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Rogers, Carl

Prof. Dr. Mark Galliker

veröffentlicht am 09.12.2019

* 08.01.1902 in Oak Park, Illinois, USA
† 04.02.1987 in La Jolla, Kalifornien, USA

Carl Ransom Rogers ist Mitbegründer der Humanistischen Psychologie. Diese geht von der Annahme aus, dass Menschen Wachstum suchen und dasselbe mit ihren eigenen Ressourcen auch verwirklichen können. Innerhalb der Humanistischen Psychologie ist Rogers der Begründer des Personzentrierten Ansatzes (PZA) sowie der Gesprächspsychotherapie (GPT). Rogers konzentrierte sich auf die Einzigartigkeit der Person, auf ihre Vorstellungsgestalt im Verhältnis zur Aktualisierungstendenz sowie auf ihre interpersonalen Beziehungen. Er gehört zu den wichtigsten Pionieren der Psychotherapie. Auch hinsichtlich der Psychotherapieforschung ist er von ausschlaggebender Bedeutung.

Überblick

  1. 1 Lebenslauf
  2. 2 Lebenswerk
    1. 2.1 Humanistische Psychologie
    2. 2.2 Personzentrierter Ansatz (PZA)
    3. 2.3 Gesprächspsychotherapie (GPT)
    4. 2.4 Therapeutische Beziehung
  3. 3 Wirkungsgeschichte
  4. 4 Aktuelle Bedeutung und Würdigung/​Kritik
  5. 5 Quellenangaben
  6. 6 Literaturhinweise

1 Lebenslauf

Carl Ramson Rogers wurde 1902 in Oak Park, einem Vorort von Chicago, als viertes von sechs Kindern geboren. Sein Vater war im Baugewerbe tätig. Carl wuchs in einem fundamental protestantischen Elternhaus auf. 1914 zog die Familie auf eine Farm bei Wheaton in der Nähe von Chicago. Der junge Rogers begann 1919 ein Studium der Agrarwissenschaften an der Universität von Wisconsin. Im Jahr 1922 unternahm er eine mehrmonatige Reise nach China und in andere Länder des Fernen Ostens. Von 1924 bis 1926 studierte er Theologie am Union Theological Seminary in New York.

1924 heiratete er Helen, eine künstlerisch veranlagte Studienkollegin, die er seit seiner Kindheit kannte und mit der er bis zu ihrem Tod im Jahre 1979 zusammen blieb. 1926 gebar sie einen Knaben, David; 1928 ein Mädchen, Natalie. Rogers stellte später fest, dass sein Sohn und seine Tochter ihn mehr über Individuen, ihre Entwicklung und ihre Beziehungen lehrten, als er je in seinem Beruf hätte lernen können (Rogers 1961, S. 28 f.).

In den Jahren 1926 bis 1931 studierte Rogers Klinische Psychologie und Erziehungspsychologie am Teachers College der Columbia-University. 1927/28 machte er praktische Erfahrungen am psychodynamisch orientierten Institute of Child Guidance. In der Folge arbeitete er zehn Jahre lang mit Hunderten von Kindern an der Erziehungsberatungsstelle in Rochester (New York); eine Erfahrung, die später als Fundgrube seiner Theoriebildung bezeichnet wurde. In Rochester lernte er auch den Psychoanalytiker Otto Rank und dessen Relationship-Therapy kennen.

1939 publizierte er sein erstes Werk „Clinical treatment of the problem child“. Aufgrund dieses Buches, in dem bereits Anklänge seines Klientenzentrierten Ansatzes (später wurde derselbe als Personzentrierter Ansatz bezeichnet) zu finden sind, erhielt Rogers sofort eine ordentliche Professur am Psychologischen Institut der Ohio State University in Columbus. Seine Lehre an dieser Universität (1940–45) war von intensiver Forschungstätigkeit begleitet. Mithilfe von Schallplattenaufnahmen nahm er therapeutische Gespräche auf, beschrieb und analysierte sie, weshalb er u.a. auch als Vater der Erforschung der Psychotherapie bezeichnet wird. 1942 erschien sein Buch „Counseling and Psychotherapy“. 1944 arbeitete Rogers in der United Service Organization mit Kriegsheimkehrern. 1946/47 war er Präsident der American Psychological Association (APA). An der University of Chicago lehrte er von 1945 bis 1957. Rogers leitete das Counseling Center der Universität und arbeitete ausgiebig im Gebiet der Therapieforschung.

1956 wurde ihm der Wissenschaftspreis durch die APA zuerkannt. Es folgten intensive Dialoge mit bekannten WissenschaftlerInnen. So setzte er sich mit Burrhus Skinner über die Gefahr der Manipulation in der Psychotherapie auseinander, und mit Martin Buber tauschte er sich über den Modus der Beziehung in der Therapie aus. Von 1957 bis 1963 war Rogers Professor an der University of Wisconsin (u.a. Forschungsprojekt mit schizophrenen Personen). 1962 gründete er zusammen mit Abraham Maslow, Charlotte Bühler und anderen humanistisch gesinnten PsychologInnen die American Association for Humanistic Psychology (mit Sitz in San Francisco).

1964 übersiedelte er nach La Jolla, einem Vorort von San Diego (Kalifornien). Er forschte am Western Behavioral Science Institute und übernahm Beratungsaufgaben für das California Institute of Technology. 1968 gründete er das Center for Studies of the Person in La Jolla. Ab 1967 dehnte er seinen Personzentrierten Ansatz über die Gesprächspsychotherapie hinaus auch auf andere Bereiche aus (u.a. Encountergruppen, Bildung, Friedensarbeit). Es folgte die Verleihung der Ehrendoktorwürde von mehreren amerikanischen und deutschen Universitäten (u.a. 1975 von der Universität Hamburg). 1987 starb Rogers in La Jolla.

2 Lebenswerk

2.1 Humanistische Psychologie

Die ab der Mitte des letzten Jahrhunderts sich in den USA formierende Humanistische Psychologie war direkt oder indirekt beeinflusst vom amerikanischen Pragmatismus (v.a. William James und John Dewey), von der europäischen Existenzphilosophie (u.a. Sören Kierkegaard, Martin Heidegger, Karl Jaspers, Jean-Paul Sartre) sowie von der Lebensphilosophie (u.a. Friedrich Schleiermacher, Arthur Schopenhauer, Wilhelm Dilthey); jedenfalls soweit die beiden zuletzt genannten Denkrichtungen schon von MigrantInnen in die Staaten getragen wurden (Näheres in Hutterer 1998; Galliker 2011, 2019).

Die Humanistische Psychologie verstand sich als „Third Force“ in der Psychologie, zwischen der Psychoanalyse und dem Behaviorismus. Sie stellte sich gegen das orthodoxe Therapieverständnis sowie gegen die Übertragung des naturwissenschaftlichen Paradigmas auf die Psychologie und versuchte dazu beizutragen, dass Personen spezifisch menschliche Potenziale auf ein sich selbst verwirklichendes, authentisches Leben hin entfalten können. Die BegründerInnen der Humanistischen Psychologie versuchten in erster Linie, Verhaltensweisen und Verbalisierungen des Menschen im Sinne der geisteswissenschaftlichen Tradition zu verstehen und nicht länger nur naturwissenschaftlich zu erklären.

In seinem Buch „Counseling and psychotherapy“ (der deutsche Titel lautet: Die nicht-direktive Beratung) beschrieb Rogers (1942), wie er aufgrund eigener therapeutischer und beraterischer Erfahrungen (beide waren damals noch nicht getrennt) von der traditionellen direktiven zur nicht-direktiven Einstellung gelangte. Zwar könnten auch die Vorgehensweisen seiner VorgängerInnen wie Anordnen und Verbieten, Ermahnung, Suggestion, Erklären, Ratschläge geben und auch Interpretieren und Deuten (i.S. der Psychanalyse) sich gelegentlich als nützlich erweisen, um ein kurzfristiges Ziel zu erreichen, dem Wachsen der Persönlichkeit der Klientin oder des Klienten seien sie jedoch nicht förderlich oder sogar abträglich. Rogers war immer mehr davon überzeugt, dass Therapie oder Beratung nur dann wirksam ist, wenn die helfende Person sich auf die hilfesuchende Person bezieht und voll und ganz von dieser ausgeht, also personzentriert vorgeht: „Wirksame Beratung (oder Therapie) besteht aus einer eindeutig strukturierten, gewährenden Beziehung, die es dem Klienten ermöglicht, zu einem Verständnis seiner selbst in einem Ausmaß zu gelangen, das ihn befähigt, aufgrund dieser neuen Orientierung positive Schritte zu unternehmen“ (ebd., S. 28; Hervorhebung von M.G.).

2.2 Personzentrierter Ansatz (PZA)

Auf der Grundlage von Otto Rank, Kurt Goldstein, Abraham Maslow und anderen WissenschaftlerInnen formulierte Rogers (1959) in seiner Schrift „A Theory of Therapy“ eine Persönlichkeits-, Beziehungs- und Therapietheorie, die im Wesentlichen auf den Konzepten Vorstellungsgestalt und Aktualisierungstendenz basierte.

Vorstellungsgestalt: Rogers verwendet den Begriff Selbstkonzept v.a. dann, „wenn von der Person oder der Sichtweise ihrer selbst gesprochen wird“ (ebd., S. 31). Das Selbstkonzept wird als organisierte, in sich geschlossene Gestalt verstanden, die der Gewahrwerdung zugänglich ist (ebd., S. 31). Diese Wahrnehmungsgestalt setzt sich aus den Wahrnehmungen der Person sowie ihrer Beziehungen zu anderen Personen und zur Außenwelt zusammen. Später wies Rogers ausdrücklich darauf hin, dass man sich das Selbstkonzept „als eine strukturierte, konsistente Vorstellungsgestalt denken (kann)“ (Rogers 1977, S. 42; Hervorhebung von M.G.). Die Entwicklung der Selbststruktur betrachtete er unter dem Titel Tendenz zur Selbstaktualisierung als jene Erfahrung, in der „sich das symbolisiert, was wir Selbst nennen“ (ebd., S. 27).

Aktualisierungstendenz: Rogers bezeichnete mit diesem Terminus „die dem Organismus innewohnende Tendenz zur Entwicklung all seiner Möglichkeiten; und zwar so, dass sie der Erhaltung oder Förderung des Organismus dienen“ (ebd., S. 26). Die ganzheitliche Kraft der Aktualisierungstendenz bezieht sich nicht nur auf die Grundbedürfnisse (nach Luft, Wasser, Nahrung usw.), sondern darüber hinaus auch auf alle anderen Lebensbedürfnisse. Die Aktualisierungstendenz ist im infrahumanen und im humanen Bereich wirksam. Es ist die jedem Organismus innewohnende Ressource mit einem fast unerschöpflichen Potenzial. Aus der Aktualisierungstendenz geht im Humanbereich auch die Vorstellungsgestalt, mithin das Selbstkonzept, hervor (s.o.).

Rogers’ Theorie weist eine duale Struktur von einerseits organismischer Aktualisierungstendenz und andererseits kognitiver Vorstellung auf, die mit jener von Arthur Schopenhauer, Wille (insb. i.S.v. Lebenswille) und Vorstellung, vergleichbar ist (Lukits 2016). Verschiedentlich wurde auch darauf hingewiesen, dass die organismische Perspektive, die Rogers mit seinem Begriff der Aktualisierungstendenz einnahm, mit den ontologischen Elementen von Goldsteins biologischer Konzeption des menschlichen Organismus (bzw. mit dessen „Selbstaktualisierung“) kompatibel ist (u.a. Crisp 2018, S. 70). Rogers übernahm von Goldsteins Konzept der Selbstaktualisierung schließlich dessen Signifikanten für seinen Begriff der „Vorstellungsgestalt“ und dessen Signifikat für seinen Begriff der „Aktualisierungstendenz“.

Rogers (1980) fasste wenige Jahre vor seinem Tod die zentrale Hypothese des PZA hinsichtlich der GPT wie folgt zusammen:

„Das Individuum verfügt potentiell über unerhörte Möglichkeiten, um sich selbst zu begreifen und seine Selbstkonzepte, seine Grundeinstellungen und sein selbstgesteuertes Verhalten zu verändern; dieses Potential kann erschlossen werden, wenn es gelingt, ein klar definierbares Klima förderlicher psychologischer Einstellungen herzustellen“ (ebd., S. 66 f.).

Damit dieses wachstumförderliche Klima entsteht, müssen als Bedingungen Kongruenz, Akzeptanz und Empathie erfüllt sein. Sie gelten für das Verhältnis zwischen Eltern und Kind, LehrerInnen und SchülerInnen, LeiterInnen und Gruppe und insbesondere für die Beziehung zwischen TherapeutInnen und KlientInnen (ebd., S. 67).

2.3 Gesprächspsychotherapie (GPT)

Rogers (1959) nannte in seinem Werk „A Theory of Therapy“ insgesamt sechs Bedingungen des Prozesses in der GPT:

  1. „Zwei Personen befinden sich in Kontakt
  2. Die erste Person, die wir Klient nennen, befindet sich in einem Zustand der Inkongruenz; sie ist verletzlich und voller Angst.
  3. Die zweite Person, die wir den Therapeuten nennen, ist kongruent in der Beziehung.
  4. Der Therapeut empfindet bedingungslose Wertschätzung gegenüber dem Klienten.
  5. Der Therapeut erfährt empathisch den inneren Bezugsrahmen des Klienten.
  6. Der Klient nimmt zumindest in geringem Ausmaße die Bedingungen 4 und 5 wahr […]“ (ebd., S. 46 f.).

Nach Rogers sind es aufseiten der TherapeutIn die Bedingungen 3, 4 und 5, die sich auf den therapeutischen Prozess auswirken.

Kongruenz: Unter Kongruenz (auch „Authentizität“ oder „Echtheit“) wird die Übereinstimmung der Vorstellungsgestalt bzw. des wahrgenommenen Selbst mit der Aktualisierungstendenz bzw. der aktuellen Erfahrung des Organismus verstanden (s.o.). Demgegenüber handelt es sich beim psychischen Problem bzw. der Inkongruenz der hilfesuchenden Person, die als „KlientIn“ und nicht etwa als „psychisch Kranke/r“ bezeichnet wird (vgl. Punkt 2), um die Nicht-Übereinstimmung zwischen Vorstellungsgestalt und Aktualisierungstendenz bzw. um die „Diskrepanz zwischen dem wahrgenommenen Selbst und der aktuellen Erfahrung des Organismus“ (u.a. auch Biermann-Ratjen und Eckert 2017, S. 163). Die Verschiebung von der Inkongruenz zur Kongruenz im Verlaufe einer GPT kann anhand des Prozesskontinuums verdeutlicht werden (Rogers 1961, S. 135 ff.). Demnach wird die hilfesuche Person im Verlaufe des therapeutischen Prozesses gelöster, öffnet sich für neue Erfahrungen und gelangt zu einem Selbst, das immer mehr mit der beweglichen Bewusstheit inneren Erfahrens zusammenfällt, bis es sich als Objekt auflöst (Näheres in Klein et al. 2018, S. 50 f.).

Akzeptanz: Rogers (1959) führte in seiner Theorie auch ein Konzept ein, das oft einfach „Wertschätzung“ genannt wurde, die er indes als „bedingungslose“ verstand. Dieses Konzept nannte Rogers (1961) auch Akzeptanz: „Ich habe oft von ‚Akzeptieren‘ […] gesprochen, um diesen Aspekt des therapeutischen Klimas zu beschreiben. Dieses Klima ist durch ein gleichmäßig starkes Gefühl der Akzeptierung gekennzeichnet, gleichgültig, ob der Klient von negativen ‚schlechten‘, schmerzlichen, ängstlichen und abnormalen Gefühlen spricht oder von ‚guten‘, positiven, reifen, zuversichtlichen und sozialen Gefühlen“ (ebd., S. 277). Akzeptanz ist m.E. der adäquatere Begriff als „Wertschätzung“, da letzterer als Schätzung des Werts der Personen und der von ihnen ausgetauschten ideellen Produkte verstanden werden könnte; eine Möglichkeit, die Rogers gerade ausschließt.

Empathie: Mit diesem Konzept ist gemeint, dass es für die TherapeutIn gilt, „den inneren Bezugsrahmen des anderen möglichst exakt wahrzunehmen, mit all seinen emotionalen Komponenten und Bedeutungen, gerade so, als ob man die andere Person wäre, jedoch ohne jemals die ‚als ob‘-Position aufzugeben“ (Rogers 1959, S. 44). In seinem Werk „Therapeut und Klient“ verwendete Rogers (1977) auch das Konzept des einfühlenden Verstehens. „Ein solches einfühlendes Verstehen heißt, daß der Therapeut in der Welt des Klienten gleichsam zu Hause ist. Es ist ein unmittelbares Gespür im Hier und Jetzt für die innere Welt des Klienten mit ihren ganz privaten personalen Bedeutungen, als ob es die Welt des Therapeuten selbst wäre“ (ebd., S. 23). Das einfühlende Verstehen wurde mit der sog. „Verbalisierung emotionaler Erlebnisinhalte (VEE)“ operationalisiert (u.a. Finke 2003, S. 331 f.).

Die drei TherapeutInnen-Bedingungen des therapeutischen Prozesses (Kongruenz, Akzeptanz, Empathie) sind nicht unabhängig voneinander zu betrachten. So befindet sich der Primus inter Pares, die Kongruenz, in einem engen Zusammenhang mit den beiden anderen Bedingungen. Wenn die therapeutische Person die hilfesuchende Person nur unzureichend versteht und/oder dieselbe nicht genügend akzeptiert, merkt sie, dass sie mit ihr nicht übereinstimmt, was ein Indiz für die Inkongruenz der hilfesuchenden Person sein kann (Keil 1997, S. 11). Eine Inkongruenz aufseiten der hilfesuchenden Person wird indes nur wirklich wahrgenommen, wenn die therapeutische Person in ihrem Nicht-Akzeptieren und Nicht-Verstehen selbst kongruent ist, denn wenn ihre Reaktionen aus ihrer eigenen Inkongruenz resultieren, enthalten sie keinen Hinweis auf die Probleme der hilfesuchenden Person, sondern verweisen auf ihre eigene Problematik. Neben dem inkongruenten Nicht-Akzeptieren und Nicht-Verstehen kommt auch das inkongruente Akzeptieren und Verstehen vor. Dafür sind nach Keil nicht zuletzt GesprächspsychotherapeutInnen anfällig, werden doch von dieser Therapierichtung Personen angezogen, für die Akzeptieren und Verstehen besonders relevant sind (ebd., S. 12).

2.4 Therapeutische Beziehung

Hinsichtlich des therapeutischen Prozesses sind die Bedingungen 1 und 6 ebenfalls maßgebend (s.o.). Der Therapieerfolg hängt nicht zuletzt auch vom Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung zwischen therapeutischer Person und hilfesuchenden Person und deren weiterer Ausgestaltung im Verlaufe des therapeutischen Prozesses ab und damit ebenfalls von der hilfesuchenden Person.

In diesem Zusammenhang ist auch auf die Encountergruppe hinzuweisen, deren Konzept im Rahmen des PZA entwickelt wurde. Personzentrierte Encountergruppen sind Gruppen, welche den Mitgliedern die Begegnung von Person zu Person sowie Selbsterfahrung ermöglichen. Diese in einem weiteren Sinne therapeutischen Gruppen werden auch „Begegnungsgruppen“ und „Selbsterfahrungsgruppen“ genannt. In der Gruppendynamik der personzentrierten Encountergruppen werden gemeinsame und persönliche, überindividuelle und individuelle Phänomene in ihrer wechselseitigen Beeinflussung deutlich (u.a. Schmid 2003, S. 86 ff.).

Auch innerhalb der Einzeltherapie ist die interpersonale Beziehung und deren Entwicklung von entscheidender Bedeutung. Verschiedentlich wurde auf die Veränderung der therapeutischen Beziehung im Verlaufe einer GPT hingewiesen. Nach Brossi (2003) betrachtet die hilfesuchende Person die therapeutische Person im Verlaufe der Therapie zunehmend nicht nur in ihrer professionellen beruflichen Funktion, sondern auch als eine authentische Person, die sie als solche interessiert. Eine Reihe empirischer Untersuchungen weist darauf hin, wie bedeutsam die Responsiveness der KlientIn auf das Verhalten der therapeutischen Person ist (u.a. Orlinsky et al. 2004).

Das Befinden der hilfesuchenden Person innerhalb der Therapie verbessert sich in signifikanter Weise, wenn die therapeutische Person sich auf die VEEs und insbesondere auf negativ besetzte Gefühlsäußerungen wie Ängste der KlientIn bezieht, aber auch umgekehrt, wenn sich die hilfesuchende Person im Verlaufe der Therapie zunehmend auf diese verbalen Wiedergaben der therapeutischen Person ansprechen lässt und schließlich wiederum derselben antwortet. Ihre Bezugnahme auf die von der TherapeutIn verbalisierten und zurückgespiegelten „guten Gefühle“ (insb. Hoffnung, Zuversicht) korreliert signifikant mit dem Fortschritt in der Therapie (im Postsession-Outcome kommt dies mit den Items „Möglichkeiten zur Lösung der Probleme sind klarer geworden“ und dem „Gefühl, wirklich vorwärts zu kommen“ zum Ausdruck). Wenn die hilfesuchende Person von den VEEs, die emotional bestärkende Worte (wie kräftig, mächtig, selbstständig, gelingen) beinhalten, deren Bedeutungen sie zuvor zumindest ansatzweise selbst zur Sprache gebracht hat, wieder aufnimmt, wirkt sich dies auch auf das Befinden außerhalb der Therapie und insbesondere auf das Selbstbewusstsein günstig aus (Punkt 6). Im Postsession-Outcome wird dies mit „Sich jetzt Situationen besser gewachsen fühlen“ und „Probleme mit eigener Kraft lösen“ bekräftigt (Galliker und Herman 1994).

Wenn eine therapeutische Person empathisch, akzeptierend sowie mit sich selbst kongruent auf eine hilfesuchende Person eingeht, entwickelt diese ebenfalls diesbezügliche Kompetenzen und gelangt damit schließlich auch außerhalb der Therapie in ihren sozialen Beziehungen zu mehr Selbstvertrauen. Rogers (1980) stellte jedenfalls rückblickend fest, jene Einstellungsmerkmale entdeckt zu haben, „die nachweisbar dazu beitragen, konstruktive und wachstumsfördernde Veränderungen in der Persönlichkeit und im Verhalten von Individuen freizusetzen“ (ebd., S. 84). Dem Autor zufolge bedeutet dies in Bezug auf das Selbstbewusstsein: „In einer durch diese Haltung gekennzeichneten Umwelt entwickeln die Menschen mehr Selbsterkenntnis, mehr Selbstvertrauen und eine größere Fähigkeit, ihr Verhalten zu wählen. Sie machen signifikantere Lernfortschritte und sie haben mehr Freiheit zu sein und zu werden“ (ebd., S. 84).

3 Wirkungsgeschichte

Rogers wurde von vielen PsychiaterInnen, PsychoanalytikerInnen und PsychologInnen zunächst abgelehnt. Zu sehr widersprachen seine Einstellung und seine therapeutischen nicht-direktiven Vorstellungen ihren eigenen Einstellungen und Vorgehensweisen. Rogers hatte das traditionelle TherapeutIn-PatientIn-Modell umgekehrt. In dem von ihm eingeführten personzentrierten Paradigma sahen die etablierten PsychotherapeutInnen so etwas wie eine stille Revolution. Deren anfängliche Ablehnung verwandelte sich aber mit der Zeit in eine weitgehende Zustimmung. So nannten amerikanische TherapeutInnen verschiedener Richtungen bei einer Befragung in den 1980er-Jahren Rogers an erster Stelle der Personen, die sie am meisten beeinflusst hätten (Tausch 2000).

Rogers Werk „Entwicklung der Persönlichkeit“ erreichte schon zu seinen Lebzeiten in den USA eine Auflage von über 1 Million Exemplaren. Sein leserInnenzentriertes Schreiben und die Illustration seiner Aussagen mit transkribierten Ausschnitten von Aufnahmen seiner Therapien trugen dabei wesentlich zur weiteren Verbreitung dieses Buches in den USA und in vielen anderen Ländern bei. In Europa wurde allerdings Rogers’ Schaffen erst relativ spät zur Kenntnis genommen. Einen wichtigen Beitrag zur Verbreitung seines Ansatzes im deutschsprachigen Raum leistete das Ehepaar Tausch (Tausch und Tausch 1960).

Weiterführend waren auch die Dialoge, welche Rogers mit bekannten WissenschaftlerInnen geführt hat. Beispielsweise eröffnete Rogers gegen Ende seines Werks „Entwicklung der Persönlichkeit“ unter Bezugnahme auf seine Auseinandersetzung mit dem experimentellen Psychologen und Pionier der Verhaltenstherapie Skinner die auch heute noch aktuelle Wahlmöglichkeit, „die Verhaltenswissenschaften so anzuwenden, daß sie befreien, nicht kontrollieren; daß sie zur konstruktiven Variablität, nicht zur Konformität führen; daß sie Kreativität, nicht Selbstzufriedenheit entwickeln“ (Rogers 1961, S. 388).

Rogers ist auch als Pionier der empirischen Psychotherapieforschung zu betrachten. Zwar geriet die personzentrierte Psychotherapieforschung im Verlaufe der Zeit gegenüber der von den akademischen PsychologInnen an den Universitäten vorwiegend untersuchten Verhaltentherapie und kognitiven Verhaltenstherapie ([K]VT) ins Hintertreffen, doch scheint sich neuerdings wiederum eine Kehrtwendung anzubahnen.

Die aktuelle Therapieforschung ist nicht mehr ausschließlich auf die Symptomatik und besondere Therapieverfahren, sondern nun ebenfalls eher auf die Person zentriert. Sie veranstaltet also nicht mehr vorwiegend „Pferderennen“ zwischen den verschiedenen therapeutischen Richtungen, nämlich der [K]VT, der Psychoanalyse (PA), der Systemischen Therapie (ST) und der Humanistischen Psychotherapie (HPT), zu der auch die GPT gehört, um zu beweisen, dass einem bestimmten therapeutischen Verfahren eine Vorzugsstellung zukommt. Bisher war dies i.A. die (K)VT. Nach der gegenwärtigen Therapieforschung, die nicht mehr ausschließlich auf die Symptomatik und besondere Therapieverfahren zentriert ist und den Einfluss der Person der PsychotherapeutIn einbezieht, übersteigen die Effekte der Person der TherapeutIn die „Behandlungseffekte“, das heißt die Effekte, die aufgrund der besonderen therapeutischen Verfahrensweisen ([K]VT, PA, ST, HPT) zustandekommen (u.a. Wampold et al. 2018, S. 228).

Im Zentrum der modernen Therapieforschung stehen die sogenannten kontextuellen Faktoren, unter denen „Variablen wie die psychotherapeutische Allianz (d.h. die Qualität der Arbeitsbeziehung), Empathie [und] andere wesentliche Beziehungscharakteristika wie etwa Wertschätzung oder Echtheit“ verstanden werden (Strauß 2019, S. 5). Das heißt: Die kontextuellen Faktoren beziehen sich nicht nur auf die Seite der therapeutischen Person, sondern auch auf jene der hilfesuchenden Person (u.a. deren Erwartungen an die Therapie und deren Überzeugung, dass die eigenen Bemühungen zur Verbesserung der intrapersonalen Beziehung beitragen). Sie hängen von allen möglichen Faktoren am deutlichsten mit dem Therapieergebnis zusammen.

Demnach scheinen sich Rogers’ (1959) Bedingungen des therapeutischen Prozesses, die er in seiner „Theory of Therapy“ postuliert hat, i.S. von Voraussagen zu bewähren. Neben dem Kontakt zwischen der therapeutischen Person und der hilfesuchenden Person (Punkt 1) handelt es sich auf Seiten der therapeutischen Person um die Kongruenz, die Akzeptanz und die Empathie (Punkte 3, 4, 5) und auf Seiten der hilfesuchenden Person (Punkt 2) um die Bezugnahme der hilfesuchenden Person auf die therapeutische Person i.S. der Punkte 4 und 5 (also Punkt 6).

Allerdings gilt es zu berücksichtigen, dass die Effekte der therapeutischen Person im Bereich von 3 bis 7 Prozent der Variablität liegen, was im Vergleich mit den Behandlungseffekten (1 Prozent) zwar als „beachtlich“ bezeichnet werden kann (Wampold et al. 2018, S. 228), aber an und für sich doch schwache Effekte sind. Demnach weisen die vorliegenden Befunde auch darauf hin, dass die Psychotherapieforschung innerhalb und außerhalb des PZA und der GPT einer grundsätzlichen Überprüfung und Neuorientierung bedarf und zwar in wissenschaftstheoretischer, methodologischer und methodischer Hinsicht (Näheres in Galliker und Klein 2018).

Dem bisher in der Psychotherapieforschung dominierenden Medizinischen Metamodell, das davon ausgeht, dass sich psychische Belastungsfaktoren vorzugsweise in psychopathologische Defizite (resp. „Störungen“ oder gar „Krankheiten“) klassifizieren lassen und entsprechend mit spezifischen therapeutischen Methoden „behandelt“ werden, wird nun in der Therapieforschung das Kontextuelle Metamodell gegenübergestellt, mit dem angenommen wird, dass die Beziehung zwischen der TherapeutIn und der/dem Therapiesuchenden, welche im Rahmen einer Therapie zustande kommt, für den Erfolg der Therapie entscheidend ist (Wampold et al. 2018, S. 322).

4 Aktuelle Bedeutung und Würdigung/​Kritik

Dank der Überzeugung der GesprächspsychotherapeutInnen, dass die Aktualisierungstendenz existiert (es handelt sich um das erste und nach Meinung der meisten VertreterInnen des PZA einzige Axiom dieses Ansatzes), können sich die therapeutischen Personen ohne Wenn und Aber klientenzentriert bzw. personzentriert verhalten; das heißt, die Aktualisierungstendenz ermöglicht es ihnen, nicht manipulativ vorzugehen und auch nicht in anderer Art und Weise als ExpertIn zu handeln. Eine praktische Konsequenz des Konzeptes der Aktualisierungstendenz ist also das Vertrauen der therapeutischen Person in die „Selbstheilungskraft“ ihres Gegenübers. „Das bedeutet […], dass der Therapeut sich nicht ständig unter Druck setzt, unmittelbar verändernd eingreifen zu müssen. Er soll nicht forciert etwas bewirken wollen, sondern sich mit einer heilsamen Gelassenheit darauf beschränken, die inneren Bewegungen des Patienten nachzuvollziehen und dessen Selbstauseinandersetzung anzuregen“ (Finke 2002, S. 31).

In einer Zeit, in der die Menschen immer mehr instrumentalisiert werden und dies durchaus auch in der Psychotherapie, ist die durch die Aktualisierungstendenz nahegelegte therapeutische Haltung sicherlich begrüßenswert, doch immer schwieriger aufrechtzuerhalten. Auch GesprächspsychotherapeutInnen innerhalb und außerhalb psychosozialer Institutionen und psychiatrischer Kliniken tendieren dazu oder sehen sich sogar gezwungen, diese Haltung zu relativieren oder gar aufzugeben.

Es stellt sich die Frage, welchen wissenschaftlichen Status die Aktualisierungstendenz als einer dem Organismus innewohnenden Tendenz hat. Zwar hat Rogers dieses zentrale Konzept des PZA als Axiom verstanden und in diesem Zusammenhang ist auch zu berücksichtigen, dass es inzwischen in Anlehnung an neuere naturwissenschaftliche sowie sozialwissenschaftliche Erkenntnisse mit der Selbstorganisation der modernen Systemtheorie in Verbindung gebracht und als sinnvoll erachtet wurde (Kriz 1997), doch kann dies nicht über den empirisch nicht ausweisbaren Status des Konzeptes hinwegtäuschen. Jedenfalls gilt dies für den hier maßgeblichen humanen Bereich der Aktualisierungstendenz, in dem die spezifisch menschlichen Bedürfnisse zwar oft organismisch erlebbar sind, als gesellschaftlich und im Besonderen beziehungsmäßig vermittelte aber weitergreifende Konzepte verlangen.

Allerdings hat Rogers (1977) schon in seinem Werk „Therapeut und Klient“ darauf hingewiesen, „daß unzählige Umweltfaktoren den menschlichen Organismus auch daran hindern können, sich von seiner Aktualisierungstendenz leiten zu lassen“ (ebd., S. 41). Nun kann die GPT durchaus mitunter auch dazu beitragen, dass Personen ihre Einstellung gegenüber Behinderungen durch die ökologische, ökonomische sowie soziale Umwelt ändern und damit ihren eigenen Anteil an ihrem Unglück reduzieren können, doch stellt sich die Frage, wie sich der Umgang von Personen mit ihren externen Voraussetzungen bei den bestehenden gesellschaftlichen Verhältnissen gestalten kann.

Wenn die therapeutische Person ihre gemeinsame Welterfahrung mit der hilfesuchenden Person nicht richtig einschätzt, ergeben sich Kommunikationsschwierigkeiten und bei zu großen effektiven Diskrepanzen misslingt die Verständigung. Im PZA wurde die gemeinsame Welterfahrung der therapeutischen Person und der hilfesuchenden Person, deren gemeinsame Grundlage oder geteilter Hintergrund, hinsichtlich einer Verständigung bisher zu wenig berücksichtigt. In der akademischen Sprachpsychologie ist der sogenannte Common ground, also das gemeinsame Wissen, der gemeinsame Glauben und auch die gemeinsamen Annahmen der KommunikationspartnerInnen, eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass dasjenige, was von den hilfesuchenden Personen gesprochen wird, von den TherapeutInnen auch verstanden werden kann (Clark et al. 1983).

5 Quellenangaben

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Brossi, Rosina, 2003. Unzeitgemäß? Gedanken einer Praktikerin zum Thema Langzeittherapie. In: PERSON. 7(1), S. 57–65. ISSN 1028-6837

Clark, Herbert H., Robert Schreuder und Samuel Buttrick, 1983. Common ground and the understanding of demonstrative reference. In: Journal of Verbal Learning and Verbal Behavior. 22(2), S. 245–258. ISSN 0022-5371

Crisp, Ross, 2018. Rogers and Goldstein redux: the actualizing person responding to trauma and loss. In: Person-centered & Experiential Psychotherapies. 17(1), S. 70–85. ISSN 1477-9757

Finke, Jobst, 2002. Das Menschenbild des Personzentrierten Ansatzes zwischen Humanismus und Naturalismus. In: PERSON. 6(2), S. 26–34. ISSN 1028-6837

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Galliker, Mark, 2011. Existenzphilosophie und Personzentrierter Ansatz. In: PERSON. 15(2), S. 126–137. ISSN 1028-6837

Galliker, Mark, 2019. Die Struktur menschlicher Wirklichkeit – Zur dualen Formierung der Theorien Schopenhauers und Rogers’ sowie zur Synthese Gendlins. In: PERSON. 23(1), S. 5–16. ISSN 1028-6837

Galliker, Mark und Herman, Jan, 1994. Verbales Reflektieren im therapeutischen Diskurs. In: Zeitschrift für Klinische Psychologie, Psychopathologie und Psychotherapie. 42(1), S. 42–59. ISSN 0723-6557

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Hutterer, Robert, 2006 [1998]. Das Paradigma der Humanistischen Psychologie: Entwicklung, Ideengeschichte und Produktivität. Wien: Springer. ISBN 978-3-211-82944-8

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Autor
Prof. Dr. Mark Galliker
Institut für Psychologie der Universität Bern
Eidg. anerkannter Psychotherapeut pca.acp/FSP
Mitglied der Schweizerischen Gesellschaft für den Personzentrierten Ansatz
Weiterbildung, Psychotherapie, Beratung (pca.acp).
Redaktion der Internationalen Zeitschrift für Personzentrierte und Experienzielle Psychotherapie und Beratung (PERSON).
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Zitiervorschlag
Galliker, Mark, 2019. Rogers, Carl [online]. socialnet Lexikon. Bonn: socialnet, 09.12.2019 [Zugriff am: 14.08.2020]. Verfügbar unter: https://www.socialnet.de/lexikon/Rogers-Carl

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