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Internationaler Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung (International Day of Zero Tolerance to Female Genital Mutilation)

Jahrestag

Der Jahrestag wurde im Jahr 2003 vom „Inter-African Committee on Traditional Practices Affecting the Health of Women and Children“ (IAC) ausgerufen. Im Jahr 2012 wurde der Tag von der UN-Menschenrechtskommission zum internationalen Gedenktag erklärt. 2006 wurde die Menschenrechtskommission durch den Menschenrechtsrat ersetzt.

Laut BAG Kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen ist die weibliche Genitalverstümmelung immer noch weit verbreitet: "Traditionell wird weibliche Genitalverstümmelung in 28 Ländern Afrikas praktiziert. Besonders viele junge Frauen und Mädchen sind in afrikanischen Ländern wie Ägypten, Guinea, dem Sudan und Eritrea betroffen. In Ägypten liegt der Anteil der zwangsbeschnittenen Mädchen und Frauen beispielsweise bei 91 Prozent. [...]

Auch in Deutschland sind Mädchen dem Risiko ausgesetzt, hierzulande oder im Ausland an ihren Genitalien verstümmelt zu werden. Nach Schätzungen der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes leben in Deutschland etwa 23.000 Frauen und Mädchen, die Opfer von FGM (female genital mutilation) wurden oder davon bedroht sind." (Abruf 28.5.2020)