Blindentechnische Grundausbildung
Prof. Dr. Carl Heese
veröffentlicht am 10.07.2025
Die Blindentechnische Grundausbildung ist eine berufsvorbereitende Bildungsmaßname mit dem Ziel, blinden oder schwer sehbeeinträchtigten Personen und solchen, die davon bedroht sind, eine Grundrehabilitation zu ermöglichen, mit der die allgemeinen Fähigkeiten zur Teilhabe an Alltag und Beruf gestärkt werden.
Die Maßnahme ist für Personen vorgesehen, die grundsätzlich eine Berufsausbildung oder eine Umschulung aufnehmen wollen, die aber aufgrund ihrer Beeinträchtigung noch nicht ausreichend ausbildungsfähig sind. Sie wird von Berufsbildungswerken und Berufsförderzentren angeboten und dauert zwischen zehn und zwölf Monaten. Die Finanzierung erfolgt durch die Bundesagentur für Arbeit, sofern diese der zuständige Träger der Rehabilitation ist. Als typische Inhalte werden folgende angegeben:
- Erlernen der Punktschrift (Braille)
- Einführung in die Bedienung von blindenspezifischen Computerhilfsmitteln
- Einführung in die Arbeit mit elektronischen Blindenlesegeräten und -notizgeräten
- Training von Orientierung und Mobilität
- Training lebenspraktische Fähigkeiten
Wissenschaftliche Evaluationen zur BTG liegen nach unserer Kenntnis bislang nicht vor.
Quellenangaben
Bundesagentur für Arbeit, 2025. Grundausbildung für Menschen mit hochgradigen Seh- oder Hörbehinderungen beantragen [online]. Nürnberg: Bundesagentur für Arbeit [Zugriff am: 07.07.2025]. Verfügbar unter: https://www.arbeitsagentur.de/datei/​behinderungsbedingt-erforderliche-grundausbildung_ba041939.pdf
Verfasst von
Prof. Dr. Carl Heese
Professur für Rehabilitation an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg
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