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Einzelfallhilfe

Prof. Dr. Torsten Linke

veröffentlicht am 06.10.2022

Abkürzungen: EH; EFH

Synonyme: Soziale Einzelfallhilfe; (Soziale) Einzelhilfe; Individualhilfe

Englisch: social case work; case work

Die Einzelfallhilfe gehört neben der Sozialen Gruppenarbeit und der Gemeinwesenarbeit zu den klassischen Methoden der Sozialen Arbeit. Die Einzelfallhilfe ist die älteste Methode der Sozialen Arbeit, ihre Anfänge gehen zurück in das 19. Jahrhundert. Die klassischen Methoden unterscheiden sich grundsätzlich durch die Sozialform, auf die sie sich beziehen. Die EH richtet sich als Angebot an das einzelne Individuum und in einer erweiterten Perspektive auf die Familie als Primärgruppe.

Überblick

  1. 1 Zusammenfassung
  2. 2 Begriffsklärung und Einordnung
    1. 2.1 Soziale Einzel-Fall-Hilfe
    2. 2.2 Einordnung – Profession und Methode
  3. 3 Geschichte und Entwicklung
    1. 3.1 Die Entwicklung bis zum Ende des 19. Jahrhunderts
    2. 3.2 Die Entwicklung zu Beginn des 20. Jahrhunderts
    3. 3.3 Die Entwicklung ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts
  4. 4 Dimension der Einzelfallhilfe
    1. 4.1 Konzeptionelle Richtungen
    2. 4.2 Grundlegende Merkmale
    3. 4.3 Verfahren und Techniken in der Einzelfallhilfe
  5. 5 Ausblick
  6. 6 Quellenangaben
  7. 7 Literaturhinweise

1 Zusammenfassung

Nach einer Klärung des Begriffs folgen eine theoretische Einordnung und die Darlegung der historischen Entwicklung der Sozialen Einzelfallhilfe. Ausgehend davon wird auf Richtungen und konzeptionelle Ansätze, grundsätzliche Merkmale und Verfahren eingegangen und mit einem Ausblick geschlossen. Der Text versucht einen Überblick zu geben und verweist zur weiteren Vertiefung auf Ansätze, auf Verfahren und auf Personen, die wichtige Beiträge in der historischen Entwicklung beigesteuert haben. In Abgrenzung zum Beitrag der Fallarbeit werden an dieser Stelle keine spezifischen Ausführungen zur methodischen Durchführung vorgenommen und es wird auf diesen Beitrag verwiesen.

2 Begriffsklärung und Einordnung

2.1 Soziale Einzel-Fall-Hilfe

In der Entwicklung der EH bildeten sich mehrere Richtungen heraus, die unterschiedliche Arbeitsansätze verfolgen (Galuske 2013, S. 84 f.; Wendt 2019, S. 70; siehe unten). Michael Galuske (2013) bemerkt mit Blick auf die Geschichte zur EH, es „kann von der Sozialen Einzel(fall)hilfe keine Rede sein“ (S. 81). Die Unschärfe beginnt, so Peter Pantuček-Eisenbacher (2022), bereits bei der Übertragung des Begriffs Social Case Work ins Deutsche. In der direkten Übersetzung müsste hier von Sozialer Fallarbeit gesprochen werden, durchgesetzt hat sich jedoch (in weiten Teilen) die Wortschöpfung Soziale Einzelfallhilfe (S. 12 f.).

Dieser Begriff kann in einer allgemeinen, groben und differenzierten Betrachtung anhand der vier Einzelbegriffe eingeordnet werden:

  1. Sozial: zwischenmenschlich, gemeinwohlorientiert, dem Gemeinwohl dienend, auf Gemeinschaft bezogen;
  2. Einzel: individualisiert, auf das Individuum und seine Bedürfnisse bezogen, mit dem Individuum arbeitend;
  3. Fall: abgegrenzter Sachverhalt, bezieht sich auf eine spezielle und von Professionellen definierte Situation im Kontext mit einer Person (oder Primärgruppe), ihrer Lebenswelt und ihrer sozialen Lage (wobei es ohne ein soziales Problem oder einen spezifischen Bedarf keinen Fall gibt);
  4. Hilfe: Unterstützung von Personen, im professionellen Kontext in einer Bedarfs- und/oder sozialen Problemlage, die von der Person/der Familie nicht allein gelöst werden kann.

Einzelfallhilfe richtet sich an das Individuum und fokussiert individuelle Bedarfe und Probleme. Sie strebt durch professionelle Hilfe eine Persönlichkeitsentwicklung, eine Verhaltensänderung und einen Kompetenzzuwachs beim Individuum an. Es geht um eine Stärkung des Selbst. Die Handlungsfähigkeit von Personen soll aktiviert, die Suche nach (neuen, alternativen) Lösungsansätzen für Herausforderungen des Lebens unterstützt und ihr Spektrum an möglichen Handlungsmustern erweitert und diese möglichst auch im Rahmen eines Entwicklungsprozesses eingeübt werden. Das Gelingen solch eines Unterstützungsprozesses ist verknüpft mit der Etablierung einer möglichst vertrauensvollen Arbeitsbeziehung. Ein übergeordnetes Ziel ist eine Steigerung des Wohlbefindens der betreffenden Person(en) im Kontext einer Anpassung an die Gegebenheiten der Umwelt, also auch zum Wohl der sozialen Gemeinschaft. Diese Anpassungsleistung wurde und wird nicht unkritisch diskutiert. Eine zu starke Fokussierung auf eine nötige Anpassung des Individuums an die gesellschaftlichen Bedingungen geht von der Sichtweise aus, die Ursachen der Probleme lägen im Individuum selbst, sie seien allein psychisch begründet. Hier besteht das Risiko, dass Professionelle Probleme individualisieren, deren Entstehung (teilweise oder gänzlich) in gesellschaftlichen Entwicklungen begründet sind. Es geht daher immer auch um eine Perspektivenerweiterung bei den Professionellen, das Individuum in seiner Umwelt und die hier bestehenden Wechselwirkungen zu betrachten (Galuske 2013, S. 82 ff.; Pantuček-Eisenbacher 2022, S. 13 ff.).

In den folgenden beiden Zitaten werden Definitionsversuche zur EH vorgenommen, die wichtige Kriterien aufgreifen. Grundsätzlich hat EH das Ziel, innerhalb einer helfenden Beziehung Menschen bei der Bewältigung ihrer sozialen Probleme zu unterstützen und sie in ihrem Entwicklungsprozess zu begleiten.

„Soziale Einzelfallhilfe ist ein Prozess, der von bestimmten Sozialdienststellen angewendet wird, um Menschen zu helfen, mit ihren Problemen im sozialen Bereich besser fertig zu werden“ (Perlman 1973, zit. nach Galuske 2013, S. 82).

„Durch die Methode der Sozialen Einzelfallhilfe wird ein Klient veranlasst, sich über einen Beziehungsprozess, im Wesentlichen mit einer Person, zu seinem eigenen und dem allgemeinen Wohl einer sozialen Hilfe zu bedienen“ (Smaley 1977, zit. nach Galuske 2013, S. 82).

Die Bezeichnung (Soziale) Einzelfallhilfe ist umstritten. Ein Diskussionsstrang konzentriert sich auf den Teil-Begriff Fall und präferiert Einzelhilfe als Begriff. Als Begründung wird angeführt, dass im Zentrum der Hilfe die helfende Beziehung stehen sollte und nicht der Fall (Galuske 2013, S. 78). Im Band Methoden der Sozialen Arbeit von Michael Galuske (2013) verwendet dieser überwiegend die Schreibweise Soziale Einzel(fall)hilfe (ebd.). Ein weiterer Diskussionsstrang hebt die Bedeutung der Individualisierung hervor und präferiert den Begriff Individualhilfe (Pantuček-Eisenbacher 2022, S. 12). Der Logik einer Hilfe für das Individuum folgend, die sich auf das Interaktionssystem Klient:in – Sozialarbeiter:in bezieht und beschränkt, führt Peter Pantuček-Eisenbacher (2022) den Begriff des Family Case Work an (S. 42). Family Case Work bediene sich, so Pantuček-Eisenbacher, der meisten Techniken der Einzelfallhilfe. Der Bezug auf das System der Familie führe jedoch zu einer höheren Komplexität und zu veränderten Rahmenbedingungen sowie der Herausforderung, nicht nur mit einer Person, sondern gleichzeitig mit mehreren Personen als Klient:innen zu arbeiten (S. 43)

In der Literatur zur EH wird nach wie vor der Begriff Klient:innen zur Bezeichnung der Personen, die Hilfe erhalten, verwendet. Dies geht zurück auf die Bestrebungen, als Profession anerkannt zu werden. Damit verbunden ist, sich einerseits vom medizinisch geprägten Patient:innenbegriff zu distanzieren und andererseits einen geeigneten Begriff zu nutzen, der den formalen (zum Teil behördlichen) Status des Hilfeverhältnisses verdeutlicht. Der Begriff schien auch im Kontext einer Sichtweise, dass Sozialarbeiter:innen ein Mandat erhalten und für ihre Klient:innen tätig werden, anschlussfähig. Werden Hilfen grundsätzlich als Angebote betrachtet, die an Menschen adressiert werden und wird diesen eine Entscheidungshoheit und -kompetenz über die freiwillige Annahme dieser Angebote zugestanden, scheint auch der Begriff Adressat:innen geeignet. Daran sind auch Überlegungen anschlussfähig, die darauf abzielen, Angebote stärker als Raum für Empowerment und Partizipation zu gestalten. Aufträge in der EH umfassen in bestimmten Fällen (bspw. in der Jugendhilfe im Kontext einer Kindeswohlgefährdung) neben dem Hilfsangebot einen Kontrollauftrag als Teil der professionellen Tätigkeit. Die Annahme einer Hilfe durch die Adressat:innen kann hier einer eingeschränkten Freiwilligkeit oder teils auch einem Zwangskontext unterliegen. Im Beitrag finden sich beide Begriffe, je nach Quelle und zeitlichem sowie inhaltlichem Kontext.

2.2 Einordnung – Profession und Methode

Die Einzelfallhilfe ist für die Professionalisierung der Sozialen Arbeit von entscheidender Bedeutung gewesen. Die Orientierung an anerkannten Professionen wie der Medizin oder dem Rechtswesen beförderte die Entwicklung von methodischen Konzepten, einer theoretisch fundierten Ausbildung, eines klar abgegrenzten Berufsbildes, von ethischen Standards und einer Akademisierung. Einige der bis heute gebräuchlichen Begriffe wie Anamnese, Diagnose, Fall, Mandat und Klient:in sowie die Unterscheidung zwischen Professionellen und Laien verweisen auf dieses Bestreben. Das Ziel einer der Medizin oder dem Rechtswesen gleichrangigen Profession konnte jedoch nicht erreicht werden. Neben den Handlungsbedingungen der Sozialen Arbeit ist einer der hier diskutierten Gründe, dass u.a. die in der EH vorkommenden methodischen Ansätze in ihrer Wirkung nicht ausreichend wissenschaftlich begründet seien. Zur Verberuflichung der Sozialen Arbeit, zum Professionsdiskurs und der Einordnung (bspw. Soziale Arbeit als Semi-Profession oder bescheidene Profession) und zur Entwicklung eines professionellen methodischen Handelns innerhalb eines ethischen Rahmens hat die EH als Methode grundsätzlich und bedeutend beigetragen (Galuske 2013, S. 90 f.; Linke 2020, S. 421 ff.; Schütze 1993, S. 132 ff.).

Es gibt verschiedene Systematisierungsversuche zu den Methoden der Sozialen Arbeit. In der Regel gehen diese von den drei sogenannten klassischen Methoden aus, die sich durch ihre Sozialform unterscheiden. Nach Angelika Erhardt (2013):

„Unter Methode ist eine Arbeitsform/ein Arbeitsprinzip zu verstehen, das [sic!] sich in einem bestimmten Tätigkeitsfelde auf ein bestimmtes Klientensystem (Einzelperson, Paare, Familien, Gruppen) oder ein soziales System (Stadtteil, Gemeinwesen, Häuserblock, Straßenzug) bezieht und bei der in der Regel bestimmte Hilfsmittel/​Techniken eingesetzt werden, um ein vorher vereinbartes Ziel zu erreichen“ (S. 9).

Einige Autor:innen halten in der von den drei klassischen Methoden ausgehenden Ausdifferenzierung weiterer Ansätze grundsätzlich am Methodenbegriff fest, um diese zu kategorisieren. So bspw. Galuske (2013) der von den drei klassischen Methoden ausgehend weitere zuordnet, so neben der Sozialen Einzelfallhilfe diejenigen, die sich als „einzelfall- und primärgruppenbezogene Methoden“ (Galuske 2013, S. 168) kategorisieren lassen, bspw. die Sozialpädagogische Beratung, die klientenzentrierte Gesprächsführung, das Case Management und die Familientherapie (S. 168). Dieter Kreft und C. Wolfgang Müller (2019a) plädieren mit Blick auf eine klare Struktur dafür, nur die drei klassischen Methoden der Sozialen Arbeit als Methoden zu bezeichnen und diesen entsprechend der Sozialform Verfahren und Techniken zuzuordnen (S. 15 ff.).

3 Geschichte und Entwicklung

Die Entwicklung der Sozialen Einzelfallhilfe in Deutschland ist eng mit der Geschichte der Sozialen Arbeit verknüpft und lässt sich grob in drei Phasen gliedern, die historisch prägend waren:

  1. die Entwicklung bis zum Ende des 19. Jahrhunderts
  2. die Entwicklung zu Beginn des 20. Jahrhunderts
  3. und die Entwicklung ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

3.1 Die Entwicklung bis zum Ende des 19. Jahrhunderts

Die Entwicklung der Sozialen Einzelfallhilfe ist verbunden mit der Transformation von einer Agrar- zu einer Industriegesellschaft in den damaligen deutschen Territorialstaaten und dem daraus hervorgehenden Deutschen Kaiserreich. Diese radikale Veränderung der Arbeits- und Lebensbedingungen traf auf eine ab Beginn des 19. Jahrhunderts stetig und schnell wachsende Bevölkerung, von der große Teile in Armut lebten. Die Lebensbedingungen führten anfänglich zu starken interkontinentalen Migrationsbewegungen vor allem in die USA. Die Konzentration der beginnenden Industrialisierung auf die urbanen Räume beförderte zunehmend eine Binnenmigration und schnell wachsende Städte im Deutschen Kaiserreich, was die Kommunen vor neue Herausforderungen stellte. Viele der in die Städte kommenden Menschen sahen sich mit unsicheren Arbeitsbedingungen, niedrigen Löhnen, einer hohen Arbeitslosigkeit und schlechten Wohnverhältnissen konfrontiert und mussten zudem soziale und kulturelle Brüche bewältigen. Diese gesellschaftlichen Entwicklungen, die zu einer neuen und komplexen sozialen Situation führten, wurden mit dem Begriff soziale Frage beschrieben und beförderten die Fürsorgewissenschaft und die Entstehung der Sozialpädagogik (Kuhlmann 2014, S. 31 ff.; Lambers 2018, S. 16 ff.).

Die Kommunen reagierten auf die steigenden Unterstützungsbedarfe mit der Einführung von kommunal organisierten und finanzierten Angeboten. Prägend war hier das sogenannte Elberfelder System. Das System war gekennzeichnet durch eine Einteilung der Kommune in Sozialbezirke, die wiederum aus mehreren Quartieren bestanden, in denen ehrenamtliche Armenpfleger tätig waren. Diese nahmen Anträge auf Unterstützung entgegen, prüften die Voraussetzungen, indem sie durch Hausbesuche die Angaben kontrollierten, leiteten die Anträge an die Verwaltung weiter und konnten in akuten Krisen durch kleinere Beträge bedingt direkt unterstützen. Aus dem Elberfelder System wurde das Straßburger System entwickelt, dessen Konzept durch eine Zusammenarbeit zwischen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Armenpfleger:innen gekennzeichnet war. Die Tätigkeiten waren streng geschlechtsspezifisch zugeordnet. Die ehrenamtliche Armenpflegertätigkeit im Elberfelder System war Männern vorbehalten. Im Straßburger System waren Frauen als Ehrenamtliche im Einsatz, die hauptamtliche Beschäftigung wurde jedoch ausschließlich von Männern ausgeübt (Sachße 1994, S. 36 ff.; Wendt 1995, S. 129).

Für die Professionalisierung der Sozialen Einzelfallhilfe war neben den Entwicklungen in Deutschland vor allem die Tätigkeit von Mary Richmond in den USA prägend. Richmonds Wirken ist verbunden mit der Charity Organization Society (COS) in Baltimore, welche sie ab 1891 leitete. Diese Organisation hatte die Aufgabe, Menschen, die Unterstützung suchten zu registrieren, deren Bedarfe und Ansprüche zu ermitteln und zu prüfen und diese Personen weiterzuleiten. Das Handeln kann vor allem als Hilfemanagement, Controlling und Clearing eingeordnet werden, weniger als direkte fürsorgerische Unterstützung. Richmond trieb die Professionalisierung in den USA Ende des 19. Jahrhunderts entscheidend mit voran, sie publizierte selbst, wirkte an der Erstellung von Lehrbüchern sowie methodischen und ethischen Standards mit und beförderte die Gründung der Summer School of Philantropy 1898, um eine professionelle Ausbildung zu gewährleisten (Galuske 2013, S. 78 f.; Kuhlmann 2014, S. 31 ff.; Pantuček-Eisenbacher 2022, S. 67 f.).

3.2 Die Entwicklung zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Mary Richmond veröffentlichte 1917 ihr Hauptwerk Social Diagnosis. Für Marianne Meinhold beginnt damit die Geschichte der professionellen Einzelfallhilfe, da durch die Darlegung eines notwendigen systematischen methodischen Vorgehens die Abgrenzung zur laienhaften Hilfe vorgenommen wurde (Meinhold 2012, S. 635).

Im weiteren Verlauf ist diese Phase in der Weimarer Republik vor allem durch das Wirken von Alice Salomon geprägt. Salomon stand im Austausch mit Mary Richmond und Jane Addams aus den USA und war in der internationalen Frauenbewegung aktiv. Neben Salomon als bekannteste Vertreterin im deutschsprachigen Raum gab es jedoch weitere Vertreterinnen wie u.a. Marie Baum, Siddy Wronsky, Gertrud Bäumer oder Ilse Arlt, die an der Professionalisierung der Sozialen Arbeit einen wichtigen Anteil hatten. Diese Entwicklung stand im Kontext mit einer emanzipatorischen Bewegung, die u.a. die berufliche Anerkennung der Fürsorgetätigkeit und die hauptamtliche Beschäftigung von Frauen anstrebte. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 kamen die ambitionierten Bestrebungen zum Erliegen. Salomon, Baum, Bäumer, Wronsky und später auch Arlt erhielten wie viele andere Menschen Berufsverbot und waren von der Schließung oder der Übernahme von Einrichtungen durch den NS-Staat betroffen. Gründe dafür waren in der Regel eine jüdische Abstammung, die politische Einstellung oder eine pazifistische und humanistische Haltung (Galuske 2013, S. 78 ff.; Erhardt 2013, S. 13 ff.; Kreft und Müller 2019a, S. 15 f.; Kuhlmann 2014, S. 65 ff.; Meinhold 2012, S. 635 ff.).

Für das professionelle Handeln in der Sozialen Einzelfallhilfe war (und ist) vor allem die Etablierung eines planvollen Vorgehens von Bedeutung, das sich in der Phasierung des Hilfeprozesses im Kontext eines methodisch durchdachten Handelns zeigt. Für die Einzelfallhilfe sind einige Punkte, die bereits zu dieser Zeit diskutiert wurden, bis heute relevant, bspw. die Motivation und Mitwirkung der Klient:innen, die Einbeziehung des sozialen Umfelds, die Ausrichtung der Unterstützung im Kontext Fall- und Feldbezug, ethische Kriterien, eine Ressourcenorientierung, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und der Umgang mit beruflichen Belastungen.

3.3 Die Entwicklung ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts

Nach 1945 gab es zunächst nur eine zögerliche eigenständige deutsche Entwicklung. In den USA wurden zunehmend Einflüsse aus der Psychoanalyse im Case Work prägend, die auch die weiteren Prozesse in der BRD beeinflussten. Einen wichtigen europäischen Impuls gab Marie Kamphuis aus den Niederlanden. Kamphuis war bereits seit den 1930er-Jahren in der Sozialarbeit aktiv, international vernetzt und weitete ab den 1950er-Jahren ihre Publikations- und Vortragsaktivitäten international aus. Von den Entwicklungen in den USA war sie einerseits inspiriert, andererseits um eine eigene europäische Entwicklung und um eine Abgrenzung der Sozialarbeit zu therapeutischen Ansätzen bemüht. Ihr Wirken ist mit der Sichtweise verbunden, die Klient:innen dort abzuholen, wo diese stehen („Dort ansetzen, wo der Klient ist“, Boet und Waaldijk 2002, S. 43) und die Sozialarbeiter:innen selbst als das wichtigste Werkzeug einer helfenden Beziehung zu betrachten. In den 1950er-Jahren sind ebenfalls die Arbeiten von Ruth Bang in der BRD zu nennen. Bang hatte eine psychologische Ausbildung und vertiefte diese nach dem Zweiten Weltkrieg in Richtung Psychagogik. Dies erklärt ihre Perspektive einer stark psychoanalytisch ausgerichteten Einzelfallhilfe. Wichtige Impulse von Bang sind die Bedeutung der helfenden Beziehung als Grundlage einer gelingenden Hilfe, die Etablierung von Praxisberatung für die Professionellen (Supervision) und die Stärkung der Selbstreflexion bei den Fachkräften (Berger 2021; Boet und Waaldijk 2002; Neuffer 1990, S. 130 f., S. 179).

Ab den 1960er-Jahren kam es in der BRD, aufgrund einer sich verändernden Gesellschaft, die zunehmend demokratischer und liberaler ausgerichtet war, zu weiteren Entwicklungen. In dieser Zeit gab es bspw. eine massive Kritik an den Zuständen in der Heimerziehung und eine zunehmende Lebensweltorientierung in der Jugendhilfe, was die Etablierung ambulanter Angebote in den Erziehungshilfen wie die Erziehungsbeistandschaft (EB, § 30 SGB VIII) und die Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH, § 31 SGB VIII) beförderte (Kuhlmann 2014, S. 107 ff.). Es wurden Ansätze (von Helen Perlman oder Marie Kamphuis) in der EH entwickelt, die eine Erweiterung des Fokus vom Individuum auf die Familie vornahmen (Galuske 2013, S. 82). Stark rezipiert und diskutiert wurde das Verfahren des Case Management, welches als eine der wichtigsten Weiterentwicklungen des Case Work gilt, um den individuellen Bedarfen im Kontext komplexerer Problemlagen und sich ausdifferenzierender Unterstützungsangebote zu begegnen. Aufgrund der Ausrichtung, Hilfe für das Individuum zu organisieren und zu managen, anstatt diese selbst anzubieten und durchzuführen sowie diese möglichst effektiv und effizient zu gestalten, war das Case Management als Verfahren auch für andere soziale Bereiche und Humandienste anschlussfähig (Galuske 2013, S. 200 ff.; Erhardt 2013, S. 79 ff.; Wendt 2019. S. 72 ff.).

4 Dimension der Einzelfallhilfe

4.1 Konzeptionelle Richtungen

In der Entwicklung der EH lassen sich vier grundlegende und konzeptionell unterschiedliche Richtungen differenzieren:

  1. der diagnostische Ansatz
  2. der psychosoziale Ansatz
  3. der funktionale Ansatz
  4. der problemlösende Ansatz.

Der diagnostische Ansatz. Ausgehend von einer (auf Sigmund Freud zurückgehenden) psychoanalytischen Sichtweise und einer Psychologie der Krankheit, ist eine Fokussierung auf mögliche Störungen und entwicklungspsychologische Entwicklungsphasen und eine Bearbeitung nach dem klassischen Dreischritt (Anamnese, Diagnose, Therapie) für dieses Konzept prägend. Damit einhergehend sind eine sehr ausführliche Anamnese und Diagnose, im Kontext der psychoanalytischen Sicht bis zur Phase der Kindheit zurückgehend, verbunden.

Der psychosoziale Ansatz ist eine Weiterentwicklung des diagnostischen Ansatzes und u.a. mit dem Wirken von Florence Hollis verbunden. Es wird nicht nur das Individuum betrachtet, sondern in einer systemischen Sichtweise die Person-in-der-Situation. Eine diagnostische und psychosoziale Ausrichtung findet sich vor allem in therapeutisch orientierten Angeboten, die sich im Rahmen des Case Work entwickelten.

Die Entwicklung des funktionalen Ansatzes geht auf Personen wie Otto Rank und Ruth Smalley zurück. Zu nennen sind eine Abkehr von einer (bei den o.g. Ansätzen zu findenden) pathologischen Sichtweise im Kontext einer nötigen Behandlung von Störungen/​Krankheit der Klient:innen, die von den Sozialarbeiter:innen durchgeführt wird. Es wird auf eine Förderung des individuellen Wachstums der Klient:innen und auf eine Begleitung dieser in deren Wachstumsprozess fokussiert. Dies soll durch eine helfende Beziehung initiiert und unterstützt werden, die als Grundlage des Gelingens betrachtet wird. Die sozialarbeiterische Intervention steht hier im direkten Zusammenhang mit dem Aufbau einer persönlichen Beziehung.

Zentral für den von Helen Perlman entwickelten problemlösenden Ansatz ist die Sichtweise, dass Klient:innen grundsätzlich die Fähigkeit zur individuellen Problemlösung haben. Der Ansatz geht von der Annahme aus, dass das Leben ein andauernder Prozess ist, in dem Probleme auftreten und gelöst werden müssen. Menschen müssen demnach die Fähigkeit und die nötigen Kompetenzen haben, diese Herausforderung zu bewältigen. Professionelle Unterstützung ist dann notwendig, wenn Menschen dies nicht allein schaffen, vor allem in komplexen Problemlagen und Krisensituationen. Es geht grundsätzlich um Unterstützung, Begleitung und eine Stärkung der Fähigkeit zur Problemlösung. In diesem Kontext kommen Professionellen bspw. weitere Aufgaben wie eine ausführliche Problem- und Ressourcenanalyse und eine Aktivierung/eine Motivation von Klient:innen innerhalb einer Arbeitsbeziehung zu (Galuske 2013, S. 84 ff.; Wendt 2019. S. 70).

4.2 Grundlegende Merkmale

Zwei grundlegende Merkmale kennzeichnen die EH, wodurch sich diese hinsichtlich der Arbeitsform von den anderen beiden klassischen Methoden der Sozialen Arbeit unterscheiden lässt:

  1. Die Individualisierung. Jeder Mensch und jede Lebenssituation sind einzigartig. Jeder Fall ist einzigartig, ein Einzelfall, und als solcher von Professionellen zu betrachten. Daher kann es keine Patentlösungen für individuelle (und meist komplexe) Probleme geben. Würden schematische Lösungen funktionieren, bräuchte es keine EH (Pantuček-Eisenbacher 2022, S. 21 f.).
  2. Die helfende Beziehung. Die Bearbeitung der individuellen Problemlage (des Einzelfalls) erfolgt innerhalb einer helfenden Beziehung (in der Regel zwischen einer Fachkraft und einer Adressat:in oder einer Familie), wobei eine tragfähige Beziehung angestrebt und eine vertrauensvolle Arbeitsbeziehung als Grundlage einer gelingenden Hilfe angenommen wird (Linke 2021; Wendt 2019. S. 71).

Weitere Merkmale der EH, die sich in allen Ansätzen finden, sind:

  • die ethische Rahmung des Hilfeprozesses
  • die Phasierung des Hilfeprozesses
  • und Verfahren und Techniken der Gesprächsführung (Galuske 2013, S. 87).

Die Auseinandersetzung mit ethischen Fragen und damit verbunden mit Menschenwürde und Menschenrechten ist so alt wie die EH selbst und mit deren Anfängen verbunden. Bereits Jane Adams befand sich im Diskurs mit Richmond und übte Kritik an deren Ansatz. Bei Salomon finden sich Überlegungen zur sozialen Gerechtigkeit, die Kritik an einem Ungleichgewicht wirtschaftlicher Austauschprozesse und die Sicht, dass alle Menschen gleich sind und die gleichen Rechte haben. Nach dem Zweiten Weltkrieg bekommen die ethischen Fragen eine stärkere Gewichtung. In den 1960er-Jahren werden von Herbert Lattke und Henry S. Maas grundsätzliche ethische Standards formuliert. Die weitere Beschäftigung führt zu ausbuchstabierten Codes of Ethics für die Soziale Arbeit und einer Auseinandersetzung mit einer Theorie der Sozialen Arbeit als Menschenrechtsprofession (Braches-Chyrek 2013, S. 196 ff.; DBSH 2014; Galuske 2013, S. 87; Staub-Bernasconi 2007, 2019).

Die Phasierung des Hilfeprozesses wurde ausgehend vom klassischen Dreischritt, der auf Richmond und Salomon zurückgeht, weiter ausbuchstabiert. Die Entwicklung ist abhängig von der grundlegenden konzeptionellen Perspektive, die Ausprägung ist facettenreich und bewegt sich grob differenziert zwischen sozialpädagogisch orientierter Fallarbeit, sozialer Diagnose und psychosozialer Diagnostik (Buttner et al. 2018; Linke 2022; Pantuček-Eisenbacher 2019, Uhlendorff 2022).

Als grundsätzlicher Meilenstein im Bereich der Gesprächsführung ist die von Carl Rogers entwickelte klientenzentrierte Gesprächsführung zu nennen. Rogers setzte mit seinem Ansatz, der auf Akzeptanz, Empathie und Kongruenz basierte, Maßstäbe, die bis heute von zentraler Bedeutung sind und deren Ausprägung einen bedeutenden Einfluss darauf hat, ob eine Arbeitsbeziehung zustande kommt und wie sich diese gestaltet. Anhand dieser drei Kriterien lässt sich die Haltung von Professionellen zu den Klient:innen bestimmen (Galuske 2013, S. 180 ff.; Erhardt 2013, S. 67 ff.; Wendt 2019. S. 71).

4.3 Verfahren und Techniken in der Einzelfallhilfe

Im Kontext der EH hat sich ein Kanon an verschiedenen Verfahren und Techniken entwickelt, die sowohl in der direkten Arbeit mit den Adressat:innen angewendet werden als auch in der indirekten und organisations- und strukturbezogenen Arbeit. Eine professionelle EH wäre ohne diese Verfahren und Techniken (von denen nur einige exemplarisch im Folgenden genannt werden können) mit Blick auf die grundsätzlichen Anforderungen und weitere spezifische Herausforderungen nicht möglich.

Für die EH sind hier neben den oben genannten Verfahren bspw. verschiedene Beratungsansätze, wie die sozialpädagogische oder die systemische Beratung, in der direkten Interaktion mit den Adressat:innen ebenso von Bedeutung wie Kompetenzen des Fragens und Zuhörens, Techniken der Zielfindung und -formulierung, die Genogrammarbeit, die Arbeit mit sozialen Netzwerken und die Gestaltung des Erstgesprächs. In der EH finden im Rahmen der aufsuchenden Sozialen Arbeit auch Hausbesuche statt, womit sich eine besondere rechtliche und ethische Dimension im Kontext des Eindringens in den intimen Privatraum von Personen ergibt. Für die Fachkräfte sind kollegiale Fallberatung, Intervision und Supervision wichtige Möglichkeiten zur Sicherstellung wie zur Weiterentwicklung eines professionellen Handelns, der Anregung zu Reflexion, zur Auflösung vermeintlicher Dilemmata und für den Umgang mit Ambivalenzen und beruflichen Belastungen. Hinzu kommen Verfahren wie das Sozialmanagement oder die Jugendhilfeplanung, die für die organisatorisch-strukturelle und ökonomische Basis des Handelns sorgen (Erhardt 2013; Galuske 2013; Kreft und Müller 2019b).

5 Ausblick

Ausgehend von den gesellschaftlichen (neoliberal-ökonomisch geprägten) Entwicklungen, die seit Jahrzehnten eine Individualisierung befördern, zeigt sich ein hoher gesellschaftlicher Bedarf an individueller Hilfe, Unterstützung, an Begleitung und Austausch. Dies führt insgesamt zu einem kaum noch zu überschauenden Angebot an Beratungs-, Coaching- und Therapieangeboten, Workshops zur Selbstoptimierung und -findung und digitalen Selbstdiagnosetools mit angeschlossenen Onlinekursen zur Persönlichkeitsentwicklung. Einiges davon ist hochprofessionell und anderes kritisch zu sehen, da es eher um monetären Gewinn als um angemessene fachliche Unterstützung geht. Das Angebot verweist jedoch auf einen vorhandenen Bedarf, der dieses generiert.

Für Menschen in unserer Gesellschaft, für die, aufgrund ihrer Ressourcen und/oder Ihrer persönlichen Disposition, diese Angebote nicht zugänglich sind oder keine angemessene Unterstützung bieten und die bei der Bewältigung individueller Problemlagen Hilfe benötigen, wird eine Einzelfallhilfe weiter von Bedeutung sein. Es ist absehbar, dass die EH sich zunehmend mit digitalen Angeboten auseinandersetzen muss, die den persönlichen Kontakt nicht ersetzen aber ermöglichen und sinnvoll ergänzen können. Mit Blick auf die Nutzung mobiler Endgeräte zur Kontaktaufnahme, Terminabsprache und Klärung einfacher Sachverhalte ist dies seit einigen Jahren in vielen Bereichen Realität. Die pandemische Situation der Jahre 2020 und 2021 hat hier weitere Entwicklungen angeschoben (Pantuček-Eisenbacher 2022, S. 21, 49, 67).

Es sind auch die steigenden Anforderungen an Familiensysteme im Sinne einer beständigen Herstellungsleistung zur Aufrechterhaltung der Familie zu betrachten und die pluralen Familienformen in denen Kinder heute aufwachsen und Eltern das familiäre Zusammenleben organisieren (Jurczyk 2014). Eine EH, die sich neben Individuen auch an die Familie als Primärgruppe wendet, muss sich konzeptionell und methodisch entsprechend ausrichten. Es ist heute keine Seltenheit mehr, dass im Rahmen einer Familienhilfe oder einer Erziehungsbeistandschaft mit in Patchworkfamilien lebenden Eltern, Kindern und Jugendlichen gearbeitet wird und somit (von der traditionellen Kernfamilie ausgehend) in mehr als einem Familiensystem. Von einer klassischen Individualhilfe kann in solchen Konstellationen keine Rede mehr sein und der von Pantuček-Eisenbacher (2022) angeführte Begriff des Family Case Work scheint hier eher zutreffend (S. 42 f.). Mit Blick auf die Prognose, dass die vorhandene Pluralität an Familienformen sich zukünftig auch auf Freundschaftsnetzwerke ausdehnen könnte, in denen familiäre Verantwortung, bspw. die Versorgung, Betreuung und Erziehung von Kindern oder die Pflege von älteren Menschen, geteilt wird (Kuhnt und Steinbach 2014), scheinen ebenso Formen eines Family Case Management vorstellbar, die mit solch komplexen Familiensystemen arbeiten.

Die in diesem Beitrag vorgenommene Abgrenzung zwischen Fallarbeit und Einzelfallhilfe mag umstritten sein, da die Begriffe teilweise synonym verwendet werden. An dieser Stelle wird zwischen der Sozialen Einzelfallhilfe als übergreifende Methode, Arbeits- und Sozialform der Sozialen Arbeit und Fallarbeit als direkte methodisch-praktische Tätigkeit differenziert. Aufgrund der Verwobenheit der EH mit der Entwicklung der Sozialen Arbeit, mit Persönlichkeiten der Sozialen Arbeit und den in der Sozialen Arbeit angewandten Methoden, Verfahren und Techniken lassen sich Redundanzen zu anderen Beiträgen nicht ganz vermeiden. Hier bietet sich eine Vertiefung unter Nutzung der verlinkten Beiträge und der angeführten Quellen an.

6 Quellenangaben

Berger, Manfred, 2021. Ruth Bang (1897–1972): Eine in Vergessenheit geratene Wegbereiterin der sozialen Einzel(fall)hilfe. In: Soziale Arbeit. 70(3), S. 82–88. ISSN 0490-1606

Boet, Anoushka und Berteke Waaldijk, 2002. „Dort ansetzen, wo der Klient ist“. Marie Kamphuis und die Professionalisierung der Sozialen Arbeit in Holland. In: Sabine Hering und Berteke Waaldijk, Hrsg. Die Geschichte der Sozialen Arbeit in Europa (1900–1960): Wichtige Pionierinnen und ihr Einfluss auf die Entwicklung internationaler Organisationen. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 43–50. ISBN 978-3-8100-3633-9

Braches-Chyrek, Rita, 2013. Jane Addams, Mary Richmond und Alice Salomon: Professionalisierung und Disziplinbildung Sozialer Arbeit. Opladen: Barbara Budrich. ISBN 978-3-8474-0015-8 [Rezension bei socialnet]

Buttner, Peter, Silke Brigitta Gahleitner, Ursula Hochuli Freund und Dieter Röh, Hrsg., 2018. Handbuch Soziale Diagnostik: Perspektiven und Konzepte für die Soziale Arbeit. Freiburg: Lambertus Verlag. ISBN 978-3-7841-3029-3 [Rezension bei socialnet]

Deutscher Berufsverband für Soziale Arbeit e.V. (DBSH), Hrsg., 2014. Berufsethik des DBSH [online]. Berlin: Deutscher Berufsverband für Soziale Arbeit e.V. [Zugriff am: 13.12.2021]. Verfügbar unter: https://www.dbsh.de/profession/​berufsethik/​berufsethik-des-dbsh.html

Erhardt, Angelika, 2013. Methoden der Sozialen Arbeit. Schwalbach: Wochenschauverlag. ISBN 978-3-89974-476-7 [Rezension bei socialnet]

Galuske, Michael, 2013. Methoden der sozialen Arbeit: Eine Einführung. Weinheim: Juventa Verlag. ISBN 978-3-7799-1441-9 [Rezension bei socialnet]

Jurczyk, Karin, 2014. Familie als Herstellungsleistung: Hintergründe und Konturen einer neuen Perspektive auf Familie. In: Karin Jurczyk, Andreas Lange und Barbara Thiessen, Hrsg. Doing Family: Warum Familienleben heute nicht mehr selbstverständlich ist. Weinheim: Beltz Juventa, S. 50–70. ISBN 978-3-7799-2239-1 [Rezension bei socialnet]

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Verfasst von
Prof. Dr. Torsten Linke
Hochschule Zittau/Görlitz - Fakultät Sozialwissenschaften
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Zitiervorschlag
Linke, Torsten, 2022. Einzelfallhilfe [online]. socialnet Lexikon. Bonn: socialnet, 06.10.2022 [Zugriff am: 07.02.2023]. Verfügbar unter: https://www.socialnet.de/lexikon/402

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