Lernumgebung
Prof. Dr. Christoph Schmid
veröffentlicht am 20.05.2025
Lernumgebung bezeichnet den physischen (materiellen, räumlich-zeitlichen, ökologischen, ökonomischen), psychologischen, sozialen und kulturellen Kontext, in dem sich Lernaktivitäten ereignen.
Überblick
- 1 Zusammenfassung
- 2 Zum Begriff
- 3 Begriffsverwendung und Differenzierungen
- 4 Konstrukt, subjektive und objektive Größen
- 5 Quellenangaben
1 Zusammenfassung
Das Kompositum Lernumgebung bezeichnet im weiten Sinne den physischen (materiellen, räumlich-zeitlichen, ökologischen, ökonomischen), psychologischen, sozialen und kulturellen Kontext, in dem sich Lernaktivitäten ereignen. Lernumgebungen bieten gleichermaßen Lernangebote wie Lerneinschränkungen. Der Begriff findet breite Verwendung, wobei zahlreiche verwandte Begriffe sowie sprachliche Differenzierungen und Spezifizierungen existieren. Die Erfassung von Lernumgebungen erfolgt durch verschiedene Messinstrumente, die jedoch stets nur Teilaspekte abbilden können, da es sich um ein mehrdimensionales und sehr komplexes Konstrukt handelt. Für das Verständnis von Lernprozessen und Lernerfolgen ist das Konzept trotz seiner Vagheit sehr relevant.
2 Zum Begriff
2.1 Verwendung
Gebräuchlich ist das Kompositum Lernumgebung (engl. learning environment) mit einem weiten, unscharfen Bedeutungshof sowohl in der Alltagssprache als auch im Fachjargon der Didaktiken, Pädagogische Psychologie, Unterrichts- und Instruktionswissenschaft. Synonym oder mit starker Bedeutungsüberlappung werden ebenfalls folgende Begriffe verwendet:
- Lernkontext,
- Lernumwelt,
- Lehr-Lernumgebung,
- Learning Space,
- Unterrichtsform,
- Unterrichtsverfahren,
- Instruktionsmodell,
- Lehrmethode,
- Lehr-Lernkontext,
- Lehr-Lernmethoden,
- Lehr- und Lernkultur,
- Lernform,
- Lernsetting,
- Lernarrangement sowie
- Lernszenarium.
Der Neologismus Lernumgebung hat in den letzten dreißig Jahren im Fachschrifttum der Erziehungswissenschaften, Pädagogischen Psychologie und Learning Sciences stark an Beliebtheit und Verwendungshäufigkeit dazugewonnen.
2.2 Inhalt
Der zusammengesetzte Terminus verweist auf die Umgebung, in der Lernen stattfindet. Innersprachlich lässt sich dies banal übersetzen mit „alles, was eine lernende Person umgibt und einen Einfluss auf ihre Lernprozesse haben kann“. Umgebung ist im weiten Sinne zu verstehen. Dies wird besonders deutlich in der Berufsbildung (Dehnbostel 2005). Nicht nur Klassenzimmer und Seminarräume, sondern auch die Arbeitsumgebung und nicht zuletzt die Lebenswelt können den Charakter von Lernumgebungen haben.
Verbreitet wird die lernende Person selbst auch als Teil der Lernumgebung im erweiterten Sinne betrachtet. Die implizierte Subjekt-Objekt-Konfundierung sowie die Verschmelzung der Person mit der Umgebung erscheinen sperrig und metaphysisch, wenn man sich fragt, ob man sich selbst Umgebung sein könne. Dafür gewinnt man einen umfassenderen Blick auf Lernumgebungen als komplexe dynamische Systeme und mehrdimensionale Erfahrungsräume. Eine solch weite Begriffsverwendung ist gut anschlussfähig an soziokulturelle und situierte Theorieansätze sowie distribuierte Kognitionstheorien, die von der Prämisse ausgehen, dass Lernende und Lernprozesse nicht losgelöst vom Kontext verstanden werden können (Schmid 2006). Von diesem Begriffsverständnis kann jedoch nicht immer ausgegangen werden.
2.3 Definitorische Ansätze
Allgemein, kurz und bündig definieren Rusticus et al. (2020, S. 162): „The learning environment can be broadly conceptualized as the physical, social, and psychological context in which learning and socialization takes place“. Damit übereinstimmend, aber psychologische Faktoren präzisierend, sowie um kulturelle Aspekte erweitert, umfasst Lernumgebung „the psychological, social, cultural, and physical setting in which learning occurs and in which experiences and expectations are co-created among its participants“ (Rusticus et al. 2023, S. 161).
Etwas anders interpretiert die Herausgeberschaft der Fachzeitschrift „Learning Environments Research“ das Kompositum Lernumgebung als „the social, physical, psychological, and pedagogical contexts in which learning occurs and which affect student achievement and attitudes“ (Springer 2025b, o.S.). Dabei verwendet sie wie viele andere die Konzepte „Umgebung“ und „Kontext“ als austauschbar. Das Adjektiv „kulturell“ fehlt in dieser Definition. Es wird begriffsverengend das Adjektiv „pädagogisch“ benutzt.
Noch enger verstehen Friedrich und Mandl (1997, S. 258) Lernumgebung als „das Arrangement der äußeren Lernbedingungen (Personen und Institutionen, Geräte und Objekte, Symbole und Medien, Informationsmittel und Werkzeuge) und Instruktionsmaßnahmen (Lernaufgaben, Sequenz der Lernschritte, Methoden u.a.) […], die Lernen ermöglichen und erleichtern“. Diese gut verständliche Definition ist nicht umfassend. Zum einen weisen viele Lernumgebungen keine expliziten instruktionsbezogenen Elemente auf und zum anderen spielen nebst den äußeren (angetroffenen) Lernbedingungen die perzipierten und interpretierten (vergegenwärtigten) eine ganz wesentliche Rolle beim Lernen.
2.4 Aspekte der Lernumgebung
Lernumgebung ist eine konturschwache und theoretisch beliebig anschlussfähige Vokabel, die auf etwas Abstraktes und Allgemeines verweist. Zu beachten ist: Es handelt sich in der Regel weder um einzelne Lehr- oder Lerntätigkeiten beziehungsweise Lernerfahrungen noch um isolierte Episoden. Gemeint sind Konfigurationen dessen, was Lernprozesse beeinflusst, Konstellationen spezifischer Bedingungsfaktoren des Lernens oder metaphorisch „Nährböden“ für Lernprozesse. Damit werden potenzielle Ausschnitte der Lernökologie anvisiert und sämtliche Aspekte der beteiligten Personen, der physisch-materiellen und sozialen Situationen kommen ins Sichtfeld.
Im Einzelnen sind dies Physiologie, Motivation, Emotionen, Motorik, Psychomotorik, Kognitionen, Kommunikation, Verhalten, Handeln, Sozietät, Ökonomie, Natur, Kultur, Räume, Artefakte und Lernmedien, Bildungsplattformen, Lernbots, Lehrpersonen, Expert:innen, Mitlernende, Curricula und Infrastruktur.
Mit eingeschlossen sind ebenso alle denkbaren Lernorte wie Klassenzimmer, Schulen, Universitäten, Biblio- und Mediotheken, Bahnreisen, Skipisten, Schwimmbäder, das Internet, digitale und virtuelle Welten, Spielplätze, Arbeitsplätze, Werkhallen, Baustellen, Firmen, Familien, Museen, zoologische Gärten, Kinos, Regionen, Städte, Biotope, Wälder, Berge, Sportveranstaltungen, Vereine und Verbände.
Um Lernumgebungen noch deutlicher abzustecken: Auch Fernsehen, Virtual-Reality-Umgebungen, YouTube, TikTok, Instagram, Facebook, X (Twitter), Zeitungen, Zeitschriften, Bücher, Quiz, Lernkontrollen und Prüfungen gehören dazu. Da überall und jederzeit gelernt werden kann und inhaltlich alles Erdenkliche lernbar ist, bleibt das Universum der Lernumgebungen unbestimmt, infinit.
3 Begriffsverwendung und Differenzierungen
3.1 Fachwelt
Der Begriff Lernumgebung ist in der Fachwelt gut etabliert. Dazu hat die American Educational Research Association mit ihren beiden speziellen Interessengruppen „Learning Environments“ (AERA 2025a) und „Informal Learning Environments Research“ (AERA 2025b) beigetragen. Die Attraktivität des Begriffs spiegelt sich auch in den Namen einiger Fachzeitschriften wider: „Smart Learning Environments“ (Springer 2025a), „Learning Environments Research“ (Springer 2025b), „Interactive Learning Environments“ (Tayler und Francis 2025), „Journal of Virtual and Personal Learning Environments“ (IGI Global Scientific Publishing 2025), „International Journal of Social Media and Interactive Learning Environments“ (Inderscience Publisher 2025), „Journal of Teaching and Learning Environments“ (Indonesia Scholar Research and Publishing 2025).
3.2 Sprachliche Spezifizierung
Sehr verbreitet findet sich der Begriff Lernumgebung mit spezifizierender adjektivischer Ergänzung. Zum Beispiel ist die Rede von problemorientierten, konstruktivistischen, computerbasierten oder digitalen Lernumgebungen. Damit werden engere Grenzen markiert. Die Adjektive werden allerdings nicht selten mehrdeutig verwendet, sodass sich beispielsweise die Bedeutung des Begriffs „interaktive Lernumgebung“ jeweils erst im Text erschließt (Aleven et al. 2003, S. 279; Rada und Yazdani 1998; Tayler und Francis 2025). Dies gilt ebenso bei Begriffen wie problembasierte, situierte, studierendenzentrierte oder inklusive Lernumgebung; und erst recht trifft dies für „dignity-affirming“ (Chavous et al. 2024) und „powerful learning environments“ (De Corte et al. 2003) zu. Es scheint, dass dem Erfindungsgeist keine Grenzen gesetzt sind.
Großkategorien bilden „arts-based“(Halverson und Sheridan 2022, S. 570) und die „work-related learning environments“. Dualismen wie natürliche vs. künstliche, einfache vs. komplexe, authentische vs. virtuelle, neue vs. traditionelle oder informelle vs. formelle Lernumgebung bilden ebenfalls umfangreiche heterogene Klassen. Mit diesen binären Oppositionen verbindet sich die Gefahr der Exklusion effektiver Zwischenformen beziehungsweise Kombinationen unterschiedlicher Lerndesigns.
Zwecks weiterer Differenzierung finden sich auch längere mehrgliedrige Terme wie zum Beispiel „rich cultural learning environment“ (Lee 2017) sowie „culturally vibrant and affirming learning environments“ (Kana'iaupuni et al. 2017, S. 311S).
„Platform environment“ (Vermeire 2024, S. 7), ein Beispiel für eine Erweiterung mit einem Nomen, findet sich im Zusammenhang mit informellen Lerngemeinschaften auf YouTube, TikTok oder anderen Online-Plattformen.
Mit all diesen Spezifizierungen ergibt sich ein sehr buntes Bild möglicher Lernumgebungen. Es handelt sich um Akzentsetzungen, die unter anderem gesellschaftlich relevante Anliegen beziehungsweise Entwicklungen, lern- und bildungstheoretische Überzeugungen sowie didaktische Differenzierungen widerspiegeln. Eine Lerntätigkeit, eine Lern-, Erkenntnis-, Austausch- sowie Umgangsform, eine Institution, Personengruppe, Lerntheorie, ein Lernverfahren, Lerninhalt, Lernziel, Lernmedium oder Lernort kann für die Namensgebung ausschlaggebend sein. Da dieser Forschungsbereich ohne Standardisierung und Taxonomie auskommt, fehlen Normen für die Bezeichnung der Differenzierungen innerhalb einer Lernumgebung ebenso wie zwischen differenten Lernumgebungen. Deshalb ist vor Fehlschlüssen zu warnen: Was gleich heißt, muss nicht dasselbe sein, was verschieden benannt wird, kann auch identisch sein.
4 Konstrukt, subjektive und objektive Größen
4.1 Messinstrumente
Unbestimmtheit und Vagheit lassen sich mindern, indem Indikatoren bestimmt und Erfassungsinstrumente für die entsprechenden Lernumgebungen geschaffen werden. Schon vor gut einem halben Jahrhundert haben dies Walberg und Ahlberg (1970) mit einem 98 Items umfassenden „Learning Environment Inventory“ (LEI) versucht.
In der Zwischenzeit sind validierte ökonomische Fragebögen zur Messung verschiedener Aspekte der Lernumgebungen entwickelt worden (Fraser 2023; García-Rodríguez 2024). Sie fokussieren Lernumgebungsausschnitte beziehungsweise Teilbereiche einer Lernumgebung und bilden niemals auch nur annähernd sämtliche relevanten Variablen einer Lernumgebung ab. Beispielsweise beschränkt sich der weltweit am meisten verwendete, 56 Items umfassende Fragebogen „What Is Happening In this Class?“ (WIHIC) auf die sieben psychosozialen Bereiche student cohesiveness, teacher support, involvement, investigation, task orientation, cooperation und equity (Fraser 2023). Neben vielem anderen wird das in den letzten Jahren gewachsene Interesse an physikalischen Lernumgebungsaspekten (räumliche Gegebenheiten, flexibles Mobiliar, Sitzarrangements, materielle Ressourcen, Raumtemperatur, Gebäude etc.) mit diesem Messinstrument nicht erfasst. Dies versucht ansatzweise „Educational learning environments for ESO pupils“ (CEApA_ESO, García-Rodríguez et al. 2024).
Das umfangreiche Ensemble möglicher Aspekte, die variablen Umstände und situativen Zusammenhänge sind nicht einfach einzufangen. Studien mit sehr engem Fokus definieren Lernumgebungen über jene Elemente, die theoretisch fundiert und empirisch erfassbar sind. Zum Beispiel restringieren Valiente und Mitarbeitende (2020, S. 584) das Forschungsfeld im Hinblick auf die emotionsbezogene Sozialisation im Klassenzimmer wie folgt: „We focus on the learning environment (e.g., classroom-level emotional and instructional support, organizational climate, and chaos) and the collective peer-group functioning“. Hierfür existieren etablierte Messinstrumente.
Exponentiell ist das human- und sozialwissenschaftliche Arsenal an sophistizierten und sensitiven Erhebungsmethoden für schulische, familiale, betriebliche sowie alltagsweltliche Lernumgebungen angewachsen. Je begrenzter, desto präziserer können Lernumgebungsaspekte beschrieben werden, dies auf Kosten der Reichweite der Erkenntnisse. In dieser Logik findet sich eine unüberschaubare Anzahl sehr unterschiedlicher Operationalisierungen von Umweltausschnitten zu unzähligen Lernumgebungen. Zugleich verliert der Begriff Lernumgebung seinen Phantomcharakter.
4.2 Subjektive Aspekte
Lernumgebungen sind nicht allein durch die direkt beobachtbaren und messbaren Größen wie Anzahl der Lernenden, Lerndauer und die Professionalität der Lehrpersonen definiert. Auch individuelle Wahrnehmungen, Kognitionen, soziale Prozesse, das Ambiente im Lernraum etc. sind wichtig. Spätestens wenn die Wirkungen einer Lernumgebung zur Debatte stehen, wird klar, dass objektive ökologische Sachverhalte simultan mit subjektiven Erfahrungen der Akteure zu berücksichtigen sind – dies mitunter bei komplexen Transformationen. Vor diesem Hintergrund erscheint heute das Erfassen der wesentlichen Aspekte einer Lernumgebung stets als Stückwerk und Sisyphusarbeit.
4.3 Mehrdimensionalität
Üblicherweise wird der Terminus Lernumgebung weder in der praxisorientierten noch in der Fachliteratur definiert. Implizit wird unterstellt, dass sich die Bedeutung im Kontext des Gebrauchs automatisch erschließt. Auf unterschiedlichen Ebenen der Abstraktion werden Lernumgebungen beschrieben. Dabei wird deutlich, dass es sich stets um ein mehrdimensionales Konstrukt handelt. Art und Anzahl der Dimensionen variieren beträchtlich. Eine theoretisch gehaltvolle, allgemein akzeptierte Kategorisierung der unübersichtlichen Vielfalt an diskutierten Lernumgebungen konnte sich nicht etablieren.
Collins et al. (1996) orientieren sich an vermeintlicher Sichtbarkeit und Funktion der Lerntätigkeiten und unterscheiden sechs Lernumgebungen: Kommunikations-, Informationsvermittlungs-, Problemlöse-, Trainings-, Performanz evaluierende sowie Wettbewerbs-/​Testumgebungen. Oser und Baeriswyl (2001) präsentieren eine elaboriertere Gliederung in zwölf grundlegende Formen, darunter Lernen durch Eigenerfahrung, Problemlösen, Wissensaufbau, Lernstrategienutzung, Routinebildung/​Training von Fertigkeiten und soziales Lernen. Theoretische Überlegungen spielen bei solchen Gliederungen eine wichtige Rolle. Die Referenzen und Foci wandeln sich, nicht aber die Zuschreibung hoher Bedeutsamkeit der Lernumgebung für das Lernen (z.B. Barrett 2023; Chavous et al. 2023; Connolly et al. 2024; De Corte 2003; de Kock et al. 2004; Dewey 1916/2000; Engestroem 2022; Lauermann 2024; Lave und Wenger 1991; Markauskaite et al. 2024; Otto und Kerres 2023; Rousseau 1762/1985; Skinner 1984; Walberg 1976; Walberg et al. 1972).
Dem Begriff Lernumgebung fehlt ein prägnantes Denotat und die Konnotationen überborden. Ein Kernproblem besteht in der Verschmelzung der beiden Konstrukte „Lernen“ und „Umgebung“, die auch eigenständig häufig vorkommen, ebenfalls sehr große Begriffsumfänge aufweisen und mehrdimensional sind. Im Kompositum kann der erste oder zweite Teil betont werden.
Ein weiteres Problem liegt im fehlenden empirischen Wissen. Erst die bislang rar gebliebene intelligente Kombination quantitativer und qualitativer Daten aus mehreren präzise erfassten Lernumgebungen, in denen die Lernenden gleichzeitig oder nacheinander agieren und reagieren, gewonnen über längere Zeitabschnitte, ermöglicht weiterführende wissenschaftliche Einsichten ins hoch komplexe Konstrukt Lernumgebung. Notwendig ist ein Abschied von simplifizierenden reduktionistischen Betrachtungsweisen zugunsten komplexitätstheoretisch expandierter Modellvorstellungen.
4.4 Vagheit und Relevanz
Lernumgebung ist ein Allerweltswort. Damit lässt sich vieles bezeichnen, dies aber wenig präzise. In diesem Sinne ist es diffus und „geschwätzig“ wie seine beiden Bestandteile „Lernen“ und „Umgebung“. Alle erdenklichen Lernbedingungen inklusive Institutionalisierungs- und Organisationsformen, Milieus und Kulturen sowie Akteure jeden Alters mit ihren Fähigkeiten, Kompetenzen und Empfindungen sind Themen und Facetten des Konstrukts. Höchste Relevanz ist damit selbstredend gegeben. Die Bedeutung der Lernumgebung für den Lernerfolg ist kaum zu überschätzen. Alles, was der Mensch ist, kann er nur in seiner Umgebung werden.
Wann eine Umgebung eine Lernumgebung ist, welche Elemente dabei als notwendig und hinreichend erachtet werden, was beachtet und im Vordergrund steht und was ausgeblendet oder im Hintergrund bleiben kann, das sind keine trivialen Fragen. Ebenso gilt dies für die Fragen, für wen und für welche Lernziele, Lernprozesse beziehungsweise Lernerfolge eine Umgebung zur Lernumgebung wird.
5 Quellenangaben
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Verfasst von
Prof. Dr. Christoph Schmid
Emeritierter Professor für Erziehungswissenschaft
Pädagogische Hochschule Zürich/Zurich University of Teacher Education
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