Gesundheitswissenschaftlerin, Gesundheitswissenschaftler
Dr. Marina Böddeker, Dr. Thomas Hehlmann
veröffentlicht am 08.07.2025
Gesundheitswissenschaftler:innen sind akademisch ausgebildete Fachkräfte, die sich wissenschaftlich mit den Einflussfaktoren auf Gesundheit und Krankheit der Bevölkerung sowie Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung befassen.
Überblick
- 1 Zusammenfassung
- 2 Zum Begriff
- 3 Bezeichnungen
- 4 Zugangsvoraussetzungen
- 5 Ausbildungsinhalt und -ablauf
- 6 Unterschiedliche Abschlüsse
- 7 Berufsfelder, Tätigkeitsfelder und Aufgaben
- 8 Kompetenzen
- 9 Arbeitsmarkt
- 10 Berufsverbände
- 11 Quellenangaben
1 Zusammenfassung
Der Fokus von Gesundheitswissenschaftler:innen liegt auf der Erforschung, Analyse und Verbesserung der Gesundheit von Individuen und Bevölkerungsgruppen. Das Aufgabenfeld umfasst eine Vielzahl von Disziplinen und Arbeitsbereichen, die sich mit physischen, psychischen und sozialen Aspekten der Gesundheit befassen. Gesundheitswissenschaftler:innen beschäftigen sich wissenschaftlich beispielsweise mit den Einflussfaktoren auf Gesundheit und Krankheit sowie mit Prävention und Gesundheitsförderung. Der zugrundeliegende Begriff „Gesundheitswissenschaften/​Public Health“ geht auf folgende Definition zurück: „Gesundheitswissenschaften/​Public Health sind interdisziplinäre Forschungs- und Praxisfelder, in denen die (wissenschaftliche) Analyse von Gesundheit und Krankheit in der Bevölkerung, gesundheitlichen Determinanten und gesundheitlichen Versorgungsstrukturen zentral ist“ (Nowak und Razum 2024). Der Forschungsschwerpunkt von Gesundheitswissenschaftler:innen liegt demnach auf der Analyse und Verbesserung der Gesundheit von Einzelpersonen und Bevölkerungsgruppen unter Berücksichtigung physischer, psychischer und sozialer Gesundheitsaspekte.
2 Zum Begriff
Der Begriff „Gesundheitswissenschaftler:in“ bezeichnet Fachpersonen, die sich mit der Untersuchung und Verbesserung von Gesundheit, Gesundheitsverhalten, Gesundheitssystemen, der Gesundheitsförderung und der Prävention von Krankheiten befassen. Die Gesundheitswissenschaften sind ein interdisziplinäres akademisches Feld, das schwerpunktmäßig Bereiche wie Epidemiologie, Gesundheitsförderung, Gesundheitsmanagement und Gesundheitsökonomie umfasst – darüber hinaus aber auch, ganz im transdisziplinären Sinn, weitere Disziplinen wie die Geschichtswissenschaft, Archäologie, Philosophie, Linguistik, Kunst und Architektur etc. tangiert (Böddeker und Hehlmann 2025). Ziel ist es, durch wissenschaftliche Forschung und praktische Anwendungen, die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern, eine bessere Verteilungsgerechtigkeit der ökonomischen Ressourcen zu erlangen, Gesundheitschancen für alle Menschen zu eröffnen und die sozial bedingten gesundheitlichen Ungleichheiten zu reduzieren (Siegrist und Marmot 2008; Wilkinson und Marmot 2004).
3 Bezeichnungen
Umgangssprachlich wird der Beruf häufig als „Gesundheitsexpert:in“ bezeichnet. Verwandt mit dem Berufsbild der Gesundheitswissenschaftler:in sind der „Medizinischer Fachwirt“ respektive „Medizinische Fachwirtin“, aber auch die nicht akademische Weiterbildungsbezeichnung des „Gesundheitsberaters“ bzw. der „Gesundheitsberaterin“ (Brinkmann-Göbel 2001). In der Schweiz und in Österreich gibt es vergleichbare Bezeichnungen:
- In Österreich ist der Begriff „Gesundheitswissenschaftler:in“ geläufig, allerdings werden – je nach Fachrichtung – auch spezifischere Titel wie „Public Health-Expert:in“ oder „Gesundheitsmanager:in“ verwendet (Rohrauer-Näf et al. 2022).
- In der Schweiz wird der Begriff „Gesundheitswissenschaftler:in“ ebenfalls genutzt; hier gibt jedoch insbesondere im internationalen Kontext auch Bezeichnungen wie „Health Expert“ oder „Public Health Specialist“ (Wettstein et al. 2022).
4 Zugangsvoraussetzungen
In der Regel ist ein Hochschulstudium erforderlich und ein Hochschulabschluss Voraussetzung, um als Gesundheitswissenschaftler:in tätig zu werden. Der Zugang zum Studium erfolgt meist über die allgemeine Hochschulreife (Abitur), teils auch über eine Fachhochschulreife oder eine berufliche Qualifikation. In einigen Fällen sind Praktika oder eine einschlägige Berufsausbildung und eine mehrjährige berufliche Tätigkeit in der Gesundheitsbranche hilfreich oder erforderlich (Bundesagentur für Arbeit 2025).
5 Ausbildungsinhalt und -ablauf
Seit 1989 werden in Deutschland Gesundheitswissenschaftler:innen an Hochschulen und Universitäten ausgebildet (Razum und Kolip 2020). Das Studium der Gesundheitswissenschaften kann an Universitäten und Hochschulen absolviert werden. In der Regel dauert es, abhängig vom jeweiligen Studienmodell, sechs Semester im Bachelor- und vier Semester im Masterstudiengang. Die Studierenden erwerben Kenntnisse in verschiedenen Disziplinen:
- Gesundheitswissenschaftliche Grundlagen: Bio-medizinische und epidemiologische Grundlagen, Statistik etc.
- Methoden der Sozialwissenschaften: Sozialforschung, qualitative und quantitative Methoden etc.
- Gesundheitsförderung und Prävention: Entwicklung und Evaluation von Gesundheitsprogrammen und -projekten etc.
- Gesundheitsökonomie und -management: Wirtschaftliche Aspekte und organisatorische Strukturen im Gesundheitswesen etc.
- Gesundheitsrecht: Rechtliche und ethische Fragestellungen im Gesundheitswesen etc.
- Gesundheitskommunikation: Kommunikative Fähigkeiten für die gesundheits- und krankheitsbezogene Kommunikation von Health Professionals und Laien im Gesundheitswesen; Gesundheitskampagnen und medial basierte Kommunikation von Gesundheit und Krankheit, Gesundheitspsychologie etc.
Ein Masterstudium vertieft häufig spezifische Bereiche wie Public Health, Gesundheitsförderung, Gesundheitsmanagement, Gesundheitskommunikation oder Epidemiologie (Agentur für Arbeit 2025; DGHP 2024; Universität Bielefeld 2025; Universität Bremen 2025).
6 Unterschiedliche Abschlüsse
- Bachelor of Arts (B.A.) in Gesundheitswissenschaften (Public Health): Grundlegende Ausbildung, die auf eine breitere Tätigkeit im Gesundheitssektor vorbereitet.
- Bachelor of Science (B.Sc.) in Gesundheitswissenschaften (Public Health): Stärker wissenschaftlich ausgerichtet, oft mit einem Fokus auf Forschung und Datenanalyse.
- Master of Science (M.Sc.) in Public Health: Aufbauend auf den resp. einen Bachelor (auch andere Bachelorabschlüsse können zur Zulassung angeführt werden), Vertiefung der Kenntnisse, oftmals in einem Bereich, wie Epidemiologie oder Prävention und Gesundheitsförderung auf nationaler und internationaler Ebene.
- Master of Arts (M.A.) und Master of Health Management: Vertiefung von Managementkenntnissen im Gesundheitssektor.
- Promotion mit dem akademischen Grad Dr. rer. nat., Dr. phil. oder Dr. PH (Dr. Public Health): Für eine akademische Karriere oder für Forschungs- und Führungstätigkeiten in spezialisierten Bereichen.
7 Berufsfelder, Tätigkeitsfelder und Aufgaben
Gesundheitswissenschaftler:innen arbeiten in verschiedenen Sektoren des Gesundheitswesens und dort in unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern. Um exemplarisch einige zu benennen, werden im Folgenden typische Bereiche aufgeführt, die allerdings nur einen Einblick geben können:
- Public Health: akademische Forschung zu Krankheitsprävention, Gesundheitsförderung und Gesundheitspolitik
- Gesundheitsmanagement: Steuerung und Organisation von Gesundheitseinrichtungen wie Krankenhäusern, Pflegeheimen oder Gesundheitsdiensten
- Gesundheitsförderung und Prävention: Programme zur Förderung eines gesunden Lebensstils und der Prävention von Krankheiten in Schulen, Betrieben und gemeinde- und stadtteilbezogenen Settings
- Epidemiologie: Untersuchung zur Verbreitung und Ursachen von Krankheiten in Populationen unterschiedlicher Größenordnung
- Gesundheitsökonomie: Analyse der ökonomischen Aspekte des Gesundheitssystems, z.B. Kosten-Nutzen-Analysen von Gesundheitstechnologien, Interventionen und Versorgungsstrukturen
- Forschung und Lehre: Durchführung von Forschungsprojekten oder Lehrtätigkeit an Universitäten und Hochschulen (Bundesagentur für Arbeit 2025).
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat mit den Essential Public Health Functions (EPHF) zwölf grundlegende Aufgaben für die Anwendung der Gesundheitswissenschaften in der Praxis formuliert. Diese Aufgaben dienen zugleich auch als Leitprinzipien für Regierungen, Gesundheitsbehörden und Organisationen und sie bilden das Fundament für Public-Health-Strategien (Word Health Organization [WHO] 2024) und sind zugleich Berufsfelder für Absolvent:innen der Gesundheitswissenschaften:
- Surveillance und Monitoring der öffentlichen Gesundheit
- Public Health Notfallmanagement
- Aufbau effektiver öffentlicher Gesundheitsstrukturen
- Multisektorale Planung, Finanzierung und Verwaltung der öffentlichen Gesundheit
- Gesundheitsschutz
- Krankheitsprävention und Früherkennung
- Gesundheitsförderung
- Stärkung der Gemeinschafts-Engagements und der sozialen Teilhabe
- Entwicklung des Personals im öffentlichen Gesundheitswesen
- Verbesserung der Qualität und der Gerechtigkeit im Gesundheitswesen
- Stärkung der Forschung, der Evaluation und des Wissens im Bereich der öffentlichen Gesundheit
- Verbesserung des Zugangs und der Nutzung von Gesundheitsprodukten, -ausrüstungen und -technologien.
8 Kompetenzen
Für die akademische Ausbildung von Gesundheitswissenschaftler:innen hat das Regionalbüro für Europa der WHO in Kopenhagen in Zusammenarbeit mit der Association of Schools of Public Health in the European Region (ASPHER) eine Liste von zehn Kernkompetenzen entwickelt (WHO Regional Office for Europe und ASPHER 2020):
- Wissen und Praxis
Epidemiologie übertragbarer und nichtübertragbarer Krankheiten; Demografie; Biostatistik; qualitative und quantitative Forschungsmethoden; Bewertung, Analyse und Evaluierung; evidenzbasierte Forschung; Messung, Überwachung und Berichterstattung; Gesundheitsindikatoren; Gesundheitssysteme; Bevölkerungsgesundheit; gesundheitliche Ungleichheiten (S. 14). - Gesundheitsförderung
Bildung und Förderung durch soziale Teilhabe; Gesundheitskompetenz auf kommunaler, organisatorischer und individueller Ebene; Stärkung der Handlungskompetenz der Bürger:innen; Bewertung des Gesundheitsbedarfs; Screening und Sekundärprävention; Evaluierung von Maßnahmen und Programmen zur Gesundheitsförderung (S. 16). - Recht, Politik und Ethik
Internationale und europäische Gesetze und Vorschriften; Europäisches Gesundheitsrecht; Strategien und strategische Ansätze (internationale, nationale und lokale Ebene); Entwicklung und Planung von Richtlinien; Bewertung und Umsetzung von Programmen und Richtlinien; Prioritätensetzung; Ethik, ethische Rahmenbedingungen, ethische Praxis und Entscheidungsfindung (S. 17). - „One Health“ und Gesundheitssicherung
Menschliche Gesundheit; Gesundheitsschutz; Arbeitsmedizin; Lebensmittelsicherheit; Tiergesundheit; grenzüberschreitende Gesundheit; internationale Gesundheit; globale Risiken und Bedrohungen; Vorsorge und Reaktion; Pandemien; Umweltgesundheit; Klimawandel (S. 18). - Führungskompetenz und Systemisches Denken
Vision, Mission und Strategie; Teamarbeit; Veränderung und Innovation anführen; Theorien komplexer Systeme in der Praxis verstehen und anwenden; Lernen und Entwicklung in Organisationen; Personalentwicklung; emotionale Intelligenz (S. 19). - Zusammenarbeit und Partnerschaften
Effektive Zusammenarbeit; Aufbau von Allianzen und Partnerschaften; Networking und Vernetzung; Zusammenarbeit mit und Aufbau von interdisziplinären und intersektoralen Netzwerken; Umgang mit und Management von Interessengruppen (S. 20). - Kommunikation, Kultur und „Advocay“
Effektive schriftliche und mündliche Kommunikation, einschließlich Kommunikation mit den Medien; wissenschaftliche Kommunikation; Präsentation, Respekt für Vielfalt und Inklusion; historischer und kultureller Kontext; anwaltschaftliches Vertreten und Diplomatie (S. 21). - Governance und Ressourcen-Management
Personalmanagement; Organisation, Verwaltung und Steuerung von Ressourcen; Finanzplanung; Qualitätssicherung; technisches Fachwissen und Logistik; Grundlagen der Gesundheitsökonomie; wirtschaftliche Bewertung und Analyse (S. 22). - Berufliche Weiterentwicklung und reflektierte ethische Praxis
Professionelle und reflektierte Praxis; kontinuierliche berufliche Weiterbildung; lebenslanges Lernen; Werte; ethisches berufliches Verhalten (S. 23). - „Organizational Literacy“ und Anpassungsfähigkeit
Einsatz von Technologie; Datenverwaltung; Unternehmertum; Fundraising; Kreativität, Analyse und Synthese; digitale Gesundheit und soziale Medien; Verständnis für öffentliche Gesundheitsdienste und -abläufe (S. 24).
Auffällig bei der Zusammenschau dieser Kompetenzen ist, dass Selbst- und Sozialkompetenzen sowie überfachliche Kompetenzen, wie sie für das Bielefelder Kompetenzlogbuch entwickelt wurden (s.u.), hier nicht explizit angesprochen werden. Dagegen finden sich in den internationalen Health Humanities Studiengängen im englischsprachigen Public Health Bereich seit über zehn Jahren eine Reihe von Kompetenzen, die über die WHO & ASPHER-Kompetenzen deutlich hinausgehen (Carr und Hooker 2023, S. 123):
- Scharfe Beobachtungsgabe: Die Fähigkeit, Dinge klar zu erkennen und zu verstehen.
- Selbstreflexion: Die Fähigkeit zur Selbstbeobachtung.
- Wertschätzung von Ambiguität: Die Fähigkeit, mit zunehmender Unsicherheit umgehen zu können.
- Gemeinschaftlich Kritik üben: Einen gemeinschaftlichen Ansatz zu verwenden, um ein Problem oder eine Situation zu untersuchen.
- Evidenzsynthesen durchführen: Alle relevanten Informationen zu einer Forschungsfrage zusammenzuführen, um Lücken zu identifizieren und eine Evidenzbasis für Best-Practice-Leitlinien zu schaffen.
- Teilnahme an Dialogen: Die Fähigkeit zum Austausch von Ideen durch Kommunikation mit anderen.
- Perspektivisches Interpretieren: Über den eigenen Standpunkt hinauszublicken und die Gedanken, Meinungen und Gefühle anderer zu einer Sache oder Situation zu berücksichtigen.
- Erzählungen wertschätzen: In der Realität der Gegenwart verankert zu sein und die Realität der Vergangenheit zu beleuchten.
- Personenzentriertheit wertschätzen: Die Fähigkeit, Interessen der Person, die Pflege oder Unterstützung erhält, in den Mittelpunkt Ihres Denkens und Handelns zu stellen.
- Innovation wertschätzen: Eine nachhaltige Fähigkeit zur Veränderung und Verbesserung.
- Beziehungsfähigkeit: Die Verbundenheit mit anderen zu erkennen und in Bezug auf positive Möglichkeiten für die Zukunft reagieren zu können.
Im Studium und bei der Berufswahl ist es wichtig, ein Bewusstsein für die eignen, individuellen Fähigkeiten zu entwickeln. Dabei ist ein kompetenzorientierter Prozess hilfreich. Durch die Reflexion der eigenen Kompetenzen, können diese konkret benannt und Entscheidungen für persönliche und berufliche Schritte leichter abgeleitet werden. An der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld wurde das Bielefelder Kompetenzlogbuch entwickelt, das Studierende dabei unterstützt, die im Studium – und auch darüber hinaus – erworbenen, fachlichen und überfachlichen Fähigkeiten und Kompetenzen zu dokumentieren und zu reflektieren (Böddeker 2025).
9 Arbeitsmarkt
Der Arbeitsmarkt für Gesundheitswissenschaftler:innen ist im Allgemeinen gut, da der Bereich Gesundheitspolitik, -management und -förderung zunehmend an Bedeutung gewinnt und auch politisch verankert ist, wie beispielsweise im Bereich des „Betriebliches Gesundheitsmanagements“ (BGM) durch das Arbeitsschutzgesetz. Besonders gefragt sind Fachkräfte in der Forschung, im Bereich der Gesundheitsprävention, im Management von Gesundheitseinrichtungen und in der öffentlichen Gesundheitsförderung sowie in der Gesundheitspolitik. Durch die Digitalisierung werden neue Aufgaben und Einsatzfelder erschlossen – so ergeben sich stetig neue Möglichkeiten für Gesundheitswissenschaftler:innen (Bundesagentur für Arbeit 2025).
- Anzahl der Berufsinhaber:innen: Laut verschiedener Arbeitsmarktstudien gibt es in Deutschland eine stetige Zunahme der Absolvent:innen in den Gesundheitswissenschaften.
- Geschlechterverteilung: In der Regel sind überwiegend Frauen im Bereich der Gesundheitswissenschaften tätig.
- Arbeitslosigkeit: Die Arbeitslosenquote unter Gesundheitswissenschaftler:innen liegt unter dem Durchschnitt, da der Sektor insgesamt stark wächst.
- Berufsperspektiven: Der Arbeitsmarkt bietet langfristig gute Perspektiven, besonders in den Bereichen Gesundheitsmanagement und Prävention, da die demografische Entwicklung und die Zunahme von chronischen Krankheiten eine verstärkte Nachfrage nach spezialisierten Fachkräften erwarten lassen.
- Konkurrierende Berufsgruppen: In vielen Bereichen konkurrieren Gesundheitswissenschaftler:innen mit Personen aus den Bereichen Medizin, Psychologie, Pflege und Soziale Arbeit, insbesondere in interdisziplinären Teams.
(Bundesagentur für Arbeit 2025; Deutsche Gesellschaft für Public Health e.V. 2024; Universität Bielefeld 2025; Universität Bremen 2025).
10 Berufsverbände
Es gibt mehrere Berufsverbände, die Gesundheitswissenschaftler:innen vertreten:
- Deutsche Gesellschaft für Public Health e.V.: Eine interdisziplinäre Kooperation von Personen, Institutionen und Fachgesellschaften, denen ein Interesse an Lehre, Forschung und der Praxis der Gesundheitswissenschaften gemein ist.
- Deutsche Gesellschaft für Gesundheitsförderung (DGGes): Ein Fachverband, der sich für die Förderung von Gesundheitswissenschaften und Public Health engagiert.
- Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSP): Ein Verband für Fachkräfte im Bereich Sozialmedizin und Prävention.
11 Quellenangaben
Böddeker, Marina, 2025. Bielefelder Kompetenzlogbuch [online]. Bielefeld: Universität Bielefeld [Zugriff am: 03.04.2025]. Verfügbar unter: https://www.kompetenzlogbuch.de/
Böddeker, Marina und Thomas Hehlmann, 2025. Gesundheit in der Postmoderne: Eine transdisziplinäre Perspektive. Bielefeld: transcript Verlag. ISBN 978-3-8376-6584-0
Brinkmann-Göbel, Regina, 2001. Handbuch für Gesundheitsberater. Bern: Verlag Hans Huber. ISBN 978-3-456-83564-8 [Rezension bei socialnet]
Bundesagentur für Arbeit, 2025. Gesundheitswissenschaftler/in – Öffentliches Gesundheitswesen. Hochschulberuf [online]. Nürnber: Bundesagentur für Arbeit [Zugriff am: 02.04.2025]. Verfügbar unter: https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/​beruf/​59295
Carr, Sandra und Claire Hooker, 2023. Health humanities for inclusive, globally interdependent, supportive and decolonised health professional education: The future is health humanities! In: Focus on Health Professional Education: A Multi-Professional Journal. 24(4), S. 123–135. ISSN 1442-1100
Deutsche Gesellschaft für Public Health e.V., 2024. Public Health studieren [online]. Hemmoor: Deutsche Gesellschaft für Public Health e.V.[Zugriff am: 02.04.2025]. Verfügbar unter: https://www.dgph.info/info-ueberblick/​studiengaenge/​phs-situation/
Nowak, Anna und Oliver Razum, 2024. Gesundheitswissenschaften [online]. socialnet Lexikon. Bonn: socialnet, 13.06.2024 [Zugriff am: 02.04.2025]. Verfügbar unter: https://www.socialnet.de/lexikon/3934
Razum, Oliver und Petra Kolip, 2020. Gesundheitswissenschaften: eine Einführung. In: Oliver Razum und Petra Kolip, Hrsg. Handbuch Gesundheitswissenschaften. Weinheim: Beltz Juventa, S. 19–43. ISBN 978-3-7799-3857-6 [Rezension bei socialnet]
Rohrauer-Näf, Gerlinde, Karin Waldherr und Petra Plunger, 2022. Gesundheitsförderung 6: Österreich [online]. Köln: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, 04.08.2022 [Zugriff am: 02.04.2025]. doi:10.17623/BZGA:Q4-i040-2.0
Siegrist, Johannes und Michael Marmot, 2008. Soziale Ungleichheit und Gesundheit: Erklärungsansätze und gesundheitspolitische Folgerungen. Bern: Huber. ISBN 978-3-456-84563-0
Statistisches Bundesamt (Destatis), 2025. Berufsstatistik im Gesundheitswesen 2023 [online]. Wiesbaden: Statistisches Bundesamt [Zugriff am: 02.04.2025]. Verfügbar unter: https://www.destatis.de/DE/Themen/​Gesellschaft-Umwelt/​Gesundheit/​Gesundheitspersonal/​_inhalt.html
Universität Bielefeld, 2025. Fakultät für Gesundheitswissenschaften. Studiengänge und Berufswege in den Gesundheitswissenschaften [online]. Bielefeld: Universität Bielefeld [Zugriff am: 02.04.2025]. Verfügbar unter: https://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/​gesundheitswissenschaften/
Universität Bremen, 2025. Fachbereich 11 - Human- und Gesundheitswissenschaften (FB 11) [online]. Bremen: Universität Bremen [Zugriff am: 02.04.2025]. Verfügbar unter: https://www.uni-bremen.de/fb11
Wettstein, Felix, Andrea Zumbrunn und Brigitte Ruckstuhl, 2022. Gesundheitsförderung 7: Schweiz [online]. Köln: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, 07.07.20222 [Zugriff am: 02.04.2025]. doi:10.17623/BZGA:Q4-i037-2.0
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Wilkinson, Richard G. und Michael Marmot, 2004. Soziale Determinanten von Gesundheit: Die Fakten. Kobenhagen: WHO. ISBN 978-92-890-3370-1
World Health Organization (WHO), 2024. Application of the essential public health functions an integrated and comprehensive approach to public health [online]. Genf: World Health Organization [Zugriff am: 02.04.2025]. PDF e-Book. ISBN 978-92-4-008830-6. Verfügbar unter: https://www.who.int/publications/i/item/9789240088306
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