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Familienorientierte Suchtarbeit zur Stärkung elterlicher Kompetenz

Kongress, Tagung

Suchtkranke Eltern brauchen häufig Ermutigung und Unterstützung bei der Wahrnehmung ihrer Elternverantwortung. Wichtig ist anzuerkennen, dass auch suchtkranke Menschen gute Eltern sein können, sofern sie durch ein gutes Hilfenetzwerk und passende Angebote unterstützt werden. Die primäre Erziehungsverantwortung liegt bei den Eltern, somit geht es darum, selbige im System Familie zu stützen. Dazu gehört auch zu lernen, Hilfe anzunehmen, Scham- und Schuldgefühle zu überwinden, die Verantwortung für das Suchtproblem zu übernehmen und sich der Erziehungsverantwortung gegenüber den eigenen Kindern zu stellen und so die Erziehungskompetenz zu festigen. Ziel ist daher, die Kompetenzen der Eltern gemeinsam zu erkennen und diese entsprechend zu fördern.

Mit dieser Zielsetzung wurde im Rahmen des zweijährigen, vom Bundesgesundheitsministerium geförderten Kooperationsprojektes zwischen dem Gesamtverband für Suchthilfe e.V. (GVS) und dem Deutschen Caritasverband e. V. (DCV) ein Rahmenkonzept für die familienorientierte Suchtarbeit entwickelt, welches den Blick explizit auf die Elternverantwortung von suchtkranken Frauen und Männer richtet. Darauf aufbauend wurde ein QM-Modul für die familienorientierte Suchtarbeit entwickelt, das kompatibel zu bereits vorliegenden QM-Systemen ist.

Veranstalter

Gesamtverband für Suchthilfe e.V. - Fachverband der Diakonie Deutschland - GVS
Invalidenstraße 29
10115 Berlin-Mitte
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