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Mehrwert durch Verlinkung

21.02.2016    Christian Koch

Obwohl das Prinzip des Hypertextes von Anfang an ein Wesensmerkmal des Internets darstellte, wird sinnvolle Verlinkung häufig immer noch nicht konsequent genutzt. Dies mag einmal an langsamen Lernprozessen und der fehlenden Umstellung auf den neuen medialen Charakter von Onlinemedien liegen, zum Anderen bedeutet sinnstiftende Verlinkung auch schlicht mehr Arbeit. Ein weiterer Grund liegt in der Übertragung von Printmedien in die Onlinewelt ohne grundlegende redaktionelle Überarbeitung und Anpassung an das neue Medium.

Am Beispiel einer aktuellen Rezension sollen die Möglichkeiten einer umfassenden Verlinkung aufgezeigt werden. Auf die - im Übrigen sehr lesenswerte - Besprechung von Tania Kambouri: Deutschland im Blaulicht durch Hans-Peter Heekerens könnten Sie z.B. treffen, in dem Sie regelmäßig einen Blick auf die gerade neu veröffentlichten Rezensionen werfen oder bei den Rezensionen nach Schlagworten recherchieren.

Der Rezensent nutzt die Möglichkeiten der Verlinkung konsequent, um

  • Zitate zu belegen, z.B. Amazon-Bewertungen des Buchs als Teil der Rezeptionsgeschichte,
  • vertiefende Quellen zugänglich zu machen, z.B. Wikipediaartikel und persönliche Websites erwähnter Personen und
  • das Themenfeld umfassender zu erschließen, z.B. durch weitere socialnet Rezensionen.

socialnet unterstützt die weitere Recherche bei allen Rezensionen durch weiterführende Links:

  1. In einem Kasten "Mehr zum Thema" in der rechten Spalte werden zwei Titel vorgeschlagen und mit einer teilweise sehr umfassenden Literaturliste verlinkt. Die Vorschläge beruhen auf der Verschlagwortung der Rezensionen. Da in diesem Fall der Begriff "Gewalttätigkeit" sehr allgemein ist, sind vielleicht die ersten beiden Titel nicht ganz einschlägig, aber die Literaturliste bietet vielfältige Möglichkeiten, weiter in das Themenfeld des rezensierten Buches einzusteigen.
  2. Die Rezension endet mit Angaben zum Rezensenten. Sofern dieser damit einverstanden ist, finden Sie dort auch Links zu seiner Homepage und ein Kontaktformular, um dem Rezensenten eine Nachricht zu schicken.
  3. Sofern es mehrere Besprechungen des gleichen Titels oder auch früherer Auflagen gibt, würde am Ende der Rezension damit verlinkt. Dies trifft in unserem Beispiel nicht zu.
  4. Ebenfalls unter der Rezension finden Sie einen Link zu allen weiteren Rezensionen des Rezensenten, in diesem Fall insgesamt 80 Titel.

Weitere Informationen zu dem konkreten Buch finden Sie - ebenfalls auf mehreren Wegen - immer an Anfang der Seite:

  1. Die bibliographischen Angaben verlinken regelmäßig mit der Website des Verlags. Neben weiterführenden Informationen zur besprochenen Publikation kann das Verlagsprogramm Sie auch auf andere interessante Titel aufmerksam machen.
  2. Sofern der Titel lieferbar ist, verlinken wir natürlich auch mit dem socialnet Buchversand, einer Kooperation mit Lehmanns. Auf den Seiten des Shops finden Sie neben der Bestellmöglichkeit auch Hinweise auf eBook-Ausgaben, die in diesem Falle 3 Euro günstiger ist. Bei Sponsorenverlagen verlinken wir auch direkt mit dem Shop des Verlags, der oft ergänzende Informationen zum Titel anbietet.
  3. Seit einigen Tagen haben wir die bibliographischen Angaben um Recherchelinks ergänzt, die wir Ihnen gerne vorstellen möchten.

Was verbirgt sich hinter dem knappem Hinweis "Recherche bei DNB KVK GVK"? Bereits wenn Sie den Mauszeiger über eine der Abkürzungen bewegen, werden die Abkürzungen aufgelöst.

Die Recherche bei der DNB = Deutsche Nationalbibliothek liefert den "offiziellen" Eintrag im Katalog dieser staatlichen Bibliothek. Sie hat den Auftrag, alle deutschsprachigen Veröffentlichungen nachzuweisen. Der Katalog liefert in dem Beispiel auch direkt einen Hinweis auf die eBook-Ausgabe. Bei Wahl einer Ausgabe werden weitere bibliographische Angaben angeboten und es kann nach weiteren Veröffentlichungen der Autorin gesucht werden.

Der Link zum KVK = Karlsruher Virtueller Katalog bietet eine Metasuche in mehreren führenden Katalogen im deutschsprachigen Raum. Die Trefferliste ermöglicht es, sich "seinen" Katalog auszusuchen, in dem der Titel nachgewiesen ist und z.B. nach Standortnachweisen in der eigenen Region zu suchen.

Der GVK = Gemeinsame Verbundkatalog bietet für Deutschland die Möglichkeit, Standorte nachzuweisen und direkt eine Fernleihe zu starten.

Bei englischsprachigen Titeln, z.B. Kate Cregan, Denise Cuthbert: Global Childhoods, besprochen von Manfred Liebel, verlinken wir derzeit mit der LOC = Library of Congress als einem der führenden Kataloge im englischsprachigen Raum. Auch diese Rezension sei bei der Gelegenheit den LeserInnen an das Herz gelegt.

Wir werden auch in Zukunft der Vernetzung von Informationen innerhalb von socialnet und mit externen Quellen besondere Aufmerksamkeit schenken, damit socialnet für Sie weiterhin einen guten Startpunkt für die thematische Recherche bietet.

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