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Unterstützte Kommunikation

Uta Hellrung, Dr. Barbara Giel

veröffentlicht am 26.05.2023

Abkürzung: UK

Verwechselungsgefahr mit: gestützte Kommunikation

Englisch: Augmentative and Alternative Communication (AAC)

Unter dem Begriff „Unterstützte Kommunikation“ (UK) werden vielfältige Kommunikationsformen und ihre Verwendung zusammengefasst. Unterstützte Kommunikation wird eingesetzt, wenn die Lautsprache nicht, noch nicht oder nicht mehr für eine befriedigende Kommunikation ausreicht. Sie zielt darauf ab, sozialen Austausch zu ermöglichen sowie Teilhabe im Alltag und am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

Überblick

  1. 1 Zusammenfassung
  2. 2 Begriff
  3. 3 Recht auf Kommunikation
  4. 4 Zielgruppen Unterstützter Kommunikation
  5. 5 Formen Unterstützter Kommunikation
    1. 5.1 Körpereigene Kommunikationsformen
    2. 5.2 Externe oder hilfsmittelgestützte Kommunikationsformen
      1. 5.2.1 Nicht-elektronische Kommunikationsformen
      2. 5.2.2 Elektronische Kommunikationsformen
    3. 5.3 Vokabularauswahl
    4. 5.4 Ansteuerung
    5. 5.5 Leichte Sprache
  6. 6 Wie lernt eine Person, Unterstützte Kommunikation zu nutzen?
    1. 6.1 Modeling
    2. 6.2 Prompting
  7. 7 Modelle/​Bezugssysteme
  8. 8 Versorgungsformen
    1. 8.1 UK-Beratung
    2. 8.2 UK-Therapie
    3. 8.3 Unterstützte Kommunikation im Rahmen von Sprachtherapie
    4. 8.4 UK-Förderung
  9. 9 Historische Entwicklung
    1. 9.1 International
    2. 9.2 In Deutschland
  10. 10 Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation
  11. 11 Fort- und Weiterbildung in Unterstützer Kommunikation
  12. 12 Quellenangaben
  13. 13 Informationen im Internet

1 Zusammenfassung

Kommunikation ist ein Menschenrecht. Sie ist das Tor zur Teilhabe in allen Lebensbereichen. Personen, denen die Lautsprache nicht oder nur eingeschränkt als Kommunikationsform zur Verfügung steht, brauchen in der Regel neben ihren natürlichen Kommunikationsformen Zugang zu alternativen Kommunikationsformen, damit sie entsprechend ihren Wünschen und Fähigkeiten kommunizieren können. Unterschiedliche Personen und Zielgruppen können von UK profitieren. Sie benötigen unterschiedliche Kommunikationsformen und unterschiedliche Methoden beim Erlernen dieser neuen Kommunikationsformen. Damit UK zu erfolgreicher Alltagskommunikation wird, müssen immer die Bezugspersonen berücksichtigt und einbezogen werden. In der Regel müssen sie ebenfalls lernen, ihre Kommunikation zu verändern.

2 Begriff

Um den Teilhabe-Gedanken stärker zu betonen, wird der Begriff Unterstützte Kommunikation zunehmend ersetzt durch:

  • (Unterstützte) Kommunikation, (U)K
  • Barrierefreie Kommunikation
  • Gelingende Kommunikation.

Der englischsprachige Begriff Augmentative and Alternative Communication (AAC) bezeichnet ebenfalls alle Kommunikationsformen, die ergänzend zur Lautsprache (augmentative) oder die Lautsprache ersetzend (alternative) eingesetzt werden können.

3 Recht auf Kommunikation

Die UN-Behindertenrechtskonvention betont das Grundrecht auf Kommunikation für alle Menschen. Das heißt auch, dass für Menschen, die nicht über ausreichende Lautsprache verfügen, Alternativen bereitgestellt werden müssen, um Zugang zu Bildung, Information und Teilhabe zu gewährleisten. Sie wird in Deutschland zum Beispiel mit dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) umgesetzt. Dieses wird aktuell in mehreren Reformstufen verändert. Unterstützungsleistungen sollen viel stärker als bisher personenzentriert abgestimmt werden. Dabei wird das Recht der Person mit Unterstützungsbedarf auf Selbst- und Mitbestimmung betont. Bei der Bedarfsermittlung spielt deshalb auch das Thema Kommunikation eine wichtige Rolle:

„Eine weitere Möglichkeit, um bei der Bedarfsermittlung Schwierigkeiten in der Kommunikation zu überwinden, ist die Bereitstellung von Kommunikationshilfen, beispielsweise durch UK, Visualisierungen, Gebärdensprache, leichte Sprache und Lormen“ (Projekt „Umsetzungsbegleitung Bundesteilhabegesetz“ o.J.).

4 Zielgruppen Unterstützter Kommunikation

Von Unterstützter Kommunikation können alle Personen profitieren, die nicht über ausreichende Lautsprache verfügen, um befriedigend kommunizieren und am gesellschaftlichen sowie sozialen Leben teilhaben zu können. Das können Menschen aller Altersgruppen, also Kinder, Jugendliche und Erwachsene sein.

Ursachen für die fehlende oder eingeschränkte Lautsprache sind unter anderem:

  • Chromosomenanomalien
  • tiefgreifende Entwicklungsstörungen und hier vor allem Autismus-Spektrum-Störungen
  • kombinierte Entwicklungsstörungen ohne erkennbare Ursache
  • Infantile Zerebralparesen
  • angeborene Fehlbildungen des Gehirns
  • erworbene Schädigungen des Gehirns oder Nervensystems wie Schädel-Hirn-Traumata, Hirnblutungen, Hirntumore, Schlaganfälle, Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) …
  • Operationen oder Verletzungen des Gesichts oder des Kehlkopfes
  • periphere und zentrale Hörstörungen

Damit ist die Zielgruppe Unterstützter Kommunikation äußerst heterogen. Für deren Beschreibung gibt es unterschiedliche Systematiken aus verschiedenen Fachdisziplinen.

In der Terminologie aus der Sprachtherapie geht es um Personen mit komplexen und schweren Einschränkungen

  • der Sprache (Produzieren und Verstehen von Sprache ist eingeschränkt),
  • des Sprechens (es ist nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich, mit dem Mund Sprache zu erzeugen oder diese ist unverständlich),
  • der Stimme (z.B. extreme Heiserkeit bis hin zur Stimmlosigkeit, Beatmung …) und/oder
  • der Kommunikation.

Auch bei sehr schweren Redeflussstörungen (Stottern) oder bei Mutismus kann der Einsatz Unterstützter Kommunikation sinnvoll sein.

Anhand der unterschiedlichen sprachlich-kommunikativen Kompetenzen und Einschränkungen werden folgende Zielgruppen unterschieden (Weid-Goldschmidt 2015):

  • Menschen mit intaktem und altersentsprechendem Sprachverständnis, die ausschließlich eine Kommunikationsform für den sprachlichen Output benötigen. Mit entsprechenden Hilfsmitteln sind sie in der Lage, sich differenziert und frei über alle Themen ihrer Wahl zu verständigen.
  • Menschen, die über eine innere Sprache, über einen Wortschatz und mehr oder weniger umfassendes grammatikalisches Wissen verfügen, deren Fähigkeiten aber (noch) nicht (oder nicht mehr) denen von Personen im vergleichbaren Lebensalter entsprechen.
  • Menschen mit sehr schweren Einschränkungen in der Produktion und im Verstehen von Sprache, die über nicht-sprachliche kommunikative Fähigkeiten verfügen.
  • Menschen mit schwersten Beeinträchtigungen, die über nicht-intentionale Vorläuferfähigkeiten kommunikativ-sprachlicher Fähigkeiten verfügen, sodass eine Kommunikation im Hier und Jetzt mit basalen, körpereigenen Zeichen etabliert werden kann.

Auch für Menschen, die Deutsch als neue Sprache erwerben, kann UK hilfreich sein. So gibt es inzwischen eine Vielzahl von Materialien (z.B. mehrsprachige Bildwörterbücher, Kommunikationsbücher und ähnliche), die in vielen Sprachen verfügbar sind und besonders das Vokabular bereitstellen, das zum Beispiel im Kontext von Flucht oder Migration relevant ist.

5 Formen Unterstützter Kommunikation

In der UK kommen sowohl Kommunikationsformen zum Einsatz, die von allen Menschen genutzt werden (wie Schrift oder Gesten), als auch Kommunikationsformen, die speziell für Menschen ohne ausreichende Lautsprache als Hilfsmittel entwickelt wurden (wie elektronische Kommunikationshilfen oder Kommunikationstafeln). Man unterscheidet zwischen körpereigenen Kommunikationsformen und externen oder hilfsmittelgestützten Kommunikationsformen.

5.1 Körpereigene Kommunikationsformen

Viele körpereigene Kommunikationsformen wie Lautsprache, Mimik oder Gestik werden von allen Menschen genutzt. Diese haben deshalb eine hohe Akzeptanz in der Gesellschaft. Für Menschen, die nicht oder nur eingeschränkt über Lautsprache verfügen, sind körpereigene Kommunikationsformen von hoher Relevanz. Zeichen für „ja“ und „nein“ ermöglichen eine schnelle Verständigung, besonders wenn beide Kommunikationspartner:innen sich gut kennen. Körpereigene Zeichen, die in Form von Mimik, Zeigebewegungen, Blick, Körperbewegung, Körperspannung oder Lauten geäußert werden, sind ebenfalls hocheffektiv. Vielfach muss aber das Umfeld geschult werden, um diese kleinen Zeichen erkennen, verstehen und adäquat beantworten zu können.

Auch Gebärden gehören zu den körpereigenen Kommunikationsformen. Sie sind in vielen Bereichen der Gesellschaft eine anerkannte Kommunikationsform. Nachrichtensendungen und andere Informationen sind selbstverständlich in Gebärdensprache verfügbar. Dabei wird die Deutsche Gebärdensprache (DGS) genutzt. Sie ist die natürliche Sprache der Gehörlosen in Deutschland. Die DGS verfügt über eine eigene Grammatik und viele tausend Wörter.

In der UK werden vor allem lautsprachunterstützende Gebärden (LUG) verwendet. Das heißt, es wird gesprochen und parallel dazu werden die wichtigsten Wörter gebärdet. Dabei werden Gebärden aus der DGS genutzt, ohne die Struktur und Grammatik zu übernehmen. Studien konnten zeigen, dass die Nutzung von LUG die Entwicklung der Lautsprache nicht hemmt, sondern das kommunikative Verhalten und Wortlernen unterstützt (Dittmann et al. 2018; Sarimski 2013; Wagner und Sarimski 2012).

5.2 Externe oder hilfsmittelgestützte Kommunikationsformen

Die externen Kommunikationsformen werden in elektronische und nicht-elektronische unterschieden.

5.2.1 Nicht-elektronische Kommunikationsformen

Nicht-elektronische Kommunikationsformen nutzen Gegenstände, Fotos, Zeichnungen, grafische Symbole und/oder Schrift für die Kommunikation.

Mit Gegenständen oder Teilen von Gegenständen können bestimmte Aktivitäten angekündigt werden. Für Menschen mit schweren Sinnesbeeinträchtigungen kann zum Beispiel ein tastbarer Löffel signalisieren, dass es Essen gibt, oder eine Cremetube steht für die Pflegesituation. So kann allmählich eine Erwartungshaltung und ein kognitives Konzept aufgebaut werden. Weil ein Bezug zwischen Aktivität und Gegenstand entsteht, nennt man die Gegenstände bei diesem Vorgehen auch Bezugs-Objekte. Sie können zum Beispiel in einem Karton oder auf Holzbrettchen für die Kommunikation zur Verfügung gestellt werden.

Mit grafischen Symbolen kann man über viele Themen kommunizieren. Man kann zum Beispiel auswählen, was man machen möchte, oder kommentieren, wie das Essen schmeckt („lecker“ oder „eklig“). In Deutschland ist inzwischen vor allem die Metacom®-Symbolsammlung verbreitet. In anderen Ländern werden unterschiedliche Symbolsammlungen genutzt. Für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen gibt es Symbolsammlungen, die besonders kontrastreich sind.

Grafische Symbole werden aber auch benutzt, um Abläufe anzukündigen, zum Beispiel in Stunden-, Tages- oder Wochenplänen. Und sie werden als Beschilderung für Räume oder Material eingesetzt. Die Strukturierung oder Visualisierung mit Symbolen wird vor allem im TEACCH-Konzept (Häußler 2005) beschrieben.

Grafische Symbole oder Fotos können als Einzelkarten genutzt werden oder sie sind auf Kommunikationstafeln bzw. in Kommunikationsordnern fest angeordnet. Diese Anordnung erleichtert durch sogenannte motorische Automatisierung das Lernen. Mit Kommunikationstafeln oder -ordnern können ganze Sätze ausgedrückt werden, wenn auf mehrere Zeichen hintereinander gezeigt wird. Die Auswahl der abgebildeten Wörter, also die Vokabularauswahl ist von großer Relevanz.

Schrift ist eine wichtige Kommunikationsform, weil sie unbegrenzt ist. Mit ihr kann alles gesagt werden. Schrift kann mit Buchstabentafeln, aber auch mit Tafeln, auf denen ganze Wörter stehen, genutzt werden.

Sogenannte „Ich-Bücher“ oder „Über-mich-Bücher“ beinhalten biografische Informationen in Form von grafischen Symbolen, Schrift oder Fotos. Sie ermöglichen es Menschen ohne Lautsprache, von sich selbst zu erzählen und sie übermitteln wichtige Informationen.

5.2.2 Elektronische Kommunikationsformen

Elektronische Kommunikationsformen werden auch als Sprachausgabegeräte bezeichnet. Sprache ist in Form von aufgezeichneter digitalisierter Sprache oder in Form von synthetisch erzeugter Sprache enthalten. Man unterscheidet zwischen einfachen und komplexen elektronischen Kommunikationshilfen.

Einfache elektronische Kommunikationshilfen sind sprechende Taster (z.B. BIGmack® oder Step-by-Step®) oder einfache Geräte mit mehreren statischen Tasten. Auf ihnen wird gesprochene Sprache aufgenommen. Sie werden oft für die ersten Schritte in der Kommunikation genutzt.

Komplexe elektronische Kommunikationshilfen (Tablets, Computer …) nutzen in der Regel synthetische Sprache. Sie enthalten einen umfangreichen, vorstrukturierten Wortschatz und eine mehr oder weniger differenzierte Grammatik. Es gibt eine große Auswahl an Geräten und Kommunikationsprogrammen. Umgangssprachlich hat sich auch der Begriff Talker etabliert, der streng genommen die Produktgruppe einer konkreten Firma bezeichnet.

Die Wörter in einer elektronischen Kommunikationshilfe (EKH) sind meistens als grafische Symbole abgebildet. Bei der Minspeak®-Kodierung werden die einzelnen Wörter über die Kombination von Bildern (sogenannten Ikonen) abgerufen. Da hier nicht für jedes Wort ein Bild benötigt wird, sondern Wörter aus Ikonen wie auf einer Schreibmaschine zusammengesetzt werden, ist auch dieses Prinzip leistungsstark und gut erweiterbar.

Auf den meisten Geräten gibt es außerdem die Möglichkeit, zu schreiben. Menschen, die ihre EKH gut beherrschen, können mit dem Gerät komplexe und grammatikalisch korrekte Sätze bilden. Für die richtige Auswahl sind eine umfassende Diagnostik und die Erprobung unterschiedlicher Geräte notwendig. EKH werden durch spezialisierte Hilfsmittelfirmen vertrieben und unterscheiden sich nach Gerät, Betriebssystem und Kommunikationssoftware.

Die Kommunikationsprogramme unterscheiden sich vor allem anhand:

  • der Menge der enthaltenen Wörter,
  • der Anordnung oder Kodierung der Wörter,
  • der Art der verwendeten Bilder,
  • der Möglichkeiten, Grammatik auszudrücken sowie
  • der Möglichkeit der Ansteuerung (zum Beispiel mit der Hand/mit den Augen/mit dem Kopf).

Für alle Hilfsmittel zur Kommunikation kann mit einer entsprechenden Diagnostik und Begründung die Kostenübernahme bei den Krankenkassen beantragt werden.

5.3 Vokabularauswahl

Alle Kommunikationsformen, die Kommunikation auf symbolischem Niveau ermöglichen, stellen Wörter zur Verfügung. Dieses Vokabular ist in den Kommunikationsgeräten, auf den Kommunikationstafeln und in den Kommunikationsordnern unterschiedlich vorstrukturiert und organisiert.

Für alle Nutzer:innen Unterstützter Kommunikation, aber besonders für Menschen, die nur langsam neue Wörter lernen, ist die Auswahl des Vokabulars sehr wichtig. Diese soll einerseits gelingende Alltagskommunikation und andererseits die stetige Erweiterung der kommunikativen Fähigkeiten ermöglichen. Für die Auswahl sind unter anderem folgende Kriterien ausschlaggebend:

  • Beachtung von Vokabular, das situationsunabhängig, vielfältig im Alltag nutzbar ist (Kernvokabular),
  • individuelle Interessen der Person,
  • Berücksichtigung von Alter, Kultur sowie Sprache der Person,
  • Berücksichtigung des kommunikativen Nutzens: mit den verfügbaren Wörtern soll es zum Beispiel möglich sein, auszuwählen, jemanden zu begrüßen, etwas zu kommentieren, etwas zu erzählen, Fragen zu stellen, Small-Talk zu halten usw.,
  • ggf. Vokabular, das die Sprachentwicklung unterstützt

Im internationalen Fachdiskurs spielte die Frage nach der Vokabularauswahl von Anfang an eine Rolle. Seit Beginn der 2000er-Jahre wurde dazu auch in Deutschland intensiv geforscht. Vor allem Studien zum Gebrauchswortschatz sprechender Kinder (Boenisch 2014; Boenisch und Sachse 2020) haben den Fokus auf das sogenannte Kernvokabular (engl. Core Vocabulary) gerichtet.

Das Kernvokabular bezeichnet die etwa 200 am häufigsten genutzten Wörter einer Sprache. Es macht ungefähr 80 % der gesprochenen Wörter aus und wird vor allem situations- und themenunabhängig genutzt. Zum Kernvokabular gehören viele sogenannte kleine Wörter (Boenisch und Sachse 2020), z.B.:

  • Pronomen (ich, du, wir, man, mein …),
  • Hilfs- und Modalverben sowie einige Vollverben (haben, sein, können, müssen, machen, kommen …),
  • Adverbien (auch, jetzt, hier, dann, da …),
  • Partikel (auf, zu, an, aus …),
  • Fragepronomen (wer, wo, was …),
  • Artikel und Demonstrativa (das, ein, der, die …).

Diese kleinen Wörter spielen beim Lernen eine besondere Rolle. Denn man kann nicht auf Anhieb erkennen, wofür sie stehen. Das Bild einer Banane kann jeder Mensch nutzen, der über ein Symbolverständnis verfügt. Aber das Bild für das Wort „auch“ ist nicht sofort für alle erkennbar und muss deshalb gelernt werden.

5.4 Ansteuerung

Um mit einer EKH sprechen zu können, muss man auf die Tasten (Felder oder Zellen) für die entsprechenden Wörter drücken. Dieses Auslösen einer Taste nennt man Ansteuerung. Auch das Zeigen auf die Felder einer Kommunikationstafel nennt man so.

Viele Menschen mit motorischen Schwierigkeiten brauchen besondere Ansteuerungsmöglichkeiten. Das Ziel dabei ist immer, dass die Felder so genau, fehlerfrei und schnell wie möglich ausgelöst werden können. Dabei spielt auch die Größe der Felder oder Tasten eine wichtige Rolle. Man unterscheidet zwischen direkter und indirekter Auswahl.

Bei der direkten Auswahl werden einzelne Felder direkt mit Finger, Hand, Fuß, Kopfsteuerung oder Augen ausgelöst. Mit den Augen können Kommunikationstafeln (Blicktafeln) angesteuert werden. Bei komplexen EKH gibt es ein sogenanntes Augensteuerungsmodul. Das erkennt die Blickrichtung und Fixationszeiten der Augen. So können einzelne Felder ausgewählt und ausgelöst werden. Für die direkte Ansteuerung gibt es außerdem weitere Hilfsmittel, z.B. Computer-Maus oder Kopfmaus, Joystick, Trackball oder bestimmte Eingabestifte. Sogenannte Fingerführungsraster sind Kunststoffgitter, die das genaue Auslösen einer Taste unterstützen.

Bei der indirekten Auswahl, dem sogenannten Scanning hat der Nutzer einen Taster, den er mit Finger, Hand, Faust, Arm, Knie, Fuß, Mund oder Kopf auslösen kann. Alle Felder der Kommunikationshilfe werden nacheinander angeboten. Sobald das gewünschte Feld genannt wird oder aufleuchtet (der Rahmen leuchtet oder ein Lichtpunkt markiert das Feld), wählt der Nutzer es mit dem Taster aus. Die Felder werden dabei entweder automatisch nacheinander angeboten (sog. Ein-Tasten-Scanning) oder die nutzende Person steuert selbst die Felder nacheinander mit einem ersten Taster an und wählt mit einem zweiten Taster aus (Zwei-Tasten-Scanning).

5.5 Leichte Sprache

Ein großer Teil der Personen, die UK benötigen, hat auch Schwierigkeiten beim Verstehen gesprochener Sprache, mit erheblichen Konsequenzen für Partizipation, Kommunikation, Lernen und Teilhabe (vgl. ICF-Domänen). Die Berücksichtigung von Leichter Sprache oder Einfacher Sprache in gesprochener und geschriebener Form erleichtert den Zugang zu Bildung, Information und die Teilhabe am sozialen und gesellschaftlichen Leben.

6 Wie lernt eine Person, Unterstützte Kommunikation zu nutzen?

Unterstützte Kommunikation muss gelernt werden. Zum Teil kann man sich das wie bei einer Fremdsprache vorstellen. Was genau eine Person lernen muss, um UK nutzen zu können, ist jedoch davon abhängig, welche sprachlichen und kommunikativen Fähigkeiten und Einschränkungen bestehen.

Eine Person mit intaktem Sprachverständnis und altersentsprechenden kognitiven Fähigkeiten muss „nur“ lernen, wie sie ihre neue Kommunikationsform nutzen und anwenden kann. Sie muss z.B. lernen, wo sie in ihrer EKH die gesuchten Wörter findet, oder sie muss Gebärden verstehen und produzieren lernen.

Menschen, die auch im Verstehen schwer eingeschränkt sind, brauchen Unterstützung nicht nur in der Nutzung einer neuen Kommunikationsform, sondern auch beim Lernen sprachlicher Konzepte und Wörter überhaupt.

Schwer beeinträchtigte Personen, die noch gar nicht oder gar nicht mehr auf symbolischer Ebene, also mit Wörtern kommunizieren können, brauchen Unterstützung, um mit Hilfe basaler körpereigener Kommunikationsformen möglichst viel Teilhabe und Selbstbestimmung erleben zu können.

6.1 Modeling

Alle Personen brauchen Kommunikations-Vorbilder, um das Kommunizieren mit einer alternativen Kommunikationsform zu erlernen. Das heißt, sie brauchen ein Umfeld, das mit ihnen die angestrebte Form der Kommunikation nutzt. Bezugspersonen aus dem privaten und institutionellen Umfeld müssen also ebenfalls lernen, mit Gebärden zu kommunizieren oder eine EKH zu nutzen. Nur wenn sie die Nutzung vorleben können, können sie erwarten, dass das Kind oder der Erwachsene mit Einschränkung die neue Kommunikationsform erlernt und nutzt. Das Vormachen und Mitnutzen alternativer Kommunikationsformen durch das Umfeld nennt man Modeling.

6.2 Prompting

Um einer Person deutlich zu machen, dass sie UK nutzen kann, gibt es außerdem sogenannte Prompting-Hierarchien, also klar beschriebene Hilfen, die stufenweise angewendet werden. Sie reichen von Abwarten über einen erwartungsvollen Gesichtsausdruck, dem Näherschieben oder Zeigen der Kommunikationshilfe bis hin zum Vormachen, motorischer Unterstützung oder verbalem Hinweis. Beim Prompting gilt immer der Grundsatz „so viel wie nötig und so wenig wie möglich“.

7 Modelle/​Bezugssysteme

Die UK in Deutschland hat sich vor allem aus der Praxis heraus entwickelt. Der wissenschaftliche Diskurs entstand erst im Nachhinein. Dabei wird auf Theorien und Modelle unterschiedlicher Fachdisziplinen (Pädagogik, Sonderpädagogik, Linguistik, Medizin, Psychologie …) Bezug genommen.

  • Die International Classification of Functioning, Disability and Health (ICF) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bietet ein Bezugssystem, das verdeutlicht, dass es vor allem um Teilhabe und Aktivität, also um gelingende Alltagskommunikation geht. Dabei bezieht es persönliche Faktoren und Umweltfaktoren ein. Die ICF bietet damit ein weltweit anerkanntes Kodier-System mit einer einheitlichen Sprache (DIMDI 2022).
  • Mit dem Partizipationsmodell von Beukelman und Mirenda und seiner Adaption von Lage und Knobel Furrer (2017) können zunächst kommunikative Fähigkeiten einer Person analysiert werden (Fähigkeitsprofil). Für einzelne Alltagsaktivitäten werden dann im Vergleich mit den Peers bestehende Kommunikationsbarrieren beschrieben. Diese werden in Gelegenheitsbarrieren und Zugangsbarrieren unterteilt. Anschließend wird daraus der Handlungsbedarf und die Zielformulierung entwickelt.
  • Das Modell von Light (Light und McNaughton 2014) beschreibt vier Ebenen, auf denen Personen, die unterstützt kommunizieren, Fähigkeiten benötigen:
    1. linguistische (also im engeren Sinne sprachliche) Fähigkeiten
    2. strategische Fähigkeiten
    3. soziale Fähigkeiten und
    4. operationale Fähigkeiten.
    Je nach Analyse der vorhandenen Fähigkeiten kann gezielt gefördert werden.
  • Das Kommunikationsmodell von Bloom und Lahey (1978) war zunächst ein sehr komplexes Modell für die Beschreibung von formalen, inhaltlichen, strukturellen und sozialen Aspekten von Sprache. In Bezug auf UK wurde dieses Modell stark vereinfacht. Es beschreibt die drei Ebenen:
    1. Kommunikationsform (WIE, also mit welchen Formen wird kommuniziert?)
    2. Kommunikationsfunktionen (WOZU, also mit welcher Absicht wird kommuniziert?)
    3. Inhalt (WAS oder worüber wird kommuniziert?).
    Nach der Analyse dieser Ebenen kann eine gezielte Förderung stattfinden.

8 Versorgungsformen

Die Versorgung mit UK ist in Deutschland nicht einheitlich geregelt. Ebenso gibt es (noch) keine verbindliche Regelung zur Qualitätssicherung und dazu, welche Berufsgruppen mit welcher Qualifikation UK-Versorgungsleistungen anbieten dürfen. Vorschläge für eine zukünftige Qualitätssicherung finden sich in Bernasconi et al. (2020). Eine deutschlandweite Zertifizierung von UK-Beratungsstellen und UK-Therapeut:innen ist über die Zentralstelle für Qualitätssicherung und Zertifizierung in der Unterstützten Kommunikation (ZQZ) angestrebt.

Wird ein Hilfsmittel zur Kommunikation benötigt, ist für die Finanzierung die Krankenversicherung zuständig, wenn es sich um den sogenannten „Ausgleich der Behinderung“ handelt. Dies ist im SGB V zum Beispiel im § 33 SGB V geregelt. Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen hat dazu ein systematisch strukturiertes Hilfsmittelverzeichnis erstellt. Dieses ist im § 139 SGB V zu finden. In der sogenannten Produktgruppe 16 sind die zugelassenen Kommunikationshilfen aufgelistet.

8.1 UK-Beratung

In Deutschland existieren Beratungsstellen für UK in unterschiedlicher Trägerschaft und mit verschieden Organisationsformen. Auch die Finanzierung von UK-Beratung und UK-Therapie ist heterogen. Teilweise werden die Leistungen im Rahmen des SGB V über das Heilmittel Sprachtherapie vergütet. Wenige Beratungsstellen haben sogenannte Selektivverträge mit den Gesetzlichen Krankenkassen und können die umfassende Diagnostik und Beratung mit diesen abrechnen. Darüber hinaus gibt es Vergütungsansätze im Rahmen der Jugendhilfe und der Eingliederungshilfe (SGB IX).

Für die Menschen, die auf UK angewiesen sind, stellt die heterogene Versorgungslage oft eine Herausforderung dar. Eine Auflistung verschiedener UK-Beratungsstellen in Deutschland ist auf der Homepage der Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation zu finden.

Im Sinne der Qualitätssicherung ist vor der Versorgung mit UK eine differenzierte Diagnostik der sprachlichen und kommunikativen Fähigkeiten und Einschränkungen erforderlich. Außerdem ist der Einbezug des familiären und institutionellen Umfeldes (Kita, Schule, Wohneinrichtung, Werkstatt …) bei der Entscheidung für eine Versorgungsform obligatorisch.

8.2 UK-Therapie

Für eine therapeutische Versorgung mit Mitteln der UK gibt es in Deutschland bisher keine Regelung. Im Heilmittelkatalog ist Unterstützte Kommunikation bisher nicht aufgelistet. UK wird lediglich bei einigen Sprachstörungen im Rahmen des Heilmittelkatalogs Sprachtherapie als mögliche Behandlungsform erwähnt.

8.3 Unterstützte Kommunikation im Rahmen von Sprachtherapie

Sprachtherapie mit Mitteln der UK ist eine Leistung des Gesundheitswesens und kann nur durch anerkannte Heilmittelerbringer geleistet werden. Die Klientel, die von UK profitiert, unterscheidet sich aber erheblich von der „üblichen“ Klientel der Sprachtherapie, insbesondere im Hinblick auf die Komplexität der sprachlichen Störungen und ihrer Ursachen (Giel et al. 2022). Da in den Studien- und Ausbildungsgängen Wissen zu UK nur sehr eingeschränkt vermittelt wird, ist eine Zusatzqualifizierung der Therapeut:innen notwendig.

8.4 UK-Förderung

Förderung in Unterstützter Kommunikation findet darüber hinaus zum Beispiel an (Förder-)Schulen, in Kitas, Pflegeeinrichtungen, Wohn- und Werkstätten, aber auch in Autismus-Therapiezentren oder Frühförderstellen statt.

9 Historische Entwicklung

9.1 International

Aus den 1950er-Jahren gibt es eine Reihe von Einzelfallbeschreibungen zu ersten Erfahrungen mit UK, vor allem aus den USA, Großbritannien und Skandinavien. Dabei ging es vor allem um Menschen mit Kehlkopfresektionen, Aphasien und zerebralen Lähmungen.

In den 1960er-Jahren wuchs die Akzeptanz von Gebärdensprache als Sprache der Gehörlosen in vielen Ländern. In der Folge wurden Gebärden auch in einigen Zentren in der Erziehung und Förderung von nicht-sprechenden Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen genutzt. Dazu wurden die Gebärden aus den Gebärdensprachen teilweise vereinfacht.

In den 1970er-Jahren fand ausgehend von Kanada das von Charles Bliss konzipierte Zeichensystem eine schnelle Verbreitung in Einrichtungen für Menschen mit zerebralen Bewegungsstörungen.

In den USA nahm die Verbreitung von Augmentative and Alternative Communication (AAC) zu, nachdem ein neues Gesetz das Recht auf Bildung von Menschen mit Behinderung festgeschrieben hatte. In der Folge entstanden internationale Veröffentlichungen und Konferenzen sowie 1983 die Gründung der internationalen Gesellschaft „International Society for Alternative and Augmentative Communication“ (ISAAC) mit Sitz in Toronto. In den angloamerikanischen Ländern war AAC damit als eigenständiges Fachgebiet etabliert.

Hier hat die Profession der Sprachtherapie von Beginn an eine wichtige Rolle bei der Verbreitung und wissenschaftlichen Aufarbeitung des Fachgebietes gespielt. So hat die ASHA (American Speech Language Hearing Association) bereits 1981 ein erstes Positionspapier zu AAC veröffentlicht und in den 1990er- und 2000er-Jahren eine eigene Arbeitsgruppe zum Thema gegründet.

Die 1996 von den Vereinten Nationen verabschiedete Behinderten-Konvention hat das Recht auf Kommunikation für alle Menschen als Grundrecht festgeschrieben. Sie wurde von den meisten Ländern ratifiziert.

9.2 In Deutschland

In Deutschland galt sehr viel länger als in vielen anderen Ländern das sogenannte orale Paradigma. So hielt sich noch bis in die 1990er-Jahre hinein die Annahme, dass der Einsatz von UK die Entwicklung der Lautsprache verhindere. Dies hatte teilweise gravierende Folgen für die Beratung, Förderung und Therapie.

In den 1980er- und 1990er-Jahren war BLISS® als Symbolsystem auch in Deutschland an Einrichtungen für Menschen mit cerebralen Bewegungsstörungen verbreitet. In diesem System gibt es nicht für jedes einzelne Wort ein Bild, sondern Wörter werden systematisch aus kleineren Einheiten zusammengesetzt. Dadurch war BLISS leistungsstark und unendlich erweiterbar. Aber es erforderte auch, dass Bezugspersonen bereit waren, diese Symbole zu lernen und zu verwenden.

In Deutschland waren es Anfang der 1990er-Jahre zunächst engagierte Sonderpädagoginnen, die UK anwendeten. Folglich verbreiteten sich Methoden der Unterstützten Kommunikation zunächst an Förderschulen. Erst deutlich später wurden verstärkt auch jüngere Kinder in den Blick genommen. Auch in Kitas und in der Frühförderung wird mittlerweile immer häufiger an UK gedacht, wenn es Barrieren in der Kommunikation gibt.

Im Erwachsenen-Alter gewinnt UK ebenfalls stetig an Bedeutung. Dies gilt sowohl im nachschulischen Bereich bei Menschen mit Behinderungen als auch im klinischen Bereich.

In der Sprachtherapie/​Logopädie in Deutschland wurde Unterstützte Kommunikation lange wegen des vermeintlich negativen Einflusses auf die Entwicklung der Lautsprache missachtet bzw. sogar abgelehnt. Auch hier gab es aber engagierte Einzelpersonen, die schon früh dafür plädiert haben, vor allem die Kommunikations- und Teilhabe-Möglichkeiten der Patient:innen in den Blick zu nehmen. Nicht zuletzt durch ein breites Angebot an Fort- und Weiterbildung verbreitet sich das Wissen um UK stetig.

10 Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation

1990 wurde die deutschsprachige Sektion von ISAAC gegründet: ISAAC GSC (German Speaking Countries). Die deutsche Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation e.V. ist seit 2015 eigenständig. Sie hat inzwischen etwa 1.800 Mitglieder in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Sie ist sowohl ein Fachverband für das Fachgebiet Unterstützte Kommunikation als auch ein Organ der Selbsthilfe und bietet unter anderem:

  • Kongresse und Regio-Tagungen
  • ein breites Angebot an Fort- und Weiterbildungen
  • Referententagungen für zertifizierte Referent:innen
  • Zeitschriften (Unterstützte Kommunikation, UK & Forschung), Publikationen (Tagungsbände, Handbuch der UK), Informationsmaterial
  • Austausch- und Informationsmöglichkeiten für Familien und Angehörige von unterstützt sprechenden Menschen
  • Selbstvertretungsmöglichkeiten, Qualifizierungsangebote und Foren für unterstützt kommunizierende Menschen als Profis in eigener Sache

Die Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation e.V. betreibt Vernetzung auf lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Sie ist institutionelles Mitglied in der ISAAC, im Paritätischen Wohlfahrtsverband und arbeitet mit anderen Organisationen der Rehabilitation (z.B. dem Bundesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte e.V. und der Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.) eng zusammen.

11 Fort- und Weiterbildung in Unterstützer Kommunikation

In Deutschland gibt es mittlerweile ein großes Angebot an Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten zu UK. Umfangreiche Zusatzqualifikationen werden in Form von mehrjährigen Weiterbildungen angeboten. Es existieren zudem mehrere berufsbegleitende Weiterbildungen in Unterstützter Kommunikation für unterschiedliche Zielgruppen (Lüke und Vock 2019). An verschiedenen Universitäten gibt es Masterstudiengänge und Zusatzqualifikationen zum Thema Unterstützte Kommunikation.

12 Quellenangaben

Bernasconi, Tobias, Jens Boenisch, Barbara Giel und Stefanie K. Sachse, 2020. Qualitätssicherung und Standards in der UK-Versorgung. In: Jens Boenisch und Stefanie K. Sachse, Hrsg. Kompendium Unterstützte Kommunikation. Stuttgart: Kohlhammer, S. 386–394, ISBN 978-3-17-036058-7

Bloom, Lois und Margaret Lahey, 1978. Language Development and Language Disorders. New York: John Wiley and sons. ISBN 978-0-471-08220-0

Boenisch, Jens, 2014. Die Bedeutung von Kernvokabular für unterstützt kommunizierende Kinder und Jugendliche. In: LOGOS: Die Fachzeitschrift für akademische Sprachtherapie und Logopädie. 22(3), S. 164–178. ISSN 0944-405X

Boenisch, Jens und Stefanie K. Sachse, 2020. Kernvokabular – Bedeutung für den Sprachgebrauch. In: Jens Boenisch und Stefanie K. Sachse, Hrsg. Kompendium Unterstützte Kommunikation. Stuttgart: Kohlhammer. S. 108–116. ISBN 978-3-17-036058-7

DIMDI- Deutsches Institut für medizinische Dokumentation und Information, 2022. ICF Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit. Bonn: Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) [Zugriff am: 21.04.2023]. Verfügbar unter: https://www.bfarm.de/DE/Kodiersysteme/​Klassifikationen/ICF/_node.html6

Dittmann, Falko, Anke Buschmann, Dorothee von Maydell, Heike Burmeister, Christian Fricke und Thomas Wiesner, 2018. Kommunikative Fähigkeiten bei Kindern mit Down-Syndrom – Ergebnisse einer RCT-Studie zur systematischen Anleitung eines frühen alltagsintegrierten Gebärdeneinsatzes. Kurzvortrag und Posterpräsentation auf dem 47. Jahreskongress des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie. 15./16. Juni 2018 in Bielefeld

Giel, Barbara, Uta Hellrung, Andrea Liehs, Carolin Garbe, Ilona Rubi-Fessen und Sina Schuchmann, 2022. Wer nimmt UK-Beratung in Anspruch? Ergebnisse einer retrospektiven Studie. In: uk & forschung. 12, S. 22–33

Häußler, Anne, 2005. Der TEACCH Ansatz zur Förderung von Menschen mit Autismus: Einführung in Theorie und Praxis. Dortmund: Verlag Modernes Lernen. ISBN 978-3-938187-05-0 [Rezension bei socialnet]

Lage, Dorothea und Christina Knobel Furrer, 2017. Das kooperative Partizipationsmodell. In: Dorothea Lage und Karen Ling, Hrsg. UK spricht viele Sprachen. Karlsruhe: von Loeper, S. 125–138. ISBN 978-3-86059-150-5

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13 Informationen im Internet

Verfasst von
Uta Hellrung
Dipl.-Logopädin
Kommunikationspädagogin (LUK)
Systemische Beraterin
Zentrum für Unterstützte Kommunikation (ZUK) gGmbH Moers
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Dr. Barbara Giel
Akad. Sprachtherapeutin
Dipl. Sprachheilpädagogin
Systemische Familientherapeutin
Supervisorin (SG)
Zentrum für Sprachtherapie Moers GmbH
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Es gibt 1 Lexikonartikel von Uta Hellrung.
Es gibt 1 Lexikonartikel von Barbara Giel.

Zitiervorschlag
Hellrung, Uta und Barbara Giel, 2023. Unterstützte Kommunikation [online]. socialnet Lexikon. Bonn: socialnet, 26.05.2023 [Zugriff am: 22.06.2024]. Verfügbar unter: https://www.socialnet.de/lexikon/3304

Link zur jeweils aktuellsten Version: https://www.socialnet.de/lexikon/Unterstuetzte-Kommunikation

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