socialnet - Das Netz für die Sozialwirtschaft
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Gutes Vervielfältigen

23.09.2014    Christian Koch

Die Sozialwirtschaft steckt voller Innovationen. Vielleicht haben auch Sie ein wirksames Verfahren entwickelt, ein ganz neues Konzept erstellt oder eine Geschäftsidee erfolgreich erprobt. Nun stellt sich die Frage, wie können möglichst viele Personen davon profitieren. Und vielleicht möchten auch Sie als ErfinderIn, EntwicklerIn oder AutorIn an der Verbreitung partizipieren und die Früchte der Entwicklungsarbeit ernten.

Publizieren

Im einfachsten Fall veröffentlichen Sie Ihre Erfahrungen. Damit laden Sie Dritte ein, an Ihrem Lernprozess zu partizipieren. Dabei könnten Sie wie folgt vorgehen

  1. Durch die Veröffentlichung in einer einschlägigen Fachzeitschrift erreichen Sie Institutionen, die diese Fachzeitschrift abonniert haben. Ihr Beitrag wird durch Bibliotheken erschlossen und ggf. durch den Wissenschaftsbetrieb rezipiert.
  2. Mit dem Zeitschriftenverlag vereinbaren Sie, dass Sie den Beitrag sechs Monate nach dem Erscheinen beliebig weiterverwenden dürfen. Die zweite Veröffentlichung erfolgt im Internet mit kostenfreiem Zugriff, z.B. über die socialnet Materialien. Damit erreichen Sie z.B. die AbonnentInnen dieses Newsletters und vor allem Personen, die über Suchmaschinen im Internet suchen.
  3. Bei einem komplexeren Thema bietet sich als Dritte Stufe die Einrichtung einer kleinen Website mit Blog an. Dann können Sie weitere Erfahrungen mit Ihrem Konzept laufend veröffentlichen und über die Kommentarfunktion oder per E-Mail auch in einen Dialog mit InteressentInnen treten.

Die Weitergabe von Wissen über eine (Online-)Veröffentlichung bietet folgende Vorteile:

  • kurzfristige Umsetzung
  • keine oder geringe Kosten
  • wenig Zeitaufwand
  • ggf. geringes Autorenhonorar
  • höhere Verbreitung
  • bei Onlineveröffentlichungen auch langfristig gute Verfügbarkeit
  • bei einem Blog auch laufende Aktualisierung und Dialog mit Dritten.

Fortbildung

Die Erfahrung mit einem neuen Angebot oder die Kompetenz zu einem bestimmten Umgang mit KlientInnen lässt sich immer noch am besten im direkten Kontakt durch Vorträge, Inhouse-Schulungen oder längerfristige Weiterbildungen vermitteln.

Die Vorteile von Trainingsangeboten und Schulungen liegen auf der Hand:

  • Sie bekommen Ihr Know-how und Ihre Entwicklungsarbeit durch Referentenhonorare vergütet.
  • Die Entwicklung eines Curriculums kann für Sie selbst hilfreich sein, um die eigenen Erfahrungen klarer zu strukturieren und damit erst Dritten zugänglich zu machen.
  • Insbesondere bei wiederholtem Kontakt mit anderen Einrichtungen können sie deren Erfahrungen mit Ihrem Angebot aufgreifen und in die Weiterentwicklung einfließen lassen.

Sofern es sich um ein umfassenderes Angebot handelt, bietet sich die Vermarktung über eine eigene Marke an: Sie geben Ihrem "Kind" einen guten Namen, unter dem das Angebot beworben wird. Wichtig sind u.a. der Schutz des Namens durch die Anmeldung einer Marke und die Sicherung des Domainnamens, möglichst in unterschiedlichen Schreibweisen.

Franchising

Sollte sich Ihre Innovation zu einer Geschäftsidee weiterentwickeln lassen, stellt Franchising die weitreichendste Form der Vermarktung dar. Zumindest für den Fall, dass Ihnen das Kapital fehlt, bundesweit Niederlassungen aufzumachen, in denen die von Ihnen entwickelte Leistung angeboten wird. Bei Franchising wird in der Regel mehr als nur ein Fachkonzept angeboten. Typische Leistungsbestandteile sind

  • Fachkonzept
  • Geschäftsmodell mit Kalkulation
  • Qualitätsmanagement, meist mit komplettem Qualitätshandbuch und Qualitätssicherung über Audits
  • Schulungen
  • Marke und Corporate Design
  • ggf. Verwaltungsleistungen, z.B. Leistungsabrechnung, Personalabrechnung, Finanzbuchhaltung, Forderungsmanagement
  • ggf. Begleitung der Gründungsphase vor Ort, z.B. Standortanalyse und Marktanalyse.

Gegenüber Publikationen (keine oder kaum Vergütung) und Fortbildungen (eher geringe und meist nur einmalige Vergütung) umfasst Franchsing üblicherweise eine Umsatzbeteiligung für den Franchisegeber. Diese regelmäßigen, substantiellen Einnahmen stellen einen Gegenwert für den teilweise erheblichen Entwicklungsaufwand der Geschäftsidee dar und finanzieren die laufende Weiterentwicklung und das Marketing des Angebotes.

Dass es in Deutschland gute Ideen für soziale Veränderungen gibt, verdeutlicht die aktuelle Rezension des Titels Kopf/Müller u.a. (Hrsg.): Soziale Innovationen in Deutschland durch Harald Christa.

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