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Ästhetische Praxis

Raika Lätzer

veröffentlicht am 27.11.2020

Ästhetische Praxis entzieht sich einer einheitlichen Definition. Grundsätzlich kann jedoch festgestellt werden, dass das Adjektiv „ästhetisch“ sich auf die menschliche Wahrnehmung bezieht und der Begriff der „Praxis“ das aktive Tun meint. Ästhetische Praxis kann zum einen reflektierte alltagsästhetische Momente meinen und sich zum anderen auf die sogenannten Schönen Künste beziehen.

Überblick

  1. 1 Zusammenfassung
  2. 2 Ästhetische Praxis im Überblick
  3. 3 Wortherkunft
  4. 4 Abgrenzung zu verwandten Begriffen und Themenfeldern
  5. 5 Grundbegriffe
  6. 6 Abgrenzung zu verwandten „Praktiken“
  7. 7 Abgrenzung zu anderen „ästhetischen“ Bereichen
  8. 8 Ziele Ästhetischer Praxis
    1. 8.1 Transfereffekte
    2. 8.2 Differenzerfahrungen
    3. 8.3 Nonverbale Kommunikation
    4. 8.4 Gesellschaftliche Teilhabe
    5. 8.5 Ästhetische Praxis als anthropologische Konstante
  9. 9 Sparten Ästhetischer Praxis
  10. 10 Ästhetische Praxis im Kontext Sozialer Arbeit
    1. 10.1 Allgemeines
    2. 10.2 Anleitung von Angeboten Ästhetischer Praxis
  11. 11 Zielgruppen
  12. 12 Quellenangaben

1 Zusammenfassung

Im vorliegenden Artikel werden zentrale Aspekte Ästhetischer Praxis umrissen und die verschiedenen Bedeutungsebenen Ästhetischer Praxis aufgezeigt. Nach einem Überblick über das gesamte Themenfeld folgen eine etymologische Herleitung des Begriffs und eine (teilweise) Abgrenzung zu verwandten Begriffen, bevor mögliche Ziele Ästhetischer Praxis aufgezeigt werden. Hernach werden die Sparten Ästhetischer Praxis vorgestellt und es wird Ästhetische Praxis im Kontext Sozialer Arbeit verortet.

2 Ästhetische Praxis im Überblick

Der Begriff der Ästhetischen Praxis ist vielschichtig und kann kaum abschließend eingegrenzt werden. Hierfür gibt es insbesondere zwei Gründe: Zum einen wird mit dem Begriff der Ästhetischen Praxis selbst unterschiedliches gemeint. Zum anderen gibt es zahlreiche ähnliche und verwandte Begriffe, die teilweise von unterschiedlichen Autor*innen und Praktiker*innen unterschiedlich verwendet werden, teilweise aber auch dasselbe meinen und/oder zumindest große Schnittmengen aufweisen. Darüber hinaus sind mit Ästhetischer Praxis ganz unterschiedliche Sparten gemeint, die sich teilweise ausgesprochen stark voneinander unterscheiden und deren Schnittmengen und Vergleichbarkeit wiederum vergleichsweise gering ausfallen.

Übergreifend betrachtet geht es Ästhetischer Praxis um die aktive Sinneswahrnehmung. Automatisch ist die Sinneswahrnehmung immer mit einer wahrnehmenden Person verbunden. Mit Ästhetischer Praxis mitgemeint ist außerdem die Reflexion des Wahrgenommenen seitens der wahrnehmenden Person (Mattenklott 2012, S. 115). Gegenstände oder Ereignisse, die sinnlich wahrgenommen werden, können somit jeweils als ein Medium betrachtet werden, durch welches ästhetische Erfahrungen vermittelt werden (Jäger und Kuckhermann 2004, S. 13).

Der Begriff Ästhetische Praxis lässt sich insofern eingrenzen, als er einerseits intendierte, praktische und rezeptive Erfahrungen in den einzelnen künstlerisch-ästhetischen Sparten meint, wie etwa Bildende Kunst, Musik, Theater, Literatur, Comic, Fotografie, Design oder Film. Ästhetische Praxis kann sich hier sowohl auf die Rezeption als auch auf die Produktion beziehen (Brandstätter 2013/12; Jäger und Kuckhermann 2004, S. 12). Gemeint sein kann also beispielsweise ein Theaterbesuch und das aktive Theaterspiel, das Hören von Musik und das Musikmachen sowie ein Museumsrundgang und das eigene bildnerische Gestalten. Manche Autor*innen gehen davon aus, dass sich diese Art künstlerisch-ästhetischer Phänomene aus dem Bereich der sogenannten Schönen Künste besonders gut für Ästhetische Praxis eignet (Dietrich et al. 2012, S. 17).

Ästhetische Praxis meint andererseits aber auch alltagsästhetische Erfahrungen, bei der die Wahrnehmung und die dazugehörige Deutung seitens der wahrnehmenden Person hinterfragt und reflektiert werden. Ästhetische Praxis geht somit über die Auseinandersetzung mit Kunst(werken) hinaus und kann auch in der Auseinandersetzung mit Dingen, Gegenständen, Medien oder performativen Erfahrungen umgesetzt werden, die als ästhetisch wahrgenommen werden, aber nicht als Kunstwerk klassifiziert sind. Insgesamt kommt es in diesem Zusammenhang auf den Grad der Reflexion und die Art der Betrachtung dieser alltagsästhetischen Momente an (Grosser 2020): Die Aufmerksamkeit der Wahrnehmenden wird auf beispielsweise den Gegenstand, das Material, das Schallereignis, die Erfahrung und den eigenen Wahrnehmungsprozess gerichtet. Das Wahrgenommene wird dann seitens der wahrnehmenden Person nach Herkunft, Bedeutung und Funktion innerhalb einer Kultur eingeordnet. Abschließend ist in der Regel eine reflektierte Äußerung über das Wahrgenommene beispielsweise auf verbalem Weg möglich (Reinwand 2012, S. 110). Durch diese Rahmenbedingungen unterscheidet sich eine Ästhetische Praxis beispielsweise von zufälligen alltagsästhetischen Erfahrungen wie etwa das unbewusste morgendlichen Radiohören oder das alltägliche Kochen. Grundsätzlich beinhaltet Ästhetische Praxis somit nicht nur eine Wertschätzung der Wahrnehmungen im Zusammenhang mit den sogenannten Schönen Künsten, sondern auch eine generelle Wertschätzung alltagsästhetischer Wahrnehmungen (Meis und Mies 2012, S. 24).

Von manchen Autor*innen wird der Begriff Ästhetische Praxis als Folge dieser beiden Bedeutungsebenen als Oberbegriff für die zwei Bereiche Ästhetische Praxis und Aisthetische Praxis verwendet: Während sich Ästhetische Praxis auf die Wahrnehmung im Kontext mit den sogenannten Schönen Künsten bezieht, fokussiert Aisthetische Praxis alltagsästhetische Wahrnehmungen (Jäger und Kuckhermann 2004, S. 11). Andere Autor*innen legen ihren Überlegungen einen sogenannten weiten Ästhetikbegriff zugrunde, der ebenfalls über künstlerisch-ästhetische Phänomene im engen Sinn hinausweist und Alltagsphänomene mit einbezieht (Grosser 2020).

Ästhetische Praxis kann zuletzt als Teil eines Bildungskonzepts betrachtet werden, das rezeptive und produktive ästhetische Erfahrungen als wesentlichen Teil sowie als Methode von Bildung versteht (Grosser 2020). Zusätzlich wird auf Ästhetische Praktiken im weiteren Sinne auch bei diagnostischen Verfahren zurückgegriffen wie etwa beim Rollenspiel, bei der Familienaufstellung oder bei der Diagnostik mittels gestalterischer Mittel (Kuckhermann 2015, S. 182).

Der folgende Beitrag bezieht sich insbesondere auf die ersten beiden Bedeutungsebenen, nämlich auf Ästhetische Praxis im Kontext der sogenannten Schönen Künste und alltagsästhetische Erfahrungen im deutschsprachigen Kulturraum.

3 Wortherkunft

Der Begriff Ästhetische Praxis leitet sich auf etymologischer Ebene zum einen vom altgriechischen Wort aisthesis ab, was ins Deutsche übersetzt „sinnliche Wahrnehmung“ oder „Empfindung“ bedeutet (Dietrich et al. 2012, S. 16). „Sinnliche Wahrnehmung“ wiederum bezieht sich auf einen biologischen und physikalischen Vorgang unter Beteiligung der Sinnesorgane (Seh-, Geruchs-, Geschmacks-, Gehör-, Tast- und Gleichgewichtssinn). „Sinnliche Wahrnehmung“ meint außerdem einen Prozess im menschlichen Gehirn, der durch die Wahrnehmungen der Sinnesorgane angestoßen wird. Hierbei entsteht ein komplexer Vernetzungsprozess mit früheren Wahrnehmungen (Meis und Mies 2012, S. 23).

Umgangssprachlich wird der Begriff ästhetisch im deutschen Sprachraum in der heutigen Zeit oft gleichgesetzt mit „schön“ (Mattenklott 2012, S. 115) sowie „feingeistig“ oder „feinfühlig“ (Meis und Mies 2012, S. 20).

Zum anderen leitet sich der Begriff ab von dem altgriechischen Wort praxis. Ins Deutsche übertragen bedeutet dies „Tat“, „Handlung“ oder „Verrichtung“ (Bibliographisches Institut GmbH 2020).

4 Abgrenzung zu verwandten Begriffen und Themenfeldern

Eine besondere Schwierigkeit bei der Beschäftigung mit dem Themenfeld Ästhetische Praxis ergibt sich dadurch, dass es zahlreiche ähnliche und teilweise identisch verwendete Begriffe gibt. Darüber hinaus werden die gleichen Begriffe wiederum verwendet, um Unterschiedliches zu bezeichnen (Braun et al. 2015, S. 7).

Eng mit dem Begriff der Ästhetischen Praxis verknüpft sind beispielsweise Begriffe wie Künstlerisch-ästhetische Praxis, Kulturpädagogik, (Künstlerisch-)ästhetische Methoden, Ästhetische Medien, Angebote und Aktivitäten aus den Künsten, Ästhetik und Kommunikation, Ästhetische Verfahren, Ästhetische Erziehung oder Ästhetische Bildung. Darüber hinaus ist teilweise von Medienpädagogik zu lesen. Der Begriff „Medium“ ist in diesem Zusammenhang im weiteren Sinn als Mittel zu verstehen, um spezifische Ziele Sozialer Arbeit zu erreichen. Es gibt außerdem die Begriffe Soziale Kulturarbeit und Kulturelle Sozialarbeit (Meis und Mies 2012, S. 9).

Einige der genannten Begriffe können in gewisser Weise systematisch zusammengefasst werden: Zum einen gibt es Grundbegriffe aus dem Themenfeld Ästhetik und Kultur. Zum anderen gibt es verschiedene Adjektive, die teilweise ähnlich wie „ästhetisch“ verwendet werden. Hinzu kommen außerdem Begriffe, die durch das Adjektiv „ästhetisch“ näher definiert werden, sich aber hinsichtlich des Begriffs der „Praxis“ unterscheiden.

Mindmap Ästhetische Praxis
Abbildung 1: Mindmap Ästhetische Praxis (eigene Darstellung)

5 Grundbegriffe

Im Zusammenhang mit Ästhetischer Praxis werden Begriffe genannt und verwendet wie Kulturelle Bildung (häufig bedeutungsgleich verwendet wie Ästhetische Bildung, Grosser 2020), Kulturpädagogik, Medienpädagogik, Verfahren aus den Künsten, Ästhetik und Kommunikation, Kulturelle Teilhabe, Künstlerisch-ästhetische Methoden, Kulturorientierte Soziale Arbeit, Soziale Kulturarbeit, Kulturelle Sozialarbeit oder Kulturvermittlung. Diese Begriffe können als Grundbegriffe verstanden werden, die sich auf die Gesamtheit des ästhetisch-kulturellen Themenfelds beziehen.

Die Definition der einzelnen Begriffe ist jeweils einen eigenen Eintrag wert und kann im Rahmen der Überlegungen zu Ästhetischer Praxis nicht geleistet werden. Für den vorliegenden Eintrag zu Ästhetischer Praxis geht es insbesondere darum, die komplexe Verortung einer Ästhetischen Praxis in einem wenig übersichtlichen und weiten Themenfeld aufzuzeigen und die Möglichkeit zu schaffen, Verbindungen zwischen einzelnen wissenschaftlichen Veröffentlichungen und Projekten zu erkennen.

6 Abgrenzung zu verwandten „Praktiken“

Im Kontext Ästhetischer Praxis existieren mehrere Adjektive, die sich sowohl auf unterschiedliche als auch auf gleiche Gegenstandsbereiche beziehen können. Hierzu gehören insbesondere die Adjektive ästhetisch, aisthetisch, künstlerisch und kulturell (Mattenklott 2012, S. 115).

Zu den unterschiedlichen Begriffen äußern sich unterschiedliche Autor*innen: Der Erziehungswissenschaftler Rainer Treptow ist beispielsweise der Meinung, dass kulturelle Bildung ein Kürzel für ästhetisch-kulturelle Bildung darstellt (Treptow 2015, S. 208) und der Aspekt des Ästhetischen somit auch bei kultureller Bildung immer mitgedacht wird. Die Kulturwissenschaftlerin Vanessa-Isabelle Reinwand ist der Auffassung, dass sich „ästhetisch“ auf einen breiteren Gegenstandsbereich als der Begriff „künstlerisch“ bezieht. „Ästhetisch“ richtet sich ihr zufolge auf alles, was einer ästhetischen Betrachtungsweise unterliegt, während „künstlerisch“ insbesondere mit Praktiken verknüpft ist, die sich auf die sogenannten Schönen Künste beziehen (Reinwand 2012, S. 110).

Der Kulturwissenschaftler Max Fuchs sieht dies ähnlich und bietet unter dem Oberbegriff der kulturellen Bildung für die verschiedenen Bereiche folgende Systematisierung an:

Max Fuchs: Einordnung der kulturellen Bildung
Abbildung 2: Max Fuchs: Einordnung der kulturellen Bildung (Fuchs 2015, S. 118)

Kulturelle Bildung bildet somit seiner Auffassung nach den breitesten Bereich ab. Etwas eingeschränkter sind die aisthetische Bildung und die ästhetische Bildung, gefolgt vom schmalsten Bereich der künstlerischen Bildung.

7 Abgrenzung zu anderen „ästhetischen“ Bereichen

Eng mit dem Begriff der Ästhetischen Praxis zusammen hängen außerdem Begriffe, die ebenfalls und insbesondere durch das Adjektiv „ästhetisch“ näher definiert werden. Immer also steht bei diesen Begriffen die aktive menschliche Sinneswahrnehmung im Fokus, sowie die anschließende Reflexion der Wahrnehmungen. Hierzu gehören unter anderem: Ästhetische Erziehung, Ästhetische Bildung, Ästhetische Erfahrung, Ästhetisches Lernen, Ästhetische Empfindung, Ästhetische Erkenntnis, Ästhetische Wahrnehmung und anderes mehr. Auch diese Begriffe bedürfen aufgrund ihrer Komplexität jeweils einer separaten Definition.

Ästhetische Praxis bezieht sich in Abgrenzung zu den anderen Begriffen insbesondere auf das aktive praktische Tun sowohl im Bereich der Rezeption als auch der Produktion. Ästhetische Praxis kann also das Erstellen eines Videoclips, ein Konzertbesuch, das Verfassen einer Kurzgeschichte oder ein Museumsbesuch sein.

Ästhetische Erfahrungen, Ästhetisches Lernen und Ästhetische Wahrnehmungen wiederum können durch Ästhetische Praxis entstehen. Ästhetische Praxis kann außerdem ein Teil von Ästhetischer Erziehung und Ästhetischer Bildung sein oder Ästhetische Praxis kann zu Ästhetischer Erziehung und Ästhetischer Bildung führen.

8 Ziele Ästhetischer Praxis

8.1 Transfereffekte

Immer wieder ist davon zu lesen, dass die verschiedenen Sparten Ästhetischer Praxis sogenannte Neben- oder Transfereffekte oder auch Transferwirkungen in außerästhetische Bereiche – also das alltägliche Leben – entstehen lassen. Diese Transfereffekte werden in der Regel als positiv bewertet. In den letzten Jahren wurde verstärkt versucht, durch empirische und neurowissenschaftliche Untersuchungen diese Transfereffekte Ästhetischer Praxis zu belegen (Grosser 2020). Grundsätzlich sind diese Transfereffekte allerdings umstritten und es ist derzeit noch nicht abschließend und einheitlich ermittelt, unter welchen Umständen die Transfereffekte entstehen und wie nachhaltig diese sind (Meis und Mies 2012, S. 68).

Christian Rittelmeyer hat festgestellt, dass Ästhetische Praxis immer auch eine Möglichkeit zur Intensivierung der Denk- und Reflexionsfähigkeit, der emotionalen Kultivierung und der sozialen Kompetenz sei. Gleichwohl aber seien diese Effekte individuell und von den jeweiligen Rahmenbedingungen abhängig (Rittelmeyer 2017, S. 105).

Für den Bereich des Singens hat Inka Neus außerdem festgestellt, dass die existierenden Forschungsarbeiten teilweise so unterschiedlich sind, dass sie aufgrund ihrer konzeptuellen Vielfältigkeit nicht miteinander verglichen werden können (Neus 2017, S. 13).

Jedenfalls kann aber davon ausgegangen werden, dass durch Ästhetische Praxis eine Schulung und Differenzierung des Realitätssinns durch die Auseinandersetzung mit den gegenständlichen und handwerklichen Voraussetzungen sowie von Wahrnehmungskompetenzen erfolgt (Kuckhermann 2015, S. 186, 195). Durch die aktive sinnliche Wahrnehmung wird seitens der wahrnehmenden Personen insbesondere die Gegenwart fokussiert und es wird in der Regel Ganzheitlichkeit erlebbar (Meis und Mies 2012, S. 24).

Trotz der fehlenden wissenschaftlichen Sicherheit kann festgestellt werden, dass Menschen grundsätzlich viele Fähigkeiten und Kompetenzen „nebenbei“ erwerben: Beim Tischdecken wird beispielsweise das Zählen gelernt oder beim Computerspielen das strategische Denken (Kuckhermann 2015, S. 195). Die grundsätzliche Möglichkeit zu Transfereffekten bei Ästhetischer Praxis scheint somit jedenfalls gegeben zu sein.

Transfereffekte Ästhetischer Praxis können vielfältig sein: Ästhetische Praxis kann zu Empowerment und Selbstermächtigung führen und Ästhetische Praxis kann Selbsthilfe- und Selbstbildungspotenziale aktivieren. Selbstständigkeit und Mündigkeit können außerdem gefördert werden (Meis und Mies 2012, S. 39). Häufig ist auch von einer Steigerung der Assoziationsfähigkeit, der Fantasie, der Kreativität, des Selbstbewusstseins sowie der Team- und Konfliktfähigkeit zu lesen. Ästhetische Praxis soll außerdem einen Beitrag zur Intelligenzentwicklung und zur Sozialkompetenz leisten (Meis und Mies 2012, S. 68 und Dietrich 2012, S. 124). Manche Sparten Ästhetischer Praxis wie etwa Musik sollen sich positiv auf die Gesundheit auswirken (beispielsweise Adamek 1996 oder Kreutz 2014). Musik kann außerdem als Bewältigungsstrategie wirksam sein (Adamek 1996, S. 199 ff.).

8.2 Differenzerfahrungen

Manche Autor*innen betrachten Differenzerfahrungen als Ziel Ästhetischer Praxis (Kuckhermann 2015, S. 184 und Jäger und Kuckhermann 2004, S. 9). Als Differenzerfahrungen bezeichnet werden Abweichungen zu den gewohnten Lebensumständen des Alltags (Brandstätter 2012, S. 177; Kuckhermann 2015, S. 186).

In der Tat ist Ästhetische Praxis durch Erfahrungen gekennzeichnet, die Überraschung und Genuss sowie besondere Aufmerksamkeit und Emotionalität beinhalten (Kuckhermann 2015, S. 185). Durch diese Besonderheiten und durch die Fokussierung auf die eigene Wahrnehmung bietet Ästhetische Praxis somit eine Möglichkeit, von den gewohnten Lebensumständen und -erfahrungen sowie von den gewohnten Verhaltens-, Wahrnehmungs- und Denkmustern abzuweichen und ein Gegengewicht zu häufig medial orientierter Alltagsrealität, zur Virtualität, zum rational orientierten Denken und zu einer Abstumpfung aufgrund einer Reizüberflutung zu finden (Meis und Mies 2012, S. 24; Brandstätter 2012, S. 177; Jäger und Kuckhermann 2004, S. 9; Kuckhermann 2015, S. 185).

8.3 Nonverbale Kommunikation

Zu manchen Menschen innerhalb der Zielgruppen Sozialer Arbeit kann auf verbalem Weg aus verschiedenen Gründen kaum oder gar kein Zugang gefunden werden. Durch gemeinsam ausgeübte Ästhetische Praxis entsteht teilweise die Möglichkeit, diese Menschen zu erreichen.

Zum einen entsteht bei Ästhetischer Praxis eine nonverbale Kommunikation, durch welche abseits der individuellen kognitiven Möglichkeiten ein Kontakt zwischen Sozialarbeiter*in und Klientel oder zwischen Klientin und Klient entstehen kann (Kuckhermann 2015, S. 184). Manche Menschen mit Beeinträchtigung etwa reagieren auf Musik oder Vorgelesenes in anderer und stärkerer Weise als auf gesprächsorientierte verbale Ansprache. Dasselbe gilt für demenziell veränderte Menschen oder Kinder. Nonverbale Kommunikation ereignet sich dann beispielsweise durch gemeinsames Atmen, gemeinsames Beginnen und Enden, durch ein Sich-aufeinander-einlassen, Aufeinander-hören und durch den Willen zu gemeinsamen ästhetischen Prozessen (Kühnel 2004, S. 155).

Zum anderen birgt Ästhetische Praxis die Chance, Brücken zu bauen. Wenn Jugendliche beispielsweise wenig oder gar nicht gesprächsbereit sind, entsteht bei einem Hip-Hop- oder Gamingworkshop möglicherweise eine gemeinsame Ebene, an die angeknüpft werden kann. Personen in Justizvollzugsanstalten empfinden sich möglicherweise bei einer eigenen Theateraufführung als gleichberechtigt mit den hinzugekommenen Personen und können dann auf diese Erfahrung aufbauen.

In den Kontext der nonverbalen Kommunikation gehört auch die Möglichkeit Ästhetischer Praxis, Schwierigkeiten und Hindernisse im Alltag sichtbar zu machen, ohne unmittelbar eine verbale Analyse einzufordern (Kuckhermann 2015, S. 185).

8.4 Gesellschaftliche Teilhabe

Ästhetische Praxis leistet einen bedeutenden Beitrag zu kultureller und damit auch gesellschaftlicher Teilhabe. Von kultureller Teilhabe sind viele Menschen aus unterschiedlichen Gründen ausgeschlossen; sie haben einerseits keine Möglichkeiten, Angebote Ästhetischer Praxis wahrzunehmen und verfügen andererseits nicht über einen Handlungs- und Deutungsrahmen, durch den sie Angebote Ästhetischer Praxis als grundlegende Teilhabemöglichkeit einordnen können (Lätzer 2019, S. 53).

Ästhetische Praxis eröffnet jedoch für manche Menschen aus bildungsferneren Milieus einen Zugang zu Bildungsprozessen und Bildungsbereichen, denen diese Menschen fremd gegenüber stehen (Kuckhermann 2015, S. 202) und sorgt somit für gesellschaftliche Teilhabe.

8.5 Ästhetische Praxis als anthropologische Konstante

Ästhetische Praxis erfüllt für Menschen nicht zuletzt einen Selbstzweck: Kein menschlich-soziales Gefüge lässt sich ohne Kulturelle und/oder Ästhetische Praxis denken (Treptow 2009, S. 161). Es besteht kein Zweifel daran, dass Menschen zu allen Zeiten und an allen Orten unterschiedlichste Ästhetische Praktiken entwickelt und diese selbst unter widrigsten Umständen ausgeübt und fortgeführt haben. Beispiele hierfür sind archäologische Funde wie Höhlenmalereien oder die Kompositionen des Komponisten und Dirigenten Victor Ullmann (1898–1944), der beispielsweise auch während seiner Inhaftierung in Konzentrationslagern weiterhin komponierte (Schultz 2007; Lätzer 2019, S. 56).

Ästhetische Praxis kann somit durch den Rückgriff auf die Wahrnehmung als ein menschliches Bedürfnis, als conditio humana (Treptow 2015, S. 208) oder als anthropologische Konstante verstanden werden (Meis 2019, S. 23). Deutlich wird dies beispielsweise auch daran, dass Ästhetische Praxis weltweit Teil der Kinder- und Jugendbildung ist (Meis und Mies 2012, S. 69). Ästhetische Praxis hat somit für Menschen einen Eigenwert und braucht keine Rechtfertigung durch möglicherweise entstehende Transfereffekte oder andere Aspekte.

In diesem Kontext ist außerdem von Bedeutung, dass in gewisser Weise sogar ein rechtlicher Anspruch auf Ästhetische Praxis für Menschen besteht: Ästhetische Praxis verspricht (Ästhetische) Bildung. Bildung wiederum ist als Recht in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 verankert (Art. 26 und 27 Menschenrechtserklärung, Praetor Intermedia UG o.J.; Fuchs 2012, S. 94).

9 Sparten Ästhetischer Praxis

Ästhetische Praxis ist ein Oberbegriff für unterschiedlichste ästhetische Praktiken oder Sparten. Gemeint sein können Bildende Kunst, Musik, Tanz, Fotografie, Film, Programmieren, Gaming, Theater, Literatur und Schreiben, Neue Medien, genau wie Spiel, Zirkus, Kulinarik oder Sport (Fuchs 2015, S. 117–118). Zu jeder Sparte gibt es unterschiedliche wissenschaftliche und praktisch-künstlerische Auseinandersetzungen sowie Einzeldaktiken (Dietrich 2012, S. 124). Darüber hinaus sind zu den einzelnen Sparten ebenfalls wissenschaftliche Veröffentlichungen entstanden, die aber teilweise nicht auf den ersten Blick mit dem Begriff einer Ästhetischen Praxis in Verbindung zu bringen sind (Hartogh und Wickel 2004a; Lützenkirchen 2011; Klosterkötter 2005).

10 Ästhetische Praxis im Kontext Sozialer Arbeit

10.1 Allgemeines

Ästhetische Praxis leistet einen Beitrag zu kultureller und damit auch gesellschaftlicher Teilhabe: Von Ästhetischer Praxis sind viele Menschen aus unterschiedlichen Gründen ausgeschlossen und haben somit an der Gesellschaft nicht vollumfänglich teil. Diese Menschen haben einerseits keine Möglichkeiten, Angebote Ästhetischer Praxis wahrzunehmen. Diese Menschen verfügen andererseits nicht über einen Handlungs- und Deutungsrahmen, durch den sie Angebote Ästhetischer Praxis als grundlegende Teilhabemöglichkeit einordnen können und durch den sie erkennen können, dass Ästhetische Praxis maßgeblichen Einfluss auf den Habitus (Pierre Bourdieu) nehmen kann. Ästhetische Praxis kann für manche Menschen außerdem für öffentliche Präsenz sorgen und auch auf diese Weise Teilhabe ermöglichen (Kuckhermann 2015, S. 199). Viele dieser Menschen ohne selbstverständlichen Zugang zu Ästhetischer Praxis finden sich in den Handlungsfeldern Sozialer Arbeit. Als Folge dessen verstehen es Sozialarbeiter*innen und Sozialpädagog*innen im Sinne eines kulturellen Mandats (Rainer Treptow) als ihre Aufgabe, ihre Klient*innen (auch) im Bereich der Ästhetischen Praxis zu vertreten.

Im Kontext von Sozialer Arbeit wird Ästhetische Praxis meist im Rahmen unterschiedlicher Angebote durchgeführt wie beispielsweise Disco- oder Theaterabende, Literaturgruppen, Band- oder DJ-Workshops, Tanzgruppen, Video-AGs, Programmierworkshops und vieles andere mehr.

Angebote der Ästhetischen Praxis finden im Kontext Sozialer Arbeit in der Regel in Gruppen statt. Eher in Ausnahmefällen werden auch Angebote für einzelne Klient*innen bereitgehalten. Die Angebote können im Rahmen von Ferienfreizeiten, Einzelangeboten, Wochenendworkshops oder wöchentlichen Angeboten stattfinden.

10.2 Anleitung von Angeboten Ästhetischer Praxis

Angebote Ästhetischer Praxis werden in der Regel entweder von einer Sozialpädagogin/​einem Sozialpädagogen angeleitet oder von einer spezifisch ausgebildeten Fachkraft wie etwa einer Künstler*in, einer Musiker*in, einer Tänzer*in, Expert*innen für Programmierarbeiten, einer DJane und anderes mehr.

Die anleitenden Personen verstehen sich insbesondere als Mentor*innen oder Begleiter*innen. Von Bedeutung ist insbesondere eine zielgruppenadäquate, ressourcenorientierte Anleitung (Meis und Mies 2012, S. 39), bei der die Fähigkeiten der einzelnen Teilnehmenden in den Mittelpunkt gerückt werden.

Die beiden Wissenschaftler Theo Hartogh und Hans Hermann Wickel (2004b, S. 46) haben für den Bereich der Musik formuliert: „Musik ist Musik, wenn sie uns als Musik vorkommt und uns etwas bedeutet. Sie ist daher ein sehr subjektives Phänomen und sollte nicht in eine normative Zwangsjacke gepresst werden“. Dieser Ansatz lässt sich zweifelsohne auch auf alle anderen Bereiche Ästhetischer Praxis übertragen.

Ebenfalls für den Bereich Musik stellt Thomas Grosse allerdings fest, dass sich die Teilnehmenden durchaus damit auseinandersetzen (sollen), wie das Ergebnis klingt. Tatsächlich betrachtet Thomas Grosse es als Unterschied, ob die klanglichen Ergebnisse keine Rolle spielen oder ob die klanglichen Ergebnisse schlicht nicht das primäre Ziel der Aktivitäten sind. Viele Menschen üben Musik als eine Sparte Ästhetischer Praxis sehr wohl mit dem Ziel aus, klanglich ansprechende Ergebnisse zu erzielen (Grosse 2016).

Trotz eines prozessorientierten Ansatzes kann es also Ergebnisse geben, die sich hören oder sehen lassen: Der Film „Rhythm is it“ oder das Wuppertaler Projekt „Ich bin ein Prinz – Normalität 3-5“ beispielsweise geben hiervon ein lebhaftes Zeugnis.

11 Zielgruppen

Grundsätzlich kann Ästhetische Praxis von allen Menschen ausgeübt werden; alle Menschen verfügen über zumindest grundsätzliche Möglichkeiten der Wahrnehmung. Bei manchen Zielgruppen Sozialer Arbeit wie etwa bei traumatisierten Kindern, Menschen mit schwersten mehrfachen Beeinträchtigungen oder demenziell veränderten Menschen steht die Prozessorientierung und der Umgang mit den Materialien noch stärker im Vordergrund als bei anderen Zielgruppen.

Ästhetische Praxis lässt sich als Folge dessen ohne Ausnahme mit allen Zielgruppen Sozialer Arbeit durchführen. Grundsätzlich aber sind manche Methoden und Settings für manche Zielgruppen besser geeignet als andere: Für hochaltrige Menschen ist möglicherweise ein zeichnerisches Angebot ansprechender als ein Hip-Hop-Angebot, für Kleinkinder ist unter Umständen ein Theaterangebot optimaler als ein Video-Angebot und für Menschen mit Fluchterfahrung ist unter Umständen ein Museumsbesuch geeigneter als ein Literatur-Workshop in der Sprache der Dominanzkultur. Von Bedeutung kann außerdem eine Niederschwelligkeit der Angebote sein; soziale Randgruppen reagieren teilweise auf künstlerische Projekte einer Hochkultur ablehnend (Meis 2019, S. 25).

12 Quellenangaben

Adamek, Karl, 1996. Singen als Lebenshilfe: Zu Empirie und Theorie von Alltagsbewältigung. Münster: Waxmann. ISBN 978-3-89325-392-0

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Fuchs, Max, 2012. Kulturelle Bildung als Menschenrecht? In: Hildegard Bockhorst, Vanessa-Isabelle Reinwand und ​Wolfgang Zacharias, Hrsg. Handbuch Kulturelle Bildung. München: kopaed, S. 91–94. ISBN 978-3-86736-330-3 [Rezension bei socialnet]

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Meis, Mona-Sabine, 2019. Ästhetische Praxis in der Sozialen Arbeit. In: Theo Hartogh und Hans Herrmann Wickel, Hrsg. Handbuch Musik in der Sozialen Arbeit. Weinheim: Beltz Juventa, S. 10–27. ISBN 978-3-7799-3136-2 [Rezension bei socialnet]

Meis, Mona-Sabine, 2019. Ästhetische Praxis in der Sozialen Arbeit. In: Theo Hartogh und Hans Herrmann Wickel, Hrsg. Handbuch Musik in der Sozialen Arbeit. Weinheim: Beltz Juventa, S. 10–27. ISBN 978-3-7799-3136-2 [Rezension bei socialnet]

Meis, Mona-Sabine und Georg-Achim Mies, Hrsg., 2012. Künstlerisch-ästhetische Methoden in der Sozialen Arbeit: Kunst, Musik, Theater, Tanz und Neue Medien. Stuttgart: Kohlhammer Verlag. ISBN 978-3-17-023504-5

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Reinwand, Vanessa-Isabelle, 2012. Künstlerische Bildung – Ästhetische Bildung – Kulturelle Bildung. In: Hildegard Bockhorst, Vanessa-Isabelle Reinwand und ​Wolfgang Zacharias, Hrsg. Handbuch Kulturelle Bildung. München: kopaed, S. 108–114. ISBN 978-3-86736-330-3 [Rezension bei socialnet]

Rittelmeyer, Christian, 2017. Warum und wozu ästhetische Bildung? Über Transferwirkungen künstlerischer Tätigkeiten: Ein Forschungsüberblick. 3. Auflage. Oberhausen: Athena. ISBN 978-3-89896-674-0

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Autorin
Dr. Raika Lätzer
Historische Musikwissenschaften, M.A.(Musikwissenschaften), Diplom-KA Künstlerische Ausbildung Gesang), Diplom-GP (Gesangspädagogik), B.Mus.(Gesang) Frühere Rezensionen siehe Raika Maier
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Es gibt 3 Lexikonartikel von Raika Lätzer.


Zitiervorschlag
Lätzer, Raika, 2020. Ästhetische Praxis [online]. socialnet Lexikon. Bonn: socialnet, 27.11.2020 [Zugriff am: 13.04.2021]. Verfügbar unter: https://www.socialnet.de/lexikon/Aesthetische-Praxis

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