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Sozialplanung

Sozialplanung ist eine vorrangig kommunale Aufgabe, deren Grundlage § 1 SGB I (Sozialgesetzbuch Erstes Buch) bildet. Demzufolge sollen diejenigen Dienste und Einrichtungen rechtzeitig und ausreichend zur Verfügung gestellt werden, die zur Verwirklichung sozialer Gerechtigkeit und sozialer Sicherheit erforderlich sind. Ihre Funktion besteht darin, die kommunale Sozialpolitik durch geeignete Maßnahmen zu konkretisieren und spezifische Bevölkerungsgruppen in Bedarfslagen zu unterstützen.

Überblick

  1. 1 Zusammenfassung
  2. 2 Handlungskontext
  3. 3 Bedeutungsgewinn im sozialen Wandel
  4. 4 Entwicklungsstufen der Sozialplanung
    1. 4.1 Anfänge der kommunalen Sozialplanung als professionelle Planungskompetenz
    2. 4.2 Sozialplanung als Element in der neuen Steuerung
    3. 4.3 Integrierte Sozialplanung im Rahmen der Public Governance
  5. 5 Quellenangaben
  6. 6 Literaturhinweise

1 Zusammenfassung

Die Städte, Gemeinden und Kreise gleichen im Rahmen der Sozialplanung kontinuierlich den Bestand der Einrichtungen, Dienste und Angebote mit dem Bedarf unter den Bevölkerungsgruppen in unterschiedlichen sozialen Lagen ab. Dies geschieht u.a. bezüglich

  • Alter
  • Krankheit
  • Kriminalitätsbelastung
  • Haushaltsgröße
  • Wohnbedingungen
  • Bildungsabschluss
  • Migrationshintergrund
  • Arbeitslosigkeitsrisiken
  • Armutsrisiken
  • Infrastrukturausstattung des Wohnorts.

Im Planungsprozess werden soziale Infrastrukturen geschaffen und weiterentwickelt, die für die wirtschaftliche, soziale sowie kulturelle Versorgung und Unterstützung der Bevölkerung erforderlich sind. Auf dieser Grundlage wird gezielt interveniert, um Bevölkerungsteile in einer Not- oder Gefahrenlage wohlfahrtsstaatlich zu schützen und um soziale Gerechtigkeit sowie Teilhabe zu gewährleisten.

Die Funktion der Sozialplanung besteht darin, die kommunale Sozialpolitik aus der öffentlichen Verwaltung unter Berücksichtigung der örtlichen Bedingungen heraus zu konkretisieren und spezifische Bevölkerungsgruppen in Bedarfslagen zu unterstützen. Zu den Handlungsperspektiven gehören:

  • die soziale Infrastrukturplanung
  • die vorbeugend ansetzende kommunale Sozialpolitik
  • die vorbeugende soziale Kommunalpolitik
  • die aktive Gesellschaftspolitik.

Im Vergleich der Entwicklungsstufen der Sozialplanung im Laufe der vergangenen fünfzig Jahre ist zu erkennen, wie sich ihr Profil erweitert hat: Als fachliche Routine der öffentlichen Verwaltung haben sich ihre Funktionen von der Unterstützung des kommunalen Managements im Rahmen der „Neuen Steuerung“ zur Partizipation aller Stakeholder nach der Logik der „Public Governance“ erweitert. Die Kompetenzen der vorangegangenen Stufen spielen weiterhin eine Rolle in der Planungspraxis.

2 Handlungskontext

Die Aufgaben der Sozialplanung werden traditionell in vier Handlungsbereiche gegliedert (Feldmann 1986, S. 35 ff.):

  • Die soziale Infrastrukturplanung stellt unter einer fachplanerischen Perspektive die notwendigen Dienste und Einrichtungen in den Teilräumen der Kommune zur Verfügung.
  • Als vorbeugend ansetzende kommunale Sozialpolitik zielt die Sozialplanung darauf, soziale Benachteiligungen von Bevölkerungsgruppen im Rahmen von Fachsozialplänen einerseits vorsorgend zu vermeiden und andererseits nachsorgend zu beseitigen.
  • Unter der Handlungsperspektive einer vorbeugenden sozialen Kommunalpolitik entwickelt die Sozialplanung Antworten auf die Fragen der Daseinsvorsorge in der Gebietskörperschaft.
  • Im Sinn einer aktiven Gesellschaftspolitik setzt die Sozialplanung Vorgaben der Bundes- und der Landespolitik zur Stärkung des sozialen Zusammenhaltes um.

Vor diesem Hintergrund repräsentiert die Sozialplanung das Instrumentarium des Wohlfahrtsstaates zur Gewährleistung der sozialen Sicherheit für Bedarfsfälle im Lebensraum und Alltag, indem die notwendigen Versorgungs- und Unterstützungsleistungen für die Bevölkerung geplant und realisiert werden.

3 Bedeutungsgewinn im sozialen Wandel

In Anbetracht des kontinuierlichen sozioökonomischen und demografischen Wandels in den Städten und Landkreisen ist das Interesse an der Sozialplanung im Laufe der vergangenen Jahrzehnte gewachsen. Es ist u.a. im Zusammenhang mit folgenden demografischen Entwicklungen zu betrachten:

  • Alter
  • Migration
  • Bevölkerungsverlust in peripheren ländlichen Regionen
  • Urbanisierung
  • Armutsentwicklung
  • Digitalisierung.

Angesichts der örtlichen und überörtlichen Entwicklungen wurden im Rahmen der Sozialplanung Instrumente erarbeitet, mit denen sich unerwünschte Folgen des Wandels vorbeugend abfedern lassen. Die lokale und regionale Öffentlichkeit erwartet von der Sozialplanung inzwischen die rechtzeitige Bereitstellung einer Vielzahl sozialer Infrastrukturen. Im Blickpunkt stehen dabei z.B. Gemeinbedarfseinrichtungen wie Kindertagesstätten, Jugendeinrichtungen, Einrichtungen der Altenpflege, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen oder auch verschiedene Beratungsstellen.

4 Entwicklungsstufen der Sozialplanung

4.1 Anfänge der kommunalen Sozialplanung als professionelle Planungskompetenz

Im Rahmen des Deutschen Fürsorgetages im Jahr 1969 in Essen tauchte der Begriff der „Sozialplanung“ zum ersten Mal explizit auf (Jordan und Schone 1998); in den 1970 er Jahren etablierte sie sich in den meisten Städten, Gemeinden und Kreisen. Seitdem symbolisiert sie die Rationalität eines neuen sozial- und kommunalpolitischen Handlungskonzepts der Sozialverwaltung, mit dem soziale Krisen vorbeugend – und unter dem rationellen Einsatz der vorhandenen Kapazitäten – vermieden werden sollen.

Das Kompetenzprofil der in der kommunalen Sozialverwaltung eingerichteten Stellen für Sozialplanung verlangt (Feldmann 1986, S. 191 ff.)

  • die Analyse der Problem- und Lebenslagen sowie der sozialen Entwicklungen in Planungsräumen
  • die Ermittlung des Bedarfs und die Abschätzung der Auswirkungen infrastruktureller Maßnahmen
  • die Koordination von Planungsprozessen
  • die ressortübergreifende Verknüpfung der Sozialplanung mit Planungen in anderen Ressorts wie z.B. Schulentwicklung, Arbeits- und Wirtschaftsförderung oder Bauwesen
  • die Kompetenz, die einschlägigen Gremien der Verwaltung und des Kommunalparlaments vom festgestellten Bedarf und von den geplanten Maßnahmen zu überzeugen.

Insgesamt bildeten sich im Professionalisierungsprozess der Sozialplanung im Laufe der vergangenen Jahrzehnte als Anforderungen heraus:

  • die planerische Fachkompetenz
  • die Selbstkompetenz der Planungsfachkräfte
  • die kommunikative Kompetenz zum Austausch mit verschiedenen AkteurInnen innerhalb und außerhalb der Kommunalverwaltung.

In den Anfängen bestand die Sozialplanung aus einer Reihe sozialer Fachsozialplanungen (Schubert 2017). Im Jahr 1990 wurde die Jugendhilfeplanung als erste Fachsozialplanung gesetzlich im Kinder- und Jugendhilfegesetz verankert. Weitere Felder der Sozialplanung wiesen diesen Status nicht auf. Im Gegensatz zur Pflichtaufgabe der Jugendhilfeplanung werden sie nur als freiwillige Leistung aufgefasst. Dazu zählen beispielsweise die

  • Altenhilfeplanung
  • Psychiatrieplanung
  • Behindertenhilfeplanung
  • Suchthilfeplanung
  • Integrationsplanung
  • Inklusionsplanung.

Im Kinder- und Jugendhilfegesetz werden für die Jugendhilfeplanung drei Planungskomponenten dargestellt (vgl. § 80 SGB VIII):

  1. der Prozess der Bestandserhebung, der Bedarfserhebung und der daraus abgeleiteten Maßnahmenplanung
  2. die Beteiligung der Träger und Bedarfsgruppen an diesem Prozess
  3. die Abstimmung der Maßnahmenplanung mit anderen Fachplanungen in der Kommune.

Der für die Kinder- und Jugendhilfe gesetzlich vorgeschriebene Anforderungskatalog verbreitete sich parallel als Standard auch in den anderen Fachplanungen der Sozialplanung. Er beinhaltet:

  • das frühzeitige Erkennen sozialer Entwicklungen sowie sich darin abzeichnender Risiken
  • letztere im Abgleich mit dem Bestand infrastruktureller Angebote zu bewerten
  • darauf mit der Planung angemessener Maßnahmen zu reagieren.

Die zentrale Aufgabe der Sozialplanung besteht in der Ermittlung der Bedarfe in der Bevölkerung bzw. unter den – nach der Lebenslage differenzierten – Bevölkerungsgruppen. In den Anfängen der Sozialplanung orientierte sich die Bedarfsermittlung an normativen Festlegungen von Versorgungsquoten (Blaumeiser et al. 2002, S. 26 ff.). Dazu wurden flächendeckend Richtwerte angewendet. Bei diesem Vorgehen blieben jedoch die Differenzen der Bedarfsprofile verschiedener Teilräume in einer Kommune oftmals unberücksichtigt.

4.2 Sozialplanung als Element in der neuen Steuerung

Mit der Einführung des Neuen Steuerungsmodells in den Städten und Gemeinden im Laufe der 1990er Jahre veränderte sich der Stellenwert der Sozialplanung in der Kommunalverwaltung. Durch die Orientierung am Steuerungsideal des Public Management wurden die Richtlinien der öffentlichen Verwaltung auf ökonomische Prinzipien ausgerichtet. Aus dem privatwirtschaftlichen Sektor wurden betriebswirtschaftliche Instrumente und Techniken des Managements sowohl in das kommunale Handeln im Allgemeinen als auch in das sozialwirtschaftliche Handeln der Träger im Besonderen übertragen. Dabei wird das Ziel verfolgt, das Leistungsvermögen der sozialen Dienste und Einrichtungen sowohl effizienter als auch effektiver zu machen (Feldmann und Kühn 2005).

Neben den herkömmlichen Funktionen der operativen Fachplanungen erhielt die Sozialplanung den Status einer übergreifenden strategischen sozialen Planung:

  • Auf der normativen Ebene des Rates und seiner Ausschüsse liefert die Sozialplanung aktuelle Informationen über die gesellschaftlichen und sozialen (Bedarfs-) Entwicklungen in der Stadt bzw. im Kreis und in den kreisangehörigen Kommunen. Diese Gremien werden dadurch befähigt, die kommunalen Zielsetzungen festzulegen.
  • Auf der mittleren strategischen Ebene der Stadt-, Kreis- oder Gemeindeverwaltungen trägt die Sozialplanung Verantwortung für das Sozialmonitoring und die Ermittlung des Bedarfs. Dabei übernimmt sie Funktionen eines sozialen Controllings.
  • Auf der operativen Ebene wird der Bestand der Angebotsstrukturen und Infrastruktureinrichtungen für die Stadt bzw. für den Landkreis insgesamt und für die Sozialräume in den kreisangehörigen Kommunen differenziert nach Unter- bzw. Überkapazitäten sowie Optimierungspotenzialen dargestellt. Im Abgleich mit dem Bedarf werden sozialräumlich differenzierte Planungsaufgaben abgeleitet.

Die Sozialplanung erarbeitet und stellt Informationen zusammen, auf deren Grundlage die sozialen Ziele im Prozess der kommunalen Steuerung formuliert und über Planungsmaßnahmen erreicht werden können. In der Folge hat die Sozialberichterstattung – als Begründungskontext für die Zielformulierung und als Rahmen für die Evaluation kommunaler Sozialpolitik – an Bedeutung gewonnen. Reformiert wurde auch der Transfer des Bedarfs in Planungsmaßnahmen: Statt der schematischen Anwendung von Richtwerten formulieren der Stadtrat oder der Kreistag und die Gemeindeparlamente – auf der Basis von Ergebnissen der Sozialberichterstattung – strategische Ziele. Auf deren Grundlage kann die Sozialplanung operative Maßnahmen – differenziert nach den Bedarfslagen in den verschiedenen Sozialräumen – in den Planungsprozess geben.

4.3 Integrierte Sozialplanung im Rahmen der Public Governance

Seit der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts gewinnen in der Kommunalverwaltung ergänzend partizipative Elemente der Public Governance an Bedeutung (Benz und Dose 2010). Im Rahmen des Steuerungsideales der Public Governance bildete sich der Ansatz einer integrierten Sozialplanung heraus (Nutz und Schubert 2019). Orientiert am Leitbild der Bürgerkommune verfolgt die integrierte Sozialplanung fünf Ziele (Böhmer 2015, S. 44):

  1. Akzeptanz: Erhöhung der Zufriedenheit mit den kommunalen Dienstleistungen und Planungsmaßnahmen
  2. Demokratisierung: stärkere Mitwirkung der Bevölkerung und der Stakeholder an der Willensbildung in der Kommune
  3. Solidarität: Ausweitung des Blicks von der formalen Infrastruktur auf die informellen Unterstützungsstrukturen innerhalb der Bevölkerung
  4. Effizienz: Entlastung der kommunalen Haushalte
  5. Effektivität: bessere Erreichung der politischen Zielsetzungen.

Unter der integrierten Perspektive blickt die Sozialplanung sozialraumbezogen auf den Gesamtzusammenhang von Problementwicklungen. Um integrierte Handlungskonzepte verfolgen zu können, sind die Planungskompetenzen der unterschiedlichen Fachbereiche zu verbinden. Zu den Bereichen, die es zu verbinden gilt, gehören Soziales, Integration, Inklusion, Jugend, Pflege und Gesundheit sowie Bildung, Sport, Kultur ebenso wie Wirtschaft und Arbeitsmarkt bis hin zu Stadtplanung, Wohnungsversorgung und Mobilität. Eine Verbindung dieser Bereiche ermöglicht eine bessere Koordination bestehender Unterstützungsstrukturen sowie die ressortübergreifende, bedarfs- und nachfragegerechte Etablierung von Versorgungsketten. Unter der kooperativen Perspektive sollen die Interessen- und Anspruchsgruppen der Zivilgesellschaft – wie z.B. die freien Träger und sozialwirtschaftlichen Organisationen – am Planungsprozess beteiligt werden, insbesondere aber die Bevölkerung des Quartiers oder Dorfs als Sozialraum einbezogen werden.

In den Landkreisen spielt neben der integrierten und kooperativen Perspektive noch ein dritter Ansatz eine Rolle: die Mehrebenenplanung (Nutz und Schubert 2019). Dabei geht es um das konstruktive Zusammenwirken des Landkreises mit den zuständigen Verwaltungseinheiten der kreisangehörigen Städte und Gemeinden einerseits und mit den Trägern der Sozialwirtschaft sowie Vereinigungen der Zivilgesellschaft als Vertretungen von Bevölkerungsgruppen in den verschiedenen kreisangehörigen Kommunen andererseits.

Gemäß der Governancelogik werden die Interdependenzen zwischen den verschiedenen lokalen Stakeholdern im Planungsprozess gezielt berücksichtigt (Schubert 2015). Für die gemeinsame Verständigung über Problemdefinitionen und Handlungsziele werden die Schnittstellen der Dienstleistungen von kommunalen, freigemeinnützigen, privatwirtschaftlichen und zivilgesellschaftlichen lokalen Organisationen betrachtet und planerisch kooperativ bearbeitet. Diese integrierte Arbeitsweise hat zu einer Netzwerkorientierung geführt; denn die Sozialplanung koordiniert das Verhandlungsnetz von kommunalen und zivilgesellschaftlichen AkteurInnen nach Prinzipien der Netzwerkorganisation (Schubert 2018a; 2018b).

Die Zusammenarbeit über Ressort- und Einrichtungsgrenzen hinweg und die Vernetzung von Organisationen mit unterschiedlichen Erfahrungshintergründen und Perspektiven verlangt von der Sozialplanung eine moderierende Rolle im Geflecht mit den Stakeholdern. Die Beteiligten arbeiten im Rahmen von Fokusgruppen, Runden Tischen, Sozialraumkonferenzen und ähnlichen kommunikativen Planungsgremien zusammen, erstellen gemeinsam Konzepte für eine Raumeinheit und übernehmen Mitverantwortung bei der Planumsetzung.

5 Quellenangaben

Benz, Arthur und Nikolai Dose, Hrsg., 2010. Governance: Regieren in komplexen Regelsystemen. Wiesbaden: Springer VS. ISBN 978-3-531-17332-0

Blaumeiser, Heinz, Annette Blunck, Thomas Klie, Thomas Pfundstein und Elisabeth Wappelsheimer, 2002. Handbuch Kommunale Altenplanung: Grundlagen, Prinzipien, Methoden. Frankfurt/Main: Deutscher Verein für Öffentliche und Private Fürsorge. ISBN 978-3-7841-1721-8

Böhmer, Anselm, 2015. Verfahren und Handlungsfelder der Sozialplanung. Wiesbaden: Springer VS. ISBN 978-3-658-03319-4 [Rezension bei socialnet]

Feldmann, Ursula, Hrsg., 1986. Handbuch der örtlichen Sozialplanung: Forschungsprojekt. Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge. Schrift 265. Mainz: Kohlhammer. ISBN 978-3-17-006582-6

Feldmann, Ursula und Dietrich Kühn, 2005. Steuerungsunterstützung durch Sozialplanung und Controlling auf kommunaler Ebene. Arbeitsbuch 13. Berlin: Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge. ISBN 978-3-7841-1726-3

Jordan, Erwin und Reinhold Schone, Hrsg., 1998. Handbuch Jugendhilfeplanung. Münster: Votum Verlag. ISBN 978-3-930405-80-0

Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAIS), Hrsg., 2011. Handbuch Moderne Sozialplanung [online]. Ein Handbuch für Kommunen. Düsseldorf: Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen [Zugriff am: 26.01.2020]. Verfügbar unter: https://broschueren.nordrheinwestfalendirekt.de/broschuerenservice/​staatskanzlei/​moderne-sozialplanung/1215

Nutz, Anna und Herbert Schubert, Hrsg., 2019. Integrierte Sozialplanung in Landkreisen und Kommunen: Handbuch. Stuttgart: Deutscher Gemeindeverlag/​Kohlhammer. ISBN 978-3-555-02097-6

Schubert, Herbert, 2015. Lokale Governance: Einführung in das Konzept. In: Judith Knabe, Anne van Rießen und Rolf Blandow, Hrsg. Städtische Quartiere gestalten: Kommunale Herausforderungen und Chancen im transformierten Wohlfahrtsstaat. Bielefeld: Transcript, S. 113–130. ISBN 978-3-8376-2703-9 [Rezension bei socialnet]

Schubert, Herbert, 2017. Entwicklung einer modernen Sozialplanung: Ansätze, Methoden und Instrumente. In: Archiv der Wissenschaft und Praxis der sozialen Arbeit. 48(1), S. 4–19. ISBN 978-3-7841-2966-2. ISSN 0340-3564

Schubert, Herbert, 2018a. Netzwerkorientierung in Kommune und Sozialwirtschaft: Eine Einführung. Wiesbaden: Springer VS. ISBN 978-3-658-18997-6 [Rezension bei socialnet]

Schubert, Herbert, 2018b. Netzwerkmanagement in Kommune und Sozialwirtschaft: Eine Einführung. Wiesbaden: Springer VS. ISBN 978-3-658-19060-6 [Rezension bei socialnet]

6 Literaturhinweise

Böhmer, Anselm, 2015a. Konzepte der Sozialplanung: Grundwissen für die Soziale Arbeit. Wiesbaden: Springer VS. ISBN 978-3-658-03444-3 [Rezension bei socialnet]
Die Publikation führt in die konzeptionellen Voraussetzungen, Grundlagen und Perspektiven der Sozialplanung ein. Der Autor berücksichtigt dabei explizit die Rolle der Sozialen Arbeit als Akteurin in der Sozialplanung.

Böhmer, Anselm, 2015b. Verfahren und Handlungsfelder der Sozialplanung: Grundwissen für die Soziale Arbeit. Wiesbaden: Springer VS. ISBN 978-3-658-03319-4 [Rezension bei socialnet]
Der Autor beschreibt die Phasen des Kreislaufs der Sozialplanung in der Kommune und zeigt auf, wie die freien Träger und wie die Fachkräfte der Sozialen Arbeit daran mitwirken können. Weitere wichtige Bausteine der Publikation sind: die Vorstellung von Verfahren im Prozess der Sozialplanung und die Kurzbeschreibung ihrer praktischen Umsetzung. An ausgewählten Handlungsfeldern der Sozialplanung wird schließlich exemplarisch konkretisiert, was verschiedene Fachplanungen – wie die Jugendhilfeplanung oder die Altenhilfeplanung – kennzeichnet.

Feldmann, Ursula, Hrsg., 1986. Handbuch der örtlichen Sozialplanung: Forschungsprojekt. Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge. Schrift 265. Mainz: Kohlhammer. ISBN 978-3-17-006582-6
Das „Handbuch der örtlichen Sozialplanung“ hat Referenzcharakter, weil es das fachliche Grundverständnis der Sozialplanung widerspiegelt, die sich im Zeitraum von etwa 1960 bis 1990 in den Kommunalverwaltungen etablierte. Die Publikation bietet einen Überblick über die theoretischen Grundlagen, die Grundsätze sozialer Planung, verschiedene Planungstechniken und die Standards für Fachsozialpläne. Ausführlich skizziert werden darin auch die Grundlagen der Datenanalyse, die sich später zur Sozialberichterstattung weiterentwickelten.

Gottschalk, Ingo, Hrsg., 2019. VSOP Kursbuch Sozialplanung: Orientierung für Praxis und Wissenschaft. Wiesbaden: Springer VS. ISBN 978-3-658-25444-5 [Rezension bei socialnet]
Der Verein für Sozialplanung (VSOP e.V.) gibt in dieser Publikation einen Überblick, was Sozialplanung kennzeichnet, mit welchem Selbstverständnis sie verbunden ist, welche theoretischen und methodologischen Bausteine zu Grunde liegen, welcher rechtliche Rahmen und organisatorische Kontext die Sozialplanung prägt, worauf es bei der Umsetzung der Planung ankommt und welche Haltung die Sozialplanung erfordert.

Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAIS), Hrsg., 2011. Handbuch Moderne Sozialplanung. Ein Handbuch für Kommunen [online]. Düsseldorf: Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen [Zugriff am: 26.01.2020]. Verfügbar unter: https://broschueren.nordrheinwestfalendirekt.de/broschuerenservice/​staatskanzlei/​moderne-sozialplanung/1215
Das „Handbuch Moderne Sozialplanung“ gilt als Referenz für die steuerungsunterstützende Funktion der Sozialplanung im Rahmen der Neuen Steuerung. Die Notwendigkeit einer kommunalen Sozialplanung in den Kreisen, Städten und Gemeinden wird damit begründet, dass zunehmend geringere finanzielle Mittel für die Lösung komplexer werdender sozialer Probleme, wie etwa die demografische Entwicklung oder eine soziale Spaltung, zur Verfügung stehen. Das Augenmerk wird auf die kleinräumige Analyse der sozialen Lage der Bevölkerung in den Sozialräumen gerichtet. Unter der Steuerungsperspektive liefert die Sozialplanung im Rahmen der Sozialberichterstattung kennzahlengestützt die notwendigen Informationen über die soziale Entwicklung, damit die kommunale Sozialverwaltung mit geeigneten Maßnahmen gegensteuern kann. Beschrieben wird das soziale Controlling der Sozialplanung, auf dessen Grundlage die Entscheidungen der kommunalen Sozialpolitik getroffen werden können.

Nutz, Anna und Herbert Schubert, Hrsg., 2019. Integrierte Sozialplanung in Landkreisen und Kommunen: Handbuch. Deutscher Gemeindeverlag/​Kohlhammer: Stuttgart. ISBN 978-3-555-02097-6
Das „Handbuch Integrierte Sozialplanung in Landkreisen und Kommunen“ hat einen Referenzcharakter für die beteiligungsorientierte Funktion der Sozialplanung im Rahmen der Public Governance. Begründet wird die Beteiligung aller Stakeholder an der Sozialplanung, die entlang der sozialen Wertschöpfungsketten eine Rolle spielen. Es werden Hinweise gegeben, wie die Sozialplanung im ressortübergreifenden und interinstitutionellen Netzwerk von Kreis, Gemeinden und zivilgesellschaftlichen Kräften angelegt werden kann. Unter dieser Perspektive werden Beteiligungsformate beschrieben, mit denen die Vielzahl unterschiedlicher Stakeholder angemessen in den Planungsprozess eingebunden werden kann. Die quantitativ ausgerichtete Sozialberichterstattung wird um qualitative Verfahren erweitert. Das zugrunde liegende Verständnis der Sozialplanung überwindet die enge Fixierung auf das Soziale, indem es sowohl die Mobilisierung verschiedener fachlicher Bereiche – von der Gesundheit über das Wohnen bis zur Quartiersentwicklung – als auch die Aktivierung der zivilgesellschaftlichen Ressourcen thematisiert. Zu Letzterem zählen die AutorInnen Ehrenamtliche in Vereinen und religiösen Gemeinden bis hin zur Nachbarschaft.

Autor
Prof. Dr. Herbert Schubert
Direktor des Instituts für angewandtes Management und Organisation in der Sozialen Arbeit (IMOS) an der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der Technischen Hochschule Köln
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Zitiervorschlag
Schubert, Herbert, 2020. Sozialplanung [online]. socialnet Lexikon. Bonn: socialnet, 05.03.2020 [Zugriff am: 09.04.2020]. Verfügbar unter: https://www.socialnet.de/lexikon/Sozialplanung

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Autor

Prof. Dr. Herbert Schubert
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veröffentlicht am 05.03.2020

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