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Metaphernanalyse

Metaphern übertragen Bedeutungen aus einem vertrauten Bereich auf einen anderen: Wenn z.B. von einer „Flut von Immigranten“ gesprochen wird, wird eine real oder medial vertraute Naturkatastrophe auf ein soziales Phänomen übertragen. Metaphernanalyse ist eine Methode der qualitativen Forschung, die metaphorische Redewendungen auf zugrunde liegende Deutungsmuster hin untersucht. Zentral sind dabei das Problem der Identifikation von Metaphern, die Bündelung von Einzelmetaphern zu metaphorischen Konzepten und die interpretative Rekonstruktion ihrer sinnhaften Implikationen.

Überblick

  1. 1 Zusammenfassung
  2. 2 Bedeutung der Metaphernanalyse in der Sozialen Arbeit
  3. 3 Spätere metaphernanalytische Studien in der Sozialen Arbeit
  4. 4 Kognitiv-linguistische Grundannahmen
    1. 4.1 Begriff der Metapher
    2. 4.2 Metaphorische Konzepte
    3. 4.3 Metapherngenerierende Schemata
    4. 4.4 Metaphorische Kognition
    5. 4.5 Embodiment: Metaphern und Körper
    6. 4.6 Metaphern und Kultur
    7. 4.7 Die psychologische und sozialwissenschaftliche Weiterentwicklung
    8. 4.8 Metaphorische Konzepte, Deutungsmuster und verwandte Begriffe
  5. 5 Vorgehensweise der systematischen Metaphernanalyse
  6. 6 Fazit
  7. 7 Quellenangaben

1 Zusammenfassung

Zunächst wird die Bedeutung der Metaphernanalyse als qualitativer Auswertungsmethode für die Soziale Arbeit skizziert, dann werden deutschsprachige Studien vorgestellt. Es folgt ein Überblick zentraler Grundannahmen der kognitiven Linguistik, die zu einem in den Sozialwissenschaften verwendbaren Metaphernbegriff beigetragen haben. Aus diesen leiten sich die Schritte bei der Vorgehensweise der Methode ab.

2 Bedeutung der Metaphernanalyse in der Sozialen Arbeit

Metaphernanalysen (in allen Spielarten) haben bisher Deutungsmuster in folgenden Bereichen der Sozialen Arbeit rekonstruiert: Sozialpolitik und Städteplanung, häusliche Gewalt, Beratung, psychosoziales Helfen, Erwachsenenbildung, Berufsschule, Verfahrenspflegschaften in hochstrittigen Scheidungsprozessen, Suizidalität, Konsum und Abstinenz von Nikotin und Alkohol sowie Geschlecht (Übersicht Schmitt 2017, S. 258–271). Aus vielen Metaphernanalysen lassen sich Hinweise für Beratung, Behandlung und Betreuung ableiten (Beck 2007; Schmitt 2016). Dies geschieht durch die Analyse der Muster des alltäglichen Sprechens: Wenn z.B. männliche Alkoholkranke oder Alkoholmissbrauchende ihr Trinken als „Leistung“, „Kampf“ oder „Sport“ sprachlich darstellen, dann sind nicht nur metaphorische Heldentaten gemeint, sondern auch Selbstdefinitionen, deren Veränderung zuweilen an sprachlich unattraktiven Metaphern von unmännlicher „Abstinenz“ oder „Nüchternheit“ scheitert (Schmitt 2002a, 2002b, 2009). Oder: Die metaphorischen Muster der Selbstkonstruktion von PraktikerIinnen als „Versorgende“, „Begleitende“ oder „Lehrende“ (Schmitt 1995, s.u.) haben Konsequenzen für die Supervision: Bereits v. Kleist geht als eine der ersten Rezipientinnen der kognitiven Metapherntheorie davon aus, dass Lücken zwischen Theorie und erlebter Praxis mit Bildern, Gleichnissen und Geschichten gefüllt werden, welche die Erfahrungen der PraktikerInnen besser repräsentieren (v. Kleist 1987, S. 117). Bereits vor der Entwicklung einer systematischen Metaphernanalyse hat Schön (1979) in seinem klassischen Aufsatz an Beispielen aus der Sozialpolitik die Rolle von Metaphern als Handlungsanweisungen dokumentiert, denn sie generieren überhaupt erst das, was wir als Problem ansehen; er nennt solche Metaphern „generative metaphors“. Er beschreibt Stadtplaner, die Slumgebiete als „Krankheit“ oder „Geschwür“ wahrnahmen und konsequent im Sinne dieser medizinischen Metaphorik auf radikale „Operationen“ drängten. Damit waren radikale „Einschnitte“ gemeint, die mit der Planierung von Slumsiedlungen und dem Neubau von Hochhäusern verbunden waren. Andere Metaphern, die Slums als „natürliche Gemeinschaft“ interpretierten, führten zu anderen städtebaulichen Eingriffen, die aus behutsamer Unterstützung der Eigenregie der BewohnerInnen bei Modernisierungen bestanden. Das Beispiel zeigt sehr deutlich, dass Metaphern Denken und Handeln anleiten. Schön beschreibt darüber hinaus kritisch eine pragmatische Metaphorik des Problemlösens, in der ein Problem als gegeben angenommen und die Suche nach einer Lösung als „Aufgabe“ begriffen wird, sowie Mittel, Wege und Werkzeuge als vorhanden gedacht werden. Er behauptet dagegen, dass Probleme nicht gegeben, sondern konstruiert seien; wir hätten es in der sozialen Realität nicht mit „Realität“, sondern mit „conflicting stories“ zu tun, hinter denen verschiedene generative Metaphern stünden.

3 Spätere metaphernanalytische Studien in der Sozialen Arbeit

Eisikovits und Buchbinder (1997) rekonstruierten zunächst die Metaphern, in denen Männer, die ihre Partnerinnen misshandelten, sich und ihre Situation schilderten: Sie erlebten Konflikte als „Krieg“, für die es keine andere Lösung als „Sieg“ oder „Niederlage“ gab; eigene Schwäche musste mit größerer Gewalt kompensiert werden; sie sahen sich als Opfer. Ihr Körper wurde als Behälter für (geschluckten) Ärger und Wut metaphorisiert, bis die „Explosion“ nicht mehr kontrolliert werden konnte. Ferner fanden sich Metaphern im Sinne von „Schuldkonten“, welche die Schuld auf beide Seiten verteilten, Schuld reduzierten und den Vorgang ungeschehen machen sollten. Die folgende Studie von Eisikovits und Buchbinder (1999) eruierte dann die Metaphern, in denen die misshandelten Frauen ihr Erleben und ihre Versuche darstellten, den Partner zu erklären. Die AutorInnen arbeiteten heraus, dass diese Frauen sich nicht selbst als Opfer sahen. In ihren Erzählungen wurde eine Normalisierungsstrategie deutlich, dass sie den Männern ähnliche Naturalisierungen der Gewalt („der Mann ist ein Vulkan“) nutzten und sich selbst verbale „Gewalt“ attestierten, den Mann zu verletzen. Beneke (1982) hat sowohl Vergewaltigungsmythen wie die innere Logik der Metaphern von Männern, die wegen Sexualdelikten inhaftiert waren, rekonstruiert (Lakoff 1987, S. 409–415).

Geffert (2006) rekonstruiert in seiner Dissertation die Erwartungen von Jugendlichen in einer Hauptschule und die mit ihren metaphorischen Konzepten verbundenen Einschränkungen einer umfassenderen Teilnahme an gesellschaftlichen Möglichkeiten. In seiner Interpretation arbeitet Geffert die Problematik der gefundenen und fehlenden Konzepte heraus:

  • In der Metaphorik der Versorgung der Schule, die etwas „bringen“ muss, mangelt es an dem Moment des Tauschens aufseiten der SchülerInnen (damit verbunden: kein eigenes „Geben“ von Aufmerksamkeit o.ä.);
  • im Bild der „Arbeit“ für die Schule kommt das selbstgesteuerte und schöpferische „Bauen“ nicht vor;
  • die schulische Anstrengung wird nicht in einer sportlich-motivierten Rahmung gesehen;
  • es fehlt das metaphorische Konzept eines selbstbestimmten Gehens auf einem Weg;
  • in Bezug auf die Lehrenden wird die Bindungsmetaphorik nicht genutzt, nur untereinander;
  • die Metaphorik des Wissens als Haus kommt nicht vor, es existiert auch kein weiteres Bild für seine Organisation (außer der Verdinglichung, Wissen zu „haben“);
  • die Essensmetaphorik des Lernens (ein Buch „verschlingen“) bleibt aus – hier fehlen also elementar-sinnliche Denkweisen;
  • organische Bilder fehlen, die SchülerInnen sehen sich nicht als „Wachsende“, sie haben kein Bild für ihre Bildung.

Die aus anderen Studien bekannten, aber hier fehlenden metaphorischen Konzepte, die aktives Gestalten wie sensorisch reiches Erleben thematisieren, validieren diesen Befund.

Schulze (2007) hat in ihrer Studie zur Verfahrenspflegschaft bei Sorgerechtsverfahren mit hochstrittigen Eltern die Metaphernanalyse für eine Teilstudie genutzt, in der sie die jeweiligen Erwartungen und Handlungsmuster der Eltern, der RichterInnen und der VerfahrenspflegerInnen (meist SozialarbeiterInnen) kontrastierte. Trennungsfamilien erscheinen den Betroffenen als „zerbrochene Objekte“ oder als „laute, unaufgeräumte Häuser“. Sie erwarten von den Professionellen, dass deren Hilfe „heilen“ und „Ruhe und Ordnung“ bringen soll. Die Verfahrenspflegschaft soll auch „vermitteln“ – die Metaphorik der Waage und der Brücke wird dafür genutzt. Von diesen Metaphern der KlientInnen nutzen die Professionellen wenige, sie sehen die Verfahrenspflegschaft als „Entlasten“, das kindschaftsrechtliche Verfahren sei ein „Kampf“ und sie selbst „Friedensstrategen“. Zuletzt ist die Metaphorik der Bindung zu finden: Der Trennungskonflikt ist eine „Verstrickung“, die Professionellen die Konflikt-„Löser“. Schulze arbeitet an einem komplexen Fallbeispiel mehrfach heraus (ebd., S. 425-432), dass es vor allem eine Passung der Metaphern zwischen Verfahrenspflegerin und der in dem Streitfall befangenen Mutter ist, die schließlich ihre Tochter nicht mehr gegen deren Willen bei sich hält, sondern den Kontakt mit dem Vater zulässt. Damit bestätigt Schulze auch an einem extremen Beispiel, dass die Passung der Sprachbilder im Gespräch ein wirksamer Faktor von Beratungs- und Therapiegesprächen ist (Buchholz und von Kleist 1995).

Die Analyse der metaphorischen Denkmuster der Professionellen in der Sozialen Arbeit (Schmitt 1995) ergab neun zentrale metaphorische Konzepte des psychosozialen Helfens in der aufsuchenden Einzelfall- und Familienhilfe:

  1. Helfen ist Begleiten: Einzelfallhilfe ist „auf den Weg bringen“, geht von einem „engen“ oder „heimatlosen“ Ort aus und über eine „Gratwanderung“ in einen „Freiraum“.
  2. Helfen ist Entlasten: Einzelfallhilfe ist ein „Unterstützen“ von „belasteten“ KlientInnen, die es „schwer“ haben und deren Bedingungen „erleichtert“ werden sollen.
  3. Helfen ist Binden: EinzelfallhelferInnen knüpfen „Bindungen“ und „Kontakte“, versuchen, ihre KlientInnen im Kiez „einzubinden“, bevor sie sich „abnabeln“.
  4. Helfen an der Behälter-Grenze: Einzelfallhilfe ist Hilfe zum „sich öffnen“, ein „Einmischen“ bei „verschlossenen“ und „Grenzen ziehen“ bei allzu „aufgeschlossenen“ KlientInnen.
  5. Helfen ist Geben (und Nehmen): Einzelfallhilfe ist „Geben“ von Zuwendung, Hilfen, Versorgung, Erfahrung, und „Nehmen“ von Supervision und Beratung.
  6. Helfen ist Klären: Einzelfallhilfe versucht, „durchzublicken“, auch wenn man im „Dunkeln“ tappt, und will „Sichtweisen“ und „Vorstellungen“ bei Eltern, Kind und Amt „klären“.
  7. Helfen ist Nachhilfe, es geht um „Leistungen“, „Erfolge“ und um das tägliche „Pensum“ nicht nur der Hausaufgaben, die KlientInnen sollen (für das Leben) „lernen“.
  8. Räumlich-akustische Metaphorik: Einzelfallhilfe ist Reden „mit“, „über“ und „an“ die Beteiligten, die sich manchmal „herum-“ und „heraus-“reden „im“ Gespräch.
  9. Helfen ist Machen: Einzelfallhilfe zeigt sich als „Herstellen“ von Beziehungen, „Machen“ von alltäglichen Unternehmungen und „Aufarbeiten“ von Defiziten.

In der freien Fallschilderung waren diese metaphorischen Deutungsmuster des Helfens in den Einzelanalysen in individuellen Kombinationen miteinander verbunden. Jedes metaphorische Konzept enthielt eine implizite Diagnostik sowie eine ideale, szenisch formulierte Lösung.

Schröder (2015) hat am Beispiel der Männergewaltberatung beschrieben, wie Klient und Berater sich auf das in ihrem Fall gelingende Beziehungsarrangement verständigen, dass Beratung als Schule zu verstehen ist. Durch die Verbindung der Metaphernanalyse mit der Konversationsanalyse wird deutlich, dass die wechselseitige Bestätigung – und auch Nichtbestätigung – metaphorischer Konzeptualisierung von Gewalt einen sprachlichen Rahmen erst herstellt, der Beratung ermöglicht. Weitere Studien wie die Publikation von Beck (2007) zur Metaphernanalyse in der textbasierten anonymen Onlineberatung mit suizidalen Jugendlichen zeichnen z.B. deren Bilder für Leben, Tod, Sinn und relevante Beziehungen nach und entwickelt Vorschläge für die Beratung.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass viele Themen von NutzerInnen und Professionellen noch nicht metaphernanalytisch bearbeitet sind. Insbesondere fehlen Studien, welche wie bei Schulze (2007) und Schröder (2015) die bestenfalls partielle Passung der Bildwelten von KlientInnen und Professionellen untersuchen und die damit verbundenen Probleme der Kommunikation offenlegen.

4 Kognitiv-linguistische Grundannahmen

Die kognitive Linguistik trug entscheidend zur Klärung des Begriffs der Metapher bei: Lakoff und Johnson (1980, 1999, 2018; Lakoff 1987; Johnson 1987) erweiterten klassische Definitionen der Metapher, postulierten gemeinsame Muster von einzelnen Metaphern und sondierten deren Rolle im individuellen Denken, indem sie den Zusammenhang von Bildsprache und Leiblichkeit berücksichtigten und Metaphern als Elemente der Kultur sahen (zur Einführung: Schmitt, Schröder und Pfaller 2018).

4.1 Begriff der Metapher

Überraschend ist zunächst eine radikale Einfachheit der Definition: „Das Wesen der Metapher besteht darin, daß wir durch sie eine Sache oder einen Vorgang in Begriffen einer anderen Sache bzw. eines anderen Vorgangs verstehen und erfahren können.“ (Lakoff und Johnson 2018, S. 13). Eine Metapher überträgt also Bedeutungen von einem Bereich auf einen anderen. Ein Vorzug dieser Definition besteht darin, dass alltägliche Metaphern erfasst werden können, wie die folgenden Beispiele aus einer Studie zu alltäglichem Alkoholkonsum zeigen (Schmitt 2002): „Es war wie als würde man durch eine dicke Nebelwand durchgucken.“ oder „Du kannst nicht mehr richtig klar denken.“ Diese kursiv gesetzten Redewendungen enthalten drei Elemente einer weiten Definition von Metaphern nach Lakoff und Johnson (2018, S. 20-26):

  • Es lässt sich ein Quellbereich der Metapher, d.h. eine für die Befragten konkret-sinnliche Erfahrungsbasis rekonstruieren: „Nebelwand“ und „nicht klar denken“ verweisen auf visuelle Sinneseindrücke und das Vermögen, Helligkeit, Dunkelheit sowie Grade dazwischen zu unterscheiden.
  • Die Formulierungen beziehen sich zudem auf ein komplexes Ziel, nämlich den Zustand nach einer Intoxikation mit Alkohol.
  • Sie übertragen dabei einen bildlichen Gehalt von einer konkreten semantischen Quelle (unscharfes Sehen) auf ein abstrakteres Ziel (Betrunkenheit).

Alle Redewendungen, in denen Bedeutungen von einer Bild-Quelle auf ein Bild-Ziel übertragen werden, gelten für Lakoff und Johnson als Metapher. Diese weite Definition umfasst Differenzierungen wie Symbol, Chiffre, Vergleich und Allegorie, wie sie in traditionellen sprachwissenschaftlichen Überlegungen üblich waren. Sie fokussiert nur auf den Prozess der Übertragung von Mustern der Wahrnehmung von einem Phänomen auf ein anderes. Diese Übertragung dient gleichermaßen der individuellen Versprachlichung des Phänomens wie der sozial geteilten Sinnstiftung.

4.2 Metaphorische Konzepte

Die wesentliche Neuerung der kognitiven Metapherntheorie bestand in der Erkenntnis, dass Metaphern in der Regel nicht ohne Zusammenhang auftreten, sondern sich bündeln lassen wie z.B. in den folgenden Redewendungen von jugendlichen NikotinkonsumentInnen (Schmitt und Köhler 2006): Der Einstieg in den Konsum ist ein „Kosten“, bevor die Zigarette tatsächlich „schmeckt“; bei einer Erkrankung ist sie einem Befragten „nicht mehr bekommen“, später kam der „Appetit“ wieder. Das gemeinsame Denkmuster in diesen Versprachlichungen lässt sich als das metaphorische Konzept „Rauchen ist Essen“ zusammenfassen. Es naturalisiert den Konsum eines potenziell tödlichen Suchtmittels zur alltäglichen Essensaufnahme. Abstinenz kann in dieser Bildlichkeit nur als fehlender Hunger oder Appetitlosigkeit gedacht werden. Eine Alternative zu diesem metaphorischen Deutungsmuster geben die folgenden Formulierungen: Das „Probieren“ wird als Lernprozess nach der Überzeugung „Übung macht den Meister“ gedeutet, die Rauchenden erscheinen in der Rangskala der Peer Group als „AnfängerInnen“ und „Professionelle“, als „geschult“. Auch diese Redewendungen lassen sich als Konzept fassen: „Rauchen ist Lernen für das Leben“. Das problematische Verhalten wird normalisiert und positiv gedeutet: Abhängige erscheinen als „KönnerInnen“. Die zwei unterschiedlichen Konzepte des Rauchens als Nahrungsmittel und als wünschenswerte Lebenserfahrung neutralisieren die Gefahr, stellen das Rauchen als erstrebenswert dar und immunisieren damit gegen Kritik.

Lakoff und Johnson (1999, S. 50-54) geben Übersichtslisten wichtiger metaphorischer Konzepte vor. Sie benutzten dabei eine Rhetorik, als seien metaphorische Konzepte wie Gegenstände oder naturwissenschaftliche Konstanten „zu entdecken“. Sie explizierten den Prozess des „Findens“ nicht und übersahen, dass sie unreflektiert hermeneutisch operierten. Die systematische Metaphernanalyse (s. Abschnitt 5) ergänzt die Annahmen der beiden Autoren um Praktiken zu einer nachvollziehbaren qualitativen Forschungsmethode. Metaphorische Konzepte sind in diesem Verständnis das Resultat einer hermeneutischen Bemühung, den gemeinsamen Sinn von mehreren Metaphern zu erschließen. Wie bei jeder hermeneutischen Anstrengung sind sie unabgeschlossene und weiter zu verfeinernde (Re-)Konstruktionen.

4.3 Metapherngenerierende Schemata

Neben der Unterscheidung von metaphorischen Redewendungen und metaphorischen Konzepten führten Lakoff und Johnson in ihren Publikationen von 1987 (Lakoff 1987; Johnson 1987) mit „Schemata“ einen dritten Schlüsselbegriff ein. Sie beschreiben kinaesthetic image schemas als einfache, präverbale und gestalthafte Erfahrungen, die selbst noch keine Bildqualität haben, aber als basale Muster hinter den Metaphern zu finden sind.

Räumliche Schemata wurden bereits im ersten Buch von 1980 als orientational metaphors gefasst: sich „obenauf“ zu fühlen, eine „Hochstimmung“ zu erleben und die Gegensätze dazu, also „gesunkene“ Stimmungen und sich „down“ fühlen, „hohen“ moralischen Standards zu folgen oder „niederträchtige“ Handlungen auszuüben usw. Lakoff und Johnson fassten die moralischen Implikationen dieses kulturell üblichen Schemas in einem Konzept „gut ist oben“ (Lakoff und Johnson 1998, S. 22–24.) zusammen, das das Verhältnis von Redewendung, Konzept und Schema zeigt: Alltägliche metaphorische Redewendungen lassen sich zu metaphorischen Konzepten bündeln, die ihrerseits von wenigen Schemata – wie „oben/unten“, „vorne/hinten“ – organisiert werden.

Bedeutete die Annahme von räumlichen Schemata schon eine Ausdehnung des traditionellen Metaphernverständnisses, so überschritt die Annahme weiterer bildgenerierender Schemata den bis dahin üblichen Begriff der Metapher endgültig:

  • Metaphorische Vergegenständlichungen konstruieren abstrakte Phänomene als quantifizierbare Substanzen: „viel Einfluss“, „wenig Liebe“. Vor allem Mengenangaben (mehr, weniger) kennzeichnen diese ikonische Substanzialisierung.
  • Eine zweite Vergegenständlichung nutzt das Gefäß-Schema: Wenn etwas „im“ Gespräch gesagt wird oder „außerhalb“ desselben, dann konstruieren die Präpositionen „in“ und „außerhalb“ die Zeit des Gesprächs als Gefäß.
  • Wenn wir davon reden, dass „die Inflation“ Auswirkungen habe, dann geben wir einem diffusen Geschehen aus ökonomischen und sozialen Einzelphänomenen eine metaphorische Ganzheit, die es erlaubt, sie als kausal wirksames Objekt zu attribuieren: „Die Inflation bewirkt, dass …“ Hier wird das Schema eines singulären handelnden Akteurs auf eine komplexe wirtschaftliche Erscheinung übertragen – eine komplexitätsreduzierende Konstruktion.

Lakoff und Johnson begriffen also die Vergegenständlichung komplexer psychischer oder sozialer Phänomene als Ergebnis eines metaphorischen Prozesses – das war die radikalste und am schwersten zu vermittelnde Ausdehnung des Metaphernbegriffs. Johnson (1987) versuchte, diese zentralen Schemata im Rückgriff auf Kant als kognitive Universalien zu formulieren und mit Bezug auf Piaget ihre körperliche, sensomotorische Fundierung zu erklären. Er begriff sie phänomenologisch als nicht weiter hintergehbare, einfachste Grundmuster der Wahrnehmung und des Denkens.

Die Kenntnis der hier genannten metapherngenerierenden Schemata hilft, Metaphern zu erkennen. Für die qualitative Forschung sind jedoch die auf den Schemata aufbauenden, spezifischer zu formulierenden metaphorische Konzepte am ertragreichsten, denn in ihnen bündeln sich komplexere Muster des Denkens, der Wahrnehmung, der affektiven Empfindung und des Handelns.

4.4 Metaphorische Kognition

Psychologische Untersuchungen zum Problemlösungsverhalten verweisen auf einen engen Zusammenhang von metaphorischer Kognition und Handlungsplanung (Gibbs 2006; Moser 2001). Metaphern prägen unser Denken und Handeln durch die beiden kognitiven Mechanismen des highlighting und hiding: Sie heben bestimmte Aspekte heraus und vernachlässigen andere bzw. verhindern sogar deren Wahrnehmung. So fokussiert beispielsweise in der Debatte um Einwanderung die Metapher, dass „das Boot voll“ sei, ein räumliches Bedrängtheitsgefühl und eine Knappheit an Ressourcen. In der Metapher verschwindet, dass Einwanderung nichts mit räumlicher Enge zu tun hat, Ressourcen im Vergleich zu den Ausgangsländern der Einwanderung reichlich vorhanden sind und Integration etwas anderes ist als das einmalige Klettern über einen Bootsrand. Metaphern konstruieren, beleuchten und verdunkeln Zusammenhänge: So leiten sie Denken, Handeln und Fühlen an.

4.5 Embodiment: Metaphern und Körper

Bereits oben wurde formuliert, dass Schemata einfache Strukturen aus einfachen und gestalthaften Erfahrungen (z.B. Höhe und Tiefe, Behälter) darstellen, die sich metaphorisch auf komplexe, tabuisierte oder neue Sachverhalte übertragen lassen. Als Quelle der Schemata dienen oft körperlich erfahrbare Dimensionen oder einfache Handlungsabläufe, die als elementare Muster des Verstehens abstrakter Zielphänomene genutzt werden. So verweist das Schema eines Wegs mit Anfang und Ziel auf ein früh erlebtes Handlungsmuster seit dem ersten Krabbelversuch, das eine Vielzahl von Metaphern des „Lebenslaufs“ generiert und uns von „Fortschritt“, „Rückschritt“ und „Zielen“ reden lässt. Die Fundierung der Metaphorik in der körperlichen Erfahrung wurde bereits im ersten Buch immer wieder behauptet (Lakoff and Johnson 1980, S. 61–69), aber erst in der Publikation von 1999 mit einigen empirischen Studien unterlegt, die z.B. die Entwicklung der Metapher des Sehens für kognitive Vorgänge („Einsicht“, „Klarheit“) in entwicklungspsychologischen Studien rekonstruierten (Lakoff und Johnson 1999, S. 46–49).

4.6 Metaphern und Kultur

Um die kulturelle Strukturierung unserer Erfahrung vom Standpunkt der kognitiven Linguistik zu fassen, führten Lakoff und Johnson (1998, S. 31-34) den Begriff der Kohärenz ein: Wir leben in einer Kultur, in welcher Glück, Tugend, Macht, Status, Gesundheit etc. in der Regel recht kohärent mit Metaphern der Höhe bedacht werden, die gegenteiligen Begriffe werden metaphorisch mit Tiefe assoziiert: „Unterlegenheit“, sozialer „Abstieg“, in der Achtung von jemand „sinken“ etc. Das gilt auch für soziale Gruppen mit abweichenden Werten: Lakoff und Johnson postulierten, dass elementare Werte einer Kultur auch in deren Subkulturen mit ihren zentralen metaphorischen Strukturierungen konvergieren. So wird selbst in religiösen Minderheiten unserer Kultur das metaphorische Konzept „gut ist oben“ gebraucht – vom „geistigen Wachstum“ bis zum Himmel als Ort „höchster“ Autoritäten. Die Strukturierung der Erfahrung durch die kulturellen Schemata wurde von Lakoff (1987) mit Analysen der Sprache der australischen UreinwohnerInnen und Japans untermauert; ihm sind AnthropologInnen (Kimmel 2004; Quinn 1987) gefolgt. Gibbs (1997, 2013) hat darauf hingewiesen, dass die Überlegung, ob denn Metaphern aus einem individuell-kognitiven, körperlichen oder kulturellen Ursprung abzuleiten sind, das Erlebte unzulässig zerreißt, weil Metaphern gerade diese Ebenen verbinden. Er plädiert dafür, bildhafte Sprache als emergentes Phänomen des Austausches von Körper, Welt und individuellem Geist zu deuten.

4.7 Die psychologische und sozialwissenschaftliche Weiterentwicklung

Lakoff und Johnson vermitteln ihren Metaphernbegriff nicht mit psychologischen oder sozialwissenschaftlichen Denktraditionen. Vor allem eine Anknüpfung an Schütz (2004 [Orig. 1953]) liegt auf der Hand. Schütz differenzierte, dass Forschende in den Sozialwissenschaften es mit bereits interpretierten Phänomenen (Konstruktionen erster Ordnung) zu tun hätten, und folgerte, dass ihre eigene Leistung also „Konstrukte einer zweiter Ordnung“ (Schütz 2004, S. 457) darstellten. Jenseits des alltäglichen Verstehens unter pragmatischen Zwängen gehe es darum, ein Verstehen zweiter Ordnung zu ermöglichen, das die Art und Weise, wie im Alltag verstanden werde, rekonstruiere. Die Metaphernanalyse kann an diese Figur unmittelbar anschließen: Wenn zum Beispiel über eine Diskussion gesagt wird, jeder schwache Punkt der Argumentation sei „attackiert“ worden, obwohl eine gute Argumentations„strategie“ genutzt worden sei, oder dass sich jemand hilflos „verteidigt“ hätte, dann ist in der Lebenswelt eine Deutung lebendig, die das Verstehen des Phänomens „Diskussion“ durch die Brille der Metapher des Kampfes strukturiert (Lakoff and Johnson 1980, S. 4–6). Metaphernanalysen versuchen, diese lebensweltlich und ungewusst genutzten metaphorischen Muster des Verstehens ihrerseits als Verstehen des Verstehens zu rekonstruieren, d.h. im Sinne von Schütz als „Konstruktion 2. Ordnung.“

4.8 Metaphorische Konzepte, Deutungsmuster und verwandte Begriffe

Über Schütz hinaus bleibt die Rolle der Metaphern in der sinnverstehenden psychologischen und sozialwissenschaftlichen Forschung ungeklärt. Der implikationsreiche Metaphernbegriff der kognitiven Linguistik regt den Vergleich mit folgenden Begriffen an (ausführlich: Schmitt 2017, S. 117–188):

  • Der Begriff des „Deutungsmusters“ nach Oevermann (2001) liegt nahe, weil Oevermann auf die Überlegungen Max Webers zur protestantischen Ethik als Beispiel verweist, das in dem Kernkonzept „Zeit ist Geld“ ebenfalls in Lakoff and Johnson (1980, S. 7-9) diskutiert wird.
  • Die Überlegungen von Bourdieu (1998) zum Begriff des Habitus berühren das Konzept des „embodiments“ von Metaphern (Johnson 1987) in der Annahme, der Körper sei Sediment wie Akteur sozialer Strukturierungen.
  • Moscovici (1995) geht in seiner Theorie Sozialer Repräsentationen davon aus, dass diese einen bildlichen Kern besitzen.
  • Einige Varianten von Diskursanalysen, vor allem die Critical Discourse Analysis (van Dijk 2011) gehen davon aus, dass Diskurse von den fokussierenden, abwertenden wie ausblendenden Effekten metaphorischer Denkweisen mitorganisiert werden.
  • Polányi (1985) geht von einem „tacit knowledge“ aus, das begrifflich nicht expliziert werden kann; Moser (2001) identifiziert Metaphern als eine der wenigen Möglichkeiten, dieses Wissen sprachlich sichtbar zu machen.

Es wäre aus der heterogenen Logik unterschiedlicher Forschungsfragen und Theoriekulturen heraus problematisch, den Begriff des metaphorischen Konzepts einem bestimmten psychologischen oder sozialwissenschaftlichen Theoriebezug unterzuordnen. Zudem muss daran gedacht werden, dass eine Methodik – und die damit verbundene Begrifflichkeit – den mit einer Forschungsfrage gegebenen Raum u.U. nicht gänzlich ausschöpft, also Triangulationen mit anderen, nicht-metaphernanalytischen Methoden sinnvoll sein können (Flick 2011).

5 Vorgehensweise der systematischen Metaphernanalyse

Zentrale Schritte verschiedener metaphernanalytischer Vorgehensweisen bestehen darin, zunächst Metaphern zu identifizieren und zu sammeln (z.B. „Flut von Immigranten“), dann zu bedeutungsähnlichen Clustern (metaphorischen Konzepten) zu ordnen (z.B. Redewendungen, dass Flüchtlinge „einsickern“ und vor einem „Dammbruch“ gewarnt wird) und zuletzt die impliziten Deutungsmuster dieser Cluster zu rekonstruieren. In den bekannten Verfahren sind diese drei zentralen Vorgehensweisen z.T. deutlich ausdifferenziert. Die Vorgehensweisen bei Metaphernanalysen unterscheiden sich darin, in welchem Ausmaß auf die Theorie der kognitiven Linguistik zurückgegriffen wird (Überblick weiterer Varianten siehe Schmitt 2018, S. 538–559). Die folgende Skizze zeigt das Ablaufschema einer systematischen Metaphernanalyse (Schmitt 2017, S. 442–538).

  • Zielbereiche identifizieren: Welche Phänomene stehen im Fokus der Forschungsfrage und sollten als Zielbereiche einer Metaphorisierung untersucht werden (z.B. Alkoholabhängigkeit, Abstinenz)?
  • Sammlung der kulturellen Hintergrundmetaphern der Zielbereiche und Eigenanalyse: Um die kulturell übliche Metaphorisierung eines Themas zu erfassen, wird ein Horizont von möglichen Metaphernfeldern zu den Zielbereichen aus heterogenen Materialien (Lexika, Broschüren, Zeitungen, Protokolle, Publikationen) gesammelt (kultureller Vergleichshorizont). Die eigenen Metaphern der Interpretierenden für das Thema werden erhoben, da sie sonst als gegeben hingenommen und übersehen werden (Reflexion der Standortgebundenheit).
  • Erhebung des Materials: Da die Metaphernanalyse durchaus aufwendig ist, wird ein sparsames Sampling (theoretical sampling sensu Grounded-Theory-Methodologie, Glaser und Strauss 1998 [1967]) oder eine maximale Variation der Perspektive (Kleining 1995) vorgeschlagen. Metaphernanalysen können alle schriftlichen Dokumente (Interviews, Internetkommunikation, theoretische Literatur u.a.) nutzen.
  • Systematische Analyse einer Gruppe bzw. eines Einzelfalls: Zunächst wird in den Texten nach metaphorischen Bestandteilen gesucht, die für die Beantwortung der Forschungsfrage relevant sind; alle metaphorischen Wendungen samt ihres unmittelbaren Kontextes werden in einer separaten Liste erfasst. Kulturelle bzw. individuelle metaphorische Konzepte werden aus dieser Liste durch systematischen Vergleich im Hinblick auf gemeinsame Quellbereiche und gemeinsame Zielbereiche rekonstruiert. Diese zentralen hermeneutischen Schritte identifizieren die in einem Text vorkommenden metaphorischen Denkmuster. Sie sind getrennt und nacheinander durchzuführen, um vorschnelle und über-interpretierende Deutungen zu vermeiden; je nach Forschungsfrage erfolgen sie einzelfall- oder gruppenbezogen.
  • Interpretation mithilfe einer Heuristik: Die Rekonstruktion der in den metaphorischen Konzepten verdichteten Sinnstrukturen bedient sich einer Heuristik, die Ausgangspunkte von möglichen Interpretationen versammelt: der Vergleich metaphorischer Konzepte untereinander, die Analyse von hiding und highlighting des jeweiligen metaphorischen Musters, die Rekonstruktion der davon bezeichneten Handlungen, Einstellungen und Emotionen, das Fehlen von Konzepten u.a.
  • Triangulation, Gütekriterien: Die Notwendigkeit einer Triangulation von Auswertungsmethoden ist von der Forschungsfrage abhängig: Zielt die Frage über Phänomene hinaus, die von der Metaphernanalyse rekonstruiert werden können, ist die Einbeziehung anderer Methoden sinnvoll; so z.B. bei einer Analyse von Gesprächsabläufen die Kontrastierung mit der Konversationsanalyse (Schröder 2015; Tay 2013). Gütekriterien einer Metaphernanalyse werden in Anlehnung an die neuere Diskussion von Gütekriterien in qualitativer Forschung in Schmitt (2017) diskutiert (u.a. Ausdifferenziertheit der gefundenen metaphorischen Konzepte, Ausmaß ihrer Sättigung mit Material, Ausführlichkeit der Rekonstruktion ihrer Implikationen; allgemein zu Gütekriterien s. auch Steinke 2012).
  • Darstellung: Möglich sind narrative, tabellarische und visuelle Darstellungen typischer metaphorischer Konzepte, die Entfaltung ihrer (konkurrierenden) Sinngehalte und die Diskussion der im Vergleich zum kulturellen Hintergrund fehlenden Metaphorik.

6 Fazit

Bald vier Jahrzehnte nach der ersten Publikation von Lakoff und Johnson scheint ihr Metaphernbegriff, der das bildgesteuerte Denken des Alltags erfasst, in der qualitativen Forschung anzukommen. Die Metaphernanalyse verbindet Annahmen der kognitiven Linguistik mit der der kritischen Diskussion der Gadamerschen Hermeneutik durch Habermas und entwickelt daraus eine nachvollziehbare qualitative Forschungsmethodik (Schmitt 2017; Schmitt, Schröder und Pfaller 2018).

7 Quellenangaben

Beck, Claudia, 2007. Die Metaphernanalyse in der textbasierten Online-Beratung. In: e-beratungsjournal.net [online]. 3(2) September 2007 [Zugriff am: 06.11.2018]. Verfügbar unter: http://www.e-beratungsjournal.net/ausgabe_0207/beck.pdf

Beneke, Tim, 1982. Men On Rape: What they have to say about sexual violence. New York: St. Martin's Press. ISBN 978-0-312-52950-5

Bourdieu, Pierre, 1998. Praktische Vernunft. Zur Theorie des Handelns. Frankfurt am Main: Suhrkamp. ISBN 978-3-518-11985-3

Buchholz, Michael B. und Cornelia von Kleist, 1995. Metaphernanalyse eines Therapiegespräches. In Michael B. Buchholz, Hrsg. Psychotherapeutische Interaktion. Qualitative Studien zu Konversation und Metapher, Geste und Plan. Opladen, Westdeutscher Verlag, S. 93–126. ISBN 978-3-531-12755-2

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Autor
Prof. Dr. Rudolf Schmitt
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Zitiervorschlag
Schmitt, Rudolf, 2018. Metaphernanalyse [online]. socialnet Lexikon. Bonn: socialnet, 03.12.2018 [Zugriff am: 10.12.2018]. Verfügbar unter: https://www.socialnet.de/lexikon/Metaphernanalyse

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veröffentlicht am 03.12.2018

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