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socialnet Newsletter – Dezember 2025
Guten Tag,
in diesem Newsletter erfahren Sie, wie Organisationen in der Sozialwirtschaft eine effektive Online-Krisenkommunikation umsetzen können. Lassen Sie sich außerdem über den renommierten Cäcilia-Schwarz-Förderpreis und unsere aktuellen Angebote im Stellenmarkt informieren.
Das gesamte Team von socialnet bedankt sich für Ihre Unterstützung und Ihr Interesse an unseren Inhalten im Jahr 2025! Wir freuen uns auf ein fachlich reichhaltiges weiteres Jahr mit Ihnen und wünschen entspannte Feiertage und einen guten Rutsch!
Cläre McDaniel, Redaktion socialnet Newsletter
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Inhalt
Editorial: Effektive Online-Krisenkommunikation in der Sozialwirtschaft Tipp: Cäcilia-Schwarz-Förderpreis für Innovation in der Altenhilfe Unser Angebot: Stellenmarkt Dauerschaltung Rezensionen Ausgewählte Stellenanzeigen Personalblog Materialien Lexikon Studium Sozial.de ErzieherIn.de Messen, Kongresse, Tagungen
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Editorial: Effektive Online-Krisenkommunikation in der Sozialwirtschaft
Der Begriff "Shitstorm" ist in den alltäglichen Sprachgebrauch eingezogen. Er beschreibt laut Definition der Bundeszentrale für politische Bildung einen "(...) einen Sturm der Entrüstung in den digitalen Medien, z. B. indem eine Person, ein Unternehmen etc. von einer großen Anzahl von Internetnutzern kurz, massiv und oft (sehr) aggressiv, beleidigenden Kommentaren ausgesetzt wird."
So ein Shitstorm, aber auch negative Reaktionen können in einer digital vernetzten Welt auch Organisationen der Sozialwirtschaft treffen. Diese sind zumeist auf das Vertrauen ihrer Netzwerke angewiesen. Daher ist es besonders wichtig, Krisenkommunikation auf die digitalen Kanäle zuzuschneiden, um effektiv mit der jeweiligen Zielgruppe zu interagieren und die Reputation der Organisation zu schützen. Die Fähigkeit, schnell und präzise online zu kommunizieren, ist zudem entscheidend, um Vertrauen zu bewahren, Gerüchten entgegenzuwirken und sozialpolitischen Veränderungen öffentlich zu begegnen. Hier sind einige bewährte Strategien für die effektive Krisenkommunikation im Online-Raum.
Präventionsstrategien für eine effektive Online-Krisenkommunikation
- Omnichannel-Ansatz
Nutzen Sie sorgfältig ausgewählte digitale Kanäle wie Social Media (Facebook, Instagram, LinkedIn), Suchmaschinen (Google) und Ihre eigene Website, um die Reichweite Ihrer Kommunikation zu maximieren. Achten Sie hierbei darauf, dass ausreichend personelle Ressourcen zur Verfügung stehen, um die jeweiligen Kanäle zu pflegen und auf negative Kommentare oder Bewertungen zu reagieren.
- Aktive, aber bedachte Gemeinschaftsinteraktion
Wenn Sie Ihre Online-Community aktiv einbeziehen wollen, dann stellen Sie sicher, dass auf Fragen und Kommentare zeitnah reagiert wird. So lassen sich Missverständnisse und Konflikte schon frühzeitig vermeiden.
- Transparentes und konsistentes Messaging über alle Kanäle
Kommunizieren Sie einheitliche Botschaften über alle digitalen Kanäle hinweg. Widersprüchliche Informationen können zu Verwirrung führen und das Vertrauen in Ihre Organisation untergraben.
- Kontroverse Themen gut durchdacht platzieren
Problematische Themen oder Beiträge, die mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Reaktionen führen, sollten mit Bedacht platziert werden. Veröffentlichen Sie diese dann, wenn ausreichende zeitliche Ressourcen für eventuelle Reaktionen zur Verfügung stehen. Überlegen Sie vorher, welche Reaktionen ein Beitrag auslösen könnte, und seien Sie auch inhaltlich darauf vorbereitet, zu reagieren. Dies ermöglicht ein schnelles Eingreifen bei Eskalation.
... und dann eskaliert es doch
Es ist zu spät und das Unvermeidbare ist eingetroffen. Negative Kommentare, schlechte Bewertungen und beleidigende Nachrichten.
Was jetzt?
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Ruhe bewahren Vermeiden Sie unüberlegte Reaktionen in der Hitze des Moments. Analysieren Sie, woher die negativen Reaktionen kommen. Schauen Sie sich ggf. die jeweiligen Profile an. Handelt es sich zum Beispiel um einen Internettroll (Beitrag zum Thema), kann es sinnvoll sein, auf die Netiquette zu verweisen und weitere Kommentatoren dazu aufzufordern, nicht auf den Beitrag einzugehen. Handelt es sich nicht eindeutig um einen Troll, sondern um ehrliche Kritik, überlegen Sie sich deeskalierende Antworten. Nehmen Sie Kritik auch öffentlich an, aber lassen Sie sich nicht zu ausufernden Diskussionen verleiten. Sie können an dieser Stelle auch Dritte konstruktiv einbeziehen.
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Schnelle Reaktion Seien Sie zügig in Ihrer Kommunikation, um die Situation zu kontrollieren. Vermeiden Sie jedoch, alte Diskussionen neu zu entfachen, indem Sie längst vergangene Themen erneut aufgreifen.
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Gelassen bleiben Auch wenn andere provokant oder ausfallend werden, bleiben Sie respektvoll und sachlich in Ihren Reaktionen. Antworten Sie bevorzugt auf vernünftig formulierte Kommentare.
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Klar und bündig entgegnen Vermeiden Sie es, in Widersprüche zu geraten, und halten Sie Ihre Antworten kurz und präzise, um Angriffsfläche zu minimieren.
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Richtlinien betonen Machen Sie deutlich, dass beispielsweise diskriminierende Äußerungen nicht toleriert werden, und handeln Sie konsequent, indem Sie solche Kommentare entfernen.
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Diskussionen begrenzen Vermeiden Sie endlose Schlagabtausche und beschränken Sie die Interaktion auf maximal vier Argumente.
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Community-Rückhalt fördern Bedanken Sie sich bei Unterstützer:innen für wohlwollende Kommentare und ermutigen Sie zu positiven Interaktionen durch Likes und Anerkennung.
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Selektive Antwortpflicht Es besteht keine Verpflichtung zur Antwort auf jeden Kommentar. Unangemessene Beiträge können gelöscht, gemeldet oder rechtlich verfolgt werden.
Nach der Krise
- Dokumentation
Dokumentieren Sie ausufernde, beleidigende und diskriminierende Kommentare. Screenshots von Kommentaren oder Bewertungen können ggf. als Beweismittel dienen.
- Nicht den Kopf in den Sand...
Nutzen Sie Ihre Kanäle auch nach der Krise, um über Fortschritte und Maßnahmen zur Vorbeugung zukünftiger Vorfälle zu berichten. Diese Transparenz kann dazu beitragen, erneut Vertrauen aufzubauen und die Reputation Ihrer Organisation nachhaltig zu stärken.
- Learnings
Eine Strategie hat besonders gut oder gar nicht funktioniert? Je nach Arbeitsbereich und Themenfeld ist es sinnvoll für die Zukunft und auch für andere Mitarbeitende zu dokumentieren, welche Argumentationen und Reaktionen deeskalierend und wirkungsvoll waren.
Fazit
Eine effektive Krisenkommunikation im Online-Raum ist für Organisationen in der Sozialwirtschaft unerlässlich, um den Herausforderungen der digitalen Kommunikationswelt zu begegnen. Vom Risiko eines Shitstorms oder Hasskommentaren, sollten sich Organisationen allerdings nicht abhalten lassen, wichtige Themen online zu kommunizieren. Nur so können auch in der digitalen Welt soziale Themen sichtbar sein.
Autorin Cläre McDaniel socialnet GmbH
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