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Theorien der Sozialen Arbeit

Theorien der Sozialen Arbeit befassen sich mit Fragen der disziplin-, professions- und professionalisierungstheoretischen Begründung von Sozialpädagogik und Sozialarbeit.

Überblick

  1. 1 Zusammenfassung
  2. 2 Theoriebildung
  3. 3 Theorie- und Wissenschaftsverständnis
  4. 4 Theorieformen
  5. 5 Theorienlandschaft
  6. 6 Typisierung der Theorien
  7. 7 Quellenangaben
  8. 8 Literaturhinweise

1 Zusammenfassung

Die Wissenschaft der Sozialen Arbeit orientiert sich überwiegend an einer handlungstheoretisch, normativ und transdisziplinär ausgerichteten Theoriebildung. Dabei folgt sie mehrheitlich einem Verständnis von Theorie als dialektische, wechselseitige Vermittlung zwischen Theorie und Praxis.

In den Theoriebildungen der Sozialen Arbeit sind unterschiedliche Theorieformen zu unterscheiden. Sie beziehen sich auf die Etablierung Sozialer Arbeit als wissenschaftliche Disziplin und Profession sowie die Möglichkeit der Professionalisierbarkeit Sozialer Arbeit. Darüber hinaus dienen bestimmte Arbeits- und Handlungsfelder der Sozialen Arbeit als Bezugspunkte der Theoriebildung. Im letzten Fall wird die Grenze der disziplin- und professionsbezogenen Theoriebildung zwecks Entwicklung theoriefundierter, arbeits- und handlungsfeldspezifischer Handlungsmodelle und Konzepte Sozialer Arbeit überschritten.

Zu einer einheits- und identitätsstiftenden Leittheorie ist die Soziale Arbeit bislang nicht gekommen. Stattdessen liegen bis heute weit über dreißig Theorieangebote vor. Neben historisch bedingten Gründen der Entstehung von Einzeltheorien liegt der Hauptgrund für diese breite Theorielandschaft in einem Nebeneinander unterschiedlicher Herstellungen des Bezugsproblems von Sozialpädagogik und Sozialarbeit. In der Gesamtsicht lassen sich jedoch Konvergenzen im Rahmen sozialontologisch ähnlicher Bezugspunkte der Theoriekonstrukte identifizieren. Die vorhandenen Theorieangebote können typologisch durch fünf voneinander abweichende Bezugspunkte unterschieden werden.

2 Theoriebildung

Die Wissenschaft der Sozialen Arbeit ist eine kritisch-normative, sozial- und geisteswissenschaftliche Handlungswissenschaft (Birgmeier 2009b, S. 241; 2014). Eine Handlungswissenschaft benötigt allgemeine und spezielle Handlungstheorien. Es geht dabei um Theorien, die Handeln als das genuine Wesensmerkmal des Menschen zum Gegenstand nehmen: „Wie bestimmt die Sozialpädagogik als wissenschaftliche Disziplin die Handlung von Menschen theoretisch?“ (Birgmeier 2009a, S. 24).

Übereinstimmung besteht darin, dass die Theoriebildung der Wissenschaft der Sozialen Arbeit eine normative Orientierung benötigt. Damit sind Werturteil, Gerechtigkeitsbeurteilung und Ethik angesprochen. Ihre normativen Orientierungen leitet die Theoriebildung der Sozialen Arbeit – in jeweils unterschiedlichen Nuancierungen – aus der Kritischen Theorie, den Gerechtigkeitstheorien – hier vor allem der Capability Approach – und damit auch aus der christlichen und rechtsphilosophischen Tradition einer Begründung von Menschenwürde und Menschenrechten ab.

In der Wissenschaft der Sozialen Arbeit und ihrer Theoriebildung soll Transdisziplinarität eine zentrale Bedeutung zukommen. Eine transdisziplinäre Wissenschaft hat die Aufgabe, unterschiedliche Wissensformen und Wissensebenen zu integrieren (Obrecht 2000, S. 122). Transdisziplinarität hat es nicht nur mit dem Problem einer Fülle von nebeneinanderstehenden, hochkomplexen Theorien zu tun, sondern auch mit der Begründung von Entscheidungskriterien, nach denen sie die für ihren Gegenstandsbereich als relevant zu erachtenden Theoriebezüge auswählt. Solange diese Kriterien nicht wissenschaftlich begründet festgelegt sind, ist Transdisziplinarität noch eine uneingelöste Programmformel (Göppner 2017, S. 304).

3 Theorie- und Wissenschaftsverständnis

Soziale Arbeit kann heute auf vielfältige theoretische Bezugsrahmen von Forschung und Theoriebildung verweisen. Dies wird zum einen deutlich in den unterschiedlichen Vorstellungen über die Funktion, die Theoriebildung für die Soziale Arbeit erfüllen soll bzw. kann und zum anderen in den historischen Begründungen der Disziplinentwicklung. In der Theorieentwicklung hat sich bis heute vieles aufeinander zubewegt. Das Funktionsverständnis von Theoriebildung stellte sich zunächst als vier voneinander unterschiedene Vorstellungen dar (Birgmeier 2009a, S. 14):

  1. Theorie als Bestimmung der Praxis durch Vorgabe von Handlungszielen der Praxis (Praxis bestimmt Theorie),
  2. Theorie als technologische Handlungsanleitung von Praxis (Theorie bestimmt Praxis),
  3. Theorie als Praxis (Theorie ist Praxis, Praxis ist Theorie),
  4. Theorie als dialektische Vermittlung zwischen ihr und der Praxis (Theorie und Praxis bestimmen sich wechselseitig).

Das Funktionsverständnis einer Theorie als dialektische, wechselseitige Vermittlung zwischen Theorie und Praxis (4) hat sich in der modernen Theoriebildung Sozialer Arbeit weitestgehend durchgesetzt.

4 Theorieformen

Im Funktionsverständnis von Theorie als dialektischem Verhältnis von Theoriebildung und Praxis werden vier Theorieformen unterschieden:

  1. Disziplintheorien (objekttheoretisch),
  2. Professionstheorien (objekttheoretisch),
  3. Professionalisierungstheorien (reflexionstheoretisch),
  4. Arbeitsfeldtheorien (anwendungstheoretisch).

Weiterhin ist in der Sozialen Arbeit eine Reihe von Bezugstheorien anzutreffen. Dies sind Theorien aus anderen wissenschaftlichen Disziplinen, die entweder für die Theoriebildungen der Sozialen Arbeit synthetisierend in Anspruch genommen werden oder solche Theorien, die für die Klärung von Einzelaspekten (z.B. rechtlichen, politischen, ethischen, pädagogischen, psychologischen, soziologischen) der Sozialen Arbeit als Praxis und Profession herangezogen werden.

Die Theorieformen unterscheiden sich in ihren erkenntnisleitenden Interessen und Gegenstandsbestimmungen sowie in ihren unterschiedlichen Theoriesprachen: den subjekt- und handlungstheoretischen einerseits und den verschiedenen systemtheoretischen andererseits. Ein Ordnungsversuch nach den verschiedenen Theorieformen zeigt, dass innerhalb einer Theorie mehrere Formen vertreten sein können. Dabei sagt die Anzahl der implizit enthaltenen Formen nichts über die Güte der jeweiligen Theorie aus. Eine Theorie der Sozialen Arbeit kann je nach Fragestellung sehr begründet jeweils nur die eine Form, die andere oder auch mehrere Formen annehmen.

  1. Disziplintheorien nehmen die Bezugsproblematik Sozialer Arbeit in den Blick und transformieren ein Bezugsproblem in eine Gegenstandsbestimmung, die mit wissenschaftlichen Mitteln bearbeitet werden kann. Dabei geht es um grundlegende Fragen des Bezugsproblems und der gesellschaftlichen Funktion der Sozialen Arbeit sowie die formale Bestimmung des Gegenstandes, der mit der Theorie bearbeitet werden kann. Es geht dabei also nicht primär um die Lösung von Problemstellungen der Sozialen Arbeit, die für professionell bearbeitungsfähig gehalten werden. Vielmehr versuchen Disziplintheorien der Sozialen Arbeit, ein Fundament als wissenschaftliche Fachdisziplin zu geben. Dazu gehören: die eindeutige Gegenstandsbestimmung, die Klärung von Erkenntnisinteresse, Wege der Erkenntnisgewinnung und damit verbundene Begrifflichkeiten.
    Neben den Disziplintheorien gibt es Theorieansätze, die davon ausgehen, dass eine umfassende Gegenstandsbestimmung Sozialer Arbeit nicht möglich ist. Diese Ansätze finden wir bei den Professionalisierungs- und Professionstheorien der Fachdisziplin.
  2. Professionstheorien versuchen, ein generalisierbares Professionswissen für die Verbesserung der beruflichen Handlungskompetenz herzustellen. Entsprechend versuchen sie, die Profession aus der Beforschung der Praxis Sozialer Arbeit zu bestimmen und zu einem generalisierbaren Professionswissen zu kommen.
  3. Professionalisierungstheorien halten eine derartige Generalisierbarkeit für unmöglich bis gefährlich. Sie sehen ihre Aufgabe darin, das Spannungsverhältnis von Wissensherstellung und Berufspraxis zu reflektierten. Daher interessieren sie sich für die Möglichkeiten, Grenzen und Widersprüche von Professionalisierungsprozessen Sozialer Arbeit. Sie fragen grundsätzlich kritisch und selbstreflexiv nach den Professionalisierungsmöglichkeiten Sozialer Arbeit im Kontext ihrer gesellschaftlichen Eingebundenheit und Auswirkungen auf das Subjekt.
  4. Arbeitsfeldtheorien sind Ausdruck einer hohen Ausdifferenzierung von Wissensproduktion für die verschiedensten Arbeitsfelder Sozialer Arbeit. Im Vordergrund steht nicht die Frage, ob und inwieweit sie mit bestimmten Reflexionstheorien oder einem theoretischen Mainstream ihrer Zeit übereinstimmen. Erkenntnisleitend ist vielmehr der anwendungstheoretische Anspruch, sich auf das für die Berufspraxis theoretisch relevante Wissen zu beziehen, zu versammeln und weiterzuentwickeln.

Im Weiteren lassen sich Unterscheidungen zwischen objekt- und reflexionstheoretischen Ausrichtungen treffen. Disziplin- und Professionstheorien sind objekttheoretisch ausgerichtet. Sie erfassen einen für die Soziale Arbeit als relevant erachteten Wirklichkeitsausschnitt. Dieser Ausschnitt (z.B. Alltagsbewältigung, Lebensbewältigung, Lebensführung) steht für die Theoriebildung im Vordergrund. Er soll der Sozialen Arbeit dazu dienen, zu einem operationalisierbaren Aussagesystem im Sinne einer Handlungswissenschaft zu kommen. Die Möglichkeit eines Anwendungsbezuges von Theorie wird hierbei also nicht ausgeschlossen.

Reflexionstheorien wiederum sind Theorien, die metatheoretische Argumentationen für die Reflexion grundsätzlicher Fragen der Sozialen Arbeit als Wissenschaft, Profession und Praxis (z.B. wissenschaftliches Bezugsproblem und Gegenstand, gesellschaftliche Funktion, Mandat, Professionsautonomie) zur Verfügung stellen. Die Soziologie der Sozialen Arbeit (Bommes und Scherr 2012) erfüllt z.B. diese Funktion. Ebenfalls eine reflexionstheoretische Funktion übernimmt die Professionalisierungstheorie (Dewe und Otto 1987, 1996). Ihre Aufgabe ist es, Professions- und Arbeitsfeldtheorien in die Reflexion des Spannungsverhältnisses von Wissensherstellung und Berufspraxis einzubeziehen und die Notwendigkeit einer kritischen Anwendung von Wissenschaftswissen (z.B. Professionsrolle, Macht, Methoden, Diagnostik) zu belegen.

5 Theorienlandschaft

Soziale Arbeit verfügt über eine reichhaltige Theoriebildung. Seit den Versuchen, Soziale Arbeit (Sozialpädagogik und Sozialarbeit) als wissenschaftliche Disziplin zu etablieren, ist es nicht gelungen, eine für ihre Profession einheits- und identitätsstiftende Theorie zu entwickeln (Schrödter 2007, S. 3). Für die subjekttheoretisch ausgerichtete Sozialpädagogik bleibt festzustellen, dass es bis heute nicht zu einer Einigung darüber gekommen ist, was das Soziale in der Pädagogik eigentlich sei und was als das Pädagogische im Sozialen zu verstehen und zu leisten in der Lage ist (Dollinger 2006, S. 19; Henseler 2000, S. 9). Auch in der relativ jungen, eher am Systembegriff ausgerichteten Sozialarbeitswissenschaft ist kein gemeinsames Theoriegebäude in Sicht. Deutlich wird dies vor allem in der sehr unterschiedlichen Inanspruchnahme systemtheoretischer Verstehenskonzepte. Entsprechend stehen wir vor einer Ansammlung von unterschiedlichen Theorien, Theorieentwürfen oder Theoriefragmenten, bei denen Anzeichen für das Zustandekommen eines konvergierenden, mehr oder weniger in sich geschlossenen Theoriegebäudes Sozialer Arbeit noch nicht in Sicht sind. Die Theorienlandschaft Sozialer Arbeit stellt sich als eine äußerst produktive Suchbewegung nach Theoriefundierung dar. Allerdings gibt es bei aller Unterschiedlichkeit mehr Gemeinsames als Trennendes.

Gemeinhin lässt sich der Prozess der Theoriefundierung mit dem ausgehenden 19. Jahrhundert und dann verstärkt mit Beginn der 1920er-Jahre der Weimarer Zeit ausmachen. Wir unterscheiden fünf Stränge (Lambers 2018):

  1. erste sozialpädagogische Theorien,
  2. erste fürsorgewissenschaftliche Theorien und nordamerikanische Ansätze,
  3. zweite, moderne sozialpädagogische (sozialwissenschaftlich aufgeklärte) Theorien,
  4. genuin sozialarbeitswissenschaftliche und soziologische Theorien und
  5. Theorien einer Wissenschaft Soziale Arbeit ohne genuinen Bezug auf Sozialarbeitswissenschaft.

Eine Zuordnung der jeweiligen ProtagonistInnen und ihres Theorieangebotes zu den genannten Strängen ergibt folgende Tabelle (Lambers 2018, S. 17 f.):

Tabelle 1: HauptvertreterInnen der Theorien Sozialer Arbeit
Erste sozialpädagogische Theorien
  1. Sozialpädagogik der Idealgesellschaft (Paul Natorp 1899)
  2. Sozialpädagogik der kulturellen Identitätsentwicklung (Herman Nohl 1927, 1933)
Erste fürsorgewissenschaftliche Theorien und nordamerikanische Ansätze
  1. Sozialarbeit der sozialen Diagnostik und Verhaltensanpassung (Mary Richmond 1899, 1917)
  2. Sozialarbeit der sozialen Diagnostik und Schaffung sozialer Gerechtigkeit (Alice Salomon 1926)
  3. Sozialarbeit der Demokratisierung, Friedensgestaltung und sozialen Gerechtigkeit (Jane Addams 1902, 1911, 1923)
  4. Fürsorgewissenschaft der Erziehung Armer (Christian J. Klumker 1918)
  5. Fürsorgewissenschaft der Armutsbekämpfung (Ilse Arlt 1921, 1958)
  6. Fürsorgewissenschaft der persönlichen Hilfe und Menschenführung (Hans Scherpner 1962, 1974)
Zweite, moderne sozialpädagogische (sozialwissenschaftlich aufgeklärte) Theorien
  1. Sozialpädagogik der Emanzipation (Klaus Mollenhauer 1959)
  2. Sozialpädagogik der Professionalisierungskritik (Hans Uwe Otto 1973)
  3. Sozialarbeit von unten (Karam Khella 1974, 1980, 1982, 1983)
  4. Sozialpädagogik der lebensweltorientierten Alltagsbewältigung (Hans Thiersch 1977, 1995, 2006)
  5. Sozialpädagogik der Reflexion von Professionalisierung (Bernd Dewe und Hans-Uwe Otto 1987)
  6. Sozialpädagogik der Subjektentwicklung und Sozialisationshilfe (Michael Winkler 1988)
  7. Sozialpädagogik der Veränderung gesellschaftlicher Verhältnisse (Heinz Sünker 1989)
  8. Sozialpädagogik der Lebensalter und Lebensbewältigung (Lothar Böhnisch 1993, 2017)
  9. Sozialpädagogik als Reflexion von Sozialpolitik (Michael Galuske 2002)
  10. Sozialpädagogische Theorie der Praxis im Sinne einer Sozialtheorie (Werner Thole 2013)
Genuin sozialarbeitswissenschaftliche und soziologische Theorien
  1. Soziale Arbeit des Lebenslaufs (Louis Lowy 1973)
  2. Sozialarbeit der sozialen Diagnostik und Verhaltensanpassung (Lutz Rössner 1973, 1975, 1977)
  3. Sozialarbeit der Veränderung gesellschaftlicher Verhältnisse (Fritz Haag, Lieselotte Pongratz et al. 1979)
  4. Sozialarbeit und Sozialpädagogik des engagierten Dialogs (Marianne Hege 1974, Karlheinz A. Geißler und Marianne Heger 1978, 2007)
  5. Soziale Arbeit des Lebenslaufs (Carel B. Germain und Alex Gitterman 1983, 1999, 2008)
  6. Soziale Arbeit der Lebensgestaltung (Wolf Rainer Wendt 1982, 2018)
  7. Soziale Arbeit der Lösung von sozialen Problemen (Silvia Staub-Bernasconi 1983, 1995, 2007, 2018)
  8. postmoderne Sozialarbeit der Dekonstruktion (Heiko Kleve 2000)
  9. Handlungstheorie systemischer Sozialer Arbeit (Tilly Miller 1999)
  10. Soziologie der Sozialen Arbeit (Michael Bommes und Albert Scherr 2000, 2012)
  11. Soziale Arbeit der individuellen und gesellschaftlichen Lebensführung (Jan V. Wirth 2013, 2015)
Theorien einer Wissenschaft Soziale Arbeit ohne Bezug auf eine genuine Sozialarbeitswissenschaft
  1. Soziale Arbeit im Kontext von Lebenswelt, Lebenslage, Macht und Ethik (Björn Kraus 2013)
  2. Systemische Soziale Arbeit (Wilfried Hosemann und Wolfgang Geiling 2005, 2013)
  3. Systemische Konzepte Sozialer Arbeit (Wolf Ritscher 2002, 2017)
  4. Soziale Arbeit der Integration und Lebensführung (Peter Sommerfeld et al. 2011)
  5. Soziale Arbeit der Sozialbeziehungen und sozialen Handlungen (Bringfriede Scheu und Otgar Autrata 2011)
  6. Rahmentheorie der Sozialen Arbeit (Werner Schönig 2012)
  7. Soziale Arbeit der daseinsmächtigen Lebensführung (Dieter Röh 2013)

6 Typisierung der Theorien

Es liegen zahlreiche Versuche von Typisierungen der Theorienlandschaft vor (Lambers 2018, S. 303–322). Sie zeigen eher das voneinander Trennende als das miteinander Verbindende auf. Für die Entwicklung der Fachdisziplin ist es gewinnbringend, unterschiedliche Theorieangebote nicht als sich gegenseitig ausschließende Konstrukte zu verstehen, sondern nach Gemeinsamkeiten zu suchen. Hierbei geht es nicht um Homologien bzw. gleiche Baupläne der Theorien. Diese sind meist recht unterschiedlich. Gemeinsamkeiten können im Sinne von Analogien identifiziert werden, d.h. Anpassungen an gleiche Funktionen mit jeweils unterschiedlichen Strukturen bzw. Bauplänen.

Die große Zahl der Theoriebildungen konvergiert in verschiedenen, vorwissenschaftlichen Bezugsproblemen:

  1. Umgang mit Verhaltensabweichungen,
  2. Wege zu einer Idealgesellschaft,
  3. Wege zu einer kulturellen Identität,
  4. Entwicklung des Subjekts,
  5. Bekämpfung von Armut und sozialer Ungerechtigkeit,
  6. Umgang mit Alltags- und Lebensplanung,
  7. Umgang mit Sozialbeziehungen und Lebensführung.

Die Konvergenz vorwissenschaftlicher Bezugsprobleme wird durch sozialontologisch ähnliche Bezugspunkte der Theoriekonstrukte erhöht. Unterschiedliche Theoriebildungen beziehen sich auf gleiche soziale Tatsachen. Im Sinne nicht aufgelöster Divergenz bleiben folgende differente soziale Tatsachen nebeneinander bestehen:

  1. Verhaltensanpassung,
  2. Erziehung, Bildung, Befähigung,
  3. Armut und soziale Ungerechtigkeit,
  4. Alltags- und Lebensbewältigung,
  5. Kommunikation und Lebensführung.

Die Theoriebildung der Sozialen Arbeit lässt sich in dieser Systematik mit unterschiedlichen Leitorientierungen einordnen (Lambers 2018, S. 384–390):

Tabelle 2: Theoriebildung Sozialer Arbeit
Fokus bei der Problembearbeitung sozialer Tatsachen Leitorientierung bei den Theoriebildungen VertreterInnen
gesellschaftliche Integration und Verhaltensanpassung individuelle Anpassungsanforderungen an Gesellschaft Klumker, Richmond, Scherpner, Rössner
besondere Erziehungs-, Bildungs- und Befähigungsbedarfe Überwindung problematischer Vergesellschaftungsverhältnisse und Gewinnung von systemüberwindenden Befähigungsstrategien Natorp, Nohl, Mollenhauer, Khella, Hege, Otto und Dewe, Sünker, Winkler
soziale Gleichstellung unbefriedigte menschliche Bedürfnisse und daraus entstehende soziale Probleme Salomon, Addams, Arlt, Pongratz, Staub-Bernasconi
Bewältigung von Alltag und Lebenslauf gesellschaftlich auferlegte Aufgaben der Alltags- und Lebensbewältigung Lowy, Germain und Gitterman, Wendt, Thiersch, Böhnisch
gesellschaftliche Lebensführung, Integration und Teilhabe Anforderungen individueller und gesellschaftlicher Lebensführung Kleve, Miller, Hosemann und Geiling, Ritscher, Scherr, Sommerfeld, Röh, Wirth, Scheu und Autrata, Schönig

Theoriebildungen der Sozialen Arbeit scheinen sich nicht mehr im Bemühen um eine einheitsstiftende Theorie und Gegenstandsbestimmung der eigenen Fachdisziplin zu bewegen. Unter dieser Voraussetzung wurde die Soziale Arbeit mit Beginn ihrer Akademisierung als sich zu etablierende Wissenschaft in den 1970er-Jahren wahrgenommen (Lukas 1979, S. 181). Es scheint heute hingegen eher der Fall zu sein, dass Theoriebildungen auf mehrere sozialontologische Tatsachen rekurrieren müssen und die sich hieraus entwickelnden Leitorientierungen in ihrer Gesamtsicht das Ganze der Fachdisziplin ausmachen. Unter dem Dach der Wissenschaft der Sozialen Arbeit sind unterschiedliche Bestimmungen des wissenschaftlichen Bezugsproblems mit den hieraus abgeleiteten – und auf diese Weise ebenfalls differenten Gegenstandsbestimmungen – vereint.

7 Quellenangaben

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Arlt, Ilse, 2010 [1921]. Die Grundlagen der Fürsorge. Werkausgabe Ilse Arlt, Band 1. Hrsg. von Maria Maiss. Berlin, Wien, Hamburg, London, Zürich, New York: Lit-Verlag. ISBN 978-3-643-50182-0

Arlt, Ilse, 2010 [1958]. Wege zu einer Fürsorgewissenschaft. Werkausgabe Ilse Arlt, Band 2. Hrsg. von Maria Maiss. Berlin, Wien, Hamburg, London, Zürich, New York: Lit-Verlag. ISBN 978-3-643-50059-5

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Birgmeier, Bernd, 2009b. Theorie(n) der Sozialarbeitswissenschaft – reloaded! In: Bernd Birgmeier und Eric Mührel, Hrsg. Die Sozialarbeitswissenschaft und ihre Theorie(n). Positionen, Kontroversen, Perspektiven. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 231–243. ISBN 978-3-531-16137-2 [Rezension bei socialnet]

Birgmeier, Bernd und Eric Mührel, Hrsg., 2009. Die Sozialarbeitswissenschaft und ihre Theorie(n). Positionen, Kontroversen, Perspektiven. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. ISBN 978-3-5311-6137-2

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Böhnisch, Lothar, 2017 [1997]. Sozialpädagogik der Lebensalter. Eine Einführung. 7., überarbeitete und erweiterte Auflage, Weinheim, Basel: Beltz Juventa. ISBN 978-3-7799-2186-8

Bommes, Michael und Albert Scherr, 2012 [2000]. Soziologie der Sozialen Arbeit. Eine Einführung in Formen und Funktionen organisierter Hilfe. 2., überarbeitete Auflage, Weinheim, Basel: Beltz Juventa. ISBN 978-3-7799-2601-6 [Rezension bei socialnet]

Dewe, Bernd und Hans-Uwe Otto, 1987. Verwissenschaftlichung ohne Selbstreflexivität. Produktion und Applikation wissenschaftlicher Problemdeutungen in der Sozialarbeit/Sozialpädagogik. In: Thomas Olk und Hans-Uwe Otto, Hrsg. Soziale Dienste im Wandel 1. Helfen im Sozialstaat. Neuwied: Luchterhand, S. 285–326. ISBN 978-3-472-58056-0

Dewe, Bernd und Hans-Uwe Otto, 1996. Sozialpädagogik. Über ihren Status als Disziplin und Profession. In: neue praxis, 26(1), S. 3–16. ISSN 0342-9857

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Autor
Prof. Dr. Helmut Lambers
Dipl.Sozialpädagoge und Dipl.Pädagoge
Katholische Hochschule NRW, Abt. Münster
Lehrgebiet: Fachwissenschaft Soziale Arbeit
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Zitiervorschlag
Lambers, Helmut, 2018. Theorien der Sozialen Arbeit [online]. socialnet Lexikon. Bonn: socialnet, 29.06.2018 [Zugriff am: 19.07.2018]. Verfügbar unter: https://www.socialnet.de/lexikon/Theorien-der-Sozialen-Arbeit

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Prof. Dr. Helmut Lambers
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veröffentlicht am 29.06.2018

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