Personenkonstanz
Dr. Erika Butzmann
veröffentlicht am 09.02.2022
In Bezug auf die kindliche Entwicklung versteht Jean Piaget unter Personenkonstanz die Fähigkeit, sich andere Personen unabhängig von der aktuellen Situation vorstellen zu können.
Da die Vorstellung von Personen anspruchsvoller als die von Gegenständen ist, erwerben Kinder die Fähigkeit zur Personenkonstanz erst nach der Fähigkeit zur Objektkonstanz. Neben der Unabhängigkeit der Vorstellungen vom Hintergrund muss bei der Personenkonstanz auch die Veränderlichkeit der äußeren Gestalt bei Personen mit einbezogen werden. Das Erreichen der Personenkonstanz zieht sich in das dritte Lebensjahr hinein, wenn es um die primäre hoch emotional besetzte Bindungsperson geht. Das Kind reagiert mit Trennungs- und Verlassenheitsängsten, wenn es aufgrund von Stress die inneren Bilder der Bindungsperson nicht hervorrufen kann.
Verfasst von
Dr. Erika Butzmann
Entwicklungspsychologin
Erziehungswissenschaftlerin
Elternbildung und -beratung
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