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Cohn, Ruth C.

Prof. Dr. Matthias Scharer

veröffentlicht am 05.04.2023

GND: 118521438

* 27.08.1912 in Berlin

30.01.2010 in Düsseldorf

Ruth C. Cohn 1979 bei der Verleihung des Ehrendoktorats an der Universität Hamburg
Abbildung 1: Ruth C. Cohn 1979 bei der Verleihung des Ehrendoktorats an der Universität Hamburg (Bildquelle unbekannt, gescannt M. Scharer, HU UA, NL Cohn, Nr. 340, Bild 42)

Ruth C(harlotte) Cohn war eine deutsch-jüdische Psycho- und Gesellschaftstherapeutin, Begründerin der Themenzentrierten Interaktion (TZI) und Poetin.

Überblick

  1. 1 Biografische Spuren
    1. 1.1 Berliner Kindheit und Jugend
    2. 1.2 Migrantin
    3. 1.3 Poetin
    4. 1.4 Psychoanalytikerin, Erlebnis- und Gestalttherapeutin
    5. 1.5 Ehepartnerin und Mutter
    6. 1.6 Auf der Suche nach einer Heimat
  2. 2 Lebenswerk: Lebendig Lernen als Gesellschaftstherapie
  3. 3 Wirkungsgeschichte
  4. 4 Aktuelle Bedeutung
  5. 5 Quellenangaben
  6. 6 Literaturhinweise
  7. 7 Informationen im Internet

1 Biografische Spuren

Ruth Charlotte Hirschfeld, verehelichte Ruth C. Cohn, wurde am 27. August 1912 als zweites Kind des deutsch-jüdischen Ehepaars Elisabeth, geb. Heiden-Heimer (1883–1956), und Arthur (1873–1930) Hirschfeld geboren. Nach zweimaliger Flucht, 1933 in die Schweiz und 1941 in die USA, kehrte sie in den 1970er-Jahren nach Europa zurück. Bis ungefähr 2000 wohnte sie in unmittelbarer Nähe zur reformpädagogischen Internatsschule Ecole d’Humanité, im Berner Oberland (Goldern), in der sie regelmäßig mit den Lehrer:innen arbeitete. In Europa wurde sie vor allem durch ihren pädagogisch-therapeutischen Ansatz des Lebendigen Lernens (ursprünglich: Living Learning), der Themenzentrierten Interaktion (ursprünglich: Theme-centered Interactional Method – TIM), bekannt. Ruth C. Cohn verstarb am 30. Januar 2010 im 98. Lebensjahr im Haus ihrer Freundin Helga Herrmann in Düsseldorf, die sie in den letzten Jahren gepflegt hatte.

1.1 Berliner Kindheit und Jugend

Die Kindheit und frühe Jugendzeit (Scharer 2020, S. 27–54) erlebte Ruth Charlotte Hirschfeld mit ihren Eltern und ihrem Bruder Karl Ernst (1909–2001) in Berlin, mit Ausnahme eines Studiensemesters in Heidelberg. Ruths Mutter, die aus einer wohlhabenden jüdischen Kaufmannsfamilie in Mainz stammte, war Pianistin, übte den Beruf aber nie außerhäuslich aus. Ihr Vater war Bankkaufmann und an der Berliner Börse. Die etablierte jüdische Familie überstand den Ersten Weltkrieg und die Kriegsfolgen relativ unbeschadet. Im Januar 1930 starb Ruths Vater. Nach dem Abitur hatte Ruth im Sommersemester 1931 zunächst ein Studium der Nationalökonomie in Heidelberg begonnen, jedoch noch während des Semesters – fasziniert vom bekannten Goetheforscher Friedrich Gundolf (1880–1931) – auf Literatur gewechselt und ihr Studium nach Gundolfs Tod bis zu ihrer Flucht an der Humboldt Universität zu Berlin fortgesetzt.

1.2 Migrantin

Die in ganz Europa aufkommenden faschistischen Bewegungen und der Aufstieg Adolf Hitlers, der am 30. Januar 1933 in Deutschland an die Macht kam, belasteten Ruth Charlotte Hirschfeld so sehr, dass sie bereits am 31. März 1933 nach Zürich floh. „Das Grauen der Zeit erlebte ich sehr tief. Daß ich in Zürich leben konnte, erschien mir als ein seltsam schicksalhaftes Geschenk“ (Cohn und Farau 2008, S. 213). Dort konnte sie ihre Studien, vor allem der Psychologie, fortsetzen und eine sechsjährige Lehranalyse absolvieren, in der ihre Erfahrungen als jüdische Migrantin eine bedeutende Rolle spielten.

„Mein Analytiker, Medard Boss, war jung und attraktiv. Ich lag auf der Couch, wie das bei der klassischen Analyse üblich ist, er sass hinter mir, und während er zuhörte, redete ich über meine Angst vor den Nazis und vor dem kommenden Krieg, über meine Kinderzeit und über meinen Freund, mit dem mich eine ähnliche Herkunft verband. Auch von unserer Flüchtlingstätigkeit erzählte ich, die einen wichtigen Teil in unserem Leben einnahm“ (Brühlmann-Jecklin 2010, S. 26).

1936 verlor Ruth C. Cohn – wie alle Juden – ihre deutsche Staatsbürgerschaft. In der Schweiz war sie nicht als Flüchtling, sondern als Studentin registriert.

„Als solche hatte ich nur so lange Anrecht auf Aufenthalt, wie ich studierte. Daher mußte ich mein Studium so einrichten, daß ich nicht doktorieren würde, ehe ich das Land verlassen wollte und konnte. So fügte ich meinen ,eigentlichen Fächern‘, Psychologie, Philosophie und Literatur, außer Medizin noch Theologie und Pädagogik hinzu, ohne zu doktorieren“ (Cohn und Farau 2008, S. 212).

Aus dem Gästebuch der Cohns in der Schweiz
Abbildung 2: Aus dem Gästebuch der Cohns in der Schweiz (Foto: M. Scharer, Original im Jüdischen Museum Berlin)

Der zweiten Flucht, von der Schweiz in die USA 1941, war ein dramatisches Ereignis vorausgegangen: Nach einer Rundfunkmeldung, dass die deutsche Armee auf dem Weg nach Frankreich die Schweizer Grenze überschritten hätte, in deren Nähe die Cohns damals wohnten, erwogen sie die Selbsttötung und die Tötung ihrer kleinen Tochter Heidi, die 1940 geboren wurde, um der Verfolgung durch die Nazis zu entkommen. Glücklicherweise erwies sich die Meldung als falsch. Doch das Vorhaben einer abermaligen Migration blieb bestehen, zumal Ruths Mutter und ihr Bruder inzwischen bereits in die USA geflüchtet waren. Nach einer Odyssee erreichte die Familie mit einem der letzten Flüchtlingsschiffe die USA. Dort erlebte Ruth C. Cohn ein typisches Migrantin-Schicksal: Von einer Krankheit stark beeinträchtigt, wurde sie durch die Trennung von ihrem Mann zur „Single-Mother“ von inzwischen zwei Kindern. Ohne abgeschlossenes Medizinstudium durfte sie zunächst – trotz ihrer Lehranalyse – nicht mit Erwachsenen arbeiten; sie wurde auf die Arbeit mit Kindern verwiesen und machte eine pädagogische Zusatzausbildung.

Noch Jahrzehnte später, nachdem Ruth C. Cohn aus dem amerikanischen Exil wieder in die Schweiz zurückgekehrt war und in einer wunderbaren Bergwelt wohnte, wurden die alten Bilder lebendig, die zeitlebens ihr gesellschaftspolitisches Engagement motivierten.

„Ich möchte aus meinem Zimmer, aus meiner Blumen- und Wasserfall- und Vogelwelt heraus Augen haben, die über die Wiesen und Berge und über nationale Grenzen und Meere hinausschauen können zu den Booten, die auf kalten Wellen schwimmen, mit Frauen und Kindern, die von Piraten vergewaltigt und des letzten Reiskorns und der letzten Kleidung beraubt werden. Ich möchte Ohren haben, die Schreie der Versinkenden zu hören, und die Schreie von Männern in Folterkellern, denen hungrige Hunde ihre mit Fett bestrichenen Penisse abfressen, und die Schreie der Kinder und Eltern, die gegenseitig die Pein des Marterns ihrer Geliebten mit anschauen müssen“ (Cohn und Farau 2008, S. 374).

1.3 Poetin

Von Kindheit an und durch alle Lebensphasen hindurch bis ins hohe Alter verstand sich Ruth C. Cohn als Poetin und schrieb mehr als 200 Gedichte in Deutsch, Englisch und Schwyzerdütsch. Weniger als die Hälfte davon sind veröffentlicht (Cohn 1952; Cohn 1990). Zeitlebens empfand sie eine besondere Nähe zu Johann Wolfgang von Goethes (1749–1832) Weltsicht und führte über alle Migrationsstationen hinweg eine Goetheausgabe mit sich, die heute im Jüdischen Museum zu Berlin aufbewahrt ist. Das wohl bekannteste Gedicht Ruth C. Cohns gibt auch den Buchtitel ihres zweiten Gedichtbandes (1990) vor:

„zu wissen dass wir zählen mit unserem Leben
mit unserem Lieben
gegen die Kälte
Für mich, für Dich, für unsere Welt“
(Cohn 1990, S. 2)

Goetheausgabe, die Ruth C. Cohn über alle Migrationsorte hinweg begleitete
Abbildung 3: Goetheausgabe, die Ruth C. Cohn über alle Migrationsorte hinweg begleitete (Foto: M. Scharer, Original im Jüdischen Museum Berlin)

Neben biografischen Erfahrungen sind die Gedichte von politischen, ökologischen und spirituell-religiösen Themen bestimmt. Gleichzeitig war die Poetin „jedesmal sehr erstaunt, wenn ihre [meine] Gedichte zu Gebeten wurden“ (Cohn und Farau 2008, S. 514).

Als Lyrikerin war Ruth C. Cohn eine Meisterin der Sprache. Sie erzählte wiederholt von den Schwierigkeiten, aber auch den neuen Möglichkeiten, die ihr bereits der erste Übergang in eine für die Berlinerin fremde Sprache, dem „Züritüütsch“ bereitet hatten. Die Distanz zum „Schriftdeutsch“, in der sich der „Widerwille[n] gegen das Nazideutschtum“ ausdrückte und die schnell erlernte „fremde“ deutsche Sprache, die aus dem Widerstand kam, waren offensichtlich (Cohn 1990, S. 14). Sie erlebte das Schweizer Exil als „sprachlich[en] Übergang zum Leben in der Fremdsprache, zum Englischen in den USA“.

„Fast zwanzig Jahre vergingen, ehe ich während einer langen Krankheit und einer neuen Liebesbeziehung nach der Möglichkeit suchte, meine Gefühle lyrisch in englischer Sprache auszudrücken. Als ich mich darin etwas sicherer fühlte, wollte ich ausprobieren, ob ich Gedichte schreiben und veröffentlichen könnte. Ich wagte dies nur unter einem Pseudonym. Ich nannte mich Eve Amat“ (Cohn 1990, S. 14).

Die Rückkehr in den deutschen Sprachraum, in ihre Kindheits- und Jugendsprache war für Ruth C. Cohn mit Widerstand und vielen Fragen verbunden. Ein bis heute herausforderndes Beispiel ist das Gedicht „Entwurzelte Weihnacht“, in dem sie das „entheiligte“ Weihnachtsfest, das sie hier erlebte, mit der „Kristallnacht“ verbindet, in der am 9. November 1938 Häuser, Geschäfte und Synagogen der Juden zerstört wurden (Cohn 1990, S. 46 f.).

1.4 Psychoanalytikerin, Erlebnis- und Gestalttherapeutin

Ruth C. Cohns Hauptinteresse im Schweizer Exil galt der Lehranalyse bei Hans Behn-Eschenburg (1883–1934), der frühzeitig verstarb, und Medard Boss (1903–1990). Auf ihn bezieht sich die leise Ironie im folgenden Zitat, das ihre frühe Ambivalenz zur klassischen Psychoanalyse ausdrückt.

„Zwischen 1933 und 1939 lag ich sechsmal in der Woche – wie es damals üblich war – je eine Fünfzig-Minuten-Stunde lang auf der Couch. Der Analytiker hinter mir hörte mir geduldig zu. Er war jung und attraktiv. Das wußte ich nur, weil ich ihn beim Eintreten und Weggehen an der Tür sah, wenn er mir die Hand gab“ (Cohn-Farau 2008, S. 214).

Die Analyse blieb ambivalent: Einerseits erschlossen sich ihr tiefe Einblicke in die seelischen Zusammenhänge von der Kindheit bis in die gegenwärtige Lebenssituation; andererseits blieb ein Unbehagen bestehen:

„Obwohl ich mehr lernte über mich und andere Menschen, als ich für möglich gehalten hätte, wurden ein Schmerz, eine Sehnsucht in mir immer heftiger – eine Sehnsucht nach etwas Unbestimmtem, das ich finden müßte. – Oft war ich verzweifelt. Manchmal tröstete mich mein Analytiker, der sich ebenso wie ich um die Beendigung der Analyse bemühte, daß wir ,es‘ schon noch finden würden. ‚Es‘ brauche eben seine Zeit. Das ließe sich nicht ändern. – Was war dieses unbekannte ,Es‘? Das Urtrauma, das aus dem Meer des Unbewußten eines Tages auftauchen und alle Rätsel lösen würde?“ (Cohn und Farau 2008, S. 215)

Nach sechs Jahren wurde der Analytiker zum Militärdienst eingezogen, sodass die Analyse abgebrochen werden musste, ohne dass Ruth C. Cohn „das Eigentliche“ gefunden hatte. Auch während der Analyse konnte sie nicht allen Anweisungen des Analytikers folgen; sie sollte keine großen Entscheidungen treffen und die politischen Ereignisse in Deutschland außen vor lassen, was sie aber auf Grund der Lebenssituation nicht konnte. Dennoch blieb die Lehranalyse eine zentrale biografische Spur in ihrem Leben.

Nach der Immigration in die USA verweigerte ihr das New Yorker Psychoanalytische Institut zunächst die Aufnahme als Psychotherapeutin, weil sie kein abgeschlossenes Medizinstudium vorweisen konnte. Verärgert darüber, dass sie nur mit Kindern therapeutisch arbeiten durfte, machte sie dennoch eine Ausbildung an der progressiven Bankstreet School. Das war ein entscheidender Schritt für Ruth C. Cohn, Psychoanalyse und Pädagogik zu verbinden.

In weiteren psychoanalytischen Studien wurde sie mit den Arbeiten von Harry Stack Sullivan (1892–1949) und – nicht zuletzt durch ihren Freund Alfred Farau (1904–1972) – mit Alfred Adler (1870–1939) vertraut. Ab 1946 bis 1973, also bis zu ihrer Rückkehr nach Europa, betrieb Ruth C. Cohn eine private psychotherapeutische Praxis in New York City. Zunehmend entfernte sie sich von der klassischen Psychoanalyse. 1948–1951 war sie am Aufbau der NPAP (National Psychological Association for Psychoanalysis) beteiligt. 1949–1973 machte sie verschiedene Ausbildungen in Gruppentherapie bei Pionieren wie der geborenen Lettin und Schülerin Alfred Adlers, Asya Kadis (1902–1971). Vermutlich konnte sie diese – nach langer Skepsis gegenüber der Gruppentherapie – von deren Wirksamkeit überzeugen.

1.5 Ehepartnerin und Mutter

Nach einer längeren Freundschaft heiratete Ruth Charlotte Hirschfeld am 26. Juli 1938 den Arzt Hans Helmut Cohn (1910–1997), der ebenfalls jüdisch war, im Schweizer Exil. Seit dieser Heirat trug sie den Nachnamen Cohn. Den deutschen Vornamen Charlotte verwendete sie in Hinkunft, wohl aus Protest gegen den Holocaust, fast immer abgekürzt. Den Nachnamen Cohn behielt sie auch nach der Scheidung von Hans Helmut, wie auch nach ihrer zweiten Heirat und Scheidung, ein Leben lang.

Ihr erster Mann, Hans Helmut, hatte nach seinem Medizinstudium in der Schweiz eine Stelle als Arzt angenommen. Briefe aus jener Zeit, die im Nachlass aufbewahrt sind, zeugen von der spannungsreichen und schwierigen Beziehung zwischen den beiden von Beginn an. Ruth bekennt: „Wir heirateten, um die Eltern meines Freundes vor dem sicheren Tod in den Gaskammern zu schützen“ (Cohn und Farau 2008, S. 215). Auf Grund ihres väterlichen Erbes konnte sie als Schwiegertochter die erforderliche „Kaution“ in der Höhe von 10.000 Franken für den Durchgangsaufenthalt der jüdischen Schwiegereltern in der Schweiz garantieren.

Ruth C. Cohn hatte mit Hans Helmut zwei Kinder: Heidi Ursula, die 1940 noch in der Schweiz geboren wurde und fünf Jahre vor ihrer Mutter (2005) in den USA verstarb. Ihr zweites Kind, Peter Ronald, kam 1944 in den USA zur Welt; er lebt heute in Denver. 1949 wurde die Ehe mit Hans Helmut geschieden. Den Schmerz der Trennung, der bereits Jahre der Entfremdung seit der Geburt des zweiten Kindes vorausgegangen waren, versuchte Ruth C. Cohn auch lyrisch zu verarbeiten. Von 1955 bis 1963 war sie mit dem Psychotherapeuten und Künstler Gustav Adolf Woltmann (1910–1975), genannt GUS, verheiratet.

Die zahlreichen Briefe und Dokumente im Zusammenhang mit Ruth C. Cohns Liebesbeziehungen und ihrer Rolle als Mutter und Großmutter, die in ihrem Nachlass im Archiv der Humboldt Universität zu Berlin aufbewahrt sind, und die vor allem die Zeit nach ihrer Rückkehr nach Europa spiegeln, sind archiviert, aber noch nicht bearbeitet.

Ruth C. Cohn mit den beiden Kindern Heidi und Peter im amerikanischen Exil
Abbildung 4: Ruth C. Cohn mit den beiden Kindern Heidi und Peter im amerikanischen Exil (Foto: M. Scharer bei Helga Herrmann, 28.1.2020)

1.6 Auf der Suche nach einer Heimat

Nach eigenen Erzählungen träumte Ruth C. Cohn noch in ihrem Schweizer Exil, dass sie keine Heimat mehr haben werde „außer in den Herzen der Menschen“. Das Gefühl der Heimatlosigkeit und gleichzeitig der Zugehörigkeit zu allen Menschen, ja allen Geschöpfen, verstärkte sich nach ihrer Rückkehr aus dem amerikanischen Exil nach Europa in den 1970er-Jahren, indem sie sich zunehmend als „Planetary Citizen“ verstand. Als „Bürgerin des Planeten“ besaß sie sogar einen symbolischen Pass von einer gleichnamigen amerikanischen Organisation (Scharer 2020, S. 103–127).

Mit Ausnahme einer Reise nach England nach dem Zweiten Weltkrieg, von der ein Gedicht zeugt, und einem kurzen Berlinbesuch, kam Ruth C. Cohn erstmals wieder 1968, auf Einladung des Münchner Psychoanalytikers Helmut Stolze (1917–2004), nach Europa. Er lud sie zum Internationalen Kongress für Gruppenpsychotherapie nach Wien ein, was der Jüdin leichter fiel als nach Deutschland zu reisen. Nach dieser Reise folgten weitere Einladungen zu den Lindauer Psychotherapiewochen, zur Konferenz des Deutschen Arbeitskreises für Gruppenpsychotherapie und Gruppendynamik (DAGG) in Bonn, in das Psychotherapeutische Institut in London und an das Bildungszentrum „Jugendhof“ in der ostwestfälischen Stadt Vlotho, wo sie einige Monate verbrachte.

Auf Kongressen und Fachkonferenzen wurde Ruth C. Cohn mit wichtigen europäischen Psychoanalytiker:innen und Wissenschaftler:innen bekannt, die sie zur Rückkehr nach Europa bewegten. Unter den frühen Kolleg:innen und Freund:innen in Europa waren u.a. die Professorin für Psychotherapie und Psychosomatik an der Universität Düsseldorf Annelise Heigl-Evers (1921–2002) und ihr Gatte Franz Heigl (1929–2001), die das Göttinger Modell der Gruppenpsychotherapie entwickelt hatten; die Bonner Psychiaterin Ingeborg (Bojan) Edle und Freifrau von Plotho (*1919), die deutsch-britische Pionierin der Gruppenanalyse Ilse Seglow (1900–1984), der Altphilologe und Kirchenhistoriker an der Universität Hamburg Matthias Kroeger (1935–2021).

1971 erhielt Ruth C. Cohn von der New Yorker Society for Clinical Psychology den „Psychologist of the Year Award“. Bereits 1972 wurde im Haus von Elisabeth Bollag (1906–1982) in Küsnacht/​Schweiz, anlässlich des 60. Geburtstages von Ruth C. Cohn, W.I.L.L.-Europa (Workshop Institute for Living-Learning) gegründet, das zu W.I.L.L.-International wurde. 1973 hatte Ruth C. Cohn noch eine Gastprofessur an der Clark University in Worcester, Massachusetts USA inne, bevor sie sich 1974 endgültig in der Schweiz niederließ. Ab 1974 bis zu ihrer Pflegebedürftigkeit bewohnte Ruth C. Cohn „die große Aussicht mit der kleinen Wohnung“ in einem kleinen Haus in Hasliberg-Goldern, Schweiz, in der Nähe der Ecole d’Humanité, wo sie über Jahrzehnte mit den Lehrer:innen arbeitete. Von hier aus entfaltete sich ihr Lebenswerk in Europa.

Große Aussicht mit kleiner Wohnung in Hasliberg-Goldern
Abbildung 5: „Große Aussicht mit kleiner Wohnung“ in Hasliberg-Goldern (Foto: M. Scharer gescannt, HU UA, NL Cohn, Nr. 333, Bild 1)

Ruth C. Cohn verstarb im 98. Lebensjahr. Sie setzte sich, solange sie geistig dazu in der Lage war, sehr bewusst mit ihrem Altern auseinander. Eindrucksvolle Manuskripte, die nicht mehr veröffentlicht wurden, finden sich in ihrem Nachlass.

2 Lebenswerk: Lebendig Lernen als Gesellschaftstherapie

Das Lebenswerk Ruth C. Cohns ist eng mit ihrer Biografie verbunden: „Geprägt von ihren Erfahrungen unter der NS-Diktatur und ihrem Leben in der Emigration begründete sie im amerikanischen Exil die Themenzentrierte Interaktion (TZI). Sie war eine der einflußreichsten Vertreterinnen der humanistischen Psychologie.“ (Berliner Gedenktafel) So wird die „Psychoanalytikerin und Pädagogin Ruth Cohn“ auf der „Berliner Gedenktafel“ kurz beschrieben, die seit ihrem 100. Geburtstag, den sie nicht mehr erlebte, an ihrem Elternhaus in Berlin, Mommsenstraße 55, angebracht ist, das sie bis zu ihrer Flucht 1933 bewohnte. Zweifellos ist die Entwicklung der TZI entscheidend für ihr Lebenswerk. Dafür wurde sie u.a. mit dem Großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland durch Bundespräsident Richard von Weizsäcker (1992) und durch Ehrendoktorate der Universitäten Hamburg (1979) und Bern (1994) ausgezeichnet.

Gedenktafel auf dem Geburtshaus Ruth C. Cohns
Abbildung 6: Gedenktafel auf dem Geburtshaus Ruth C. Cohns (Foto: M. Scharer priv. 05.03.2017)

Die „Therapeutin gegen totalitäres Denken“ (Scharer 2020), die auf „die politische Kraft“ der TZI (Scharer 2021) setzte, hatte ihr Konzept des „Lebendigen Lernens“ mit einer gesellschaftspolitischen Intention verbunden: „Im Grunde ist für mich TZI die Möglichkeit, Einfluss auf Massen zu nehmen. Und ich sehe es auch heute noch als politisches Konzept und politische Methode“ (Cohn 1977, Bl. 23). „Living Learning“ war für sie nicht, wie das oft missverstanden wird, eine didaktische Methode, um den schulischen Unterricht lebendiger und attraktiver zu gestalten; auch das war nicht ausgeschlossen. Doch ihr Interaktions-, Kommunikations- und Lernverständnis bezieht sich, ähnlich wie das in Martin Bubers (1878–1965) „Ich-Du Begegnung“ oder Paulo Freires Lernen an „generativen Themen“ der Fall ist, auf das ganze Leben und die gesamte soziale Wirklichkeit, in der wir Menschen uns mit „allem Lebendigen“, dem „Ehrfurcht gebührt“ (Cohn und Farau 2008, S. 357) vorfinden. Sie, die von einer universalen und kosmisch-planetaren „Allverbundenheit“ ausging, sah den Menschen als „psycho-biologische Einheit“ und „Teil des Universums“. „Er ist darum gleicherweise autonom und interdependent. Die Autonomie des einzelnen ist umso größer, je mehr er sich seiner Interdependenz mit allen und allem bewußt wird“ (Cohn und Farau 2008, S. 356, Herv. i.O.). Dabei ist der Mensch bedingt frei: „Freie Entscheidung geschieht innerhalb bedingender innerer und äußerer Grenzen; Erweiterung dieser Grenzen ist möglich(Cohn und Farau 2008, S. 357, Herv. i.O.).

Ruth C. Cohn war von der Hoffnung beseelt, dass sich durch die bewusste Wahrnehmung der „chairperson“, der Fähigkeit zur Selbstleitung, Selbstentscheidung und Selbstverantwortung nach innen und nach außen, die jedem Mensch eigen ist, gesellschaftliche Veränderungen vollziehen können. So kann der Totalitarismus, den sie als Jüdin erlebt hatte, wie immer er sich nationalistisch, fundamentalistisch, rassistisch, populistisch oder in ähnlicher Weise zeigt, hintangehalten werden. Das geschieht aber nicht unabhängig von den Anderen, sondern mit ihnen, so störanfällig menschliche Wirs im Kleinen oder Großen und das universale Wir aller Menschen bzw. aller Geschöpfe auch sein mögen. In der gemeinsamen Auseinandersetzung mit existenziell bedeutsamen Themen und im Bewusstsein des Eingebundenseins in einen konkreten und universalen „Globe“, entsteht eine Dynamik der Verständigung mit gesellschaftstherapeutischer Wirksamkeit.

Ruth C. Cohn war sich der „Teilmächtigkeit“ (Reckwitz und Rosa 2021, S. 242–246) menschlichen Handelns bewusst, die sowohl den Allmachtsfantasien, die Welt retten zu können, als auch den Ohnmachtsgefühlen, dass alles menschliche Handeln vergeblich sei, entgegensteht. Ruth C. Cohns Alternative ist ein umfassend bezogenes Leben in (bedingter) Freiheit, Selbstentscheidung und Verantwortung. Totalitärem Denken und Handeln, die durch politisch geschürte Angst forciert werden, setzt sie einen heilenden gesellschaftstherapeutischen Umgang auf humanistischer Basis entgegen.

Wenn von Ruth C. Cohns Lebenswerk die Rede ist, dürfen ihre Gedichte nicht vergessen werden. Von Kindheit an bis ins hohe Alter schrieb sie Gedichte. Ihr Selbstverständnis als Gesellschaftstherapeutin und Planetary Citizen und ihr Interesse an einer planetaren Zukunft und an Friedensthemen machen ihr Denken und Handeln aktueller denn je.

3 Wirkungsgeschichte

Über die Gründung von W.I.L.L., dem Werkstatt Institut für Lebendiges Lernen, das ab 2002 in Ruth Cohn Institute for TCI-international umbenannt wurde, erlangte das TZI-Konzept insbesondere im deutschen Sprachraum, aber auch international, große Verbreitung. Ruth C. Cohn war persönlich über die schnelle Verbreitung der TZI, an der ihre Qualität leiden könne, lebenslang besorgt. In bisher 34 Dissertationen und ca. 130 Qualifizierungsarbeiten (Stand Oktober 2022) wurde Ruth C. Cohns Ansatz wissenschaftlich bearbeitet. Seit 1983 begleitet eine Fachzeitschrift die Weiterentwicklung und Praxis. Ein Handbuch ist in deutscher (Schneider-Landolf, Spielmann und Zitterbarth 2014) und englischer Sprache (Schneider-Landolf, Spielmann und Zitterbarth 2017) erschienen. In zahlreichen Monografien und Sammelwerken wurde und wird der Ansatz in unterschiedlichen Disziplinen, nicht zuletzt als „Sozialpädagogisches Handeln“ (Lotz 2003), dargestellt und diskutiert.

Eine Reihe von Fernsehfilmen und zahlreiche Rundfunksendungen zu Ruth C. Cohn und ihrem Ansatz machen sie und die TZI bekannt. Ruth C. Cohn hatte neben ihren Standardwerken (Cohn 1952; 1990; 1993; 2009; Cohn und Farau 2008) und zahlreichen Aufsätzen in wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen Zeitschriften, die zu ihrer Zeit verfügbaren Print- und audiovisuellen Medien reichlich genützt.

Ruth C. Cohn hinterließ einen umfangreichen geistigen Nachlass. Er ist im Archiv der Humboldt-Universität zu Berlin verwahrt und wurde von Michaela und Matthias Scharer zwischen 2016 bis 2022 detailliert verzeichnet. Das ausgedruckte Findbuch (242 Seiten) zu den ca. 93.000 Blättern des Nachlasses liegt im erwähnten Archiv, im Jüdischen Museum Berlin und in der Geschäftsstelle des Ruth Cohn Institute for TCI-international auf. Es ist digital zugänglich unter: https://www.archiv-hu-berlin.findbuch.net/php/main.php#4e4c20436f686e

4 Aktuelle Bedeutung

In Anbetracht der Zeit, in der Ruth C. Cohn gelebt und gewirkt hat, weist ihr Denken und Handeln eine erstaunliche Aktualität und Zukunftsorientierung auf. Bereits während ihrer pädagogischen Zusatzausbildung an der Bankstreet School 1941, in einer Zeit, in der kaum jemandem die ökologischen Zukunftsfragen der Menschheit bewusst waren, war sie in einschlägige Projekte involviert. Diese Erfahrungen und die Bewusstheit der Allverbundenheit, die sie besonders mit dem Denken Johann Wolfgang von Goethes verband, brachte sie zu einer kosmisch-planetaren Weltsicht, die sich u.a. an einem symbolischen Pass als „planetary citizen“, an Umweltengagements und in einer Reihe von Gedichten festmachen lässt. Dazu kommt ihr Friedensengagement, das insbesondere in der Phase des Kalten Krieges zu Beteiligungen an einschlägigen Kongressen (z.B. Naturwissenschaftler für den Frieden) führte. Obwohl Ruth C. Cohn nur einmal eine Gastprofessur (1973) an einer Universität inne hatte und dem „objektivierenden Schreiben“ der Wissenschaftler:innen skeptisch gegenüber stand (Scharer 2021, S. 21–23), teilte sie viele Ansichten über die ethische Fundierung und das Zusammenspiel der Wissenschaften im Interesse eines guten Lebens und einer guten Zukunft des Lebens auf dem Planeten, wie es gegenwärtig unter Stichworten wie „Flüchtige Moderne“ (Bauman 2017), „Planetar Denken“ (Hanusch, Leggewie und Meyer 2021), Analyse der „Spätmoderne in der Krise“ (Reckwitz und Rosa 2021) oder einer „neuen Aufklärung“ (Gabriel et al. 2022) diskutiert wird.

Ruth C. Cohns Denken und Handeln sind noch nicht im vollen Umfang erschlossen und ausgelotet. Das zeigt sich u.a. auch in ihrem poetischen Werk, das nur zu weniger als der Hälfte veröffentlicht ist. Speziell Gedichte, die mit Migration, Krieg und Frieden, den ökologischen Herausforderungen und ihrer planetaren Weltsicht zusammenhängen oder die – der lebenslangen Gottsucherin – unvermutet zu Gebeten geworden sind, haben gegenwärtig und auf Zukunft hin eine aktuelle Bedeutung. Angesichts der geringen Chancen, welche Forscher:innen unterschiedlicher Disziplinen, die sich mit dem Anthropozän beschäftigen, der Menschheit geben, ist Ruth C. Cohns Weltsicht von der Teilmacht jedes Menschen, ein möglicher realistischer Blick zwischen Allmachtsphantasien und Ohnmachtsängsten, welche die Gesellschaft im Moment beherrschen.

5 Quellenangaben

Bauman, Zygmunt, 2017. Flüchtige Moderne. 8. Auflage. Frankfurt a.M.: edition suhrkamp. ISBN 978-3-518-12447-5

Brühlmann-Jecklin, Erica, 2010. Das Mögliche tun. Ruth C. Cohn. Gespräche und Begegnungen. Oberhofen am Thunersee: Zytglogge Verlag. ISBN 978-3-7296-0815-3

Buber, Martin, 1983. Ich und Du. 11. Auflage. Heidelberg: Verlag Lambert Schneider. ISBN 978-3-7953-0186-6

Cohn, Ruth C., 1952. …inmitten aller Sterne… Gedichte. 2. Auflage. New York: Peter Thomas Fisher

Cohn, Ruth C., 1977. Notizen mit Kari. HU UA, NL Cohn, Nr. 117, Bl. 20­23

Cohn, Ruth C., 1990. … zu wissen dass wir zählen… Gedichte, Poems mit Scherenschnitten von Annemarie Maag. Bern: Zytglogge. ISBN 978-3-7296-0355-4

Cohn Ruth C., 1993. Es geht ums Anteilnehmen: Die Begründerin der TZI zur Persönlichkeitsentfaltung. Ergänzte Neuausgabe. Freiburg i.Br.: Herder. ISBN 978-3-451-04224-9

Cohn, Ruth C. 2009. Von der Psychoanalyse zur themenzentrierten Interaktion: Von der Behandlung einzelner zu einer Pädagogik für alle (=Konzepte der Humanwissenschaften). 16. Auflage. Stuttgart: Klett-Cotta. ISBN 978-3-608-95288-9

Cohn, Ruth C. und Alfred Farau, 2008. Gelebte Geschichte der Psychotherapie: Zwei Perspektiven. 4. Auflage. Stuttgart: Klett-Cotta. ISBN 978-3-608-94178-4

Cohn, Ruth C. und Christina Terfurth, Hrsg. 1997. Lebendiges Lehren und Lernen: TZI macht Schule. 3. Auflage. Stuttgart: Klett-Cotta. ISBN 978-3-608-95547-7

Gabriel, Markus, Christoph, Horn, Anna Katsman, Wilhelm Krull, Anna Luisa Lippold, Corine Pelluchon und Ingo Venzke, 2022. Auf dem Weg zu einer Neuen Aufklärung: Ein Plädoyer für zukunftsorientierte Geisteswissenschaften. Bielefeld: transcript Verlag. ISBN 978-3-8376-6635-9

Hanusch, Frederic, Claus Leggewie und Erik Meyer, 2021. Planetar denken: Ein Einstieg. Bielefeld: transcript Verlag. ISBN 978-3-8376-5383-0 [Rezension bei socialnet]

Lotz, Walter, 2003. Sozialpädagogisches Handeln: Eine Grundlegung sozialer Beziehungsarbeit mit Themenzentrierter Interaktion. Mainz: Matthias-Grünewald-Verlag. ISBN 978-3-7867-2470-4

Reckwitz, Andreas und Hartmut Rosa, 2021. Spätmoderne in der Krise: Was leistet die Gesellschaftstheorie? Berlin: Suhrkamp. 2. Auflage. ISBN 978-3-518-58775-1 [Rezension bei socialnet]

Scharer, Matthias und Michaela Scharer, o.J. Verzeichnis des Nachlasses von Ruth C: Cohn im Archiv der Humboldt Universität zu Berlin: HU UA (Humboldt Universität Universitätsarchiv), NL Cohn (Nachlass Ruth C. Cohn), Nr. (Konvolut Nr.), Bl. (Blatt)

Scharer, Matthias in Zusammenarbeit mit Michaela Scharer, 2020. Ruth Cohn – eine Therapeutin gegen totalitäres Denken. Ostfildern: Patmos. ISBN 978-3-8436-1176-3 [Rezension bei socialnet]

Scharer, Matthias in Zusammenarbeit mit Michaela Scharer, 2021. Vielheit couragiert leben. Die politische Kraft der Themenzentrierten Interaktion (Ruth C. Cohn) heute. 3. überarbeitete Auflage. Ostfildern: Grünewald. ISBN 978-3-7867-3198-6 [Rezension bei socialnet]

Schneider-Landolf, Mina, Jochen Spielmann und Walter Zitterbarth, Hrsg. 2014. Handbuch Themenzentrierte Interaktion (TZI). 3. Auflage. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht. ISBN 978-3-525-40152-1 [Rezension bei socialnet]

Schneider-Landolf, Mina, Jochen Spielmann und Walter Zitterbarth, Hrsg. 2017. Handbook of Theme-Centered Interaction (TCI). Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht. ISBN 978-3-525-45190-8

6 Literaturhinweise

Cohn, Ruth C., 1994. Gucklöcher: Zur Lebensgeschichte von TZI und Ruth C. Cohn. In: Gruppendynamik: Zeitschrift für angewandte Sozialpsychologie. 25(4), S. 345–370. Sonderdruck ISSN 0046-6514

Greving, Heidi, 2014. Ruth C. Cohn. In: Mina Schneider-Landolf, Jochen Spielmann und Walter Zitterbarth, Hrsg. Handbuch Themenzentrierte Interaktion (TZI). 3. Auflage. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, S. 18–23. ISBN 978-3-525-40193-4 [Rezension bei socialnet]

Hermann, Helga, 1992. Ruth C. Cohn – Ein Porträt. In: Cornelia Löhmer und Rüdiger Standhardt, Hrsg. TZI. Pädagogisch-therapeutische Gruppenarbeit nach Ruth C. Cohn. Stuttgart: Klett-Cotta, S. 19–36. ISBN 978-3-608-95992-5

Reiser, Helmut, 2016. Werte, Sinn und Glaube bei Ruth Cohn und in der TZI (Teil 1). Ein unaufhebbarer Widerspruch in der TZI. In: Themenzentrierte Interaktion: theme-centered interaction 30(2), 63–70. ISSN 0934-5272

Reiser, Helmut, 2017. Werte, Sinn und Glaube bei Ruth Cohn und in der TZI (Teil 2). Ein unaufhebbarer Widerspruch in der TZI. In: Themenzentrierte Interaktion: theme-centered interaction 31(1), 60–65. ISSN 0934-5272

Rubner, Angelika, 2012. Ruth Cohn – ihr Leben und ihr Werk. In: Themenzentrierte Interaktion: theme-centered interaction 26(1), 9–15. ISSN 0934-5272

7 Informationen im Internet

Verfasst von
Prof. Dr. Matthias Scharer
em. o. Univ.-Prof. für Praktische Theologie an der Universität Innsbruck, Lehrbeauftragter des Ruth Cohn Institute for TCI-international, Supervisor.
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Zitiervorschlag
Scharer, Matthias, 2023. Cohn, Ruth C. [online]. socialnet Lexikon. Bonn: socialnet, 05.04.2023 [Zugriff am: 17.07.2024]. Verfügbar unter: https://www.socialnet.de/lexikon/27922

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