Sozialmanagerin, Sozialmanager
Prof. a.D. Dr. Irmgard Schroll-Decker
veröffentlicht am 08.06.2026
Eine Sozialmanagerin oder ein Sozialmanager übernimmt eine Leitungs‑ oder Managementfunktion in einer Organisation der Sozialen Arbeit auf einer unteren, mittleren oder oberen Führungsebene. Kern der Tätigkeit sind Aufgaben der Ressourcenplanung, Prozesssteuerung und Personalführung, die stets mit der Besonderheit personenbezogener sozialer Dienstleistungen verknüpft sind: Der Leistungserstellungsprozess entsteht in Kooperation mit den Adressat:innen und setzt ihre aktive Mitwirkung voraus.
Überblick
- 1 Zusammenfassung
- 2 Bezeichnungen
- 3 Unterschiedliche Abschlüsse
- 4 Geschichtliche Entwicklung
- 5 Aufgaben des Managements in sozialen Organisationen und Diensten
- 6 Berufs‑ und Fachverbände
- 7 Quellenangaben
- 8 Literaturhinweise
- 9 Informationen im Internet
1 Zusammenfassung
Die Übernahme einer Managementposition in einer Non-Profit‑ oder einer Profit-Organisation, die soziale Dienstleistungen anbietet, erfordert Leitungs-, Führungs‑ und betriebswirtschaftliche Kompetenzen, die idealerweise gepaart sind mit einer Kenntnis der Besonderheit des Gegenstandes (hier: eine personenbezogene Dienstleistung) und des Feldes, auf das sie sich bezieht. Da soziale Dienstleistungen in der Sozialen Arbeit über alle Lebensalter hinweg erbracht werden, gibt es eine breite Palette an Personen mit spezifizierten pädagogischen Abschlüssen, die in Managementpositionen wechseln bzw. betriebswirtschaftlich grundausgebildete Personen, die solche Positionen übernehmen und sich fachlich qualifizieren. Personen, die das Management in sozialen Organisationen ausüben, sind Sozialmanager:innen, auch wenn ihre Bezeichnung häufig nicht so lautet.
Die Professionalisierung und Akademisierung der Qualifikation von Personen, die Sozialmanagement-Positionen ausüben, wurde maßgeblich durch die Einführung von Marktprinzipien in die Sozialwirtschaft ab Mitte der 1980er-Jahre vorangetrieben. Zu den Kernaufgaben von Sozialmanager:innen zählen die Ressourcenplanung, die Steuerung organisatorischer Prozesse sowie die Personalführung, eingebettet in eine anhaltende Fachdebatte über das Verhältnis von betriebswirtschaftlichem Denken und den fachlichen Grundlagen Sozialer Arbeit. Mehrere Berufs‑ und Fachverbände vertreten die Interessen von Sozialmanager:innen und fördern Lehre, Forschung und Vernetzung im Bereich Sozialmanagement und Sozialwirtschaft.
2 Bezeichnungen
Die Berufsbezeichnung Sozialmanager:in ist gesetzlich nicht geschützt und in der Liste der Berufsgruppen der Bundesagentur für Arbeit (BA) (BERUFENET) nicht aufgeführt. Ein:e Inhaber:in einer Management‑ oder Leitungsposition bei einem öffentlichen, freien oder privaten Träger, der soziale Dienstleistungen anbietet, oder eine selbstständig tätige Person kann als Sozialmanager:in bezeichnet werden. Die Bezeichnung Sozialökonom:in bzw. Sozialwirt:in ist in BERUFENET der BA vorhanden. Um als Sozialökonom:in tätig zu werden, braucht es i.d.R. ein abgeschlossenes Hochschulstudium auf Bachelor‑ oder Masterniveau mit länderspezifisch vorgegebener Regelstudienzeit.
Da viele Personen, die eine Sozialmanager:innen-Position innehaben, eine pädagogische Qualifikation (Sozialpädagogin oder Sozialpädagoge, Kindheitspädagogin oder Kindheitspädagoge, Heilpädagogin oder Heilpädagoge) vorweisen, bringen sie die staatliche Anerkennung mit. Die Tätigkeitsfelder der Sozialmanagerin oder des Sozialmanagers sind sehr vielfältig.
3 Unterschiedliche Abschlüsse
Wer eine Management‑ oder Leitungsposition in einem Unternehmen (öffentlich, frei oder privat) übernehmen möchte oder innehat, verfügt zumeist über ein erfolgreich abgeschlossenes Studium. Bachelor-Studiengänge Sozialmanagement werden an ca. 10 Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) in Deutschland angeboten (Stand Mai 2026). Sie qualifizieren unmittelbar für diese Tätigkeit.
Da aber die Handlungsfelder der Sozialbranche und die in ihr erforderlichen Managementtätigkeiten sehr breit gefächert sind, gibt es allein im pädagogischen Bereich differenzierte Studiengänge und verschiedene Modelle der Qualifizierung – in Abhängigkeit von den Hochschulgesetzen der Bundesländer:
- Bachelorstudiengang Soziale Arbeit (180–210 Credits) mit einem Schwerpunkt Sozialmanagement in Vollzeit mit Abschluss B.A. und Masterstudiengang Soziale Arbeit mit Schwerpunkt Sozialmanagement (90–120 Credits) in verschiedenen Zeitmodellen und Kombinationen zwischen virtuell und Präsenz mit Abschluss M.A.
- Bachelorstudiengang Sozialmanagement (180–210 Credits) in Vollzeit mit Abschluss B.A. oder Masterstudiengang Sozialmanagement (90–120 Credits) in verschiedenen Zeitmodellen und Kombinationen zwischen virtuell und Präsenz mit Abschluss M.A.
- Berufsbegleitende und duale Bachelorstudiengänge Soziale Arbeit oder Sozialmanagement für Studierende mit Hochschulzugangsberechtigung und beruflich Qualifizierte mit Abschluss B.A. in verschiedenen Zeitmodellen und Kombinationen von virtuell und Präsenz
- Bachelorstudiengänge Kindheitspädagogik, Frühpädagogik, Pädagogik der Kindheit, frühkindliche Bildung (und Elementarbildung) und Derivate (180–210 Credits) in verschiedenen Zeitmodellen und Kombinationen zwischen virtuell und Präsenz mit Abschluss B.A. und entsprechende Masterstudiengänge (90-120 Credits) in verschiedenen Zeitmodellen und Kombinationen zwischen virtuell und Präsenz mit Abschluss M.A.
- Bachelorstudiengänge Heilpädagogik und Kombinationen (180–210 Credits) in verschiedenen Zeitmodellen und Kombinationen zwischen virtuell und Präsenz mit Abschluss B.A. und Masterstudiengänge Heilpädagogik (und Ergänzungen wie Inklusion) in verschiedenen Zeitmodellen und Kombinationen zwischen virtuell und Präsenz mit Abschluss M.A.
- Studiengänge wie u.a. Pädagogik/​Erziehungswissenschaften, Sonderpädagogik, Sozialpädagogik, Inklusionspädagogik, Erlebnispädagogik, Musikpädagogik, Kulturvermittlung und Kombinationen an Hochschulen mit Abschluss B.A. (zumeist 180 Credits) und entsprechende Masterstudiengänge (zumeist 120 Credits)
- Studiengang Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt auf dem Management sozialer Dienste mit Abschluss B.Sc. (180–210 Credits)
- Lehramtsstudiengänge z.B. in Sprachen, Deutsch als Zweitsprache
- Studiengänge mit Abschluss Verwaltungswirt:in
Darüber hinaus können weitere Berufsgruppen, in der Regel mit Berufserfahrung und Weiterqualifikationen (Zertifikate, Lehrgänge) in Management‑ und Leitungspositionen von Verbänden, Wohlfahrtsorganisationen und sozialen Diensten gelangen:
- Erzieher:innen, Heilpädagog:innen, Ergotherapeut:innen, Erlebnispädagog:innen, Sozialwirt:innen, Sozialbetriebswirt:innen und Fachwirt:innen mit abgeschlossener Fachschulausbildung, Verwaltungsfachangestellte
- In Betriebswirtschaft weitergebildete Berufsgruppen (Nicht-Kaufleute) wie Gastronomen, Handwerker:innen, Landschaftspfleger:innen
Auch Studiengänge wie Sozialökonomik (B.A.) oder Sozialwirtschaft (B.A.) und ähnliche Ausrichtungen an Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) qualifizieren, um in die Position einer Sozialmanagerin oder eines Sozialmanagers zu gelangen.
Ferner existieren zahlreiche weitere Masterstudienprogramme, die im Anschluss an ein (sozial-)pädagogisches Bachelorstudium eine Qualifizierung für das Sozialmanagement beinhalten.
4 Geschichtliche Entwicklung
Leitungs‑ und Führungsaufgaben in Einrichtungen, die soziale Dienste anbieten, gibt es, solange Hilfen für Menschen in schwierigen Lebenslagen existieren (Amthor 2016). Das gilt für staatlich organisierte Einrichtungen ebenso wie für solche von Verbänden, Vereinen, Orden oder Kirchen, seien es Findel‑ oder Waisenhäuser, Zucht‑ oder Arbeitshäuser, Spitäler oder Sondereinrichtungen, Angebote für Kleinkinder oder Jugendliche. Personen in Verantwortung für solche Organisationen und Einrichtungen haben den Einsatz von Mitgliedern, Ehrenamtlichen und ausgebildetem Personal unter der jeweils vorherrschenden Ägide in die Wege geleitet, geplant, koordiniert, überwacht und ggf. angepasst. Mit der Etablierung von Ausbildungslehrgängen und Ausbildungsstätten (Schulen) für Frauen und Männer im 19. und 20. Jahrhundert, die in der öffentlichen und gemeinnützigen Wohlfahrtspflege tätig waren, begann die Verberuflichung der Tätigkeit und bereitete auf die organisatorischen und Verwaltungsaufgaben vor (Lambers 2010; Müller 2013; Motzke 2014, S. 127 ff.; Eßer 2018, S. 15 ff.; Wendt 2020).
An die Fachlichkeit der Personen, die sozialpädagogische und sozialarbeiterische Aufgaben zu erfüllen hatten, wurden zunehmend höhere Anforderungen gestellt. Aufgrund von sozialpolitischen Rahmensetzungen wurden individuelle Ansprüche in den Sozialgesetzen und in Versicherungssystemen verankert. Um die Tätigkeiten und Zuständigkeiten erfüllen zu können, erwies sich ein auf wissenschaftlichen Grundlagen basierendes Wissen als erforderlich. Nach dem Auf‑ und Ausbau der Fachschulen setzten in den 1960er‑ und 1970er-Jahren fachtheoretische Debatten zur Disziplin der Sozialen Arbeit ein. Die Akademisierung der Profession begann parallel (exemplarisch dargestellt am Beispiel Paula Lotmar [Schmocker 2024] und Albrecht Müller-Schöll [Dierker 2021]). Studiengänge der Sozialpädagogik und der Sozialen Arbeit etablierten sich in den 1970er-Jahren – vorwiegend an den auch in dieser Zeit neu gegründeten Fachhochschulen, aber auch an Universitäten (Röh 2024; Engelke et al. 2016).
Ab Mitte der 1980er-Jahre veranlassten Modernisierungs‑ und Steuerungsprobleme in der freien Wohlfahrtspflege und knappe Finanzen in den öffentlichen Haushalten die Kommunen, neue Steuerungsmodelle einzuführen. Diese beinhalteten die Entwicklung von standardisierten und qualitätsgesicherten Produkten, die Vereinbarung von Leistungsentgelten mit den Leistungserbringern und die weitgehende Verabschiedung vom Selbstkostendeckungsprinzip. Hinzu kam, dass privat-gewerbliche Leistungsanbieter zugelassen wurden. Diese Öffnung kurbelte den Wettbewerb zwischen den öffentlichen, freien und privat-gewerblichen Anbietern an.
Die Dienste der Sozialen Arbeit regelten fortan zunehmend marktwirtschaftliche Prinzipien, die mit der Bezeichnung als Ökonomisierung kritisch beleuchtet wurden, verband man doch damit eine Dominanz des Marktes zuungunsten von Staat und privaten Haushalten (Vaudt 2022, Kap. 4). Die veränderten Bedingungen des Umfeldes – eines Sozialmarkts – brachten neue Anforderungen an die Gestaltung der Angebote der Sozialen Arbeit mit sich. Träger, Organisationen und Institutionen implementierten Managementperspektiven, weil sie sich nunmehr als Betriebe verstanden (Merchel 2015, S. 11 ff.). Es entzündete sich eine angeregte Fachdebatte über die Einführung des Managementdenkens und ‑handelns in Organisationen der Sozialen Arbeit: Von Ablehnung und größter Skepsis, verbunden mit der Angst vor dem „Ausverkauf“ des Kerns der Sozialen Arbeit auf der einen Seite, bis zu den Befürworter:innen der situationsadäquaten Anpassung von Managementinstrumenten oder einer fast ungeprüften Übernahme von Managementtechniken auf der anderen Seite reichte die Bandbreite an Argumenten. Zu den frühen Diskutand:innen gehörten u.a.: Müller-Schöll und Priepke (1983); Schwarz (1994); Boskamp und Knapp (1996); Puch und Westermeyer (1999) sowie Wendt (2003).
Im ersten Viertel der 2000er-Jahre wuchs das Bewusstsein für die Größendimensionen (Branchenumsatz, Sektoren, Beschäftigte) der Sozialwirtschaft (Wendt und Wöhrle 2006; Grunwald et al. 2013; Brinkmann 2010). So erstellten die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in einzelnen Bundesländern (z.B. Hessen, Bayern, Brandenburg, Bremen, Rheinland-Pfalz, Sachsen) Studien, um die sozialstaatliche, wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung zu erfassen. Die Ergebnisse zeigten, dass die Sozialwirtschaft den Erbringungskontext für die personenbezogene soziale Dienstleistung, aber auch für die gesellschaftliche Wohlfahrt tangiert und in den einzelnen Bereichen unterschiedliche Bedingungen vorfindet. Die Fragen ökonomischer Zusammenhänge und des ökonomischen Denkens in der Sozialen Arbeit wurden Gegenstand von Disziplin und Profession der Sozialen Arbeit (Finis Siegler 2019; Finis Siegler 2021; Vaudt 2022).
Die veränderten Rahmenbedingungen sowie die Anforderungen an die Kompetenzen des Managements in der Sozialwirtschaft lösten eine intensive Fachdebatte aus, die u.a. nachfolgende Aspekte betraf:
- Begriffliche Klärungen zum Management in sozialen Organisationen, Sozialmanagement, Management in der Sozialwirtschaft (Wöhrle 2012; Wöhrle et al. 2013)
- Theoretische Annäherungen an Organisationen der Sozialwirtschaft (Grunwald 2022; Wöhrle et al. 2013; Kolhoff 2026a)
- Management‑ und Steuerungskonzepte sozialwirtschaftlicher Unternehmen (Bieker und Vomberg 2012; Grunwald 2022)
- Führung, Personalführung und Personalmanagement (Ribbeck 2020; Fröse et al. 2019; Grunwald 2022)
- Finanzierung der Sozialwirtschaft (Schellberg und Holtkamp 2023; Kolhoff 2025)
- Die Klientel und die Akteure der Sozialwirtschaft (Kolhoff und Grunwald 2018)
- Eingebundensein in Umgebung und Netzwerke sowie Sozialplanung (Kolhoff 2019; Kolhoff 2020)
- Weitere aktuelle Diskurse in Einrichtungen der Sozialwirtschaft (Kolhoff und Grunwald 2018; Kolhoff 2019; Kolhoff 2020; Kolhoff 2022; Kolhoff 2024; Kolhoff 2026b)
Nach der Phase der begrifflichen Klärung haben sich die Aufgaben eines Managementregelkreises sowie der Managementbereiche zunehmend ausdifferenziert. Die empirische Analyse von Amstutz (2014) über das Verhältnis von Sozialmanagement und Sozialer Arbeit ergab, dass sich verschiedene Diskussionsstränge entwickelt hatten, die nebeneinanderstanden und jeweils ihr Verhältnis zur Sozialen Arbeit definiert hatten. Die Sozialmanager:innen als betrieblich für den Erfolg der Sozialunternehmen Verantwortliche wurden mit einer wachsenden Anzahl an Management-Anforderungen konfrontiert, auf die sie betriebswirtschaftlich ausgerichtete Studiengänge vorbereiteten, die aber – so wurde beklagt – den Bezug zu den sozialpolitischen und sozialarbeitstheoretischen Grundlagen vernachlässigen würden.
5 Aufgaben des Managements in sozialen Organisationen und Diensten
Gehrmann und Müller (2013, S. 23–32) fassen nach ihrer Auseinandersetzung mit Widerständen gegenüber dem Sozialmanagement folgende Argumente zusammen, die für ein Management in sozialen Organisationen sprechen:
- Die Ziele und die Dienstleistungen bzw. das, was zusammen mit der Klientel erarbeitet wird, müssen laufend beobachtet und überprüft werden.
- Die Kooperationsbeziehungen und die Zusammenarbeit zwischen den Einrichtungen sind zu monitoren, zu verbessern und soziale Organisationen in die regionale Sozialplanung einzubeziehen.
- Soziale Organisationen sind als Akteure umgeben von weiteren und anderen Anbietern. Die Mitbewerber im Blick zu haben und die eigenen Angebote im Profil zu schärfen bzw. an die Bedarfe des Sozialraums und die Bedürfnisse der Klientel anzupassen sowie Innovationsfähigkeit herzustellen und zu erhalten, ist Aufgabe des Managements.
- Personalplanung und Personalführung sind Garanten der Qualität und deshalb professionell zu betreiben.
- Die Effizienz der Einrichtung und die Effektivität der Arbeit sind in sozialen Organisationen zu berücksichtigen, um keine Ressourcen, die für die Klientel bereitgestellt sind, zu verschwenden.
Ausgehend vom Managementregelkreis (Ziele setzen, Planen, Organisieren, Durchführen, begleitend kontrollieren, evaluieren und revidieren) erwähnen Gehrmann und Müller (2013, S. 32–34) auch Gefahren, die mit dem Management in sozialen Einrichtungen verbunden sein können: Sichtbar werden diese, wenn Sozialmanager:innen ihr Wissen zur persönlichen Machtausübung nutzen, die Verbindung zu den Mitarbeitenden vernachlässigen, sich als Technokrat:innen zeigen bzw. wenn Sozialmanagement in den Organisationen auf die Einsparung von Finanzmitteln reduziert wird.
6 Berufs‑ und Fachverbände
Für Sozialmanager:innen stehen verschiedene Berufs‑ und Fachverbände zur Verfügung, die Lehre, Forschung und Vernetzung im Bereich Sozialmanagement und Sozialwirtschaft fördern. Auf wissenschaftlicher Ebene sind insbesondere die Bundesarbeitsgemeinschaft Sozialmanagement/​Sozialwirtschaft (BAG SMW), die Fachgruppe Sozialwirtschaft der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA) und die Internationale Arbeitsgemeinschaft Sozialmanagement/​Sozialwirtschaft (INAS) zu nennen. Daneben vertreten Dachverbände wie die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) oder der Deutsche Berufsverband für Soziale Arbeit (DBSH) die sozialpolitischen und berufsständischen Interessen von Fachkräften und Organisationen der Sozialen Arbeit. Soziale Dienstleistungsunternehmen haben sich im UnternehmerVerband Soziale Dienste und Bildung zusammengeschlossen. Das Deutsche Institut für Sozialwirtschaft (DISW) unterstützt sie. Das Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland (SEND) e.V. zielt auf deren Sichtbarkeit.
7 Quellenangaben
Amstutz, Jeremias, 2014. Sozialmanagement und das Verhältnis zur Sozialen Arbeit: Eine empirische Analyse. Wiesbaden: Springer VS. ISBN 978-3-658-04541-8 [Rezension bei socialnet]
Amthor, Ralph-Christian, 2016. Einführung in die Berufsgeschichte der Sozialen Arbeit. 2. überarb. Auflage. Weinheim: Beltz Juventa. ISBN 978-3-7799-3079-2 [Rezension bei socialnet]
Bieker, Rudolf und Edeltraud Vomberg, Hrsg., 2012. Management in der Sozialen Arbeit. Stuttgart: Kohlhammer. ISBN 978-3-17-021801-7 [Rezension bei socialnet]
Boskamp, Peter und Rudolf Knapp, Hrsg., 1996. Führung und Leitung in sozialen Organisationen: Handlungsorientierte Ansätze für neue Managementkompetenz. Neuwied: Luchterhand Verlag. ISBN 978-3-472-02429-3
Brinkmann, Volker, 2010. Sozialwirtschaft: Grundlagen – Modelle – Finanzierung. Wiesbaden: Gabler Verlag. ISBN 978-3-8349-0010-4 [Rezension bei socialnet]
Dierker, Thomas, 2021. Der Sozialmanagement-Ansatz nach Albrecht Müller-Schöll: Eine Wirkungsanalyse. Wiesbaden: Springer VS. ISBN 978-3-658-33752-0
Eßer, Florian, 2018. Fünf Jahrhunderte Geschichte. Ein kurzer Überblick. In: Florian Eßer, Hrsg. Geschichte der Sozialen Arbeit. Hohengehren: Schneider Verlag, S. 15–32. ISBN 978-3-8340-1845-8 [Rezension bei socialnet]
Engelke, Ernst, Christian Spatscheck und Stefan Bormann, 2016. Die Wissenschaft Soziale Arbeit: Werdegang und Grundlagen. 4., überarbeitete und erweiterte Auflage. Freiburg: Lambertus Verlag. ISBN 978-3-7841-2843-6
Finis Siegler, Beate, 2019. Ökonomik Sozialer Arbeit. 3. überarbeitete und ergänzte Auflage. Freiburg im Breisgau: Lambertus Verlag. ISBN 978-3-7841-3115-3
Finis Siegler, Beate, 2021. Entwicklung einer Ökonomik Sozialer Arbeit aus der Retrospektive. Wiesbaden: Springer. ISBN 978-3-658-33366-9 [Rezension bei socialnet]
Fröse, Marlies W., Beate Naake und Maik Arnold, Hrsg., 2019. Führung und Organisation: Neue Entwicklungen im Management der Sozial‑ und Gesundheitswirtschaft. Wiesbaden: Springer VS. ISBN 978-3-658-24192-6 [Rezension bei socialnet]
Gehrmann, Gerd und Klaus D. Müller, 2013. Management in sozialen Organisationen: Handbuch für die Praxis Sozialer Arbeit. 5., neu bearbeitete Auflage. Regensburg: Walhalla Fachverlag. ISBN 978-3-8029-7371-0 [Rezension bei socialnet]
Grunwald, Klaus, 2022. Management sozialwirtschaftlicher Organisationen: Eine Einführung. Wiesbaden: Springer VS. ISBN 978-3-658-26339-3
Grunwald, Klaus, Georg Horcher und Bernd Maelicke, Hrsg., 2013. Lexikon der Sozialwirtschaft. 2. aktualisierte und vollständig überarbeitete Auflage. Baden-Baden: Nomos Verlag. ISBN 978-3-8329-7007-9 [Rezension bei socialnet]
Kolhoff, Ludger, Hrsg., 2019. Aktuelle Diskurse in der Sozialwirtschaft II. Wiesbaden: Springer VS. ISBN 978-3-658-25914-3
Kolhoff, Ludger, Hrsg., 2020. Aktuelle Diskurse in der Sozialwirtschaft III. Wiesbaden: Springer VS. ISBN 978-3-658-31105-6
Kolhoff, Ludger, Hrsg., 2022. Aktuelle Diskurse in der Sozialwirtschaft IV. Wiesbaden: Springer VS. ISBN 978-3-658-38676-4
Kolhoff, Ludger, Hrsg., 2024. Aktuelle Diskurse in der Sozialwirtschaft V. Wiesbaden: Springer VS. ISBN 978-3-658-43289-8
Kolhoff, Ludger, 2025. Finanzierung der Sozialwirtschaft: Eine Einführung. 3., erweiterte und aktualisierte Auflage. Wiesbaden: Springer VS. ISBN 978-3-658-48703-4 [Rezension bei socialnet]
Kolhoff, Ludger, 2026a. Organisationen der Sozialwirtschaft: Eine Einführung. Wiesbaden: Springer VS. ISBN 978-3-658-27890-8 [Rezension bei socialnet]
Kolhoff, Ludger, Hrsg., 2026b. Aktuelle Diskurse in der Sozialwirtschaft VI: Die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes – Nachhaltigkeit in der Sozialwirtschaft – Social Entrepreneurship. Wiesbaden: Springer VS. ISBN 978-3-658-49576-3
Kolhoff, Ludger und Klaus Grunwald, Hrsg., 2018. Aktuelle Diskurse in der Sozialwirtschaft I. Wiesbaden: Springer VS. ISBN 978-3-658-20318-4
Lambers, Helmut, 2010. Wie aus Helfen Soziale Arbeit wurde: Die Geschichte der Sozialen Arbeit. Bad Heilbrunn: Julius Klinkhardt Verlag. ISBN 978-3-7815-1741-7 [Rezension bei socialnet]
Merchel, Joachim, 2015. Management in Organisationen der Sozialen Arbeit: Einführung. Weinheim: Beltz Juventa. ISBN 978-3-7799-4490-4
Motzke, Katharina, 2014. Soziale Arbeit als Profession: Zur Karriere „sozialer Hilfstätigkeit“ aus professionssoziologischer Perspektive. Opladen: Budrich. ISBN 978-3-8474-0154-4 [Rezension bei socialnet]
Müller, Carl Wolfgang, 2013. Wie Helfen zum Beruf wurde: eine Methodengeschichte der Sozialen Arbeit. 6. Auflage. Weinheim: Beltz Juventa. ISBN 978-3-7799-2097-7 [Rezension bei socialnet]
Müller-Schöll, Albrecht und Manfred Priepke, 1983. Sozialmanagement: Zur Förderung systematischen Entscheidens, Planens, Organisierens, Führens und Kontrollierens in Gruppen. Frankfurt: Diesterweg. ISBN 978-3-425-07760-4
Puch, Hans-Joachim und Katharina Westermeyer, 1999. Managementkonzepte: Eine Einführung für soziale Berufe. Freiburg im Breisgau: Lambertus. ISBN 978-3-7841-1147-6
Ribbeck, Jochen, 2020. Personalmanagement in Sozialunternehmen: Theoretische und methodische Grundlagen. Regensburg: Walhalla Fachverlag. ISBN 978-3-8029-5489-4 [Rezension bei socialnet]
Röh, Dieter, 2024. Von der Unwahrscheinlichkeit des Erfolgs: eine Prüfung von Ambivalenzen in der frühen Phase der Akademisierung Sozialer Arbeit durch Gründung der Fachhochschulen. In: Dieter Röh, Barbara Dünkel und Friederike Schaak, Hrsg. Hochschulentwicklung und Akademisierung in der Sozialen Arbeit 1960–1980. Weinheim: Beltz Verlag, S. 26–40. ISBN 978-3-7799-7331-7 [Rezension bei socialnet]
Schellberg, Klaus-Ulrich und Claudia Holtkamp, 2023. Finanzierung von Organisationen der Sozialwirtschaft: Finanzierungsströme – Finanzgeber – Verhandlungsstrategien. 2. aktualisierte Auflage. Regensburg: Walhalla Fachverlag. ISBN 978-3-8029-5451-1
Schmocker, Beat, 2024. Paula Lotmar und die Professionalisierung der Sozialen Arbeit: Zur Aktualität einer Wegbereiterin für Ausbildung und Theorieentwicklung. Leverkusen: Verlag Barbara Budrich. ISBN 978-3-8474-3075-9 [Rezension bei socialnet]
Schwarz, Gotthart, 1994. Sozialmanagement. Alling: Fachverlag Sandmann. ISBN 978-3-8474-3075-9 [Rezension bei socialnet]
Vaudt, Susanne, 2022. Sozialökonomie: Eine kritische Einführung. Wiesbaden: Springer VS. ISBN 978-3-658-37309-2
Wendt, Wolf Rainer, 2003. Sozialwirtschaft: eine Systematik. Baden-Baden: Nomos Verlag. ISBN 978-3-8329-0349-7 [Rezension bei socialnet]
Wendt, Wolf Rainer, 2020. Kurze Geschichte der Sozialen Arbeit. Wiesbaden: Springer Nature. ISBN 978-3-658-30352-5
Wendt, Wolf Rainer und Armin Wöhrle, 2006. Sozialwirtschaft und Sozialmanagement in der Entwicklung ihrer Theorie. Regensburg: Walhalla Fachverlag. ISBN 978-3-8029-5465-8
Wöhrle, Armin, 2012. Zur Definition von Sozialmanagement und Management in der Sozialwirtschaft [online]. Wolfenbüttel: Bundesarbeitsgemeinschaft Sozialmanagement/​Sozialwirtschaft an Hochschulen e.V., 10.02.2012 [Zugriff am: 26.03.2026]. Verfügbar unter: http://www.bag-sozialmanagement.de/fileadmin/docs/Woehrle_Sozialmanagement.pdf
Wöhrle, Armin, Reinhilde Beck, Klaus Grunwald, Klaus Schellberg, Gotthart Schwarz und Wolf Rainer Wendt, 2013. Grundlagen des Managements in der Sozialwirtschaft. Baden-Baden: Nomos Verlag. ISBN 978-3-8252-3784-4 [Rezension bei socialnet]
8 Literaturhinweise
Grillitsch, Waltraud, Paul Brandl und Stephanie Schuller, Hrsg., 2018. Gegenwart und Zukunft des Sozialmanagements und der Sozialwirtschaft: Aktuelle Herausforderungen, strategische Ansätze und fachliche Perspektiven. 2. Auflage Wiesbaden: Springer VS. ISBN 978-3-658-21606-1
Grunwald, Klaus, Andreas Langer, Monika Sagmeister und Holger Backhaus-Maul, 2024. Sozialwirtschaft: Handbuch für Wissenschaft, Studium und Praxis. 2. aktualisierte und erweiterte Auflage. Baden-Baden: Nomos Verlag. ISBN 978-3-8487-7508-8 [Rezension bei socialnet]
Wöhrle, Armin, Agnès Fritze, Thomas Prinz und Gotthart Schwarz, Hrsg., 2017. Sozialmanagement: Eine Zwischenbilanz. Wiesbaden: Springer VS. ISBN 978-3-658-14895-9 [Rezension bei socialnet]
9 Informationen im Internet
- Bundesarbeitsgemeinschaft Sozialmanagement/​Sozialwirtschaft e.V. (BAG SMW): wissenschaftliche Gesellschaft und Vertretung der Lehrenden und Forschenden an Hochschulen im Bereich Sozialmanagement/​Sozialwirtschaft
- Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (bagfw): Zusammenschluss der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege zur Sicherung und Weiterentwicklung der Sozialen Arbeit durch sozialpolitische Aktivitäten und gemeinschaftliche Initiativen
- Internationale Arbeitsgemeinschaft Sozialmanagement/​Sozialwirtschaft (INAS): Ziel ist die Förderung und Vernetzung von Lehre und Bildung, Wissenschaft und Forschung in Sozialmanagement/​Sozialwirtschaft
- Deutsche Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA) Fachgruppe Sozialwirtschaft
- Deutsches Institut für Sozialwirtschaft (DISW): Das DISW ist ein gemeinnütziger Verein, der durch Forschung, Entwicklung, Beratung, Transfer und Qualifikation soziale Dienstleistungsunternehmen unterstützt
- Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland (SEND) e.V.: Interessenvertretung, politische Bildung und Sichtbarkeit von Social Entrepreneurship in Deutschland
- Deutscher Berufsverband für Soziale Arbeit e.V. (DBSH): Netzwerk der Selbstständigen im DBSH: Unterstützung als Fachgewerkschaft und Verantwortung für die Statusgruppe der Selbstständigen
- UnternehmerVerband Soziale Dienste und Bildung ist der bundesweite Arbeitgeberverband Soziale Dienste inklusive Gesundheit und Bildung
Verfasst von
Prof. a.D. Dr. Irmgard Schroll-Decker
Lehrgebiete Sozialmanagement und Bildungsarbeit an der Fakultät Sozial- und Gesundheitswissenschaften der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg
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