Pädophilie
Dr. Katrin M. Kämpf, Dr. Folke Brodersen
veröffentlicht am 01.12.2025
Pädophilie ist ein sexualwissenschaftliches Konzept, das eine dauerhafte sexuelle Ausrichtung erwachsener Menschen auf präpubertäre Kinder beschreibt. Im Alltagssprachgebrauch wird der Begriff „Pädophilie“ oft synonym mit sexualisierter/​sexueller Gewalt gegen Kinder, sexuellem Missbrauch und Pädosexualität verwendet. Aus sexualwissenschaftlicher Perspektive führt Pädophilie allerdings nicht zwingend zu Handlungen sexualisierter Gewalt gegen Kinder oder zum Konsum von Missbrauchs-Abbildungen (sogenannter „Kinderpornografie“) und nicht alle dementsprechenden Taten werden von Pädophilen verübt.
Überblick
- 1 Zusammenfassung
- 2 Aktuelle Pädophilie-Definitionen
- 3 Historische Entwicklung des sexualwissenschaftlichen Konzepts
- 4 Therapie- und Behandlungsansätze
- 5 Quellenangaben
1 Zusammenfassung
Pädophilie ist eine sexualwissenschaftliche Kategorisierung der sexuellen Ausrichtung auf Kinder. Gegenwärtig wird in der medizinisch-psychiatrischen Klassifikation zwischen Pädophilie und pädophiler Störung unterschieden, wobei nur Letztere als zwingend behandlungsbedürftig gilt. Historisch hat das Konzept seine Wurzeln in der deutsch- und französischsprachigen frühen Sexualforschung des 19. Jahrhunderts. Breitere Forschung zum Phänomenkomplex begann ab Mitte des 20. Jahrhunderts und schwankt bis heute zwischen Pathologisierung und Entpathologisierung des Phänomens, der Medikalisierung von Sexualität, der Kritik an Kategorisierungen des Sexuellen und Biologisierungen des Sozialen.
2 Aktuelle Pädophilie-Definitionen
Aktuelle sexualmedizinisch-psychiatrische Definitionen von Pädophilie finden sich in den zwei großen Klassifikationssystemen „International Classification of Diseases and Health related Problems“ (ICD) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem „Diagnostic and Statistical Manual“ (DSM) der American Psychiatric Association (APA).
In der ICD zählte Pädophilie bis vor Kurzem zu den Störungen der Sexualpräferenz. Die Störung besteht in dieser Definition darin, dass sich die Präferenz auf Kinder, „die sich meist in der Vorpubertät oder in einem frühen Stadium der Pubertät befinden“, richtet (WHO 2019, F 65.4). In der neueren ICD-11, deren deutschsprachige Fassung sich noch in einem Entwurfsstadium befindet, gilt sie als Paraphilie bzw. als paraphile Störung (WHO 2022, 6D32). Das heißt, hier wird nun zwischen pädophiler Störung und Pädophilie unterschieden und außerdem das Alter der Kinder auf die Vorpubertät begrenzt. Paraphilien und paraphile Störungen gelten als geprägt von atypischen Mustern sexueller Erregung, die sich im Falle der Pädophilie auf nicht zustimmungsfähige Personen, d.h. konkret auf vorpubertäre Kinder, richten. Als behandlungsbedürftige Störung gilt Pädophilie nur noch dann, wenn die sexuellen Fantasien ausgelebt werden oder die betroffene Person stark unter der Pädophilie leidet.
Hier wurde die ICD dem zweiten großen aktuellen Klassifikationssystem, dem DSM-5-TR, angepasst, wo Pädophilie ebenfalls zu den Paraphilien bzw. zu den paraphilen Störungen gezählt wird. Seit dem Erscheinen des DSM-5 (APA 2013) gibt es die Tendenz, „Paraphilien“ teilweise zu entpathologisieren. Sie gelten auch dort nur dann als behandlungsbedürftige Störungen, wenn sie die betroffene Person in ihrer Lebensgestaltung stark belasten oder einschränken oder der Paraphilie entsprechende Handlungen andere Menschen oder die betroffene Person selbst gefährden (APA 2022, S. 780; Brodersen 2025, S. 77–99).
Der Anteil pädophiler Menschen in der Allgemeinbevölkerung wird auf etwa ein Prozent der männlichen Bevölkerung geschätzt (Beier et al. 2005). Etwa drei bis fünf Prozent männlicher Befragter gaben in repräsentativen Befragungen an, (zeitweilig) sexuelle Fantasien mit Kindern zu haben (Ahlers et al. 2009; Dombert et al. 2016). Allerdings wurde bei 50 bis 60 Prozent der wegen sexuellen Missbrauchs an Kindern verurteilten Tätern keine Pädophilie diagnostiziert (Kingston et al. 2007; Seto 2008a).
3 Historische Entwicklung des sexualwissenschaftlichen Konzepts
Die Wurzeln des sexualwissenschaftlichen Pädophiliekonzeptes liegen in der deutsch- und französischsprachigen Psychiatrie, Gerichtsmedizin, Kriminologie und Sexualforschung des 18. und 19. Jahrhunderts. Im Rahmen der Nationalstaatsbildung arbeiteten Rechtswissenschaftler an der Vereinheitlichung von Gesetzestexten. Damit einher ging eine verstärkte Auseinandersetzung mit verschiedenen Varianten gewalttätiger Übergriffe, darunter auch Taten, die heute als sexualisierte Gewalt gegen Kinder bezeichnet werden würden. Anfangs befassten sich vor allem Gerichtsmediziner mit der Suche nach gerichtsverwertbaren Spuren sexueller Übergriffe am Körper und untersuchten dabei sowohl Opfer als auch Täter_innen entsprechender Taten (Kämpf 2022, S. 46).
Im Laufe des 19. Jahrhunderts rückte Sexualität zunehmend in den Blick von Forschern und entwickelte sich zu einem zentralen Interesse, insbesondere in Feldern wie der Psychiatrie und der neu entstehenden Sexualwissenschaft. Hier galt das Interesse nun weniger juristisch verwertbaren Spuren konkreter Taten, sondern viel mehr der vermeintlichen „Sondernatur“ (Foucault 1983, S. 47) der Täter:innen. Lange bevor sich das Konzept der „sexuellen Orientierung“ als Betrachtungsweise von Begehrensformen weitgehend durchsetzen konnte, gewann hier die Kategorisierung und sexualforscherische Katalogisierung von sexuellen „Sondernaturen“ erstmals an Bedeutung und wurde zum relevanten Forschungsthema. Mit dieser zunehmenden Verwissenschaftlichung von Psyche und Sexualität suchten Mediziner und Psychiater vermehrt im Körperinneren nach Spuren devianten Begehrens und beschäftigten sich mit Besonderheiten der Nerven, der psychischen Konstitution oder der Triebe und mit „abnormen Neigungen“ ihrer Patient:innen (Kämpf 2022, S. 46).
In den 1860er-Jahren entwickelte der französische Mediziner Phillip Joseph Boileau de Castelnau das Konzept der „Misopédie“, einer krankhaften Neigung, Kindern Schaden zuzufügen (Boileau de Castelnau 1861). Obwohl die Idee, sexualisierte Gewalt gegen Kinder mit außergewöhnlichen „Trieben“ oder „Neigungen“ zu erklären, noch auf starke Kritik stieß (Kämpf 2022, S. 42), diskutierten auch andere Ärzte wie beispielsweise der Psychiater und Anstaltsarzt Ludwig Kirn (1883), der französische Degenerationstheoretiker Valentin Magnan (1892) oder der Kurarzt Carl Anjel (1884) bestimmte Taten als in einem abnormen Geschlechtstrieb begründet, als Verknüpfungen von Psychopathologie und Sexualität, als krankhaftes erbliches „Irresein“ (Magnan 1892, S. 51) oder als Fälle „perverse[r]“ Sexualempfindung, die weiter untersucht werden sollten (Anjel 1884, S. 599 f.).
Den Begriff „Pädophilie“ selbst prägte der Psychiater und einer der Vordenker der Sexualwissenschaft Richard von Krafft-Ebing. 1896 beschrieb er erstmals anhand von Fallstudien ausführlicher ein Phänomen, das er „Paedophilia erotica“ nannte (Krafft-Ebing 1896). Dabei handele es sich um eine „psychosexuale“ Perversion, die von einer dauerhaften „Neigung zu unreifen Personen“ geprägt sei (Krafft-Ebing 1898, S. 337 f.). Pädophile würden sich von Tätern unterscheiden, die z.B. aus Unmoral, Impotenz oder alkoholbedingter Enthemmung handelten, da sich bei Ersteren der Trieb primär und dauerhaft und nicht nur situativ oder akzidentiell auf Kinder richte (Krafft-Ebing 1898, S. 337 f.; 1896, S. 262 f., S. 278–283).
Bereits zu Krafft-Ebings Zeit war das Vorurteil verbreitet, homosexuelle Männer stellten Knaben nach. Deswegen betonte er in mehreren Texten, dass dies nicht der Wahrheit entspreche (Krafft-Ebing 1894, S. 6 ff.; Kämpf 2022, S. 51): Pädophilie sei bei Homosexuellen selten und trete sowohl bei Männern als auch bei Frauen auf (Krafft-Ebing 1896, S. 278–283). Inzest zwischen Erwachsenen und Kindern wiederum diskutierte er als separates und insbesondere im Bürgertum sehr seltenes Phänomen (Kämpf 2022, S. 53). In Krafft-Ebings Werk erscheint Pädophilie insgesamt als primär bürgerliche Männer und Frauen betreffendes Phänomen und Pädophile als Personen, die zwar dauerhaft Kinder begehren, aber nur unter erschwerten Bedingungen die Triebkontrolle verlieren und Übergriffe begehen (Kämpf 2022, S. 51).
Diese Pädophiliekonzeption wird aus kulturwissenschaftlicher und sexualitätsgeschichtlicher Forschung dafür kritisiert, innerfamiliäre oder nicht in der Pädophilie begründete sexualisierte Gewalt gegen Kinder unwahrnehmbar zu machen und cisheteronormative Familienmodelle zu stabilisieren (Chenier 2008, 2012; Kämpf 2022).
Andere Sexualwissenschaftler der Zeit griffen Krafft-Ebings Konzept teilweise wohlwollend, teilweise kritisch auf, konzentrierten sich aber in ihrer eigenen Forschung insgesamt viel stärker auf Homosexualität als Phänomen von sexualwissenschaftlichem Interesse (Kämpf 2022, S. 75 ff.). Die in psychiatrisch-sexologischen Schriften dokumentierten konkreten Fälle von diagnostizierter Pädophilie beliefen sich um die Jahrhundertwende auf circa 20 Personen (Janssen 2015, S. 589).
Die erste größere Arbeit, die sich ausschließlich dem Phänomenkomplex widmete, ist Magnus Hirschfelds und Ernst Burchards Band Der sexuelle Infantilismus von 1913. Anders als Krafft-Ebing verstanden sie sexuelle Neigungen zu Kindern weniger als psychisch dominiertes Phänomen, sondern vielmehr als eine physiologische Entwicklungsverzögerung (Hirschfeld und Burchard 1913; Janssen 2018, S. 127).
Obwohl es im frühen 20. Jahrhundert in Deutschland, insbesondere in der Zeit der Weimarer Republik, eine breitere gesellschaftliche Auseinandersetzung um sogenannte „Kinderschändung“ gab (Michelsen 2015, S. 43), diese im Nationalsozialismus schließlich heterosexistisch und antisemitisch aufgeladen und politisch instrumentalisiert wurde, blieb Pädophilie als Diagnose sexualwissenschaftlich bis in die 1960er-Jahre und die Zeit der „sexuellen Revolution“ eher ein Randthema (Janssen 2015, 2023; Kämpf 2022). Nach dem Zweiten Weltkrieg machten vor allem niederländische Forscher Pädophilie zum Schwerpunkt ihrer Arbeit (Janssen 2023), aber auch in Deutschland setzte eine Phase intensiver Beschäftigung mit dem Thema ein (Kämpf 2022).
Mit der empirischen Wende (Eitler 2007, S. 242; Dannecker 2001) in der Sexualwissenschaft distanzierten sich Sexualforscher:innen – auch geprägt von der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus – von den normativen Setzungen früherer Arbeiten und versuchten empirisch zu beweisen, was sie zur sexuellen Normalität oder Besonderheit erklärten. Zeitweise wurden hier soziologisch geprägte Herangehensweisen populärer, die dem Phänomen mithilfe von Befragungen von Pädophilen und Statistiken auf die Spur zu kommen suchten. Innerwissenschaftlich war die Zeit der 1970er- und 1980er-Jahre geprägt von einer tendenziellen Offenheit für aktivistisch-pädophilenbewegte Forscher:innen und Diskussionen über die Entkriminalisierung von pädophilen sexuellen Praktiken, die von einigen als nicht grundsätzlich gewaltvoll angesehen wurden (Kämpf 2022; Friedrichs 2017). Als dominanter erwies sich jedoch die Strömung einer verstärkten Medikalisierung (Schorsch 1993) der Sexualwissenschaft.
Grundsätzliche Fragen zur Ätiologie, Diagnostik und Behandlung von Pädophilie und pädophilen Störungen sind allerdings nach wie vor Forschungsdesiderate (Janssen 2023, S. 1). Gegenwärtige Forschung fokussiert stark auf die bislang weitgehend erfolglos gebliebene Suche nach sogenannten Biomarkern (Jordan 2020), d.h. messbaren physiologischen Spuren devianten Begehrens beispielsweise im Gehirn und seinen Funktionsweisen, auf präzisere Diagnostik, auf Risikomanagement und auf therapeutische Konzepte (Brodersen 2025; Kämpf 2020). Hier arbeiten Forscher:innen teilweise mit einem verengten Pädophiliekonzept, in dem Pädophilie primär als Ansprechbarkeit auf kindliche Körperschemata (Beier et al. 2018; Seto 2008) definiert wird, was soziale Aspekte des Begehrens unberücksichtigt lässt.
4 Therapie- und Behandlungsansätze
Da die Begehrensrichtung selbst als kaum oder gar nicht veränderbar gilt, konzentrieren sich aktuelle therapeutische Konzepte stark auf Verhaltensänderungen und Möglichkeiten der Selbstkontrolle und des Selbstmanagements (Brodersen 2025). Seit etwa 2005 werden im „german prevention approach“ (Beier 2016, S. 500), einem in Deutschland, u.a. an der Berliner Charité, entwickelten Präventionskonzept, Pädophile verstärkt in Therapie und Selbsthilfe eingebunden und Therapieoptionen im Gesundheitssystem verankert. Hier sollen Betroffene angeleitet werden, sich selbst als pädophil und somit als potenzielle Gefahr zu verstehen und Handlungsalternativen und eine am Kind orientierte Ethik zu entwickeln und so aktiv als Teil der Gesellschaft am Schutz von Kindern mitzuwirken (Brodersen 2025).
Konzeptuell wird Pädophilie damit einerseits bearbeitbar, vor allem, indem zwischen Sein und Verhalten – mithin zwischen Pädophilie und Pädosexualität – unterschieden wird. Andererseits wird eine pädophile Seinsweise wiederum essentialisiert und als unveränderbares Element der psychosexuellen Prägung verstanden. In diesen Präventionskonzepten werden Pädophile als potenzielle Selbstmanager gedacht, denen gesellschaftliche Unterstützung zukommen soll, solange sie an Verantwortung durch Kontrolle ihres Verhaltens übernehmen (Brodersen 2025).
Im deutschsprachigen Raum gibt es verschiedene Strukturen, die Selbsthilfe und/oder Therapie für Pädophile anbieten und auf die Verhinderung sexueller Gewalt abzielen:
- Das Projekt „Kein Täter werden“ ist an verschiedenen Universitätskliniken angesiedelt und arbeitet mit einem eng gefassten Pädophiliebegriff und ist deswegen nicht für Menschen zugänglich, die sich unsicher über ihre sexuellen Empfindungen sind.
- Das Webtool „Troubled Desire“ bietet online anonyme Selbsthilfe und Diagnostik an und stellt Information für Fachkräfte zur Verfügung.
- Der Selbsthilferatgeber „Herausforderung Pädophilie“ versammelt sowohl Information von Fachkräften als auch Stimmen von Pädophilen (Schmidt und Hahn 2023).
- Der Verein und Selbsthilfegruppe „Schicksal und Herausforderung“ bietet ein online Forum, Austausch und soziale Einbettung und unterstützt Menschen in der Bearbeitung von Gedanken, Gefühlen und Handlungsweisen.
5 Quellenangaben
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Verfasst von
Dr. Katrin M. Kämpf
Kunsthochschule für Medien Köln
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Dr. Folke Brodersen
Justus-Liebig-University of Giessen
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