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Diakonie

Dr. Megan Arndt

veröffentlicht am 25.03.2024

Etymologie: gr. diakonia Dienst

Unter Diakonie wird im Christentum helfendes oder auch dienendes Handeln am Nächsten verstanden, das auf individueller, gemeindlicher und institutioneller Ebene spontan oder organisiert stattfinden kann.

Überblick

  1. 1 Zusammenfassung
  2. 2 Typen diakonischen Handelns
  3. 3 Begriffsherkunft
  4. 4 Biblische Hintergründe
  5. 5 Geschichtliche Entwicklung
    1. 5.1 Frühes Christentum
    2. 5.2 Zeit der Reichskirche und Mittelalter
    3. 5.3 Von der Reformation bis zum 19. Jahrhundert
    4. 5.4 20. Jahrhundert
  6. 6 Aktuelle Debatten in der und über die Diakonie
    1. 6.1 Das Verhältnis von Diakonie und Kirche
    2. 6.2 Konfessionelle Anbindung der Mitarbeitenden
    3. 6.3 Religiosität des Helfens
    4. 6.4 Beteiligung an ethischen Debatten
  7. 7 Wissenschaftliche Beschäftigung mit der Diakonie
  8. 8 Quellenangaben

1 Zusammenfassung

Im gegenwärtigen Sprachgebrauch wird der Terminus Diakonie vorrangig auf die institutionalisierte Diakonie in Deutschland als kirchliche Wohltätigkeitsorganisation bezogen. Von Begriffsherkunft, Geschichte und biblischen Bezügen aus lässt sich jedoch eine Vielfalt an Verständnissen von Diakonie erschließen, die auch individuelles und gemeindliches Handeln umfasst und sich auf vielfältige Handlungsfelder im sozialen Bereich bezieht. Die unterschiedlichen Verständnisse wirken sich auf gegenwärtige Debatten rund um die Diakonie aus.

2 Typen diakonischen Handelns

Die Bezeichnung Diakonie wird innerhalb des Protestantismus für das helfende Handeln am Nächsten verwendet. Verschiedene Arten der Unterstützung von Menschen, etwa humanitäre Hilfeleistungen, Spendentätigkeit, Nachbarschaftshilfe und Unterstützung Benachteiligter können als Diakonie verstanden werden. Begründet wird dieser Dienst in der Regel in Bezug auf das biblische Motiv der Nächstenliebe. Sowohl die Hilfeleistungen einzelner Gemeindemitglieder als auch die organisierte Form von Sozialarbeit auf Ebene einzelner Kirchengemeinden (parochiale Diakonie oder Gemeindediakonie) können der Diakonie zugeordnet werden.

Ebenso wird der institutionalisierte soziale Dienst der Evangelischen Kirchen in Deutschland als Diakonie bezeichnet. Die auf das Jahr 1848 zurückgehende Wohlfahrtsorganisation Diakonie Deutschland ist einer der größten Wohlfahrtsverbände in Deutschland und umfasst selbstständige diakonische Werke, in denen zahlreiche haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende etwa im Bereich der Pflege und Teilhabe tätig sind (institutionelle Diakonie). Das katholische Pendant zur institutionell verfassten Diakonie ist die Caritas.

Neben der Wohlfahrtsarbeit in den verschiedenen Hilfefeldern (z.B. Altenhilfe, Jugendhilfe, Teilhabe) geben diakonische Institutionen an, sich allgemein für soziale Gerechtigkeit einzusetzen, etwa im Rahmen sozialpolitischen Engagements der institutionell verfassten Diakonie (Wegner 2016). Ebenso beteiligen sich Vertreter:innen der Diakonie an gesellschaftlichen ethischen Debatten. Eine Vielzahl der europäischen diakonischen Verbände ist in Europa über Eurodiaconia als Netzwerk zusammengeschlossen. So versteht Diakonie es schon seit längerem als Aufgabe, soziale Arbeit in europäischer und internationaler Vernetzung zu gestalten (Leis und Mäule 2006).

Diakonisches Handeln kann folglich sowohl persönlich und spontan als auch strukturiert und in organisierter Form stattfinden; zudem erstreckt sich das Handeln auf eine Vielzahl an Tätigkeiten bis hin zu Entwicklungs- und Katastrophenhilfe. Aufgrund der Vieldimensionalität des Begriffs und dem hochkomplexen und ausdifferenzierten Handlungsfeld wird der Begriff der Diakonie auch als „schillernd“ (Hofmann 2007) bezeichnet – so ist bei der Verwendung jeweils im Einzelnen zu überprüfen, welche Dimensionen von Diakonie jeweils angesprochen sind.

3 Begriffsherkunft

Der Begriff Diakonie leitet sich vom griechischen Wortstamm diakon- ab. Zum einen geht er somit zurück auf das Verb diakoneo (aufwarten, bedienen, helfen, unterstützen, für etwas sorgen), zum anderen auf das zugehörige Nomen diakonía, das sowohl die Bedeutung Dienst, Unterstützung und Dienstleistung als auch das Verständnis von Amt umfasst (Bauer 1988, S. 368 f.).

Es geht bei dem bezeichneten Dienst sowohl konkret um den Tischdienst als auch allgemein um die Wahrnehmung von Aufgaben innerhalb der Kirchengemeinde. Die Wichtigkeit des Tischdienstes weist dabei bereits auf die hohe Relevanz des gemeinsamen Mahls in christlichen Gemeinden, das sich in biblischen Texten zeigt. Diakonia ist somit in einem Zusammenhang der leiblichen Versorgung und auch der Gemeinschaft zu sehen.

Die Wortfamilie kommt sowohl in den Briefen des Paulus als auch in den Evangelien vor. In der theologischen Forschung ist dabei umstritten, welche weiteren Bedeutungsgehalte mit dem Tischdienst zusammenhängen und ob vor allem der Aspekt der sozialen Hilfeleistung oder der Verkündigung dabei im Vordergrund standen. Neben der Übersetzung als „dienen“ wird auch die Übersetzung als „Beauftragung“ diskutiert, etwa im Kontext einer Vermittlung von Botschaften. Die beauftragte Person wird hierdurch in ein Beziehungsgeflecht zwischen Auftraggeber:in und Adressat:in gestellt (Hentschel 2007).

Daneben ist die Formulierung von Diakonie als Dazwischengehen („Go-Between“) im Sinne von Verbindung oder Vermittlung prominent geworden (Collins 1990).

So wird Diakonie neben dem Tischdienst verstanden als:

  • spezifischer christlicher Liebesdienst
  • Grundstruktur christlicher Gemeinde
  • Amt
  • Vermittlung einer Botschaft
  • Lebenshingabe
  • Beauftragung

Einige feministische Interpretationen verbinden mit der Relevanz, die einem eigentlich niedrigen Dienst zugesprochen wird, eine Infragestellung bestehender Herrschaftsverhältnisse (Schottroff 1990; dagegen Hentschel: die Verwendung von diakonia deute auf besonders „stilvolle Aufwartung“ (Hentschel 2007, S. 433)).

Andere Interpretationen betonen die Beauftragung und bevollmächtigte Vermittlungsfunktion und sehen den Dienst somit gerade nicht mit einem niedrigen Status verbunden (Rüegger und Sigrist 2011, S. 77–85).

Entsprechend der verschiedenen Verständnisse wird auch das mit der Diakonie zusammenhängende Amt des Diakonats in verschiedenen Kirchen und in der Geschichte uneinheitlich gebraucht und kann sowohl mit Aufgaben der Armenfürsorge als auch mit Aufgaben der Verkündigung in Verbindung gebracht werden.

4 Biblische Hintergründe

Es gibt einige einschlägige Bibelstellen, die häufig zur Begründung der Diakonie herangezogen und im Kontext der diakonischen Bildungsarbeit für das diakonische Handeln als relevant erachtet werden (Luz 2005):

  • Das Gebot der Nächstenliebe (Lk 10, 27; Lev 19,18b)
  • Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter (Lk 10,25–37)
  • Wort vom Dienen (Mk 10,43 f.)
  • Werke der Barmherzigkeit (Mt 25, 34–46)
  • Maria und Marta (Lk 10, 38–42)

Die Zuwendung Jesu zu den Armen gilt als zentraler Teil der Botschaft der Evangelien. Dabei lassen sich auch Jesus und seine Jünger:innen als Wanderradikale (Theißen 1977) den Armen zuordnen. Auch in der hebräischen Bibel ist die Zuwendung Gottes zu den Armen ein wichtiges Thema; ebenso wird diese Zuwendung zu Hilfsbedürftigen vom Menschen eingefordert und es finden sich sozialkritische Texte (Luz 2005, S. 18 f.; Strohm 2008, S. 17 f.; Crüsemann 2008).

Auch wenn es innerhalb der Theologie umstritten ist, inwiefern man aus biblischen Texten Orientierung für konkrete ethische Fragestellungen gewinnen kann, wird die grundsätzliche helfende Zuwendung zu Menschen in Not in der Regel als ein relevantes biblisches Grundmotiv angesehen.

5 Geschichtliche Entwicklung

Die Geschichte der Diakonie wird in der Regel als Geschichte der Armenfürsorge im Bereich der Kirche verstanden (Schneider 2017; Hörnig 2016, S. 77).

5.1 Frühes Christentum

Die Verbindung von Religion und Hilfehandeln ist im Christentum nicht neu. So lässt sich etwa auf eine Kontinuität zu der Relevanz von Liebeswerken innerhalb des Judentums verweisen (Luz 2005, S. 18 f.) Insgesamt zeigt sich eine Verbindung zwischen Wohltätigkeit und Religion in vielen Kontexten (exemplarisch Brunner-Traut 1990), zugleich wird im Kontext der Säkularisierung von einem säkularisierten Verständnis von Hilfe gesprochen – Hilfeleistungen sind also keinesfalls auf Religion angewiesen (Braune-Krickau 2015).

Wenn folglich die Liebestätigkeit nicht als Spezifikum des Christentums gesehen werden kann, so wird diese doch bereits zurzeit der Urgemeinde und der Alten Kirche (bis ca. 500 n. Chr) als auffallendes Merkmal der christlichen Gemeinden beschrieben, vor allem im Sinne „innergemeindlicher Solidarität“ für hilfsbedürftige Gemeindemitglieder (Schäfer und Herrmann 2005, S. 37; Hörnig 2016, S. 80 f.). Relevante benannte Handlungsfelder waren:

  • Beistand für Witwen und Waisen,
  • Sorge für Kranke,
  • Aufnahme von Fremden,
  • Arbeitsvermittlung,
  • Sorge für Gefangene und Verbannte,
  • Begräbnis und Spendensammlungen (Schäfer und Herrmann 2005, S. 38 f.).

Dabei wurden nicht nur eigene Gemeindemitglieder, sondern auch andere christliche Gemeinden unterstützt. In Ausnahmesituationen galt die Hilfe auch Nichtchrist:innen (Schäfer und Herrmann 2005, S. 39–41; Hörnig 2016, S. 80).

Bereits in der Alten Kirche entwickelte sich eine Struktur von Ämtern in der Gemeinde, wobei das Amt des Diakons dem Bischof untergeordnet war und sowohl soziale als auch liturgische Aufgaben umfasste (Schäfer und Herrmann 2005, S. 39–41). Die Bezeichnung „Diakonisse“ für das weibliche Amt, das nicht dem Klerus zugeordnet wurde, etablierte sich im 4. Jahrhundert (Hörnig 2016, S. 80).

5.2 Zeit der Reichskirche und Mittelalter

Durch die konstantinische Wende im 4. Jahrhundert, in deren Verlauf das Christentum zur Staatsreligion im Römischen Reich wurde, erweiterten sich die materialen Möglichkeiten der Diakonie ebenso wie die Aufgabenbereiche als Wohlfahrtseinrichtung für die Gesellschaft (Schäfer und Herrmann 2005, S. 41 f.). In dieser Zeit wurde auch das Mönchtum für diakonische Aufgaben relevant und blieb im Verlaufe des Mittelalters bis in das 13. Jahrhundert ein wichtiger Ort diakonischer Tätigkeit (Schäfer und Herrmann 2005, S. 42–44).

Armenfürsorge oder Krankenversorgung waren mit Seelsorge jeweils eng verbunden – dabei betraf die „Seelsorge“ nicht nur die Umsorgten, sondern auch die Almosenspender:innen, die sich durch die Zuwendung an Arme als tugendhaft erweisen konnten (Hörnig 2016, S. 84 f.). Insbesondere im Kontext wachsender Städte und damit zusammenhängenden neuen Formen der Armut erreichte das individuelle Almosengeben eine neue Blütezeit (Schäfer und Herrmann 2005, S. 44 f.). Die damit zusammenhängende Armutstheologie idealisierte und verharmloste Armut. Zugleich entstanden in diesem Kontext diakonische Gemeinschaften, die sich dem Problem widmeten (Hörnig 2016, S. 83).

Im Rahmen der Wohltätigkeit der Laien entwickelten sich an Bettelorden orientierte Bruderschaften und Beginenkonvente zur gegenseitigen Absicherung und zur Unterstützung anderer (Schäfer und Herrmann 2005, S. 45). Besonders bekannte Persönlichkeiten, die nicht nur konkrete Hilfe praktizierten, sondern damit auch gegen herrschende Ungerechtigkeiten protestierten, waren Franz von Assisi und Elisabeth von Thüringen (Hammer 2013, S. 55–62).

Eine gesellschaftliche Aufwertung der Arbeit führte allerdings zu Kritik an den Bettelorden. Ab dem 14. Jahrhundert gab es verstärkte Versuche, die Hilfetätigkeiten zu systematisieren und in den Verantwortungsbereich der Obrigkeit mit aufzunehmen (Schäfer und Herrmann 2005, S. 47). An diese „obrigkeitliche[r] Sozialverantwortung“ (Schäfer und Herrmann 2005, S. 48) wurde in der Reformationszeit angeknüpft, ohne dass die Reformatoren deshalb auf eine diakonische Dimension der Gemeinde verzichteten.

5.3 Von der Reformation bis zum 19. Jahrhundert

Das Verhältnis zwischen Kirche und Diakonie sowie die Zuständigkeitsbereiche von Obrigkeit und Kirche wurden dabei von den Reformatoren jeweils unterschiedlich bestimmt. An das städtische System der Armenfürsorge, das in der Zeit der Reformation entwickelt wurde, konnte im 17. Jahrhundert nach dem Dreißigjährigen Krieg wieder angeknüpft werden. Ebenso entstanden in dieser Zeit diakonische Initiativen, die in Pietismus und Aufklärung zugleich verwurzelt waren.

Ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Diakonie war die Gründung eines Waisenhauses in Halle durch August Hermann Francke, an welches sich eine große Zahl von Bildungseinrichtungen anknüpfte. Während dieses Haus als Vorbild für spätere Formen der Anstaltsdiakonie gelten kann, entwickelte sich in Herrnhut eine profilierte Form der Gemeindediakonie (Schäfer und Herrmann 2005, S. 50–54; Hörnig 2016, S. 87–90).

Diese Entwicklungen bildeten die Voraussetzungen der Entstehung der Inneren Mission im 19. Jahrhundert, als deren Pionier Johann Hinrich Wichern, der Gründer des Rauhen Hauses, gilt. Ein wichtiger Kontext war die Industrialisierung und die damit zusammenhängenden Veränderungen der Armut. Die Geschichte der Inneren Mission gilt dabei auch als Teil der Geschichte der Entstehung der institutionalisierten Diakonie Deutschland, wobei Wichern die innere Mission von der Diakonie unterschied. Letztere verstand er als Armenpflege, die er in freie, bürgerlich-staatliche und kirchliche Diakonie strukturierte. Die begriffliche Trennung zwischen Diakonie und innerer Mission konnte sich dabei nicht durchsetzen (Schäfer und Herrmann 2005, S. 58 f.).

Auf unterschiedlichen Arbeitsfeldern wurden Initiativen ergriffen, die jeweils auf soziale Problematiken der Zeit reagierten. Während das Rauhe Haus sich vor allem Straßenkindern zuwandte, setzte sich beispielsweise Familie Fliedner in Kaiserswerth für Verbesserungen im Bereich der Krankenpflege ein (Hammer 2013, S. 139–149). In ihrer Einrichtung verbanden sie eine Professionalisierung der Krankenpflege mit der Möglichkeit zu Berufstätigkeit unverheirateter Frauen und einer geistlichen Gemeinschaft (Schäfer und Herrmann 2005, S. 56). Die Fürsorge war dabei stets mit dem Ansinnen der rettenden Mission verbunden; in den Einrichtungen standen hierfür Maßnahmen zur Disziplinierung in der Regel auf der Tagesordnung (Hörnig 2016, S. 93 f.).

In Bielefeld entstanden die ersten Einrichtungen für Menschen mit epileptischen Erkrankungen, aus denen die Stiftung Bethel hervorging. In den zahlreichen entstehenden Einrichtungen waren Diakone und Diakonissen diejenigen, welche die Arbeit zu großen Teilen ausführten.

Auch im Rahmen des Sozialstaates gingen der Ausbau und die Differenzierung der verschiedenen Arbeitsfelder weiter; die konfessionellen Wohlfahrtsverbände blieben hierbei von hoher Bedeutung für den Staat (Schäfer und Herrmann 2005, S. 59 f.).

Insgesamt ist die Geschichte der Diakonie wie jegliche Institutionengeschichte ambivalent: Einerseits lässt sich die Geschichte der Diakonie als Geschichte des helfenden Handelns im Raum der Kirche, des Einsatzes für Arme und Kranke sowie der Arbeit an gesellschaftlichen strukturellen Änderungen, die auf soziale Gerechtigkeit zielen, erzählen. Zugleich zeigen sich innerhalb der Geschichte der Diakonie Bewegungen, die zur Zementierung von Armut führen und zu Stigmatisierungen, Exklusionen und übergriffigen Formen der Mission führten (Hörnig 2016, S. 86–88).

5.4 20. Jahrhundert

Auch die Geschichte der institutionalisierten Diakonie zurzeit des Nationalsozialismus wird kritisch aufgearbeitet; innerhalb der Diakonie wirkten sowohl Widerstandskämpfer:innen (Bender-Junker 2018) als auch Anhänger:innen des Nationalsozialismus: Nationalsozialistische Verbrechen, etwa Deportationen und Zwangssterilisationen fanden auch im Rahmen diakonischer Einrichtungen statt (Hörnig 2023; Lob-Hüdepohl und Eurich 2018). Auf institutioneller Ebene wurden die Einrichtungen der Inneren Mission von politischer Seite aus geschwächt (Hammer 2013, S. 246–276).

Nach dem Ende des 2. Weltkriegs kam es auch im Bereich von Kirche und Diakonie zu Neuformatierungen. Im Kontext der Gründung des Hilfswerks der Evangelischen Kirche in Deutschland 1945 stehen dabei auch theologische Impulse. Diakonie wurde als Wesenszug und Grundstruktur von Kirche verstanden. Ebenso wurde Diakonie als Programmbegriff verwendet und eine Ausweitung des Verantwortungsbereichs von Diakonie gefordert (Schäfer und Herrmann 2005, S. 64).

Während in der BRD die Zahl der Mitarbeiter:innen der Diakonie wuchs (wobei die Zahl der Diakonissen kontinuierlich sank) und die Gründung von Fachhochschulen zur Professionalisierung beitrug, war organisierte diakonische Arbeit in der DDR nur eingeschränkt möglich. Der Bereich der kirchlichen Jugendarbeit war stark beschränkt. Dagegen war die Diakonie im Bereich der Betreuung von Menschen mit Behinderungen eine der wichtigsten Akteurinnen (Schäfer und Herrmann 2005, S. 64 f.).

Nach der Vereinigung der beiden deutschen Staaten entstand durch die Einführung des Pflegeversicherungsgesetzes 1994 ein Sozialmarkt, auf dem sich die verschiedenen diakonischen Unternehmen heute neben anderen Anbietern von Sozialleistungen bewegen.

6 Aktuelle Debatten in der und über die Diakonie

Aus Geschichte und Praxis der Diakonie ergeben sich verschiedene rechtliche und theologische Themen und Fragestellungen, die debattiert werden.

6.1 Das Verhältnis von Diakonie und Kirche

Die institutionalisierte Diakonie ist als „Wesens- und Lebensäußerung der Kirche“ der Kirche eng zugeordnet (zu den juristischen Aspekten Bälz 2008), zugleich zeigt sich in den ausdifferenzierten vielfältigen diakonischen Einrichtungen in der Praxis oft ein diffuses Nebeneinander von Kirche und Diakonie.

Im Laufe der Geschichte änderte sich die Verhältnisbestimmung von Diakonie und Kirche, die jeweils mit davon beeinflusst war, wie sich das Verhältnis zum Staat gestaltete – wobei sich das für Diakonie und Kirche nicht immer gleich zeigte. Die Frage, ob Diakonie vor allem kirchlich oder gesellschaftlich orientiert ist, wurde prominent in der Wendland-Philippi-Debatte geführt.

Die verschiedenen Vorschläge, Diakonie zu verstehen, etwa als „Weltdienst“, als „Grundvollzug“ (Haslinger 2009, S. 163–175) oder als „Grundfunktion“ (Rüegger und Sigrist 2011, S. 177–188) der Kirche, kreisen dabei jeweils auch um Fragen nach dem Verhältnis helfenden Handelns zu anderen Vollzügen der Kirche (Verkündigung, Liturgie und Gemeinschaft) sowie um die Frage nach dem religiösen Gehalt des Helfens.

Trotz der nötigen Differenzierung zwischen helfendem Handeln und Verkündigung lebt Diakonie von der zumindest möglichen Zuordnung zur Kirche. So ist Diakonie zu verstehen als „Kirche bei Bedarf“, indem die Organisation eine „Ansprechbarkeit“ auf Glaubensfragen gewährleisten muss, sodass diese bei Bedarf innerhalb der Diakonie Raum erhalten (Moos 2013). Diese Theorie ist dafür offen, dass Nutzer:innen der Diakonie, die kein Interesse an religiösen Themen haben, die Diakonie dabei ebenso in Anspruch nehmen können. Das wird auch dem Umstand gerecht, dass zahlreiche Mitarbeitende und Anspruchsgruppen der Diakonie nicht konfessionell gebunden sind.

Die Zugehörigkeit der Diakonie zur Kirche hat auch Auswirkungen auf juristische Fragen, die insbesondere dort praxisrelevant werden, wo es um die Anwendung des kirchlichen Arbeitsrechts auf Anstellungsverhältnisse innerhalb diakonischer Einrichtungen geht.

6.2 Konfessionelle Anbindung der Mitarbeitenden

Während im Laufe der Geschichte die diakonische Arbeit zu großen Teilen auf den Schultern von Diakonen und Diakonissen lag oder von Gemeindemitgliedern, durch kirchliche Orden und durch Pfarrpersonen durchgeführt wurden, sind die gegenwärtigen diakonischen Unternehmen große Arbeitgeber für eine Vielzahl auch nicht kirchlich assoziierter Mitarbeitender.

Diese Situation verschärft sich angesichts der schrumpfenden Entwicklung der Zahl der Kirchenmitglieder bei gleichzeitig steigendem Bedarf an (Fach-)Kräften in den diakonischen Einrichtungen. Dementsprechend wird und wurde die Frage nach der Notwendigkeit der konfessionellen Bindung der Mitarbeitenden der Diakonie theologisch und arbeitsrechtlich diskutiert.

Die so genannte Loyalitätsrichtlinie des Rates der EKD in der überarbeiteten Version aus dem Jahr 2016 fordert, dass Nicht-Christ:innen die evangelische Prägung ihrer Dienststelle zu achten haben. Dies kann einerseits als Aufweichung gesehen werden, nachdem in der vorigen Version aus dem Jahr 2005 eine Achtung des kirchlichen Auftrags und eine Erfüllung der Aufgaben „im Sinne der Kirche“ gefordert war. Zugleich können mit dem Verweis auf die betreffende Dienststelle jeweils auch konkretere Erwartungen verknüpft sein (Moos 2018).

Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshof aus dem Jahr 2018 (Urteil vom 17.04.2018), in dem festgestellt wird, dass die Religionszugehörigkeit der Bewerber:innen nur dort berücksichtigt werden darf, wo diese für die ausgeführte Tätigkeit von Relevanz ist, ist die Frage der Konfessionszugehörigkeit der Mitarbeitenden weiter umstritten. Während es hierzu theologische und kirchenrechtliche Debatten gibt, zeigt sich in der Praxis in vielen Institutionen bereits ein hoher Anteil nichtkirchlich gebundener Mitarbeitender.

Neben Fragen im Kontext der konfessionellen Anbindung ergeben sich auch interreligiöse Fragestellungen (Eurich 2021). Für Mitarbeitende im Bereich von Verkündigung, Seelsorge und evangelischer Bildung gilt weiterhin die Voraussetzung der Kirchenmitgliedschaft.

Diese arbeitsrechtliche Auseinandersetzung verweist auf eine weitere grundsätzliche Frage der Diakonie, die sich mit abnehmender Zahl der Diakonissen und abnehmender Zahl der kirchlichen Zugehörigkeit von Mitarbeitenden in zugespitzter Weise stellt: Inwiefern ist das Helfen eine spezifisch religiöse Tätigkeit?

6.3 Religiosität des Helfens

Helfendes Handeln gibt es nicht nur im Raum der evangelischen Kirche, sondern auch im Rahmen anderer Religionen und in nichtreligiösen Kontexten. Eine mögliche religiöse Dimension des Helfens kann sich dabei nicht nur auf den Kontext, sondern auch auf die Motivation der Helfenden beziehen. Helfen ist dementsprechend kein Alleinstellungsmerkmal der christlichen Religionen, sondern allgemein-menschlich (Rüegger und Sigrist 2011, S. 115–122). Das gilt auch für biblische Beispiele helfenden Handelns (Moos 2013, S. 265 sieht im Allgemein-Menschlichen des Helfens selbst eine „religiöse Pointe“). Doch zugleich ist helfendes Handeln im Rahmen der Diakonie in institutionalisierter Form mit Religion verbunden.

Darüber hinaus ist Religion nicht nur innerhalb der diakonischen Institutionen von Relevanz, sondern in Verbindung zu setzen zur Wohlfahrtsstaatlichkeit in Europa (Manow 2008; Gabriel et al. 2013). Zudem geben manche Helfende an, dass sie ihre eigene Motivation zu helfen in ihrem Glauben begründet sehen. Nicht zuletzt zeigt sich das Hilfehandeln im Rahmen der Diakonie als wichtige Erwartung von Kirchenmitgliedern und Konfessionslosen (Albert 2010, S. 28–92).

Ohne zu behaupten, dass nur christlich motiviertes Helfen ein wirkliches Helfen sei, wird zumindest eine mögliche religiöse Deutung des Helfens benannt. Das Religiöse in der Diakonie liegt somit nicht nur in explizit rituellen religiösen Vollzügen, die innerhalb der Diakonie stattfinden, sondern möglicherweise auch im helfenden Handeln selbst (Braune-Krickau 2015, S. 2–18). Inwiefern helfendes Handeln als religiöse Erfahrung gedeutet wird, kann dabei von Hilfeempfangenden, Hilfegebenden oder auch von Beobachtenden unterschiedlich gedeutet werden. Ob das helfende Handeln selbst damit als Verkündigung zu verstehen ist, ist in der theologischen Forschung umstritten (Moos 2013).

Neben der Frage nach einer möglichen Religiosität des Helfens werden im Rahmen der von Gerd Theißen benannten „Legitimitätskrise des Helfens“ grundlegende Problematiken im Kontext des Helfens diskutiert, etwa mögliche trennende oder diskriminierende Wirkungen des Helfens oder Momente der Selbstüberforderung (Albert 2010, S. 45–60).

6.4 Beteiligung an ethischen Debatten

Ethische Reflexionen spielen eine relevante Rolle für die Diakonie. Einerseits gilt das innerhalb der Diakonie, wo etwa konkrete medizinische oder pflegerische Fragen reflektiert werden. Anderseits beteiligen sich Vertreter:innen der Diakonie auch prominent an öffentlichen ethischen Debatten.

Exemplarisch zeigt sich das an der Diskussion um den assistierten Suizid (Diakonie Deutschland 2022). Angesichts des Urteils des Bundesverfassungsgerichts im Februar 2020 entwickelte sich eine längere Debatte, an der etwa der Diakonie-Präsident Ulrich Lilie mitbeteiligt war. Gemeinsam mit anderen Institutionen forderte die Diakonie Deutschland 2023 in der Folge ein Suizidpräventionsgesetz noch in der laufenden Legislaturperiode (Diakonie Deutschland et al. 2023). Dabei werden neben individualethischen Fragen auch jeweils professionsethische und organisationsethische Fragen, unter anderem zu der Operationalisierbarkeit, mitberücksichtigt.

Neben ethischen Themen, die sich aus den unterschiedlichen Handlungsfeldern ergeben, sind dabei im Rahmen der institutionalisierten Diakonie auch Fragen der Ökonomie und des Managements ethisch zu reflektieren.

7 Wissenschaftliche Beschäftigung mit der Diakonie

Obwohl die Diakonie gesellschaftlich sehr wirksam ist und als Aushängeschild der Kirche gilt, wird bereits seit längerem ein Defizit an wissenschaftlicher Auseinandersetzung mit der Diakonie bemängelt (Höver 2021; Rüegger und Sigrist 2011, S. 37). Diese wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Diakonie erfolgt im Rahmen der Diakoniewissenschaften oder auch Diakonik (Sigrist 2020). Neben den benannten Debatten sind relevante Themen etwa:

8 Quellenangaben

Albert, Anika C., 2010. Helfen als Gabe und Gegenseitigkeit: Perspektiven einer Theologie des Helfens im interdisziplinären Diskurs. Heidelberg: Winter. Veröffentlichungen des Diakoniewissenschaftlichen Instituts an der Universität Heidelberg. 42. ISBN 978-3-8253-5743-6

Bälz, Ulrich, 2008. Die verfassungsrechtliche Zuordnung der Diakonie zur Kirche. Kirche und Recht. 35–57. Kirche und Recht. ISSN 0947-8094

Bauer, Walter, 1988. Griechisch-deutsches Wörterbuch zu den Schriften des Neuen Testaments und der frühchristlichen Literatur. 6. Auflage. Berlin/New York. ISBN 978-3-1101-0647-3

Bender-Junker, Birgit, 2018. Gesichter des Widerstands in Diakonie und Caritas – Hilfenetzwerke im konfessionellen Raum der Bekennenden Kirche und Inneren Mission. In: Andreas Lob-Hüdepohl und Johannes Eurich, Hrsg. Aufblitzen des Widerständigen: Soziale Arbeit der Kirchen und die Frage des Widerstands während der NS-Zeit. Stuttgart: Kohlhammer, S. 123–146. ISBN 978-3-1703-4976-6

Braune-Krickau, Tobias, 2015. Religion und Anerkennung: Ein Versuch über Diakonie als Ort religiöser Erfahrung. Tübingen: Mohr Siebeck. Praktische Theologie in Geschichte und Gegenwart. 17. ISBN 978-3-1615-3996-1

Brunner-Traut, Emma, 1990. Wohltätigkeit und Armenfürsorge im Alten Ägypten. In: Gerhard K. Schäfer und Theodor Strohm, Hrsg. Diakonie – biblische Grundlagen und Orientierungen: Ein Arbeitsbuch. Heidelberg, S. 23–43. ISBN 978-3-9312-9779-4

Collins, John N., 1990. Diakonia: Re-interpreting the Ancient Sources. New York: Oxford University Press. ISBN 978-0-1998-5238-3

Crüsemann, Frank, 2008. Das Alte Testament als Grundlage der Diakonie. In: V. Herrmann und M. Horstmann, Hg. Studienbuch Diakonik: Biblische, historische und theologische Zugänge zur Diakonie. 2. Auflage. Neukirchen-Vluyn, S. 58–87. ISBN 978-3-7887-2156-5

Diaconia: Journal for the Study of Christian Social Practice. eISSN 2196-9027

Diakonie Deutschland, 2022. „Ich bin ein Gast auf Erden“ Psalm 119,19. Orientierungshilfe zum Umgang mit Sterbewünschen, suizidalen Gedanken und Wünschen nach Suizidassistenz [online]. Für Begleitende, Beratende, Versorgende, Leitende in Diensten und Einrichtungen der Diakonie. Diakonie Texte. Orientierungshilfe. 02.2022 [Zugriff am: 6. März 2024]. Verfügbar unter: https://www.diakonie.de/diakonie_de/​user_upload/​diakonie.de/PDFs/Presse/​23-11-06_DT_Orient_assistierter_Suizid_Web.pdf

Diakonie Deutschland et al., 3. Juli 2023. Ein Suizidpräventionsgesetz ist noch in dieser Legislaturperiode notwendig! [online][Zugriff am: 6. März 2024]. Verfügbar unter: https://www.diakonie.de/diakonie_de/​user_upload/​diakonie.de/PDFs/Stellungnahmen/​Positionspapier_Suizidpraeventionsgesetz_2023.pdf

Eurich, Johannes, Heinz Schmidt, Hrsg., 2016. Diakonik: Grundlagen – Konzeptionen – Diskurse. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht. ISBN 978-3-5256-2012-0

Eurich, Johannes, 2021. Interreligiöse Fragestellungen in der Diakoniewissenschaft. In: Johannes Eurich et. al., Hrsg. Phänomene und Diskurse des Interreligiösen: Beitrage aus christlicher Perspektive. Tübingen: Mohr Siebeck, S. 23–29. ISBN 978-3-1615-9254-6

Gabriel, Karl, Andreas Kurschat, Stefan Leibold und Hans-Richard Reuter, Hrsg., 2013. Religion und Wohlfahrtsstaatlichkeit in Europa: Konstellationen – Kulturen – Konflikte. Tübingen: Mohr Siebeck. ISBN 978-3-1615-1717-4

Hammer, Georg-Hinrich, 2013. Geschichte der Diakonie in Deutschland. Stuttgart: W. Kohlhammer. ISBN 978-3-1702-2999-0

Haslinger, Herbert, 2009. Diakonie: Grundlagen für die soziale Arbeit der Kirche. Paderborn [etc.]: Schöningh. Uni-Taschenbücher. 8397. ISBN 978-3-8252-8397-1 [Rezension bei socialnet]

Hauff, Adelheid M. v., Hrsg., 2007/2012. Frauen gestalten Diakonie. 2 Bde., Stuttgart: Kohlhammer. ISBN 978-3-1701-9570-7 (Band 1: Von der biblischen Zeit bis zum Pietismus; ISBN 978-3-1702-2572-5 (Band 2: Vom 18. bis zum 20. Jahrhundert)

Hentschel, Anni, 2007. Diakonia im Neuen Testament: Studien zur Semantik unter besonderer Berücksichtigung der Rolle von Frauen. Tübingen: Mohr Siebeck. Wissenschaftliche Untersuchungen zum Neuen Testament 2. Reihe. 226. ISBN 978-3-1614-9086-6

Hofmann, Beate, 2007. Ist Diakonie lehrbar? Loccumer Pelikan: Religionspädagogisches Magazin für Schule und Gemeinde. (1/07), 3–8

Hörnig, Thomas, 2016. 2. Geschichte der Diakonie – ein kritischer Zugang aus der Armutsperspektive. In: Johannes Eurich und Heinrich Schmidt, Hrsg. Diakonik: Grundlagen – Konzeption – Diskurse. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, S. 77–109. ISBN 978-3-5256-2012-0

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Verfasst von
Dr. Megan Arndt
Wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Systematische Theologie/Ethik an der Universität Heidelberg
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https://orcid.org/0000-0002-4451-6936

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Zitiervorschlag
Arndt, Megan, 2024. Diakonie [online]. socialnet Lexikon. Bonn: socialnet, 25.03.2024 [Zugriff am: 21.04.2024]. Verfügbar unter: https://www.socialnet.de/lexikon/380

Link zur jeweils aktuellsten Version: https://www.socialnet.de/lexikon/Diakonie

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