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Soziale Arbeit des Südens

Ronald Lutz, Tanja Kleibl, Franziska Neureither

veröffentlicht am 28.01.2021

Synonym: Sozialarbeit des Südens

Unter „Soziale Arbeit des Südens“ wird eine spezifische Form sozialarbeiterischen Denkens und Handelns im Globalen Süden verstanden.

Überblick

  1. 1 Zusammenfassung
  2. 2 Diskurse und Konzepte
  3. 3 Themen und Fragen
    1. 3.1 Armut
    2. 3.2 Geschlechtergerechtigkeit
    3. 3.3 Segregation
    4. 3.4 Familiäre Strukturen
    5. 3.5 Unterdrückung indigener Völker
    6. 3.6 Religiosität
    7. 3.7 Gewalt und Krieg
    8. 3.8 Klimawandel
    9. 3.9 Covid-19
  4. 4 Hintergründe und Ursprünge
  5. 5 Indigenisierung, Authentisierung, Rekonzeptualisierung
    1. 5.1 Indigenisierung, Lokalisierung und Pluriversifizierung
    2. 5.2 Indigenes Wissen
    3. 5.3 Authentisierung und Rekonzeptualisierung
  6. 6 Philosophien des Südens
  7. 7 Praxen und Methoden
    1. 7.1 Dialog als Praxis
    2. 7.2 Ermöglichung und Ermächtigung
    3. 7.3 Übersetzen und ethnologischer Blick
  8. 8 Radical Social Work
  9. 9 Green Social Work
  10. 10 Postkoloniale feministische Sozialarbeit
  11. 11 Verwobene Soziale Arbeit: Lokal handeln, global denken
  12. 12 Quellenangaben
  13. 13 Literaturhinweise

1 Zusammenfassung

Im Globalen Süden stellen sich immer wieder neue und andere Themen und soziale Problemlagen als im Globalen Norden. Aufgrund postkolonialer Entwicklungen ergeben sich Fragestellungen, die zum einen zur Anerkennung von Differenz und zum anderen zum Grenzdenken einladen. Innerhalb dieser Dynamik stellen sich insbesondere in Europa immer wieder neue ethische Fragestellungen zum Umgang mit Kolonialismus und Neokolonialismus und der Externalisierung von Folgen des westlichen, industrialisierten Entwicklungsmodels. In den Diskursen einer Sozialarbeit des Südens spielen folgende Kontexte eine essenzielle Rolle:

  • die Sichtbarmachung der kolonialen Folgen sowie der Konflikte und Widersprüche, der Ausbeutung und der Ausgrenzung in den nachkolonialen Gesellschaften, die auf ihre Ursprünge zurückgeführt werden
  • der genuin politische Anspruch zur Veränderbarkeit der Welt durch Akteur*innen, seien dies Bewegungen, Organisationen, Regierungen oder Menschen in ihren sozialen Beziehungen
  • die Bestrebungen der Sozialen Arbeit im Süden über Prozesse der Indigenisierung und Authentisierung Eigenständigkeit zu erlangen, um sich aus der kolonialen Umklammerung des Nordens zu lösen.

Darin gewinnt die Debatte um indigenes, lokales und „pluriversales“ Wissen, als einem von den Prinzipen rationaler Vernunft unterschiedenem Wissenssystem, das gleichwohl auf Erfahrung und Diversität basiert, eine zentrale Bedeutung. Die Sozialarbeit des Südens beinhaltet und fokussiert immer auch einen politischen Anspruch und verfügt über eigene Methoden.

2 Diskurse und Konzepte

Mit dem Begriff „Soziale Arbeit des Südens“ wird eine Debatte fokussiert, die als spezifische Form sozialarbeiterischen Denkens und Handelns im Globalen Süden verstanden wird. Die „Soziale Arbeit des Südens“ wirft gleichzeitig aufgrund postkolonialer Entwicklungen und globaler Migrationsbewegungen Fragen in Bezug auf Macht, Anerkennung und Diversität sozialarbeiterischen Wissens und Handlungsmöglichkeiten im Globalen Norden auf und stellt deren Hegemonieanspruch im Globalen Süden in Frage. Insbesondere befindet sich die Umsetzung der Menschenrechte bei gleichzeitiger Anerkennung von Differenz und globalen Machthierarchien im Fokus.

Konzepte und Diskurse einer Sozialarbeit des Südens sind als Versuche und Bestrebungen zu verstehen, eine eigenständige Sozialarbeit im Globalen Süden akademisch und praktisch zu etablieren, die sich nicht nur vom kolonialen Import absetzt, sondern sich aufgrund ihrer historischen, politischen und sozialen Hintergründe der Beantwortung eigener Fragen widmet. Ihr Ziel ist eine den Kontexten entsprechende und aus diesen Kontexten heraus verändernde Soziale Arbeit. Eine Auseinandersetzung damit begann im deutschen Sprachraum vor allem mit Arbeiten von Christine Rehklau und Ronald Lutz (Rehklau und Lutz 2007a; Rehklau und Lutz 2007b; Lutz und Rehklau 2009).

Wenn hier vom Süden gesprochen wird, sind jene Regionen gemeint, die in der „kolonialen Verwandlung der Welt“ (Osterhammel 2009) vom Norden ökonomisch einverleibt wurden und sich noch immer in Abhängigkeit befinden (Lessenich 2016). Ihnen wurden durch Macht und Herrschaft kolonialer Strukturen die eigenständige Geschichte und Tradition abgesprochen, verändert oder in den Untergrund gedrängt, wo diese zwar „überlebten“, aber auch dem sich etablierenden Denken des Globalen Nordens und dessen Verständnis von Wissenschaft verschlossen blieben. Nach dem Ende des Kolonialismus werden diese neu „entdeckt“, ihre Rezeption beeinflusst dabei auch die Versuche, eine eigene und nachkoloniale Sozialarbeit auf dem Weg einer „Indigenisierung“ oder „Lokalisierung“ zu etablieren (Kleibl et al. 2020). Dies muss als Erzählung einer auch möglichen Welt gesehen werden (Lutz, Sachau und Stauss 2017; Kleibl et al. 2020).

In der Sozialarbeit des Südens lässt sich deshalb auch keine Einheitlichkeit bzw. Essenzialismus feststellen, obwohl es Übereinstimmungen gibt. Dies ist zum einen nicht beabsichtigt bzw. würde auch aufgrund völlig differenter Ausgangslagen nicht sinnvoll sein. Die Hintergründe sozialer Fragen und der jeweiligen politischen Entwicklungen in den Ländern des Globalen Südens sind kaum zu generalisieren. Zum anderen ist genau diese Einheitlichkeit nicht beabsichtigt, da sich die Sozialarbeit des Südens auch aus einer Kritik an der Kontextunabhängigkeit und dem damit verbundenen Anspruch der Universalität des Nordens thematisch und ideologisch konstituiert.

Die Sozialarbeit des Südens wurde zwar wesentlich von kolonialen Importen begründet und beeinflusst, insofern bezieht sie sich auch immer auf Aspekte der Sozialen Arbeit im Norden, die weiterhin als relevant begriffen werden. Viele Autor*innen beanspruchen aber Eigenständigkeit und lösen sich von der „kolonialen Umklammerung“, indem sie von Indigenisierung, Lokalisierung, Authentisierung oder Rekonzeptualisierung sprechen. Eingelagert ist dabei eine vom postkolonialen Denken geprägte Kritik am Hegemonieanspruch der Sozialarbeit des Nordens, die sich als universell und kontextunabhängig versteht (Röh 2020). In der sich verdichtenden Vielfalt der Sozialarbeit des Südens liegt eine Fülle an Potenzialen, die auch für die Diskurse im Norden fruchtbar sind und im Folgenden erörtert werden.

3 Themen und Fragen

Sozialarbeit des Südens muss sich vor allem den Konflikten stellen, die aus der folgenreichen Globalisierung der Welt bis heute resultieren und weiterhin entstehen. Die darin entstandene globale Ungleichheit muss als historisch gewachsenes Phänomen von Kolonialismus, Imperialismus und Kapitalismus verstanden werden. Damit wird auf das ausbeuterische Verhältnis und dessen Gehilfen, dem Rassismus, verwiesen, in dem und über die der Globale Norden den Globalen Süden dominiert(e) und dadurch die Genese ungleicher Verwirklichungschancen entscheidend beeinflusst. Dies wurde als „koloniale Verwandlung der Welt“ (Osterhammel 2009) und – psychoanalytisch ausgedrückt – als „Internalisierung von Unterdrückung“ (Fanon 2020) vielfach beschrieben. Lessenich (2016) hat dieses Ausbeutungsverhältnis und die darin liegende Hegemonie mit seiner Thematisierung der Externalisierungsgesellschaft in seinen gegenwärtigen Strukturen analysiert. Er weist darauf hin, dass der Reichtum des Nordens auch auf die Ausbeutung des Südens zurückzuführen sei; der Norden holt sich die Ressourcen, profitiert davon, und lässt den Süden mit den politischen, sozialen, kulturellen und klimatischen Folgen dieser Extraktion allein. Ausbeutungsprozesse und Hegemonie verschwanden nicht mit den Prozessen der Dekolonialisierung. Unter deren Bedingungen formierte sich hingegen eine neoliberale und ökonomische Globalisierung mit veränderten Ausbeutungs- und Abhängigkeitsstrukturen, die jenseits des Kolonialismus weiterhin Formen globaler Ungleichheit bedingte und verfestigte (Beck und Poferl 2010; Lessenich 2016; Weiß 2017, S. 139).

Die angedeutete Verbindung zwischen Kolonialismus, Rassismus, Entwicklungspolitik, Globalisierung und Unabhängigkeitsbewegungen hat große Relevanz für die Soziale Arbeit im Süden; diese verdichtet sich folgend zunächst in Themen und Fragen.

3.1 Armut

Die Verhinderung bzw. Linderung von Armut ist akutes Thema nahezu überall in der Welt. Allerdings ist prinzipiell zu unterscheiden zwischen einer relativen Armut, die sich definitorisch aus dem jeweiligen gesellschaftlichen Wohlfahrtsniveau von Nationen ergibt, die überwiegend im Globalen Norden liegen, sowie einer absoluten Armut in vielen Regionen und Nationen des überwiegend Globalen Südens (Beck und Poferl 2010). Bei der relativen Armut wird intensiv um Teilhabe, Zugänge zu guter Bildung, um die Mindesthöhe der Grundsicherung sowie mit großem Aufwand um die sozialarbeiterische und sozialpolitische Bearbeitung der Folgen vor allem für Kinder gestritten. Debatten um absolute Armut, die das Überleben prinzipiell infrage stellt, haben hingegen einen völlig anderen Fokus. Sie reichen von der Beseitigung des Hungers, über Zugänge zu sauberem Wasser und einer Mindesthygiene bis hin zu Fragen einer ausreichenden medizinischen Versorgung. Darüber hinaus stehen Probleme hinsichtlich des prinzipiellen Zugangs zu Basisbildung, Erwerbseinkommen und Markt sowie die Durchsetzung von Rechtssystemen und Menschenrechten auf der Agenda. Eine Sozialarbeit des Südens besteht notwendigerweise auch in der Basisversorgung bzw. der Bereitstellung und Organisation grundlegender Bedarfe.

Seit Jahren gibt es vielfältige Debatten über Kindheiten im Globalen Süden, die sich vor allem auf Straßenkinder, arbeitende Kinder, Kindersoldat*innen und Kinderprostitution fokussieren (Liebel und Lutz 2010; Liebel 2017). Deutlich wird, dass Kinder im Süden weitaus direkter der Ökonomie bzw. des Zugriffs durch Erwachsene ausgesetzt sind, als sich dies in dem in Europa etablierten Bild einer „geschützten und unschuldigen Kindheit“ abbildet. Mittlerweile gibt es eine Fülle von Projekten, auch im Kontext der Entwicklungszusammenarbeit, die sich der Sozialen Arbeit mit Straßenkindern und Kindersoldat*innen widmen. Die Kinder befinden sich dabei zwar im Fokus der Sozialarbeit des Südens, es wird aber auch versucht, diese wieder in ihre Familien und Gemeinschaften zu integrieren, damit sie dort ein gutes Leben führen können.

3.2 Geschlechtergerechtigkeit

Eine Sichtbarmachung verborgener sowie offener Ungleichheiten in den Geschlechterbeziehungen ist ein Thema, das von vielen Autor*innen als drängend beschrieben wird. Im Globalen Süden muss dies auch vor dem Hintergrund massiver sozialstruktureller Verwerfungen und Unterdrückungskontexte diskutiert werden, die sich insbesondere aus ökonomischen, kulturellen, sozialen, ethnischen oder religiösen Hintergründen nachkolonialer Gesellschaften identifizieren lassen.

Insbesondere der afrikanische Feminismus widmet sich mit potenziell anderen Fragen und Antworten den Ambivalenzen in den Geschlechterverhältnissen (Nzegwu 2015). Afrikanisches feministisches Denken fokussiert auf Heilung, Versöhnung und auf das Bestehen darauf, dass die Sprache afrikanischer „Womanhood“ jene Sprache ist, welche der Gesellschaft einen Weg zu sexueller, spiritueller, psychologischer, sozialer und ökonomischer Gleichberechtigung weist, in der sich Strukturen patriarchaler Geschlechterverhältnisse aufheben. Traditionen, lokales und indigenes Wissen, das hinter den vom Kolonialismus erzeugten patriarchalen Verhältnissen verborgen ist, erfahren darin eine neue und besondere Bedeutung.

3.3 Segregation

Im Spannungsfeld von Modernisierung, Urbanisierung sowie der Veränderung ländlicher Räume stellen sich im Globalen Süden auch Fragen, die sich in einer radikalen Form der Segregation zeigen. In Elendsquartieren verdichten sich Probleme, wie sie u.a. Davis in seinem Buch „Planet der Slums“ beschrieben hat (Davis 2011). Der Autor zeichnet eine unheilvolle Zukunft der Städte im Süden, er beklagt eine Urbanisierung ohne Urbanität und die Verklärung der informellen Ökonomie in diesen Städten. Langfristig sei die wachsende städtische Armut der Nährboden für Radikalisierung und Gewalt. Niemand sah laut Davis voraus, dass diese Armut überwiegend aus jugendlichen Stadtbewohner*innen besteht, die kaum reguläre Beziehungen zur Weltwirtschaft und keine Chance haben, jemals in solche zu treten.

3.4 Familiäre Strukturen

Man kann auch nicht übersehen, dass sich die Bedeutung familiärer Strukturen und deren Unterstützungskontexte zu ändern beginnt; auch im Süden finden Individualisierungsprozesse statt, die zu einer tendenziellen Entbettung und zur Abschwächung solidarischer Unterstützung in Familiensystemen führen. Die im Norden etablierten sozialstaatlichen Kompensationen und Programme sind bisher kaum entwickelt, weshalb Sozialarbeit des Südens einen politischen Auftrag hat, sich einzumischen und diese einzufordern.

3.5 Unterdrückung indigener Völker

In den Widersprüchen des Globalen Südens zeigt sich eine weitere Konfliktlinie, die eine extreme Herausforderung darstellt und als regional verborgener sowie innerer Kolonialismus zu sehen ist: Es ist die jeweilige Position und gleichzeitige Marginalisierung sowie Unterdrückung indigener Völker wie den Adivasi in Indien, den Aborigines in Australien, den San in Botswana, den Maya in Guatemala oder auch den „First Nation People“ in den USA und Kanada. Die daraus resultierenden Probleme sind genuin politischer Natur, Ergebnis von Kolonialismus, Unterdrückung, Ausbeutung und Diskriminierung, und verweisen auf eine Sozialarbeit des Südens mit indigener Bevölkerung, die es bisher aber nur in Ansätzen (Briskman 2014) gibt.

3.6 Religiosität

Die im Globalen Süden tief verwurzelte Religiosität ist in ihren alltäglichen Bedeutungen für das Denken und Handeln der Menschen völlig neu und anders zu beleuchten (Imhof 2012). Gerade die sich im Globalen Süden ausbreitenden Pfingstbewegungen, evangelikale Bewegungen, hinduistischer und islamischer Fundamentalismus, unterschiedlichster Formen sowie innerislamische Widersprüche sorgen für unabsehbare Konfliktlinien, die bisher kaum bekannt sind (Wienold 2014). Für eine Sozialarbeit des Südens sind sie zweifelsohne ein alltägliches Thema, das sowohl Herausforderung als auch Potenzial mit sich bringt

3.7 Gewalt und Krieg

In vielen Regionen des Südens belasten Kriege, Neue Kriege und Bürgerkriege das Leben der Menschen. Nachkoloniale Widersprüche spiegeln sich u.a. als Kampf um wertvolle Ressourcen wie Wasser, Erdöl oder seltene Mineralien. Aber auch Stammesfehden, Umstürze, Warlords, ethnische Gewalt oder Vertreibung verursachen großes Leid und Konflikte. Auch eine Sozialarbeit des Südens muss, da die Mehrheit der Geflüchteten im Land als Binnenvertriebene bleibt bzw. in Nachbarländer oder innerhalb des Globalen Südens migriert, ihren Fokus auf Flucht, Flüchtlingslager und Migration legen. Mitunter wird sie aber auch mit Fremdenfeindlichkeit konfrontiert. Konfliktanalyse, Versöhnung und Friedensarbeit bleiben ein brisantes und notwendiges Thema (Rehklau und Lutz 2018). Gleichfalls gilt es die Verknüpfung der Externalisierung von Grenzverwaltung in sog. Drittstaaten (z.B. EU-Türkei Deal) mit der europäischen Abschottungspolitik und deren Auswirkungen auf die Menschenrechtslage von Geflüchteten an den EU-Außengrenzen wahrzunehmen und die Verletzungen, welche Geflüchtete u.a. in griechischen Lagern wie dem abgebrannten Lager Moria erfahren, zu dokumentieren. Diese Orte sind nicht nur EU-Verwaltungsgrenzen, sondern inzwischen auch epistemologische Grenzbereiche, in denen der Westen seine Widersprüche und rassistischen Grundzüge ganz offen und unverblümt darlegt. Eine internationale Sozialarbeitswissenschaft muss sich mit diesen Widersprüchen auch aus postkolonialer südlicher Perspektive auseinandersetzen und benötigt gerade hier neue Strategien und Erklärungsmöglichkeiten.

3.8 Klimawandel

Sozialarbeit des Südens muss sich auch den Folgen des Klimawandels stellen (Welzer 2010), um zusammen mit anderen Akteur*innen Antworten zu finden, die evtl. im indigenen und lokalen Wissen liegen, aus dem heraus Methoden entstehen können, wie man z.B. in trockener werdenden Gebieten Wasser speichert und welche Pflanzen zur Nahrungssicherheit dort am ehesten gedeihen. Auch Fragen, warum sog. „heilige Wälder“ von Menschen vieler Länder des Globalen Südens mehr geschützt werden als z.B. deklarierte Naturschutzgebiete, sind spirituelle Dynamiken, welche sich eine Green Social Work des Südens stellen könnte.

3.9 Covid-19

Die Pandemie des Coronavirus verschärft die soziale Ungleichheit, insbesondere in den Ländern des Globalen Südens; sie vergrößert aber auch das Gefälle der Nationen untereinander und trägt zur Intensivierung und Verfestigung globaler Ungleichheit bei (Lutz und Kleibl 2020): der Graben zwischen Nord und Süd wird noch tiefer. Während die Länder des Nordens, trotz steigender sozialer und ökonomischer Probleme, auf der Basis ihrer wirtschaftlichen Stärke „Lösungen“ finden, sind die Menschen in den Ländern des Südens der Pandemie schutzloser ausgeliefert.

Angesichts der Pandemie ist zu befürchten, dass in den Ländern des Südens auf lange Sicht ökonomisch erzielte Fortschritte erst einmal gestoppt werden oder gar wegbrechen. Vorhandene Ressourcen und Eigenleistungen schwächen sich ab; die ökonomischen Verwerfungen machen arme Länder noch ärmer und die Bildungs- und Gesundheitssysteme werden nachhaltig überfordert. Viele Staaten des Globalen Südens werden ökonomisch kaum in der Lage sein, auf die Pandemie nachhaltig und mit großem finanziellem Aufwand zu reagieren. Das Virus trifft zwar alle, doch in den Folgen trifft es vor allem die Ärmsten und Verwundbarsten.

4 Hintergründe und Ursprünge

Sozialarbeit des Südens speist sich sowohl aus postkolonialen Theorien als auch aus der Geschichte des Widerstands; beide Kontexte sind miteinander verwoben. Dazu gehören Sklavenaufstände (wie in Haiti ab 1791), Unabhängigkeitsbewegungen, das Gros asiatischer, afrikanischer und karibischer Dekolonisationen (Eckert 2006) sowie andauernde und sich neu formierende soziale Bewegungen.

In Bewegungen und Freiheitskämpfen für die Unabhängigkeit von kolonialer Herrschaft fanden Autor*innen und Führerpersönlichkeiten Gehör, die Erfahrungen aus der Kolonisation verdichteten und Widerstände sowie eigene Pfade propagierten (Kerner 2012, S. 32 f.). Dazu zählen u.a.

  • Mahatma Gandhi, der für eine Unabhängigkeitsbewegung (Indien) mit gewaltfreiem Widerstand steht
  • Mao Zedong, der in China einen bewaffneten und revolutionären Kampf führte
  • Aimé Césaire, der das Bild des Kolonisators schuf, der durch sein Handeln selber „zum Tier“ wird
  • Josina Machel, eine feministische Ikone der mosambikanischen Befreiungsbewegung
  • Léopold Sédar Senghor, der als Präsident des unabhängigen Senegal sein Land ab 1960 in die nachkoloniale Zeit führte
  • Paulo Freire, der nicht nur gegen den Widerstand der herrschenden Klasse Alphabetisierungskampagnen organisierte, sondern vor allem eine Pädagogik der Unterdrückten schuf (Freire 1973; Freire 1974a; Freire 1974b; Freire 1981; Freire 1987; Freire 1992; Lutz 2011)
  • Frantz Fanon, der in seinen Büchern die verheerenden und verstörenden Praxen des Kolonialismus beschrieb und zum Widerstand aufforderte (Fanon 1981).

Gemeinsam in aller Unterschiedlichkeit war diesen Widerstandskämpfer*innen eine Auseinandersetzung mit kolonialer Ausbeutung sowie die Absicht, aus eigenen Traditionen und Erfahrungen andere Pfade zu realisieren, die dem Ziel der Befreiung und der Unabhängigkeit verpflichtet waren. Insofern stellen deren Überlegungen wichtigen Wurzeln einer Sozialarbeit des Südens dar (siehe auch Freire-Pädagogik, Pädagogik der Befreiung).

5 Indigenisierung, Authentisierung, Rekonzeptualisierung

Aus dem Globalen Süden kommen seit Jahrzehnten Überlegungen und Konzepte, die als Konsequenz der antikolonialen Bewegungen nach einer Anderen Sozialen Arbeit rufen, die sich dezidiert und mit völlig verändertem Fokus den lokalen Problemen zuwendet. Zumeist sind sie in akademischen Zirkeln gewachsen, doch einiges kam auch direkt aus Befreiungs- und Unabhängigkeitsbewegungen, so das „White Paper of Social Welfare“ (Republic of South Africa, Department of Welfare 1997), das nach dem Ende des Apartheidregimes aus Konzeptionen entstand, die bereits im Widerstand wuchsen. Diese Überlegungen ermöglichen Praxisformen, die sich der Kolonialität der Wissenssysteme entwinden.

5.1 Indigenisierung, Lokalisierung und Pluriversifizierung

Mit den Begriffen der Indigenisierung, Lokalisierung und Pluriversifizierung verbindet sich eine Vielfalt von Initiativen, akademischen Debatten und theoretischen Entwürfen in Lateinamerika, Asien und in Afrika, die nachkoloniale Sozialarbeit den eigenen Problemen und Bedarfen anzupassen und eine Sozialarbeit des Südens zu begründen. Grundlegende Positionen finden sich am häufigsten in der Literatur zur Sozialarbeit in Afrika (Walton und Abo El Nasr 1988; Osei-Hwedie 1996; Mupedziswa 1993; Mupedziswa 2001; Osei-Hwedie und Jacques 2007; Lutz und Rehklau 2009). Auf diesem Kontinent hat Sozialarbeit noch eine junge und vor allem koloniale Geschichte; sie wurde – mit einigen Ausnahmen wie Südafrika – erst in den 1950er- und 1960er-Jahren aus dem Norden importiert (Mupedziswa 1992) und war zunächst auch nur für die weiße kolonisierende Gesellschaft dort gedacht. Nach der formellen kolonialen Unabhängigkeit entschied sich eine Vielzahl afrikanischer Länder zunächst für eine marxistisch-leninistisch geprägte Regierungsform, welche einen Wohlfahrtsstaat im Kontext der sozialen Marktwirtschaft nicht vorsah. Das Potenzial zur sozialen Transformation und Solidarität wurde vielmehr in den sich formierenden sozialistisch geprägte Massenorganisationen gesehen (z.B. Bauernbewegungen, Frauenbewegungen, Jugendbewegungen), was zur Folge hatte, dass viele jungen Schulen der Sozialarbeit zunächst geschlossen wurden. Erst in den 1990er-Jahren, verbunden mit einer Öffnung in Richtung westliche Marktwirtschaft und Mehrparteiensystem, entstanden langsam wieder neue Studiengänge und Fachschulen mit einem Fokus auf Soziale Arbeit und Soziale Entwicklung. In der Folge verstärkten sich die Bemühungen, Soziale Arbeit den Bedarfen des afrikanischen Kontinents und seiner Vielfalt der Kulturen und politischen Formierungen anzupassen.

Indigenisierung, Lokalisierung und Pluriversifizierung bedeutete im Denken kritischer afrikanischer Theoretiker*innen vor allem eine Anpassung bzw. eine Reformulierung, ein Prozess, der importierte Ideen und Praktiken modifizierte, um sie mit dem lokalen kulturellen Kontext und den je spezifischen, auch kolonialen Erfahrungen in Übereinstimmung zu bringen. Notwendige Reflexionen warfen dabei einen neuen und anderen Blick auf das bereits vorhandene lokale Wissen (Straub 2012). In der aktuellen Definition der „International Federation of Social Workers“ (IFSW) sowie der „International Association of Schools of Social Work“ (IASSW) wurde im Jahre 2014 konsequent, auch als Reaktion auf Debatte im Globalen Süden, insbesondere die Formulierung „indigenous knowledge“ eingeführt:

„Social work is a practice-based profession and an academic discipline that promotes social change and development, social cohesion, and the empowerment and liberation of people. Principles of social justice, human rights, collective responsibility and respect for diversities are central to social work. Underpinned by theories of social work, social sciences, humanities and indigenous knowledge, social work engages people and structures to address life challenges and enhance wellbeing“ (IFSW 2014, Hervorhebung durch die Verfasser*innen).

5.2 Indigenes Wissen

Diese inzwischen international akzeptierte Definition Sozialer Arbeit nennt u.a. Indigenes Wissen als eine der Grundlagen des Handelns (Yellow-Bird 2016; Kniffki 2018). Damit ist die Einbeziehung von traditionellem, indigenem, lokalem, pluriversem und gemeinschaftlichem Wissen indigener Völker und Bewegungen gemeint, insbesondere bei der Analyse von Problemen und der Erörterung von Handlungsstrategien in der sozialarbeiterischen Praxis, vor allem aber auch in der Arbeit mit indigenen Gemeinschaften im Globalen Süden sowie mit Geflüchteten im Globalen Norden

Indigenes, lokales und pluriverses Wissen ist inzwischen ein essenzieller Aspekt der Soziarbeit des Südens und lässt sich vielfach identifizieren (z.B. Briskman 2014). In indigenen Gemeinschaften leben Menschen, die im Prozess der kolonialen Eroberung und Verwandlung der Welt von außen an den Rand der jeweiligen Gesellschaft (in Reservate) gedrängt und mitunter auch in ihre Traditionen und in ihren Rechten abgewertet wurden. Diese „Indigenen“ haben sich jedoch in den letzten Jahren im Rahmen einer von ihnen betrieben Identitätspolitik und etablierter Indigener Bewegungen als Nachkommen der eigentlichen „Ureinwohner“ eines bestimmten räumlichen Gebietes neu inszeniert, ein eigenes Selbstverständnis gewonnen und fordern ihre Rechte als indigene Gemeinschaften ein. Sie berufen sich dabei auf eine lange Tradition sowie auf das von ihnen betonte „Indigene Wissen“ und fordern insbesondere auch einen „ethical space of engagement“ (Ermine 2007) um Hierarchien und epistemologische Ungerechtigkeit abzubauen. Inzwischen gibt es sogar vielfältige Versuche eine eigenständige „Indigene Wissenschaft“ zu begründen.

Soziale Arbeit muss all dies in ihrer theoretischen interdisziplinären Auseinandersetzung und Praxis berücksichtigen; dies verlangt von ihr nicht nur eine kulturelle Sensibilität, sondern auch ein Verstehen kultureller Tradition von innen heraus sowie eine Offenheit ihre vom Westen beeinflussten Privilegien zu hinterfragen und soweit dem tieferen Verständnis zuträglich, gänzlich zu „verlernen“ (Spivak 1999). Indigenes Wissen und indigene Bewegungen sind in Theorien und Praxen der Sozialen Arbeit einzubeziehen, in der Sozialarbeit des Südens geschieht dies bereits. Nur so können in der Vielfalt des Lebens notwendig unterschiedliche Wege zur Erklärung von Kontexten und zur Etablierung von Problemlösungen in der sowohl globalen und zugleich allem lokalen Praxis gefunden werden.

5.3 Authentisierung und Rekonzeptualisierung

Konsequent wurden die Thesen zur Indigenisierung und Lokalisierung schließlich als Authentisierung erörtert: „the identification of genuine and authentic roots in the local system, which would be used for guiding its future development in a mature, relevant and original fashion“ (Ragab zit. n. Walton und Abo El Nasr 1988, S. 149). Authentisierung stützte sich damit noch expliziter als Indigenisierung auf lokale Ressourcen, indigenes Wissen und je spezifische Bedürfnisse. Daneben wurde in kritischen Zirkeln auch von Rekonzeptualisierung gesprochen: „Reconceptualisation is seen as focusing on reformulation of concepts so that they are in line with efforts to empower marginalised groups in society“ (Osei-Hwedi 1996, S. 216).

Die zugrundeliegenden Ideen haben ihre Wurzeln in Freires Ansatz der „conscientisacion“ (Bewusstmachung) und der Befreiungspädagogik Lateinamerikas. Rekonzeptualisierung betont insbesondere die politische Einbindung der Praxis in Entwicklungskontexte, die Ausgrenzungsprozesse und deren Veränderung im Fokus haben. Damit wird die Sozialarbeit des Südens explizit in den Kontext der Politik gesetzt und stärker in die entwicklungsbezogene Veränderung von Gesellschaft eingebunden (Osei-Hwedie 1996, S. 216).

Während es sich bei der Indigenisierung und Lokalisierung eher um eine Adaption der westlichen Importe an die lokalen Begebenheiten handelt, wird bei der Authentisierungder Aufbau eines gänzlich einheimischen Modells der Sozialarbeit des Südens angestrebt. Rekonzeptualisierungschließlich stellt Soziale Arbeit in den öffentlichen Fokus der Politik. Das gemeinsame Ziel ist die Entwicklung von angemessenem sowie geeignetem Wissen, das sich in Methoden und Verfahren umsetzen lässt, die mit lokalen Bedingungen und Bedürfnissen vereinbar sind. Um diese Entwicklungen vorantreiben zu können, müssen Sozialarbeiter*innen ein profundes Wissen über die lokalen Gegebenheiten haben, das es ihnen erlaubt, das kulturelle Leben zu ergründen, um mit den lokalen Gemeinschaften zu arbeiten. Dieses Vorgehen soll die (Re-)Kolonisierung von Lebenswelten verhindern, kulturelle Vielfalt fördern und innerhalb der jeweils gültigen Kontexte, pluriverse und gerechte Verwirklichungschancen ermöglichen.

6 Philosophien des Südens

In den Diskursen des Südens erfahren inzwischen Konzepte, Überlegungen und Visionen eine essenzielle Bedeutung, die nach einem Wissen und einem Denken fragen, das sich jenseits kolonialer Einflüsse und „Verwüstungen“ (Mbembe 2016) findet bzw. neu „entdeckt“ und aktualisiert werden kann. Auch hier ist das Ziel Eigenständigkeit, Selbstbestimmung und die Überwindung globaler Hegemonie.

Ein zyklisches Denken, wie wir es in diesen Philosophien oftmals wiederfinden, besitzt allerdings nicht die Linearität eines endlosen Fortschritts, der absolut gesetzt wird, sondern zielt auf eine Dialektik, die die Akzeptanz von Vielfalt im Denken fordert. Dies verdichtet sich u.a. bei dem Ethnologen Philipp Descola, der das Denken anderer Kulturen, denen wir uns überlegen fühlen, analysierte (Descola 2011).

Beispiele für Philosophien des Südens sind u.a.

  • das Denken des Buen Vivir andiner Kulturen (Cubillo-Guevara et al. 2018)
  • die traditionelle Lebensphilosophie des afrikanischen Ubuntu (Mathews 2018)

Sarr und Mbembe (Sarr 2019;) fordern über Afrika hinaus ein „Afrotopia“ bzw. einen „Ausgang aus der langen Nacht“ (Mbembe 2016). Damit schärfen sie den Blick auf das aktuelle Geschehen der Spätmoderne und skizzieren mögliche „Auswege“. Beide kritisieren die „imperiale Lebensweise“ grundlegend, da sich westlich hegemoniales Wissen als „allgemeines Wissen“ durchgesetzt hat und afrikanische (indigene) Traditionen und Wissen verdrängte und durch Theorien von Rasse und Ethnie abwertete. Das spiegelt auch die Kontroverse zwischen „indigenem bzw. lokalem und pluriversem Wissen“ und „wissenschaftlichem Wissen“, die nur dadurch aufgelöst werden kann, indem beide Seiten – trotz unterschiedlicher Interpretationen von Welt – gleichberechtigt nebeneinanderstehen.

7 Praxen und Methoden

Für die Sozialarbeit des Südens ist es essenziell, dass sich gerade in Regionen des Globalen Südens (noch) eine hohe Vielfalt unterschiedlicher Kulturen identifizieren lässt. Für die praktische Arbeit wird ein umfassendes Verständnis für Menschen und ihre Weltanschauungen erforderlich, wobei die ökonomischen, sozialen, religiösen, kulturellen, tradierten, psychologischen und politischen Faktoren von besonderer Bedeutung sind (Osei-Hwedie 1996, S. 217). Weiterhin sind Kenntnisse über die natürlichen Netzwerke wesentlich. Dazu zählen:

  • die Familie und die weitere Verwandtschaft
  • die ethnische Gruppe
  • das Bildungssystem
  • das Gemeinwesen.

Bedeutsam wird auch ein Wissen über aktuelle und schwelende Konflikte sowie Ereignisse, die schon länger zurückliegen aber dennoch die Gegenwart der Beziehungen beeinflussen.

Dieses „natürliche Netzwerk“ kann in seiner Verwobenheit als kulturelle Basis verstanden werden, es entstehen dadurch wichtige Fragestellung und Ausgangslagen: „Social Work has to recognise the uniqueness of culture, the central role of culture in service provision and the right to self-determination“ (Osei-Hwedie 1996, S. 220). Werden bei angestrebten Veränderungen Strukturen, Beziehungen, Werte und Philosophien, die einer Kultur innewohnen, nicht berücksichtigt, so hat dies Bedeutung für die Akzeptanz bei den Menschen, für die und mit denen Veränderungen intendiert werden.

7.1 Dialog als Praxis

Notwendig ist zunächst eine Praxis des Dialogs, als die Praxis einer Wissenschaft, die u.a. auf Paulo Freire zurückgeht. Die gemeinsame pädagogische Arbeit muss vom Dialog geprägt sein, in den alle Beteiligten eingebunden sind. In den methodischen Implikationen des Verstehens sind Menschen Expert*innen (Protagonist*innen) ihres eigenen Lebens, und sonst niemand, es geht um sie und um niemand anders. Ziel des Dialogs darf es deshalb nicht sein, dass Sozialarbeiter*innen den Betroffenen ihre Weltsicht erklären und sie für diese gewinnen wollen. Dieser an den Lebenswelten orientierte Ansatz reflektiert die Situationen des Lebens vielmehr in den Interpretationen der Menschen. Seine essenziellen methodischen Prinzipien sind vielfältig übertragbar:

  • Im „thematischen Universum“ der Menschen wird nach „generativen Themen“ gesucht, die sie bewegen. Gefragt wird nach den Bedeutungen dieser Themen für das je eigene Leben, den je eigenen Alltag.
  • In diesen Themen werden „Schlüsselsituationen“ ausfindig gemacht, Begriffe und Bilder, in denen Bedeutungen der Situationen codiert sind. Die integrierten Bedeutungen und Hintergründe werden aufgedeckt und so einem Verständnis und einer gemeinsamen Verständigung zugeführt. Es verdichten sich Strukturen dahinter, die in ihren Wirkungen reflektiert werden können. Damit eröffnen sich neue Themen und Situationen.
  • Gegen die koloniale „Bankiers-Methode“ der Einlagerung von Wissen ist eine „problemformulierende Methode“ zu setzen, die Menschen zur Bewältigung und zur Gestaltung des eigenen Lebens befähigt und ermächtigt.

7.2 Ermöglichung und Ermächtigung

Sozialarbeit des Südens steht als Idee und Praxis in einem originär strukturellen Zusammenhang der Ermöglichung und Ermächtigung und ist Akteurin des „Sozialen Wandels“ und der „Sozialen Entwicklung“. Dies beruht auf einem Begriff von menschlicher Entwicklung, der sich jenseits kolonialer Entfremdung und Zielstellung entfaltet hat.

Entwicklung versteht u.a. Amartya Sen (2000) in deutlicher Abgrenzung zum hegemonialen Paradigma der Diskurse in der Entwicklungszusammenarbeit als Prozess der Beseitigung verschiedener Arten von Unfreiheit, „die den Menschen nur wenig Entscheidungsspielraum und wenig Gelegenheit lassen, wohldurchdachten Gründen gemäß zu handeln“ (Sen 2000, S. 10). Die Beseitigung gewichtiger Unfreiheiten sei deshalb eine grundlegende Voraussetzung für Entwicklung. Erst unter diesen Voraussetzungen wird die freie Entfaltung menschlicher Fähigkeiten ermöglicht. Dieser global rezipierte „Capability Approach“ (dt. auch „Verwirklichungsansatz“), welcher u.a. die Re-orientierung ganzer Programme der Vereinten Nationen auf „Menschliche Entwicklung“ und damit einhergehend eine kritischere Betrachtung von wirtschaftlich linearen Wachstumsmodellen durchsetzte, findet inzwischen auch in der Sozialen Arbeit Einzug (Birgmeier 2017).

Konsequenterweise will und muss sich Soziale Arbeit den jeweiligen Problemen im Globalen Süden mit eigenen und nicht aus dem Norden übernommenen Ansätzen zuwenden, um eigene und selbsttragende Lösungen zu finden. Neben gemeinwesenorientierten Ansätzen (Community Work) sind dies vor allem auch ökonomische Projekte, die Ernährungssouveränität garantieren und ein materiell selbstbestimmtes Leben ermöglichen (sog. „Sustainable Livelihoods Projects“) und somit v.a. Zugänge zum lokalen Markt herstellen und sichern wollen (Yunus 1998, aber auch die Kritik in Klas 2011).

7.3 Übersetzen und ethnologischer Blick

In der Sozialarbeit des Südes, und nicht nur hier, ist Verstehen die Basis einer dialogischen, anerkennenden und ermöglichenden Praxis. Der verstehende und zugleich aktivierende Prozess wird, in Anlehnung an Paulo Freire, als problemformulierende Methode definiert (Lutz 2011). Sozialarbeiter*innen sind Dialogpartner*innen, die mit den Menschen zusammen deren Verstrickungen im Alltag „aufdecken“ bzw. formulieren und mit ihnen Wege aus den bedrückenden Situationen herausfinden. Eine Praxis des Übersetzens und ein „ethnologischer Blick“ werden essenziell.

„Übersetzen“ heißt dabei nicht nur über sprachliche Kompetenzen zu verfügen (Buden et al. 2009). Es ist ein „Grenzdenken“ erforderlich, ein Verstehen des Anderen, in dem unterschiedliche kulturelle und biografische Hintergründe gemeinsam entschlüsselt werden, um sie in der gemeinsamen täglichen Arbeit zu berücksichtigen (Lutz, Sachau und Stauss 2017). Hierzu sind sowohl interkulturelle Kompetenzen, eine Haltung, als auch ein verstehender Prozess erforderlich, der einen ethnologischen Blick meint.

Dieser ethnologische Blick erschließt verstehend (auch teilnehmend) die Kontexte, Werten, Hintergründe, Geheimnisse und Mythen zunächst fremder Lebensentwürfe. Verstehen geschieht dabei, ohne das Andere sofort mit dem Eigenen normativ zu vergleichen, wie es im „Othering“ stattfindet. Mitunter unreflektierte Hintergründe des Verstehens sind im Prozess des Verstehens zu thematisieren. Der ethnologische Blick will hegemoniale und koloniale Kontexte, die Einfluss auf die Begegnungen nehmen, thematisieren. Internationalisierung und Vielfalt erfordern eine Soziale Arbeit, und dies eben nicht nur im Süden, die sich ethnologisch entwirft.

8 Radical Social Work

Inzwischen gibt es weltweit – vor allem aus dem Globalen Süden – lauter werdende Forderungen nach einer weiteren Radikalisierung der Sozialen Arbeit und ihrer Rolle in der Gesellschaft. Schon 1993 formulierte Ankrah: „Radical developmental social work of an interdisciplinary nature, guided by informed, forward-thinking professionals and grounded in African realities, may be the only answer if the profession is to survive in the next century“ (Ankrah 1987 zit. n. Mupedziswa 1993, S. 160).

Diese Forderung basiert auf der Analyse, dass die erlebte koloniale und rein technologische sowie instrumentelle Sozialarbeit des Nordens für den Süden irrelevant, nicht angemessen und auch nicht effektiv ist. Sie muss ihren liberalen Charakter einer wertfreien Wissenschaft abstreifen und radikalere sowie befreiende Positionen einnehmen, um sich von den Einrichtungen und Prozessen lösen zu können, welche die sozialen Probleme, die durch die Sozialarbeit bekämpft werden sollen, erst schaffen; sie muss als politische Akteurin auftreten und sich einmischen.

Dieser aus einer Sozialarbeit des Südens heraus weit gefassten Position einer Radical Social Work geht es um eine Refokussierung, die Soziale Arbeit weit über den Blick auf das Individuum hinausführt und dessen sozialen Ort spiegelt und aufdeckt, wie Verwerfungen, Ausbeutung, Unterdrückung, Landnahme und Sozialstrukturen, welche die Chancen und Fähigkeiten der Menschen minimieren (u.a. Lavalette 2011).

In ihrer Praxis attackiert Radical Social Work Politik, um diese herauszufordern und zu verändern. Dies geschieht, indem sie eine politische Bühne für subalterne Gruppen schafft und den bisherigen Begriff des Politischen – nämlich eine am Sozialstaat ausgerichtete institutionelle Sozialpolitik – neu betrachtet. Politik wird dabei als eine Kette von Subjektivierungen verstanden, als eine Streitpraxis, welche die kulturelle und politische Zuordnung marginalisierter Gruppen und ihrer vermeintlichen Vertreter*innen in Frage stellt. Der Kampf zwischen Arm und Reich, zwischen Mächtigen und Subalternen ist demnach nicht ein Problem, welches es von Parteien oder zivilgesellschaftlichen Institutionen zu lösen gilt, sondern Politik selbst (Rancière 2006).

Indem sich der gesellschaftliche Anteil der marginalisierten „Anteillosen“ oder „Sprachlosen“ der eigenen Positionen und Rechte bewusster wird und für diese eintritt, werden soziale Strukturen revidiert. Dies bedeutet auch eine Absage an den vordergründigen Konsens eines gesellschaftlichen Vertrages institutionalisierter Politik und seiner zivilgesellschaftlichen Vertreter*innen, welche oftmals auf einflussreiche Nichtregierungsorganisationen, inklusive Wohlfahrtsverbände, reduziert werden (Kleibl und Munck 2014). Garrett (2018) verspricht sich durch die Auseinandersetzung mit Rancières Politikkonzept in der Sozialen Arbeit eine Zunahme der kritischen Reflexionsfähigkeit und eine Neufindung des Politischen. Soziale Arbeit im Süden, die sich (eigentlich auch im Norden) aus Widerstand, Bewegung, Befreiung und Utopie speist, findet hier ihren öffentlichsten und radikalsten Ausdruck.

9 Green Social Work

Mit Green Social Work wird ein kritischer Blick auf gesellschaftliche Verhältnisse gelegt und die Forderung einer Umweltgerechtigkeit explizit in das Konzept der sozialen Gerechtigkeit integriert (Dominelli 2018):

„The natural world will not care if social workers spend their time solely focused on insuring a degree of social justice for the human species. The earth system will collapse whether social workers are successful at those efforts or not“ (Besthorn 2012, S. 248). Für Lena Dominelli, eine wichtige Vertreterin der Green Social Work, war das Nichtvorhandensein der Stimme der Sozialen Arbeit während der Tsunami-Katastrophe 2004, bei der rund 240.000 Menschen ums Leben kamen und 1,7 Millionen Küstenbewohner*innen obdachlos wurden, der Auslöser, sich aus der Sozialen Arbeit heraus eine Stimme zu schaffen (Dominelli ebd., S. 10 f.).

Umweltzerstörung und deren Folgen haben erhebliche Auswirkungen auf Menschen und Bevölkerungsgruppen auf der ganzen Welt bzw. werden dadurch erst Adressat*innen für die Soziale Arbeit geschaffen, da Menschen akut aus ihren Lebenswelten gerissen werden bzw. ihnen schleichend ihre Lebensgrundlage entzogen wird. Die Grenze zwischen menschlich verursachten und naturbedingten Umweltkatastrophen und -krisen ist nicht eindeutig zu ziehen. Mittlerweile ist sich die Wissenschaft jedoch einig, dass die anthropogene globale Erwärmung wesentlich zu diesen beiträgt und dass der Klimawandel zu verheerenden Folgen für den gesamten Planeten führen wird. Ein Umdenken in der Bevölkerung ist – nicht zuletzt durch Bewegungen wie Fridays for Future – zu erkennen. Allerdings sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass die Debatte um Klimagerechtigkeit nicht ausschließlich auf die kommenden Generationen und auf Individualkonsum bezogen werden sollte, sondern eine holistische Perspektive – die Kopplung von Klimagerechtigkeit und sozialer bzw. globaler Gerechtigkeit – eingeschlagen werden muss.

10 Postkoloniale feministische Sozialarbeit

Die Sprache der Dekolonisierung wird heutzutage von vielen indigenen, afrikanischen Diasporagruppen und sozialen Aktivist*innen sowie kritischen Sozialforscher*innen genutzt (u.a. Spivak 1990; Mohanty 2003; Lugones 2010; McLaren 2017; Caron und Lee 2020). Die Auseinandersetzung mit der kolonialen Vergangenheit wird hierbei angetrieben von einer tiefgreifenden Kritik in Bezug auf andauernde Diskriminierung und Rassismus, welche aus dem Kolonialismus entstanden sind. Die Forderungen vieler dieser Gruppen lauten

  • weitgehende Veränderungen der postkolonialen nationalen, transnationalen sowie internationalen Beziehungen von Staaten und Gesellschaften
  • eine Transformation der globalen kapitalistischen Wirtschaftsordnung
  • eine Neubewertung kultureller und kollektiver Rechte
  • eine Neubewertung eurozentrischer Formen des Feminismus.

Postkoloniale feministische Sozialarbeit antwortet auf diese Diskurse und Praktiken; sie stellt eine Bewegung innerhalb der Sozialarbeit dar, welche kritisch auf die Ausbildung von Sozialarbeiter*innen, der Forschung und Praxis blickt, mit dem Ziel, die Sozialarbeit auf den verschiedenen Ebenen zu dekolonisieren. Diese sozialarbeiterische Bewegung bezieht sich z.B. auf Konzepte wie

  • kritisches Weißsein
  • anti-rassistische Sozialarbeit
  • Indigene Ansätze
  • „learning to unlearn“ euro-amerikanischer Epistemologie
  • intersektionale Perspektiven (Kleibl 2020).

Chandra Talpade Mohanty (2003), eine der einflussreichsten postkolonial-feministischen Theoretiker*innen, thematisiert im Kontext von Feminismus parallel verlaufende koloniale und globale Strukturen. Die Repräsentation der sogenannten „Dritte-Welt Frau“ ist ihr zufolge eine Konstruktion des westlichen Feminismus und müsse dementsprechend geopolitisch situiert und dekonstruiert werden.

Postkoloniale feministische Sozialarbeit beschäftigt sich zentral mit der Kategorie Geschlecht und bringt diese mit anderen sozialen Kategorien wie Ethnizität, Herkunft und Hautfarbe, welche für postkoloniale Theorien und die Reflektion postkolonialer Ungleichheit relevant sind, in Verbindung. Postkolonial feministische Sozialarbeit ist, wie auch die Intersektionalität, aus der schwarzen Frauenbewegung entstanden und beschäftigt sich mit dem Abbau hegemonialer Machtverhältnisse, wobei das Erkenntnisinteresse an den Schnittpunkten kultureller und geschlechtlicher Differenz liegt (Castro Varela und Dhawan 2009). Neben den fehlenden Bezügen zu Geschlecht in der dominanten postkolonialen Theorie wird auch der westlich hegemoniale Feminismus kritisiert, welcher gerade in Form von „Frauen-Empowerment“-Projekten in Ländern des Globalen Südens ein vermeintlich modernes unabhängiges Frauenbild propagiert. Somit ignoriert westlicher Feminismus gänzlich die kulturelle Vielfalt an vor-kolonialen Genderrollen und bis heute bestehenden flexiblen Genderkonstruktionen. Anstatt auf lokale kulturelle Ressourcen und intra-gender Hierarchien innerhalb von Verwandtschaftsstrukturen und für eine gerechtere Gestaltung von Machtverhältnissen zwischen den Geschlechtern einzustehen, werden oftmals westliche Hypothesen über die „Unterdrückten Frauen in Ländern des Globalen Südens“ reproduziert (Jaji und Kleibl 2020).

Westlichen Empowerment-Konzepten fehlt somit oft die Anerkennung der Diversität soziokultureller Positionierungen von Frauen in Ländern des Globalen Südens.

11 Verwobene Soziale Arbeit: Lokal handeln, global denken

Die Sozialarbeit des Südens steht nicht allein: Sie ist nicht nur vielfältig, sondern zudem wesentlicher Aspekt eines großen Korpus sozialarbeiterischer Aktivitäten – sowohl in akademischer als auch in praktischer Hinsicht. Somit reflektiert sie die globalisierte Welt und tritt darin als lokale Akteurin in Erscheinung; sie ist global vernetzt und wichtige Diskussions- und Kooperationspartnerin der erfolgenden Internationalisierung dieses Faches und seiner Praxen.

Diese Vernetzung wird inzwischen als International diskutierte Soziale Arbeit bezeichnet (Lutz und Stauss 2016; Wagner et al. 2018; Kleibl et al. 2020), womit sich das „Fach“ in der Spannung verschiedener Traditionen und permanenter Wandlungsprozesse bewegt. Das zentrale Merkmal ist dabei Differenz, um die sich Diskurse und Ansprüche gruppieren und die immer neue Fragen stellt.

Diese Überlegungen, die sich auch aus einer Beschäftigung mit der Sozialarbeit des Südens ergeben, sollen im Begriff einer „verwobenen Sozialen Arbeit“ verdichtet werden; damit verbindet sich eine Vernetzung der verschiedenen lokalen Praxen sowie ein notwendig globales Denken, durch die ein globaler Austausch ermöglicht wird.

Die These einer verwobenen Sozialen Arbeit befindet sich im Kontext einer „verwobenen Moderne“, die nicht nur polyzentrisch ist, sondern sich aus einer Vielfalt an Traditionen, Entwicklungspfaden, lokalen Reformulierungen und als unaufhörlicher Wandel immer wieder neu entwirft (Randeria 1999; Lutz und Stauss 2016). Spezifische Widerstände und Wege aus den kolonialen Pfaden heraus haben heterogene Entwürfe geschaffen, die regional oder national eine je eigene Moderne schufen, die aber immer in Relation und im Austausch zu anderen steht. In einer „verwobenen Moderne“ mit ambivalenten Beziehungen sowie kontinuierlichen Wandlungsprozessen bestehen unterschiedliche Traditionen und Erfahrungen mit Kolonialismus, Dekolonisation, Globalisierung und imperialer Lebensweise nebeneinander; Austausch- und Aushandlungsprozesse sind dabei möglich und notwendig.

Gerade in der globalen Welt gewinnt das Lokale eine neue Bedeutung als Ort des Lebens, an dem sich Menschen einmischen, ihre Identität finden und ihr Leben nach ihren Vorstellungen gestalten können. Global und Lokal sind notwendige Ambivalenzen, die sich in einem Interdependenzverhältnis befinden: Eine verwobene Soziale Arbeit ist daher global vernetzt, aber lokal verwurzelt (Lutz und Stauss 2016; Lutz und Stauss 2018; Lutz und Kleibl 2020).

Eine Auseinandersetzung mit der Sozialarbeit des Südens zeigt nicht nur die Vielfalt des Lebens, der nur mit einer Vielfalt an Theorien und Methoden begegnet werden kann. Darin werden auch die Enge und die Kontextgebundenheit des Denkens und der Sozialen Arbeit im Globalen Norden erkennbar. Aus den Begegnungen unterschiedlicher Traditionen und Ansätze, die sich lokal formen, kann in einem globalen Austausch eine verwobene Soziale Arbeit wachen, die sich gegenseitig unterstützt, entwickelt und sich immer neuen Herausforderungen stellt. Darin wird auch das im Norden aktuell vorherrschende „instrumentelle Denken“ relativiert und hinterfragt. Soziale Arbeit könnte sich dadurch wieder stärker für eine kritisch-reflexive Theorie der Gesellschaft öffnen und damit sich selbst, ihre Positionen und Aufgaben – auch in geopolitischer Hinsicht – thematisieren.

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AutorInnen
Prof. em. Dr. phil. Ronald Lutz
Soziologe und Anthropologe
Fachhochschule Erfurt
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Prof. Dr. Tanja Kleibl
Social Work, Migration and Diversity
Studiengangsleitung Master’s Programme „International Social Work with Refugees and Migrants“
Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt
Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften
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Franziska Neureither
Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt
Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften
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Zitiervorschlag
Lutz, Ronald, Tanja Kleibl und Franziska Neureither, 2021. Soziale Arbeit des Südens [online]. socialnet Lexikon. Bonn: socialnet, 28.01.2021 [Zugriff am: 07.03.2021]. Verfügbar unter: https://www.socialnet.de/lexikon/Soziale-Arbeit-des-Suedens

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