Offene Kinder- und Jugendarbeit
Prof. Dr. Larissa von Schwanenflügel, Moritz Schwerthelm
veröffentlicht am 03.08.2026
Die Offene Kinder‑ und Jugendarbeit ist ein Handlungsfeld der Kinder‑ und Jugendhilfe, welches sich freiwillig, offen und diskursiv an alle jungen Menschen im Alter von 6 bis 27 Jahren richtet, um sie in ihren Prozessen des Aufwachsens zu begleiten.
Überblick
- 1 Zusammenfassung
- 2 Rechtliche Grundlage und Finanzierung
- 3 Funktionen, Ziele und Aufgaben
- 4 Institutionelle Strukturcharakteristika als Potenziale
- 5 Theoretisch-konzeptionelle Bezüge
- 6 Umsetzungsdefizite von Bildung und Partizipation
- 7 Ausblick
- 8 Quellenangaben
1 Zusammenfassung
Die Offene Kinder‑ und Jugendarbeit (OKJA) ist ein Handlungsfeld der Kinder‑ und Jugendhilfe. Sie kann freiwillig in Anspruch genommen werden und richtet sich potenziell an alle jungen Menschen. Ihr Auftrag ist es, diese in ihren Prozessen des Aufwachsens zu begleiten und dabei an deren Interessen und Anliegen anzuknüpfen. Zu den Einrichtungstypen, in denen OKJA zu finden ist, gehören unter anderem Kinder‑ und Jugendhäuser, Offene Treffs, Jugendclubs, Jugendkulturzentren, Jugendfreizeiteinrichtungen, Bauspiel‑ und Aktivspielplätze, Jugendfarmen und mobile, aufsuchende Angebote. Die rechtliche Grundlage bildet das Sozialgesetzbuch VIII (SGB VIII). Finanziert werden die Angebote hauptsächlich durch öffentliche Mittel. Dabei werden durch relativ geringe finanzielle Mittel viele Adressat*innen erreicht und begleitet.
Strukturell charakteristisch sind die Prinzipien der Freiwilligkeit, der Offenheit und der Diskursivität. Die Arbeit basiert auf den Konzepten der Subjektorientierung, Demokratiebildung, Sozialraumorientierung, Diversitätsorientierung und Inklusion. Empirisch wurde belegt, dass die OKJA einen biografisch bedeutsamen Erfahrungsraum des Aufwachsens darstellt, vorausgesetzt, Fachkräfte nutzen und gestalten die institutionellen Potenziale aktiv und professionell.
Große Herausforderungen sind die unsichere Finanzierung, politische Interventionen antidemokratischer Akteure, das Handeln in Widersprüchen zwischen gesellschaftlichen Krisen einerseits und den fachlichen Kernaufgaben andererseits sowie die Vermittlung von Orientierung für junge Menschen angesichts der rasanten gesellschaftlichen Veränderungen durch Bildung und Partizipation.
2 Rechtliche Grundlage und Finanzierung
Die Offene Kinder‑ und Jugendarbeit ist nach den Hilfen zur Erziehung und den Kindertagesstätten das drittgrößte Handlungsfeld der Kinder‑ und Jugendhilfe. Ihre Ziele und Aufgaben sind auf Bundesebene im Kinder‑ und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) sowie in den Ausführungsgesetzen der Bundesländer geregelt. Adressat*innen sind laut Bundesgesetz junge Menschen zwischen 6 und 27 Jahren.
Diese Angebote sind vom Anspruch her freiwillig, partizipativ und inhaltlich meist nicht vorbestimmt. Insofern sind sie offen für unterschiedliche junge Menschen mit ihren unterschiedlichen (Bildungs-)Themen und Anliegen. So ist die OKJA – ausgehend von den Interessen der Nutzenden und ihren Lebenswelten – ein Handlungsfeld der außerschulischen Kinder‑ und Jugendbildung mit Ansätzen allgemeiner, politischer, sozialer, gesundheitlicher, sportlicher, kultureller, naturkundlicher und technischer Bildung (§ 11 SGB VIII). Dabei hat sie den fachlichen Anspruch, subjekt‑ und demokratiebildende, diversitätsorientierte und sozialraumorientierte Ansätze zu verfolgen.
Finanziert wird die OKJA maßgeblich durch öffentliche Mittel. Zuletzt beliefen sich die Ausgaben für die gesamte Kinder‑ und Jugendarbeit bundesweit auf 2,1 Mrd. €, was gemeinsam mit den Ausgaben für die Jugendsozialarbeit 3,3 % der öffentlichen Ausgaben für die gesamte Kinder‑ und Jugendhilfe ausmacht – zum Vergleich: Die Ausgaben für die Kindertagesbetreuung beliefen sich auf 48,8 Mrd. €, die für Hilfen zur Erziehung auf 16,9 Mrd. € (Autor*innengruppe Kinder‑ und Jugendhilfestatistik 2024, S. 161). Diese Zahlen machen deutlich, dass die OKJA – im Vergleich zu anderen pädagogischen Feldern – mit relativ geringen Ausgaben viele junge Menschen erreichen und Bildungs‑ und Partizipationsprozesse eröffnen kann. Dabei entfaltet sie durchaus präventive Effekte, ohne den Adressat*innen ihre Handlungsfähigkeit abzusprechen.
3 Funktionen, Ziele und Aufgaben
Grundsätzlich ist es die Aufgabe von OKJA, das Aufwachsen in einer sich stetig verändernden Gesellschaft zu begleiten, die das Jungsein und damit auch Erwartungen und Rahmenbedingungen von OKJA prägt.
Kindheit und Jugend werden hierbei als eigenständige Lebensphasen verstanden, welche mit spezifischen Entwicklungsaufgaben und entsprechenden gesellschaftlichen Erwartungen verbunden sind, die das Aufwachsen junger Menschen und ihre Handlungsmöglichkeiten bestimmen. Dazu gehört zum Beispiel die Erwartung, einen (guten) Schulabschluss zu erreichen, (realistische) Berufsvorstellungen zu entwickeln, leistungsbereit zu sein oder gesellschaftlich Verantwortung zu übernehmen.
Junge Menschen müssen sich damit auseinandersetzen, sind aber keine „Produkte“ dieser Erwartungen – sie können sich die Erwartungen zu eigen machen oder sie verwerfen (Scherr 2021, S. 643). Zugleich müssen junge Menschen Kritik‑ und Selbstbestimmungsfähigkeit erst noch entwickeln, was eine aktive Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Normen und Zwängen voraussetzt.
Aufgabe der OKJA ist es, diese Prozesse zu begleiten und Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen diese Auseinandersetzung stattfinden kann. Sie verfolgt dabei das Ziel, junge Menschen zu Selbstbestimmung sowie gesellschaftlicher Mitbestimmung und Mitverantwortung anzuregen und zu befähigen. Damit wird deutlich: Ihr Zugang zu jungen Menschen ist kein problemorientierter. Soziale Ungleichheit und Benachteiligung junger Menschen werden berücksichtigt, aber anders als in den meisten anderen Feldern der Kinder‑ und Jugendhilfe, sind sie nicht Ausgangspunkt pädagogischen Handelns und auch keine Bedingung für einen Leistungsanspruch.
Die mit Kindheit und Jugend verbundenen gesellschaftlichen Erwartungen prägen zugleich die spezifische, ambivalente Position der OKJA als Institution und Organisation zwischen Staat und Zivilgesellschaft. Denn ihre Aufträge erhält sie von mindestens zwei – miteinander in Spannung stehenden – Seiten: Einerseits orientiert sie sich an den Interessen und Anliegen junger Menschen und versteht sich als anwaltschaftliches sowie emanzipatorisches Handlungsfeld für junge Menschen mit (jugend-)politischem Mandat. Andererseits werden ihr als öffentlich finanziertem, sozialpädagogischen Feld auch Aufträge von Staat und Behörden zugewiesen, die stärker auf eine Anpassung an gesellschaftliche Normen und Erwartungen gerichtet sind. Die Träger und Fachpersonen der OKJA stehen hier vor der Herausforderung, diese zugeschriebenen, spannungsreichen Funktionen zu vermitteln und im pädagogischen Alltag miteinander in Einklang zu bringen (Schwerthelm 2025).
Obwohl OKJA gesetzlich den Auftrag zur Förderung von Partizipation und Bildung hat und der § 11 SGB VIII dazu ganz konkret Wirkungs‑ und Handlungsziele vorgibt (Schwerthelm und Sturzenhecker 2016), übernimmt sie empirisch en passant auch Funktionen der Hilfe und Kontrolle (Schwerthelm 2021). Dies geschieht beispielsweise dort, wo Einrichtungen systematisch Angebote der Hausaufgabenhilfe und Bewerbungsunterstützung, Gewalt‑ oder Suchtprävention anbieten, ohne dass junge Menschen ein konkretes Interesse oder einen entsprechenden Bedarf zum Ausdruck bringen. OKJA zielt hier eher auf ein reibungsloses Funktionieren junger Menschen und adressiert sie als potenziell problematisch und gefährdet.
Diese ambivalenten, hybriden Funktionen begleiten die OKJA auch schon seit der Nachkriegszeit durch ihre Geschichte. Mit der Einführung des Kinder‑ und Jugendhilfegesetzes 1991 wurde die Kinder‑ und Jugendarbeit gesetzlich allerdings klar zum lebensweltlichen Mandat hin orientiert. Wenn die Ambivalenzen damit auch nicht aus der Welt geschafft wurden, wird dort die Selbst‑ und Mitbestimmung junger Menschen klar als Wirkungsziel definiert. Kinder‑ und Jugendarbeit soll Kinder und Jugendliche „zur Selbstbestimmung befähigen und zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und zu sozialem Engagement anregen und hinführen“ (§ 11 SGB VIII).
Ebenfalls wird beschrieben, wie sie dies tun soll, ihre Handlungsziele werden also definiert: Sie soll „Angebote der Jugendarbeit zur Verfügung […] stellen“, die „an den Interessen junger Menschen anknüpfen und von ihnen mitbestimmt und mitgestaltet werden“. Diese gesetzliche „Aufgabenzuweisung“ (Münder et al. 2009, S. 151) legt konzeptionelle Grundorientierungen der Subjekt-, Lebenswelt-, Bildungs‑ und Partizipationsorientierung nahe.
Nimmt man den § 1 SGB VIII als allgemeine Aufgabenzuweisung für die gesamte Kinder‑ und Jugendhilfe und damit auch für die OKJA hinzu, entsteht darüber hinaus ein (jugend-)politisches Mandat, weil es Aufgabe ist
- das „Recht [jedes jungen Menschen] auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer selbstbestimmten, eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit“ zu verwirklichen und
- dazu beizutragen, „positive Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familien sowie eine kinder‑ und familienfreundliche Umwelt zu erhalten oder zu schaffen“.
Damit begrenzt sich ihr Auftrag nicht nur auf ihre Angebote und Einrichtungen, sondern erweitert sich explizit auf die allgemeinen Lebensbedingungen und damit auf die sozialräumlichen Bezüge junger Menschen im kommunalen Raum.
Um diese Wirkungs‑ und Handlungsziele der Beteiligung, der Bildung und der Jugendpolitik zu erreichen, kann die OKJA ihre institutionellen Charakteristika der Freiwilligkeit, Offenheit, Diskursivität und Partizipation nutzen.
4 Institutionelle Strukturcharakteristika als Potenziale
Aus ihrer Position im institutionellen Gefüge der Kinder‑ und Jugendhilfe entstehen Strukturcharakteristika der OKJA (Sturzenhecker 2005), die sowohl Potenziale als auch Risiken für die Umsetzung ihrer Wirkungs‑ und Handlungsziele der Bildung und Partizipation beinhalten. Fachkräfte der OKJA müssen diese Potenziale mit den Nutzenden gemeinsam gestalten. Insofern können sie auch als Herausforderungen beschrieben werden.
Dies beginnt mit der Freiwilligkeit der Teilnahme junger Menschen an den Angeboten der OKJA. Sie schafft ein partizipatives Grundmoment, weil die Besucher*innen zumindest theoretisch jederzeit ihre Teilnahme beenden können. Gleichzeitig kann davon ausgegangen werden, dass die freiwillige Teilnahme auch zu Unverbindlichkeit führen kann und sich Nutzende beispielsweise Konflikten oder für sie unüblichen Handlungs‑ und Aneignungsweisen entziehen. Fachkräfte berichten, dieser Unverbindlichkeit durch eine intensivere Beziehungsgestaltung begegnen zu wollen, die Verlässlichkeit und Anerkennung schafft (Schröder 2013, Schwerthelm 2015). Dies verbindet sich mit einer Vielzahl an Care-Tätigkeiten, die die Fachkräfte leisten und die bisher für die OKJA wenig beschrieben sind (Sturzenhecker 2026, i.E.).
Ein weiteres institutionelles Charakteristikum – dem die OKJA auch ihren Namen verdankt – ist die inhaltliche und zielgruppenbezogene Offenheit. Dabei liegt der Fokus auf den Stärken und Interessen junger Menschen. Problemstellungen können zum Thema gemacht werden, stehen aber nicht im Vordergrund. OKJA wendet sich damit potenziell an alle jungen Menschen und adressiert sie in ihrer ganzen Unterschiedlichkeit, was Alter, Geschlecht, sozialer Kontext, sexuelle Orientierung, ethnische Zugehörigkeit oder mögliche Einschränkungen, aber auch was ihre Lebensgeschichte und Individualität angeht. Daraus ergeben sich unterschiedliche Interessen und Anliegen junger Menschen. An diese anknüpfen kann OKJA nur dann, wenn sie sich – inhaltlich offen – in Dialog und Aushandlungsprozesse darüber begibt, was, wann und auf welche Weise im Alltag der Einrichtung realisiert werden soll (Schwerthelm und Sturzenhecker 2016, S. 5).
Auch der Anspruch einer zielgruppenbezogenen Offenheit muss aktiv hergestellt werden. Eine OKJA, die unterschiedliche junge Menschen erreichen will, muss sich mit den unterschiedlichen Zugängen und Voraussetzungen auseinandersetzen, die diese mitbringen. Damit ist sie zugleich einem weiten Inklusionsverständnis verpflichtet, welches darauf zielt, Barrieren sowie Teilnahme‑ und Teilhabehindernisse für alle jungen Menschen abzubauen (Ilg und Schwanenflügel 2025, S. 121).
Da Freiwilligkeit und Offenheit dazu führen, dass die Beteiligten immer wieder neu miteinander klären müssen, was sie wann, wie, wozu tun möchten, entsteht ein weiteres institutionelles Charakteristikum: die Diskursivität. Sie kann ebenfalls als partizipatives Potenzial der OKJA beschrieben werden. Theoretisch haben die Besucher*innen von OKJA jederzeit die Möglichkeit, ein Angebot nicht wahrzunehmen, sich der Einrichtung und dem pädagogischen Zugriff zu entziehen. Im Alltag der OKJA treten solche diskursiven Momente jedoch häufig sehr subtil auf und Fachkräfte brauchen die Kompetenz, diese wahrnehmen zu können (Müller et al. 2008) und in Prozesse der Mitgestaltung sowie Mitbestimmung zu überführen (Sturzenhecker und Schwerthelm 2015). Andernfalls besteht die Gefahr, dass Partizipationsversuche der Kinder und Jugendlichen in diesen Momenten von Fachkräften auch übersehen oder übergangen werden.
5 Theoretisch-konzeptionelle Bezüge
Da die institutionellen Charakteristika aktiv gestaltet werden müssen, greifen die zentralen, einschlägigen Theorieansätze und Konzepte der OKJA bzw. der Kinder‑ und Jugendarbeit insgesamt diese als Arbeitsprinzipien auf.
5.1 Subjektorientierte Kinder‑ und Jugendarbeit
Eine subjektorientierte Kinder‑ und Jugendarbeit, wie sie Albert Scherr (1997) konzipiert hat, zielt darauf, „Heranwachsende zu einer eigenverantwortlichen und selbstbestimmten Lebensführung sowie dazu zu befähigen, das Recht Anderer anzuerkennen, ihr Leben eigenverantwortlich und eigensinnig zu gestalten“ (Scherr 2021, S. 640). Das beinhaltet ein Verständnis junger Menschen als eigenständige und entwicklungsfähige Subjekte, die grundsätzlich in der Lage sind, sich mit den an sie gerichteten gesellschaftlichen Erwartungen, Vorgaben und Rahmenbedingungen auseinanderzusetzen, Abwägungen vorzunehmen und zu eigenen Entscheidungen zu kommen.
Das Konzept geht zugleich davon aus, dass junge Menschen Mündigkeit und Autonomie erst entwickeln müssen und Subjektentwicklung ein Prozess ist, in dem sie diese Fähigkeiten schrittweise erweitern (Scherr 1997, S. 54). Die Ressourcen sowie die Handlungs‑ und Entscheidungsmöglichkeiten, auf die junge Menschen dabei zurückgreifen können, sind jedoch ungleich verteilt. Subjektentwicklung kann also strukturell begrenzt sein, behindert oder beschädigt werden (Scherr 2021, S. 639). OKJA kommt daher der Auftrag zu, „sich umfassend mit deren Lebenswirklichkeit vor dem Hintergrund der Frage auseinander zu setzen, welche Möglichkeiten und Beschränkungen einer selbstbestimmten Lebenspraxis Jugendliche vorfinden und welcher Beitrag pädagogisch zur Erweiterung der Selbstbestimmungsfähigkeit Jugendlicher erbracht werden kann“ (Scherr 1997, S. 58).
Eine so verstandene Ermöglichung und Begleitung von Subjektentwicklung ist nur in dialogischer Auseinandersetzung denkbar, die darauf zielt, die subjektive Perspektive junger Menschen zu erschließen, an ihren Interessen und Anliegen anzuknüpfen und hiervon ausgehend Jugendarbeit gemeinsam und partizipativ mit ihnen zu gestalten.
5.2 Demokratische Kinder‑ und Jugendarbeit
OKJA als einen demokratischen und damit zugleich demokratiebildenden Ort zu konzipieren, wie es insbesondere Benedikt Sturzenhecker (2013) ausbuchstabiert hat, schließt an diese Perspektive an: Die (sich entwickelnde) Selbstbestimmung(sfähigkeit) des Einzelnen geht immer damit einher, dass sie auf die Selbstbestimmungsanliegen anderer Menschen trifft. Das erfordert demokratische Aushandlungsprozesse unterschiedlicher Interessen und Anliegen (Schwerthelm und Sturzenhecker 2016, S. 10). So müssen sich Selbst‑ und Mitbestimmung zwangsläufig verknüpfen.
Eine so verstandene OKJA erkennt das Recht junger Menschen an, sich frei und gleichberechtigt an (öffentlichen) Diskussionsprozessen, gemeinsamer Willensbildung und Entscheidungsfindung zu beteiligen (Sturzenhecker 2013). Sie versteht junge Menschen außerdem als gesellschaftlich Handelnde, die bereit sind, sich für ihre Belange einzusetzen (Sturzenhecker 2021, S. 1001). Partizipation gilt als Modus, in dem dieses Recht ausgeübt und Macht geteilt wird – wobei letztere (vor allem auch in pädagogischen Kontexten) ungleich verteilt ist (von Schwanenflügel und Schwerthelm 2021).
Konkret bedeutet das, den Alltag der OKJA im Sinne einer „embryonic society“ (Dewey 1907) gemeinsam und aushandlungsorientiert so zu organisieren, dass reale Mitentscheidungs‑ und Mitgestaltungsmöglichkeiten für junge Menschen entstehen. Das heißt, Macht zu teilen und so die Macht der Pädagog*innen demokratisch zumindest zu begrenzen. In Bezug auf den Bildungsaspekt bedeutet dies jedoch auch, dass Fachpersonen die Aufgabe zukommt, Erfahrungen demokratischen Handelns zu eröffnen, aber auch die Reflexion des Handelns und Aushandelns anzuregen.
Das Handeln der Fachkräfte ist nicht nur auf die eigene Einrichtung beschränkt. Diese ist als Teilgesellschaft zu verstehen, die „vielfach mit der Gesellschaft und besonders der sie umgebenden Kommune verknüpft“ (Sturzenhecker 2015, S. 60) ist. Sie zielt zudem auf die Schaffung und den Erhalt positiver Lebensbedingungen von jungen Menschen (§ 1 SGB VIII). Hier sind auch Anknüpfungspunkte zu Ansätzen der politischen Bildung erkennbar (Schwerthelm und Sturzenhecker 2025).
5.3 Sozialraumorientierte Kinder‑ und Jugendarbeit
Ulrich Deinet (2009) erarbeitete das Konzept einer sozialraumorientierten Kinder‑ und Jugendarbeit. Ein zentraler Bezugspunkt ist der Begriff der Aneignung, welcher die Entwicklung von Menschen als einen Prozess der eigentätigen Auseinandersetzung mit den Gegenständen der Welt und der darin eingeschriebenen Eigenschaften und Fähigkeiten beschreibt (Deinet 2009, S. 28). Menschen erweitern ihre Handlungsmöglichkeiten und ‑räume über Prozesse der Aneignung und verändern dabei ihrerseits zugleich die Welt und ihre Gegenstände, wenn sie zum Beispiel Räume, Sprache oder Handlungen anders nutzen als vorgesehen. Eine sozialraumorientierte OKJA ist daher „an den Handlungsräumen und Aneignungsformen von Kindern und Jugendlichen orientiert“ (Deinet und Krisch 2021, S. 1055).
Sozialraum versteht Raum als Ergebnis sozialer Praktiken, der erst über die Tätigkeit von Menschen zum sozialen Raum wird (a.a.O., S. 1057). Das bedeutet für die Praxis, Räume, Settings und Angebote so zu arrangieren, dass sie selbstbestimmt gebraucht, verändert, verfremdet, umgenutzt werden können, bzw. zu eigentätiger Aneignung einladen. OKJA versteht sich zudem als Teil der sozialräumlichen und lebensweltlichen Bezüge junger Menschen. Sie sieht sich damit auch zuständig für die Themen im Stadtteil beziehungsweise der Kommune, die für ihre Zielgruppe relevant sind. OKJA sucht Räume, Orte, Gelegenheiten, Handlungsmöglichkeiten für junge Menschen zugänglich und nutzbar zu machen und damit eine Beteiligung am gesellschaftlichen, beziehungsweise kommunalpolitischen Leben zu ermöglichen. Dies fordert Fachpersonen auch zum hinausreichenden, mobilen Arbeiten auf.
5.4 Diversitätssensible und inklusive Kinder‑ und Jugendarbeit
Quer zu den drei grundlegenden Konzepten der Subjektorientierung, der Demokratiebildung sowie der Sozialraumorientierung liegt der Anspruch eines diversitätsorientierten und inklusiven Arbeitens (Beck und Plößer 2021). Geschlecht, Migration, sexuelle Orientierung oder Behinderung sind wirkmächtige Kategorisierungen. Sie stellen zentrale Bezugspunkte für die Identitätsarbeit und Subjektbildung junger Menschen dar, beeinflussen aber auch ihre Handlungsmöglichkeiten, beziehungsweise sind häufig mit Diskriminierungserfahrungen und ungleichen Teilhabemöglichkeiten verknüpft.
In der Geschichte der OKJA haben sich zu verschiedenen Zeitpunkten entlang unterschiedlicher Differenzkategorien Arbeitskonzepte und spezifische Einrichtungen entwickelt: Der Mädchenarbeit war es zunächst vor allem ein Anliegen, spezifische, sichere Räume für Mädchen zu schaffen. Sie hat sich dann zu gendersensibler Arbeit weiterentwickelt, welche auch queere junge Menschen mitdenkt. Migrationssensible und antirassistische Jugendarbeit befasst sich mit kulturellen Bezügen und rassistischen Zuschreibungen. Der Abbau von Barrieren und die Berücksichtigung unterschiedlicher Zugänge stehen im Fokus inklusiver Arbeit mit Blick auf junge Menschen mit Behinderungen (Ilg und Schwanenflügel 2025, S. 114 f.).
Diesen Konzepten ist gemeinsam, um die intersektionale Wirkmacht, damit verbundene normative Zuschreibungen und mögliche Diskriminierungs‑ und Ausschlusserfahrungen zu wissen und diese anzuerkennen. Gleichzeitig geht es darum, junge Menschen nicht darauf festzuschreiben und Räume zu schaffen, in denen sie sich mit den damit verbundenen Zwängen, Vorstellungen und diskriminierenden Verletzungen auseinandersetzen und eigene Lebensentwürfe entwickeln können (ebd.).
6 Umsetzungsdefizite von Bildung und Partizipation
Die beschriebenen theoretischen Konzepte formulieren fachliche Ansprüche. Aufgabe von Jugendarbeitsforschung ist es unter anderem, zu überprüfen, inwieweit diese im Feld eingelöst werden. In den letzten Jahren sind eine Reihe theoretischer und empirischer Arbeiten entstanden, die einerseits zeigen, welches Potenzial die OKJA für eine diversitäts‑ und ungleichheitsbewusste Subjekt‑ und Demokratiebildung aufweist. Andererseits gelingt es Fachpersonen (aus unterschiedlichen Gründen) nicht immer, diese Potenziale zu nutzen. Dies scheint vor allem die aktive Gestaltung der institutionellen Charakteristika der Offenheit, Freiwilligkeit und Diskursivität zu betreffen.
So wird empirisch deutlich, dass die Charakteristika häufig nicht im Sinne der oben beschriebenen konzeptionellen Grundlagen mit den Nutzenden ausgestaltet werden, sondern Fachpersonen hier ihre informellen Machtmittel nutzen, um die Einrichtungen und ihre Angebote zu gestalten. So entstehen „Expert*innendemokratien“ (Sturzenhecker und Schwerthelm 2016, S. 197) – also eine demokratische Regierung der Fachpersonen. Diese weist zwar „prodemokratisches Potenzial“ (ebd.) auf, weil junge Menschen hier lernen können, Konflikte zu bearbeiten, ihre Interessen in die „embryonic society“ einzubringen und Selbstbestimmung zu entwickeln. Die wesentlichen Entscheidungen würden ihnen aber vorenthalten und damit auch zentrale Erfahrungen von Demokratiebildung (ebd.; Bundestags-Drucksache 19/24200 vom 11.11.2020). Das Merkmal der Diskursivität, das das Potenzial der Demokratisierung beinhaltet, wird selten genutzt, um Übergänge in demokratischere Formen der Mitbestimmung zu gestalten (Schwerthelm 2023).
Ähnliches gilt in Bezug auf die Offenheit: Mitarbeitende scheinen manchmal zu sehr darauf zu vertrauen, dass ihre Einrichtungen und Angebote schon irgendwie offen für alle sind, und vernachlässigen dabei Phänomene der Ausschließung sowie Ungleichheit und reflektieren die Zugangsbarrieren wenig (Hübner 2026, i.E.). Das zeigt: Offenheit ist kein Selbstläufer. Sie muss ständig ausgehandelt sowie neu hergestellt werden und setzt eine hohe Reflexions‑ und Aushandlungsfähigkeit von Fachkräften mit Blick auf (Aus-)Schließungsprozesse voraus (Schwanenflügel 2021, S. 111). Am deutlichsten zeigt sich dies aus inklusiver Perspektive, wenn Studien Zugang und Passung von Einrichtungen und Angeboten der OKJA für Menschen mit Behinderungen problematisieren (Voigts und Zentel 2024).
Ähnlich zeigen theoretische Arbeiten, dass auch die Freiwilligkeit nur eine bedingte Freiheit darstellt, wenn Ungleichheit im kapitalistischen Gesellschaftssystem mitgedacht wird (Hemmerich 2022) – etwa wenn diese dazu führt, dass junge Menschen auf die Teilnahme an Angeboten angewiesen sind, um sich vor den Folgen von Armut zu schützen, andere Orte aufgrund von Konsumzwang nicht aufsuchen können oder der Gewalt an anderen Orten entfliehen.
Insgesamt scheinen Fachkräfte der OKJA die Selbst‑ und Mitbestimmung der Nutzenden in Offenheit, Freiwilligkeit und Diskursivität eher zu begrenzen, statt zu erweitern (Rahn und Litzler 2023, Schwerthelm 2023). Anders gesagt: Mitarbeitende der OKJA müssen also aktiv und professionell daran arbeiten, dass OKJA im Sinne der oben beschriebenen Konzepte offen, freiwillig und diskursiv bleibt beziehungsweise wird und so auch ihr Potenzial zu diversitätssensibler und sozialräumlicher Subjekt‑ und Demokratiebildung entfalten kann.
Bei all dieser Kritik zeigt die empirische Forschung, dass die Angebote der OKJA für junge Menschen durchaus eine relevante Infrastruktur des Aufwachsens darstellen (Bundestags-Drucksache 19/24200 vom 11.11.2020). Auch wenn streng genommen selten von demokratischer Partizipation in der OKJA gesprochen werden kann, fühlen sich Nutzende „dort größtenteils gut partizipativ eingebunden“ (Voigts und Blohm 2022, S. 10). Und auch die „Selbstwirksamkeitserfahrungen (…) spiegeln die positiven Auswirkungen ihrer Mitbestimmung wider“ (ebd.). Die vorhandenen Formen von Partizipation erlangen außerdem biografische Bedeutung (von Schwanenflügel 2015), wie die Nutzung der Angebote insgesamt (Meyer und Rahn 2023).
Selbst bei ungenutzten Potenzialen konstituiert sich OKJA also als biografisch bedeutsamer Erfahrungsraum des Aufwachsens (von Schwanenflügel et al. 2021) mit (wenn auch manchmal unbeabsichtigten) Bildungseffekten (Doll und Scherr 2023). An diesen Befund knüpfen sich Fragen der Professionalität des Feldes an. Offen bleibt damit, wie es der OKJA zukünftig gelingen kann, ihren Beitrag für ein gelingendes Aufwachsen in der Gegenwartsgesellschaft mit ihrer eigenen Fachlichkeit zu beschreiben.
7 Ausblick
OKJA ist mit Blick auf die in ihr angelegte Offenheit und Diskursivität ein sehr anspruchsvolles Arbeitsfeld. Die vielfältigen, auch krisenhaften Transformationsprozesse der Gegenwartsgesellschaft verändern Bedingungen des Aufwachsens. Junge Menschen darin zu begleiten, erfordert von OKJA, flexibel und innovativ auf aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen zu reagieren, dabei aber nicht ihre fachlichen Kernaufgaben aus dem Blick zu verlieren (Ilg und Schwanenflügel 2025, S. 200). Das bleibt ein fortwährender Spagat, in dem sich OKJA bewegt und auch (fach-)politisch positionieren muss.
Dies zeigt sich in einer Gesellschaft, in der formale Bildung als die zentrale Ressource gilt, Teilhabe zu sichern, und junge Menschen daher immer länger Zeit in schulisch-formalen Bildungsinstitutionen verbringen. Alle Anstrengungen scheinen auf den Erwerb entsprechender Bildungszertifikate ausgerichtet und verursachen einen erheblichen Druck. OKJA wird in diesem Zuge immer stärker als Ort adressiert, der Schulfähigkeit sichern, Berufsorientierung vermitteln und Ganztagsschule mit absichern soll. Studien zeigen, dass OKJA dazu auch durchaus etwas beitragen kann, aber nur, wenn sie es auf ihre Weise tut und weder den Druck erhöht noch da kompensatorisch einspringt, wo Schule ihre Aufgaben nicht erfüllen kann (Doll und Scherr 2023).
Zugleich wachsen junge Menschen in einer alternden Gesellschaft auf, in der sie zu einer schrumpfenden Interessengruppe werden. Viele junge Menschen sehen die Interessen ihrer Generation nicht genug berücksichtigt. Sie haben den Eindruck, nicht gehört und ernst genommen zu werden (Bundestags-Drucksache 20/12900 vom 18.09.2024).
Digitale Medien sind lebensweltlicher Bestandteil jugendlichen Alltags‑ und Bewältigungshandelns sowie Orte von Identitätsarbeit, sozialer Netzwerke und der Gestaltung von Gesellschaft. Sie sind jedoch auch Plattform für Beleidigung, Diskriminierung und Mobbing, für Falschinformationen, Verschwörungserzählungen und rechte, antisemitische und sexistische Gewalt sowie antidemokratische Bewegungen, denen (junge) Menschen ausgesetzt sind (Tillmann und Weßel 2021).
Die Klimakrise und die mit ihr einhergehenden sozialökologischen Transformationsprozesse, stellen unsere menschliche Lebensweise und Existenz in Frage. Die damit verbundenen Verteilungskämpfe und Polarisierungen stellen uns als Menschheit vor die „wohl größte pädagogische und gesellschaftliche Herausforderung [, …] eine Vorstellungskraft für eine lebenswerte Zukunft zu entwickeln“ (Kessl 2023, S. 6).
Diese Entwicklungen betreffen junge Menschen als vulnerable und im Aufwachsen befindliche Gruppe, die gesellschaftliche Verantwortung übernehmen soll, besonders. Hierfür braucht es zugängliche Orte, in denen Prozesse der Identitätsarbeit, der Subjektentwicklung und demokratische Aushandlungs‑ und Demokratiebildungsprozesse ermöglicht werden können – das ist der Anspruch der OKJA.
Ebenso ist das Handlungsfeld damit konfrontiert, dass es nicht nur fachlich häufig unterschätzt wird, sondern seinerseits wenig Lobby hat und unter Druck steht: OKJA wird vielerorts fälschlicherweise als „freiwillige Leistung“ eingeordnet, auf die, je nach Haushaltslage, verzichtet werden könne. Es wird zur Daueraufgabe von Teams, Einrichtungen und Trägern, auf die gesetzlich verankerte kommunale „Bereitstellungsverpflichtung“ (Fiesler et al. 2006) hinzuweisen, und zur „jugendpolitische[n] Herausforderung“ (Schäfer 2009), dem Abbau von Einrichtungen und Personal – als wohlfahrtsstaatliche, verlässliche Infrastruktur – entgegenzuarbeiten.
Ihre Legitimität wird zudem zunehmend auch über politische Interventionen vor allem rechtsgerichteter, aber auch konservativer Gruppen und Parteien in Frage gestellt, die sich insbesondere gegen ausdrücklich politisch, menschenrechtsorientiert und antifaschistisch arbeitende Einrichtungen wendet. Die Angriffe richten sich damit auf das, was OKJA im Kern ausmacht: eine emanzipatorisch-demokratiebildende Arbeit (Schwerthelm et al. 2021).
All dies verdeutlicht die Notwendigkeit einer OKJA, die sich ihrer fachlichen Potenziale und des gesellschaftlichen Beitrages, den sie leisten kann, bewusst ist und dies nach außen vertreten kann. Sie ist mehr denn je aufgefordert, den Kampf um öffentliche, demokratische Räume der OKJA auszufechten, in denen individuelle und gesellschaftliche Entwicklungen und Herausforderungen diskursiv bewegt und reflektiert, eigene Positionen und gemeinsame Visionen entwickelt, positive demokratische Erfahrungen gemacht und Orientierung gefunden werden können.
8 Quellenangaben
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Scherr, Albert, 2021. Subjektorientierte Offene Kinder‑ und Jugendarbeit. In: Ulrich Deinet, Benedikt ​Sturzenhecker, Larissa von Schwanenflügel und Moritz Schwerthelm, Hrsg. Handbuch Offene Kinder‑ und Jugendarbeit. 5. vollständig neugestaltete Auflage. Wiesbaden: Springer VS, S. 639–652. ISBN 978-3-658-22562-9
Schröder, Achim, 2013. Beziehungsarbeit. In: Ulrich Deinet und Benedikt​Sturzenhecker, Hrsg. Handbuch Offene Kinder‑ und Jugendarbeit. Wiesbaden: Springer VS, S. 427–431. ISBN 978-3-531-17520-1 [Rezension bei socialnet]
Schwanenflügel, Larissa von, 2015. Partizipationsbiographien Jugendlicher: Zur subjektiven Bedeutung von Partizipation im Kontext sozialer Ungleichheit. Springer VS: Wiesbaden. ISBN 978-3-658-06236-1 [Rezension bei socialnet]
Schwanenflügel, Larissa von, 2021. Offenheit der Kinder‑ und Jugendhilfe – ein Versuch der Auslotung. In: Tobias Franzheld und Andreas ​Walther, Hrsg. Vermessungen der Kinder‑ und Jugendhilfe: Versuch einer Standortbestimmung. Weinheim und Basel: Beltz Juventa, S. 96–114. ISBN 978-3-7799-5477-4
Schwanenflügel, Larissa von und Moritz Schwerthelm, 2021. Partizipation – ein Handlungskonzept für die Offene Kinder‑ und Jugendarbeit. In: Ulrich Deinet, Benedikt ​Sturzenhecker, Larissa von Schwanenflügel und Moritz Schwerthelm, Hrsg. Handbuch Offene Kinder‑ und Jugendarbeit. 5., völlig erneuerte und erweiterte Auflage. Wiesbaden: Springer VS, S. 987–1000. ISBN 978-3-658-22562-9
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Schwerthelm, Moritz, Gillian ​Zimmermann und Nils ​Schuhmacher, 2021. Politische Einflussnahmen und Angriffe von AfD und anderen Akteuren auf die Offene Jugendarbeit. In: Offene Jugendarbeit. 2021(2), S. 6–18. ISSN 0940-2888
Schwerthelm, Moritz, 2015. Förderung gesellschaftlichen Engagements Benachteiligter in der Offenen Kinder‑ und Jugendarbeit – Erfolge und Schwierigkeiten: Zur Evaluation des gleichnamigen Projekts der Bertelsmann Stiftung. Gütersloh: Bertelsmann Stiftung
Schwerthelm, Moritz, 2021. Offene Kinder‑ und Jugendarbeit als hybride Organisation – ein Modell zur Diskussion ihrer Funktionen. In: Ulrich Deinet, Benedikt ​Sturzenhecker, Larissa von Schwanenflügel und Moritz Schwerthelm, Hrsg. Handbuch Offene Kinder‑ und Jugendarbeit. 5., völlig erneuerte und erweiterte Auflage. Wiesbaden: Springer VS, S. 883–908. ISBN 978-3-658-22562-9
Schwerthelm, Moritz, 2023. Demokratiebildung in und durch Offene Kinder‑ und Jugendarbeit. In: Oliver Bokelmann, Hrsg. Demokratiepädagogik – Theorie und Praxis der Demokratiebildung in Jugendhilfe und Schule. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. S. 191–204. ISBN 978-3-658-42648-4
Schwerthelm, Moritz, 2025. Hybride Funktionen der Organisationen Sozialer Arbeit – ein Modell zur Vermittlung theoretischer und empirischer Funktionsbestimmung. In: neue praxis. Sonderheft 20, S. 38–46. ISSN 0342-9857
Schwerthelm, Moritz und Benedikt Sturzenhecker, 2025. Politische Bildung als Auftrag der Offenen Kinder‑ und Jugendarbeit. In: Michael Görtler, Martin ​Nugel und Stefan Schäfer, Hrsg. Politische Bildung in der Sozialen Arbeit: Band 2: Handlungs‑ und Arbeitsfelder. Frankfurt/M.: Wochenschau Verlag. S. 109–116. ISBN 978-3-7344-1739-9
Schwerthelm, Moritz und Benedikt​ Sturzenhecker, 2016. Die Jugendarbeit nach § 11 [online]. Erfahrungsraum für Subjekt‑ und Demokratiebildung. Hamburg: Universität Hamburg, 2016 [Zugriff am: 24.03.2026]. Verfügbar unter: https://www.ew.uni-hamburg.de/einrichtungen/ew2/sozialpaedagogik/​files/​schwerthelm-sturzenhecker-2016-jugendarbeit-nach-p11.pdf
Sturzenhecker, Benedikt, 2005. Institutionelle Charakteristika der Offenen Kinder‑ und Jugendarbeit. In: Ulrich Deinet und Benedikt ​Sturzenhecker, Hrsg. Handbuch Offene Kinder‑ und Jugendarbeit. 3. völlig überarbeitete Neuauflage, VS Verlag Wiesbaden, S. 338–343. ISBN 978-3-8100-4077-0 [Rezension bei socialnet]
Sturzenhecker, Benedikt, 2013. Demokratiebildung in der Offenen Kinder‑ und Jugendarbeit. In: Ulrich Deinet und Benedikt Sturzenhecker, Hrsg. Handbuch Offene Kinder‑ und Jugendarbeit. VS Verlag. Wiesbaden. S. 325–337. ISBN 978-3-531-17520-1 [Rezension bei socialnet]
Sturzenhecker, Benedikt, 2021. Förderung gesellschaftlich-demokratischen Engagements in der Offenen Kinder‑ und Jugendarbeit. In: Ulrich Deinet, Benedikt ​Sturzenhecker, Larissa von Schwanenflügel und Moritz Schwerthelm, Hrsg. Handbuch Offene Kinder‑ und Jugendarbeit. 5., völlig erneuerte und erweiterte Auflage. Wiesbaden: Springer VS, S. 1001–1015. ISBN 978-3-658-22562-9
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Sturzenhecker, Benedikt und Moritz ​Schwerthelm, 2015. Gesellschaftliches Engagement von Benachteiligten fördern – Band 2: Methodische Anregungen und Praxisbeispiele für die Offene Kinder‑ und Jugendarbeit. Gütersloh: Bertelsmann Stiftung. ISBN 978-3-86793-636-1 [Rezension bei socialnet]
Sturzenhecker, Benedikt und Moritz ​Schwerthelm, 2016. Demokratie ist machbar – gerade in der Offenen Kinder‑ und Jugendarbeit. In: Raingard Knauer und Benedikt ​Sturzenhecker, Hrsg. Demokratische Partizipation von Kindern. Beltz/​Juventa Verlag. Weinheim/München. S. 187–203. ISBN 978-3-7799-3362-5
Tillmann, Angela und André Weßel, 2021. Offene Kinder‑ und Jugendarbeit in mediatisierten Alltags‑ und Lebenswelten. In: Ulrich Deinet, Benedikt ​Sturzenhecker, Larissa von Schwanenflügel und Moritz Schwerthelm, Hrsg. Handbuch Offene Kinder‑ und Jugendarbeit. 5., völlig erneuerte und erweiterte Auflage. Wiesbaden: Springer VS, S. 842–854. ISBN 978-3-658-22562-9
Voigts, Gunda und Thurid ​Blohm, 2022. Offene Kinder‑ und Jugendarbeit in Corona-Zeiten aus Sicht von Fachkräften: Eine empirische Studie zur Situation von Einrichtungen in Hamburg. Leverkusen: Verlag Barbara Budrich. ISBN 978-3-8474-2629-5
Voigts, Gunda und Peter ​Zentel, Hrsg. 2024. Kinder‑ und Jugendarbeit aus Sicht von jungen Menschen mit geistigen Behinderungen: Eine empirische Studie im Kontext der Debatten um Inklusion. Weinheim; Basel: Beltz Juventa. ISBN 978-3-7799-8254-8
Verfasst von
Prof. Dr. Larissa von Schwanenflügel
Professorin für außerschulische Jugendbildung und Jugendsozialarbeit an der Frankfurt University of Applied Sciences.
Arbeitsschwerpunkte: (Offene) Kinder- und Jugendarbeit, Partizipation in der Kinder- und Jugendhilfe und außerschulische Bildung junger Menschen
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Moritz Schwerthelm
M.A. Erziehungs- und Bildungswissenschaft, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Arbeitsbereich Sozialpädagogik, Fakultät Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg.
Arbeitsschwerpunkte: (Offene) Kinder- und Jugendarbeit, Partizipation, Demokratiebildung und politische Bildung in der Kinder- und Jugendhilfe
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Es gibt 1 Lexikonartikel von Larissa von Schwanenflügel.
Es gibt 1 Lexikonartikel von Moritz Schwerthelm.


