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Geschlechterforschung

Prof. Dr. Constance Engelfried, Maya Ostrowski

veröffentlicht am 05.07.2022

Die Geschlechterforschung ist ein wissenschaftliches Forschungsgebiet, dessen zentralen Untersuchungsgegenstand die Kategorie Geschlecht bildet.

Überblick

  1. 1 Zusammenfassung
  2. 2 Analytische Perspektiven der Geschlechterforschung
    1. 2.1 Perspektiven auf soziale Strukturen
    2. 2.2 Sozialisationstheoretische Zugänge
    3. 2.3 Konstruktivistische Perspektiven auf die interaktive Herstellung von Geschlecht
    4. 2.4 Perspektiven der Dekonstruktion
    5. 2.5 Intersektionale Perspektiven
    6. 2.6 Analyse von Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Ebenen
    7. 2.7 Die Geschlechterforschung als multidisziplinäres Forschungsfeld
  3. 3 Quellenangaben

1 Zusammenfassung

In den Blick geraten bei der Geschlechterforschung insbesondere die Konsequenzen, die aus der Einteilung bzw. Unterscheidung von Menschen entlang der Kategorie Geschlecht resultieren, sowie die Rahmenbedingungen und Mechanismen, die entsprechende Differenzierungen und damit einhergehende Diskriminierungen (re-)produzieren. Die Geschlechterforschung nimmt in diesem Zusammenhang verschiedene analytische Perspektiven ein, die im Folgenden dargestellt werden.

2 Analytische Perspektiven der Geschlechterforschung

Im Laufe der historischen Entwicklung der Geschlechterforschung bildete sich eine Vielfalt an Forschungszugängen heraus. Hierzu gehören insbesondere Perspektiven auf soziale Strukturen, die Sozialisation von Geschlechtern, die interaktive Herstellung von Geschlecht und die Dekonstruktion von Geschlecht. Ebenfalls bilden intersektionale Wechselwirkungen von Geschlecht mit weiteren Kategorien sozialer Ungleichheit sowie das Zusammenwirken verschiedener Ebenen (z.B. Strukturen, Interaktionen, symbolische Repräsentationen; siehe Winker und Degele 2010) zentrale analytische Perspektiven der Geschlechterforschung.

2.1 Perspektiven auf soziale Strukturen

Sozialstrukturelle Ungleichheiten im Kontext der Kategorie Geschlecht lassen sich analytisch auf der Makro- und Mesoebene beschreiben. Der Fokus wird dabei auf Geschlecht als Strukturkategorie gerichtet (Winker und Degele 2010, S. 19). In den Blick geraten Männer* und Frauen* als soziale Gruppen, „deren Verhältnis zueinander durch alle gesellschaftlichen Bereiche hindurch entlang der Ungleichheitsachse Geschlecht organisiert ist. Dies umfasst in den verschiedenen Teilbereichen einer Gesellschaft sowohl vertikale als auch horizontale Hierarchien und Benachteiligungsszenarien zwischen der ‚sozialen Gruppe Frauen‘ und ‚der sozialen Gruppe Männer‘“ (Bereswill und Ehlert 2017, S. 501).

Klassische Beispiele, an denen sozialstrukturelle Ungleichheiten im Kontext der Kategorie Geschlecht sichtbar werden, bilden die bis heute bestehende geschlechtsspezifische Segregation auf dem Arbeitsmarkt (Wetterer 2017; Wingerter 2021), Einkommensunterschiede zwischen den Geschlechtern (Gender Pay Gap) (Statistisches Bundesamt 2022), die Unterrepräsentanz von Frauen* in politischen Ämtern (Political Gender Gap) (Wiechmann 2019) und die ungleiche Verteilung von Care-Arbeit (Gender Care Gap) (Brehm 2021).

Ein differenzierter Blickwinkel auf die Wechselwirkungen von Geschlecht mit weiteren Kategorien sozialer Ungleichheit ermöglicht zudem Erkenntnisse in Bezug auf Mehrfachdiskriminierungen. Wird beispielsweise der Gender Pay Gap aus dieser Perspektive analysiert, geraten nicht ausschließlich „Entgeltdifferenzen und -diskriminierungen zwischen Frauen und Männern“ in den Fokus, sondern auch „die ungleichen sozio-ökonomischen Lagen innerhalb der Gruppe der Frauen (und ebenso zwischen Männern)“ (Kortendiek et al. 2021, S. 281). In den Blick gerät hierdurch, „dass nicht allein Geschlecht, sondern ebenso soziale Herkunft, ethnische Zugehörigkeit, Staatsangehörigkeit, Behinderungen etc. den Zugang zu qualifizierten Arbeitsmärkten, Bildungsinstitutionen, Aufstiegs- und Karrieremöglichkeiten und letztlich zu wirtschaftlichem Erfolg modulieren (hierzu kritisch Roig 2019)“ (ebd.).

2.2 Sozialisationstheoretische Zugänge

Die Sozialisationsforschung verfügt über unterschiedliche Traditionslinien, die durch verschiedene Theorieverständnisse geprägt sind. Diese reichen von Ansätzen, die Sozialisation entweder als „biologisch determinierten“ oder „gesellschaftlich gesteuerten Prozess“ verstehen, bis hin zu neueren Zugängen, die einseitige Perspektiven zu überwinden versuchen (Nestvogel 2010, S. 166 ff.). Hierbei wird nicht nur die Frage nach dem Einfluss von Umweltbedingungen auf Individuen, sondern auch die Frage nach der aktiven Auseinandersetzung von Individuen als Subjekte mit ihrer Umwelt gestellt (a.a.O., S. 166). Entlang dieser Traditionslinie wird Sozialisation folglich als „‚Entwicklung im Kontext‘“ betrachtet (a.a.O., S. 168).

Unterschieden werden können hierbei „systemtheoretisch-ökologische“ und „reflexiv-handlungstheoretische Ansätze“. Bei systemtheoretisch-ökologischen Ansätzen wird „die Subjektentwicklung eher in größere institutionelle und gesellschaftliche Bezüge ein[geordnet], während reflexiv-handlungstheoretische Ansätze mehr individuelle Beziehungserfahrungen fokussieren, d.h. die Ebene der Interaktionen. In einer Makroperspektive treten damit eher Gesellschaftstheorien ins Blickfeld – z.B. Systemtheorien, Kritische Theorie, Macht-, Individualisierungs-, Modernisierungs-, Globalisierungs-, Postkolonialismus-Theorien etc. – in einer Mikroperspektive dagegen Psychoanalyse, sozial-kognitive Lerntheorien, Interaktions-, biografische und lebenslauftheoretische Ansätze in ihren diversen Verknüpfungen“ (a.a.O., S. 169).

Untersuchungen zur sogenannten „geschlechtsspezifischen Sozialisation“ entstanden insbesondere in den 1970er und 1980er Jahren (Dausien und Walgenbach 2015, S. 22). Dieses Konzept eröffnete dabei „die theoretisch begründete Möglichkeit, Geschlecht nicht mehr als ‚Naturtatsache‘ zu behandeln, die pädagogisch allenfalls geformt und verfeinert werden kann (wie Geschlecht in der Pädagogik lange Zeit konzipiert war), sondern als ‚soziale Tatsache‘ (Durkheim)“ (a.a.O., S. 21). In den Blick geriet „die gesellschaftliche Herstellung sozialer Rollen und vergeschlechtlichter Identitäten“ (ebd.). Inhalte von Forschungen bildeten beispielsweise Analysen zum Beitrag der Schule zur (Re-)Produktion von Geschlechterstereotypisierungen (Nestvogel 2010, S. 169).

Es entwickelten sich jedoch zunehmend auch kritische Fachdiskurse, die ab den 1990er Jahren sukzessive zu einer Abkehr vom Sozialisationsparadigma führten (Dausien und Walgenbach 2015, S. 24 f.). Kritikpunkte bestanden unter anderem in der Gefahr der (Re-)Produktion dualistischer, zweigeschlechtlicher Denkmuster (Nestvogel 2010, S. 170). Ansätze, die die Sozialisation von Geschlecht in den Blick nehmen, entwickelten sich entsprechend weiter (ebd.). Nicht zuletzt lässt sich eine „Zurückweisung von eindeutigen Geschlechterunterschieden bei gleichzeitiger Kritik an gesellschaftlichen Ungleichheitsverhältnissen aufgrund von Geschlecht“ feststellen, die zentral ist für „theoretische und methodische Ansätze der Sozialisationsforschung zu Geschlecht“ (Bereswill und Ehlert 2020, S. 5).

2.3 Konstruktivistische Perspektiven auf die interaktive Herstellung von Geschlecht

Eine weitere Perspektive der Geschlechterforschung richtet sich auf der Mikroebene auf die interaktive Herstellung von Geschlecht in sozialen Interaktionen. Für Untersuchungen, die diese Perspektive einnehmen, bildet insbesondere das Konzept des „Doing Gender“ einen zentralen Zugang. Im Rahmen von Analysen zu Doing Gender werden soziale Prozesse und Praktiken untersucht, „in denen die binäre Unterscheidung [Hervorh. i. Orig.] von Geschlechtern erst entsteht“ (Gildemeister 2019, S. 410). Der konstruktivistische Grundgedanke dabei ist, dass beobachtbare Unterschiede zwischen Geschlechtern nicht „naturgegeben“ sind. Vielmehr wird „der Unterschied selbst […] als relevante Unterscheidung sozial erst hergestellt, mit Bedeutungen versehen und verfestigt“ (ebd.). Der Begriff des „Doing“ bezeichnet dabei jedoch kein „intentionales Handeln [Hervorh. i. Orig.]“, sondern ein von den Akteur*innen kaum bewusst wahrnehmbares „‚Tun‘, das sich […] hochgradig verselbstständigt (routinisiert) hat“ und „sich in und über Interaktionen“ realisiert (a.a.O., S. 411).

Ein weiterer Blickwinkel ergibt sich entlang des Konzepts des „Undoing Gender“ (bspw. Butler 2004; Deutsch 2007; Risman 2009). Hierbei geraten Kontexte in den Fokus, in denen Geschlecht weniger reproduziert als vielmehr dekonstruiert wird und letztlich im Rahmen von sozialen Interaktionen ein Wandel erfolgt. Gefragt wird beispielsweise, wann und in welcher Weise Geschlecht in sozialen Interaktionen an Bedeutung verliert, ob es Interaktionen gibt, in denen Geschlecht irrelevant wird, ob es in Interaktionen immer zu Ungleichheit kommt und wie sich Veränderungen im Zusammenwirken von institutioneller und interaktioneller Ebene realisieren (Deutsch 2007, S. 106).

2.4 Perspektiven der Dekonstruktion

Auch Perspektiven der Dekonstruktion liegt der konstruktivistische Gedanke zugrunde, dass die Einteilung von Individuen entlang der Kategorie Geschlecht auf eine soziale Konstruktion zurückgeht. Die „vordiskursive, anatomische Gegebenheit“ von Geschlecht wird grundsätzlich infrage gestellt (Butler 2021, S. 26). Der Kerngedanke ist, dass Subjekte erst durch sprachliche Handlungen (Anrufung) entstehen. Werden also „Gegebenheiten“ wie Zweigeschlechtlichkeit und Heterosexualität kontinuierlich durch sprachliche Wiederholung reproduziert, entsteht ein Anschein von Natürlichkeit (Butler 1991, zit. n. Winker und Degele 2010, S. 21).

Diese Diskurse stellen eine Form von Macht dar, da hierdurch letztlich auch der „Bereich des Denk- und Lebbaren ab[gesteckt] [wird], indem andere Optionen nicht denk- oder lebbar erscheinen“ (Villa 2010, S. 149). Es gilt deshalb, Geschlecht als „eine diskursiv erzeugte Materialisierung“ zu entnaturalisieren bzw. zu dekonstruieren (Butler 1991, zit. n. Winker und Degele 2010, S. 21). Den Untersuchungsgegenstand auf dieser Ebene bilden nicht zuletzt symbolische Repräsentationen (Winker und Degele 2010, S. 20 ff.). Gemeint sind hiermit beispielsweise „Bilder, Ideen, Gedanken, Vorstellungen oder Wissenselemente, welche Mitglieder in einer Gruppe, Gemeinschaft oder Gesellschaft kollektiv teilen“ (Schützeichel 2007, zit. n. Winker und Degele 2010, S. 21).

2.5 Intersektionale Perspektiven

Auf den verschiedenen Untersuchungsebenen der Geschlechterforschung wird Geschlecht inzwischen zunehmend auch in Verbindung mit weiteren Kategorien sozialer Ungleichheit in den Blick genommen. In den Fokus geraten hierbei spezifische Diskriminierungsformen bzw. Mehrfachdiskriminierungen, die sich aus der Überschneidung mehrerer Kategorien sozialer Ungleichheit ergeben, die zueinander in Wechselwirkung stehen (Walgenbach 2017; Bronner und Paulus 2021). Die US-amerikanische Juristin Kimberlé W. Crenshaw prägte in diesem Zusammenhang den Begriff der Intersektionalität (Crenshaw 2013).

2.6 Analyse von Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Ebenen

Die verschiedenen Analyseperspektiven der Geschlechterforschung bilden einerseits spezifische Zugänge im Rahmen von empirischen Studien. Ebenso finden sich jedoch auch Studien und Analysemodelle, in denen die Wechselwirkungen verschiedener Ebenen in den Blick genommen werden. Ein Beispiel hierfür bildet die von Winker und Degele entwickelte „intersektionale Mehrebenenanalyse“ (Winker und Degele 2010). Untersucht werden dabei beispielsweise Strukturen als „ermöglichende und begrenzende Rahmen“, in denen Identitäten konstruiert und inszeniert werden können, symbolische Repräsentationen, die den Rahmen für die Legitimität und Legitimation von sozialen Strukturen bilden oder Identitäten und deren Positionierung zu symbolischen Repräsentationen (a.a.O., S. 74 ff.).

2.7 Die Geschlechterforschung als multidisziplinäres Forschungsfeld

Die Geschlechterforschung ist ein Forschungsfeld, dessen Fragestellungen für verschiedene wissenschaftliche Disziplinen relevant sind (bspw. Kortendiek et al. 2019). Dabei sind die „Herangehensweisen an Untersuchungen vergangener und gegenwärtiger gesellschaftlicher Geschlechterverhältnisse […] vielfältig: Während sich zu Beginn der Geschlechterforschung etwa in den 1970er Jahren hauptsächlich die Sozial- und Geschichtswissenschaften (Lenz 2008) mit diesen Analysen beschäftigten, sind heute in nahezu allen Disziplinen und darüber hinausgehenden interdisziplinären Zugängen theoretische, methodologische und epistemologische Fragen zu Geschlecht […] hinzugekommen“ (Kleinert et al. 2021, S. 9).

Beispiele bilden neben der Soziologie (Kahlert 2019) und den Geschichtswissenschaften (Hauch 2019) die Soziale Arbeit (Rose und Schimpf 2020), die Erziehungswissenschaft (Schlüter 2019), die Kommunikations- und Medienwissenschaft (Lünenborg und Maier 2019), die Musikwissenschaften (Reitsamer 2019), die Rechtswissenschaft (Sacksofsky 2019), die Politikwissenschaft (Wilde und Bomert 2019) sowie die Wirtschaftswissenschaften (Maier 2019). Ebenfalls beispielhaft zu nennen wären die Literaturwissenschaften (Nieberle 2019), die Sprachwissenschaft (Günthner 2019), die Psychologie (Steins 2019), die Sportwissenschaften (Heckemeyer 2019), die Technikwissenschaften (Leicht-Scholten 2019), die Architektur (Zibell 2019) sowie die Mathematik (Koreuber und Mischau 2019), die Biologie (Palm 2019) und die Medizin (Oertelt-Prigione und Hiltner 2019).

3 Quellenangaben

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Dausien, Bettina und Katharina Walgenbach, 2015. Sozialisation von Geschlecht: Skizzen zu einem wissenschaftlichen Diskurs und Plädoyer für die Revitalisierung einer gesellschaftsanalytischen Perspektive. In: Bettina Dausien, Christine Thon und Katharina Walgenbach, Hrsg. Jahrbuch Frauen- und Geschlechterforschung in der Erziehungswissenschaft: Geschlecht – Sozialisation – Transformationen. Opladen: Barbara Budrich, S. 17–50. ISBN 978-3-8474-0668-6

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Günthner, Susanne, 2019. Sprachwissenschaft und Geschlechterforschung: Übermittelt unsere Sprache ein androzentrisches Weltbild? In: Beate Kortendiek, Birgit Riegraf und Katja Sabisch, Hrsg. Handbuch Interdisziplinäre Geschlechterforschung. Wiesbaden: Springer VS, S. 571–579. ISBN 978-3-658-12495-3 [Rezension bei socialnet]

Hauch, Gabriella, 2019. Geschichtswissenschaften: von einer Leitwissenschaft in der Frauen- und Geschlechterforschung zur institutionalisierten Disziplin. In: Beate Kortendiek, Birgit Riegraf und Katja Sabisch, Hrsg. Handbuch Interdisziplinäre Geschlechterforschung. Wiesbaden: Springer VS, S. 521–530. ISBN 978-3-658-12495-3 [Rezension bei socialnet]

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Kahlert, Heike, 2019. Soziologie: eine Leitwissenschaft der Frauen- und Geschlechterforschung mit fragmentarisch entnaturalisiertem Geschlechterwissen. In: Beate Kortendiek, Birgit Riegraf und Katja Sabisch, Hrsg. Handbuch Interdisziplinäre Geschlechterforschung. Wiesbaden: Springer VS, S. 651–661. ISBN 978-3-658-12495-3 [Rezension bei socialnet]

Kleinert, Ann-Christin, Amanda Louise Palenberg, Claudia Froböse, Jenny Ebert, Miriam Daniela Gerlach, Henriette Ullmann, Jaqueline Veenker und Katja Dill, 2021. Repräsentationen, Positionen, Perspektiven: eine Einleitung. In: Ann-Christin Kleinert, Amanda Louise Palenberg, Claudia Froböse, Jenny Ebert, Miriam Daniela Gerlach, Henriette Ullmann, Jaqueline Veenker und Katja Dill, Hrsg. Interdisziplinäre Beiträge zur Geschlechterforschung. Opladen: Barbara Budrich, S. 9–17. ISBN 978-3-8474-1595-4

Koreuber, Mechthild und Anina Mischau, 2019. Mathematik: Geschlechterforschung in disziplinären Zwischenräumen. In: Beate Kortendiek, Birgit Riegraf und Katja Sabisch, Hrsg. Handbuch Interdisziplinäre Geschlechterforschung. Wiesbaden: Springer VS, S. 719–728. ISBN 978-3-658-12495-3 [Rezension bei socialnet]

Kortendiek, Beate, Lisa Mense, Sandra Beaufaÿs, Jenny Bünnig, Ulla Hendrix, Jeremia Herrmann, Heike Mauer und Jennifer Niegel, 2021. Gender Pay Gap und Geschlechter(un)gleichheit an Hochschulen. Wiesbaden: Springer VS. ISBN 978-3-658-32859-7

Kortendiek, Beate, Birgit Riegraf und Katja Sabisch, Hrsg., 2019. Handbuch Interdisziplinäre Geschlechterforschung. Wiesbaden: Springer VS. ISBN 978-3-658-12495-3 [Rezension bei socialnet]

Leicht-Scholten, Carmen, 2019. Sozial verantwortliche Technikwissenschaften: der Beitrag der Geschlechterforschung für Forschung, Entwicklung und Ausbildung. In: Beate Kortendiek, Birgit Riegraf und Katja Sabisch, Hrsg. Handbuch Interdisziplinäre Geschlechterforschung. Wiesbaden: Springer VS, S. 699–707. ISBN 978-3-658-12495-3 [Rezension bei socialnet]

Lünenborg, Margreth und Tanja Maier, 2019. Kommunikations- und Medienwissenschaft: Forschungsfelder und Fragestellungen der Gender Media Studies. In: Beate Kortendiek, Birgit Riegraf und Katja Sabisch, Hrsg. Handbuch Interdisziplinäre Geschlechterforschung. Wiesbaden: Springer VS, S. 581–589. ISBN 978-3-658-12495-3 [Rezension bei socialnet]

Maier, Friederike, 2019. Wirtschaftswissenschaften: Entwicklungen der feministischen Ökonomik. In: Beate Kortendiek, Birgit Riegraf und Katja Sabisch, Hrsg. Handbuch Interdisziplinäre Geschlechterforschung. Wiesbaden: Springer VS, S. 643–650. ISBN 978-3-658-12495-3 [Rezension bei socialnet]

Nestvogel, Renate, 2010. Sozialisationstheorien: Traditionslinien, Debatten und Perspektiven. In: Ruth Becker und Beate Kortendiek, Hrsg. Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung: Theorie, Methoden, Empirie. Unter Mitarbeit von Barbara Budrich, Ilse Lenz, Sigrid Metz-Göckel, Ursula Müller und Sabine Schäfer. 3., erweiterte und durchgesehene Auflage. Wiesbaden: VS Verlag, S. 166–177. ISBN 978-3-531-17170-8 [Rezension bei socialnet]

Nieberle, Sigrid, 2019. Literaturwissenschaften: die neue Vielfalt in der Geschlechterforschung. In: Beate Kortendiek, Birgit Riegraf und Katja Sabisch, Hrsg. Handbuch Interdisziplinäre Geschlechterforschung. Wiesbaden: Springer VS, S. 563–570. ISBN 978-3-658-12495-3 [Rezension bei socialnet]

Oertelt-Prigione, Sabine und Sarah Hiltner, 2019. Medizin: Gendermedizin im Spannungsfeld zwischen Zukunft und Tradition. In: Beate Kortendiek, Birgit Riegraf und Katja Sabisch, Hrsg. Handbuch Interdisziplinäre Geschlechterforschung. Wiesbaden: Springer VS, S. 741–750. ISBN 978-3-658-12495-3 [Rezension bei socialnet]

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Schlüter, Anne, 2019. Erziehungswissenschaft: Geschlecht als Kategorie für pädagogische Praxis und erziehungswissenschaftliche Forschung. In: Beate Kortendiek, Birgit Riegraf und Katja Sabisch, Hrsg. Handbuch Interdisziplinäre Geschlechterforschung. Wiesbaden: Springer VS, S. 673–681. ISBN 978-3-658-12495-3 [Rezension bei socialnet]

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Verfasst von
Prof. Dr. Constance Engelfried
Sozialwissenschaftlerin, Hochschule für Angewandte Wissenschaften München
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Maya Ostrowski
(M.A.) Hochschule München, Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften
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Es gibt 2 Lexikonartikel von Constance Engelfried.
Es gibt 2 Lexikonartikel von Maya Ostrowski.

Zitiervorschlag
Engelfried, Constance und Maya Ostrowski, 2022. Geschlechterforschung [online]. socialnet Lexikon. Bonn: socialnet, 05.07.2022 [Zugriff am: 25.05.2024]. Verfügbar unter: https://www.socialnet.de/lexikon/499

Link zur jeweils aktuellsten Version: https://www.socialnet.de/lexikon/Geschlechterforschung

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