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socialnet Lexikon [Work in Progress]

Die Nische zwischen Print und Wikipedia

22.11.2017    Christian Koch Kommentare (0)

socialnet Lexikon - braucht es das wirklich?

Diese Frage hat sich uns gestellt, als wir über den Start dieses Unterfangens nachgedacht haben, und sie stellt sich allen Autorinnen und Autoren bei jedem neuen Beitrag.

Das socialnet Lexikon positioniert sich zwischen den etablierten Print-Lexika und dem dominierenden Online-Lexikon Wikipedia.

Die Vorteile gegenüber Print-Lexika sind offensichtlich: Kostenfreier Zugang, Verlinkung innerhalb des Lexikons und mit externen Quellen, kontinuierliche Aktualisierbarkeit und Erweiterbarkeit sowie jederzeitige Verfügbarkeit auf Smartphone, Tablet und PC. Alleine auf Grund dieser Vorteile dürfte die Zukunft bei Online- statt Print-Lexika liegen.

Andere Online-Lexika haben sich bisher nur für bestimmte Teilbereiche etabliert, z.B. Medizin oder Psychologie. Es gibt bisher weder ein überzeugendes Lexikon der Sozialen Arbeit geschweige denn ein umfassendes Lexikon für das Sozial- und Gesundheitswesen. Dies bietet gute Voraussetzungen für den Start des socialnet Lexikons als Fachlexikon für das Sozial- und Gesundheitswesen. Wäre da nicht Wikipedia als das alles erschlagende, omnipotente Onlinelexikon.

War in der Interneteuphorie der Neunziger Jahre noch von Demokratisierung der Medien und Meinungsvielfalt die Rede, zeigen die aktuellen Entwicklungen des Internets eine klar Tendenz zur Monopolisierung. Es liegt in der Natur globaler Onlineangebote, dass das größte Angebot Vorteile gegenüber kleineren Anbietern aufweist und diese tendenziell verdrängt. Im größten sozialen Netzwerk finde ich die meisten Freunde und schließe mich dort an, beim größten Onlinehändler finde ich die meisten Produkte und kaufe nur noch dort ein, bei der größten Suchmaschine finde ich (scheinbar) alles und belasse es bei ihr als voreingestellter Standardsuche. Und beim größten Online-Lexikon finde ich auf meine Fragen vertrauenerweckende Antworten und nutze keine anderen Quellen mehr.

Damit stellt Wikipedia den wichtigsten Benchmark für das socialnet Lexikon dar. Das socialnet Lexikon bietet gegenüber Wikipedia folgende Vorteile:

  • Alle Beiträge haben namentlich benannte Autoren. Nur sehr einfache Erläuterungen werden von der ebenfalls namentlich bekannten Lexikonredaktion vorgenommen. Für anonyme Manipulation oder Vandalismus durch Trolle bietet socialnet keine Plattform.
  • Auf Grund der ausgewiesenen Expertise der AutorInnen sind alle Beiträge für wissenschaftliche Arbeiten zitierfähig.
  • Durch die verantwortlichen AutorInnen und die Lexikonredaktion findet ausnahmslos bei allen Beiträgen eine Qualitätssicherung statt. Perspektivisch wollen wir die Qualitätssicherung durch einen ebenfalls namentlich benannten Review ausweiten.
  • Das socialnet Lexikon konzentriert sich auf Begriffe und Inhalte, die für das Sozial- und Gesundheitswesen relevant sind. Beispielsweise werden zu einer Abkürzung nicht alle weltweit denkbaren Bedeutungen aufgelistet, sondern die fachlich einschlägigen.
  • Alle Beiträge orientieren sich am praktischen Bedarf der Fach- und Führungskräfte im Sozial- und Gesundheitswesen. Dabei genügen alle Ausführungen wissenschaftlichen Ansprüchen und werden durch Quellen belegt. Die Praxisorientierung zeigt sich auch in der Auswahl der weiterführenden Informationsmöglichkeiten.
  • Sowohl die einzelnen Beiträge als auch die Auswahl der Begriffe gehen fachlich in der Regel mehr in die Tiefe als bei einer universellen Enzyklopädie.
  • Die Beiträge werden systematisch mit weiteren Fachinformationen vernetzt. Als erstes Beispiel haben wir die Vernetzung mit den socialnet Rezensionen realisiert. Sofern zu einer Quellenangabe oder einem Literaturhinweis eine Rezension bei socialnet vorliegt, wird diese automatisch an Hand der ISBN ermittelt und verlinkt.

Mit dem socialnet Lexikon liefern wir einen Beitrag zur Informationsvielfalt im Internet und setzen uns für die Vermittlung von überprüfbaren Fakten ein.

Jeder einzelne Beitrag wird sich dem Vergleich mit gedruckten Lexika und dem Angebot von Wikipedia stellen müssen. Auf Grund der ersten Pilotbeiträge sind wir zuversichtlich, dass wir unseren NutzerInnen in beiden Fällen eine sehr gute Alternative bieten werden.

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