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Spielsucht

Synonyme: Glücksspielsucht, Pathologisches Glückspiel, Pathologisches Spielen
ICD-10-WHO Version 2016: F63.0 Pathologisches Spielen
Gesundheitsdisclaimer: Beiträge zu Gesundheitsthemen ersetzen keine ärztliche Beratung und richten sich nur an Fachleute.

Der Begriff Spielsucht bezeichnet das für die spielende Person schädliche und nicht mehr kontrollierbare Ausüben von Glücksspielen. Der Begriff wird daher häufig synonym verwendet mit dem Begriff Glücksspielsucht oder pathologisches Glücksspielen. Glücksspiele sind Spiele, bei denen ein Geldbetrag verlangt wird, um eine Gewinnchance an einem Geld- oder Sachwert zu erwerben, und bei denen das Spielergebnis vollständig oder überwiegend vom Zufall abhängt. Von Glücksspielen zu unterscheiden sind Unterhaltungs- oder Gesellschaftsspiele, die ohne Geldeinsatz gespielt werden. Mittels Computer oder Internet ausgeübte Spiele ohne Geldeinsatz können zu einer eigenen Problematik führen, die ebenfalls suchtartigen Charakter annehmen kann (Computerspielsucht).

Überblick

  1. 1 Zusammenfassung
  2. 2 Einleitung
  3. 3 Erscheinungsmerkmale
  4. 4 Epidemiologie
  5. 5 Komorbidität
  6. 6 Definitionskriterien und Klassifikation
  7. 7 Diagnostik
  8. 8 Ätiologiemodelle
  9. 9 Behandlungsmöglichkeiten
  10. 10 Effektivität psychotherapeutischer Behandlungsansätze
  11. 11 Quellenangaben
  12. 12 Literaturhinweise
  13. 13 Informationen im Internet

1 Zusammenfassung

Pathologisches Glücksspielen oder Glücksspielsucht liegt vor, wenn Glücksspiele in einer Weise betrieben werden, die für den Betreffenden langfristig stark schädliche Folgen hat. Es wird ein Überblick darüber gegeben, wie sich das Störungsbild zeigt, wie verbreitet es ist und welche komorbiden psychischen Störungen gehäuft zu finden sind. Weiter wird die nosologische Einordnung diskutiert und Hypothesen zur Genese des Störungsbildes werden dargestellt. Ferner werden in Deutschland verfügbare Behandlungsmöglichkeiten vorgestellt. Abschließend werden Befunde zur Effektivität der Behandlungsangebote berichtet.

2 Einleitung

Als psychische Störung definiert wurde exzessives Glücksspielen erstmals 1985 im DSM III-R („Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders“ der Amerikanischen Psychiatrischen Gesellschaft). Seit Mitte der 1980er-Jahre hat auch die Beratung und Behandlung in Deutschland Eingang in die klinische Praxis gefunden (Füchtenschnieder-Petry und Petry, J. 2010). Die diagnostische Einordnung des pathologischen Glücksspielens erfolgte sowohl im ICD („International Classification of Disorders“ der WHO; Dilling 1991) als auch im DSM in die Kategorie „Störungen der Impulskontrolle“. Es wird damit ein starker Drang oder Impuls in den Vordergrund gerückt, die Spielhandlung auszuführen, ohne Beginn, Ende, Umstände und Spielverluste in ausreichendem Maße oder überhaupt kontrollieren zu können. Im ätiologischem Verständnis und aus phänomenologischer Perspektive bestehen hingegen deutliche Parallelen zu Konzepten von Abhängigkeitserkrankungen, sodass in der Literatur häufig die Betrachtung des pathologischen Glücksspielens unter den Sucht- oder Abhängigkeitserkrankungen zu finden ist (z.B. Petry 1996; Sobottka 2007; Meyer und Bachmann 2011).

3 Erscheinungsmerkmale

Das Ausüben von Glücksspielen beinhaltet ein erhebliches Risiko, die Kontrolle über das Spielgeschehen zu verlieren. Glücksspielverhalten kann Funktionen bekommen, die über das Glücksspielgeschehen selbst hinausgehend. Es wird dann in einer Weise betrieben, die für die Betreffenden langfristig stark schädliche Folgen hat. Begrifflich muss Glücksspielen vom Spielen als normalem menschlichem Verhalten unterschieden werden.

Im Kindesalter dient das Spielen der symbolischen Realitätsaneignung und dem Ausprobieren von Verhaltensmöglichkeiten. Das kindliche Spielen wie auch später das Spielen der Erwachsenen erlaubt es, zeitweise die Realität in den Hintergrund treten zu lassen und sich einer Tätigkeit hinzugeben, in der man frei von den Verpflichtungen und Zwängen des Alltags ist. Das Ergebnis des Spielens hat keine Auswirkungen auf das reale Leben. Spielen ist in diesem Sinne eine zweckfreie Tätigkeit (Oerter 1999).

Beim Glücksspielen kommen durch den Geldeinsatz jedoch Merkmale hinzu, die die Zweckfreiheit des Spiels außerhalb des Spielgeschehens aufheben. GlücksspielerInnen setzen sich dem Zufall aus, der über Gewinn oder Verlust, über Wohl oder Wehe entscheidet. Diese Ungewissheit erzeugt einen spezifischen Reiz, der sich bis zu einem rauschhaften Erleben steigern kann. So kann eine starke Bindung an das Glücksspielen entstehen. Zu der hohen psychotropen Wirkung kommt es beim Glücksspielen um Geld durch die Mischung von einer in Aussicht stehenden Belohnung und der Ungewissheit, ob man sie bekommt, während gleichzeitig reale Konsequenzen drohen. Die Zweckfreiheit außerhalb des Spielgeschehens ist damit nicht mehr gegeben.

Am Beginn einer problematischen und potenziell pathologischen Entwicklung des Glücksspielverhaltens steht meist ein unvoreingenommenes Ausprobieren von Glücksspielangeboten. Anfängliche Gewinne, verbunden mit dem Erleben der Entlastung von alltäglichen Sorgen und Problemen, führen allmählich zu einer Steigerung von Häufigkeit, Dauer und eingesetzter Geldmenge beim Spielen. Das Glücksspielen nimmt pathologische Züge an, wenn der Wunsch nach Verlassen der Realität und Vergessen von Problemen übermächtig wird, da es dann das Denken und Handeln der betreffenden Person immer mehr in Anspruch nimmt. Die Betreffenden beginnen, ihr Spielen zu verheimlichen, erfinden Ausreden, um dem Glücksspielen nachgehen zu können, verstricken sich in Unwahrheiten und setzen Geldmittel für das Glücksspielen ein, die eigentlich für andere Zwecke vorgesehen waren. Ein zwanghaftes Bemühen, verloren gegangenes Geld wiederzugewinnen, setzt einen Teufelskreis in Gang, der in vielen Fällen zu massiven psychischen Krisen bis hin zur Suizidalität führt. Langfristige Folgen sind eine Zerrüttung der sozialen Beziehungen, eine oftmals ausweglose Verschuldung, Gefährdung oder der Verlust des Arbeitsplatzes sowie sich verschärfende Selbstwertprobleme. Letztere werden häufig über ein betont selbstbewusstes Auftreten kompensiert. In vielen Fällen kommt unredliche Geldbeschaffung zur Finanzierung des Glücksspielens hinzu (Petry, J. 2003).

Viele GlücksspielerInnen berichten von einem „Flow“-Erleben: Während des Glücksspielens sind sie ganz vom Spielgeschehen eingenommen, was sich bis ins Rauschhafte steigern kann. Je nach dem ob es wiederholte punktuelle starke Reize sind, oder ein eher gleichmäßiger Ereignisfluss, der die Realität ausblenden hilft, kann zwischen „Action-Gamblern“ und „Escape-Gamblern“ unterschieden werden.

Glücksspiele werden in zahlreichen Varianten betrieben und sind in unterschiedlichen Formen schon seit Jahrtausenden bekannt. Welche Arten von Glücksspielen zu problematischen oder pathologischen Entwicklungen führen, hängt von den verfügbaren Glücksspielangeboten und deren spezifischen Eigenschaften ab. Eine kurzfristige Spielabfolge mit schnellen Ergebnissen, eine vielfältige Einsatz- und Gewinnstruktur, häufige Beinahe-Gewinne und eine vielgestaltige Einbeziehung der SpielerInnen in das Spielgeschehen fördern eine starke Bindung an das Glücksspielen. Gemäß der PAGE-Studie („Pathologisches Glücksspielen und Epidemiologie“; Meyer et al. 2011) geben 49,1 % der befragten identifizierten pathologischen GlücksspielerInnen an, dass in erster Linie die Geldspielautomaten in Spielhallen und Gaststätten zur Entstehung ihrer Probleme beigetragen haben. In klinischen Stichproben liegt dieser Anteil bei ca. 76 % (Premper und Petry, J. 2012). Weiterhin werden Sportwetten, Pokerspielen und Online-Casinos von pathologischen GlückspielerInnen als Problem verursachende Spiele genannt. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) stellte in einer im Jahr 2013 erhobenen epidemiologischen Studie (N= 11501) fest, dass unter den Personen, die Glücksspiele an Geldspielautomaten praktizierten, der Anteil der ProblemspielerInnen mit 28,6 % am höchsten war. Ebenfalls hohe Anteile von ProblemspielerInnen zeigten sich bei den PatientInnen an Live-Sportwetten mit 26,8 %, bei Oddset-Wettangeboten mit 24,1 % und bei Online-Poker mit 17 % (BZgA 2014).

Aktuell unterliegt der Glücksspielmarkt einem weiteren erheblichen Wandel. Der seit dem 01.07.2012 gültige erste Glücksspieländerungsstaatsvertrag (GlüÄndStV) beinhaltet eine Teilöffnung des Internets für Glücksspielangebote und die Vergabe von Sportwettlizenzen. Ein für 2018 geplanter zweiter Glücksspieländerungsstaatsvertrag kam nicht zustande, da nicht alle Bundesländer zustimmten. Mittelfristig ist jedoch damit zu rechnen, dass internetbasierte Glücksspielangebote und Sportwettangebote, die aktuell noch weitgehend illegal vom Ausland aus betrieben werden, legalisiert werden und Beschränkungen des Angebotes fallen. Hinzu kommt, dass ein immer größerer Teil von Glücksspielangeboten auch mobil über Smartphone und Tablet-PC aufgerufen werden kann. Weiterhin ist zu beobachten, dass zunehmend Glücksspielelemente in soziale Netzwerke und Computerspiele eingebaut werden.

4 Epidemiologie

Im internationalen bevölkerungsbezogenen Vergleich wird von Prävalenzraten zwischen 0,3 bis 2,1 % ausgegangen (Meyer und Bachmann 2011). Für Deutschland fanden Meyer und MitarbeiterInnen (2011) eine 12-Monats-Prävalenz für pathologisches Glücksspielen von 0,35 %, in der erwachsenen Allgemeinbevölkerung (14-64 Jahre), was ca. 193.000 Personen entspricht. Bezogen auf die Lebenszeitprävalenz fanden sie 1,0 % pathologische GlücksspielerInnen, umgerechnet in absolute Zahlen 531.490 pathologische GlücksspielerInnen.

In der Befragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung des Jahres 2015 (Haß und Lang 2016) wurde eine Prävalenz von 0,37 % von pathologischen Glücksspielenden bei den 16- bis 70-Jährigen festgestellt. Als problematisch Glücksspielende wurden 0,42 % klassifiziert. Der Anteil der in der Befragung 2015 mindestens problematisch Glücksspielenden beträgt damit insgesamt 0,79 %.

Männer sind weit häufiger von Glücksspielproblemen betroffen, bei ihnen beträgt die Lebenszeitprävalenz für pathologisches Glücksspielen 1,7 %, bei Frauen 0,2 %. Die Rate pathologischer GlücksspielerInnen ist zudem stark altersabhängig. Die Hauptrisikogruppe sind die 14- bis 30-Jährigen. Neben Geschlecht und Alter besteht ein Zusammenhang des problematischen und pathologischen Glücksspielens mit weiteren soziodemografischen Merkmalen. Eine erhöhte Glücksspielproblematik ist im Kontext von geringerer Schulbildung, Arbeitslosigkeit und bei Vorliegen eines Migrationshintergrundes belegt (Meyer et al. 2011). Studien der BzgA kommen zu ähnlichen Ergebnissen (Haß und Lang 2016).

5 Komorbidität

Der Begriff Komorbidität bezeichnet das Vorliegen mehrerer Erkrankungen oder Störungen bei einer Person. Seit das pathologische Glücksspielen Mitte der 1980er-Jahre Eingang in psychiatrische Diagnosesysteme gefunden hat, liegen auch Studien zur Komorbidität vor. Bei Meyer und MitarbeiterInnen (2011) waren in der Lebenszeitprävalenz 95,4 % der pathologischen GlücksspielerInnen von komorbiden psychischen Störungen betroffen. Ohne die Berücksichtigung von Tabakstörungen als psychischen Störungen waren es 87,8 %. Bei 54,8 % lag eine Störung durch Alkoholkonsum, bei 22,5 % eine Störung durch illegale Drogen, bei 63,6 % eine affektive Störung und bei 37,2 % eine Angststörung vor. Deutliche Hinweise bestätigen zudem ein vermehrtes Auftreten des Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndroms bei pathologischem Glücksspielen vor. So fanden z.B. Ringling und Reetz (2010) ein adultes ADHS bei 24,2 % von 161 untersuchten pathologischen GlücksspielerInnen in stationärer Behandlung (140 Männern und 21 Frauen).

Häufig betreiben pathologische GlücksspielerInnen auch parallel oder als Ersatz Spiele ohne Geldeinsatz. Von Bedeutung sind hier besonders Computerspiele und internetbasierte Spiele. Die Ähnlichkeit des Zugangsweges zu Online-Glücksspielen und die Vielgestaltigkeit des Spielangebotes erleichtern einen schnellen Wechsel von „Gaming“ und „Gambling“. J. Petry (2003) nimmt an, dass bei pathologischen GlücksspielerInnen häufig das Störungsbild eines zusätzlichen pathologischen PC- und Internet-Gebrauches vorliegt. Ferner liegen Hinweise dafür vor, dass durch pathologischen PC- und Internet-Gebrauch das Risiko für die Entwicklung pathologischen Glücksspielens steigt. In eine zunehmende Zahl internetbasierter Gaming-Angebote und sozialer Medien werden Glücksspielelemente eingebaut (Hayer et al. 2014). Durch das Glücksspielen „nebenbei“ wird so der Einstieg in das „harte“ Glücksspielen gebahnt (Feindel und Sobottka 2013).

Bei einem erheblichen Teil der pathologischen GlücksspielerInnen liegt eine komorbide Persönlichkeitsstörung vor, wenngleich die Befunde hierzu eine große Spannweite zeigen. Lorains und Kollegen (2011) fanden in ihrer Metaanalyse im Mittel der Studien bei 28,8 % der pathologischen GlücksspielerInnen eine antisoziale Persönlichkeitsstörung. Neben Persönlichkeitsstörungen aus dem Cluster B (emotional, dramatisch, launisch) (Blaszczynski et al. 1989; Caspari 1992; Meyer et al. 2011) stellen auch Persönlichkeitsstörungen aus dem Cluster C (vermeidend, dependent, zwanghaft) eine häufige Komorbidität dar (Premper und Schulz 2008; Meyer et al. 2011).

6 Definitionskriterien und Klassifikation

Als eigenständiges psychisches Störungsbild wurde exzessives Glücksspielen erstmals in den 1980er-Jahren in das DSM-III aufgenommen. Im Sprachgebrauch hat sich der Begriff des pathologischen Glücksspielens gegenüber früher verwendeten Begriffen wie „zwanghaftem Glücksspielen“ oder „impulsivem Spielen“ durchgesetzt. Der Begriff des „problematischen Glücksspielens“ bezeichnet ein auffälliges Glücksspielverhalten unterhalb der Schwelle für die Stellung einer Diagnose.

Inzwischen wird am häufigsten eine Konzeptualisierung als Suchterkrankung vertreten, wobei das pathologische Glücksspielen als prototypisch für eine nicht stoffgebundene Suchterkrankung angesehen wird (Petry 2003; Grüsser und Thalemann 2006; Sobottka 2007; Meyer und Bachmann 2011). In der seit 2013 gültigen fünften Version des Diagnostischen und statistischen Manuals psychischer Störungen (DSM-5) der American Psychiatric Association (APA) wird der Begriff „Disordered Gambling“ verwendet (section 312.31). Die Störung ist eingeordnet in die Kategorie „Addiction and relatet Disorders“. Nach DSM-5 müssen für die Diagnosestellung mindestens vier der aufgeführten diagnostischen Kriterien erfüllt sein (A-Kriterium): Die betroffene Person

  1. ist stark eingenommen vom Glücksspiel (z.B. starkes Beschäftigtsein mit gedanklichem Nacherleben vergangener Spielerfahrungen, mit Verhindern oder Planen der nächsten Spielunternehmungen, Nachdenken über Wege, Geld zum Spielen zu beschaffen),
  2. muss mit immer höheren Einsätzen spielen, um die gewünschte Erregung zu erreichen,
  3. hat wiederholt erfolglose Versuche unternommen, das Spielen zu kontrollieren, einzuschränken oder aufzugeben,
  4. ist unruhig und gereizt beim Versuch, das Spielen einzuschränken oder aufzugeben,
  5. spielt, um Problemen zu entkommen oder um eine dysphorische Stimmung (z.B. Gefühl von Hilflosigkeit, Schuld, Angst, Depression) zu erleichtern,
  6. kehrt, nachdem er/sie beim Glücksspiel Geld verloren hat, oft am nächsten Tag zurück, um den Verlust auszugleichen (dem Verlust „hinterherjagen“),
  7. belügt Familienmitglieder, TherapeutInnen oder andere, um das Ausmaß seiner/ihrer Verstrickung in das Spielen zu vertuschen,
  8. hat eine wichtige Beziehung, den Arbeitsplatz, Ausbildungs- oder Aufstiegschancen wegen des Spielens gefährdet oder verloren,
  9. verlässt sich darauf, dass andere ihm/ihr Geld bereitstellen, um die durch das Spielen verursachte hoffnungslose finanzielle Situation zu überwinden.

Ausschlusskriterium ist, dass das Glücksspielverhalten nicht besser durch das Vorliegen einer manischen Episode erklärt werden kann (Kriterium B).

Auch die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) formulierte und herausgegebene elfte Revision der „Internationalen Klassifikation psychischer Störungen“ (ICD-11), die wahrscheinlich ab Mitte 2018 gültig sein wird, rückt das pathologische Glücksspielen in die Nähe von Abhängigkeitserkrankungen und ordnet es in das Kapitel „Substance use and related disorders“ ein. Es wird als „Verhaltenssucht“ konzeptualisiert (Rumpf und Mann 2017).

7 Diagnostik

Ein erster Hinweis auf ein problematisches Glücksspielverhalten ergibt sich häufig zunächst durch die Beobachtungen derjenigen, die bei ihren PartnerInnen, Verwandten oder ArbeitskollegInnen einen zunehmenden unerklärlichen hohen Geldbedarf feststellen. Auch unerklärliches Fernbleiben vom Arbeitsplatz, Nervosität, Gereiztheit und der Rückzug aus sozialen Beziehungen können Hinweise sein. Ist die erste Hürde genommen und eine Bereitschaft zur Reflexion des eigenen Glücksspielverhaltens geweckt sowie der Entschluss gefasst, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, so können weiterführende diagnostische Verfahren zur Verifikation und zur weiteren Entwicklung des Problembewusstseins bei den Betroffenen zum Einsatz kommen.

Weitere Hinweise darauf, ob eine behandlungsbedürftige Glücksspielproblematik vorliegt, können durch den Einsatz von Screeninginstrumenten gewonnen werden. Hierfür können beispielsweise der Lie/Bet-Questionaire (Johnsen et al. 1997), der CCCC-Questonaire (Petry, J. 2003) sowie der Kurzfragebogen zum Glücksspielverhalten (KFG; Petry, J. et al. 2013) genutzt werden. Weiterhin steht zur Einschätzung des aktuellen gedanklichen und emotionalen Eingenommenseins vom Glücksspielen der „Schweriner Fragebogen zum Glücksspielen“ (SFG; Premper et al. 2013) zur Verfügung. In der klinischen Praxis und bei epidemiologischen Untersuchungen weit verbreitet ist ferner der „South Oaks Gambling Screen“ (SOGS; Lesieur et al. 1987). Das „Composite International Diagnostic Interview“ (CIDI) der Gambling Section (WHO 2017) erlaubt eine Diagnosestellung gemäß den DSM-5-Kriterien und erhebt weitere Parameter der Glücksspielkarriere und der Glücksspielfolgen.

8 Ätiologiemodelle

Entstehungs- und Entwicklungsmodelle von pathologischem Glücksspiel sind meist klinischer Erfahrung entsprungen oder anhand kleiner klinischer Stichproben entwickelt worden. Übereinstimmend werden bestimmte Verlaufscharakteristika bei pathologischem Glücksspielen beschrieben. Der Beginn liegt bei Männern typischerweise in der Adoleszenz, bei Frauen häufig eher im mittleren Lebensalter. Ein anfänglicher Gewinn ist oftmals der Startpunkt für verstärktes Glücksspielverhalten. Die Entwicklung hin zu einem pathologischen Glücksspielverhalten verläuft meist schleichend. Spielen wird oftmals als Ablenkung oder Entlastung bei psychischen Problemen oder der Bewältigung von Entwicklungsanforderungen erlebt. Das Glücksspielverhalten wird so negativ verstärkt und nimmt zunehmend exzessive Züge an. Häufig kommt es zu Verschuldung und Involvierung des sozialen Umfeldes durch Ausgleich finanzieller Verbindlichkeiten bei gleichzeitigem Versprechen der Betreffenden, das Glücksspielen einzustellen. Der Versuch, bestehende Schulden durch erhöhte Spiel- und Wetteinsätze auszugleichen (Chasing), forciert eine suchtartige Eigendynamik. Auch der Wunsch nach Betäubung aufkommender Scham- und Schuldgefühle führt zu erneutem Spielen. Nach außen hin wird häufig ein ausgeprägtes Verleugnungs- und Bagatellisierungsverhalten gezeigt, während es zu einer fortschreitenden Verstrickung in das Glücksspielen kommt. Das Verhalten scheint nun primär darauf ausgerichtet auf unmittelbare Befriedigung des Glücksspielverlangens, die auch illegale Handlungen zur Geldbeschaffung einschließen können (Petry, J. 2003, S. 17 f.).

Entsprechend der theoretischen Tradition (z.B. psychodynamisch, kognitiv-behavioral, neurobiologisch), in der die Erklärungsmodelle entwickelt wurden, werden unterschiedliche Faktoren stärker fokussiert. Mehrfach wurden auch Versuche unternommen, die Einzelfaktoren zu einem Gesamtmodell zusammenzufassen (Körber 1996; Petry, J. 2003; Petry, N. 2005). Obgleich eine einheitliche Theorie der Entstehung pathologischen Glücksspielverhaltens bisher noch nicht formuliert wurde, lassen sich doch einige Bestimmungsstücke der Entstehung und Aufrechterhaltung des pathologischen Spielverhaltens herausstellen, die immer wieder genannt werden:

  • eine spezifische Vulnerabilität, die aus der individuellen Lebensgeschichte resultiert;
  • eine spezifische Funktionalität des Glücksspielens, die überwiegend in der Vermeidung negativ getönter Emotionen liegt;
  • typische Fehlwahrnehmungen und Fehleinschätzungen, insbesondere hinsichtlich der Annahmen über Wahrscheinlichkeiten, Unabhängigkeit von Ereignissen und der eigenen Einflussmöglichkeiten auf das Spielgeschehen;
  • die Bedeutung klassisch konditionierter Reize bei der Auslösung und Aufrechterhaltung des Spielgeschehens;
  • operante Faktoren, die das Spielgeschehen verstärken, hier insbesondere intermittierende Verstärkung durch den Wechsel zwischen Verlusten und gelegentlichen Gewinnen beim Spielen;
  • Besonderheiten in der Neurotransmission und in der Funktionsweise des Belohnungssystems im Gehirn, insbesondere eine geringere Sensitivität für Belohnungs- und Bestrafungsreize;
  • externe Faktoren wie Verfügbarkeit von Glücksspielen, soziale Normen hinsichtlich des Glücksspielens sowie die allgemeine soziale Lage;
  • komorbide psychopathologische Faktoren, die die Vulnerabilität für pathologisches Glücksspielen weiter erhöhen;
  • eine suchtartige Eigendynamik der Glücksspielhandlungen, die einen progredienten Verlauf und massive soziale, psychische und zum Teil auch körperliche Konsequenzen nach sich zieht.

9 Behandlungsmöglichkeiten

Mit Beginn der 1990er-Jahre wurden die Grundlagen für systematische glücksspielspezifische Behandlungsprogramme in Deutschland gelegt (Meyer und Bachmann 1993; Petry, J. 1996, 2003). Durch die „Empfehlung der Spitzenverbände der Krankenkassen und Rentenversicherungsträger für die medizinische Rehabilitation bei Pathologischem Glücksspielen“ vom März 2001 ist es möglich, die Diagnose pathologisches Glücksspielen (ICD10: F63.0) als primäre Behandlungsdiagnose zu stellen und eine Kostenübernahme für eine entsprechende Behandlung über den Rentenversicherungsträger zu erreichen. Seit dem Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrags (GlüStV) vom 01.01.2008 sind Beratungs- und Behandlungsangebote für problematische und pathologische GlücksspielerInnen deutlich erweitert worden (Meyer und Bachmann 2011). Inzwischen existiert ein breites Angebot stationärer, teilstationärer und ambulanter Therapieangebote. Der überwiegende Anteil der Behandlungen wird im Rahmen der medizinischen Rehabilitation durchgeführt.

Die meisten Behandlungsansätze für pathologisches Glücksspielen basieren auf bereits existierenden Behandlungsmodellen für substanzbezogene Störungen und sind um einige spezifische Therapieelemente erweitert. Am häufigsten sind inzwischen Behandlungsansätze vertreten, die in kognitiv-behavioraler Tradition stehen. J. Petry (1996, 2003) beschreibt vor dem Hintergrund eines von ihm entwickelten Vulnerabilitätsmodells einen multimodalen Therapieansatz. Er unterscheidet Therapieelemente, die am symptomatischen Glücksspielverhalten ansetzen, und Therapieelemente zu den Hintergrundproblematiken. Als zentral wird dabei die Bearbeitung der ausgeprägten Selbstwertproblematik angesehen. Weitere Therapieelemente sind die Erarbeitung einer gelingenden Gefühlsregulation und eines funktionalen Interaktionsverhaltens. Flankiert werden diese Bausteine von einem Geld- und Schuldenmanagement, das den bisherigen Umgang mit Geld bewusst reflektiert und dabei unterstützt, einen zuträglichen Umgang mit Geld zu etablieren, der für die Betreffenden auf Dauer praktikabel und zufriedenstellend ist.

Ein primär kognitiv-verhaltenstherapeutisches Therapieprogramm wurde von Premper und Sobottka (2015) vorgelegt. Es beinhaltet die Erarbeitung eines gemeinsamen Grundverständnisses des Störungsbildes, die Herausarbeitung und Formulierung von Veränderungszielen sowie eine Klärung der auslösenden und aufrechterhaltenden Bedingungen des Glücksspielverhaltens. Weiterhin werden der Aufbau von glücksspielfernem Alternativverhalten, die Korrektur dysfunktionaler glücksspielbezogener Kognitionen sowie ein planvoller Umgang mit Geld erarbeitet. Wesentlich ist darüber hinaus die Förderung von Selbstmanagementfähigkeiten beim Auftreten von Verlangen nach Glücksspielen und in Rückfallrisikosituationen.

Möglichkeiten pharmakologischer Behandlung wurden u.a. von Leibetseder und KollegInnen (2012) untersucht. Die AutorInnen fanden im Rahmen einer Metaanylyse gute Effektstärken für pharmakotherapeutische Ansätze, die über jenen der psychotherapeutischen Behandlungsverfahren lagen; insbesondere konnten hier Stimmungsstabilisierer gefolgt von Psychostimulanzien als wirksam eruiert werden. Hingewiesen wurde jedoch darauf, dass noch keine Studien zu langfristigen Effekten nach Ende der Behandlung vorliegen. Insgesamt spielt Pharmakotherapie in der Behandlung pathologischer Glücksspieler eher eine untergeordnete Rolle und findet in der klinischen Praxis in Deutschland allenfalls unterstützend Anwendung. Brück (2013) stellt fest, dass es derzeit keine allgemein anerkannte spezifische medikamentöse Behandlung pathologischen Glücksspielens gibt. Von Bedeutung kann medikamentöse Therapie jedoch bei der Behandlung komorbider Störungen, beispielsweise affektiver Störungen sein.

10 Effektivität psychotherapeutischer Behandlungsansätze

Die Behandlungsprogramme für pathologische GlücksspielerInnen sind in der Regel multimodal angelegt. Kontrollierte Studien, die Belege für die Wirksamkeit spezifischer Behandlungsbestandteile liefern, sind entsprechend schwierig zu realisieren.

N. Petry (2005) evaluierte in einer kontrollierten Studie ein acht Sitzungen umfassendes kognitiv-behaviorales Therapieprogramm für das ambulante Setting. Die Interventionsgruppe erreichte die höchste Haltequote und die höchste Zufriedenheit mit der Behandlung. Weiter zeigten sich ausgeprägte positive Effekte hinsichtlich der Reduzierung von Arbeitslosigkeit, Gesetzeskonflikten und psychiatrischen Problemen.

Premper und KollegInnen (2014) führten eine Nachbefragung mit GlücksspielerInnen aus fünf Fachkliniken durch, die zu einer stationären Behandlung aufgenommen waren (N=617). Es wurde eine Rücklaufquote von 55,9 % (N=345) erreicht. Die katamnestische Erfolgsquote (Abstinenz plus Abstinenz nach Rückfall) lag berechnet auf Basis der Gesamtstichprobe bei 39,7 % und berechnet auf Basis der Katamnese-Antworter bei 71,0 %. Die soziale und ökonomische Situation hat sich für einen erheblichen Teil der Befragten verbessert. Als wesentliche Risikofaktoren für die Aufrechterhaltung von Glücksspielfreiheit erwiesen sich geringe Fähigkeit zum Umgang mit negativ getönten Affekten sowie das Vorliegen von Arbeitslosigkeit nach der stationären Behandlung.

Eine weitere Nachbefragungsstudie stationär behandelter GlücksspielerInnen haben Müller und Koch (2015) vorgelegt. Von den behandelten PatientInnen (N=402, aus 8 Fachkliniken) nahmen 63,5 % (N=257) an der Untersuchung teil. Von diesen wurde zum Nachbefragungszeitpunkt eine Rücklaufquote von 67,7 % (N=174) erreicht. 60 % der PatientInnen berichteten zum Follow-up von Rückfällen. Als bedeutsam für die Rückfälle zeigten sich die Verfügbarkeit von Bargeld, erlebte Konflikte im Alltag und der Einfluss durch soziale InteraktionspartnerInnen.

11 Quellenangaben

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13 Informationen im Internet

Autor
Dr. rer. nat. Volker Premper
Leitender Psychologe, MEDIAN Klinik Schweriner See, Lübstorf (Mecklenburg-Vorpommern)
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Zitiervorschlag
Premper, Volker, 2018. Spielsucht [online]. socialnet Lexikon. Bonn: socialnet, 28.05.2018 [Zugriff am: 24.06.2018]. Verfügbar unter: https://www.socialnet.de/lexikon/Spielsucht

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Dr. rer. nat. Volker Premper
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veröffentlicht am 28.05.2018

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