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Mehrkindfamilie

Dr. phil. Romy Simon

veröffentlicht am 24.03.2025

Englisch: multi-child family; multiple-child family; multiple child family

Mehrkindfamilien sind Familien mit drei und mehr Kindern.

Überblick

  1. 1 Zusammenfassung
  2. 2 Begriffliche und historische Einbettung
  3. 3 Die Entstehung einer Mehrkindfamilie
  4. 4 Demografische und sozioökonomische Situation
  5. 5 Typologien von Mehrkindfamilien
  6. 6 Gestaltung des Familienalltags in Mehrkindfamilien
  7. 7 Gesellschaftliche Wahrnehmung
  8. 8 Politische Rahmenbedingungen
  9. 9 Bedarfe von Mehrkindfamilien
  10. 10 Quellenangaben
  11. 11 Literaturhinweise

1 Zusammenfassung

Familien mit mehr als zwei Kindern werden als Mehrkindfamilien bezeichnet. Die Erweiterung auf eine Mehrkindfamilie kann aus sehr verschiedenen Gründen erfolgen. Zentrale Einflüsse können von der Mikro-, Meso- sowie Makroebene ausgehen. Unterschieden werden kann zwischen gewachsenen Familien, in denen eine biologische Elternschaft beider Elternteile für alle Kinder vorliegt und Stief-/​Patchworkfamilien, die eine starke Heterogenität zwischen den Familien mit Blick auf die jeweilige biologische sowie soziale Elternschaft für die unterschiedlichen Kinder einnehmen können. Maßgeblich konstituiert sich eine Mehrkindfamilie über das Leben in einem gemeinsamen Haushalt von mindestens drei Kindern.

Der Familienalltag von Mehrkindfamilien wird vor allem vom elterlichen Erwerbsarrangement beeinflusst, durch welches sich finanzielle sowie zeitliche Ressourcen (v)erschließen. Eine Besonderheit stellt dabei die Vielzahl der jeweiligen Beziehungen der Familienmitglieder untereinander dar. Mehrkindfamilien entsprechen nicht dem in der deutschen Gesellschaft vorherrschenden Ideal einer Zweikindfamilie, sodass sie mit Vorurteilen und Stigmatisierungen konfrontiert sein können. In unterschiedlichen Veröffentlichungsformaten werden häufig Bedarfe von Familien mit drei Kindern und mehr fokussiert.

2 Begriffliche und historische Einbettung

Für Familien mit mehr als zwei Kindern gibt es in Europa verschiedene Begrifflichkeiten. In Frankreich wird von „familles nombreuses“ gesprochen, in Italien wird die Bezeichnung „grande famiglie“ verwendet und in englischsprachigen Regionen spricht man von „large families“. Im deutschsprachigen Raum finden überwiegend die Begriffe „kinderreiche Familien“ oder „Mehrkindfamilien“ Verwendung. Jedoch ist der wertende Begriff „Kinderreichtum“ kritisch zu sehen (BMFSFJ 2013). Zudem wird mit kinderreichen Familien häufig die „biologische Elternschaft von mindestens drei Kindern“ (Bujard und Lück 2015, S. 6) verbunden.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ 2013) verweist auf die Verwendung des Begriffs „Mehrkindfamilien“, wobei „Haushalte erfasst werden, in denen mindestens drei Kinder im Alter unter 18 Jahren leben“ (a.a.O., S. 12). Es geht somit um die soziologische Relevanz der im Haushalt lebenden Kinder, da das Familienleben durch diese in seinen unterschiedlichen Facetten maßgeblich beeinflusst wird.

Unterschiede lassen sich bei den durch die biologische Elternschaft „gewachsenen Familien“ und „Stief-/und Patchworkfamilien“ finden (Simon 2022, S. 127). Diese können sich beispielsweise bei der elterlichen Arbeitsteilung, der Gestaltung des Alltags sowie Beziehungen der Familienmitglieder untereinander zeigen.

Um 1900 entsprach es der gesellschaftlichen Norm, mehr als drei Kinder zu bekommen und in den 1920er- sowie 1930er-Jahren wurde Familie erst dann als „Vollfamilie“ bezeichnet, wenn es mindestens vier Kinder gab (Lenz 2005). Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts ist jedoch ein Rückgang der Familien mit mehr als drei Kindern zu verzeichnen (Eggen und Leschhorn 2004). Dieser kann zum einen mit einem eher negativen Image von Mehrkindfamilien begründet werden und zum anderen mit dem Anstieg des Alters der Mutter bei der Geburt des ersten Kindes.

Vor der Wiedervereinigung gab es in der damaligen BRD eine höhere Zahl an Mehrkindfamilien, was u.a. auf das im sozialistischen Regime vorhandene Ideal des elterlichen Doppelverdienerarrangements zurückgeführt werden kann. Aber auch bis heute lassen sich diese Unterschiede in der Verteilung der Mehrkindfamilien beobachten. Während es 2023 in den alten Bundesländern 13,8 % Mehrkindfamilien gab, waren es in den neuen Bundesländern hingegen nur 10,6 % (Destatis 2024a; eigene Berechnung). Gründe hierfür könnten in dem Fortwirken der damals vorherrschenden Einstellungen und Normen bezüglich der Familien liegen (Garcia 2013).

Auch die Religionszugehörigkeit und der Migrationsstatus können die unterschiedlichen Geburtenzahlen beeinflussen. In Westdeutschland ist der Anteil an Familien mit Migrationshintergrund höher, was wiederum mit einer stärkeren Verbreitung religiöser Zugehörigkeit verbunden ist. Diese geht häufig mit traditionelleren Vorstellungen hinsichtlich der Familienplanung und Verhütung einher (Eggen und Rupp 2006).

3 Die Entstehung einer Mehrkindfamilie

Mit der Einführung der Pille im Jahr 1961 und der Verbreitung weiterer Verhütungsmöglichkeiten setzte ein Wandel ein von der bis dahin vorherrschenden Selbstverständlichkeit einer Mutterschaft hin zu einem bewussten Planungsprozess des Elternwerdens (Beck-Gernsheim 2008). Interessant wird es, wenn der Blick auf den Übergang in eine Mehrkindfamilie gerichtet wird. Dieser kann von verschiedenen Aspekten abhängen (Bujard und Lück 2015):

  • Makroebene: wie Kultur, institutionelle Rahmenbedingungen, politische sowie ökonomische Strukturen und vorherrschende kulturelle Leitbilder;
  • Mesoebene: soziales Netzwerk, womit es z.B. durch Freund:innen, Kolleg:innen, Nachbar:innen zu einem „Ansteckungseffekt“ kommen kann oder aber negative Sanktionierungen mit einer Familienerweiterung einhergehen können;
  • Mikroebene: individuelle Einstellungen in Bezug auf Mehrkindfamilien, die von der Sozialisation der Personen sowie dem sozialen Umfeld, dem Nutzen und den Kosten, die durch die Kinder wirken, abhängig sind;
  • Lebensverlaufsperspektive: Entscheidung für Kinder eingebettet als ein Prozess im Lebenslauf; Pläne können sich durch Erfahrungen sowie Ereignisse verschieben und verändern;
  • Paarebene: Bedeutung von kompatiblen Vorstellungen beider Partner:innen oder der Wunsch nach einem gegengeschlechtlichen Kind (Buchholz, Fügemann und Minsel 2002; Eggen und Rupp 2006).

Einige Forschungsarbeiten setzen sich mit den Familiengründungsmustern auseinander. Der Wunsch, mehr als zwei Kinder zu bekommen, kann bei einem oder beiden Elternteilen bereits in der Kindheit entstanden sein oder die Entscheidung wurde intuitiv getroffen (Rille-Pfeiffer et al. 2009). Daneben wird zwischen dem Planungs- sowie dem Akzeptanzmodell unterschieden, in welchem die Geburten der Kinder abgewogen und zeitlich geplant bzw. den aktuellen Familiengegebenheiten angepasst oder gar dem Zufall überlassen werden (Geller 1997; Dürnberger und Rupp 2006; Andresen, Dietz und Çinar 2022).

Die Familienbiografie kann ebenso eine wichtige Rolle einnehmen, da dritte Kinder häufiger geboren werden, wenn bereits frühzeitig die Bedingungen für eine Familiengründung oder -erweiterung gegeben sind, wie beispielsweise durch die Geburt des ersten Kindes (Lück et al. 2015). Eine wichtige Rolle für die Erweiterung zu einer Mehrkindfamilie spielt zudem das Eingehen einer neuen Zweierbeziehung, nach dem Auseinanderbrechen einer Paarbeziehung, innerhalb derer ein Kind bzw. Kinder geboren wurden (Bujard und Lück 2015; Lück et al. 2015; Lück et al. 2016).

4 Demografische und sozioökonomische Situation

Im Jahr 2023 lebten in Deutschland 12,7 % der Familien mit drei und mehr Kindern zusammen. 79,7 % der Elternpaare waren verheiratet, 7,9 % zusammenlebend in einer Lebensgemeinschaft sowie 12,4 % alleinerziehend (Destatis 2024b).

Die Forschungsergebnisse zum Bildungsstatus der Eltern in Mehrkindfamilien sind uneinheitlich (Lück et al. 2015). So zeigen sich zwei Perspektiven:

  • Einige Studien zeigen einen u-förmigen Zusammenhang, bei dem eine Polarisierung deutlich wird: Einerseits gibt es viele Eltern in Mehrkindfamilien ohne Bildungsabschlüsse, andererseits eine große Anzahl von Eltern mit hohen Bildungsabschlüssen, während die Mittelschicht weniger vertreten ist (Ruckdeschel und Naderi 2009; Keddi, Zerle und Lange 2010).
  • Andere Studien hingegen weisen auf einen linearen Zusammenhang hin, bei dem das Bildungsniveau mit steigender Kinderzahl abnimmt. So haben Eltern mit vier Kindern und mehr häufiger einen niedrigeren Bildungsabschluss (Lück et al. 2015).

Die Bildung der Mutter steht in engem Zusammenhang mit ihrer Erwerbstätigkeit: Je höher die Bildung, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Mutter von drei oder mehr Kindern berufstätig ist (Lück et al. 2015). Hinsichtlich des Umfangs der väterlichen Erwerbstätigkeit zeigt sich, dass die Männer häufiger in Vollzeit tätig sind. Dies kann u.a. folgende Gründe haben:

  • Zunahme persönlicher und familiärer Verpflichtungen erschwert die Wiederaufnahme der Erwerbstätigkeit;
  • Vorhandene Bereitschaft, beruflich kürzerzutreten führt zu Teilzeit/​geringfügiger Beschäftigung.

Maßgeblich wird die familiäre, finanzielle Situation von der elterlichen Erwerbsbeteiligung beeinflusst (Büchel und Trappe 2001). Mehrkindfamilien zeigen im Vergleich zu anderen Haushaltstypen ein erhöhtes Armutsrisiko auf (Köppe, Curran und Aldama 2024). Unabhängig von der Bildungsgruppe lässt sich zudem feststellen, dass das Pro-Kopf-Einkommen mit steigender Kinderzahl abnimmt (Bujard et al. 2019). Damit kann eine Einschränkung bei sozialen Teilhabebereichen einhergehen, wie der außerschulischen Bildung oder der Gesundheit (Strohmaier und Stauber 2012).

Mehrkindfamilien sind häufig auf staatliche Transferleistungen angewiesen und müssen ihr Einkommen z.B. durch Sozialhilfe aufstocken (Rupp und Bierschock 2005). Die hohen Armutsquoten können auf das bereits häufig vor der Geburt niedrigere Wohlstandsniveau der Haushalte zurückgeführt werden und hängen somit weniger mit Wohlstandsverlusten durch die Geburt des letzten Kindes zusammen (Schulze 2009).

5 Typologien von Mehrkindfamilien

In Berichten und Studien zu Mehrkindfamilien lassen sich verschiedene Typenmodelle finden:

Eggen und Rupp (2006, S. 167 f.) stellen folgende Typisierung auf, in welcher die ersten beiden Typen entlang der Dimensionen Bildung sowie beruflicher Ausbildung der Elternteile und die dritte hinsichtlich des Migrationshintergrundes gebildet werden:

  1. Große Familien mit durchschnittlicher bis sehr guter wirtschaftlicher Lage, in denen beide Eltern einen höheren Schulabschluss haben und die Aufgaben traditionell aufgeteilt sind.
  2. Familien in prekären wirtschaftlichen Verhältnissen, bei denen die Eltern eine unzureichende oder fehlende schulische bzw. berufliche Ausbildung haben.
  3. Familien mit Migrationshintergrund, die sich oft durch eine starke religiöse Orientierung, enge Bindung an die Herkunftsfamilie und eine klar ausgeprägte, eher traditionelle Rollenverteilung auszeichnen.

Keddi, Zerle und Lange (2010, S. 91 ff.) weisen auf weitere differenzierende Dimensionen, wie beispielsweise die familiale Lebensführung, die Beziehungsqualität der Familienmitglieder sowie das elterliche Erwerbsarrangement hin und stellen vier theoretische Grundtypen von Mehrkindfamilien auf:

  1. Die junge, bildungsschwache, ressourcenarme Mehrkindfamilie zeichnet sich durch ein niedriges Bildungsniveau der Eltern, eng aufeinander folgende Geburten und finanzielle Risiken aus, die zusätzliche Belastungen mit sich bringen.
  2. Bei der Mehrkindfamilie in ressourcenarmen Regionen und Wohngebieten hängt die familiäre Situation stark davon ab, wo sie lebt und wie gut kulturelle und Bildungsangebote erreichbar sind.
  3. Die Patchwork-Mehrkindfamilie steht vor besonderen Herausforderungen, die durch Stiefelternschaft und den Alltag zwischen verschiedenen Wohnorten sowie Kindern unterschiedlicher Elternteile entstehen.
  4. Die große Einelternfamilie betont, dass insbesondere Mütter mit mehr als drei Kindern oft stark belastet sind.

Das BMFSFJ-Dossier von 2013 unterteilt Mehrkindfamilien in vier Typen:

  1. Ressourcenreiche: gut gebildete Eltern, stabile wirtschaftliche Verhältnisse, monatliches Nettoeinkommen von 4.528 Euro;
  2. Mittlere: mindestens ein Elternteil mit mittlerer Qualifikation, monatliches Nettoeinkommen von 3.030 EUR;
  3. Ressourcenarme: niedriger Bildungsstand, meist prekäre Verhältnisse, monatliches Nettoeinkommen von 2.358 EUR;
  4. Alleinerziehende: sehr heterogen in Bezug auf Bildung und Einkommen (BMFSFJ 2013, S. 68).

In allen vorgeschlagenen Unterteilungen ist der Typ der ressourcenarmen Familie zu finden. Sowohl beim BMFSFJ (2013) als auch bei Eggen und Rupp (2006) gibt es zusätzlich eine Unterteilung in ressourcenreiche Familien, die bei Keddi, Zerle und Lange (2010) nicht explizit vorgenommen wird. Dort liegt der Fokus eher auf den Familienformen und dem Einfluss der regionalen Umgebung. Die Gruppe der Alleinerziehenden wird bei den letzten beiden Typologien berücksichtigt. Sichtbar wird, dass es die Mehrkindfamilie nicht gibt, sondern dass die Lebenslagen sehr heterogen sein können.

6 Gestaltung des Familienalltags in Mehrkindfamilien

Mit der Geburt eines dritten Kindes kommt es häufig zu Veränderungen in der Lebenswelt der Familie. So können Ressourcen wie Zeit, Geld und Wohnraum knapper werden (Maywald und Müller 2012; Klinkhardt und Zerle-Elsäßer 2014; Simon 2022). Bei manchen Familien treten durch höhere Kinderkosten und geringes Einkommen kumulative Risiken auf (Nauck 1995). Finanzielle Einschränkungen beeinflussen dabei die Förderung der Kinder, da Eltern mit mehreren Kindern oft außerschulische Angebote nicht bezahlen können.

Die Kategorie Zeit wird mit steigender Kinderzahl zunehmend als knappe Ressource wahrgenommen (Andresen 2022; Simon 2022). Insgesamt sind die alltäglichen Organisationsanforderungen, wie die Vereinbarung von Terminen, die Aufgabenerledigung des Haushalts, aber ebenso die Bewältigung von Unvorhergesehenem, wie die Erkrankung eines Kindes, bei Mehrkindfamilien höher (Schmolke 2019; Simon 2022).

Das Arrangement der elterlichen Erwerbstätigkeit beeinflusst maßgeblich die verfügbare Zeit und Gestaltung des Familienlebens. Besonders die mütterliche berufliche Einbindung nimmt eine zentrale Rolle bei der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung ein. Wenn die Mutter nicht arbeitet oder in Teilzeit tätig ist, kann dies die Organisation der Care-Arbeit erleichtern, führt jedoch oft dazu, dass sie die Hauptverantwortung übernimmt und die finanzielle Situation der Familie angespannter wird. Doppelverdienerpaare haben einerseits weniger Zeit für die Care-Arbeit, profitieren jedoch andererseits von größerer finanzieller Sicherheit, was dieses Modell auch im Hinblick auf die Selbstverwirklichung der Eltern legitimieren kann (Simon 2024).

Hinzu kommen institutionelle Strukturen, wie die Öffnungs- und Schließzeiten der Kindertagesstätten und Schulen, welche eine Vereinbarkeit mit der elterlichen Erwerbsarbeit erschweren können (Schmolke 2019).

Mehrkindfamilien stehen häufiger vor familialen Veränderungen, beispielsweise durch den Übergang eines Kindes in die (weiterführende) Schule, die Wiederaufnahme der Erwerbstätigkeit nach der Elternzeit oder aber veränderte Beziehungsdynamiken der Geschwister durch das zunehmende Alter und die damit verbundene Selbstständigkeit (Maywald und Müller 2012; Simon 2022). Insbesondere bei der alltäglichen Gestaltung des Familienlebens wird es nötig, sich auf „verändernde Bedürfnisse, Wünsche, Interessen und individuelle Anliegen ebenso einzustellen, wie auf Konflikte und auch Grenzen“ (Andresen, Dietz und Çinar 2022, S. 30).

Vor besondere Herausforderungen können vor allem Stieffamilien sowie Patchworkfamilien mit drei Kindern und mehr stehen, da die Verantwortlichkeiten zwischen dem biologischen und dem sozialen Elternteil ausbalanciert werden müssen und häufig der getrennte Elternteil noch einen Einfluss auf die kindliche Erziehung nimmt. Diese Neuverteilung und Klärung stellt häufig einen Prozessverlauf für die neu zusammengesetzten Familien dar (Simon 2022). Wenn in eine Stieffamilie ein gemeinsames Kind geboren wird, kann damit eine Neuorganisation des familiären Lebens sowie eine veränderte elterliche Verantwortung der Stiefeltern einhergehen (Steinbach 2015).

In Mehrkindfamilien sind die Geschwisterbeziehungen deutlich komplexer als in Familien mit weniger Kindern. Die Beziehungen gestalten sich nicht nur zwischen zwei einzelnen Geschwistern, sondern als ein Aushandlungsprozess unter mehreren Individuen. Zwischen den unterschiedlichen Altersabständen, der Geschlechterverteilung sowie Verwandtschaftsbeziehungen können Wechselwirkungen entstehen, die das gemeinsame Aufwachsen beeinflussen (Witte und Walper 2021). Die Heranwachsenden müssen sich wiederholt mit positiven, aber auch negativen Gefühlen gegenüber ihren Geschwistern auseinandersetzen, die sie in ihrem Aufwachsen beeinflussen. Auf der einen Seite können soziale Unterstützungsprozesse stärkend und förderlich wirken, auf der anderen Seite können Konflikte mit Herausforderungen verbunden sein (Schmolke 2019).

Für die Familie als soziales Netzwerk kann es auch bedeuten, dass bei einem größeren Altersabstand geschwisterliche Care-Arbeit untereinander stattfindet, sodass Eltern Engpässe bei der Betreuung abfedern können (Schmolke 2019; Simon 2022). Hinsichtlich der informellen Netzwerke können insbesondere Großeltern eine wichtige Ressource darstellen. Simon (2022, S. 240 ff.) kommt in ihrer qualitativen Studie zu einer Dreiteilung:

  1. Großelterliche Unterstützung als notwendiger Bestandteil der Alltagsorganisation
  2. Großelterliche Unterstützung als potenziell aktivierbare Ressource
  3. Fehlende großelterliche Unterstützung

Einfluss auf diese Unterstützungsleistungen nehmen insbesondere das Alter sowie der Gesundheitszustand der Großeltern, die räumliche Entfernung der beiden Wohnorte und die großelterliche Einstellung zu der Familienerweiterung auf eine Mehrkindfamilie (Simon 2022).

7 Gesellschaftliche Wahrnehmung

Mehrkindfamilien sehen sich in ihrem alltäglichen Leben häufig mit Vorurteilen und Stigmatisierungen konfrontiert (Strohmaier und Stauber 2012; Bujard et al. 2019). Einen maßgeblichen Einfluss können die vorherrschenden gesellschaftlichen Leitbilder ausüben (Schneider und Diabaté 2022; Simon 2022). Diese werden ebenso durch die mediale Berichterstattung beeinflusst. Eine Studie konnte zeigen, dass in der Berichterstattung über kinderreiche Familien häufig finanzielle Belastungen, schwierige Wohnverhältnisse sowie innerfamiliäre Belastungen zum Thema erhoben werden (Schulten-Jaspers et al. 2013).

Mehrkindfamilien entwickeln offenbar Strategien, um mit den von außen herangetragenen Wahrnehmungen umzugehen. Da sie die in der Gesellschaft verbreitete Zwei-Kind-Norm aufheben, sehen sich insbesondere Mütter häufig in der Position, die positive Bewältigung des Familienlebens besonders zu betonen (Simon 2022). In der vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung durchgeführten Familienleitbildstudie halten Diabaté et al. (2015) fest, dass aus Sichtweise der Befragten auf die Gesellschaft „[w]esentlich mehr Frauen (80,3 %) als Männer (63,9 %) glauben, dass Kinderreiche in der Gesellschaft als ‚asozial‘ gelten“ (ebd. S. 180). Es werden die folgenden drei Leitbilder herausgearbeitet (Diabaté et al. 2015, S. 182):

  1. Gesellschaftlich wahrgenommenes Leitbild der Distanz gegenüber Kinderreichtum: u.a. Notwendigkeit von ausreichenden finanziellen Mitteln sowie dem Vorhandensein des Vorurteils, eine ausreichende Care-Arbeit wäre bei mehr als zwei Kindern nicht möglich;
  2. Gemischtgeschlechtliche Geschwisterorientierung: u.a. kritischer Blick auf Ein-Kind-Familien sowie positive Konnotation, wenn beide Geschlechter unter den Geschwisterkindern vorhanden sind;
  3. Gesellschaftlich wahrgenommenes Leitbild des Kinderreichtums: u.a. positiver Blickwinkel auf das Vorhandensein von vielen Kindern.

Festhaltbar ist zudem ein stärkerer Druck bei den Müttern, den gesellschaftlichen Normen und Erwartungen zu entsprechen, insbesondere wenn diese einer Vollzeiterwerbstätigkeit nachgehen oder sich bewusst für die Rolle als Hausfrau entschieden haben (Simon 2022). Schmolke (2019) verweist ausgehend von ihren empirischen Ergebnissen darauf, dass die befragten Elternpaare fast ausschließlich von Herausforderungen berichten, die Außenstehende an ihre Familie herantragen, „die gesellschaftliche und strukturelle Rahmenbedingungen betreffen, [die] für sie individuelle oder strukturell bedingte Diskriminierungserfahrungen mit sich bringen“ (ebd. S. 188).

8 Politische Rahmenbedingungen

Familienpolitische Regelungen können zum einen die Entscheidung für eine Mehrkindfamilie beeinflussen und zum anderen den familiären Alltag unterstützen sowie entlasten. Im Familienreport 2024 (BMFSFJ 2024, S. 23, 30) werden folgende langfristige beschlossene Entlastungspakete der Bundesregierung aufgelistet:

  • Erhöhung des Kindergeldes: 250 EUR pro Kind;
  • Erhöhung des Kinderfreibetrages: jährlich 6.384 EUR pro Kind;
  • Erhöhung des Unterhaltsvorschusses für Alleinerziehende: monatlich max. 230 EUR für 0- bis 5-Jährige, max. 301 EUR für 6- bis 11-Jährige sowie 395 EUR für 12- bis 17-Jährige;
  • Einführung des Sofortzuschlags für bedürftige Kinder: i.H.v. 20 EUR monatlich.

Zudem sollen das neue Bürgergeld sowie die Wohngeldreform und die gestiegenen steuerlichen Entlastungsbeiträge für Alleinerziehende die Familien unterstützen.

9 Bedarfe von Mehrkindfamilien

Sabine Andresen, Tatjana Dietz und Dilan Çinar (2022, S. 70 ff.) haben in einer qualitativ angelegten Studie ihren Blick auf die Thematisierung von Bedarfen aus der Elternperspektive gerichtet und halten fest, dass diese in den Interviews über Mangel und Ressourcen angesprochen werden, was Rückschlüsse auf allgemeine und spezifische Bedürfnisse von Mehrkindfamilien ermöglicht. Die thematisierten Bedarfe lassen sich wie folgt unterteilen:

  • Materielle Bedarfe, welche sich u.a. auf die höheren aufzubringenden Kosten für ausreichenden Wohnraum, Kosten für Bildung sowie Freizeit und außerplanmäßige Ausgaben beziehen;
  • Strukturelle Bedarfe, welche die Mobilität, die Kinderbetreuung, den Zugang zu Informationen sowie passender Unterstützung umfasst;
  • Psychosoziale Bedarfe, welche eine gelungene Kommunikation mit Fachkräften der Kita sowie Schule und stabilen nachbarschaftlichen und freundschaftlichen Beziehungen in den Fokus nehmen;
  • Gesellschaftspolitische Bedarfe, welche ebenso Mehrkindfamilien, die die vorherrschende Zwei-Kind-Norm aufgebrochen haben, in den Blick nimmt und die Heranwachsenden strukturell nicht benachteiligt.

Der im Jahr 2011 gegründeten Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. nimmt bei der Durchsetzung von Interessen eine wichtige Rolle ein. In den Bereichen Politik, Wirtschaft und Medien setzt er sich für die Interessen von Mehrkindfamilien ein (Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. 2024).

10 Quellenangaben

Andresen, Sabine, Tanja Dietz und Dilan Çinar, 2022. Mehrkindfamilien gerecht werden: Bedarfe im Alltag von Familien mit drei und mehr Kindern [online]. Gütersloh: Bertelsmann Stiftung [Zugriff am: 05.09.2024]. Verfügbar unter: https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/​files/BSt/Bibliothek/​Doi_Publikationen/​Studie_BNG_Mehrkindfamilien_gerecht_werden_2022.pdf

BMFSFJ, 2014. Mehrkindfamilien in Deutschland: Dossier [online]. Berlin: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend [Zugriff am: 15.11.2024]. Verfügbar unter: https://www.bmfsfj.de/blob/94312/​0b8bf636b124a2735ed0f46ed4e80bfe/​mehrkindfamilien-in-deutschland-data.pdf

BMFSFJ, 2024. Familienreport 2024 [online]. Berlin: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend [Zugriff am: 15.11.2024]. Verfügbar unter: https://www.bmfsfj.de/resource/blob/239468/​a09d21ecd295be59a9aced5b10d7c5b7/​familienreport-2024-data.pdf

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Verfasst von
Dr. phil. Romy Simon
Lehrkraft für Besondere Aufgaben
TU Dresden
Institut für Sozialpädagogik, Sozialarbeit und Wohlfahrtswissenschaften
Professur für Beratung und soziale Beziehungen
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