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Holger Knothe: Eine andere Welt ist möglich - ohne Antisemitismus?

Cover Holger Knothe: Eine andere Welt ist möglich - ohne Antisemitismus? Antisemitismus und Globalisierungskritik bei Attac. transcript (Bielefeld) 2009. 208 Seiten. ISBN 978-3-8376-1241-7. 24,80 EUR, CH: 45,80 sFr.

Reihe: Reflexive Sozialpsychologie - 5.

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Kontext des Buches

Zwischen der Erinnerung an die Shoah, aktueller Menschenrechtsbildung und Abwehr des manifesten und latenten Antisemitismus in der vierten Generation nach der Shoah existiert eine Schnittmenge, die für den gesellschaftlichen Diskurs gegen Rassismus wesentlich ist (vgl. Zülsdorf-Kersting 2006). Durch Erinnerung wird Vergangenheit ‘vergegenwärtigt’, das heißt in die aktuelle Gegenwart gesetzt. Historisches Bewusstsein ist dadurch gekennzeichnet, dass es zwar an vergangenen Ereignissen ansetzt und sich in Auseinandersetzung mit ihnen »bildet«, dass aber gerade dieser Bildungsprozess eine Verortung in der Gegenwart ermöglicht. Eine solche Verortung geht weit über eine reine Sensibilisierung für die Bedeutung der Vergangenheit hinaus. Historische Sensibilisierung (gegenüber den Gräueltaten der Nazis und gegen alle alle Formen des Antisemitismus) ist ein erster Schritt, der zu einer intensiven Auseinandersetzung und schließlich zur historischen Identitätsbildung führen kann. Identität konstituiert sich zu einem beträchtlichen Teil aus Erinnerungen. Das menschliche Selbstkonzept ist geradezu erinnerungsgeleitet: Erfahrungen, Sozialisation, bewusste und unbewusste Gedächtnisinhalte bestimmen über unsere Ich-Identität.

Im Fall des historischen Lernen, haben Zeitgenossen und Zeitgenossinnen nicht (wirklich) gelernt, wenn sie sich einen „historischen“ Sachverhalt rein kognitiv erarbeitet haben und wiedergeben können, sondern dann, wenn »eine relativ dauerhafte Veränderung bzw. Erweiterung des Verhaltensrepertoires« in Bezug auf die historischen Themen vorliegen. Im Zusammenhang mit Auschwitz als der absoluten Inhumanität kann dies nur bedeuten, dass Menschen etwas gelernt haben, wenn sie »Humanität« gelernt haben und in der Lage sind, Formen des argumentativen Antisemitismus zu erkennen. Somit bedingen sich Erinnerungslernen und Lernen des Humanum gegenseitig. »Erziehung nach Auschwitz« (Adorno 1966 (2003); Fechler&Lieberz-Groß 2001) ist gleichbedeutend mit »Erziehung zur Humanität«. Aus diesem Grunde sind Lernprozesse und gesellschaftliche Diskurse gegen Antisemitismus und Rassismus so anzulegen, dass sie die »praktische Identität«, d.h. die »moralische Zeitgenossenschaft« der Lernenden und Diskurspartner betreffen (vgl. Zimmermann 2005, S. 92ff.). Menschenrechts-Bildung in historischer Hinsicht ist Befähigung zu moralischer Zeitgenossenschaft, die darin besteht, die »Negation von Inhumanität« (vgl. Zimmermann 2005, S. 87) vollziehen zu können. Humanität wird demnach in erster Linie als Negation der Inhumanität gelernt.

Aufbau und Inhalt

Das Buch ist in folgende Hauptkapitel untergliedert:

  1. Vorwort
  2. Einführung
  3. Zum Problem: Was ist Antisemitismus
  4. Das Feld: Antisemitismus in der globalisierungskritischen Bewegung
  5. Antisemitismus: (K)ein Problem nei Attac?
  6. Resümee und Ausblick
  7. Literatur

Problemstellung

Störfaktoren einer gelingenden Menschenrechtsbildung und Ausbildung eines historisch sensibilisierten Bewusstseins liegen nach wie vor in demokratiefeindlichen gesellschaftlichen Einstellungen wie die des Antisemitismus begründet. Zwar ist nach der Shoah der manifeste Antisemitismus offiziell zivilgesellschaftlicher Legitimation entzogen, bleibt jedoch das Grundmuster antisemitischer Argumentationen, die scheinbar unberührt sind von der Erinnerung an die Shoah, erhalten. Holger Knothe stellt in seiner Münchener Dissertation bei Heiner Keupp die These auf, dass diese Annäherung an antisemitische Narrationen nicht nur in rechten Gruppen, sondern in der bürgerlichen Mitte, aber auch in linken Gruppierungen, als sekundärer Antisemitismus nach wie vor – wenn auch in gebrochener Form von Inklusion und Exklusion – vorhanden sei. Gerade auch – hier liegt die Brisanz der Dissertation – bei Gruppierungen wie ATTAC , die als „linke“ Bürgerbündnisse in ihrem Programm und ihren Statuten den gesellschaftlich manifesten Antisemitismus ablehnen, seien anschlussfähige Argumentationen fragmentarisch vorzufinden. In seinem Vorwort nimmt Heiner Keupp vor allem Bezug zu den Ansätzen der Kritischen Theorie, insbesondere zur „Authoritarin Personality“ und zur „Dialektik der Aufklärung“ von Max Horkheimer und Theodor W. Adorno.

Was ist Antisemitismus?

Die Kritische Theorie hat in der Analyse der autoritätsgebundenen Persönlichkeit bis auf den heutigen Tag wegweisende Erkenntnisse zu Tage gefördert (vgl. Adorno 1973; Adorno&Tiedemann 1986a; Horkheimer, Schmitt&Schmid Noerr 1988a, 1988b, 1987; Horkheimer&Adorno 1969 (2006)). Auf der wissenschaftstheoretischen Grundlage ist es Knothe möglich (S. 7ff.), die strukturalen Affinitäten zu antisemitischen Weltbildern und Einstellungen aufzuweisen im Nachweis eines dualistisch-manichäischen Weltkonstrukts („gut und böse“). Diese Tendenzen ließen sich, so Knothe, vor allem im sekundären Antisemitismus zeigen. Zum sogenannten sekundären Antisemitismus gehören vor allem die Tendenzen, sich gerade nicht erinnern zu wollen, sondern die Welt in in einem manichäisch-dualistischen Konzept zu begreifen, als Erklärung zu Verschwörungstheorien zu greifen und vor allem in Bezug auf den Holocaust Täter und Opfer auszutauschen, abstrakte Herrschaftsverhältnisse in einem ökonomisch-kapitalistischen Wirtschaftssystem zu personalisieren. Anschlussfähig ist der gesellschaftliche sekundäre Antisemitismus z.B. an die Kritik an übernationalen Finanzmärkten, in der politischen Wahrnehmung der USA und Israel und in der unkritischen Solidarität mit z.T. islamistisch orientierten Bewegungen in den europäischen Zivilgesellschaften. Der sekundäre Antisemitismus gehöre nach Knothes Diskurs ebenfalls zum pragmatischen Antisemitismus und hat den manifesten Antisemitismus in Teilen der Bevölkerung abgelöst.

Hier macht Knothe darauf aufmerksam, dass sich die gesellschaftlichen Erscheinungsformen des Antisemitismus geändert haben. Vor allem die Blockade des Erinnerungsvermögens in Bezug auf den Nationalsozialismus und den Holocaust wird durch eine Studie in Deutschland belegt. So votierten 62% der Deutschen 2005, nichts mehr von den Verbrechen des NS-Regimes an Juden hören zu wollen (vgl. Heyder, Iser&Schmidt 2005, S. 151ff.). Mehr als die Hälfte stimmt dem Vergleich NS-Regime – Israel in Bezug auf die Politik Israels gegenüber den Palästinensern zu (vgl. Diner 2004, S. 310-328). Partikel des manifesten Antisemitismus diffundieren immer mehr in andere gesellschaftliche Bereiche hinein und verbinden sich mit anderen Narrativen (z.B. Globalisierungskritik). So kann Knothe resümieren, „dass es auch bei emanzipatorisch orientierten Politikformen zu nichtintendierten antiemanzipatorischen Effekten kommen kann…“ (Knothe, S. 15). Die Antwort auf die Frage, was denn Antisemitismus sei, sei im Post-Holocaust-Deutschland (Knothe, S. 22) bereits Bestandteil gesellschaftlicher Diskurse und Deutungen verfügbaren Wissens, also keineswegs objektiv, denn in den Deutemustern verbinden sich Deutungen bereits mit den Mustern latenten Antisemitismus und wirken so gegen Demokratisierung, Toleranzkultur in der (deutschen) Zivilgesellschaft. Begrifflich versteht man unter Antisemitismus nach wie vor alle modernen und postmodernen Formen von Judenfeindschaft (vgl. Benz 2004, S. 19), wobei verschiedene Weisen von Vorurteilen und Haltungen darin zusammengefasst sind und Komplexitätsreduktionen beinhalten. Das eigene Kollektiv werde so homogenisiert und abgegrenzt. Die imagine community stifte aber falsche Identität. Birgit Rommelspacher hat schon 1995 die ideologischen Elemente des Antisemitismus, Rassismus, Xenophobie treffend zusammengefasst: „Rassismus basiert auf der Herabsetzung von Menschen, indem ihnen qua Herkunft negative oder positive Eigenschaften zugeschrieben werden, die zugleich die eigenen Ideale Schönheit, Tüchtigkeit, Intelligenz und die Überlegenheit der eigenen Lebensweise bestätigen. In solchen Projektionen drückt sich ein Machtanspruch aus.“ (Rommelspacher 1995, S. 39). Im modernen und postmodernen Antisemitismus würden Juden und Jüdinnen als „Träger und Profiteure“ der Moderne gesehen (Knothe, S. 35). Der sekundäre Antisemitismus hebe sich vom manifesten Antisemitismus des 19. und 20. Jahrhunderts dadurch ab, dass die Erinnerung an die Shoah zerstört und das Täter-Opfer-Verhältnis verdreht würde. Erinnerungsabwehr und Schuldabwehr seien tragende Elemente dieser Ideologie. Die psychische Entlastung der Täter – Nachfolgegeneration geschehe so, indem Moral und Verantwortung auf die Opfer-Nachfolgegeneration verschoben wird: „Aus den Opfern werden so Täter, wenn zum einen den Überbringern der schlechten Nachrichten diese ursächlich zugerechnet werden und zum anderen die erhoffte positive Sanktionierung, die Versöhnung ausbleibt…“ (Knothe, S. 41).

In der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule geschieht die Vermittlung der kapitalistischen Gesellschaftsstruktur und der Subjektkonstitution hinsichtlich des sekundären Antisemitismus notwendigerweise über den Begriff der Persönlichkeit. Die Ich-Schwäche der autoritätsgebundenen Persönlichkeit sei das zentrale Element dieser gestörten Persönlichkeit, was zum einen in der Unterdrückung der eigenen Triebstruktur und zum anderen in der Anerkennung machtvoller Ordnungen und Hierarchieverhältnisse sich äußere. In der defizitären Ausbildung des Selbst liege nach der Kritischen Theorie der Schlüssel des Antisemitismus, d.h. das Scheitern der frühkindlich-präödipalen intersubjektiven Bemühung und Bindung zwischen Kind und Bezugspersonen mit der Folge, dass bedrohliche gesellschaftliche Repräsentanten von Lust- und Verschmelzungsphantasien nur durch Vernichtung erträglich seien. In den „Elementen des Antisemitismus“ (1969) diskutierten Horkheimer und Adorno die gesellschaftskritische These, dass die Verfolgung der Juden Produkt der gesellschaftlichen Ordnung gewesen sei und dass notwendigerweise der Antisemitismus zum bürgerlichen Vergesellschaftungsprozess dazugehöre, was der oben angesprochenen sozialpsychologischen Grundlinie der autoritätsgebundenen Persönlichkeit entspricht. Die Beherrschten suchten in diesem System von antisemitisemitischen Denkmustern und Verhaltensweisen keinen ökonomischen Gewinn, sondern eine Form des Opiums des Volkes (Knothe, S. 60). Auf der Seite der Herrschenden werde der Antisemitismus als Mittel zur Durchsetzung von Mascht gebraucht (vgl. Horkheimer&Adorno 1969, S. 179ff.). Das Volk müsse die Unterdrückung wiederholen, weil es seinerseits zum Triebverzicht gezwungen wird – antisemitische Tat und sinnentleerter Selbstzweck im kapitalistischen Wirtschaftssystem entsprechen sich.

Knothe diskutiert ausführlich die verschiedenen Theorien zur gesellschaftlichen Funktion des Antisemitismus (ökonomische Krisentheorien, sozialpsychologische Modelle). Relevant würden dann vor allem ökonomische Theorien zur Entstehung des Antisemitismus, wenn es plausible Konvergenzen zu projektiven sozialpsychologischen Modellen gäbe. Entscheidend sei aber hier nach Knothe, dass die Modelle nicht in der Deskription des Antisemitismus stehen blieben, sondern tatsächlich zur Analyse vordringen. Noch problematischer als reine Deskriptionen seien Korrespondenzansätze, wie sie Knothe vor allem in populärwissenschaftlicher Literatur entdeckt. Hier sei die Mahnung Jean Paul Sartres zu beherzigen: „Nicht die Erfahrung schafft den Begriff des Juden, sondern das Vorurteil fälscht die Erfahrung. Wenn es keinen Juden gäbe, der Antisemit würde ihn erfinden.“ (Sartre 1973, S. 111)

Im Antisemitismus nationalsozialistischer Prägung komme es nach der Kritischen Theorie zu Rationalisierungen verdrängter und tabuisierter Empfindungen: „Diese Subjektkonstitution zeichnet sich also in erster Linie dadurch aus, dass die innersten und heimlichsten, demzufolge auch die unerwünschtesten und verbotensten Wünsche und Begehren den anderen, dem Feind, und in diesem Fall, den Juden zugeeignet werden. … Im Nationalsozialismus jedoch wird diese individuelle Paranoia in die größere Referenz der kollektiven Paranoia überführt, sie wird Gesetz des Handelns, der Wahn wird legitimiert.“ (Knothe, S. 67) Sehr kritisch sieht Knothe auch die Erklärungsansätze wissensoziologischer Modelle, weil der Antisemitismus seiner Meinung nach nicht nur ein semantisches Problem sei.

Antisemitismus von links?

Gerade in globalisierungskritischen Bewegungen sieht nun Knothe sekundär antisemitische Argumentationsfiguren vorliegen und analysiert mit Hilfe der qualitativen Inhaltsanalyse Veröffentlichungen von Attac aus der Anfangszeit der Bewegung seit der Errichtung des Netzwerkes 2001. In einem ersten Schritt wurden die Netzstruktur und die Arbeitsweisen von Attac untersucht und Heterogenität als Strukturprinzip rekonstruiert (Knothe, S. 97). Brisant wird die Studie Knothes dadurch, dass vor allem in den Erklärungen von Attac gegen Rassismus, Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit usw. antisemitische Grundmuster am Werk seien, weil diese Verlautbarungen nur nach außen, aber nicht nach innen reflektiert würden. Der unspezifische Vertretungsanspruch von Attac in Globalisierungsfragen entziehe die Motivlagen der Aktivitäten der Reflexion (Knothe, S. 100). Knothe differenziert in seiner Analyse Muster des Antisemitismus, des Antizionismus, der Israelkritik und zeigt den undifferenzierten Gebrauch dieser Begriffe auf. Ein antiimperialistisches Weltbild werde unreflektiert schnell zum Ausdruck von Israelfeindschaft. Belege für diese These findet Knothe in Äußerungen der bundesdeutschen Linken nach 1967, die z.T. den oben offengelegten Mustern des sekundären Antisemitismus folgten: „Dabei ist erstens die Verbindung eines Antisemitismus von links zu denen des sekundären Antisemitismus aus Erinnerungsabwehr offensichtlich. Dies zeigt sich insbesondere in dem für beide Formen des Antisemitismus integralen Element der Täter-Opfer-Umkehr, die über eine sachlich berechtigte Kritik des Staates Israel hinausgeht. Wird diese Umkehrung zweitens weiter aufgeladen mit Versatzstücken des klassischen Antisemitismus, dann kann von einem aktualisierten Antisemitismus gesprochen werden.“ (Knothe, S.112)

Knothe findet vor allem in der Ökonomiekritik (Motiv des Wuchers) seitens Attac solche Argumentationsmuster und auch die entrüstete Haltung von Attac Verantwortlichen auf diese Kritik gehöre nach Knothe zum beschriebenen Schema. Deutlich wird dies dann, wenn in Schriften zur Beschreibung von Finanzspekulationen biologische Metaphern wie (Parasiten, Heuschrecken usw.) verwendet werden. Auch entsprechende grafische Aufbereitung gehöre durchaus zum Inventar des klassischen Antisemitismus und auch das Ressentiment gegen einen gemeinsamen Feind: „Das Ressentiment gegen den gemeinsamen Gegner stiftet angesichts der unterschiedlichen Positionen notwendige Einheit und Kohärenz. Die Bedeutung des antiamerikanischen Weltbildes für die Identität der globalisierungskritischen Bewegung zeigt sich auch daran, dass sich das Spektrum der potenziellen und tatsächlichen Bündnispartner im Kampf gegen die USA und deren Politik sich mittlerweile so weit geöffnet hat, dass auch mit genuin undemokratischen Akteuren kooptiert wird, bzw. dieses in Kauf genommen wird.“ (Knothe, S. 126) Wenn diese Analysen zuträfen, bedeuteten diese nach Knothe der Nachweis der Anschlussfähigkeit an nazistische, rassistische, rechtsradikale und antidemokratische Narrative. Das Problem, was Attac nach innen habe, ist nach Knothe vor allem ein Wahrnehmungsproblem, denn der Antisemitismus trete nur bei anderen und nicht in der eigenen Bewegung auf (Knothe, S. 170).

Fazit

Das Fazit dieses äußerst lesenswerten Buches macht still und weist auf die Möglichkeit antisemitischer Anschlussfähigkeit eigener Argumentation hin, der man nur durch wache Reflexion begegnen kann. Solange in Bewegungen wie Attac dieser Umstand bewusst nicht wahrgenommen wird, legt die Analyse von Holger Knothe die Finger in die Wunden und kann als unwiderlegt gelten.

Literaturverzeichnis

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Adorno, Theodor W. (2003): Was bedeutet Aufarbeitung der Vergangenheit? Gesammelte Schriften 10.2 Kulturkritik und gesellschaft II. (=1986c). In: Adorno, Theodor W; Tiedemann, Rolf; Adorno, Gretel (Hg.): Gesammelte Schriften. Berlin: Directmedia Publ. (Digitale Bibliothek, 97), Band 10.2., S. 555–572.

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Adorno, Theodor W. (2003): Schuld und Abwehr. Eine qualitative Analyse zum Gruppenexperiment. (=1986b). In: Adorno, Theodor W; Tiedemann, Rolf; Adorno, Gretel (Hg.): Gesammelte Schriften. Berlin: Directmedia Publ. (Digitale Bibliothek, 97), Band 9.2, S. 121–324.

Adorno, Theodor W.; Tiedemann, Rolf (1986a): Studies in the Authoritarian Personality. Gesammelte Schriften Band 9.1, Soziologische Schriften II. (1986a). In:, Bd. 9.1., S. 143–508.

Benz, Wolfgang (2004): Was ist Antisemitismus? München: Beck.

Diner, Dan (2004): Der Sarkophag zeigt Risse. Über israel, Palästina und die Frage eines "neuen Antisemitismus". In: Rabinovici, Doron; Speck, Ulrich; Sznaider, Natan (Hg.): Neuer Antisemitismus? Eine globale Debatte. 1. Aufl., Orig.-Ausg. Frankfurt am Main: Suhrkamp (Edition Suhrkamp, 2386), S. 310–328.

Fechler, Bernd; Lieberz-Groß, Till (2001): "Erziehung nach Auschwitz" in der multikulturellen Gesellschaft. Pädagogische und soziologische Annäherungen. 2. Aufl. Kößler, Gottfried (Hg.). Weinheim: Juventa-Verl. (Veröffentlichungen der Max-Traeger-Stiftung, 32).

Heyder, Aribert et al. (2005): Israelkritik oder Antisemitismus? Meinungsbildung zwischen Öffentlichkeit, Medien und Tabus. In: Heitmeyer, Wilhelm (Hg.): Deutsche Zustände. Orig.-Ausg., 1. Aufl. Frankfurt am Main: Suhrkamp (Edition Suhrkamp, 2388), Bd. 3, S. 144–165.

Horkheimer, Max; Adorno, Theodor W. (2006): Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente. 16. Aufl., ungekürzte Ausg. Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch Verl. (Fischer-Taschenbücher Fischer Wissenschaft, 7404).

Horkheimer, Max; Schmidt, Alfred; Schmid Noerr, Gunzelin (1987): "Dialektik der Aufklärung" und Schriften 1940 - 1950. (=1987). Frankfurt am Main: Fischer (Gesammelte Schriften, / Max Horkheimer. Hrsg. von Alfred Schmidt und Gunzelin Schmid Noerr ; Bd. 5).

Horkheimer, Max; Schmidt, Alfred; Schmid Noerr, Gunzelin (1988): Gesammelte Schriften. Autorität und Familie. (=1988a;c). Frankfurt am Main: Fischer.

Rommelspacher, Birgit (1995): Dominanzkultur. Texte zu Fremdheit und Macht, Berlin: Orlanda-Frauenverlag.

Sartre, Jean-Paul (1973): Betrachtungen zur Judenfrage, in: dito: Drei Essays, Frankfurt a.M.: Ullstein, S. 108-190).

Zimmermann, Rolf (2005): Philosophie nach Auschwitz. Eine Neubestimmung von Moral in Politik und Gesellschaft. Orig.-Ausg. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt (Rororo).

Zülsdorf-Kersting, Meik (2007): Sechzig Jahre danach Jugendliche und Holocaust. Eine Studie zur geschichtskulturellen Sozialisation. Zugl.: Dortmund, Univ., Diss., 2007. Münster, Westf: LIT (Geschichtskultur und historisches Lernen).


Rezensent
Prof. Dr. Wilhelm Schwendemann
Professor für Evangelische Theologie und Didaktik an der Evangelischen Hochschule Freiburg im Fachbereich II (Theologische Bildungs- und Diakoniewissenschaft)
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Zitiervorschlag
Wilhelm Schwendemann. Rezension vom 31.12.2009 zu: Holger Knothe: Eine andere Welt ist möglich - ohne Antisemitismus? transcript (Bielefeld) 2009. 208 Seiten. ISBN 978-3-8376-1241-7. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, http://www.socialnet.de/rezensionen/8660.php, Datum des Zugriffs 09.02.2012.


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