socialnet - Das Netz für die Sozialwirtschaft

Sozial.de – ein Treffpunkt für die Sozialbranche

17.07.2016    Ines Nowack

Inhalt
  1. Soziale Baustellen, wohin man sehen kann
  2. Bewegende Fragen in bewegten Zeiten stellen
  3. Fachwissen wirksam publizieren
  4. Unabhängige Nachrichtenarbeit gestalten

Es ist schon eine ganz besondere Idee und Herausforderung, das bunte Bild moderner sozialer Arbeit, ihrer Strukturen und Entwicklungen in einem Nachrichtenportal abzubilden. Allein das BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit listet unter dem Stichwort „Soziales/Pädagogik“ 267 Berufe.

Soziale Arbeit ist, wie Sie wissen, nicht nur vielfältig an beruflichen Einsatzfeldern, sondern auch ziemlich bewegt und beweglich in ihren Aufgabenfeldern. Und wie oft muss sich soziale Arbeit Reformen und Reförmchen stellen oder um ihren Stellenwert und das nächste Projekt kämpfen? Sie wissen es. Soziale Arbeit mischt sich ein in die grundsätzlichen Fragen der Gesellschaft, sie gestaltet sie und verändert sie mit. Wo sie kann und nach ihren Kräften. Die Branche kennt personelle Sorgen, bietet aber auch Karrierechancen.

Soziale Baustellen, wohin man sehen kann

Soziale Arbeit in Deutschland muss sich heute großen Herausforderungen stellen. Schaut man in die Nachrichtenwelt, vertieft sich schnell der Eindruck: Noch nie waren fachliche Kompetenz und gestalterischer Einfluss der sozialen Akteurinnen und Akteure so gefragt und auch so wichtig, um zukünftige Weichen für das politische soziale System und das soziale Wesen dieser Gesellschaft zu stellen. Die Verantwortung, die Einzelne, aber auch die Einrichtungen, Institutionen und Verbände - auch für Beschäftigte - zu tragen haben, scheint zuweilen übergroß. Man merkt so mancher Pressemeldung die Aufregung an.

Man muss nur in die sechs Nachrichtenrubriken von Sozial.de der vergangenen zwei Monate schauen, dann befindet man sich in einem sozialen Baustellen-Schilderwald mit Lettern wie „Inklusion und Teilhabe“, „Integration von Geflüchteten“, „Prävention & Gesundheit“, „Demografischer Wandel“, „Zukunft der Pflegeausbildung, „Schutz vor sexueller Gewalt“, „Schutz vor Gewalt und Rassismus“, „Bürgergesellschaft“, „Arbeit 4.0“ oder „Mehr Kinderrechte“ …

Europäische politische Prozesse wirken nicht selten katalysierend auf deutsche Entwicklungen. Strukturen geraten hierzulande zuweilen in Erklärungsnot oder in Bewegung, neue Akteure formieren sich, auch neue Netzwerke und Bündnisse positionieren sich öffentlich, alte Themen bekommen neue Nuancen, inhaltliche Grenzen verschwimmen … Wo rückt man zusammen? Wo muss man sich profilieren? Und wo muss man retten?

Bewegende Fragen in bewegten Zeiten stellen

Die Redaktion von Sozial.de will zu aktuellen Ereignissen in der sozialen Arbeit nicht nur in ihren bewährten Nachrichtenrubriken auf dem Laufenden halten, Wissenswertes zusammentragen und bundesweit relevante Termine im Veranstaltungskalender ankündigen.

Sie will sich zukünftig auch stärker aktuellen sozialen Brennpunktfragen widmen und diese Fragen auf ihrer Onlineplattform stellen: den Praktikerinnen und Praktikern, Leitungskräften und Sozialmanagerinnen und -managern, Trägern und Verbänden, (wissenschaftlichen) Expertinnen und Experten, politisch Verantwortlichen, aber auch den Ausbildungsstätten, Hochschulen und Universitäten. So gab die Leiterin der neu geschaffenen Monitoringstelle zur UN-Kinderrechtskonvention am Berliner Institut für Menschenrechte, Claudia Kittel, anlässlich des Internationalen Kindertages am 1. Juni 2016 das interessante Interview „Mehr Gehör und mehr Gewicht den Kinderrechten“ zu den Ansprüchen und Zielen ihrer neuen Aufgabe und informierte über Strukturen in der Kinderrechtebewegung.

Sie kennen auch interessante Interviewpartnerinnen und -partner? Sie haben einen Themen- oder Interviewwunsch für Sozial.de? Ich freue mich über Ihre Nachricht.

Fachwissen wirksam publizieren

Als Teil des socialnet-Konzeptes will die Redaktion des Nachrichtenportals der Sozialbranche fundiertes Fachwissen der Praxis zugänglich machen sowie Forschung und Praxis näher zueinander bringen. In Zukunft soll es deshalb wieder mehr Nachrichten über Forschungsprojekte, Studien etc. geben. Fachautorinnen und Fachautoren sind ausdrücklich eingeladen, das Forum mit eigenen Beiträgen zu bereichern oder mit fachlicher Beratung zu unterstützen. Ich freue mich über Ihre Vorschläge.

Das Portal bietet zudem die Möglichkeit, einem breiten und interessiertem Fachpublikum (rund 100.000 Seitenaufrufe im Monat) von ausgewählten Kongressen, Fachtagungen und Konferenzen zu berichten oder auch wissenschaftliche Ergebnisse und Fachdiskussionen in verständlicher Art und Weise aufzubereiten.

Für einen ersten Kongressbericht war ich zu Gast auf der lebendigen 2. Konferenz zur Frauengesundheit - ausgerichtet von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und dem Bundesministerium für Gesundheit. In Köln kam ich mit vielen Referentinnen, Projektaktiven und Gästen ins Gespräch, konnte hinterfragen und viele nützliche und wegweisende Informationen zum Umgang mit dem Thema „Seelische Gesundheit von Mädchen und Frauen“ zusammentragen. Es entstand der umfangreiche Beitrag: Frauen zwischen Selbstoptimierung und Stressbewältigung zerrieben? 2. Konferenz zur Frauengesundheit suchte Antworten.

Unabhängige Nachrichtenarbeit gestalten

Die Kölner Begegnungen mit so vielen engagierten Frauen waren so etwas wie motivierender Rückenwind in den ersten Wochen meiner neuen Funktion als Chefredakteurin. Aber auch die vielen Eingänge an Informationen aus allen Ecken der sozialen Arbeit zeigten mir schnell das große Vertrauen, das in dieses Nachrichtenportal gesetzt wird.

Das, was Akteurinnen und Akteure in den sozialen Arbeitsfeldern bewegt, gilt es weiter in den Mittelpunkt der Redaktionsarbeit zu stellen. Unabhängig und ausgewogen. Nicht alle Informationen, die wir bekommen, haben bereits ein passendes Format für die Veröffentlichung auf Sozial.de. Auch daran arbeiten wir bereits. So soll auch ein sozialer Markt der Ideen, Projekte und Dienstleistungen belebt werden und die vielen Weiterbildungsangebote einen Platz finden.

Bleiben Sie gespannt und der unabhängigen Arbeit des socialnet Teams gewogen. Unterstützen Sie uns dabei, in dem Sie die Angebote nutzen, den besonderen Platz für soziale Information und Öffentlichkeitsarbeit mitgestalten und uns weiter empfehlen. Auf Ihre Beiträge, Anregungen und Ideen für Sozial.de freut sich

Ines Nowack
Chefredakteurin Sozial.de
Weitere Informationen zur Person auf der Teamseite von socialnet.

Newsletter

Schon 13.000 Fach- und Führungskräfte informieren sich monatlich mit unserem kostenlosen Newsletter über Entwicklungen in der Sozialwirtschaft

Gehören Sie auch schon dazu?

Ansonsten jetzt für den Newsletter anmelden!