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Erdmute von Mosch: Mamas Monster

Cover Erdmute von Mosch: Mamas Monster. Was ist nur mit Mama los? Balance Buch + Medien Verlag (Bonn) 2008. 36 Seiten. ISBN 978-3-86739-040-8. 12,95 EUR.

Reihe: Kids in Balance.

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Thema: Die vergessenen Angehörigen

Psychische Erkrankungen sind tabuisierte Erkrankungen. Es lassen sich vier schweren Hürden zur Enttabuisierung einer psychischen Erkrankung eines Elternteils in folgenden Aussagen zusammenfassen: Die erste Hürde besteht darin, dass das erkrankte Elternteil sich zur Erkrankung bekennt und bereit zur Aussage sein muss: "Ich bin psychisch krank". Die zweite Hürde liegt in der Bereitschaft der Eltern, die Kinder über die Erkrankung aufzuklären und ihnen zu sagen: "Deine Mutter/Dein Vater ist psychisch krank". Die dritte Hürde, die es zu überwinden gilt, ist das Durchbrechen des Gebotes der Geheimhaltung, es muss den Kindern erlaubt sein, anderen Personen mitzuteilen: „Meine Mutter/mein Vater ist psychisch krank“ und ggf. diese auch um Hilfe und Unterstützung bitten zu dürfen. Und die vierte Hürde schließlich besteht darin, gegen die gesellschaftlichen Vorurteile anzugehen und öffentlich Stellung zu beziehen, im Sinne: "Meine Mutter/mein Vater ist psychisch krank, na und!".

Autorin

Erdmute von Mosch ist Diplom-Designerin und arbeitet als Junior Art Director für Printmedien. Sie lebt in Aschaffenburg und kennt die Thematik aus eigener Erfahrung. Sie beschäftigt sich in ihrem Bilderbuch mit der zweiten Hürde der Tabuisierung.

Aufbau und Inhalt

Das Buch beschreibt, die Familiensituation einer typischen 4-Kopf-Familie, die von der Ersterkrankung der Mutter überrascht wird. Es geht offen auf die emotionale Nichtansprechbarkeit der Mutter ein, auf die Überlastung des Vaters, die Ratlosigkeit der Tochter sowie auf die verbleibenden Schwierigkeiten nach der Aufklärung der kleinen Rike in der Familie ein.

Zielgruppe

Das Vorlesebuch richtet sich an 3-6 Jährige Kinder und deren Eltern.

Fazit

Das Kinderbuch "Mamas Monster" hilft Angehörigen Kindern im Vorschulalter eine Depression zu erklären. Die Kinder lernen, dass sie keine Schuld an der Erkrankung der Eltern haben. Mit viel Geduld und Hilfe der Betroffenen kann mit Ärzten und Therapeuten eine erfolgreiche Behandlung eingeleitet werden. Sympathische Bilder des Depressionsmonsters, das Gefühle frisst sowie der Sprachstil der Sachgeschichten aus "Der Sendung mit der Maus" vermitteln den schweren Stoff mit einer ungeheuren Leichtigkeit.


Rezensentin
Dr. Kirsten Oleimeulen
Psychologin – Familienberaterin, akkreditierte Psychologin für Gesundheitspsychologie und Prävention (BDP), systemische Familientherapeutin und Supervisorin, online-Beraterin für www.kinderwelten.de
Homepage www.oleimeulen.info
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Zitiervorschlag
Kirsten Oleimeulen. Rezension vom 05.01.2009 zu: Erdmute von Mosch: Mamas Monster. Balance Buch + Medien Verlag (Bonn) 2008. 36 Seiten. ISBN 978-3-86739-040-8. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, http://www.socialnet.de/rezensionen/6893.php, Datum des Zugriffs 07.02.2012.


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