Empirische Sozialforschung
Prof. Dr. phil. Sigrid Haunberger, Prof. Dr. phil. Sylvie Johner-Kobi
veröffentlicht am 20.03.2025
Empirische Sozialforschung fasst Methoden und Techniken zur systematischen Erforschung sozialer Phänomene zusammen. Der Begriff „empirisch“ bedeutet, dass sich die Forschung auf beobachtbare und messbare Realitäten stützt, anstatt allein auf theoretische Überlegungen.
Überblick
- 1 Zusammenfassung
- 2 Quantitative Sozialforschung
- 3 Qualitative Sozialforschung
- 3.1 Merkmale qualitativer Sozialforschung
- 3.2 Erkenntnistheoretische Grundlagen qualitativer Sozialforschung
- 3.3 Qualitative Forschungsdesigns
- 3.4 Qualitative Auswahlverfahren
- 3.5 Qualitative Erhebungsmethoden
- 3.6 Qualitative Analysemethoden
- 3.7 Forschungsethik
- 3.8 Gütekriterien der qualitativen Sozialforschung
- 4 Mixed-Methods
- 5 Quellenangaben
1 Zusammenfassung
Die Charakteristika empirischer Sozialforschung kommen in den folgenden Definitionen deutlich zum Ausdruck:
„Unter Empirischer Sozialforschung wird eine Gesamtheit von Methoden, Techniken und Instrumenten zur wissenschaftlich korrekten Durchführung von Untersuchungen des menschlichen Verhaltens und weiterer sozialer Phänomene verstanden“ (Häder 2019, S. 13).
„Empirische Sozialforschung umfasst einen Fundus von Techniken, die ausgehend von klar umrissenen und theoretisch reflektierten Fragestellungen die regelgeleitete, systematische Hervorbringung von empirisch fundiertem (wörtlich: aus Beobachtung bzw. Erfahrung gewonnenem) sozialwissenschaftlichem Wissen ermöglichen“ (Weischer 2007, S. 16).
Gleichzeitig ist zu betonen, dass die besten Methoden empirischer Sozialforschung theoretisches Räsonieren, das Nachdenken über soziale Zusammenhänge, Prozesse und Strukturen, nicht ersetzen (König 1974; Diekmann 2023).
Empirische Sozialforschung gilt als Oberbegriff für einen Teilbereich der Sozialwissenschaften, der sich – wie die zwei erwähnten Definitionen zeigen – mit der systematischen Erhebung und Analyse von Daten zur Untersuchung sozialer Phänomene beschäftigt. Die dazugehörigen Methoden der quantitativen und qualitativen empirischen Sozialforschung sind hoch spezialisiert, sie reichen von der Forschungslogik über die Auswahlverfahren bis zur Datenanalyse. Dabei ist die Forschungs- und Darstellungslogik beider Traditionen sehr unterschiedlich. Aus diesem Grund lässt sich dieses Kapitel sinnvollerweise in drei Kapitel zerlegen: Quantitative Sozialforschung, qualitative Sozialforschung und Mixed Methods.
Empirische Sozialforschung beschäftigt sich mit einer Vielzahl von Themen, darunter soziale Ungleichheit, Lebensrealitäten von Adressat:innen, Bedarfsermittlung in der Sozialhilfe, die Wirksamkeit von Interventionen und vieles mehr. Ziel ist es, ein besseres Verständnis sozialer Prozesse und Strukturen sowie Einblick in menschliches Verhalten zu erlangen, das Wissen über die Gesellschaft zu erweitern und oft auch Handlungsempfehlungen für Politik und Praxis abzuleiten.
2 Quantitative Sozialforschung
Als Teilbereich der empirischen Sozialforschung konzentriert sich quantitative Sozialforschung auf die systematische Erhebung und Analyse von numerischen Daten. Ziel ist es, soziale Phänomene zu messen, Muster zu erkennen und Hypothesen mit statistischen Verfahren zu überprüfen.
2.1 Untersuchungsphasen
Untersuchungen der quantitativen Sozialforschung folgen dabei einer linearen Ablauflogik, die sich in die folgenden typischen Phasen einteilen lässt: Formulierung des Forschungsproblems inklusive wissenschaftlicher Fragestellung(en) und Hypothesen, Planung und Vorbereitung der Erhebung, Auswahl des Untersuchungsgegenstands (in der Regel Personengruppen oder Organisationen), Datenerhebung, Datenauswertung und Testung der Hypothesen, Berichterstattung (Diekmann 2023, S. 187; Baur und Blasius 2022a).
2.2 Erkenntnistheoretische Grundlagen quantitativer Sozialforschung
Die erkenntnistheoretischen Grundlagen der quantitativen Sozialforschung basieren auf bestimmten philosophischen und methodologischen Annahmen, die das Verständnis und die Herangehensweise an die Erforschung sozialer Phänomene prägen. Eine prominente philosophische Strömung ist in diesem Zusammenhang der kritische Rationalismus, welcher von Sir Karl Raimund Popper entwickelt wurde. Herzstück ist die Annahme, dass jede Wissenschaft beständig versuchen sollte, ihre Theorien zu widerlegen (Falsifikation), anstatt ihre Wahrheit beweisen zu wollen (Verifikation). Wissen ist stets vorläufig und Aufgabe von Sozialwissenschaftler:innen ist es, „kühne Hypothesen aufzustellen und sie der schärfsten Kritik auszusetzen, um herauszufinden, wo wir uns geirrt haben“ (Popper 2012, S. 122). Wissenschaftlicher Fortschritt entsteht durch die Abfolge von falsifizierbaren Theorien, die sich immer besser als die vorherigen bewähren.
2.3 Quantitative Forschungsdesigns
Quantitative Forschungsdesigns sind strukturierte und systematische Ansätze zur Untersuchung von Hypothesen und zur Beantwortung von Forschungsfragen in den Sozialwissenschaften. Sie zeichnen sich durch den Einsatz numerischer Daten und statistischer Analysen aus. Zu den klassischen Forschungsdesigns, mit denen Ursache-Wirkungs-Beziehungen aufgedeckt werden können, zählen Experimente/​Quasi – Experimente. Hier werden eine oder mehrere Merkmale (Variablen) systematisch verändert (in der Fachsprache nennt man das „manipuliert“), um festzustellen, ob und wie eine bestimmte Intervention (unabhängige Variable) eine Veränderung (bei der abhängigen Variable) hervorruft. Bei Quasi-Experimenten erfolgt die Zuteilung der Proband:innen in Kontroll- und Experimentalgruppe nicht zufällig. Ein Beispiel hierfür ist folgende Ausgangslage: Es soll erprobt werden, welche Beratungsmethode bei Eltern mit einem chronisch kranken Kind wirksamer ist. Aus ethischen Gründen ist es nicht möglich, Eltern zufällig einer der beiden Gruppen zuzuweisen. Ähnliches gilt für ein weiteres Beispiel: Sollen die Auswirkungen des Rauchens auf die Entwicklung von Lungenkrebs untersucht werden, wäre es unethisch und äußerst bedenklich Teilnehmer:innen zu bitten, absichtlich zu rauchen (Diekmann 2023; Häder 2019; Schnell et al. 2023). In derartigen Ausgangssituationen stellt das „ex post facto“ Design (im Nachhinein) eine geeignete Alternative dar. Anders als beim experimentellen Design hat die Intervention bereits stattgefunden und es werden bestehenden Unterschiede analysiert, um Ursache-Wirkungs-Beziehungen herauszufinden.
Surveys (Umfragen), bei denen größere Mengen von numerischen Daten gesammelt werden, unterscheiden sich nach der Anzahl der Befragungszeitpunkte. Typischerweise zählen hierzu größere Bevölkerungsumfragen, wie beispielsweise der European Social Survey (ESS), der Meinungen zu sozialen und politischen Themen aus über 30 Ländern erfasst. Während bei quantitativen Querschnittsstudien die Daten zu einem einzigen Zeitpunkt erhoben werden, werden bei quantitativen Längsschnittstudien mehrere Zeitpunkte der Datenerhebung geplant. Hierbei ist wesentlich, ob die Daten derselben Personen zu mehreren Zeitpunkten erhoben werden (Panelstudie) oder ob dieselben Fragen von unterschiedlichen Personen beantwortet werden (Trendstudie) (Diekmann 2023; Häder 2019; Schnell et al. 2023).
2.4 Quantitative Auswahlverfahren
Da aus forschungspraktischen Gründen häufig nicht alle Personen befragt werden können (Vollerhebung), liegen numerische Daten häufig als Stichproben vor, die mit quantitativen Auswahlverfahren erhoben werden. Dies sind Methoden zur Auswahl einer Stichprobe aus einer größeren Population, die sicherstellen, dass die Stichprobe repräsentativ ist und die Ergebnisse auf die gesamte Population verallgemeinert werden können (Diekmann 2023; Häder 2019). Streng genommen kann Repräsentativität nur durch Zufallsstichproben hergestellt werden (Schnell et al. 2023).
In der quantitativen Sozialforschung wird zwischen probabilistischen (zufälligen) und nicht probabilistischen (nicht zufälligen) Auswahlverfahren unterschieden. Bei probabilistischen Auswahlverfahren hat jedes Element der Grundgesamtheit eine bekannte (dieselbe) Wahrscheinlichkeit, ausgewählt zu werden. Die häufigste Form stellt die einfache Zufallsstichprobe dar. In einer geschichteten Zufallsstichprobe wird die Grundgesamtheit in Gruppen unterteilt, anschließend werden aus jeder dieser Gruppen zufällig Elemente ausgewählt. Eine Klumpenstichprobe liegt vor, wenn die Grundgesamtheit in „natürliche“ Gruppen unterteilt wird oder bereits vorliegt. Es werden ganze Klumpen (Schulklassen oder Stadtteile) zufällig gezogen und alle Mitglieder dieser Klumpen befragt. Ein mehrstufiges Auswahlverfahren kombiniert mehrere der vorgestellten Stichprobenverfahren in mehreren Schritten.
Bei nicht-probabilistischen Auswahlverfahren dagegen haben nicht alle Mitglieder der Grundgesamtheit dieselbe Wahrscheinlichkeit, ausgewählt zu werden. Die Auswahl erfolgt nach bestimmten Kriterien (bewusste Auswahl) oder ganz ohne Kriterien (willkürliche Auswahl). Ebenso kann es sein, dass die Mitglieder der Grundgesamtheit nur schwer erreichbar sind. Dies trifft zu, wenn die Lebenssituation von wohnungslosen Menschen in einer Stadt untersucht werden soll. Mit dem Schneeballverfahren wird eine kleine Gruppe von Personen ausgewählt, die dann weitere Teilnehmer:innen vorschlagen. Damit wächst die Stichprobe wie ein Schneeball. Mit Quotenstichproben wird sichergestellt, dass die Stichprobe bestimmte vorher festgelegt Anteile (Quoten) der Grundgesamtheit enthält (beispielsweise Alter, Beruf). In der quantitativen Sozialforschung sind nicht-probabilistische Auswahlverfahren mit dem Risiko verbunden, dass eine verzerrte Stichprobe vorliegt, deren Ergebnisse nicht auf die zugrundeliegende Grundgesamtheit übertragbar sind (Häder und Häder 2022; Schnell et al. 2023).
2.5 Quantitative Erhebungsmethoden
Quantitative Erhebungsmethoden sind systematische Techniken zur Sammlung und Analyse numerischer Daten, um Muster zu identifizieren, Hypothesen zu testen und allgemeine Schlussfolgerungen zu ziehen. Sehr häufig werden hierfür standardisierte Fragebögen verwendet. Mit diesem Befragungsinstrument werden Daten auf eine einheitliche und systematische Weise erhoben, auch die Antwortmöglichkeiten sind vorgegeben, um die Vergleichbarkeit der Antworten zu gewährleisten. Standardisierte Fragebögen können in persönlichen oder telefonischen Interviews (mit oder ohne Computerunterstützung), per schriftlichem Fragebogen oder in einer Onlineumfrage eingesetzt werden. Die Konstruktion eines brauchbaren standardisierten Fragebogens ist eine Kunstlehre (Porst 2013, 2022). Auch ist die Entwicklung von guten Antwortskalen nicht zu unterschätzen (Franzen 2022). Dem Prinzip der Standardisierung folgt auch eine standardisierte Beobachtung, bei der das Verhalten von Personen oder Ereignissen systematisch und nach vorher festgelegten Kriterien beobachtet und festgehalten wird. Auch Inhalte (Texte, Bilder, Videos) können mittels quantitativer Inhaltsanalyse analysiert werden, indem die Inhalte in quantifizierbare Einheiten zerlegt werden, um Muster, Häufigkeiten und Beziehungen zu quantifizieren (Diekmann 2023; Häder 2019; Schnell et al. 2023).
2.6 Quantitative Analysemethoden
Die Auswertung numerischer Daten geschieht mit quantitativen Analysemethoden. Darunter werden Techniken zur numerischen Erfassung und Analyse von Daten verstanden, die sich auf die Quantifizierung sozialer Phänomene konzentrieren. Sie sind darauf ausgelegt, Daten in numerischer Form darzustellen und statistische Verfahren zu nutzen, um Hypothesen zu testen, Muster zu erkennen und allgemeine Schlussfolgerungen zu ziehen (Diekmann 2023; Schnell et al. 2023).
Statistik ist ein Bereich der Mathematik, der sich mit dem Sammeln, Auswerten und Interpretieren von numerischen Daten beschäftigt. Mit Statistik können aus einer Menge von Daten Schlussfolgerungen gezogen werden, die bei Entscheidungen helfen. Hierbei ist zwischen deskriptiver Statistik und Inferenzstatistik zu unterscheiden.
Sollen Daten lediglich beschrieben und zusammengefasst werden, stehen verschiedene Lage- und Streuungsmaße sowie Grafiken zur Verfügung. Deskriptive Statistik gibt hier einen Überblick über die Daten, ohne Schlüsse auf die Grundgesamtheit (Population) zu ziehen. Sie hilft dabei, Muster in den Daten zu erkennen. Sehr häufig finden sich deskriptive Statistiken in der amtlichen Sozialberichterstattung, in der zentrale Lebenslagen (bspw. Einkommen und Schulden, Erwerbsstatus und Arbeitsbedingungen, der Bildungsstand, der Gesundheitszustand usw.) beschrieben werden.
Die Inferenzstatistik kommt ins Spiel, wenn auf der Basis von Stichprobendaten Schlussfolgerungen über die zugrundeliegende Grundgesamtheit getroffen werden sollen. Kurz gefasst sollen Aussagen darüber getroffen werden, wie wahrscheinlich es ist, dass die Muster in den Daten zufällig sind oder tatsächlich eine allgemeine Tendenz in der Grundgesamtheit widerspiegeln. Zu den verwendeten klassischen Methoden zählen u.a. Hypothesentests, Varianzanalysen, Regressionsanalysen, Faktorenanalyse, Clusteranalyse, Strukturgleichungsmodelle, Zeitreihenanalyse (siehe diverse Kapitel zu Analysestrategien in der quantitativen Sozialforschung in Baur und Blasius 2022b). Auch haben sich mit deutlichem Bezug zu statistischen Analysemethoden elaborierte quantitative Forschungsdesigns entwickelt, wie Single Case Designs oder Methoden zur Messung kausaler Inferenz.
2.7 Gütekriterien der quantitativen Sozialforschung
Die Gütekriterien der quantitativen Sozialforschung sind Standards, die die Qualität und Glaubwürdigkeit von Forschungsergebnissen sicherstellen. Sie sind essenziell, um die Zuverlässigkeit und Gültigkeit der Forschung zu gewährleisten. Teilweise werden die Gütekriterien auch für standardisierte Fragebögen (Skalen) verwendet. Die wichtigsten Gütekriterien sind Objektivität, Reliabilität und Validität. Das Gütekriterium der Objektivität bezieht sich auf die Unabhängigkeit eines wissenschaftlichen Tests von den Personen, die diesen durchführen (es wird zwischen Durchführungs-, Auswertungs- und Interpretationsobjektivität unterschieden). Die Reliabilität gibt an, ob ein wissenschaftlicher Test zuverlässige Ergebnisse liefert. D.h. ein Test muss bei wiederholter Anwendung unter denselben Bedingungen zu denselben Ergebnissen führen. Das Gütekriterium der Validität (Gültigkeit) bezieht sich darauf, inwieweit ein Test tatsächlich das misst, was er zu messen vorgibt (es wird zwischen Inhalts-, Kriteriums- und Konstruktvalidität unterschieden). Weitere Güterkriterien, die aus dem Evaluationsbereich stammen, können Fairness, Praktikabilität und Nützlichkeit sein (Krebs und Menold 2022).
3 Qualitative Sozialforschung
Qualitative Sozialforschung (zum Teil auch „rekonstruktive Forschung“ oder „interpretative Forschung“ genannt) konzentriert sich auf die systematische Erhebung und Analyse von nicht-numerischen Daten. Ziel ist es, noch wenig bekannte Phänomene zu verstehen und Hypothesen (und manchmal sogar Theorien) über Phänomene zu entwickeln.
3.1 Merkmale qualitativer Sozialforschung
Hollstein und Ullrich werteten bereits im Jahr 2003 verschiedene Texte aus, welche Kriterien qualitativer Forschung aufführten und formulierten als Ergebnis drei „konstitutive“ Merkmale qualitativer Forschung: 1. das Sinnverstehen (subjektiven, sozialen oder latenten Sinn nachvollziehen), 2. die Offenheit der Erhebung (Erhebungsinstrumente sollen einen „möglichst breiten Datenstrom“ zulassen) sowie 3. die Interpretativität der Auswertung (um Sinn zu verstehen, müssen Daten interpretiert werden) (Hollstein und Ullrich 2003). Im Gegensatz zu quantitativer Forschung sind bei qualitativen Zugängen Datenerhebung und Datenauswertung eng miteinander verwoben. Erste Daten werden erhoben und ausgewertet, führen zu ersten Konzepten, diese wiederum leiten nachfolgende Erhebungen an (theoretisches Sampling).
3.2 Erkenntnistheoretische Grundlagen qualitativer Sozialforschung
Im Unterschied zu quantitativen Zugängen, bei welchen der kritische Rationalismus der gemeinsame wissenschaftstheoretische Bezugspunkt ist, gibt es dies bei qualitativen Zugängen nicht. Meist wird als Bezugspunkt vom „interpretativen Paradigma“ oder dem „Sozialkonstruktivismus“ gesprochen (Döring 2023, S. 71). Soziale Phänomene werden als etwas verstanden, was sozial konstruiert ist. Um Erkenntnisse über diese sozialen Phänomene zu generieren, müssen die sozialen Konstruktionsprozesse rekonstruiert werden. Die Handlungsmacht der beteiligen Beforschten wird betont mit einem Fokus auf dem Abbau von Missständen, der Produktion nützlicher Forschungsergebnisse und der Beteiligung der Beforschten am Forschungsprozess (Döring 2023, S. 72).
3.3 Qualitative Forschungsdesigns
Es gibt in der qualitativen Sozialforschung nicht nur einen Ansatz, sondern sehr viele verschiedene mit unterschiedlichen erkenntnistheoretischen Annahmen. Als Beispiele seien hier die Grounded Theory Methodologie genannt (Ziel: Entwicklung von Theorien), die dokumentarische Methode (Ziel: kollektive Orientierungsmuster, die hinter dem Handeln stehen, herausarbeiten), die qualitative Inhaltsanalyse (Ziel: systematische Analyse von Textinhalten), die objektive Hermeneutik (Ziel: verborgene Bedeutungsstrukturen sozialer Phänomene entschlüsseln), die ethnomethodologische Konversationsanalyse (Ziel: implizite Regeln und Mechanismen erforschen, die in der alltäglichen Kommunikation angewandt werden) und viele andere.
Ein großer Teil qualitativer Forschungsdesigns sind Querschnittsstudien, d.h. Momentaufnahmen. Besonders interessant sind allerdings auch Längsschnittstudien, die ein soziales Phänomen zu unterschiedlichen Forschungszeitpunkten analysieren. Mit Längsschnittstudien können Veränderungen in Handlungsweisen über die Zeit erfasst werden (Flick 2016, S. 182–183).
3.4 Qualitative Auswahlverfahren
Bei qualitativer Forschung werden Auswahlentscheidungen gemäß Flick (2016, S. 154–155) in verschiedenen Phasen des Forschungsprozesses getroffen:
- Bei der Auswahl der Fälle bzw. Forschungsteilnehmenden,
- Bei der Auswahl der Fälle für die Auswertung und der zu analysierenden Stellen innerhalb der Fälle, und
- Bei der Darstellung der Ergebnisse (mit welchen Textausschnitten lassen sich die Ergebnisse am besten illustrieren).
In der qualitativen Forschung können zwei Hauptstrategien unterschieden werden: zum einen das Vorab-Sampling, bei welchem die Auswahlkriterien bereits vor der Feldarbeit feststehen (z.B. aufgrund von Erkenntnissen aus der bisherigen Literatur), zum anderen das sogenannte „theoretische Sampling“, bei welchem aufgrund der ersten empirischen Ergebnisse und der ersten „Konzepte“, die im Feld generiert wurden, neue Fälle ausgewählt werden. In der Terminologie von Glaser und Strauss, den zwei „Erfindern“ der Grounded Theory Methodologie, meint theoretisches Sampling „den auf die Generierung von Theorie zielenden Prozess der Datenerhebung, währenddessen der Forscher seine Daten parallel erhebt, kodiert und analysiert sowie darüber entscheidet, welche Daten als Nächstes erhoben werden sollen und wo sie zu finden sind“ (Glaser und Strauss 1998, S. 53). Das theoretische Sampling wird bis zur „theoretischen Sättigung“ weitergeführt. Dies kann nach acht Interviews sein, aber auch erst nach 20 Beobachtungen. Die theoretische Sättigung beschreibt den Zeitpunkt im Forschungsprozess, zu welchem keine neuen Erkenntnisse mehr generiert werden.
3.5 Qualitative Erhebungsmethoden
Häufig angewandt werden in der qualitativen Forschung folgende Erhebungsmethoden: offene Formen des Interviews, nicht-standardisierte Formen der Beobachtung, interpretative Analysen von Dokumenten aller Art (und in der Sozialen Arbeit beispielsweise Akten), Analyse von Beratungsgesprächen, online-Dokumenten, Videos und Bildern (einführend siehe beispielsweise Flick 2016; Strübing 2018).
3.6 Qualitative Analysemethoden
Bei der Analyse qualitativer Daten spielt „Interpretation“ eine wichtige Rolle. Die Daten sprechen nicht „für sich“, sondern die Forschenden müssen hinter die Daten schauen können. Die Interpretation wird vorzugsweise in Gruppen geleistet. Je nach Auswertungsansatz bezieht sich die Interpretation entweder mehrheitlich auf manifeste Textinhalte wie bei der qualitativen Inhaltsanalyse (das, was gesagt wird), oder eher auf latente Inhalte (Bedeutungsstrukturen hinter dem Gesagten), wie beispielsweise bei der objektiven Hermeneutik.
3.7 Forschungsethik
Qualitative Forschung ist in Bezug auf forschungsethische Fragen besonderen Herausforderungen ausgesetzt, insbesondere bei der Anonymisierung von kontextreichem Datenmaterial (z.B. biographische Interviews), bei vulnerablen Forschungsteilnehmenden, bei online-Daten, die ohne das Einverständnis der Nutzer:innen ausgewertet werden, beim informierten Einverständnis bei fehlender Planbarkeit qualitativer Forschungsprozesse (fehlende Möglichkeit, alle Schritte vor der Durchführung einer Studie im Detail zu kommunizieren), bei der teilnehmenden Beobachtung, beim Zugang zum Feld über Schlüsselpersonen, welcher häufig zu unfreiwilligen Forschungsteilnahmen führt usw. (von Unger 2014, S. 21). Auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz führt zu neuen forschungsethischen Herausforderungen, zum Beispiel beim Schutz persönlicher Daten (Kuckartz und Rädiker 2024). Ethische Dilemmata müssen zu einer sorgfältigen Abwägung von Prinzipen, Kontexten und individuellen Entscheidungen führen.
3.8 Gütekriterien der qualitativen Sozialforschung
Um Ergebnisse qualitativer Forschungszugänge zu bewerten, werden entweder dieselben Gütekriterien wie bei quantitativer Forschung angewandt (mit leichter Anpassung), völlig neue Kriterien formuliert oder sogar ansatzbezogen Gütekriterien postuliert, z.B. Charmaz (2006) für ihre konstruktivistische Version der Grounded Theory, oder es wird grundsätzlich darüber diskutiert, inwiefern wissenschaftliche Aussagen überhaupt noch irgendeine Art von Gültigkeit haben (hierzu auch Flick 2016, S. 489). Darüber, was sinnvolle gemeinsame Kriterien für die qualitative Forschung sein können, existieren in der Wissenschaftsgemeinschaft unterschiedliche Meinungen. Ein Vorschlag mit fünf Kriterien wurde von Strübing et al. (2018) in der Zeitschrift für Soziologie formuliert. Die fünf Kriterien sind:
- Gegenstandsangemessenheit: Hier geht es um die zentrale Frage, ob die gewählten Forschungsmethoden und Theoriebezüge der Fragestellung angemessen sind und im Forschungsprozess bei Bedarf angepasst werden.
- Empirische Sättigung: Damit ist die Verankerung der Interpretationen im Datenmaterial gemeint. Empirische Sättigung lässt sich gemäß Strübing et al. (2018, S. 88) erreichen, wenn die Erschließung des Feldes gelingt, eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Forschenden und Beforschten (Rapport) erreicht wird und die Daten sowie die Analyse dieser umfassend sind.
- Theoretische Durchdringung: Reflektierter Umgang mit theoretischen Bezügen. Theoretische Bezüge erlauben es gemäß Strübing et al. (2018, S. 91) überhaupt erst, den Daten Bedeutung zu verleihen: „Theoretische Durchdringung als Kriterium für gute qualitative Forschung bedeutet, (…) sich das empirische Feld unter Rekurs auf theoretische Perspektiven verfügbar zu machen und ihm so auch mehr Einsichten abzugewinnen als es selbst zu offenbaren in der Lage wäre“ (Strübing et al. 2018, S. 93).
- Textuelle Performanz: Mit diesem Kriterium ist gemeint, dass die Forschenden ihre empirischen Ergebnisse so darstellen, dass sie für die zu erreichende Leserschaft nachvollziehbar sind.
- Originalität: Neuigkeitsanspruch wissenschaftlichen Wissens. Qualitative Forschung soll an bestehendes Wissen anknüpfen und Anknüpfungspunkte für folgende Studien bieten.
4 Mixed-Methods
Mixed Methods ist ein Forschungsansatz, der sowohl quantitative als auch qualitative Methoden miteinander kombiniert, um ein umfassenderes Verständnis einer Forschungsfrage zu erreichen. Dabei kommt es darauf an, dass „Methoden (…) in einer solchen Weise kombiniert werden, dass ihre komplementären Stärken und Schwächen genutzt werden können (…). Das impliziert freilich die Anerkennung der Tatsache, dass alle Methoden sowohl Beschränkungen als auch Stärken aufweisen“ (Johnson und Turner 2003, zitiert nach Kelle 2022, S. 164).
4.1 Ursprung
Ihren Ursprung haben Mixed Methods in der anglo-amerikanischen Methodendebatte, die ihren Durchbruch in der Monografie „Mixed Methodology" von Tashakkori und Teddlie (1998) fand. Bei genauer Betrachtung war aber bereits die Studie „Die Arbeitslosen von Marienthal“, die 1933 von Marie Jahoda, Paul Felix Lazarsfeld und Hans Zeisel durchgeführt wurde, im Mixed Methods Design angelegt. Die Studie, die als Meilenstein der Entwicklung empirischer Sozialforschung und als Musterbeispiel für die Kombination von quantitativen und qualitativen Daten gilt, untersuchte die sozio-psychologischen Wirkungen von Arbeitslosigkeit (Jahoda et al. 1975). Dabei wurden verschiedene Methoden der empirischen Sozialforschung eingesetzt: Eine systematische Beobachtung des Alltagslebens der Menschen, wie die Gehgeschwindigkeit, qualitative Interviews mit arbeitslosen Personen über deren Alltag und Perspektiven, Dokumentenanalysen, wie Bücherausleihen, sowie Zeitbudget-Analysen, um zu erfassen, wie die Menschen ihre tägliche Zeit verbrachten.
4.2 Typologie von Mixed-Methods Designs
Aus einer Vielfalt von Kombinationsmöglichkeiten, haben sich vier Designs etabliert. Im Triangulationsdesign kommen zeitgleich quantitative und qualitative Verfahren der Datenerhebung zur Anwendung, die Daten beziehen sich auf denselben Forschungsgegenstand und beiden kommt dasselbe Gewicht zu. Beim eingebetteten Design werden zwei unterschiedliche Forschungsfragen verfolgt, deren Beantwortung jeweils einen anderen Datentyp erfordert. Dabei dominiert eine Forschungstradition die Untersuchung und wird von einer Methode aus dem anderen Paradigma ergänzt. Im explorativen Design wird zunächst eine qualitative, anschließend eine quantitative Untersuchungsphase realisiert. Die Dominanz der Phasen orientiert sich an der zugrundeliegenden Fragestellung. Beim explanativen Design wird zunächst eine quantitative, anschließend eine vertiefende qualitative Forschungsphase implementiert. Der quantitativen Phase kommt höheres Gewicht zu. Das Ziel ist, genaueren Aufschluss über die Prozesse zu erhalten, die den quantitativen Ergebnissen zugrunde liegen. Um beispielsweise ein Programm zur Unterstützung von Alleinerziehenden zu evaluieren, wird zunächst die allgemeine Wirksamkeit des Programms mit einem standardisierten Fragebogen gemessen; anschließend werden qualitative Interviews geführt, um die individuellen Erfahrungen und spezifischen Erfahrungen der Teilnehmenden zu gewinnen (Kelle 2019; Schreier und Echterhoff 2013).
4.3 Ergebnisse von Mixed-Methods
Ergebnisse von Mixed-Methods können konvergent, divergent oder komplementär sein. Konvergente, übereinstimmende Ergebnisse weisen auf die Gültigkeit der Daten und Methoden hin, divergente, auseinanderfallende Ergebnisse auf das Gegenteil. Komplementäre, sich ergänzende Ergebnisse, liefern ein umfassendes Bild des Forschungsgegenstandes. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist die Diskussion um einheitliche Gütekriterien oder erkenntnistheoretischen Grundlagen von Mixed Methods noch unabgeschlossen (Schreier und Echterhoff 2013) und variiert je nach Kombination der eingesetzten Forschungsmethoden.
5 Quellenangaben
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Weischer, Christoph, 2007. Sozialforschung. Basel: Beltz. ISBN 978-3-8385-2924-0
Verfasst von
Prof. Dr. phil. Sigrid Haunberger
Sozialarbeiterin und Soziologin, Dozentin und Projektleiterin am Institut Alter im Bereich alternde Gesellschaft, beschäftigt sich u.a. mit Freiwilligenmanagement und Freiwilligenarbeit im Alter
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Prof. Dr. phil. Sylvie Johner-Kobi
Dozentin und Projektleiterin Institut für Vielfalt und gesellschaftliche Teilhabe, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW)
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Es gibt 3 Lexikonartikel von Sigrid Haunberger.
Es gibt 2 Lexikonartikel von Sylvie Johner-Kobi.


