. Auffallend ist die wenige Wertschätzung, mit der nicht nur der wissenschaftliche Nachwuchs in seiner Leistung gewürdigt und anerkannt wird, sondern letztendlich auch eine überwiegend in sich geschlossene Institution, wie die Polizei, die sich hier öffentlicher Kontrolle und Kritik stellt und den Mut zeigt, ein nicht in allen Stadien des Projektverlaufs gelungenes Projekt zur Diskussion zu stellen.

Der Rezensent kritisiert pauschal die Arbeit, ohne merklich die tatsächlichen Ergebnisse zur Kenntnis genommen zu haben. Das in dem Titel als Frage formulierte Thema, ob mit Sport ein Beitrag zur tertiären Kriminalprävention geleistet werden könnte, wurde in der Arbeit von Schütte eindeutig und insofern aufschlussreich beantwortet, als dass sportlichen Aktivitäten alleine und ohne andere begleitende Maßnahmen keine tertiär kriminalpräventive Funktion zugerechnet werden kann. Diese Aussage ist insofern relevant, da sie eindeutig Position bezieht und klar belegt ist. Gerade im Rahmen von Kriminalprävention kann man immer wieder auf Aussagen treffen, dass Sport geradezu wie eine Schutzimpfung gegen Gewalt und Kriminalität wirken könne. Eingängige Slogans verbreiten sich oftmals schneller als unliebsame Wahrheiten. Die kritische Betrachtung von Sport als Allheilmittel im Kampf gegen abweichendes Verhalten scheint dazu zu gehören. Nicht erst in dieser Arbeit sondern bereits auch zuvor durch andere Forschungsarbeiten belegt (z. B. Heinemann, Pilz, Stärk in diesem Buch) sind die überhöhten Erwartungen an den Sport eindrücklich widerlegt worden.

Diese Erkenntnisse mögen etliche und auf Sport setzende Initiativen zur tertiären Kriminalprävention nicht gerne hören, da dies eine Überarbeitung und ein generelles Überdenken vieler Konzepte zur Folge hätte. Nicht zuletzt wäre die Finanzierung von Projekten, die ihre Wirkung und Nachhaltigkeit nicht belegen können, zu überdenken und würde für manche Projekte zur Einstellung führen. Damit ist das Ergebnis von Schütte in der Tat kein neues Ergebnis, da bereits andere Publikationen (s. o.) dazu Belege geliefert haben. Derartige Ergebnisse dürfen ja nicht nur einmalig publiziert werden, sondern gerade deren Bestätigung, gespeist aus unterschiedlichen Projekten, machen den Reiz der Arbeit aus und haben so die Chance, breiteres Gehör zu finden. So manch´ auf Sport setzendes kriminalpräventives Konzept wäre demnach mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu überarbeiten und so zu flankieren, dass positive Effekte entstehen können!

Die Kritik an fehlenden neuen Aspekten oder validen empirischen Belegen zur Beschreibung der Polizei als Akteur kommunaler Kriminalprävention gehen an der Sache leider vorbei und würdigen die Recherchen nicht. Die Arbeit von Lippelt stellt das Thema ausführlich, mit neuester Literatur und im Rahmen gesetzlicher Vorgaben mit sauber recherchierten Ergebnissen zur Rolle der Polizei als Akteur im Rahmen kommunaler Kriminalprävention dar und zeigt eindrücklich, welchen in der Regel immer noch eher untergeordneten Stellenwert das Thema Kriminalprävention innerhalb der Institution Polizei hat und mit welchen Schwierigkeiten die einzelnen Sachbearbeiter konfrontiert sind. Zu erwähnen sei hier nur der Konflikt mit dem Legalitätsprinzip! Die Darstellung zum jeweiligen Verständnis von Prävention bei Polizei und Sozialer Arbeit lässt erkennen, dass es genau diese unterschiedliche Herangehensweise beider Professionen an das Thema Kriminalprävention ist, die so oft zwischen den Berufsgruppen zu Missverständnissen und scheinbaren Unvereinbarkeiten führt. Polizei und Soziale Arbeit können gerade in der Vergangenheit auf ein eher gespanntes Verhältnis zueinander zurückblicken. Die Arbeit von Lippelt zeigt jedoch, dass gerade im Rahmen kommunaler Kriminalprävention das Zusammenwirken der Institutionen sehr hilfreich ist. Dass bei allem Bemühen um gute Kriminalprävention die Standards für präventive Arbeit nicht außer Acht gelassen werden dürfen, wird deutlich herausgearbeitet.

Die einseitige Fokussierung nur auf das Thema Sport ist dem Rezensenten als reinen Sportwissenschaftler nicht zu verübeln. Diese nur lückenhafte Sichtweise wird dem gesamten Werk jedoch nicht gerecht und lässt in der Rezension die anderen Themen ungerechterweise kaum besprochen. Es ist bedauerlich, dass die Arbeit zweier Diplomandinnen, die mit großem Engagement, sauberen Recherchen und mit neuester Literatur durchgeführt wurde, nicht die Anerkennung und Würdigung erfährt, die ihnen zusteht. Es ist ebenso bedauerlich, dass die Polizei in Braunschweig nicht die Anerkennung für ihren Mut erhält, sich einer Evaluation gestellt und dann auch noch der Veröffentlichung kritischer Ergebnisse zugestimmt zu haben. Auch darin liegt eine Stärke des Buches, dass eine eher in sich geschlossene Institution wie die Polizei sich zunehmend öffnet und Einblicke in ihr Vorgehen gewährt, sich der Kritik stellt, Ergebnisse unmittelbar umsetzt und damit als Vorreiter weiterer kriminalpräventiver Projekte dienen kann. Es wäre weiterhin bedauerlich gewesen, wenn die Begleitung des Projektes nicht durchgeführt worden wäre. Immerhin hat die Polizei als Initiator sich der wissenschaftlichen Unterstützung bemüht – zwar erst in einer Phase, als der Zug bereits auf freier Fahrt war. Damit ist allerdings eine seltene Chance eröffnet worden, wenigstens ein Projekt der „Alternative Sport“ genauer unter die Lupe nehmen und die zwar bekannten, aber nicht oft genug einzufordernde Notwendigkeit von qualifizierten Standards für die Erarbeitung von Projektkonzeptionen zu belegen.

Viele Projekte der Sozialen Arbeit könnten sich ein Beispiel daran nehmen und der kritischen Reflexion folgen. Genau aus diesem Grunde sind die Beccaria-Standards entwickelt worden. Ihre Notwendigkeit zu unterstreichen und ihre Nutzung einzufordern ist ein weiterer Verdienst dieses Buches.

Replik des Verfassers der Rezension Lutz Thieme auf die Anmerkungen von Ute Ingrid Haas zur Rezension

Kritische Rezensionen bleiben selten ohne Kommentare der Autoren und das ist gut so, weil Rezensionen nur in Ausnahmefällen allen Aspekten der jeweiligen Werke gerecht werden können. Insofern ist der Herausgeberin zuzustimmen, dass der Polizei in Braunschweig Respekt und Anerkennung für die Durchführung des Projekts und für die Bereitschaft, es evaluieren zu lassen, gebührt. Richtig ist sicher auch, dass die wissenschaftliche Begleitung des Projektes wertvoll und für die am Projekt teilnehmenden Institutionen nicht immer selbstverständlich ist. Den Autorinnen gebührt ebenfalls Achtung für ihren Versuch, ein komplexes Thema an der Schnittstelle von Sozialer Arbeit, Polizei und Sport aus einer evaluatorischen und damit notwendiger Weise kritischen Perspektive heraus zu bearbeiten sowie für ihre Recherchen zum Thema. Unterstrichen werden muss ebenfalls die Notwendigkeit, auf Sport basierende Wirkungsannahmen ständig mit den zu beobachtenden und zu messenden Wirkungen zu vergleichen. Die trifft auf den Vereinssport und den Schulsport ebenso zu wie auf Projekte der Kriminalprävention, die auf Wirkungsannahmen durch Sport aufbauen.

Dennoch sind an eine Publikation, die in einem Verlag für Polizeiwissenschaft in der Reihe „Polizei & Wissenschaft“ erschienen ist, zuerst wissenschaftliche Maßstäbe anzulegen. Insbesondere hinsichtlich des allgemeinen Erkenntnisgewinns unterscheiden sich hier die Auffassungen von Rezensent und Herausgeberin sehr stark. Beispielhaft seien drei Ergebnisse kommentiert, die die Herausgeberin in ihrem Kommentar hervorhebt. Sie stellt zunächst fest: „Die vorliegende Arbeit zeigt eindrücklich auf, welche Schwächen Projekte aufweisen können, wenn sie sich nicht an die erforderlichen Vorgaben halten und wie nützlich und grundlegend deren Anwendung ist.“

Tatsächlich zeigt die Arbeit auf, welche Schwächen Projekte aufweisen können. Ob dies aber auf der Nichteinhaltung von Vorgaben beruht, wird in der Arbeit überhaupt nicht untersucht. Um zu einer gesicherten Aussage zu gelangen, dass die Einhaltung von wie immer auch gearteten Vorgaben tatsächlich nützlich im Sinne kriminalpräventiver Effekte ist, bedarf es jedoch weit umfangreicherer methodischer Apparate und der Untersuchung von mehr als einem Projekt.

In der Arbeit von Schütte werden in einer schriftlichen Befragung von Schülerinnen und Schülern, um deren Delinquenzentwicklung es geht, neben Freizeitinhalten und Sportartenpräferenzen auch verschiedene Delinquenzarten abgefragt. Die Erhebung mittels Fragebogen erfolgt zu einem Messzeitpunkt (Querschnittsuntersuchung) und wird durch die Beobachtung einer Übungsstunde sowie je einem Gespräch vor Projektstart und nach Ende des Evaluationszeitraums mit einem bzw. zwei Vertretern der Schule und einem Vertreter der Polizei ergänzt. Aufgrund der aus diesem methodischen Vorgehen gewonnenen Daten kommt die Herausgeberin zu folgendem Schluss: „Das in dem Titel als Frage formulierte Thema, ob mit Sport ein Beitrag zur tertiären Kriminalprävention geleistet werden könnte, wurde in der Arbeit von Schütte eindeutig und insofern aufschlussreich beantwortet, als dass sportliche Aktivitäten alleine und ohne andere begleitende Maßnahmen keine tertiär kriminalpräventive Funktion zugerechnet werden kann. Diese Aussage ist insofern relevant, da sie eindeutig Position bezieht und klar belegt ist.“

Weiter unten heißt es: „Die Arbeit von Lippelt zeigt jedoch, dass gerade im Rahmen kommunaler Kriminalprävention das Zusammenwirken der Institutionen sehr hilfreich ist.“ Die Arbeit von Lippelt beschreibt anhand eines Projektes, dass die Zusammenarbeit auf dem konkreten Niveau des Projektes zu einem bestimmten konkreten Ergebnis führt. Welcher allgemeine Zusammenhang zwischen dem Niveau des Zusammenwirkens und der Güte des Ergebnisses im Sinne der Kriminalprävention besteht, kann jedoch auf der Grundlage eines einzelfallbezogenen fallanalytischen Vorgehens keinesfalls aufgeklärt werden. Dies wäre aber notwendig gewesen, um die Aussage der Herausgeberin zu rechtfertigen. So bleibt als Fazit nur der Appell, mit allgemeingültigen Aussagen vorsichtig und immer vor dem Hintergrund der verwendeten Methoden und Instrumente umzugehen. Ob dies im Falle der vorliegenden Arbeit gelungen ist, möge jeder Leser für sich entscheiden.


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Zitiervorschlag
Lutz Thieme. Rezension vom 14.10.2008 zu: Ute Ingrid Haas (Hrsg.): Tertiäre Kriminalprävention durch Sport? Verlag für Polizeiwissenschaft (Frankfurt am Main) 2008. 201 Seiten. ISBN 978-3-86676-040-0. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, http://www.socialnet.de/rezensionen/6599.php, Datum des Zugriffs 09.02.2012.


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