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Gruppendynamik

Dr. phil. habil. Oliver König, Dr. phil. Karl Schattenhofer

veröffentlicht am 21.01.2022

Englisch: group dynamics

Mit dem Begriff Gruppendynamik sind drei verschiedene Ebenen angesprochen: die alltagssprachliche Bezeichnung der sozio- und psychodynamischen Prozesse, die in und zwischen Gruppen stattfinden, die sozialwissenschaftliche Erforschung dieser Prozesse, insbesondere in der Sozialpsychologie, sowie ein Verfahren bzw. eine Methode des sozialen Lernens.

Überblick

  1. 1 Zusammenfassung
  2. 2 Geschichte
  3. 3 Sozialpsychologie und Kleingruppenforschung
  4. 4 Definition der Kleingruppe
  5. 5 Gruppendynamik als Verfahren sozialen Lernens
    1. 5.1 Geschichte
    2. 5.2 Arbeitsweisen
    3. 5.3 Lernprinzipien
    4. 5.4 Wirkungen
  6. 6 Anwendungen in verschiedenen Formaten und Feldern
  7. 7 Kritik
  8. 8 Quellenangaben
  9. 9 Literaturhinweise
  10. 10 Informationen im Internet

1 Zusammenfassung

In der US-amerikanischen Sozialpsychologie und Kleingruppenforschung entsteht ab den 1940er-Jahren, maßgeblich beeinflusst durch die deutsch-österreichischen Emigranten Kurt Lewin und Jacob Moreno, Gruppendynamik als Forschungsperspektive und Verfahren sozialen Lernens. Ab den 1950er-Jahren wird das Verfahren Gruppendynamik auch in Westeuropa eingeführt, insbesondere in England, Österreich und Deutschland. Zentrales Arbeitsmedium ist die Trainingsgruppe (T-Gruppe) als eine sich selbst erforschende Gruppe, in der die Teilnehmenden unter spezifischen Bedingungen und unter Begleitung eines/r Trainer/in etwas über die Dynamik von Gruppen anhand ihrer eigenen Gruppe lernen. Dieses Grundmodell gruppendynamischen Lernens und Arbeitens findet Eingang in viele Praxisfelder: Soziale Arbeit und Gruppenpädagogik, Gruppenpsychotherapie, Gruppen- und Teamsupervision, Organisationsentwicklung sowie die berufliche Weiterbildung in vielen verschiedenen Feldern.

2 Geschichte

Die verschiedenen Bedeutungen des Begriffs Gruppendynamik haben sich ab den 1930er-Jahren sowohl in der wissenschaftlichen Entwicklung von Theorien und Forschungen zu Gruppen als auch im methodischen Einsatz von Gruppen in Pädagogik und Psychotherapie sowie der Arbeitswelt ausgebildet. Es entstehen nicht nur ein stetig wachsender Wissensfundus zum Thema Gruppe, sondern auch Konzepte für Gruppenpädagogik und Gruppenpsychotherapie sowie in der Arbeitswelt u.a. der Human Relations Ansatz, der die Qualität von Arbeitsbeziehungen zu einem eigenen Produktivitätsfaktor erklärte.

Die Urheberschaft des Begriffs Gruppendynamik teilen sich zwei vor dem Nationalsozialismus in die USA geflüchtete Emigranten. An erster Stelle ist dies Kurt Lewin (1890–1947), ein Vertreter der Berliner Schule der Gestaltpsychologie, der ab 1933 der amerikanischen Sozialpsychologie, insbesondere mit seiner Feldtheorie, entscheidende Impulse gab. Als Zweites ist der in Wien aufgewachsene Arzt, Psychiater und Soziologe Jacob Moreno (1889–1974) zu nennen, der bereits 1925 in die USA übersiedelte, dort zum Entwickler von Psychodrama, Gruppenpsychotherapie und Soziometrie und 1973 Gründungsvorsitzender der International Association for Group Psychotherapy and Group Processes wurde (IAGP). Beide Personen verbanden in ihrem Wirken wissenschaftliches und praktisches Interesse.

Lewins Interesse galt vornehmlich der Erforschung und Bearbeitung sozialer Konflikte in Ehe und Familie, im Arbeitsleben und gegenüber ethnischen Minderheiten. Aus dem amerikanischen Exil schaute er nach Deutschland und machte sich Gedanken darüber, wie der notwendige gesellschaftliche und kulturelle Wandel nach der Zeit des Nationalsozialismus unterstützt werden könnte. Auf Lewin gehen zudem die Anfänge der Aktionsforschung zurück (zur Geschichte siehe König 2006, Rechtien 2007).

3 Sozialpsychologie und Kleingruppenforschung

Aufgrund Lewins frühem Tod waren es seine Schüler und weitere amerikanische SozialwissenschaftlerInnen, die in den Jahrzehnten ab den 1940er-Jahren einen breiten Fundus an sozialpsychologischen Theorien formulierten und Forschungsergebnisse zusammentrugen, von denen ein maßgeblicher Teil sich auf Kleingruppen bezog. Untersuchte Themen waren und sind u.a. Macht und Einfluss, Zugehörigkeit und Identität, Autorität und Führung, Gehorsam und Konformität, Minorität und Majorität, Kooperation und Konkurrenz, Entscheidungsfindung, Rollen und Normen, Strukturen und Prozesse sowie Konflikte in und zwischen Gruppen (für die sozialpsychologischen Grundlagen siehe Forsyth 2014; Sader 2008; Stürmer und Siem 2020; für die Umsetzung in gruppendynamischen Seminaren siehe Antons et al. 2019; König 2016).

4 Definition der Kleingruppe

Der sozialpsychologische Kleingruppenbegriff wurde enger gefasst als der bis dahin eher unspezifische Gruppenbegriff der Soziologie. Gruppen haben demnach

  • 3 bis ca. 20 Mitglieder,
  • gemeinsame Aufgaben, Ziele oder Zwecke,
  • die Möglichkeit der direkten Kommunikation (Face-to-Face Kontakt) und
  • eine gewisse zeitliche Dauer als Voraussetzung, damit sich basale Prozesse entfalten können (König und Schattenhofer 2020, S. 15 ff.).

5 Gruppendynamik als Verfahren sozialen Lernens

5.1 Geschichte

Zentrum der amerikanischen Entwicklung wurden die 1947 kurz nach dem frühen Tod von Lewin gegründeten National Training Laboratories for Group Development (NTL) in Bethel, Maine. Die Organisation arbeitet bis heute, nun unter dem Namen NTL Institute for Applied Behavioral Science.

In England entwickelte sich eine psychoanalytisch und sozialpsychologisch ausgerichtete Tradition im Tavistock Institut for Human Relations, einem Ableger der gleichnamigen psychiatrischen Klinik.

In Österreich wurde 1959 mit dem Österreichischen Arbeitskreis für Gruppenpsychotherapie und Gruppendynamik (ÖAGG) ein erster Fachverband für die Arbeit mit Gruppen gegründet, in dem die Gruppendynamik neben verschiedenen therapeutischen Gruppenverfahren eine wichtige Rolle einnahm. 1973 erfolgte mit der Österreichischen Gesellschaft für Gruppendynamik und Organisationsdynamik (ÖGGO) eine weitere Verbandsgründung, die auf die Problemlagen der Arbeitswelt ausgerichtet war.

In der Bundesrepublik kam es 1967 zur Gründung des Deutschen Arbeitskreises für Gruppenpsychotherapie und Gruppendynamik (DAGG), in dem neben der Gruppendynamik auch die analytische Gruppenpsychotherapie, das Psychodrama, Sozialtherapie und nach 1989 auch die in der DDR entwickelte Intendierte dynamische Gruppenpsychotherapie vertreten waren. Aus der Auflösung des Verbandes 2011 gingen mehrere Fachverbände hervor, unter anderem die Deutsche Gesellschaft für Gruppendynamik und Organisationsdynamik (DGGO).

Zwei Spannungslinien zeigen sich in dieser Entwicklung, zum einen das Verhältnis von Gruppendynamik und Gruppenpsychotherapie, zum anderen das Verhältnis von Gruppendynamik und Psychoanalyse. Letztere spielte in allen angesprochenen länderspezifischen Traditionen eine Rolle, immer auch in Auseinandersetzung zu alternativen theoretischen Orientierungen, zuerst aus der Humanistischen Psychologie, dann zunehmend aus dem Spektrum der systemischen Verfahren. Das Verhältnis zur Gruppenpsychotherapie wiederum wird anschaulich durch eine Formulierung von Alf Däumling (1917–2011), Professor für Psychologie in Bonn und einer der Gründer der Deutschen Gruppendynamik. Er bezeichnete das Sensitivity Training als „Therapie für Normale“ (König 2006, S. 22), unterschied es aber deutlich von einer Therapie-Gruppe (ebd.). Heute ist diese Verbindung in beide Richtungen weitgehend gelockert: Die sozialpsychologische Orientierung der Gruppenpsychotherapie ist in den Hintergrund gerückt und die anfängliche Nähe der Gruppendynamik zur Gruppentherapie ist zunehmend dem Bezug auf Probleme der Arbeitswelt gewichen.

5.2 Arbeitsweisen

In enger Verbindung mit der amerikanischen Sozialpsychologie entwickelten sich schon früh spezifische gruppendynamische Lernformen, in deren Zentrum die T-Gruppe (Trainings-Gruppe) steht. Das Arbeitsprinzip der T-Gruppe lautet: Eine Gruppe und ihre Mitglieder lernen etwas über Gruppen, indem sie sich selbst als Gruppe untersuchen. Das Lernen in der T-Gruppe ist aktions- und erfahrungsorientiert, d.h. die Gruppe schafft sich erst das Material, das sie im nächsten Schritt untersucht und zu verstehen versucht. Aktion und Reflexion wechseln sich ab. Um die Bereitschaft zur Offenheit zu steigern und das Ausprobieren neuer Handlungsoptionen zu ermöglichen, ist die T-Gruppe als Strangerlab angelegt, d.h. die Teilnehmenden sollten möglichst keinen privaten oder beruflichen Alltagskontakt haben.

Auf der Grundlage der T-Gruppe haben sich verschiedene Arbeitsformen ausdifferenziert:

  • Sensitivity Training – der Schwerpunkt liegt auf der Person und ihren Selbst- und Fremdwahrnehmungen.
  • Gruppendynamisches Training – der Schwerpunkt liegt auf der Gruppe und ihrer Entwicklungsdynamik. Das individuelle Verhalten wird vor allem in seiner Funktion für die Gruppe untersucht.
  • Gruppendynamisches Organisationslaboratorium – der Schwerpunkt liegt auf Intergruppenprozesse und Organisationsdynamiken.

Gruppendynamische Veranstaltungen finden in der Regel in Vollklausur statt, damit die Gruppe neben dem formellen auch ein informelles Lernen entfalten kann. Nach einer anfänglichen Dauer von 14 Tagen hat sich heute eine Standardform von 5 Tagen durchgesetzt. In einer immer stärker auf Beschleunigung ausgerichteten Arbeitswelt verdeutlicht dies, dass Gruppenprozesse nicht beliebig beschleunigt werden können.

5.3 Lernprinzipien

Über alle Vielfalt gruppendynamischer Veranstaltungsformen hinweg (König und Schattenhofer 2020, S. 64 ff.) lassen sich mehrere grundlegende Arbeitsprinzipien formulieren (a.a.O., S. 77 ff.).

  • Die Gruppe der TrainerInnen, Staff genannt, stellt einen Arbeitsrahmen von verschiedenen Gruppenkonstellationen zur Verfügung (T-Gruppe sowie Plenum, Arbeitsgruppe, Reflexionsgruppe u.a.). Innerhalb der T-Gruppe ist kein Thema vorgegeben außer der Aufforderung, sich der Untersuchung der Gruppe zu widmen. Die TrainerInnen, die in der Regel zu zweit in der T-Gruppe arbeiten, eröffnen den Raum, aber sie füllen ihn nicht. Diese Niedrigstrukturierung und die damit verbundene Initiale Verunsicherung dienen dazu, alltagsweltliche Kommunikationsmuster und Konventionen zu verstören und sie dadurch erfahrbar und sichtbar zu machen.
  • Diese derart angestoßene Untersuchung findet im Hier und Jetzt statt. D.h. es wird nicht über Gruppen allgemein geredet, sondern über die Gruppe, in der man Mitglied ist.
  • Zentrales Mittel der Untersuchung ist die Initiierung von Feedback, das sich die Mitglieder der Gruppe gegenseitig zur Verfügung stellen, indem sie über ihre Wahrnehmungen, Handlungsimpulse, Reaktionen auf die Handlungen der anderen und ihre Befindlichkeiten miteinander ins Gespräch gehen.
  • Zwei Leitbegriffe strukturieren die Untersuchung: Struktur und Prozess. Jede Gruppe findet unter bestimmten Strukturbedingungen statt, ihrer personellen Zusammensetzung einerseits (innere Umwelt), ihren relevanten Kontextbedingungen andererseits (äußere Umwelt). Innerhalb dieser Bedingungen entwickelt jede Gruppe ihre Eigendynamik. Diese ist nicht beliebig, weil die grundlegenden Themen von Zugehörigkeit, Macht und Intimität bearbeitet werden müssen. Wie das geschieht, macht jedoch die Einzigartigkeit einer Gruppe aus.

Der Fortgang einer gruppendynamischen Veranstaltung hat den Charakter einer Tiefenbohrung in verschiedenen Prozessschritten, in der sich Schritt für Schritt der Raum des Kommunizierbaren vergrößert (zur inneren und äußeren Umwelt von Gruppen und zum Eisbergmodell siehe König und Schattenhofer 2020, S. 23 ff.).

5.4 Wirkungen

Gruppendynamisches Lernen findet – mit unterschiedlichen Schwerpunkten – immer auf zwei Ebenen statt:

  • Auf der Ebene der individuellen Selbsterfahrung, die es ermöglicht, die eigene Wirkung auf die anderen in der Gruppe und die Wirkung der Gruppe auf einen selbst zu erfahren und zu untersuchen.
  • Auf der Ebene der Interaktionsdynamik der Gruppe, deren Untersuchung es ermöglicht, die Entwicklung von Normen und Rollen, den Prozess von Integration und Differenzierung und die nicht vorhersagbaren, nicht-linearen Entwicklungsprozesse von Gruppen zu reflektieren und verstehen zu lernen.

Nach den Wirkungen befragt, berichten die Teilnehmenden, sich in der Trainingswoche intensiv mit sich und der eigenen Wirkung auseinandergesetzt und dadurch mehr Sicherheit und Klarheit gewonnen zu haben. Ein tieferes Verständnis für die Eigendynamik von Gruppen führt sowohl zu einem größeren Vertrauen in die kreativen und ausgleichenden Kräfte einer Gruppe als auch zu einem neuen Verständnis der eigenen Einfluss- und Steuerungsmöglichkeiten (Antons et al. 2004, insbes. S. 347).

6 Anwendungen in verschiedenen Formaten und Feldern

Die gruppendynamische Arbeitsweise im beschriebenen Sinne muss unterschieden werden von ihrer Anwendung und Übertragung auf die verschiedenen Felder sozialer Praxis, die jeweils eigene Erfordernisse mit sich bringen (ausführlich dazu Edding und Schattenhofer 2015).

  • Fortbildungen und Trainings. Der Hauptteil gruppendynamischer Aus- und Fortbildung findet in Trainings, Workshops und mehrteiligen Seminarreihen statt, wie sie in der Bundesrepublik u.a. von Mitgliedern der DGGO angeboten werden.
  • Gruppensupervision und Gruppencoaching. Die Gruppendynamik spielte eine zentrale Rolle bei der Professionalisierung von Supervision und Coaching, die 1989 zur Gründung der Deutschen Gesellschaft für Supervision und Coaching (DGSv) führte.
  • Teamsupervision und Organisationsberatung. Ein wesentliches Arbeitsfeld von GruppendynamikerInnen stellt heute die Beratung, Begleitung und Entwicklung von Teams in Organisationen und von Organisationen selbst dar.
  • Gruppenpsychotherapie. Obwohl sich der Zusammenhang von Gruppenpsychotherapie und Gruppendynamik gelockert hat, stellt die Gruppendynamik weiterhin eine unerlässliche Grundlage für die therapeutische Arbeit mit Gruppen dar.
  • Gruppenpädagogik und Soziale Gruppenarbeit. Ein Hauptteil der pädagogischen, sozialpädagogischen und sozialarbeiterischen Tätigkeit findet in Gruppen statt (Kita, Schule, Vereine, Freizeitgruppen, Selbsthilfegruppen u.ä.), für die eine feldadäquate Umsetzung gruppendynamischen Wissens und gruppendynamischer Vorgehensweisen unersetzlich ist.

7 Kritik

Die Einführung der Gruppendynamik in den 1950er-Jahren war anfangs Teil der amerikanischen Re-Education Politik der Nachkriegszeit, löste sich aber schnell davon und wurde in den kulturellen Umbrüchen der 1960er- und 1970er-Jahren stark politisiert. Überzogene Erwartungen schlugen um in eine häufig ebenso überzogene Kritik. Über ein halbes Jahrhundert nach diesen wilden Anfängen und einer fortschreitenden Professionalisierung der psychosozialen Professionen insgesamt lässt sich folgendes sagen:

  • Die Gruppendynamik ist Teil eines umfangreichen Prozesses der Psychologisierung des privaten und beruflichen Alltags. Beratung dringt zunehmend in alle Lebensbereiche ein und wird zu einer normsetzenden Instanz eigener Art. Selbstsorge und Selbstoptimierung liegen nah beieinander und können schnell ineinander umschlagen.
  • Die demokratiefördernden Erwartungen, die mit der Einführung von Gruppen- und Teamarbeit im Arbeitsleben verbunden waren, im Sinne einer Humanisierung der Arbeitswelt, haben sich nur teilweise erfüllt. Mit der Möglichkeit, die eigene Arbeit zumindest teilweise selbst mit den anderen im Team zu gestalten, sind neue Konfliktszenarien und Zwänge entstanden, die zuvor durch hierarchische Strukturen abgefedert waren. Informelle Rückzugsmöglichkeiten wurden weggenommen, die Distanzierung vom Arbeitsplatz wird schwieriger, Mitarbeitende in Organisationen werden zum (Arbeitskraft)-Unternehmer und müssen sich „mit Haut und Haaren“ einbringen.
  • Die gruppendynamische Erfahrung, die eine Person in all ihren Facetten umfassen kann, birgt daher die Gefahr in sich, dass sie zu einer Verwischung von Person und Rolle, von Privatheit und Öffentlichkeit beiträgt. Auch wenn dies in die gruppendynamische Reflexion einbezogen werden kann, wirft dies die Frage auf, ob sie – auch gegen die eigenen Intentionen – zum Teil einer Entwicklung wird, in der Organisationen immer umfangreicher und vollständiger auf die in ihnen arbeitenden Menschen zuzugreifen versuchen.

8 Quellenangaben

Antons, Klaus, Andreas Amann, Gisela Clausen, Oliver König und Karl Schattenhofer, 2004. Gruppenprozesse verstehen: Gruppendynamische Forschung und Praxis. Wiesbaden: VS-Verlag. ISBN 978-3-8100-3980-4

Antons, Klaus, Heidi Ehrensperger und Rita Milesi, 2019. Praxis der Gruppendynamik: Übungen und Techniken. Göttingen: Hogrefe. 10. Auflage. ISBN 978-3-8017-2781-9

Edding, Cornelia und Karl Schattenhofer, Hrsg., 2015. Handbuch Alles über Gruppen: Theorie, Anwendung, Praxis. Weinheim: Beltz. 2. Auflage. ISBN 978-3-407-36578-1 [Rezension bei socialnet]

Forsyth, Donelsen R., 2014. Group Dynamics. Belmont California: Wadsworth. 6. Auflage. ISBN 978-1-285-05144-4

König, Oliver, Hrsg., 2006. Gruppendynamik: Geschichte, Theorien, Methoden, Anwendungen, Ausbildung. München: Profil. 5. Auflage. ISBN 978-3-89019-610-7

König, Oliver, 2016. Macht in Gruppen: Gruppendynamische Prozesse und Interventionen. Stuttgart: Klett-Cotta. 5. Auflage. ISBN 978-3-608-89053-2

König, Oliver und Karl Schattenhofer, 2020. Einführung in die Gruppendynamik. Heidelberg: Carl Auer. 10. Auflage. ISBN 978-3-8497-0344-8

Rechtien, Wolfgang, 2007. Angewandte Gruppendynamik: Ein Lehrbuch für Studierende und Praktiker. Weinheim: Beltz. 4. Auflage. ISBN 978-3-621-27608-5 [Rezension bei socialnet]

Sader, Manfred, 2008. Psychologie der Gruppe. Weinheim: Juventa. 9. Auflage. ISBN 978-3-7799-0315-4

Stürmer, Stefan und Birte Siem, 2020. Sozialpsychologie der Gruppe. Stuttgart: UTB. 2. Auflage. ISBN 978-3-8385-5225-5

9 Literaturhinweise

Gruppe. Interaktion. Organisation. Zeitschrift für angewandte Organisationspsychologie (GIO). 31–46. 2000–2015

Gruppendynamik: Zeitschrift für angewandte Sozialpsychologie. 1–30. 1970–1999 [Zugriff am: 21.09.2021]. Verfügbar unter: www.springer.com/journal/​11612

Gruppendynamik und Gruppenpsychotherapie: Zeitschrift für Theorie und Praxis der Gruppenanalyse. 1–45. 1967–2009 [Zugriff am: 21.09.2021]. Verfügbar unter: www.vandenhoeck-ruprecht-verlage.com/zeitschriften-und-kapitel/9487/gruppenpsychotherapie-und-gruppendynamik

10 Informationen im Internet

Verfasst von
Dr. phil. habil. Oliver König
Studium der Pädagogik, Soziologie und Psychologie an den Universitäten Köln und Ann Arbor, Michigan (USA); Promotion in Soziologie (Frankfurt a. M.) und Habilitation in angewandter Sozialwissenschaft (Kassel). Trainer für Gruppendynamik in der Deutschen Gesellschaft für Gruppendynamik und Organisationsdynamik (DGGO), Supervisor (Deutsche Gesellschaft für Supervision und Coaching), Heilpraktiker (Psychotherapie). Tätigkeit in eigener Praxis in Training, Supervision, Beratung und in der Lehre. Langjähriger Leiter der Sektion Gruppendynamik im DAGG. 2000–2007 Mitherausgeber der Zeitschrift Gruppenpsychotherapie und Gruppendynamik. Mitglied im Editorial Board der Zeitschrift Familiendynamik. Diverse Veröffentlichungen.
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Dr. phil. Karl Schattenhofer
Dipl.-Psych.; Studium der Psychologie, Pädagogik und Soziologie in München und Würzburg, Promotion in München. Trainer für Gruppendynamik in der Deutschen Gesellschaft für Gruppendynamik und Organisationsdynamik (DGGO), Supervisor (DGSv – Deutsche Gesellschaft für Supervision und Coaching), Lehrsupervisor, psychologischer Psychotherapeut. Langjähriger Leiter der Sektion Gruppendynamik im DAGG. Trainer und Berater in freier Praxis für Profit- und Non-Profit-Organisationen, Lehraufträge an Hochschulen, Leiter von TOPS München-Berlin e.V. (2002–2017), einem Zusammenschluss von gruppendynamischen Trainerinnen und Trainern, die gemeinsam gruppendynamische Fortbildungen anbieten und Supervisoren und Supervisorinnen ausbilden. Veröffentlichungen zum Thema Gruppendynamik, Gruppe und Team, Selbstorganisation und Selbststeuerung.
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Es gibt 1 Lexikonartikel von Karl Schattenhofer.

Zitiervorschlag
König, Oliver und Karl Schattenhofer, 2022. Gruppendynamik [online]. socialnet Lexikon. Bonn: socialnet, 21.01.2022 [Zugriff am: 29.01.2023]. Verfügbar unter: https://www.socialnet.de/lexikon/524

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