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Gesundheitskommunikation

Prof. Dr. Grit Behse-Bartels

veröffentlicht am 16.08.2025

Englisch: health communication

Der Begriff Gesundheitskommunikation bezieht sich als allgemeiner Begriff auf jegliche Kommunikation über das Thema Gesundheit und Krankheit. Gesundheitskommunikation stellt auch eine eigene Disziplin und ein Forschungsfeld dar und befasst sich mit Fragen und Aspekten der gesundheitsbezogenen Kommunikation auf verschiedenen Ebenen der Umsetzung und in verschiedenen Anwendungsfeldern.

Überblick

  1. 1 Zusammenfassung
  2. 2 Begriffsdefinition
  3. 3 Ziele der Gesundheitskommunikation
  4. 4 Zielgruppen in der Gesundheitskommunikation
    1. 4.1 Zielgruppen, die „als schwer erreichbar“ bezeichnet werden
    2. 4.2 Barrierefreie Gesundheitskommunikation im E-Health
  5. 5 Ebenen der Gesundheitskommunikation
  6. 6 Formate und Instrumente der Gesundheitskommunikation
  7. 7 Herausforderungen und Erfolgsfaktoren in der Gesundheitskommunikation
    1. 7.1 Beispiel 1: Gelingende Kommunikation über Organspende
    2. 7.2 Beispiel 2: Gelingende Ernährungskommunikation in Schwangerschaft und früher Kindheit
  8. 8 Gesundheitskommunikation von Führungskräften
    1. 8.1 Führungskommunikation und BGM
    2. 8.2 Gesundheitsförderliche Führungskompetenz
  9. 9 Quellenangaben
  10. 10 Literaturhinweise

1 Zusammenfassung

Mit dem Begriff Gesundheitskommunikation ist als weit gefasste Definition jegliche Kommunikation über Gesundheit und Krankheit gemeint. Gesundheitskommunikation schließt dabei Aspekte von Gesundheit und Krankheit in der ganzen Breite ein. Gesundheitskommunikation stellt zudem eine eigene Disziplin dar, die sich mit den sozialen Bedingungen, Folgen und Bedeutungen von gesundheitsbezogener und gesundheitsrelevanter Kommunikation befasst. Sie ist stark durch die digitale bzw. technologische Entwicklung beeinflusst.

Der Begriff Gesundheitskommunikation findet vorrangig in den Gesundheits- und Kommunikationswissenschaften Verwendung. Er ist meist auf Akteure und Anliegen des Gesundheitswesens oder der Gesundheitspolitik fokussiert. Der Begriff ist jedoch auf weitere Menschen und Kontexte zu beziehen, wie Mitarbeiter:innen am Arbeitsplatz oder Führungskräfte in verschiedensten Arbeitsfeldern bzw. Institutionen. Ein eigenständiger Begriff Krankheitskommunikation existiert nicht.

2 Begriffsdefinition

Laut Rossmann gibt es bislang keine konsensfähige Definition, da aus unterschiedlichen Disziplinen heraus jeweils unterschiedliche Facetten betont werden (Rossmann 2019). Hurrelmann und Baumann plädieren für eine weit gefasste Interpretation des Begriffs Gesundheitskommunikation:

„Gesundheitskommunikation bezeichnet die Vermittlung und den Austausch von Wissen, Erfahrungen, Meinungen und Gefühlen, die sich auf Gesundheit oder Krankheit, Prävention oder den gesundheitlichen Versorgungsprozess, die Gesundheitswirtschaft oder Gesundheitspolitik richten. Die Kommunikation kann auf interpersonaler, organisationaler oder gesellschaftlicher Ebene stattfinden und direkt-persönlich oder medienvermittelt erfolgen“ (Hurrelmann und Baumann 2014, S. 13).

In ihrer Definition schließen sie alle Menschen ein, die an Fragen von Gesundheit und Krankheit und öffentlicher Gesundheitspolitik interessiert sind, und/oder als professionelle Dienstleister im gesundheitlichen Versorgungsprozess agieren oder als Patient:innen/​Klient:innen in den Versorgungsprozess eingebunden sind (ebd.).

Es wird somit ein breites Spektrum an gesundheits- oder krankheitsbezogenen Themen, an Akteuren und Kommunikationskanälen bzw. -formaten angesprochen, die über das Gesundheitswesen hinausgehen. Hurrelmann und Baumann unterscheiden zudem in gesundheitsbezogene und gesundheitsrelevante Kommunikation:

  • Gesundheitsbezogene Kommunikation schließt alle Kommunikationsinhalte ein, die sich auf Gesundheit, Krankheit oder deren Determinanten beziehen. Mithin ist jegliche Kommunikation über Gesundheit und Krankheit gemeint.
  • Gesundheitsrelevante Kommunikation bezieht sich auf alle Formen symbolvermittelter sozialer Interaktion, z.B. auf Bilder und verschiedenste Medien. Entscheidend ist, dass diese Interaktion – auch unabhängig von der Intention der Kommunikationspartner – das Gesundheitsverhalten direkt oder indirekt beeinflusst. Es kann jedoch durch dieses auch (erst) initiiert werden (ebd.).

Die Gesundheitskommunikation als interdisziplinäres Forschungsfeld setzt sich mit den sozialen und psychologischen Bedingungen, Bedeutungen und Folgen von gesundheitsbezogener sowie gesundheitsrelevanter Kommunikation auseinander (Rossmann 2019, S. 9). Neben den beabsichtigten Kommunikationsprozessen zu Gesundheit, Prävention und Krankheit, sind gerade auch nebenbei und unbewusst vermittelte gesundheitsrelevante Botschaften von Interesse. Diese können bspw. in Alltagsgesprächen, in der Werbung oder in Unterhaltungssendungen auftreten (ebd.).

Ein wichtiger Begriff in der Gesundheitskommunikation ist die Risikokommunikation. Dabei handelt es sich um Kommunikation, die spezifisch auf die Vermittlung von gesundheitlichen Gefährdungen und Risiken ausgerichtet ist, deren Schadenseintritt in der Zukunft liegt bzw. angenommen wird. Risikokommunikation vermittelt Informationen über Eintrittswahrscheinlichkeit sowie Ausmaß, Bedeutung und Kontrollierbarkeit eines potenziellen Schadens und wird als anlassunabhängig charakterisiert (Debbeler et al. 2021, S. 252).

In Abgrenzung dazu ist bei der Krisenkommunikation meist bereits ein akuter Schadensfall eingetreten (ebd.), wie im Fall der COVID-19-Pandemie. Bei gesundheitsbezogenen Krisen handelt es sich um (unvorhergesehene) Ereignisse, die die Akteure und Verantwortlichen vor die Herausforderung stellen, die Situation erfolgreich zu bewältigen und evidenzbasierte Handlungsempfehlungen abzuleiten. Die Belegschaft bzw. die Bevölkerung müssen angemessen informiert, geschützt und negative Folgen minimiert werden. Dies trifft auch auf die Reputation der eigenen Institution bzw. Organisation zu (Winter und Rösner 2019).

Seit 2017 gibt es an der Universität Erfurt den deutschlandweit ersten Masterstudiengang Gesundheitskommunikation. Das Master-Programm widmet sich der Theorie und Praxis der evidenz-informierten Gesundheitskommunikation, also der Nutzung der besten verfügbaren Forschungsergebnisse und Erkenntnisse zur Gestaltung wirksamer Gesundheitskommunikation. Schwerpunkte des Studiengangs sind u.a. Kommunikationswissenschaft, Psychologie, Medizin und Public Health. Darüber hinaus stehen klimagesundes Verhalten und Zusammenhänge zwischen Umwelt und Gesundheit international im aktuellen Forschungsfokus (Chadwick 2021).

3 Ziele der Gesundheitskommunikation

Erfolgt Gesundheitskommunikation intendiert und bezogen auf Individuen, so werden drei grundlegende Ziele unterschieden: die Darbietung von Informationen, die Veränderung von gesundheitsbezogenen Wahrnehmungen, Einstellungen und Überzeugungen und die Verhaltensveränderung (Debbeler et al. 2021, S. 252 f.). Diese drei Ziele schließen sich jedoch gegenseitig nicht aus, sind vielmehr oft verbunden bzw. bauen aufeinander auf.

  1. Darbietung von Informationen: Informationen können sowohl spezifisch als auch unspezifisch dargeboten werden. Beispielhaft für spezifisch auf eine definierte Zielgruppe ausgerichtete Gesundheitskommunikation steht die Ernährungskommunikation für Schwangere (Hastall et al. 2023) oder die in der Arbeitsmedizin thematisierte Kommunikation über den Mutterschutz im Arbeitskontext (Kordsmeyer et al. 2018). Ist die Darbietung von Informationen unspezifisch und an alle Zielgruppen gerichtet, geht es darum, ganz direkt konkrete Informationen zu vermitteln wie der Haftungsausschluss bei Beipackzetteln von Medikamenten (Debbeler et al. 2021, S. 253).
  2. Wahrnehmungsveränderung: Neben Information geht es um die Veränderung von gesundheitsbezogenen Wahrnehmungen, Einstellungen und Überzeugungen, die sich in einer hohen und korrekten Erinnerungsrate zeigen. Die Information wird hinsichtlich Relevanz, Verständlichkeit und Nützlichkeit speziell für eine jeweilige Zielgruppe dargestellt. Diese soll eine akkurate (Risiko-)Einschätzung vornehmen und Alternativen mit ihren Konsequenzen abwägen können (ebd.). Bei Impfmüdigkeit sind z.B. digitale Innovationen wie Smartphone-Apps erfolgreich, die an vorher erhobene Einstellungen und Wissensstände der Nutzer:innen angepasst werden (Böhm et al. 2025).
  3. Verhaltensveränderung: Um die Wahrscheinlichkeit einer Verhaltensänderung zu erhöhen, werden relevante Informationen so herausgefiltert und aufbereitet, dass die Überzeugungskraft der Botschaft erhöht wird (persuasive Kommunikation). Der Erfolg ist u.a. abhängig von der Motivation und den Fähigkeiten der Zielpersonen, dargestellte Risiken zu begreifen und sich schützen zu wollen. Bei hoher Motivation und Fähigkeiten kann es eher zu einer stabilen Einstellungs- und Verhaltensänderung kommen. Häufig wird mit sogenannten Furchtappellen gearbeitet, z.B. in der Tabakprävention (Debbeler et al. 2021).

Die (Teil-) Ziele werden je nach dem zentralen Ziel und der angestrebten Zielgruppe entwickelt. So liegen bei der bereits genannten Ernährungskommunikation für Schwangere viele Ziele parallel vor: Aufbau einer positiven, vertrauensvollen Beziehung, Auslösung und Aufrechterhaltung von Aufmerksamkeit, Sensibilisierung für die Thematik, Erhebung von Erfahrungen, Präferenzen und Barrieren, Vermittlung von Wissen oder Kompetenzen, Ressourcenaktivierung, Auslösen bestimmter Gedanken oder Gefühlszustände, Änderung von Einstellungen, Werten oder Handlungsintentionen, Auslösung oder Aufrechterhaltung tatsächlicher Verhaltensänderungen und Vermeidung negativer Effekte einschließlich Abwehrreaktionen (Hastall et al. 2023).

Gesundheitskommunikation kann also unterschiedliche und oft mehrere Ziele verfolgen. Für die zielgerichtete Kommunikation sind sowohl inhaltliche als auch formale Aspekte von großer Bedeutung. Das dahinterliegende Ziel und Interesse ist von dem disziplinären Verständnis und konkretem Forschungsanliegen abhängig, dient aber vor allem der zielgruppengerechten Aufbereitung von Informationen, der gelingenden Vermittlung von Informationen und letztlich der Lösung gesundheitsbezogener Probleme (Debbeler et al. 2021).

4 Zielgruppen in der Gesundheitskommunikation

In der Gesundheitskommunikation muss man sich auf eine Vielzahl und Vielfalt der Zielgruppen einstellen und sich jeweils vertieftes Wissen zu den Zielgruppen aneignen. Zielgruppen sind zunächst einmal alle, die die entsprechenden Gesundheitsinformationen erhalten sollen. So ist es bspw. wichtig, die Gesamtzielgruppe zu identifizieren und jeweils zwischen (potenziellen) Käufer:innen oder Nutzer:innen und Nicht-Käufer:innen oder Nicht-Nutzer:innen abzugrenzen. Auch ist es bedeutsam, relevante Teilzielgruppen und vernachlässigte Teilzielgruppen abzugrenzen (Roski 2009, S. 18).

Am Beispiel von zwei ausgewählten Themen soll auf Besonderheiten und Herausforderungen an eine professionelle Gesundheitskommunikation mit verschiedenen Zielgruppen eingegangen werden.

4.1 Zielgruppen, die „als schwer erreichbar“ bezeichnet werden

Als „schwer erreichbar“ werden Zielgruppen bezeichnet, für die man Maßnahmen für (besonders) angezeigt hält, die aber auf (das Anspracheformat der) Angebote nicht eingehen. Schwierig erreichbar bedeutet aber vor allem, dass es zeit- und kostenaufwendig ist, diese Zielgruppen zu erreichen. Sie suchen selbst nicht aktiv nach den relevanten Informationen und Angeboten oder vermeiden diese sogar (Reifegerste 2021).

Tallarek et al. führen aus, dass über die Vielfalt von Menschen mit Migrationshintergrund noch viel zu wenig bekannt ist. Auch die Gründe für die teils geringere Inanspruchnahme vorhandener Angebote sind noch nicht hinlänglich erforscht. Es kann sich um sehr vielseitige Faktoren handeln. Eine Bewertung als „schlecht erreichbare“ Zielgruppe ist insofern zu kritisieren, als sie in der Regel von dominanten, privilegierten Gruppen ausgeht, die ihre eigenen Perspektiven als die Norm ansehen (Tallarek et al. 2021).

Reifegerste benennt drei Bereiche, um zunächst die Barrieren und im Folgenden sinnvolle Maßnahmen für das Erreichen der Zielgruppen aufzuzeigen. Von diesen Maßnahmen werden hier einige beispielhaft genannt (Reifegerste 2021):

  1. Zugang zu Gesundheitsinformationen: Es sind vor allem Kommunikationskanäle und -formate zu benutzen, die die Zielgruppe selbst bevorzugt. Um jene zu erreichen, die sich (noch) nicht für Gesundheitsthemen interessieren, kann auch die nicht-gesundheitsbezogene Mediennutzung eine wichtige Rolle spielen, z.B. spielerische Angebote in Apps oder attraktive Veranstaltungen wie Erlebniswelten oder Parcours. Auch die Lebenswelten der Zielgruppen aufzusuchen, kann eine erfolgreiche Strategie sein. Auf dem indirekten Kommunikationsweg kann auch mit vertrauensvollen Vermittler:innen wie Ärzt:innen zusammengearbeitet werden (Reifegerste 2021).
  2. Verstehen von Gesundheitsinformationen: Es ist zentral, sich an den Bedürfnissen, den Voraussetzungen und dem Interesse der spezifischen Zielgruppe zu orientieren. Präventionsbotschaften müssen unmittelbar verständlich oder mit starken medialen Reizen aufbereitet werden, um mehr Aufmerksamkeit zu erhalten. Das sprachliche Niveau muss auf die Zielpersonen angepasst werden. Im interkulturellen Kontext müssen darüber hinaus auch Handlungsmuster und typische Situationen der Zielgruppe(n) berücksichtigt werden. Die Bereitstellung sprachlich vereinfachter Versionen ist bei Risikoinformationen wichtig, damit klar ist, welche Handlungskonsequenzen sich für die Personen ergeben (Reifegerste 2021).
  3. Akzeptanz von Gesundheitsinformationen: Die positive Bewertung der Botschaften ist eine wichtige Voraussetzung, damit die Gesundheitskommunikation auch zu Einstellungs- und Verhaltensänderungen führen kann. Auch muss geklärt werden, welche Barrieren verhindern, dass eine Person sich gesundheitsbewusster verhält. Wenn Personen nur ein geringes Gesundheitsbewusstsein aufweisen und für sie andere Ziele wichtiger sind, können sie mit klassischen Appellen zur Gesundheitsförderung kaum erreicht werden. Die Handlungsempfehlungen zur Prävention müssen für die Zielgruppe auch umsetzbar erscheinen. Ein hoher Grad an Partizipation kann förderlich sein, um mehr Akzeptanz zu erreichen (Reifegerste 2021).

4.2 Barrierefreie Gesundheitskommunikation im E-Health

Angesichts der demografischen Entwicklung und der wachsenden Anzahl an chronisch erkrankten oder beeinträchtigten Leistungsempfängern ist die Entwicklung digital barrierefreier Dienstleistungen besonders relevant. Die Inhalte müssen verstehbar sein, damit der Vertrag zwischen beiden Parteien erfüllt wird. Therapietreue und die Einhaltung eines Gesundheitsweges können nur erfolgen, wenn Klient:innen in Entscheidungen durch aktive Partizipation eingebunden werden. Sonst kann es für ältere Menschen mit Beeinträchtigungen zum Verlust ihrer Leistungsrechte führen (Koehler 2024).

Folgende Leistungsbereiche für E-Health gelten in der Gesundheitskommunikation als besonders bedeutsam:

  1. Content: Vermittlung relevanter Inhalte und Informationen für Laien und Spezialisten
  2. Commerce: Aufbau, Unterstützung, und Aufrechterhaltung von Geschäftsbeziehungen/​Transaktionen zwischen Klient:in, Leistungserbringendem und Leistungsgebendem
  3. Application: Bereitstellung von Technologien für Kommunikation und Informationsaustausch
  4. Care: Unterstützung der medizinisch-pflegenden Dienstleistungsprozesse.

Die Erfolgskriterien für barrierefreie Kommunikation im Web orientieren sich an den vier Prinzipien: Wahrnehmbarkeit, Bedienbarkeit, Verständlichkeit und Robustheit (störungsfreier Einsatz der Software für die Nutzer:innen) (ebd.).

Mit der Digitalisierung der Gesundheitskommunikation entstehen für Klient:innen Chancen, Informationen aktiv abzurufen, einzusehen und gestaltend damit umzugehen. Zudem können über Portale Auskünfte eingeholt, Anträge bearbeitet, Zulieferer von Heil- und Hilfsmitteln aktiviert werden usw. Gerade für ältere Menschen mit funktionalen Beeinträchtigungen im Bereich der Mobilität entsteht hierdurch ein hoher Anwendungsnutzen. Digitale Vernetzungsmöglichkeiten wie Selbsthilfegruppen können die Betroffenen stärken. Die Qualität der Gesundheitskommunikation hängt jedoch von der Zugänglichkeit zu den zu vermittelnden Inhalten ab (a.a.O., S. 146 f.).

5 Ebenen der Gesundheitskommunikation

Gesundheitskommunikation wird in vier Kommunikationsebenen unterteilt. Diese bestimmen maßgeblich die Form der Kommunikation. Es ist bspw. relevant, ob die Kommunikation wechselseitig oder einseitig ohne Interaktion zwischen den Gesprächspartnern stattfindet. Zudem macht es einen Unterschied, ob sie synchron oder zeitversetzt erfolgt, direkt im persönlichen Kontakt oder indirekt über verschiedene mediale Kanäle und privat oder öffentlich (Lütke Lanfer und Rossmann 2021).

  1. Intrapersonale Ebene: Auf dieser Ebene geht es um die innerpsychische Verarbeitung und Wahrnehmung von Kommunikationsprozessen eines Individuums. Erforscht werden kann dies, indem die Verarbeitung eines Arztgespräches auf Patientenseite erfragt wird (Nittel und Seltrecht 2013). Oder indem Journaling als Methode zur Verarbeitung von Krisen wie der Covid-19-Pandemie verwendet wird und im Zuge eines Therapieprozesses herangezogen wird (Wurtz et al. 2024). Auch der Einfluss des sozialen Umfelds (subjektive Normen, Rollenbilder) auf das Gesundheitsverhalten von Personen steht im Forschungsinteresse und kann dazu dienen, in der Planung intendierter Kommunikation spezifischer auf diese Faktoren einzugehen (Lütke Lanfer und Rossmann 2021).
  2. Interpersonale Ebene: Auf dieser Ebene wird die Kommunikation zwischen mindestens zwei Personen thematisiert, die im interaktiven Kontakt miteinander stehen (Lütke Lanfer und Rossmann 2021). Man interessiert sich besonders für den Austausch von Informationen zur Behandlung und Therapie zwischen ärztlichem Personal und Patient:innen (Rothenfluh und Schulz 2019) oder fokussiert die ärztliche Gesprächsführung für Ausbildungszwecke (Augustin 2021). Es kann auch die Kommunikation innerhalb des medizinischen Personals, mit Versicherungsdienstleistern oder mit Bezugspersonen aus dem näheren Umfeld eines Individuums betrachtet werden (Moran et al. 2016). Diese Ebene ist von hoher Relevanz für die Prävention und Gesundheitsförderung (Hehlmann 2021).
  3. Ebene der Organisationskommunikation: Auf dieser Ebene geht es um kommunikative Prozesse von Organisationen im Gesundheitswesen wie Krankenhäusern oder Krankenkassen (Lüdtke Lanfer und Rossmann 2021). Auch die Krisenkommunikation von staatlichen Institutionen (Schleicher et al. 2024) oder beim Roten Kreuz bzw. bei Nothelfern (Greven und Mühlfelder 2025) gehört dazu. Man interessiert sich u.a. für die Kommunikation zwischen einzelnen Abteilungen der Organisationen oder zwischen Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen und wie sich diese auf die Versorgung von Mitarbeiter:innen oder Patient:innen auswirkt (Lütke Lanfer und Rossmann 2021).
  4. Ebene der Massenkommunikation: Bei der Massenkommunikation werden die Inhalte öffentlich an ein großes, weit verstreutes und heterogenes Publikum vermittelt. Beispiele aus der Gesundheitskommunikation sind etwa Gesundheitssendungen im Fernsehen, Apotheken-Zeitschriften oder Internetseiten zu Präventionsprogrammen (Schäfer und Reifegerste 2025). Die Vielzahl an Darstellungsformaten reicht von einer eindimensionalen hin zu einer interaktiven und multidirektionalen Kommunikation (Debbeler et al. 2021). Auf dieser Kommunikationsebene steht die Entwicklung massenmedialer Kampagnen und ihr Einfluss auf Verhaltensänderung im Forschungsinteresse (Lütke Lanfer und Rossmann 2021).

Bedeutsam ist auch, dass Fragestellungen und Anwendungsfelder oft nicht scharf voneinander getrennt werden können. Sie müssen ebenenübergreifend betrachtet werden. Massenmediale Angebote wie eine Fernsehsendung, sind oft zusätzlich mit Internetangeboten verknüpft, die wiederum Möglichkeiten der Interaktion in Foren oder Chats bieten (ebd.).

6 Formate und Instrumente der Gesundheitskommunikation

Um gesundheitsrelevante Inhalte entsprechend den anvisierten Zielen wirkungsvoll und zielgerichtet zu kommunizieren gibt es unterschiedliche Darstellungsformate. Entscheidungsträger und Akteure (Stakeholder) im Bereich der Gesundheit kommunizieren mit der Öffentlichkeit vor allem über das Internet und soziale Medien. Immer mehr Menschen greifen auf diese Quellen zur Informationssuche zurück. Durch ihre enorme Reichweite, Kosteneffizienz, Niederschwelligkeit, Interaktivität und Aktualisierbarkeit haben diese Wege eine neue Form der Kommunikation geschaffen, die eigene Risiken und Chancen birgt (Debbeler et al. 2021).

Beispiele für Darstellungsformate und Verbreitungsmöglichkeiten sind:

  • Gesundheits-Apps: Damit lassen sich je nach Funktion Elemente von Massenkommunikation mit Elementen interpersonaler Kommunikation verbinden. Es gibt Gesundheitsförderungs-Apps, Präventions-Apps und Medizin-Apps, die eine Krankheitsbehandlung unterstützen. Letztere kommen in der Telemedizin bspw. in der Teledermatologie zum Einsatz, bei der Fotos von Hautveränderungen über eine App hochgeladen werden (Schäfer und Reifegerste 2025). Technische Funktionen der Smartphones, wie Sensoren, GPS, Kamera-, Audio- und Videofunktionen, lassen sich darüber hinaus zur Erfassung von individuellen Verhaltens- und Gesundheitsparametern einsetzen und um personalisiertes Feedback und Empfehlungen bereitzustellen (ebd.).
  • Social Media: Verschiedene Social Media-Formate befassen sich bspw. mit Mental Health (Tudehope et al. 2024). Nach Altendorfer ist charakteristisch, dass der Umgang mit psychischen Krankheiten in den Sozialen Medien offen ist, häufig auch locker und normalisierend im Kontrast zu gesellschaftlich immer noch vorherrschenden Stigmata (Altendorfer 2025). Soziale Plattformen werden oft zu einer Art digitaler, öffentlicher Selbsthilfegruppen, denn Nutzer:innen können ihre Erfahrungen teilen und (umgehend) soziale Unterstützung und Bestätigung erhalten (ebd.). Es kann jedoch auch zu einer verstärkten Stigmatisierung kommen, wenn die Verantwortung für die Krankheit vorrangig dem Individuum zugeschrieben wird. Dies hat eine Experimentalstudie zu Instagram-Posts bei Depression belegt. Dem kann entgegengewirkt werden, indem die Verantwortung des sozialen Netzwerks verstärkt betont wird (Schaller et al. 2023).
  • Gesundheitsportale und Online-Communitys: Gesundheitsportale wie netdoktor.de sind spezialisierte Online-Informationsangebote zu Krankheiten, Behandlungsmöglichkeiten, eines gesundheitsbewussten Lebensstils oder gesundheitsbezogener Produkte. Es werden teils auch interaktive Elemente integriert und Online-Communitys angeboten (Link 2019). Ein bedeutendes Potenzial liegt in der Reichweite. Zudem sind sie bequem und kostengünstig sowie zeit- und ortsunabhängig abrufbar. Wissenssteigerung und Empowerment der Patient:innen stellen ein weiteres Potenzial dar (ebd.). Da die Onlinesuche nach Symptomen, Krankheitsbildern und Therapien zu nicht zu unterschätzenden Risiken führen kann, wurde in Deutschland ein Nationales Gesundheitsportal (gesund.bund.de) aufgesetzt, das evidenzbasierte, leicht verständliche Informationen zur Verfügung stellen soll (Wangler und Jansky 2024).

Beispielhaft sollen auch noch zwei Instrumente der Gesundheitskommunikation vorgestellt werden:

  • Medizinisches Kabarett – wie das von Dr. Eckart von Hirschhausen – wird der Entertainment-Education zugeschrieben und stellt eine besondere Form des spielerischen Lernens dar (Völzke et al. 2017). Es werden sowohl Personen angesprochen, die einem Verhalten oder einer Einstellung zustimmend gegenüberstehen, als auch solche, die eine ablehnende Haltung einnehmen. Neben der direkten Vorbildfunktion durch Modellrollen wird auch darauf abgezielt, dass sich das Publikum (untereinander) über den Inhalt der Unterhaltungsmedien austauscht und kritische Positionen dazu bezieht. Es geht darum, neue Ideen anzubieten und zum Umdenken anzuregen (ebd.). Humor hat das Potenzial, gesundheitsbezogene Einstellungen und Verhaltensweisen zu beeinflussen (Miller et al. 2021). Medizinisches Kabarett kann bspw. die Bereitschaft zur Organspende erhöhen und negative Bedenken ausräumen (Heitland et al. 2020).
  • Gesundheitszirkel sind als Erweiterung des klassischen Arbeits- und Gesundheitsschutzes entstanden (Krämer und Berssem 2010). Es handelt sich um hierarchisch homogen oder heterogen zusammengesetzte Gesprächsgruppen von 10 bis 15 gezielt ausgewählten Mitarbeiter:innen. Diese gelten als Expert:innen für die am Arbeitsplatz auftretenden, gesundheitsrelevanten Belastungen und Probleme und entwickeln Verbesserungsvorschläge (ebd.). Gesundheitszirkel werden etwa sechs- bis zehnmal zu je 90 Minuten über mehrere Monate in der Arbeitszeit durchgeführt. Die Kommunikation in der Gruppe folgt einem speziellen Schema und wird professionell moderiert (Aust und Ducki 2004). Für den Erfolg ausschlaggebend sind u.a. die umfassende Information aller Beteiligten und die konsequente Prüfung und Umsetzung der Ergebnisse und kontinuierliche Rückmeldung über den Umsetzungsstand an die Beteiligten (Krämer und Berssem 2010).

7 Herausforderungen und Erfolgsfaktoren in der Gesundheitskommunikation

Als grundlegenden Anspruch an eine gelingende Kommunikation greift Hastall auf eine Marketingweisheit zurück: „Der Wurm muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler“ (Hastall 2019). Erfolgreiche Gesundheitskommunikation muss sich also an den Bedürfnissen, Empfindungen und Werten der Botschaftsempfänger:innen orientieren, die sich von der Perspektive der Sender:innen – im Gesundheitswesen oft medizinische Professionelle – unterscheiden können (ebd.).

Erfolgsfaktoren von Gesundheitskommunikation hängen eng mit dem jeweiligen Ziel, den anvisierten Zielgruppen und den passend gewählten Formaten zusammen. Informationen müssen sprachlich, formal und inhaltlich so aufbereitet und kommuniziert werden, dass sie für die jeweilige Zielgruppe relevant, interessant, verständlich und motivierend sind. Das sogenannte Targeting oder Tailoring erfordert eine umfassende Kenntnis der Zielgruppen. Zum Beispiel zum thematischen Vorwissen, zu themenbezogenen Werten und Traditionen, zu individuellen Barrieren und Förderfaktoren, zu Informationsbedarfen und -präferenzen sowie zu sprachlichen Besonderheiten (Hastall et al. 2023).

Relevant ist, genau zu wissen, wer alles die jeweiligen Akteure zum Thema sind und ob sich ihre je eigenen Ziele, Interessen und Werte vereinbaren lassen (oder im Wege stehen) (Link 2023). Es ist wichtig jeweils die Barrieren bzw. hemmenden Faktoren herauszuarbeiten, wie auch die Erfolgsfaktoren, um erfolgreiche Strategien abzuleiten (Hastall et al. 2023). Dies soll an zwei Beispielen aufgezeigt werden.

7.1 Beispiel 1: Gelingende Kommunikation über Organspende

Betrachtet man die gelingende Kommunikation über die Organspende mit dem Ziel informierter Entscheidungen von Bürger:innen, so zählen zu den hemmenden Faktoren (Link 2023): Die Komplexität des Themas, das fehlende Problembewusstsein und der geringe Wissensstand, die Emotionalisierung, vorherrschende Alltagsvorstellungen und Unsicherheiten sowie die Tabuisierung und Verbreitung von verzerrten oder falschen Informationen, auch durch die Medien (ebd.). Darauf aufbauend sind folgende Anforderungen an gelingende Kommunikation abgeleitet worden (Link 2023):

  • Bezüglich des Wissensangebotes und des Deutungsrahmens ist es zentral, dass eine objektive, ausgewogene, aber auch kritische Berichterstattung erfolgt. Dabei kommt es auf eine öffentliche Sichtbarkeit und Enttabuisierung an. Dem Thema muss eine hohe Bedeutung zugeschrieben werden, sodass bspw. Anlässe für die Anschlusskommunikation mit Familie und Freunden gegeben sind. Das Thema muss darüber hinaus in seiner Komplexität und für unterschiedliche Zielgruppen aufbereitet werden (ebd.).
  • Auf der Seite der Bürger:innen sind Motivation und die Kompetenz, sich eine Meinung zu bilden und informierte Entscheidungen zu treffen, bedeutsam. Es geht also um eine Förderung der Gesundheitskompetenz und um die Unterstützung von Individuen und deren Umfeld. Dann kann eine zielgerichtete aber auch offene Auseinandersetzung mit der Organspende stattfinden. Die Kluft zwischen Einstellung und Verhalten ist jedoch gerade in Extremsituationen und bei besonders emotional belastenden Themen wie der Organspende nur schwer zu überwinden (ebd.).

7.2 Beispiel 2: Gelingende Ernährungskommunikation in Schwangerschaft und früher Kindheit

In der Studie von Hastall et al. wurden folgende Barrieren ausgemacht, die sich hemmend auf die Intervention auswirken: Die Kosten für Ernährungsumstellung, die mangelnde Attraktivität gesunder Ernährung, die geringe Selbstwirksamkeitserwartung, Probleme bei der Ernährungsumstellung, unzureichende Unterstützung, Irritationen aufgrund zu vieler oder widersprüchlicher Informationen, gegenläufige Marketingeinflüsse und unzureichende Zusammenarbeit der Akteure (Hastall et al. 2023, S. 616).

Die Befunde zeigen, dass interpersonale Kontakte wichtig für den Erfolg sind (Multiplikator:innen wie Hebammen, Ärzt:innen etc.) und effektiver sein können als ausschließlich massenmediale oder internetbasierte Interventionen. Weitere Erfolgsfaktoren sind:

  1. Multikomponentenansätze sowie individuell angepasste Ansätze
  2. Einbezug verschiedener Lebensbereiche und Personengruppen
  3. Kommunen- und Lebensweltbasierung
  4. Anbindung an Routine-Settings wie Arztbesuche und interpersonelle Unterstützung
  5. ausreichende Interventionsdauer und Nachhaltigkeit (ebd.).

Sowohl zielgruppenangepasste, positive und ressourcenstärkende Ansprache sind zentral, als auch eine abwehr- und stigmasensible Kommunikation. Umfassende Kenntnisse über die vielfältige Zielgruppe der werdenden und jungen Familien sind also unerlässlich (Hastall et al. 2023).

Im Forschungsprojekt DiPubHealth geht es um eine gelingende, diskurssensible Gesundheitskommunikation. Aus dem Projekt stammt die Erkenntnis: Wer den kommunikativen Kontext kennt, kann anders und besser kommunizieren. Es geht also darum, dass man das Umfeld der Kommunikation viel genauer als bisher kennen sollte. So lassen sich Kommunikationsstrategien entwickeln, mit denen man erfolgreich verschiedene Rezipient:innengruppen ansprechen kann (Jochum et al. 2024). Erste Ansätze für die praktische Umsetzung sind in eine kleine prägnante Broschüre der Werkstatt „Diskurssensible Gesundheitskommunikation“ eingeflossen. Es werden fünf Bausteine für eine diskurssensible Gesundheitskommunikation vorgestellt:

  1. Diskurssichtung: Überblick verschaffen
  2. Diskursmapping: sortieren und verstehen
  3. Zielgruppen bestimmen
  4. Haltung bewusstmachen und Ziele festlegen
  5. Kommunikationsvorhaben entwickeln (ebd.).

Bei der erfolgreichen Entwicklung des Kommunikationsvorhabens mit der ausgewählten Zielgruppe ist die Auseinandersetzung mit weiteren Fragen zentral. Diese lauten bspw.: Welche möglichen Bedenken und Widerstände sind im Diskurs deutlich geworden? In welchen Zusammenhängen wird sonst über das Thema gesprochen? An welchen Orten könnten folglich Kommunikationsmaßnahmen stattfinden? (Jochum et al. 2024, S. 7).

8 Gesundheitskommunikation von Führungskräften

Akteure von Gesundheitskommunikation sind im Weiteren Führungskräfte in Unternehmen sowie Verantwortliche im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM). Wenngleich dies noch nicht im Forschungsfokus der Disziplin Gesundheitskommunikation steht, verweisen insbesondere Publikationen mit den Schwerpunkten BGM und Leadership auf diese bedeutsame Akteursrolle (u.a. Krick et al. 2022, Treier 2023). Angesichts von Fachkräftemangel, alternden Belegschaften und hohen Fehlzeiten gewinnt Gesundheit in der Arbeitswelt an Wert.

Es sollen hier zwei Beispiele für den hohen Stellenwert der Gesundheitskommunikation in der Arbeitswelt und die Akteursrolle von Führungskräften vorgestellt werden:

8.1 Führungskommunikation und BGM

Treier sieht es als dezidierten Managementauftrag und klare Führungsaufgabe an, die Entwicklung hin zu einer gesunden Arbeitswelt zu unterstützen. Im Rahmen eines ganzheitlichen Präventionskonzepts werden neben der individuellen Gesundheit und Arbeitsfähigkeit der Mitarbeitenden auch die Handlungsebenen Kultur, Organisation und Arbeitsplatz berücksichtigt (Treier 2023).

Gesundheitskommunikation wird als eines von insgesamt sechs Handlungsfeldern der Gesundheitskultur gesehen. Es geht darum, adressatengerechte Informationen zu entwickeln, im Dialog zu bleiben, viele Kanäle zu nutzen, Gesundheitsportale aufzubauen und Gesundheit positiv zu diskutieren und zu vermarkten. Der Nutzen hinsichtlich Kompetenzsteigerung, Aufmerksamkeitssteuerung und Veränderungsbereitschaft kann evident sein, wenn die Kommunikationsstrategie zielgruppengerecht umgesetzt wird (Treier 2023, S. 118).

Treier betont, dass Kommunikation von Gesundheit im betrieblichen Kontext alle Kommunikationsanlässe innerhalb und außerhalb der Organisation umfasst, die sich mit Gesundheit befassen (Treier 2023, S. 123). „Gesundheitsorientierte als interpersonale Kommunikation beinhaltet den Austausch mit anderen, um die eigene Gesundheit und die des Gesprächspartners zu fördern, u.a. mit dem Ziel, die Mitwirkung und Einhaltung (Compliance) zu erhöhen“ (ebd.).

Im Rahmen der betrieblichen Gesundheitskommunikation geht es vornehmlich um organisierte Kommunikationsformen. Im Zentrum steht die planbare und steuerbare Vermittlung gesundheitsrelevanter Informationen. Informelle Kommunikationsformen interessieren weniger, wenngleich Treier einräumt, dass die Kommunikationsformen in der Praxis verschwimmen. Er sieht hier eine wichtige Aufgabe bei Führungskräften, die als verlängerter Arm die Kernbotschaften der betrieblichen Gesundheitskommunikation übersetzen helfen können (ebd.).

8.2 Gesundheitsförderliche Führungskompetenz

Führungskräften kommt mit ihrem Wissen und ihren Kommunikations- und Reflexionsfähigkeiten eine zentrale Rolle bezüglich der Gesundheit im Arbeitskontext zu. Sie haben mit ihrem Verhalten nicht nur Einfluss auf das psychische Befinden und die Arbeitszufriedenheit, sondern auch auf die Arbeitsfähigkeit, die körperliche Gesundheit und den Krankenstand der Beschäftigten. Dies belegen inzwischen diverse empirische Studien. Wenn Führungskräfte ihrer Verantwortung für die Gesundheit nicht gerecht werden, riskieren sie – vielleicht ohne es zu bemerken – die Gesundheit ihrer Mitarbeiter:innen (Krick et al. 2022).

Es gibt vier Einflusswege, wie Führungskräfte mit ihrem Verhalten auf die Gesundheit der Beschäftigten einwirken (Krick et al. 2022, S. 214 f.):

  1. Eigenes Verhalten und Kommunikation der Führungskraft: Im direkten Kontakt kann die Führungskraft durch Unterstützung, Wertschätzung und Sinnvermittlung positiv auf das Wohlbefinden und die Gesundheit der Mitarbeiter:innen wirken. Durch Abwertung, Distanz, Bevormundung, Misstrauen, Kontrolle oder Missachtung kann sie negativen Einfluss nehmen (ebd.).
  2. Gestaltung der Arbeitsbedingungen der Beschäftigten: Durch bspw. die Sicherstellung von ergonomischen Arbeitsplätzen oder die Gestaltung der Arbeitsaufgaben und -inhalten haben Führungskräfte einen indirekten Einfluss. Es müssen gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen geschaffen werden, um gesundheitliche Risiken und Belastungen am Arbeitsplatz zu minimieren und Ressourcen zur Stressbewältigung zu entwickeln und zu stärken (ebd.).
  3. Umgang mit Stress und Belastung seitens der Führungskraft: Wenn Führungskräfte enormem Stress ausgesetzt sind, schadet dies sowohl ihrer eigenen Gesundheit als auch der der Beschäftigten. Sie stehen diesen dann mit weniger Unterstützung zur Verfügung und es besteht die Gefahr, dass sie aufgrund der eigenen Überlastung gereizt reagieren und den Druck nach unten weitergeben (ebd.).
  4. Führungskräfte als Vorbilder und Rollenmodelle: Führungskräfte sollten ihre Mitarbeiter:innen dabei unterstützen und motivieren können, auf die eigene Gesundheit zu achten und sich gesundheitsförderlich zu verhalten, indem sie sich selbst entsprechend verhalten. Sie sind als Multiplikator umso erfolgreicher, je stärker sie als authentische Rollenvorbilder wahrgenommen werden.

Mit „Health-oriented Leadership“ (HoL) wurde ein Konzept zur gesundheitsorientierten Führung entwickelt, das diese verschiedenen Perspektiven, Einflusswege und Wirkmechanismen miteinander verbindet. Es werden drei Ansatzpunkte abgeleitet, die für gesundes Führen wichtig sind:

  1. SelfCare der Führungskraft
  2. SelfCare der Beschäftigten
  3. StaffCare durch die Führungskraft (Krick et al. 2022, S. 215 f.).

Vielen Führungkräften ist die Bedeutung des eigenen Führungsverhaltens für die Mitarbeitergesundheit nicht bewusst. Gesundheitsorientierte Führungskompetenz kann durch ein entsprechendes Training („Go-FüKo“) weiterentwickelt werden (a.a.O., S. 219).

Die Rolle von Führungskräften und die Gesundheit im Kontext der Arbeitswelt werden in den Gesundheitswissenschaften intensiv beforscht. Im seit 1999 jährlich erscheinenden Fehlzeiten-Report werden empirische Daten, Zusammenhänge und jeweils ein inhaltlicher Schwerpunkt herausgegeben. So stand bspw. 2024 das Thema (Mitarbeiter)Bindung im Fokus (Badura et al. 2024), 2022 das Thema (Führungs)Verantwortung (Badura et al. 2022) und 2020 das Thema Gerechtigkeit und Gesundheit (Badura et al. 2020). Gesundheitskommunikation steht hier noch nicht explizit im (Forschungs)Fokus. Die Bedeutung von Kommunikation seitens der Führung(sebene) wird jedoch immer wieder herausgestrichen.

9 Quellenangaben

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Verfasst von
Prof. Dr. Grit Behse-Bartels
Professorin für Soziale Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien, Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK)
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