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Entrollen (Psychodrama)

Thomas Wittinger

veröffentlicht am 06.02.2024

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Englisch: unrolling

Fassung: Neufassung

Mit dem Entrollen entlässt der oder die Protagonist:in am Ende eines Protagonistenspiels die Mitspieler:innen aus ihren Rollen, die er oder sie ihnen zu Beginn des Spiels gegeben hat. Sie werden damit aus ihrer Hilfs-Ich-Funktion entlassen.

Der Prozess des Entrollens braucht Sorgfalt. Er darf z.B. nicht ausgelassen werden. Darüber hinaus ist darauf zu achten, dass die Mitspieler:innen die Rolle emotional auch tatsächlich ablegen konnten. Der Prozess folgt deshalb einem gewissen Ritual, in dessen Verlauf jede:r Einzelne mit seinem tatsächlichen Namen angesprochen wird. War eine Rolle emotional besonders belastend, kann dies zusätzlich durch die Gruppe geschehen. Damit wird nicht nur die Bühnenarbeit beendet, die Rollenentlassung dient auch der Psychohygiene (Ameln und Kramer 2014, S. 142 f.).

Quellenangaben

Ameln, Falko von und Josef Kramer, 2014. Psychodrama: Grundlagen. 3., vollst. überarb. Auflage. Berlin: Springer. ISBN 978-3-642-44920-8

Verfasst von
Thomas Wittinger
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Es gibt 5 Lexikonartikel von Thomas Wittinger.

Alle Versionen

  1. 06.02.2024 Thomas Wittinger [aktuelle Fassung]
  2. 06.10.2021 Inge-Marlen Ropers

Zitiervorschlag
Wittinger, Thomas, 2024. Entrollen (Psychodrama) [online]. socialnet Lexikon. Bonn: socialnet, 06.02.2024 [Zugriff am: 27.02.2024]. Verfügbar unter: https://www.socialnet.de/lexikon/29891

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