Mehrgenerationenhaus
Prof. Dr. Teresa A. K. Kaya
veröffentlicht am 07.02.2026
Mehrgenerationenhäuser (MGH) sind Orte der Begegnung für Menschen unterschiedlicher Generationen mit einer Vielfalt an sozial-kulturellen Angeboten.
Überblick
- 1 Zusammenfassung
- 2 Begriffliche Annäherung
- 3 Traditionslinien und Entwicklungsgeschichte
- 4 Bundespolitische Förderung
- 5 Organisation und Trägerschaft
- 6 Akteur:innen
- 7 Sorgende Gemeinschaften (Caring Communities)
- 8 Regionale Verteilung
- 9 Angebotsspektrum und ‑struktur
- 10 Auftrag der MGH
- 11 Intergeneratives Wohnen
- 12 Quellenangaben
- 13 Literaturhinweise
- 14 Informationen im Internet
1 Zusammenfassung
Der Begriff Mehrgenerationenhaus (MGH) wird in verschiedenen Kontexten gebraucht: für sozial-kulturelle Orte, Wohnhäuser sowie eine Kombination aus beidem.
MGH als sozial-kulturelle Begegnungsorte sollen den intergenerativen Austausch ermöglichen, den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft stärken und zur Verbesserung der Lebensqualität und sozialen Teilhabe aller Generationen in einer Nachbarschaft beitragen. Sie sind damit wichtige Institutionen im Sozialraum. MGH bieten vielfältige Angebote in Bereichen wie Bildung, Integration, Gesundheitsförderung und Nachbarschaftshilfe. Sie arbeiten eng mit lokalen Akteur:innen zusammen und sind Teil „Sorgender Gemeinschaften“. Sowohl Freiwillige als auch hauptamtliche Mitarbeiter engagieren sich in den Einrichtungen, die sich zum Großteil in freier Trägerschaft befinden.
Seit 2006 werden MGH in verschiedenen Programmphasen finanziell und ideell von der Bundesregierung gefördert.
2 Begriffliche Annäherung
Mehrgenerationenhäuser lassen sich in ihrem Sprachgebrauch drei Kategorien zuordnen:
- sozial-kulturelle Orte im Sozialraum, in denen das Miteinander der Generationen durch Begegnungsräume möglich ist
- Wohnhäuser, in denen Menschen unterschiedlicher Lebensalter miteinander in Gemeinschaft leben
- eine Kombination aus Wohnhaus und sozial-kulturellem Ort im Sozialraum, der auch Nicht-Bewohner:innen offensteht
Als Synonyme werden die Begriffe „Nachbarschaftshaus“ oder „Stadtteilzentrum“ genutzt, sofern die Häuser der ersten oder dritten Kategorie angehören. Auch Familienzentren gehören mitunter dieser Kategorie an. In welchem Kontext welcher Begriff genutzt wird, ist häufig auf die Art der Förderprojekte zurückzuführen, aus denen die Häuser entstanden sind, bzw. darauf, welche (finanzielle und ideelle) Unterstützung sie erhalten. In allen MGH findet ein intergenerativer Ansatz Anwendung.
Im „Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus. Miteinander – Füreinander“ (2021-2028) werden Einrichtungen der ersten Kategorie gefördert, auf die sich der vorliegende Artikel hauptsächlich bezieht. MGH sind laut Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ 2025a):
„Begegnungsorte, an denen das Miteinander und Zusammentreffen der Generationen aktiv gelebt wird. Sie bieten Raum für gemeinsame Aktivitäten und stärken das nachbarschaftliche Füreinander in der Kommune. Mehrgenerationenhäuser sind für alle Menschen offen – unabhängig von ihrem Alter oder ihrer Herkunft. Jede und jeder ist willkommen. Der Ansatz der Häuser ist generationenübergreifend und gibt ihnen ihren Namen. Er ist Alleinstellungsmerkmal: Jüngere helfen Älteren und umgekehrt.“
Einrichtungen, die sich zu MGH entwickelt haben, sind beispielsweise:
- Eltern-Kind-, Familien- und Mütterzentren
- Kita-plus-Einrichtungen
- Familienbildungsstätten
- Senioren‑ und Bürgertreffs
- Kirchengemeinden
- Nachbarschaftshäuser
Unterschiede gibt es mit Blick auf den Professionalisierungsgrad, Traditionen und intergeneratives Umgangswissen, den Einsatz und den Stellenwert von freiwilligem Engagement und das Kompetenzwissen beim Aufbau wirtschaftlicher Dienstleistungen (Diller 2008, S. 161).
3 Traditionslinien und Entwicklungsgeschichte
Binne und Teske (2014) zeichnen verschiedene Traditionslinien nach, auf die die heutigen MGH zurückgeführt werden können. Darunter nennen sie die von Jane Addams initiierten Settlements im 19. Jahrhundert, die westdeutsche Nachbarschaftsheimbewegung nach Ende des Zweiten Weltkrieges, die in der Gründung des heutigen Verbandes für sozial-kulturelle Arbeit e.V. mündete (VskA 2025), und das Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ ab 1999 mit den Quartierszentren (Walther 2007; BMI 2018). Viele Einrichtungen, die im Rahmen dieser Entwicklungen entstanden sind, werden heute als MGH im Bundesprogramm gefördert. Die Autorinnen betonen, dass im Konzept der MGH Bewährtes und Neues erfolgreich zusammenfindet (Binne und Teske 2014, S. 204–206).
Eingebettet ist das Konzept der MGH damit in die Vorstellung von Gemeinwesenarbeit als dritter Methode der Sozialen Arbeit, die im wegweisenden Sammelband „Stadtplanung und Gemeinwesenarbeit“ von Müller und Nimmermann (1971) erstmals vorgestellt wurde. Zahlreiche Institutionen griffen die sogenannte „moderate Überzeugung“ für ihre Konzepte auf, die das Ziel verfolgte, die Gesellschaft dazu zu befähigen, sich unabhängig vom Staat selbst zu helfen. Gemeinwesenarbeit als Teil des Quartiermanagements sollte von der Grundidee zielgruppenübergreifend gestaltet werden und vor allem benachteiligte Bevölkerungsgruppen im Blick haben, was nicht ausschließlich auf positive Resonanz stieß (Hinte 2018, S. 207).
Das Konzept der MGH fügt sich in diese Rahmung ein, indem bestehende Strukturen und Angebote zusammengebracht und damit ein isoliertes Nebeneinander von alters‑ und lebensphasenspezifischen Angeboten aufgelöst wird (Hoofe 2009, S. 429):
„Dieser Ansatz verbindet nicht nur die Generationen, sondern setzt auch auf die Mischung von Professionellen und ‚Laien‘, Haupt‑ und Ehrenamtlichen. Zudem kooperieren die Mehrgenerationenhäuser mit der Wirtschaft in der Region und binden Unternehmen in ihre Arbeit ein. Dadurch sollen zum Beispiel die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf gefördert und die Beschäftigungsfähigkeit insbesondere von Frauen erhöht werden.“
4 Bundespolitische Förderung
Auf politischer Ebene werden MGH als wichtiger Bestandteil auf dem Weg zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse betrachtet und dementsprechend in verschiedenen Bundesprogrammen seit 2006 ideell und finanziell gefördert (BMI 2019, S. 8; BMFSFJ 2020, S. 4). Die Idee des MGH, wie es heute im Bundesprogramm „Mehrgenerationenhaus. Miteinander – Füreinander“ des BMBFSFJ gefördert wird, wurde erstmals im Pilotprojekt in Niedersachsen im Jahr 2003 formuliert (Niedersächsisches Institut für Wirtschaftsforschung 2009, S. 248–249). Dort hieß es (Möllring 2006, S. 55):
„Gewährt werden Zuwendungen für den Aufbau und den Betrieb von Mehrgenerationenhäusern, um die Begegnung und gegenseitige Unterstützung aller Generationen auf der Grundlage von freiwilligem Engagement und Selbsthilfe zu ermöglichen. Mehrgenerationenhäuser sollen die örtlich vorhandenen Angebote bedarfsgerecht unterstützen. Mit der Verleihung des Familienpreises soll vorbildliches, freiwilliges, generationenübergreifendes Engagement honoriert und gefördert werden.“
Die Übertragung des niedersächsischen Modells auf Bundesebene geht maßgeblich auf die Initiative von Ursula von der Leyen zurück, die es zunächst als niedersächsische Familienministerin initiierte und nach ihrem Wechsel ins Bundesfamilienministerium auf Bundesebene umsetzte. In der ersten Förderphase der MGH durch das BMFSFJ (BMFSFJ 2006) wurde die Familienpolitik nicht nur weitergeführt, sondern um generationenübergreifende Ansätze erweitert. Damit sollten das Zusammenleben und die Kooperation zwischen den Altersgruppen gestärkt und die sich aus dem demografischen Wandel ergebenden Potenziale konstruktiv genutzt werden (Diller 2008, S. 160; BMFSFJ 2007, S. 3). Anlass dafür waren Herausforderungen wie der demografische Wandel und die Globalisierung, die gesellschaftliche Strukturen veränderten und traditionelle Leitbilder zunehmend infrage stellten.
Es wurden klare Ziele formuliert (BMFSFJ 2007, S. 5):
„In den Mehrgenerationenhäusern soll die Aufspaltung in Leistungs‑ und Sozialwesen überwunden werden. Mehrgenerationenhäuser sollen nicht nur gesellschaftliche Kompetenzen stärken, sondern auch einen wirtschaftlichen Nutzen stiften, indem sie zur Vermittlungsplattform für unterschiedliche Dienstleistungen werden. Sie sollen Begegnung und soziale Kontakte ermöglichen und gleichzeitig Orte sein, wo Menschen Dienstleistungen anbieten und konkrete Hilfen und Angebote nachfragen können.“
4.1 Das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser I (2006-2011)
Im Jahr 2006 startete mit dem „Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser“ die erste Förderung auf Bundesebene (BMBFSFJ 2025b). Ziel war es, flächendeckend für die Landkreise und die kreisfreien Städte je ein MGH zu etablieren (Deutscher Bundestag 2013, S. 1; BMFSFJ 2007, S. 4).
Das Konzept der MGH orientierte sich an einer veränderten gesellschaftlichen Realität. Es setzte weniger auf bereits bestehende familiäre Strukturen, sondern zielte darauf ab, im öffentlichen Raum familienähnliche Beziehungen zu schaffen und zu fördern (Diller 2008, S. 168). Diese Idee wurde inhaltlich mit sieben Handlungsfeldern befüllt (BMBFSFJ 2025b; Hoofe 2009, S. 430):
- Vier Lebensalter unter einem Dach
- Generationenübergreifende Angebote
- Kinderbetreuung
- Freiwilliges Engagement
- Informations‑ und Dienstleistungsdrehscheibe vor Ort
- Einbeziehung der lokalen Wirtschaft
- Offener Treff
Im Antragsverfahren für das Aktionsprogramm wurden verschiedene Einrichtungen angesprochen, die das Potenzial zum MGH hatten, darunter Eltern-Kind-Zentren, erweiterte Kindertagesstätten, Familien‑ oder Mütterzentren, Angebote der Familienbildung, Schulen, Sport‑ und Kultureinrichtungen, Seniorenbildung, Seniorentreffs sowie Kirchengemeinden oder Bürgertreffs mit ergänzender Ausrichtung.
Die adressierten Einrichtungstypen unterschieden sich grundlegend voneinander. So gab es große Unterschiede beim Professionalisierungsgrad (Ausstattung mit Fachkräften, gesetzliche Verankerung der fachlichen Arbeit, Finanzierungsgrundlagen), bei den Erfahrungen im generationenübergreifenden Arbeiten, der Einbindung freiwilliger bürgerschaftlicher Potenziale sowie den Kompetenzen und Erfahrungen beim Aufbau wirtschaftlicher Dienstleistungen. Diese Vielfalt ermöglichte es einer breiten Palette heterogen aufgestellter Einrichtungen, am Aktionsprogramm teilzunehmen. Aufgrund unterschiedlicher Ausgangslagen standen die Einrichtungen jedoch vor sehr verschiedenen Herausforderungen (Diller 2008, S. 161).
Die Häuser mussten sich um die Aufnahme in das Förderprogramm bewerben. Erfolgreiche Antragsteller wurden mit 40.000 EUR pro Jahr gefördert. Nach außen waren die geförderten MGH durch das in Abbildung 1 dargestellte MGH-Logo erkennbar (Deutscher Bundestag 2013, S. 1), das bis heute in seinen Grundzügen weiter genutzt wird. Die pme Familienservice GmbH war für die fachliche Beratung, die Vernetzung und den Wissensaustausch der Häuser untereinander zuständig.
4.2 Das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser II (2012-2016)
Das intergenerativ ausgerichtete „Aktionsprogramm Mehrgenerationshäuser II“ umfasste vier Schwerpunkte:
- Alter und Pflege
- Integration und Bildung
- Haushaltsnahe Dienstleistungen
- Freiwilliges Engagement
Darüber hinaus wurden Maßnahmen und Strategien zur Unterstützung Arbeitssuchender auf dem Arbeitsmarkt vorgesehen und Angebote zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiterentwickelt (BMBFSFJ 2025b).
Die Einrichtungen mussten sich neu um die Aufnahme in die Förderung bewerben. Während im ersten Förderprogramm 500 Häuser gefördert wurden (BMFSFJ 2011, S. 8), waren es im zweiten Förderprogramm noch 453 (Deutscher Bundestag 2013, S. 2). Davon erhielten insgesamt 42 Einrichtungen erstmalig eine Förderung. Die im Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser II aufgenommenen MGH erhielten erneut Fördermittel in Höhe von 40.000 EUR, die sich aus 30.000 EUR vom Bund und 10.000 EUR von der jeweiligen Standortkommune bzw. vom Land oder vom (Land-)Kreis zusammensetzten. Zwischen 2012 und 2014 erhielt das Programm zusätzlich eine Förderung des Europäischen Sozialfonds (BMFSFJ 2015, S. 9).
Das veröffentlichte Selbstmonitoring der MGH aus dem Jahr 2015 zeigte positive Ergebnisse (BMFSFJ 2015, S. 32):
„Rund 51.000 Menschen aller Generationen besuchen täglich die Mehrgenerationenhäuser, um Angebote des Aktionsprogramms II zu nutzen […] Dafür stehen ihnen die Türen aller Mehrgenerationenhäuser über 22.400 Stunden pro Woche offen. Mehr als 12.200 Angebote und Dienstleistungen halten die Mehrgenerationenhäuser für die Menschen in ihrer Umgebung bereit […] Sie kooperieren mit über 38.000 Partnern, darunter Kommunen, Stiftungen und Unternehmen. Über 17.800 Freiwillig Engagierte bereichern mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung die Arbeit und das Leben der Mehrgenerationenhäuser […] Mehr als 1.700 Angebote stellen die Häuser bereit, um Freiwillig Engagierte zu beraten, zu qualifizieren und miteinander zu vernetzen. Über 155.200 Nutzungen zählen die Mehrgenerationenhäuser bei über 5.000 Angeboten im Schwerpunktthemenfeld Integration und Bildung […] Mehr als 34.400 Haushalte nutzen über 1.800 Haushaltsnahe Dienstleistungsangebote, die von den Mehrgenerationenhäusern erbracht oder vermittelt werden. Über 61.600 Nutzungen verzeichnen die Mehrgenerationenhäuser bei den über 2.500 Angeboten im Schwerpunktthemenfeld Alter und Pflege.“
4.3 Das Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus (2017-2020)
Mit dem zwischen 2017 und 2020 angelegten „Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus“ sollte unter dem Motto „Wir leben Zukunft vor“ die kommunale Anbindung der MGH weiter gefestigt werden, indem die antragstellenden Häuser zu Programmstart einen Beschluss der kommunalen Vertreterkörperschaft vorlegen mussten, der das Bekenntnis der Kommune zum MGH und dessen Berücksichtigung in den Planungen zur Bewältigung des demografischen Wandels sowie zur Weiterentwicklung des Sozialraums beinhaltete (BMBFSFJ 2025b).
Die Förderrichtlinie sah nunmehr drei Querschnittziele vor.
- Generationenübergreifende Arbeit
- Sozialraumorientierung
- Freiwilliges Engagement
Zudem wurde ab dem 1. Januar 2018 der (fakultative) Sonderschwerpunkt „Förderung der Lese-, Schreib‑ und Rechenkompetenzen“ in Zusammenarbeit vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem BMBFSFJ zusätzlich als Teil der Nationalen Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung gefördert (BMBFSFJ 2025b).
Das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) übernahm ab 2017 neben administrativen Aufgaben die „Fachlich-inhaltliche Begleitung“ (FiB) aller MGH. Die FiB unterstützt die MGH bei allen inhaltlichen Fragen und hilft bei der Umsetzung übergreifender Aufgaben sowie der Planung neuer Angebote. Neben der individuellen Beratung bietet sie allgemeine Informationen über relevante Themen, neue Fördermöglichkeiten und Praxisbeispiele aus anderen Einrichtungen. Fachveranstaltungen sollen Raum für fachlichen Austausch und Vernetzung schaffen. Das BAFzA begleitet zudem das Antragsverfahren für Fördermittel, prüft die eingereichten Anträge und führt das jährliche Monitoring durch, um Daten zur Arbeit und Entwicklung der MGH zu erfassen. Zusätzlich werden Befragungen zu bestimmten Themen durchgeführt, deren Ergebnisse in die weitere Programmbegleitung einfließen und allen MGH zur Verfügung gestellt werden (BMBFSFJ 2025c).
Für die Weiterentwicklung der Qualität werden die MGH von dem auch mit der Evaluation des Bundesprogramms beauftragten Programmpartner unterstützt.
4.4 Das Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus. Miteinander – Füreinander (2021-2028)
Seit 2021 und noch bis 2028 läuft das Bundesprogramm „Mehrgenerationenhaus. Miteinander – Füreinander“ (BMFSFJ 2020, S. 11). Ziel ist es,
„mithilfe der Mehrgenerationenhäuser dazu beizutragen, gute Entwicklungschancen und faire Teilhabemöglichkeiten für alle in Deutschland lebenden Menschen und damit gleichwertige und bessere Lebensverhältnisse in allen Gebieten Deutschlands zu schaffen. Dies gilt in gleicher Weise für die strukturschwachen als auch für die strukturstarken Regionen, die vor der Herausforderung stehen, ihre Zugkraft zu erhalten“ (BMFSFJ 2020, S. 5).
Als Querschnittsaufgaben sind formuliert (BMFSFJ 2020, S. 7):
- Generationenübergreifende Arbeit
- Sozialraumorientierung
- Teilhabe
- Freiwilliges Engagement
Zusätzlich können die vom BMBFSFJ geförderten MGH am Sonderschwerpunkt „Förderung der Lese-, Schreib‑ und Rechenkompetenzen“ teilnehmen und dafür zusätzliche Fördermittel beantragen. Damit sollen niedrigschwellige Projekte realisiert werden, die die Stärkung der Lese-, Schreib‑ und Rechenkompetenzen und die Grundbildung Erwachsener ermöglichen (BMBFSFJ 2025d). Die Förderung ist Teil der Initiative „Nationale Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung“.
5 Organisation und Trägerschaft
Im Jahr 2025 gab es deutschlandweit insgesamt rund 530 MGH im Bundesprogramm (BMBFSFJ 2025f). Diese sind seit 2015 in einem Bundesnetzwerk Mehrgenerationenhäuser organisiert und in ihren Bundesländern in 15 Landesnetzwerken zusammengeschlossen (Bundesnetzwerk Mehrgenerationenhäuser e.V. 2025a).
Stand 2024 befinden sich 19 Prozent der MGH in kommunaler Trägerschaft und 81 Prozent in freier Trägerschaft (BMBFSFJ 2025e, S. 8). Die große Mehrheit der Träger der MGH gehört einem der freien Wohlfahrtsverbände an, wie in Abbildung 2 zu sehen ist (Referat 404 2025).
6 Akteur:innen
6.1 Hauptamtlich Mitarbeitende
Die hauptamtlichen Teams in den MGH sind aus unterschiedlichen Berufsgruppen zusammengesetzt. Zentral sind sogenannte Koordinationsstellen. Ihre Aufgaben umfassen (BMBFSFJ 2025g; Bundesnetzwerk Mehrgenerationenhäuser e.V. 2020, S. 3–4):
- Management des Sozialen
- Akquise, Anleitung, Begleitung und Beratung von Freiwilligen
- Initiierung basisdemokratischer Projekte
- Einbeziehung benachteiligter Menschen in Planungen und praktische Arbeiten im Sinne von Inklusionsprojekten
- Befähigung von Menschen zur kommunalpolitischen Teilhabe
- Aufbau und die Pflege von Netzwerken
- Beratung und Konfliktlösung
- Öffentlichkeitsarbeit
- administrative Aufgaben
- Entwicklung von Methoden zur Anerkennung und Würdigung freiwilligen Engagements
6.2 Freiwillig Engagierte
Neben dem Hauptamt spielt das freiwillige Engagement eine bedeutende Rolle. Im Jahr 2024 waren knapp 30.000 freiwillig Engagierte in den MGH aktiv (BMBFSFJ 2025g). Damit tragen sie maßgeblich zu den personellen Ressourcen bei. Gleichzeitig bilden Bürgerbeteiligung und Engagement eine zentrale Grundlage für soziale Kohäsion und demokratische Prozesse. Das Bundesnetzwerk MGH betont im 2025 veröffentlichten Zukunftsprogramm (Bundesnetzwerk Mehrgenerationenhäuser e.V. 2025b, S. 1):
„Zukunft kann nur gestaltet werden, wenn die Generationen voneinander und miteinander lernen. So bilden Bürgerbeteiligung und Engagement das Rückgrat des gesellschaftlichen Miteinanders. Deshalb wird eine systematische Förderung von Engagement immer mehr zum entscheidenden Faktor für ein lebendiges Gemeinwesen.“
Laut den Ergebnissen einer 2022 unter freiwillig Engagierten durchgeführten Befragung berichten rund neun von zehn Teilnehmenden, dass ihnen ihr Einsatz im MGH große Freude bereitet. Etwa drei Viertel geben an, dass sich ihre Lebensqualität durch die ehrenamtliche Tätigkeit verbessert hat. Zudem schätzen 79 Prozent ihre Arbeit als wirksam ein und sind überzeugt, mit ihrem Engagement etwas Positives zu bewirken (Ekert et al. 2023, S. 32).
Über die Hälfte aller Angebote in MGH fand 2024 unter Beteiligung von freiwillig Engagierten statt (BMBFSFJ 2025e, S. 13).
7 Sorgende Gemeinschaften (Caring Communities)
Die Zusammenarbeit von MGH mit bereits bestehenden Strukturen und Akteuren ist zentral. Gemeinsam mit Partner:innen vor Ort, etwa Vereinen, Wohlfahrtsverbänden, Kirchengemeinden oder Initiativen, (kommunalen) Verwaltungen sowie Wirtschaftsunternehmen, werden Angebote entwickelt und umgesetzt. Diese Struktur schafft die Grundlage für eine sogenannte „Sorgende Gemeinschaft“.
Ein wesentlicher Vorteil dieses Systems liegt in der kommunalen Organisation: Alle Angebote sind lokal gebündelt und in einer Hand, was kurze Wege und direkte Abstimmung ermöglicht. Für den Erfolg einer „Sorgenden Gemeinschaft“ werden mehrere strukturelle Pfeiler als entscheidend angesehen:
- eine zentrale Koordinierungsstelle
- dezentrale Angebote
- lokale Ansprechpartner:innen in den Gemeinden mit dortiger Verantwortung
- die aktive Einbindung engagierter Bürger:innen, zivilgesellschaftlicher Vereinigungen und Institutionen
So entsteht ein kooperatives und flexibles Netzwerk, das bedarfsgerecht und ortsnah unterstützt (Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V. 2025).
8 Regionale Verteilung
Das Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus nimmt im gesamtdeutschen Fördersystem eine zentrale Rolle ein, indem es die Angleichung der Lebensbedingungen in Regionen mit unterschiedlicher wirtschaftlicher und sozialer Ausgangslage fördern soll. Etwa zwei Drittel der MGH sind in Regionen mit strukturellen Herausforderungen angesiedelt, während etwa ein Drittel in strukturstarken Regionen betrieben wird. Diese räumliche Verteilung unterstreicht die zentrale Rolle der MGH bei der Unterstützung regionaler Entwicklungsprozesse und der Förderung gesellschaftlichen Zusammenhalts in verschieden geprägten Lebensräumen (BMBFSFJ 2025e, S. 8).
Die Häuser sind in ihrer Struktur flexibel und sollen sich den Bedürfnissen der jeweiligen Gemeinde oder des Stadtteils anpassen. Das bedeutet, dass jedes MGH je nach Region unterschiedliche Programme und Aktivitäten anbieten kann, die lokal relevant sind. Dies wird durch die Regelungen des BMBFSFJ in der Förderrichtlinie ermöglicht. Im Programm wurde den MGH möglichst großer Spielraum bei der Planung, Ausgestaltung und Umsetzung ihrer Angebote eingeräumt, damit sie diese nach den jeweiligen Bedarfen vor Ort ausrichten können. Sie arbeiten oft eng mit anderen sozialen Einrichtungen, Schulen, Gesundheitsdiensten und Kommunen zusammen, um gemeinsam Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln.
MGH sollen in städtischen und ländlichen Gebieten gleichermaßen zur Förderung des Gemeinschaftsgefühls beitragen, indem sie als Ort der Begegnung und des Zusammenhalts fungieren. Insbesondere in ländlichen Regionen sollen sie zur Verringerung von Abwanderung und demografischem Wandel beitragen, indem sie ein attraktives soziales Angebot für alle Altersgruppen schaffen.
9 Angebotsspektrum und ‑struktur
Für das Jahr 2024 wurden im Monitoring des Bundesamts für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) insgesamt 34.658 Angebote registriert (BMBFSFJ 2025e, S. 4) und im jährlich erscheinenden Benchmarking-Bericht des BMBFSFJ dargestellt (BMBFSFJ 2025c).
Die größten Handlungsfelder sind, wie in Abbildung 3 dargestellt (BMBFSFJ 2025e, S. 11):
- Generationenübergreifende Freizeitgestaltung
- Integration von Menschen mit Migrations‑ und Fluchtgeschichte
- Selbstbestimmtes Leben im Alter
- Inklusion, Förderung der Teilhabe von Menschen mit Behinderung
Die Angebote der MGH lassen sich in verschiedene Angebotsformen kategorisieren:
- analoge Angebote (Offener Treff, Kochkurse, Erzählcafés, Feste etc.)
- digitale Angebote (Online-Sprechstunden, Videokonferenzen, digitale Workshops etc.)
- „Außer-Haus“-Angebote (Marktplatzaktionen, Einkaufsdienste, Besuchsdienste, Stadtteil-Spaziergänge, Eltern-Kind-Kurse in Kindertagesstätten etc.)
Diese klare Differenzierung der Angebotsformen trägt zur systematischen Planung und Evaluation der MGH-Aktivitäten bei. Die Unterteilung reflektiert zugleich die verschiedenen Zugangs‑ und Beteiligungsmöglichkeiten für die Nutzer:innen sowie die unterschiedlichen organisatorischen Anforderungen (BMBFSFJ 2025e, S. 10).
10 Auftrag der MGH
10.1 Intergenerative Aspekte
Indem MGH Begegnungen und Austausch zwischen verschiedenen Altersgruppen fördern und ermöglichen, sollen sie helfen, Generationenbarrieren abzubauen und gegenseitiges Verständnis zu stärken (MGH Böblingen 2023, S. 33–34). Dadurch tragen sie dazu bei, den sozialen Zusammenhalt in Quartieren und Gemeinden zu festigen (Ornig et al. 2021, S. 45). Sie werden damit zu Anlaufstellen sogenannter Third Places – Räume neben Zuhause und Arbeitsstätte (Oldenburg und Brissett 1982, S. 282–283).
10.2 Bildung
MGH bieten häufig Bildungsangebote für alle Altersgruppen – sei es Sprachkurse für Migrant:innen, Computerkurse für Senior:innen oder Nachhilfe für Kinder. Diese Angebote sollen das lebenslange Lernen fördern und die individuelle Entwicklung stärken.
10.3 Soziale Teilhabe und Gemeinschaft
Besonders ältere Menschen und Alleinerziehende sollen von den sozialen Kontakten und der Unterstützung profitieren, die sie in den MGH finden, was zur Reduktion von Einsamkeit und Isolation beitragen kann.
MGH bieten vielfältige Unterstützung für Familien, nicht nur in Form von Betreuung und Hilfe bei der Kindererziehung, sondern auch durch Möglichkeiten der Freizeitgestaltung und Beratung. Durch Angebote wie flexible Betreuungszeiten und Hilfestellungen bei der Kinderbetreuung soll die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtert werden.
10.4 Gesundheitsförderung
Viele MGH bieten auch präventive Gesundheitsangebote, wie Fitnesskurse für ältere Menschen oder Beratungen zur gesunden Ernährung und Lebensführung.
10.5 Nachbarschaftshilfe und bürgerschaftliches Engagement
Die MGH sind Orte, an denen Menschen sich freiwillig engagieren können. Sie können die nachbarschaftliche Hilfe und Solidarität fördern, indem sie als zentrale Anlaufstellen fungieren, an denen Menschen ihre Nachbarn unterstützen und gemeinsam Lösungen für lokale Probleme entwickeln können.
10.6 Integration und kulturelle Vielfalt
MGH sollen auch Migrant:innen eine Möglichkeit zur sozialen Integration bieten, indem sie ein inklusives Umfeld schaffen, in dem Menschen verschiedener sozialer, kultureller und ethnischer Hintergründe zusammenkommen, was zu einer Förderung von Toleranz und kultureller Vielfalt beitragen soll. Oft werden Sprachkurse und Integrationsprojekte angeboten (BMBFSFJ 2025e, S. 11)
11 Intergeneratives Wohnen
Einige MGH bieten zusätzlich zum sozial-kulturellen Programm Modelle gemeinschaftlichen Wohnens an. Dies ist jedoch nicht die Regel. Im Rahmen des intergenerativen Wohnens leben unterschiedliche Generationen unter einem Dach und unterstützen sich gegenseitig. Dies soll nicht nur den intergenerationellen Austausch, sondern auch das selbstbestimmte Wohnen im Alter fördern.
Die ersten Projekte dieser Art entstanden vor rund 25 Jahren unter dem Leitgedanken „Nicht allein und nicht ins Heim“ auf Initiative von älteren Menschen, die frühzeitig Vorsorge treffen wollten. Durch den Aufbau intensiver nachbarschaftlicher Beziehungen, unabhängig von familiären Strukturen, sollte ein möglichst langes und selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnumgebung ermöglicht werden (Scherzer 2014, S. 9).
Gemeinschaftswohnprojekte sind nicht mit klassischen Wohngemeinschaften gleichzusetzen, da beispielsweise kollektive Haushaltsführungen, wie sie etwa in studentischen Wohngemeinschaften üblich sind, im Bereich der gemeinschaftsorientierten Wohnformen nur eine marginale Rolle spielen. In der Regel leben Menschen unterschiedlicher Altersgruppen in selbstständigen, barrierearm gestalteten Wohnungen. Diese vollständig ausgestatteten, individuellen Wohneinheiten werden durch gemeinschaftlich nutzbare Räume ergänzt. Hierzu zählen etwa Wohnküchen, Gästeapartments, Räume für Freizeitaktivitäten oder gemeinschaftliche Außenbereiche (Scherzer 2014, S. 10).
12 Quellenangaben
Binne, Heike und Irmgard Teske, 2014. Mehrgenerationenhäuser in der Tradition der Gemeinwesenarbeit. In: Heike Binne, Jö Dummann, Annemarie Gerzer-Sass, Andreas Lange und Irmgard Teske, Hrsg. Handbuch Intergeneratives Arbeiten: Perspektiven Zum Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser. Leverkusen-Opladen: Barbara Budrich-Esser, S. 199–209. ISBN 978-3-8474-0132-2 [Rezension bei socialnet]
Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, 2025. Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus. Miteinander – Füreinander (2021 – 2028) [online]. Berlin: Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben [Zugriff am: 05.03.2025]. Verfügbar unter: https://www.bafza.de/engagement-und-aktionen/​mehrgenerationenhaeuser/​bundesprogramm-mehrgenerationenhaus-miteinander-fuereinander-2021-2028/
Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI), 2018. Programmstrategie Soziale Stadt [online]. Berlin: Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) [Zugriff am: 13.08.2025]. Verfügbar unter: https://www.bmwsb.bund.de/SharedDocs/​downloads/DE/veroeffentlichungen/​wohnen/​programmstrategie-soziale-stadt.pdf?__blob=publicationFile&v=2
Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI), 2019. Unser Plan für Deutschland – Gleichwertige Lebensverhältnisse überall [online]. Berlin: Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) [Zugriff am: 18.08.2025]. Verfügbar unter: https://www.bmfsfj.de/blob/137240/​e94cf2ffab8768fd37a1e632db3ee51e/​schlussfolgerungen-kommission-gleichwertige-lebensverhaeltnisse-langversion-data.pdf
Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ), 2025a. Ein Ort der Begegnung – Die Mehrgenerationenhäuser im Bundesprogramm [online]. Berlin: Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend [Zugriff am: 18.08.2025]. Verfügbar unter: https://www.mehrgenerationenhaeuser.de/mehrgenerationenhaeuser/​was-ist-ein-mehrgenerationenhaus
Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ), 2025b. Programmhistorie [online]. Berlin: Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend [Zugriff am: 18.08.2025]. Verfügbar unter: https://www.mehrgenerationenhaeuser.de/programm/​programmhistorie
Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ), 2025c. Monitoring [online]. Berlin: Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend [Zugriff am: 18.08.2025]. Verfügbar unter: https://www.mehrgenerationenhaeuser.de/fachinformationen/​monitoring
Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ), 2025d. Informationen und Antworten [online]. Berlin: Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 07.2025 [Zugriff am: 16.09.2025]. Verfügbar unter: https://www.bafza.de/fileadmin/​Engagement_und_Aktionen/​Mehrgenerationenhaeuser/​2021-2028-Downloads/​Antworten_auf_haeufig_gestellte_Fragen__FAQ__zum_Sonderschwerpunkt_LSR_-_Stand_Juli_2025.pdf
Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ), 2025e. Benchmarking-Bericht 2024 [online]. Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus. Miteinander – Füreinander des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Berlin: Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 16.05.2025 [Zugriff am: 18.08.2025]. Verfügbar unter: https://www.mehrgenerationenhaeuser.de/fileadmin/​Daten/​05_Fachinformationen/​Evaluation/​Benchmarking-Bericht_BP_MGH_Bund_2024.pdf
Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ), 2025f. Miteinander Anpacken – Füreinander strahlen [online]. Berlin: Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend [Zugriff am: 16.09.2025]. Verfügbar unter: https://www.mehrgenerationenhaeuser.de/
Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ), 2025g. Ehrenamtliches Engagement in den Mehrgenerationenhäusern [online]. Berlin: Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend [Zugriff am: 16.09.2025]. Verfügbar unter: https://www.mehrgenerationenhaeuser.de/mehrgenerationenhaeuser/​ehrenamtliches-engagement-in-den-mehrgenerationenhaeusern
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), 2006. Ursula von der Leyen gibt Startschuss für Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser [online]. Berlin: Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend [Zugriff am: 06.04.2025]. Verfügbar unter: https://www.bmbfsfj.bund.de/bmbfsfj/​aktuelles/​pressemitteilungen/​ursula-von-der-leyen-gibt-startschuss-fuer-aktionsprogramm-mehrgenerationenhaeuser-74020
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), 2007. Starke Leistung für jedes Alter [online]. Das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser. Berlin: Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend [Zugriff am: 18.08.2025]. Verfügbar unter: https://www.bmbfsfj.bund.de/resource/blob/79196/​25a6143ed5d186f8b6940f550fe796b3/​konzept-mgh-data.pdf
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), 2011. Zukunftsprogramm Mehrgenerationenhäuser [online]. Berlin: Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend [Zugriff am: 12.06.2025]. Verfügbar unter: https://www.bmfsfj.de/resource/blob/95576/​f7afef3b8312af047952c30994fb979f/​zukunftsprogramm-mehrgenerationenhaeuser-data.pdf
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), 2015. Wo sich Menschen aller Generationen begegnen [online]. Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser II. Berlin: Bundesministerium für Bildung Familie, Senioren, Frauen und Jugend [Zugriff am: 12.06.2025]. Verfügbar unter: https://www.bmfsfj.de/resource/blob/94328/​8235d98ffcaf0c45933c37266221d399/​mgh-ii-wo-menschen-aller-generationen-sich-begegnen-broschuere-deutsch-data.pdf
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), 2020. Förderrichtlinie [online]. Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus. Miteinander ‒ Füreinander. Berlin: Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend [Zugriff am: 18.08.2025]. Verfügbar unter: https://www.bafza.de/fileadmin/​Engagement_und_Aktionen/​Mehrgenerationenhaeuser/​2021-2028-Downloads/​MGH_Foerderrichtlinie_ab2021_BF.PDF
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), 2022. Programmpartner [online]. Berlin: Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend [Zugriff am: 18.08.2025]. Verfügbar unter: https://www.mehrgenerationenhaeuser.de/programm/​programmpartner
Bundesnetzwerk Mehrgenerationenhäuser e.V., 2020. Positionspapier AG Weiterentwiclung „Gesellschaftliche Herausforderungen und freiwilliges Engagement in MGH“ [online]. Neunkirchen: Bundesnetzwerk Mehrgenerationenhäuser e.V., 03.2020 [Zugriff am: 15.08.2025]. Verfügbar unter: https://www.bnw-mgh.de/wp-content/​uploads/2020/05/Positionspapier_Gesellschaftliche-Herausforderungen-Engagement.pdf
Bundesnetzwerk Mehrgenerationenhäuser e.V., 2025a. Willkommen beim Bundesnetzwerk Mehrgenerationenhäuser [online]. Neunkirchen: Bundesnetzwerk Mehrgenerationenhäuser e.V. [Zugriff am: 13.08.2025]. Verfügbar unter: https://www.bnw-mgh.de/
Bundesnetzwerk Mehrgenerationenhäuser e.V., 2025b. Was Mehrgenerationenhäuser für eine gute Zukunft aller Menschen leisten [online]. Neunkirchen: Bundesnetzwerk Mehrgenerationenhäuser e.V. [Zugriff am: 13.08.2025]. Verfügbar unter: https://www.bnw-mgh.de/wp-content/​uploads/2025/01/Zukunftsprogramm-MGH-2025.pdf
Deutscher Bundestag, 2013. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Ulrich Schneider, Ekin Deligöz, Katja Dörner, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Drucksache 17/12621 - [online]. Zukunft der Mehrgenerationenhäuser. Berlin: Deutscher Bundestag [Zugriff am: 18.08.2025]. Verfügbar unter: https://dserver.bundestag.de/btd/17/128/1712803.pdf
Diller, Angelika, 2008. Kindertageseinrichtungen auf dem Weg zum Mehrgenerationenhaus? Chancen und Grenzen intergenerativer Arbeit. In: Thomas Apolte und Antje Funcke, Hrsg. Frühkindliche Bildung und Betreuung: Reformen aus ökonomischer, pädagogischer und psychologischer Perspektive. Baden-Baden: Nomos, S. 157–170. ISBN 978-3-8329-3520-7
Ekert, Stefan, Lukas Klische, Tobias Theel und Anne Valtin, 2023. Evaluation im Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus. Miteinander – Füreinander [online]. Zweiter Zwischenbericht [online]. Berlin: InterVal GmbH, 31.03.2023 [Zugriff am: 13.08.2025]. Verfügbar unter: https://www.mehrgenerationenhaeuser.de/fileadmin/​Daten/​Intranet/​Evaluation/​Mehrgenerationenhaus-InterVal-ZweiterZwischenbericht_Evaluation.pdf
Hinte, Wolfgang, 2018. Gemeinwesenarbeit. In: Gunther Graßhoff, Anna Renker und Wolfgang Schröer, Hrsg. Soziale Arbeit. Wiesbaden: Springer Fachmedien, S. 205–217. ISBN 978-3-658-15665-7 [Rezension bei socialnet]
Hoofe, Gerd, 2009. Begegnung der Generationen – Vorteil für Ältere. Das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser. In: Soziale Arbeit. 2009(11-12), S. 428–435. ISSN 0490-1606
Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V., 2025. Sorgende Gemeinschaften [online]. Frankfurt am Main: Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V. [Zugriff am: 15.08.2025]. Verfügbar unter: https://www.iss-ffm.de/themen/​alter/​projektarchiv/​sorgende-gemeinschaften
MGH Böblingen, 2023. september bis februar 2023/24. Treff am See [online]. Böblingen: Stadt Böblingen, Amt für Soziales [Zugriff am: 18.08.2025]. Verfügbar unter: http://www.boeblingen.de/site/Boeblingen-Responsiv/get/params_E1922891271/​21352550/​Brosch%C3 %BCre%20WISE%20FINAL.pdf
Möllring, Hartmut, 2006. Unterrichtung [online]. Subventionen und Zuwendungen des Landes Niedersachsen 2005 - 2009 [online]. Hannover: Landtag Niedersachsen, 03.03.2006 [Zugriff am: 05.03.2025]. Verfügbar unter: https://www.landtag-niedersachsen.de/drucksachen/​drucksachen_15_5000/​2501-3000/​15-2671.pdf
Müller, C. Wolfgang und Peter Nimmermann, 1971. Stadtplanung und Gemeinwesenarbeit. München: Juventa Verlag. ISBN 978-3-7799-0503-5
Niedersächsisches Institut für Wirtschaftsforschung, 2009. Gestaltung der Daseinsvorsorge im demographischen Wandel für das Gebiet der Regionalen Entwicklungskooperation Weserbergland plus [online]. Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse und Konsequenzen für die regionale und kommunale Entwicklungspolitik. Hannover: Niedersächsisches Institut für Wirtschaftsforschung, 11.2009 [Zugriff am: 05.03.2025]. Verfügbar unter: https://www.stk.niedersachsen.de/download/​109351/​MPK_Gutachten_Daseinsvorsorge_Zusammenfassung.pdf
Oldenburg, Ramon und Dennis Brissett, 1982. The Third Place. In: Qualitative Sociology 5, S. 264–284. ISSN 0162-0436
Ornig, Nikola, Isabelle Suchowitz, Anne Valtin und Carina Kraft, 2021. Evaluation im Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus [online]. Abschlussbericht [online]. Berlin: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend [Zugriff am: 31.07.2025]. Verfügbar unter: https://www.mehrgenerationenhaeuser.de/fileadmin/​Daten/​01_Aktuelles/​InterVal_2021_Evaluation_Bundesprogramm_Mehrgenerationenhaus_Abschlussbericht_BF.pdf
Referat 404 – Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus – Fachlich-inhaltliche Begleitung (FiB), 2025. Persönliche Kommunikation. Berlin: Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben
Scherzer, Ulrike, 2014. Mehr Generationendialog in Gemeinschaftswohnprojekten [online]. Potentiale des Generationendialogs in Gemeinschaftswohnprojekten in Baden-Württemberg. Stuttgart: Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg, 05.2014 [Zugriff am: 17.09.2025]. Verfügbar unter: https://www.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/​redaktion/​dateien/​Remote/sm/studie-mehrgenwohnen-2014.727063.pdf
Verband für sozial-kulturelle Arbeit (VskA), 2025. Verband für sozial-kulturelle Arbeit [online]. Berlin: Verband für sozial-kulturelle Arbeit e.V. [Zugriff am: 13.08.2025]. Verfügbar unter: https://vska.de/
Walther, Jens-Uwe, 2007. Das Programm „Die Soziale Stadt“ [online]. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung, 09.07.2007 [Zugriff am: 13.08.2025]. Verfügbar unter: https://www.bpb.de/themen/​stadt-land/​stadt-und-gesellschaft/​64444/​das-programm-die-soziale-stadt/
13 Literaturhinweise
Dummann, Jörn, 2013. Intergenerative Einrichtungen in der Offenen Kinder‑ und Jugendarbeit. In: Ulrich Deinet und Benedikt Sturzenhecker, Hrsg. Handbuch Offene Kinder‑ und Jugendarbeit. 4. Auflage. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien, S. 759–764. ISBN 978-3-531-17520-1 [Rezension bei socialnet]
Schmidt, Heinz, 2016. Das Mehrgenerationenhaus als diakonischer Akteur im Gemeinwesen. In: Johannes Eurich und Dorothea Schweizer, Hrsg. DWI-Jahrbuch-Diakoniewissenschaft in Forschung und Lehre. 45, S. 125–133. ISSN 2199-1960
Stövesand, Sabine, 2019. Gemeinwesenarbeit [online]. Bonn: socialnet [Zugriff am: 18.08.2025]. Verfügbar unter: https://www.socialnet.de/lexikon/​Gemeinwesenarbeit
14 Informationen im Internet
Verfasst von
Prof. Dr. Teresa A. K. Kaya
Diakoniewissenschaftlerin
Verschiedene Professuren in der Sozialen Arbeit seit 2022
Website
Mailformular
Es gibt 3 Lexikonartikel von Teresa A. K. Kaya.


