Editorials
02.11.2016 Zwischen Teilhabe und Ausgabendynamik
Ein Kommentar zum Entwurf des Bundesteilhabegesetzes Die vor zehn Jahren verabschiedete UN-Behindertenrechtskonvention stellte die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung an allen gesellschaftlichen Bereichen in den Mittelpunkt. Dies war ein deutlicher und mächtiger Schritt und beflügelte die politischen Diskussionen und Visionen. Mit dem Bundesteilhabegesetz wurde diese Diskussion… weiter lesen
31.10.2016 Klienten stören nur
KlientInnen (BewohnerInnen, PatientInnen, ...), so hat man gelegentlich den Eindruck, stören nur den ansonsten reibungslosen Betriebsablauf. "Keine Zeit - nicht zuständig - (irgendwann) später" sind dann die häufigsten Abwehrreaktionen. Umso überraschter war ich kürzlich, als die vorsichtige Anfrage einer Bewohnerin in der stationären Altenhilfe mit einem "Aber dafür sind wir doch da!" aufgegriffen… weiter lesen
31.07.2016 Wird dies mein letztes Editorial?
Schreiben ist out? In den ersten europäischen Schulen wird schon keine Schreibschrift mehr gelehrt, weil mit der Hand zu schreiben zur seltenen Ausnahme wird und kaum noch längere Texte betrifft. Selbst die Unterschrift wird zunehmend durch digitale Signaturen und PINs abgelöst. Spracherkennung ermöglicht bereits seit Jahren das "Diktat direkt in den Computer". Insbesondere spezialisierte Anwendungen… weiter lesen
17.07.2016 Sozial.de – ein Treffpunkt für die Sozialbranche
Es ist schon eine ganz besondere Idee und Herausforderung, das bunte Bild moderner sozialer Arbeit, ihrer Strukturen und Entwicklungen in einem Nachrichtenportal abzubilden. Allein das BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit listet unter dem Stichwort „Soziales/Pädagogik“ 267 Berufe. Soziale Arbeit ist, wie Sie wissen, nicht nur vielfältig an beruflichen Einsatzfeldern, sondern auch ziemlich bewegt… weiter lesen
19.05.2016 Nehmen Sie die Sicht des Kunden ein!
Wie sehen Kunden (Klienten, Patienten, Mitglieder, etc.) Ihre Organisation oder Ihr Angebot? Zur Beantwortung dieser Frage sind nicht immer gleich umfangreiche Befragungen und Evaluationen erforderlich, sondern erste Erkenntnisse bekommen Sie vielleicht schon, in dem Sie selber einmal konsequent aus Sicht des Kunden zu denken und zu sehen versuchen. Machen wir dazu ein Experiment bei einem größeren… weiter lesen
20.04.2016 Lassen Sie sich nicht erpressen!
Nein, es geht nicht um Verhandlungen mit oligopolistischen Kostenträgern, sondern um die moderne digitale Wegelagerei, die erst kürzlich wieder mit Erpresserviren in die Schlagzeilen kam. Die Kryptoerpressung Der Computerschädling (Ransomware, Erpressungstrojaner, Kryptoviren etc.) verschlüsselt alle erreichbaren Dateien (Festplatte, USB-Stick, externe USB-Platte, Netzlaufwerke) und bietet dem Nutzer… weiter lesen
29.03.2016 Gedankensplitter zur Mediennutzung
Facebook war schneller Am zweiten Märzwochenende hatte socialnet seine jährliche Strategietagung. Schon am Sonntagabend war auf unserer Facebookseite ein aktuelles Foto des socialnet Teams - leider fehlen einige Mitglieder auf dem Foto - zu sehen und ein kurzer Bericht zu lesen. Social Media besticht durch seine Schnelligkeit. Bereits eine Stunde später hatten den Beitrag über 100 Personen gelesen. Jetzt… weiter lesen
21.02.2016 Mehrwert durch Verlinkung
Obwohl das Prinzip des Hypertextes von Anfang an ein Wesensmerkmal des Internets darstellte, wird sinnvolle Verlinkung häufig immer noch nicht konsequent genutzt. Dies mag einmal an langsamen Lernprozessen und der fehlenden Umstellung auf den neuen medialen Charakter von Onlinemedien liegen, zum Anderen bedeutet sinnstiftende Verlinkung auch schlicht mehr Arbeit. Ein weiterer Grund liegt in der Übertragung… weiter lesen
18.01.2016 Wieso gibt es uns eigentlich immer noch?
Einmal im Jahr nehmen wir uns die Zeit für einen Rück- und Ausblick. Und dabei ist die erste Feststellung: Uns gibt es immer noch! Nachhaltigkeit Viele Internetangebote existieren nur für einige Jahre und verschwinden wieder von der Bildfläche. Die Gründe sind vielfältig: Ein-Personen-Projekte werden eingestellt, weil eben diese einzige Person aus Altersgründen ihre Tätigkeit einstellt, sich beruflich… weiter lesen
17.12.2015 Wirkung ist wichtiger als Profession
Die Suche nach einer Wachstumsbranche in Deutschland führt schnell zum Sozialsektor und zur Sozialwirtschaft. Die Wohlfahrtsverbände allein – und sie sind ja nur ein Ausschnitt der Sozialwirtschaft - hatten noch im Jahr 1970 0,36 Mio. Beschäftigte, 2012 waren es bereits 1,67 Mio Beschäftigte (Bundesarbeitsgemeinschaft 2014). Es liegt auf der Hand, dass ein solcher Sektor zu groß ist, um gesellschaftlich… weiter lesen
17.11.2015 Einwanderung ohne Grenzen oder „Deutschland sortiert sich“
Deutschland erlebt im Moment einen Flüchtlingsstrom nie gekannten Ausmaßes. Hektisch versucht der Gesetzgeber den Ansatz einer Ordnung in das Chaos hineinzubringen. Die baulichen Standards für die Unterkünftige werden gesenkt, auch nicht nach deutschem Recht approbierte Ärzte sollen in den Erstaufnahmeeinrichtungen helfen können, um nur einige Beispiele zu nennen. Und natürlich wird Personal in den… weiter lesen
16.10.2015 Internationaler Tag für die Beseitigung der Armut 2015
Am 17. Oktober konzentriert die UN die Aufmerksamkeit auf die Armut. Armut ist ein Begriff, der so Vieles umfasst, dass es notwendig ist, die Anwendung vor dem Hintergrund folgender Bezugsdimensionen zu reflektieren. 1. Armut ist folgenreich. Mit Armut wird keine aktuelle Knappheit von isolierten Ressourcen gekennzeichnet, sondern ein sozialer Raum mit Konsequenzen für die unterschiedlichsten Lebensbereiche,… weiter lesen
20.09.2015 Weltkindertag 2015
Der Weltkindertag (20. September) bietet Anlass, darüber nachzudenken, wie es um die Rechte von Kindern in der Welt, aber auch in Deutschland selbst steht. Seit nunmehr fast 26 Jahren sichert die UN-Kinderrechtskonvention allen Kindern der Welt die gleichen Rechte zu. Kinder haben seitdem nicht nur Rechte auf Schutz und bestmögliche Lebens- und Entwicklungsbedingungen, sondern auch das Recht, in allen… weiter lesen
10.07.2015 Zusammenarbeit von Ehren- und Hauptamt auf der Leitungsebene
Bedeutung Die Schnittstelle zwischen Ehrenamt und Hauptamt gibt immer wieder Anlass für kritische Auseinandersetzungen. Auch wenn der Marktanteil gewerbliche Anbieter in der Sozialwirtschaft stetig zunimmt, werden noch in erheblichem Umfang Leistungen von gemeinnützigen Trägern erbracht, deren Kontrolle im weit überwiegenden Fall bei Ehrenamtlichen liegt. Daher ist ein tiefergehendes Verständnis der… weiter lesen
23.05.2015 Zwei gute Nachrichten für SozialarbeiterInnen
Es kommt – nicht – oder doch Immer wieder werden technologische Durchbrüche angekündigt, die erstaunlich lange auf sich warten lassen oder im Kabinett futuristischer Kuriositäten verschwinden: das atomgetriebene Auto, der Fusionsreaktor oder das papierlose Büro. Anfängliche Euphorie weicht der Ernüchterung. Vollmundige Versprechen zerplatzen wie Seifenblasen. Mehr Wälder denn je werden zu Papier verarbeitet… weiter lesen
20.04.2015 Wie kommt das Leben in die Schule?
Die Schule erscheint vielen Schülerinnen und Schülern als ein endloser, dunkler Tunnel mit sinnlos abgesessenen Stunden. Der einzige Lichtblick sind manchmal die Pausen, in denen man sich mit anderen austauschen kann. Das ganze Jahr über werden Hausaufgaben gemacht, Vokabeln gelernt, Klassenarbeiten geschrieben, die am Ende des Schuljahres zu einzelnen Ziffern kondensieren. Was bleibt von all der Mühe?… weiter lesen
17.03.2015 Wie heißt das Zauberwort? Inklusion!
Inklusion ist eine prima Sache. Man kann sie gefahrlos in politischen Sonntagsreden fordern, einleitend in Konzeptionen und Satzungen aufnehmen oder als Adjektiv aufwertend hinzufügen, z.B. bei inklusiver Pädagogik. Und schließlich weiß man sich durch die Behindertenrechtskonvention moralisch und rechtlich bestens legitimiert. Käme es da nicht immer wieder zu der einen oder anderen Irritation. In… weiter lesen
12.03.2015 Kooperation
Das Wort "Kooperation" hat für den Einen einen lockenden, für den Anderen einen drohenden Klang. Kooperationen tauchen als organisatorisch-strategische Wundermittel auf oder werden als verdeckte Kapitulation angesehen. Leiten Kooperationen den Verlust der Selbständigkeit einer Organisation ein oder sind sie ein Anzeichen für den weisen Einsatz stets begrenzter Ressourcen? Auch in der Praxis von Nonprofit-Organisationen… weiter lesen
19.01.2015 Unterforderung am Arbeitsplatz vermeiden
Viele reden vom Burnout in Organisationen – es gibt allerdings auch genau das Gegenteil: den Boreout oder die Unterforderung am Arbeitsplatz. Laut Stressreport Deutschland 2012 fühlen sich 5% der abhängig Beschäftigten quantitativ und 14% der Beschäftigten qualitativ unterfordert. Selbst wenn man davon ausgeht, dass einige Berufstätige von beiden Phänomenen gleichzeitig betroffen sind, wären das 4-5… weiter lesen
06.01.2015 Einladung zum Ausnutzen!
Sie haben recht gelesen: Wir wollen von Ihnen noch mehr ausgenutzt werden! Dafür betreiben wir schließlich socialnet. Wir stellen Ihnen heute eine neue, mehrere altbewährte und eine künftig Möglichkeit vor, wie sie socialnet nutzen können. socialnet ein ganzes Studienleben lang Wir freuen uns, Ihnen mit diesem Editorial socialnet Studium vorstellen zu können – ein ganz neues Projekt von socialnet!… weiter lesen
