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Johanna Gossens (Hrsg.): Wie Pflegekräfte Patienten und ihre Familien unterstützen

Cover Johanna Gossens (Hrsg.): Wie Pflegekräfte Patienten und ihre Familien unterstützen. Praxisbeispiele aus der Patienten- und Familienedukation. Schlütersche Verlagsgesellschaft (Hannover) 2009. 144 Seiten. ISBN 978-3-89993-223-2. 19,90 EUR.

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Herausgeberin

Johanna Gossens, Master of Science Nursing, Vorstandtsmitglied im Netzwerk für Patienten- und Familienedukation in der Pflege e.V.

Autorinnen

  1. Johanna Gossens, Master of Science Nursing, Vorstandtsmitglied im Netzwerk für Patienten- und Familienedukation in der Pflege e.V
  2. Dr. Angelika Zegelin – Abt, Pflegewissenschaftlerin, Universität Witten/Herdecke
  3. Gudrun Adler, Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier, PIZ
  4. Margit Buchna, Klinikum Lüdenscheid, Stationsleitung HNO
  5. Claudia Imbery, Dipl. Pflegewirtin, Herzzentrum Bad Kronzingen, Leiterin PIZ, QM-Beauftragte
  6. Mareike Tolsdorf, BScN, freiberufliche Pflegewissenschaftlerin, wiss. Mitarbeiterin Universität Witten/Herdecke
  7. Simone Rusch, Klinikum Lüdenscheid, Patienten-Informations-Zentrum
  8. Jenny von Borstel, Sozialarbeiterin, Bereich Selbsthilfe
  9. Claudia Blecher, Gesundheitswissenschaftlerin BSc, Bereich Gesundheit/Pflege Bürgerinformation Gesundheit und Selbsthilfekontaktstelle im Kreis Gütersloh (BIGS)

Aufbau und Inhalt

Der Sammelband enthält zehn Beiträge und bietet Einblick in folgende Bereiche:

  1. Leben mit einer chronischen Erkrankung
  2. Gesprächsleitfaden: Umgang mit Antibiotika
  3. Microschulung: Subcutane Selbstinjektion
  4. Patientenedukation bei Multiple Sklerose
  5. Anleitungskonzept für laryngektomierte Patienten
  6. Beratungsgespräche mit Patienten, die an einer Herzinsuffizienz leiden
  7. Mikroschulung zur Sturzvorbeugung
  8. Schülereinsatz in einem Patienten-Informations-Zentrum
  9. Vernetzung zwischen Pflegeberatung und Selbsthilfe
  10. Zusammenarbeit zwischen den Professionen

In dem ersten Beitrag „Leben mit einer chronischen Erkrankung“ von Johanna Gossens werden vor dem Hintergrund der Veränderungen des „Krankheitspanoramas“ (Zunahme von chronisch erkrankten Menschen) die Anforderungen an die Gesundheitsberufe diskutiert. Nicht mehr die „massive Intervention“, sondern die „therapeutischer Begleitung“ des erkrankten Menschen soll im Mittelpunkt der pflegerischen Gesundheitsversorgung stehen. Das Salutogenese-Konzept von Aaron Antonovsky wird als theoretische Grundlage kurz angerissen; dieses bleibt aber recht unvollständig. Da sich die Reihe „PflegeKolleg“ vor allem an Praktiker wendet, wäre hier eine Ausführung zu Ressourcen und Beispiele von ressourcenorientierten Fragestellungen hilfreich gewesen. Darüber hinaus vermisst man die definitorische Klärung der Begriffe „Beratung“ und „Schulung“. Auch eine Einordnung des Themas in den aktuellen Diskussionsstand (z.B. das Gutachten des Sachverständigenrats 2007) und die gesetzlichen Rahmenbedingungen unterbleibt.

Die weiteren Beiträge sind Neuland in der deutschen Debatte. Sie zeugen von einem gelungenen Theorie-Praxis-Transfer, da durch die neuen Instrumentarien wie „Schulungskonzepte“, „Leitfäden“ und „Pfade“ eine höhere Handlungskompetenz der Pflegekräfte angestoßen werden kann. Nicht immer wird deutlich, inwiefern die aufgeführten „Instrumentarien“ noch einer wissenschaftlichen Begleitung und Evaluation unterzogen werden müssen oder nicht.

Zum Teil werden auch die Erfahrungen im Umgang mit den Leitfäden aufgegriffen, so wie z.B. in dem Beitrag von Margit Buchna. Die große Praxisnähe der Beiträge in dem Sammelband ist durch zahlreiche Fallbeispiele gegeben und lädt zum „Lernen am Modell“ ein. Die Texte sind didaktisch gut aufbereitet. Sie enthalten zahlreiche Abbildungen, Bögen und Literatur-Hinweise.

Fazit

Das Buch kann für sich in Anspruch nehmen, zum Expertenwissen im Bereich der Beratung und Schulung in der Pflege beizutragen.


Rezensentin
Prof. Dr. Olivia Dibelius
Evangelische Fachhochschule Berlin
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Zitiervorschlag
Olivia Dibelius. Rezension vom 23.11.2009 zu: Johanna Gossens (Hrsg.): Wie Pflegekräfte Patienten und ihre Familien unterstützen. Schlütersche Verlagsgesellschaft (Hannover) 2009. 144 Seiten. ISBN 978-3-89993-223-2. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, http://www.socialnet.de/rezensionen/7421.php, Datum des Zugriffs 09.02.2012.


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