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Beratung

Auf einer allgemeinen Ebene kann man Beratung verstehen als einen Prozess, in welchem Ratsuchende in und durch die Interaktion mit einer anderen Person mehr Klarheit über Probleme und Bewältigungsmöglichkeiten, Entscheidungsalternativen und Entwicklungsperspektiven gewinnen. Je nach Anwendungsbereich kann dies auch das Weitergeben von Informationen beinhalten, im Bereich (psycho)sozialer Beratung ist dies jedoch allenfalls ein randständiger Aspekt.

Überblick

  1. 1 Zusammenfassung
  2. 2 Fachwissenschaftliches und alltägliches Beratungsverständnis
  3. 3 Geschichte
  4. 4 Professionalisierung
  5. 5 Fundierung professioneller Beratung
  6. 6 Handlungsleitende Konzepte: Beratungsformen
  7. 7 Anwendungsfelder und Formate
  8. 8 „Face-to-face“: Beratung im unmittelbaren Gegenüber
  9. 9 Medial vermittelte Beratung
  10. 10 Quellenangaben
  11. 11 Literaturhinweise
  12. 12 Informationen im Internet

1 Zusammenfassung

Beratung in sozialen Arbeitsfeldern unterscheidet sich vom Alltagsverständnis durch ihren reflexiven Charakter. Basierend auf der Child Guidance Idee entstand im deutschsprachigen Raum die Erziehungsberatung; diese löste die Berufsberatung aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und die in der NS-Zeit vorhandenen Programme zur Lenkung von Arbeitskräften und zur Rassenhygiene ab. Die wirtschaftliche Entwicklung und die Psychologisierung des Alltags führten zu einem Modernisierungsschub und zu Professionalisierungsbestrebungen. Professionsentwicklung geht über reine Verberuflichung hinaus und enthält neben der Kompetenzsicherung auch die Internalisierung von Normen beruflicher Ethik.

Professionelle Beratung stützt sich auf wissenschaftlich fundierte Handlungskonzepte und realisiert sich in verschiedenen Handlungsfeldern und Formaten. Face-to-face-Beratungen finden sowohl in Dyaden als auch in gruppalen Konstellationen statt; letztere erfordern zusätzlich zu den grundlegenden Beratungskompetenzen auch solche zur Arbeit mit und in Gruppenprozessen. Institutionalisierte Beratung mit Komm-Charakter findet in Beratungseinrichtungen, aufsuchende Beratung (Bring-Charakter) im häuslichen Rahmen von Ratsuchenden statt.

Niedrigschwellig sind Beratungsmöglichkeiten, bei denen Ratsuchende Ort, Zeit und Dauer bestimmen und die „zwischen Tür und Angel“ stattfinden. Als medial vermittelte Beratung finden sich Telefonseelsorge, Online-Beratung und Ratgeber in Literatur, Hörfunk- und Fernsehsendungen.

2 Fachwissenschaftliches und alltägliches Beratungsverständnis

Eine spezifische und hinreichend weit akzeptierte Begriffsbestimmung von Beratung gibt es bislang nicht. Im Alltagsverständnis geht es entweder um „Informieren, Ratschläge/Tipps geben“ oder um „kleine Therapie“. Auch das fachwissenschaftliche Begriffsverständnis differiert je nach Anwendungsbereich: Steuerberatung, Rechtsberatung, Erziehungsberatung oder psychosoziale Beratung umfassen unterschiedliche Vorgänge. Wie diese Beispiele zeigen, ist zwischen transitiver Beratung und reflexiver Beratung zu unterscheiden (Seel 2014). Während die erste im Wesentlichen in der Weitergabe fachlichen Expertenwissens besteht und nur marginal für eine eigenständige Beratungsprofession ist, will die zweite den Klienten bei der Selbstklärung in verschiedenen sozialen Zusammenhängen und in ihren Beziehungen zu anderen Personen unterstützen.

3 Geschichte

Durch die Vervielfältigung von Lebensoptionen in unserer hochkomplexen und globalisierten Welt ist Beratung zu einem weitgefächerten Angebot geworden. Völlig neu ist das Phänomen jedoch nicht: Rat geben im weitesten Sinne ist eine uralte Kulturtechnik (Wandhoff 2016). Zum Verständnis dessen, was unter dieser Bezeichnung gemeint sein kann, ist ein Blick auf die Begriffsgeschichte (Etymologie) von Rat und Beraten hilfreich. Am Anfang steht die Abhängigkeit des Ratsuchenden und die totale Verantwortlichkeit des Ratgebers (Fürsorge), und die Entwicklung geht über Schutz, Hilfe, Förderung zu Rat wissen und zum gegenseitigen Beratschlagen (Pesendorfer 2006).

Die Institutionalisierung und Professionalisierung des heutigen Beratungswesens beginnt in den USA ab 1909 mit der Einrichtung von Child Guidance Clinics, in denen mit einem multiprofessionellen Konzept zur Erfassung und Behandlung auffälliger Verhaltensweisen von Kindern und Jugendlichen gearbeitet wurde. In der Folge von Umstrukturierungen des Arbeitsmarktes in den USA und Europa entstanden Berufsberatung und Beratungsangebote im Gesundheits- und Erziehungsbereich. Insbesondere die psychoanalytisch ausgerichtete Beratung trug wesentlich zur Entstehung von Beratungseinrichtungen bei. Eine gesetzliche Verpflichtung für Großstädte zur Einrichtung von Jugendämter und damit zu (Erziehungs-)Beratungsstellen entstand mit dem Reichsjugendwohlfahrtsgesetz von 1924 (Rechtien und Irsch 2006, S. 60). Zwischen 1922 und 1932 entstanden über 400 Sexualberatungsstellen.

Nach der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus kam es zu faschistisch betriebenen sozialpolitischen Einschränkungen des Beratungswesens. 1935 wurde die Berufsberatung in ein Programm zur Lenkung der Arbeitskräfte umgewandelt, in den Erziehungsberatungsstellen wurde „Rassenhygiene“ propagiert und praktiziert (Schubert 2015, S. 35). In den USA entwickelte Carl Ransom Rogers in der Zeit zwischen 1938 und 1950 die klientenzentrierte, heute personzentriert genannte beratende Gesprächsführung (Rogers 1951), die seit ihrer Übertragung in den deutschen Sprachraum durch das Ehepaar Annemarie und Reinhard Tausch zu den etablierten Beratungsformen gehört.

Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges brachte die amerikanische Besatzungsmacht die Child Guidance Idee nach Deutschland, um die nationalsozialistischen Denkschemata zu brechen, was zu einer Institutionalisierungswelle in der Erziehungsberatung führte. In den 1960er und 1970er Jahren kam es durch die wirtschaftliche Entwicklung und die Psychologisierung des Alltagslebens zu einem Modernisierungsschub im Sozial- und Gesundheitswesen. Einheitliche Grundsätze für die Förderung von Beratungsstellen enthielten Standards für Arbeit, Finanzierungsstruktur und Bedarfsplanung sowie differenzierte Beratungsangebote wie z.B. Erziehungs-, Ehe-, Familien- und Lebensberatung, Schwangerschaftskonfliktberatung, Drogenberatung, Telefonseelsorge und Schuldnerberatung.

Diese Institutionalisierung kann als Realisierung einer spezifischen gesellschaftlichen Funktion durch einen Kompromiss zwischen dem Staat als Garant des rechtlichen Rahmens, den TrägerInnen (ArbeitgeberInnen), den Berufsgruppen mit spezifischer Qualifikation (ArbeitnehmerInnen) und der Wissenschaft (Ausbildung/Forschung) verstanden werden (Rechtien und Irsch 2006, S. 61).

Seit den 1980er Jahren hat sich Beratung als fester Bestandteil der psychosozialen Versorgung etabliert. Die Popularisierung von Therapie und Beratung führte allerdings auch zu Abgrenzungsproblemen gegenüber der Psychotherapie: Beratung als eine Art kleiner Therapie.

Das im Jahre 1999 in Kraft getretene Gesetz über die Berufe des Psychologischen Psychotherapeuten und des Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (Psychotherapeutengesetz - PsychThG) nutzt Ausschlusskriterien zur Abgrenzung: danach gehören psychologische Tätigkeiten, die die Aufarbeitung und Überwindung sozialer Konflikte oder sonstige Zwecke außerhalb der Heilkunde verfolgen, nicht zur Psychotherapie (PsychThG § 1, Abs. 3, nach Pulverich 1998, S. 17). So unscharf dieser und andere Abgrenzungsversuche auch sind, so führten sie doch zu einem eigenständigen professionellen Selbstverständnis.

4 Professionalisierung

Im Alltagsverständnis wird „professionell“ meist im Sinne von „fachlich qualifiziert“, „im Rahmen eines Berufes“, „vertraglich geregelt“ oder auch nur „bezahlt“ verstanden, aber auch in der Fachliteratur finden sich ähnliche Verwendungen, die wenig geeignet erscheinen, das Spezifische des Überganges von einem Beruf zu einer Profession zu erfassen. Dabei ist die Debatte über die Professionalisierung beruflicher Tätigkeiten nicht neu: bereits zu Beginn des vorigen Jahrhunderts stellte Abraham Flexner die Frage, ob Sozialarbeit eine Profession sei und nannte Kriterien zur Beurteilung (Flexner 2015).

In der Berufssoziologie ist der Begriff in zwei Bedeutungen zu finden. Im Sinne einer Verberuflichung einer zuvor privat oder ehrenamtlich ausgeübten Tätigkeit benutzt, geht es beispielsweise um die Frage, was „professionelle“ Beratung von Alltagsberatung unterscheidet. Im engeren Sinne meint Professionalisierung die Entwicklung eines Berufes zu einer Profession (Rechtien 2009a, Seel 2009), an deren Ende die Absolventen beanspruchen, „eine berufliche Leistung auf der Basis systematischen Wissens und von besonderem Wert für die Gesellschaft anzubieten“ (Hartmann und Hartmann 1982, S. 194).

Als Merkmale einer Profession gelten eine in der Regel akademische Ausbildung, ein hoher Grad an beruflicher Organisation, eine eigene Berufsethik, soziale Bedeutsamkeit und gesellschaftliches Ansehen, die Verpflichtung auf zentrale gesellschaftliche Werte (wie z.B. Gesundheit, Rechtsdurchsetzung, Wahrheit) sowie weitgehende sachliche Gestaltungsfreiheit bei der Ausübung der professionellen Tätigkeit. Professionen unterliegen primär einer kollegialen Selbstkontrolle und können weder durch den Markt noch durch Bürokratien angemessen kontrolliert werden (Stock 2006).

Im Gegensatz zum Alltagsverständnis dient eine professionelle Ausbildung von BeraterInnen also nicht nur dem Erwerb fachlicher Kompetenz, sondern auch der Identifikation mit dem Beruf und der Internalisierung von Normen und Idealen beruflicher Ethik. Die Sicherung der Qualität fachlichen Handelns durch beständige Weiterbildung insbesondere auch im Hinblick auf neueste wissenschaftliche Forschungsergebnisse gehört ebenfalls zu den Kriterien für Professionalität; in der Ausbildung von professionellen BeraterInnen müssen diese die Fähigkeit zu selbstgesteuerter Aneignung von Beratungswissen und zur selbstgesteuerten Anwendung dieses Wissens auf ihre Beratungspraxis erwerben (Rechtien 2009b)

Der berufsspezifische ethische Kanon von Professionalität betrifft zum einen das Verhältnis von Professional und KlientIn und zum anderen das Verhältnis der Professionsangehörigen untereinander. Die Regelung solcher Interaktionsbeziehungen gehört zu den Aufgaben von Berufs- und Standesorganisationen, z.B. der Deutschen Gesellschaft für Beratung (DgfB) und der Vereinigung von Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern zu Förderung von Beratung/Counseling in Forschung und Lehre (VHBC). Deren Hauptaufgabe ist die Überprüfung und Sicherung der Kompetenz der Professionsangehörigen sowie die Überwachung der Einhaltung der beruflichen Normen. Die Kontrolle solcher ethischen Standards erfolgt zu einem großen Teil über Selbstkontrolle und Kontrolle durch FachkollegInnen. Bei aller Autonomie liegt die Berufsausübung also nicht vollständig und ausschließlich im Ermessen der Beteiligten.

Mit der Entwicklung zur Profession steigen zwar Prestige und gesellschaftliche Anerkennung, andererseits ist sie mit Reglementierungen und mit einer Bürokratisierung verbunden, die als schmerzlich empfunden werden. In einigen Anwendungsbereichen, z.B. in der Sozialberatung nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz, in der Steuer- und Rechtsberatung, oder in der Schwangerschaftskonfliktberatung,ist dies durch Gesetze und Rechtsverordnungen relativ fortgeschritten, an anderer Stelle – etwa der Personalentwicklung oder der Unternehmensberatung – gibt es nur wenige spezifische Regelungen (Schubert 2015).

5 Fundierung professioneller Beratung

Professionell zu verantwortende Beratung wird durch wissenschaftlich fundierte Handlungskonzepte und eine standardgemäße Ausbildung in solchen Konzepten fundiert und gesichert. Dazu gehören regelmäßig:

  • Theorie und Methodik von Beratung in verschiedenen Settings, einschließlich Diagnostik, Entwicklungs- und Hilfeplanung, Verfahren der Qualitätsentwicklung und -sicherung,
  • Dokumentation und Evaluation der Beratungstätigkeit,
  • Kooperation in interdisziplinären Kontexten und in Beratungseinrichtungen,
  • Supervision,
  • Persönlichkeitsbildung der BeraterInnen,
  • Förderung von Selbst- und Fremdwahrnehmung,
  • Explikation der mitgebrachten impliziten (alltagstheoretischen) Annahmen über Beratungsprozesse.

Für eine beraterische Arbeit in Gruppen bedarf es zusätzlich der fundierten Kenntnis von Gruppenprozessen und Gruppenstrukturen (Rechtien und Irsch 2006, S. 17–18).

6 Handlungsleitende Konzepte: Beratungsformen

Die Anzahl verschiedener Konzeptionen zur (pädagogisch-psychologischen) Beratung ist unübersichtlich groß: bereits 1973 stellten Cunningham und Peters etwa 40 verschiedene Ansätze zusammen (Cunningham und Peters 1973). Dabei beruht die überwiegende Mehrheit auf psychotherapeutischen Ansätzen, ist von diesen abgeleitet oder gar ganz oder teilweise mit ihnen identisch (Patterson 1980). Erst im Zuge der Abgrenzung zur Psychotherapie seit Inkrafttreten des Psychotherapeutengesetzes entstehen tragfähige eigenständige Konzeptionen.

Unterschiedliche Beratungsansätze bieten verschiedene Perspektiven zur Betrachtung von und zum Umgang mit Konflikten, Störungen und psychischem Leid. Sie beruhen auf – mehr oder weniger ausgearbeiteten – Annahmen zu

  • Menschenbild (Anthropologie),
  • Persönlichkeitstheorie,
  • Entwicklungstheorie,
  • Beratungstheorien und Theorien zur sozialen Beeinflussung,
  • und zu Interventionen und ihren Wirkungen
    (Rechtien 2004b, S. 36–38).

Bedeutende und wissenschaftlich fundierte Beratungsansätze sind u.a.:

  • Personzentrierte Beratung auf der Grundlage der klientenzentrierten Gesprächsführung von Carl Ransom Rogers. Grundlegend ist die Annahme einer Aktualisierungstendenz, die jedem Organismus innewohnt und die ihn zu einer konstruktiven Erfüllung seiner inhärenten Möglichkeiten drängt (Rogers 1978, S. 18). Daraus folgt eine spezifische Form der Beziehung zwischen Ratsuchenden und BeraterInnen, in der die persönliche Haltung als ein zentraler Wirkfaktor gilt und die insbesondere durch Akzeptanz, Empathie und Kongruenz ausgezeichnet ist (zu aktuellen Entwicklungen und Anwendungsbereichen z.B. die Beiträge in Gahleitner et al. 2013).
    Stärker handlungsorientierte Konzepte, z.B. der zielorientierte Ansatz, versuchen verhaltenstheoretische Faktoren zu integrieren (Rechtien 2004b, S. 56–66; Sachse 1996, 2005). Der Unterschied zwischen den beiden Richtungen lässt sich am ehesten an der Bedeutung der Beziehung zwischen Ratsuchenden und BeraterInnen verdeutlichen: in der letztgenannten ist diese zwar ebenfalls zentral, gilt jedoch nicht als „Wirkfaktor“.
  • Psychoanalytisch fundierte Beratung, die mit der Gründung erster Erziehungsberatungsstellen in Wien beginnt. Dieser Ansatz bemüht sich, Menschen unter Anwendung der psychoanalytischen Methode in schwierigen Lebenssituationen zu unterstützen. Grundlage ist die Auffassung vom Zusammenwirken unbewusster und bewusster Prozesse des Wahrnehmens, Fühlens und Verhaltens.
    Neben der Erziehungsberatung gehören psychonalytisch orientierte Supervision und psychonalytisch orientierte Organisationsberatung zu den aktuellen Entwicklungen (Datler et al. 2004). Für die Soziale Arbeit hat Junker ein an den Techniken der psychoanalytischen Therapie orientiertes Vorgehen vorgeschlagen (Junker 1973).
  • Gestalttheoretisch fundierte und Integrative Beratung, deren theoretische Wurzeln einerseits in der Freudschen Psychoanalyse (ohne deren triebtheoretische Annahmen), andererseits in der ganzheitlichen Betrachtungsweise der Gestalttheorie liegen. Die zentrale Rolle der Sexualität in Freuds Ansatz wird kritisiert und durch den Hunger als grundlegenden Antrieb ersetzt; außerdem wird die assoziationstheoretische durch die holistische Sichtweise der Gestalt- und Feldtheorie ersetzt (Perls 2016).
    Die Integrative Gestalt-Beratung arbeitet ganzheitlich an der Selbstorganisationsfähigkeit des Menschen; sie geht von einem fließenden Übergang zwischen Beratung und Psychotherapie aus und bezieht Körperarbeit und kreative Medien ein (Petzold 1981, 1988; Rahm 2004).
  • Verhaltenstheoretisch und kognitiv fundierte Beratung – dazu gehören u.a. Angstbewältigungs-, Problemlöse- und Selbstinstruktionstrainings, Desensibilisierung, rational-emotive Verfahren (Ellis 2008) – besitzt die gleiche theoretische Basis wie die Verhaltenstherapie. Nachdem zunächst lerntheoretisch fundierte Ansätze dazu tendierten, Persönlichkeits- und Entwicklungstheorie als identisch mit der jeweiligen Lerntheorie zu betrachten, ergab sich mit der Aufnahme von Modellen der Informationsverarbeitung eine Akzentverschiebung.
    Diese Modelle sind wesentliche Stütze der kognitiven Verhaltenstherapie und des entsprechenden Beratungskonzeptes, insbesondere besitzen sie eine gewisse persönlichkeitstheoretische Relevanz: die (einseitige) Betonung der Situationsbedingtheit von Verhalten wird durch eine Sichtweise ersetzt, in der situative Faktoren mit individuellen und überdauernden Wahrnehmungs- und Interpretationsmustern zusammenwirken (Borg-Laufs 2004, Rechtien 2004b, S. 124–145).
  • Systemische Beratung mit Wurzeln in der Systemischen Familientherapie, die (Verhaltens-)Probleme als Muster betrachtet, an deren Schaffung und Aufrechterhaltung mehrere Personen beteiligt sind. Eine solche ganzheitliche Sichtweise richtet die Aufmerksamkeit auf (beobachtbare) Interaktionsmuster und auf (indirekt erschließbare) Wahrnehmungs- und Interpretationsmuster der Beteiligten (Brunner 2004). Als sozialkonstruktivistische Beratung betont sie Identität, Erfahrung und Lebenskohärenz als Beratungsziele. Dabei geht sie davon aus, dass das Wahrgenommene keine objektive Darstellung der Wirklichkeit ist, sondern eine soziale Konstruktion.
  • Lösungsorientierte Beratung, die statt auf Probleme v.a. auf das fokussiert, was „noch funktioniert“ oder was funktionieren könnte
    (Nestmann et al. 2004, Rechtien 2004b).

7 Anwendungsfelder und Formate

Ein zentrales Diskussionsthema in der Beratungsszene der letzten Jahre war die Abgrenzung einzelner Formate – Möller et al. nennen das den Narzismus der kleinen Differenz (Möller et al. 2014, S. 314). Tatsächlich führt das Anwachsen des Marktes der Beratungsdienstleistungen zu schwindender Klarheit darüber, was sich hinter den Etiketten der Angebote verbirgt (Reyer 2016).

So wurden und werden z.B. unterschieden:

  • (Psycho)soziale Beratung: Lebensweltorientierte soziale Beratung erweitert das in der sozialen Arbeit bewährte Konzept der Einzelfallhilfe um den Bezug auf die gesellschaftlichen Verhältnisse und bietet Unterstützung innerhalb der sozialen Strukturen des jeweiligen Klienten (Rechtien und Irsch 2006, S. 133–134).
  • Coaching: In der Fachliteratur findet sich eine gewisse Uneinheitlichkeit in der Begriffsverwendung. Diese reicht von einer modischen Worthülse für hausinterne oder externe Weiterbildung über Nachschulung und Flugangst-Coaching bis hin zu Vorgesetztencoaching für unterstellte MitarbeiterInnen (Schreyögg 2004, S. 947).
    Für den Management- und Personalentwicklungsbereich kann als brauchbare Arbeitsdefinition die Beratung in berufsbezogenen oder beruflich verursachten Problemlagen gelten. Im Sozialmanagement finden sich ähnliche Formen berufsbezogener Unterstützung unter der Bezeichnung Supervision.
  • Supervision: Ebenso wie Coaching bezieht sich dieses Format thematisch auf die berufliche Praxis. Im administrativen und ökonomischen Bereich bezeichnet Supervision eine Vorgesetztenfunktion; auch in der Sozialen Arbeit wurde sie zunächst in diesem Sinne interpretiert: Supervision bestand darin, neue Mitarbeiter mit den spezifischen diagnostischen Kategorien und Methoden der Sozialen Arbeit vertraut zu machen.
    Durch die in den letzten Jahren entstandene Nähe zur psychotherapeutischen Arbeit verlor sich dieser Kontrollcharakter und die Unterstützung der fachlichen und persönlichen Kompetenzentwicklung trat in den Vordergrund (van Kessel 2015). Als Beratungsformat findet sich Supervision heute auch in weiteren beruflichen Zusammenhängen wie der Beratung von ManagerInnenn, PädagogInnen, TheologInnen.
  • Mediation: Als Form der Konfliktregelung hat sich Mediation als freiwilliges, außergerichtliches Verfahren etabliert und steht neben den institutionalisierten gerichtlichen Verfahren der Konfliktaustragung. Es soll die Konfliktparteien bei der Suche nach Lösungen unterstützen, die von allen Beteiligten akzeptiert werden können. Mediation ist als strukturierte und zielorientierte Kurzzeitintervention nicht eindeutig den Beratungsformaten zuzuordnen.
  • Case Work – Einzelfallhilfe: Diese auf den Einzelfall, also auf die individuell-biografische Situation und Lebenslage des Ratsuchenden zielende Intervention hat sich als eine grundlegende Methode in der Sozialen Arbeit etabliert. Als Handlungsarten lassen sich ausmachen: a) Beratung, b) Verhandlung, c) Intervention, d) Vertretung, e) Beschaffung und f) Betreuung. Einzelfallhilfe ist mit dem zweifachen Vermittlungsproblem zwischen Hilfe und Kontrolle sowie persönlicher Veränderung und Lebensweltorientierung konfrontiert.
  • Organisationsberatung: Die Ausweitung von Beratung auf größere soziale Systeme entstand zunächst als Unternehmensberatung, die sich deutlich als Beratung durch Experten in Form von Informationsbeschaffung und Problemlösung verstand. Mit der Ausweitung auf „nicht-unternehmerische“ Organisationen wie Schulen, Kliniken und andere Non-Profit-Einrichtungen änderte sich dieses Selbstverständnis: Gruppenphänomene, informelle Strukturen, mikropolitische Prozesse und organisationskulturelle Muster und Veränderungsresistenzen wurden Gegenstand der Analyse und Intervention. Aktueller Erkenntnisstand ist, dass sich ein organisatorisches System nur selbst verändern kann (Selbstorganisationsmodelle) und die BeraterIn v.a. als ProzessbegleiterIn fungiert.
  • Personalberatung: Professionelle Personalberatung als Unterstützung von ArbeitgeberInnen bei der Suche nach und der Auswahl von Führungskräften soll die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens durch Optimierung der „Human Ressources“ verbessern. Im Zuge der Weiterentwicklung in Richtung Personalentwicklung wurde die reine Personalbeschaffungsfunktion durch weitere Aufgaben wie z.B. die Outplacement-Beratung ergänzt. Seit 1998 ist die Tätigkeit von PersonalberaterInnen erlaubnispflichtig – ausgenommen sind öffentlich-rechtliche Maßnahmen der sozialen Sicherung und erfolgsunabhängig vergütete Maßnahmen der Suche nach MitarbeiterInnen.
  • Familienberatung: Die Beratung von Familien gehört zu den systemisch orientierten Ansätzen. Sie setzt nicht allein auf die Veränderung einer inviduellen KlientIn als „ProblemträgerIn“, sondern richtet sich auf das soziale Umfeld Familie und betrachtet dieses als problemverursachend und veränderungswürdig. Zielsetzung ist, die Funktionsfähigkeit der Gesamtfamilie oder eines Teiles der Familie und damit auch die der Familienmitglieder zu verbessern (Ehrhardt 2010, Haid-Loh und Lindemann 2004).
  • Berufs- und Karriereberatung: Eine bis heute weithin vertretene Auffassung versteht Berufsberatung als Beratung für die erste Berufswahl. Dagegen umfasst sie nach den Bestimmungen des Arbeitsförderungsgesetzes neben der Berufsorientierung die Ausbildungsvermittlung, die berufliche Bildung und deren Förderung. Nach der Abschaffung des Monopols der Bundesanstalt (heute: Bundesagentur) für Arbeit entstand ein umfangreicher Markt, in welchem auch Laufbahn-, Bewerbungs- und Karriereberatung angeboten wird. Zu letzterer gehört auch die Unterstützung beim Ausstieg aus dem Berufsleben (Rechtien und Irsch 2006, S. 30–31, 76–77; Thiel 2004).
  • Paar- und Eheberatung: Zwei grundlegende Entwicklungen der Paarberatung lassen sich feststellen: ein pädagogisch-erzieherischer Ansatz, bei dem Fragen der Gesundheit, Hygiene und Aufklärung im Vordergrund standen, sowie ein therapeutisch kurativ geprägter Ansatz, der in neuerer Zeit, auch unter dem Einfluss der systemischen Beratungsansätze, an Bedeutung gewann (z.B. Bochmann 2004).
    Bei der Einrichtung von Eheberatungsstellen und ihrem weiteren Ausbau stand die Einsicht Pate, dass die gesellschaftlichen Entwicklungen die Stabilität familiärer Strukturen infrage stellen würde. In konflikthaften, verunsichernden oder belastenden Situationen wird Ratsuchenden Hilfestellung zur Klärung geboten (Struck 2004).

8 „Face-to-face“: Beratung im unmittelbaren Gegenüber

Sieht man von informellen – und damit im o.g. Sinne nichtprofessionellen – Beratungsprozessen ab, so lassen sich formalisierte und halbformelle Konstellationen sowie„Komm“-Strukturen und „aufsuchende“ Beratung unterscheiden (Sickendiek et al. 1999, S. 23; Zwicker-Pelzer 2015, S. 128–129, 139-142).

  • Institutionalisierte, formalisierte Beratung findet in Beratungsstellen durch professionelle BeraterInnen mit ausgewiesener Kompetenz statt. Diese Einrichtungen sind durch ihren Auftrag, ihre Institutionalisierung, ihre Trägerschaft und Finanzierung eindeutig bestimmt. In dieser Struktur begründet ist ein grundlegender Konflikt, nämlich der zwischen individuellem Bedarf der Ratsuchenden und den von der Institution vertretenen Werten. Besonders sichtbar wird dies bei der Drogen- und der Schwangerschaftskonfliktberatung (Großmaß 2004, S. 489).
    Formalisierte Beratung in entsprechenden Institutionen ist durch eine Komm-Struktur (Zwicker-Pelzer 2015, S. 139–142) gekennzeichnet: Ratsuchende haben sich zur Inanspruchnahme von Unterstützung und zum Aufsuchen der Beratungsstelle entschieden.
  • Aufsuchende bzw. zugehende Beratung findet im häuslichen Rahmen der Ratsuchenden statt. Diese ist niedrigschwellig, d.h. für Ratsuchende leichter annehmbar, stellt BeraterInnen allerdings vor schwierigere Aufgaben, etwa bei der Prozessgestaltung (Zwicker-Pelzer 2015, S. 139–142).
  • Halbformelle Beratung findet sich als Bestandteil eines anderen, jedoch angrenzenden, etwa medizinischen, pädagogischen, pflegerischen o.ä. Berufes.
  • Ein wenig formalisiertes und damit niedrigschwelliges Setting bietet die Beratung zwischen Tür und Angel (Hollstein-Brinkmann und Knab 2014, Knab 2008, 2013). Ratsuchende sprechen professionelle BeraterInnen außerhalb formell strukturierter Settings, oftmals wortwörtlich zwischen Tür und Angel an, sie bestimmen damit Ort, Zeit und Dauer des Beratungsgesprächs. Für die Beratenden stellen sich damit hohe professionelle Anforderungen im Umgang mit Rollenunsicherheit und Entwicklung situationsangemessenen Verhaltens.
  • Neben dieser Unterscheidung von Formalisierungsgraden ist auch diejenige von Einzelberatung vs. Beratung in Gruppen von Bedeutung. Obwohl (psycho)soziale Beratung innerhalb gruppaler Settings eine lange Tradition hat, scheint ein Großteil der aktuellen Beratungskonzepte auf dem Verständnis zu beruhen, dass Beratung ein dyadischer Prozess zwischen Einzelpersonen ist – und zwar auch dann, wenn dieser Prozess innerhalb einer Gruppe stattfindet. Als notwendige Beratungskompetenzen werden dann diejenigen angesehen (und in der Ausbildung vermittelt), die für die Beratung in Dyaden gelten. Damit wird übersehen, dass Beratung in gruppalen Konstellationen immer auf (mindestens) zwei Systemebenen stattfindet: auf der individuellen Ebene und auf der Ebene der innerhalb der Gruppe ablaufenden Prozesse. Zu den „üblichen“ Beratungskompetenzen müssen also Kompetenzen im Umgang mit Rollen und Normen, gegenseitiger Beeinflussung der Gruppenmitglieder, mit Gruppenleitung usw. kommen (Rechtien 2004a).

9 Medial vermittelte Beratung

  • Telefonseelsorge: Durch die Anonymität der Kontaktaufnahme über das Telefon ist die Telefonseelsorge ein besonders niedrigschwelliges Beratungsangebot. Gegründet wurde sie 1953 zur Suizidprophylaxe in Großbritannien, als Dienst der christlichen Kirchen arbeitet sie seit 1956 in Seelsorge und Krisenintervention. Die Deutsche Telefonseelsorge erweiterte im Jahre 1995 ihr Angebot um Mail- und Chatseelsorge (Hücker 2016; Kühne und Hintenberger 2013).
    Für Kinder und Jugendliche gibt es seit 1980 eine kostenfreie telefonische Beratung des Vereins „Nummer gegen Kummer“, mehrsprachig und ebenfalls kostenlos ist das Hilfetelefon „Schwangere in Not – anonym und sicher“. Info-Telefone zu verschiedenen Themen bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, seit 2003 gibt es eine kostenpflichtige „Sucht & Drogenhotline“. Diese Angebote sind Bestandteile des social support, sind allerdings allenfalls teilweise der Beratung im hier definierten Sinne zuzurechnen.
  • Online-Beratung: Ebenso wie die Telefonseelsorge ist die Online-Beratung ein niedrigschwelliges Angebot, das es vielen Menschen erst möglich macht, um Unterstützung in Problemlagen nachzusuchen, zumal internetbasierte Kommunikation zu den Selbstverständlichkeiten der jungen Generation gehört. Sie gewährt weitgehende Anonymität und Unabhängigkeit von Rahmenbedingungen wie räumliche und zeitliche Zugänglichkeit (Döring und Eichenberg 2013; Kühne und Hintenberger 2013).
    Die häufigsten Beratungskonstellationen sind Mail-Beratung, Internetforen und Chat, dabei stellt sich als noch zu leistende Aufgabe die Erforschung der für qualitativ hochwertige Online-Beratung erforderlichen Kompetenzen und deren Sicherstellung (Ploil 2009). In der Tat reicht das Angebot von selbsternannten ExpertInnen über Beratungslaien bis zu speziell ausgebildeten Personen. Erste Qualitätsstandards, an denen kontinuierlich weitergearbeitet wird, gibt es seit 2003 (Huth-Hildebrandt 2013).
  • Ratgeberliteratur und Ratgebersendungen: Folgt man einer breiten Definition von Beratung/Ratgeben, dann beginnt der Boom von Ratgeberliteratur mit der Druckerpresse im 15. Jahrhundert: Ratgeber- und Lehrbücher vermitteln Wissen darüber, wie man dieses oder jenes tut oder tun sollte. Periodisch erscheinende Druckerzeugnisse enthalten seit der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts bis heute Ratgeber-Kolumnen, in denen auf reale oder auch erfundene Leserfragen, insbesondere zu Fragen der Sexualität, geantwortet wird (Wandhoff 2016, S. 166–167, S. 177–179). „Reflexivität hat hier schon lange keinen Platz mehr“ (Engel 2004, S. 501). Seriöser präsentiert sich Ratgeberliteratur zu Erziehungsfragen (Keller 2013).
    Ratgeberliteratur und Ratgebersendungen entsprechen in erster Linie dem Alltagsverständnis von Beratung: Sie produzieren und präsentieren Informationen und – deutlich ist dies bei Gesundheitsratgebern – sie werten, indem sie Normen wie z.B. gesunde Ernährung, Bewegung vermitteln. Immerhin können diese Angebote auch Reflexion und Selbsthilfepotenzial aktivieren (Merten 2005).

10 Quellenangaben

Bochmann, Andreas, 2004. Paarberatung. In: Frank Nestmann, Frank Engel, Ursel Sickendiek, Hrsg. Das Handbuch der Beratung. Band 2: Ansätze, Methoden und Felder. Tübingen: dgvt Verlag, S. 1005–1013. ISBN 978-3-87159-049-8 [Rezension bei socialnet]

Borg-Laufs, Michael, 2004. Verhaltensberatung nach dem kognitiv-behavioristischen Modell. In: Frank Nestmann, Frank Engel, Ursel Sickendiek,Hrsg. Das Handbuch der Beratung. Band 2: Ansätze, Methoden und Felder. Tübingen: dgvt Verlag, S. 629–640. ISBN 978-3-87159-049-8 [Rezension bei socialnet]

Brunner,Ewald Johannes, 2004. Systemische Beratung. In: Frank Nestmann, Frank Engel, Ursel Sickendiek, Hrsg. Das Handbuch der Beratung. Band 2: Ansätze, Methoden und Felder. Tübingen: dgvt Verlag, S. 655–661. ISBN 978-3-87159-049-8 [Rezension bei socialnet]

Cunningham, Louis M. und Herman Jacob Peters, 1973. Counseling Theories. Columbus: Ch.E. Merril. ISBN 978-0675090667

Datler, Wilfried, Kornelia Steinhardt und Johannes Gstach, J., 2004. Psychoanalytisch orientierte Beratung. In: Frank Nestmann, Frank Engel, Ursel Sickendiek, Hrsg. Das Handbuch der Beratung. Band 2. Ansätze, Methoden und Felder. Tübingen: dgvt-Verlag, S. 613–627. ISBN 978-3-87159-049-8 [Rezension bei socialnet]

Döring, Nicola und Christiane Eichenberg, 2013. Sozialpsychologie der Online-Beratung. In: Frank Nestmann, Frank Engel, Ursel Sickendiek, Hrsg. Das Handbuch der Beratung. Band 3. Neue Beratungswelten. Tübingen: dgvt Verlag, S. 1587–1600. ISBN 978-3-87159-8

Ehrhardt, Angelika, 2010. Methoden der sozialen Arbeit. Schwalbach: Wochenschau Verlag. ISBN 978-3-89974-476-7 [Rezension bei socialnet]

Ellis, Albert, 2008. Grundlagen und Methoden der Rational-Emotiven Verhaltenstherapie. Überarbeitete und ergänzte Fassung. 2. Aufl. Stuttgart: Klett-Cotta. ISBN 978-3-608-89079-2

Engel, Frank, 2004. Beratung und neue Medien. In: Frank Nestmann, Frank Engel, Ursel Sickendiek, Hrsg. Das Handbuch der Beratung. Band 1. Disziplinen und Zugänge. Tübingen: dgvt Verlag, S. 497–509. ISBN 978-3-87159-048-1 [Rezension bei socialnet]

Flexner, Abraham, 2015. Is social Work a profession? (Reprint). o.O.: Forgotten Books. ISBN 978-1-133-222-50-26

Gahleitner, Silke Brigitta, Ingmar Maurer, Eleonore Oja Ploil und Ursula Straumann, Hrsg., 2013. Personzentriert beraten: alles Rogers? Theoretische und praktische Weiterentwicklungen. Weinheim, Basel: Beltz Juventa. ISBN 978-3-7799-2828-7 [Rezension bei socialnet]

Großmaß, Ruth, 2004. Beratungsräume und Beratungssettings. In: Frank Nestmann, Frank Engel, Ursel Sickendiek, Hrsg. Das Handbuch der Beratung. Band 1. Disziplinen und Zugänge. Tübingen: dgvt Verlag, S. 487–496. ISBN 978-3-87159-048-1 [Rezension bei socialnet]

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12 Informationen im Internet

Autor
Dr. Wolfgang Rechtien
Bis 2009 Vorstandsmitglied und Geschäftsführer des Kurt Lewin Institutes für Psychologie der FernUniversität sowie Ausbildungsleiter für Psychologische Psychotherapie.
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Zitiervorschlag
Rechtien, Wolfgang, 2018. Beratung [online]. socialnet Lexikon. Bonn: socialnet, 26.04.2018 [Zugriff am: 17.06.2019]. Verfügbar unter: https://www.socialnet.de/lexikon/Beratung

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veröffentlicht am 26.04.2018

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